DE3123933A1 - Einrichtung zum wechseln von walzen eines walzgeruestes - Google Patents
Einrichtung zum wechseln von walzen eines walzgeruestesInfo
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Description
HITACHI, LTD., Tokyo,
Japan
Japan
Einrichtung zum Wechseln von Walzen eines Walzgerüstes
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Auswechseln von Walzen boi einem Walzgerüst, welches mindestens
eine Zwischenwalze zwischen den Arbeitswalzen und den Stützwalzen aufweist.
Bei einem derartigen bekannten Walzgerüst sind die Zwischenwalzen so axial verschiebbar im Gerüstständer angeordnet,
daß die Enden ihrer Walzenballen in etwa jeweils vertikal oberhalb und unterhalb der jeweiligen Walzgutränder
liegen. Durch diese gegensinnige Verschiebbarkeit der Zwischenwalzen kann die beim Walzen auftretende Verformung
der Arbeitswalzen über deren gesamte Länge feinfühlig je nach den jeweiligen Walzbedingungen, wie Walzlast,
Walzgutbreite usw., gesteuert werden. Aufgrund der auf diese
81-A568O-O2-SdBk
Weise kompensierten Verformung der Arbeitswalzen ergibt
sich ein Walzband mit optimal ebenen Oberflächen und rechteckigem Querschnitt.
Das Wechseln der Walzen bei einem derartigen Walzgerüst wurde bisher unter Verwendung einer komplizierten
Wechseleinrichtung ;und mit Hilfe von im Gerüst fest montierten
Schienen für die jeweiligen Walzensätze sowie von Zuführungsschienen an der Vorderseite des Gerüstes
durchgeführt, die auf dem gleichen Niveau und fluchtend mit den gerüstfesten Schienen angeordnet waren. Die Walzen
wurden zwischen den Schienen innerhalb des Gerüstes und außerhalb des Gerüstes gewechselt. Am häufigsten müssen
die Arbeitswalzen und relativ selten die Stützwalzen gewechselt werden. In der JA-OS 7615/1979 ist eine Walzenwechseleinrichtung
beschrieben, bei welcher die Zuführungsschienen für zumindest die Arbeits- und die Zwischenwalzen
auf einem Wagen montiert sind, welcher zum Wechseln der beiden Arbeitswalzen oder der insgesamt vier Walzen incl.
der Zwischenwalzen auf fest verlegten Schienen rollt.
Die Abmessungen und Ausmaße von derartigen Walzgerüsten, insbesondere von Warmwalzgerüsten, wurden in den
letzten Jahren ständig vergrößert. Bei derartig schweren Walzgerüsten smä lie W 1.2en sowie ihre Schienen für den
Walzenwechsel in v\:qlei'h?weise großer Tiefe unterhalb
des Bodenniveaus angeordnet:. Lei der Walzt nwechseleinrichtung
gemäß der ober genannten JA-OS ::.u£· daher der Walzenwechsel-Wagen
in einer Grube von entsprechender Tiefe vor dem Walzgerüst angeordnet werden. Dadurch wird die überführung
der neuen und alten Walzen zu und von diesem Wagen aufwendig und schwierig, da nur ein vergleichsweise geringer
Raum zur Verfügung steht. Dies führt wiederum, zu einer
unerwünschten Verlängerung der Wechselzeiten, was besonders für das vergleichsweise häufige Auswechseln der
Arbeits- und Zwischenwalzen gilt, und zu entsprechend langen Totzeiten der gesamten Walzstraße führt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Walzenwechseleinrichtung der angegebenen Gattung zu schaffen, mit
welcher das Auswechseln insbesondere der Arbeits- und Zwischenwalzen auch bei schweren Gerüsten mit unterflur
angeordneten Walzen erheblich beschleunigt und vereinfacht werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Einrichtung
zum Wechseln der Walzen eines Walzgerüstes, das je einen oberen und unteren Walzensatz mit je einer
Arbeitswalze, einer Zwischenwalze und einer Stützwalze aufweist, wobei gesonderte Schienen für die zu wechselnden
Arbeitswalzen und die Zwischenwalzen im Gerüstständer angeordnet sind und vor dem Walzgerüst Zuführungsschienen
für die zu wechselnden Walzen vorgesehen sind, dadurch gelöst, daß eine die Zuführungsschienen tragende Plattform
vertikal heb- und senkbar an der Gerüstvorderseite angeordnet ist, welche zwischen einer Stellung, in der die
Zuführungsschienen mit den Schienen für die Arbeitswalzen
fluchten,und einer anderen Stellung, in der die Zuführungsschienen mit den Schienen für die Zwischenwalzen fluchten,
vertikal verschiebbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Wechseleinrichtung
können die Zuführungsschienen auf einfache
Weise mit den Walzenwechselschienen der Arbeitswalzen
und der Zwischenwalzen in Flucht gebracht werden, was eine erheblich höhere Taktfolge der Wechselvorgänge ermöglicht,
und zwar auch, wenn die Walzen in relativ großer Tiefe unter der Bodenoberfläche im Gerüst positioniert
sind. Damit erleichtert sich auch die Zuführung der Walzen in und aus dem Gerüst. Ferner vereinfacht
sich durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Walzenwechseleinrichtung
die Bewegung der neuen und alten Walzen zwischen dem tiefen Niveau der Grube ühd dem Bodenniveau
sowie auch das Zu- und Abführen der alten bzw. neuen Walzen auf bzw. von dieser vertikal hebbaren Plattform im
Bodenniveau. Somit können auf einfache und schnelle Weise eine Vielzahl von Walzen gewechselt werden, auch wenn
sie im Gerüst in erheblicher Tiefe unterhalb des Bodenniveaus positioniert sind.
Im folgenden wird ein Äüsfiührungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1: eine teilgesehnittene schematische Seitenansicht
der gesamten Walzenwechsel-Einrichtung beim Wechseln der Arbeitswalzen;
Fig. 2s eine Draufsicht der Walzenwechsel-Einrichtung
nach Fig. 1;
Fig. 3: die Walzenwechsel-Einrichtung gemäß Fig. 1 beim Wechseln der Zwischenwalzen;
Fig. 4: die Walzenwechsel-Einrichtung gemäß Fig. 1 beim Wechseln der Stützwalzen;
Fig. 5 eine vergrößerte schematische Seitenansicht der vertikal bewegbaren Plattform.
Das im folgenden beschriebene Ausführungsbeispiel wird bei einem Sechswalzen-Gerüst eingesetzt, bei dem
alle Walzensätze vertikal übereinander angeordnet sind. Dieses Walzgerüst besitzt ein Paar Arbeitswalzen 14,
ein Paar die Arbeitswalzen abstützende Zwischenwalzen sowie ein Paar die Zwischenwalzen 16 abstützende Stützwalzen
18. Jede Arbeits-,Zwischen- und Stützwalze 14,
16 bzw. 18 ist beidseitig mit ihren Zapfen in Einbaustücken
1, 2, 3 gelagert. Die Einbaustücke 1 und 3 für die Arbeitswalzen 14 und die Stützwalzen 18 sind im Ständer
vertikal verschiebbar angeordnet, während die Einbaustücke 2 für die Zwischenwalzen 16 vertikal und horizontal
in Achsrichtung der Zwischenwalzen verschiebbar im Ständer angeordnet s ind.
Räder sind an den Unterseiten der Einbaustücke 1 für die Arbeitswalzen, der Einbaustücke 2 für die Zwischenwalzen
und der Einbaustücke 3 für die Stützwalzen befestigt. Ferner sind im Ständer Schienen 22 für die Arbeitswalzen,
Schienen 24 für die Zwischenwalzen und Schienen 26 für die Stützwalzen vorgesehen, auf denen die jeweiligen Einbaustücke
1,2, 3 beim Wechseln der Walzen mit ihren Rädern abrollen.
Mit den erfindungsgemäßen Einrichtungen können entweder
nur die Arbeitswalzen oder die Arbeitswalzen zusammen mit den Zwischenwalzen oder aber nur die Zwischenwalzen
jeweils paarweise und gleichzeitig gewechselt werden. Ferner können auch die Stützwalzen paarweise
gewechselt werden.
Eine vertikal bewegbare Plattform 28 ist vor dem Walzgerüst 12 - in Fig. 1 rechts - vorgesehen. Schienen
30 sind auf dieser heb- und senkbaren Plattform 28 in Richtung auf das Walzgerüst montiert, auf denen ein
Walzenwechsel-Wagen 32 rollen kann. Dieser Walzenwechsel-Wagen 32 trägt Schienen 34 zur Aufnahme der Walzensätze.
Die vertikal heb- und senkbare Plattform 28 ist mit Rädern ausgestattet, die auf sich in Achsrichtung der
Walzen im gleichen Niveau wie die Schienen 26 für die Stützrollen erstreckenden Schienen 38 abstützen. Diese
Schienen bestehen aus einem an der Oberfläche eines Schubrahmens 39 montierten Teilstück 38A und aus einem fest
auf dem Fundament 40 der Grube montierten Teilstück 38B. Der Schubrahmen 39 kann auf Querschienen 41 rollen und
dient zum Auswechseln der Stützwalzen 18.
In einem vorgegebenen Abstand von der Vorderseite des Walzgerüstes 12 ist im Anschluß an die heb- und
senkbare Plattform 28 eine ortsfeste Plattform 44 in einer vorgegebenen Höhe angeordnet, welche einen unteren
Freiraum 42 abdeckt. Schienen 46 sind auf der Oberfläche der Plattform 44 in Richtung der Walzenachsen montiert,
auf denen ein Walztisch 48 bis z. B. in die Werkstatt verfahren werden kann. Die heb- und senkbare Plattform
kann auf den Schienen 38 mittels eines hydraulischen Stellzylinders 50 horizontal verfahren werden. Der hydraulische Zylinder
50 wird betätigt, nachdem der Walzenwechsel-Wagen 32 auf die ortsfeste Plattform 44 verfahren und die beweg-
liehe Plattform 28 abgesenkt wurde. Dabei gelangt die
bewegliche Plattform 28 in den Abstellraum 42, unter
der ortsfesten Plattform 44 und gibt damit einen ausreichend großen Raum zum Ausziehen und Wechseln der
Stützwalzen 18 frei (vgl. Fig. 4).
Fig. 5 zeigt im einzelnen die Konstruktion der vertikal beweglichen Plattform 28 mit ihren vertikalen
VerStellantrieben. Diese Plattform 28 ist als sog. Hubwagen
ausgebildet und enthält ausfahrbare Säulen 52 mit Rädern 36, die auf den Schienen 38 aufliegen. Auf diesen
Säulen 52 ist ein Rahmen 56 durch einen Schneckentrieb vertikal bewegbar abgestützt. Die Schienen 30 sind auf
diesem Rahmen 56 montiert. Zweckmäßig sind vier als Schneckenheber ausgebildete Hubeinrichtungen 54 an den
rechten und linken Seiten der Front- und Rückenden des Gestells 52 bzw. des beweglichen Rahmens 56 vorgesehen.
Die Anzahl der Schneckenheber kann jedoch falls notwendig vergrößert oder vermindert werden. Die Schneckenheber
54 können über Schneckenräder und Antriebswellen 62 angetrieben werden, die zusammen mit einem Reduziergetriebe
60 die Kraft von einem im Gestell 52 angeordneten Motor 58 übertragen. Fig. 5 zeigt auch schematisch
den seitlichen Schubrahmen 39 und die ortsfeste Plattform 44, welche auch in Fig. 2 dargestellt ist. Ferner ist in
den Fig. 1,3 und 4 ein Kontrollraum 64 gezeigt. Die verschiedenen Betriebsvorgänge, wie die vertikale und
horizontale Bewegung der heb- und senkbaren Plattform 28, das Verfahren des Walzenwechsel-Wagens 32 und des Schubrahmens
39 können ferngesteuert oder auch programmgesteuert ablaufen.
Der Walzenwechsel-Wagen 32 ist selbstgetrieben und
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dient zum Ein- und Ausschieben der Zwischenwalzen in bzw. aus dem Gerüst 12 sowie auf bzw. von dem Walzentisch
48. Wenn die heb- und senkbare Plattform 28 auf den Schienen 38 nach rückwärts in den Abstellraum
42 verfahren ist, können die Stützwalzen 18 auf den Schienen 38 zusammen mit dem beweglichen Gestell
52 der Plattform 28 herausgezogen werden, und zwar durch eine Kopplung der Plattform 28 mit dem
in der Zeichnung rechten Einbaustück der unteren Stützwalze und Betätigen des hydraulischen Zylinders 50.
Das Auswechseln der Arbeitswalze 14 wird im folgenden
anhand der Fig. 1 beschrieben. Als erster Schritt wird die heb- und senkbare Plattform 28 auf das gleiche
Niveau wie die ortsfeste Plattform 44 eingestellt. Daraufhin wird ein mit neuen Arbeitswalzen beladener Walzenwechsel-Wagen
auf die heb- und senkbare Plattform 28 gefahren und das Niveau dieser Plattform, wird so eingestellt,
daß die auf dem Wagen 32 montierten Schienen mit den Walzenwechsel-Schienen 22 der Arbeitswalzen 14
fluchten. Die alten Arbeitswalzen werden in diesem Zustand durch die neuen Arbeitswalzen ersetzt. Danach vollziehen
sich diese Vorgänge in umgekehrter Folge, und zwar wird der Walzenwechsel-Wagen 32 auf die Schienen 46 der ortsfesten
Plattform 44 verfahren und die alten Arbeitswalzen werden auf den Walzentisch 48 übergeben. Zum Walzenwechsel
werden geeignete Abstandshalter zwischen die Einbaustücke der jeweils oberen und unteren Walzen eingesetzt, um die
obere und untere Arbeitswalze als Satz auf den Walzenwechsel-Wagen
32 überführen zu können.
Fig. 3 zeigt einen Wechselvorgang, bei welchem die Arbeitswalzen 14 und die Zwischenwalzen 16 gleichzeitig
durch Neue ersetzt werden. Nach dem Einstellen der heb- und senkbaren Plattform 28 auf das gleiche Niveau wie
die stationäre Plattform 44 wird der mit neuen Arbeitsund Zwischenwalzen beladene Walzenwechsel-Wagen 32 auf
die heb- und senkbare Plattform 28 gefahren. Anschließend wird diese Plattform 28 so weit abgesenkt, bis die Schienen
34 des Walzenwechsel-Wagens mit den gerüstfesten Schienen 24 der Zwischenwalzen fluchten. In diesem Zustand erfolgt
der Austausch der Arbeitswalzen 14 und der Zwischenwalzen 16. Danach vollzieht-sich der Arbeitsablauf in umgekehrter
Folge, und zwar wird der mit den alten Arbeits- und Zwischenwalzen beladene Walzenwechsel-Wagen 32 auf die
ortsfeste Plattform 44 gefahren, woraufhin dieser Walzensatz dann auf den Walzentisch 48 verschoben wird. Die
Arbeitswalzen und die Zwischenwalzen können als ein einziger Satz auf dem Walzenwechselwagen abgelegt werden, wenn'
geeignete Walzenabstandshalter zwischen die Einbaustücke eingesetzt werden.
Fig. 4 zeigt einen Wechsel der Stützwalzen 18. Als erstes werden die Arbeits- und die Zwischenwalzen in der
in Fig. 3 dargestellten Weise ausgebaut und ein Abstandshalter 66 wird in den entstandenen Freiraum zwischen den
Stützwalzen montiert. Die aufgebauten Arbeits- und Zwischenwalzen brauchen nicht immer auf den Walzentisch 48 übertragen
werden, sondern sie können auch auf dem Wechselwagen aufliegend auf der ortsfesten Plattform 44 verbleiben.
Danach wird die heb- und senkbare Plattform 48 abgesenkt und auf den Schienen 38 durch Betätigen des hydraulischen
Zylinders 50 in den Abstellraum 42 unterhalb der ortsfesten Plattform 44 verfahren. Gleichzeitig mit dieser Zurückziehbewegung
der Plattform 28 werden die Stützwalzen 18 zusammen
mit dem Abstandshalter 66 aufgrund einer Verbindung bzw. Kopplung mit der Plattform 28 auf den Schienen 38 auf
den Schubrahmen 39 aufgeschoben und auf diesem festgelegt. Durch Verfahren des Schubrahmens 39 auf den Querschienen
41 werden dann die alten Stützwalzen 18 zusammen mit dem Abstandshalter 66 in die Werkstatt oder in die Lagerhalterung
verfahren. Daraufhin werden neue Stützwalzen mit einem Abstandshalter 66 in die dargestellte Einbauposition
vor dem Walzgerüst 12 gebracht, und zwar mittels eines Weiteren Schubrahmens 39, woraufhin die bewegliche
Plattform 28 durch Betätigen des Zylinders 50 horizontal vorgeschoben wird und dabei den Satz Stützwalzen 18 zusammen
mit dem Abstandshalter in das Gerüst 12 einschiebt. Daraufhin erfolgt der Ausbau des Abstandshalters 66 und der Einbau
der Arbeits- und Zwischenwalzen 14 bzw. 16 in der vorstehend anhand der Fig. 3 beschriebenen Weise. Wenn die
Arbeitswalzen und die Zwischenwalzen zusammen mit den Stützwalzen gewechselt werden sollen, kann der Abstandshalter
für die Stützwalzen durch die neuen Arbeits- und Stützwalzen ersetzt werden.
Wie beschrieben und dargestellt, weist die Einrichtung zum Walzenwechsel ein vertikal bewegbares Plattformgerät
auf, das an der Vorderseite des Walzgerüstes positioniert ist. Die Walzenwechsel erfolgen mit Hilfe von Walzenwechsel-Wagen,
die auf das vertikal bewegbare Gerüst auffahren können. Dadurch wird ein leichtes Herausziehen der Walzen
aus dem Gerüstständer möglich, auch wenn das Arbeitsniveau erheblich tiefer als das Bodenniveau liegt. Die herausgezogenen
Walzen werden bis auf ein Niveau in der Nähe des Bodenniveaus angehoben, in welchem sie dann auf einfache
Weise herausgeschoben und z.B. in eine Walzenwerkstatt od. dgl. transportiert werden können. Gleiches gilt für den
Einbau neuer Walzen. Die erfindungsgemäße Einrichtung er-
möglicht somit ein leichtes und schnelles Wechseln von Walzen bei schweren Walzgerüsten, deren Walzen relativ
tief unter dem Bodenniveau positioniert sind. Da ferner die Schienen auf der ortsfesten Plattform mit den
Schienen auf der heb- und senkbaren Plattform in Flucht gebracht werden können, besteht die Möglichkeit, das
Niveau der ortsfesten Plattform frei und ohne Rücksicht auf die Größe des Gerüstes oder andere Faktoren zu wählen.
Die ortsfeste Plattform kann zweckmäßig im Bodenniveau liegen und die auf ihr verlegten Schienen können bis zur
Walzenwerkstatt auf dem gleichen Bodenniveau führen. Auf diese Weise können die Arbeitswalzen oder ein Satz aus
Arbeits- oder Zwischenwalzen direkt und auf den gleichen Schienen in die Werkstatt oder Lagerhaltung gefahren werden,
ohne daß irgendein Hebezeug oder ein Kran verwendet werden müßte. Dies führt zu einer wesentlich beschleunigten Walzenwechseloperation
und ergibt zusätzlich eine größere Arbeitssicherheit und auch Wirtschaftlichkeit, weil lange und
tiefe Gruben zwischen dem Walzgerüst und der Werkstatt vermieden werden. Da sich die Grube an der Vorderseite des
Walzgerüstes befindet und sie während des Walzenwechsels durch die vertikal verfahrbare Plattform abgedeckt ist,
ergibt sich eine erhöhte Arbeitssicherheit ohne daß spezielle Deckplatten zum Abdecken der Grube verwendet
werden müßten. Die erfindungsgemäße Walzenwechseleinrichtung ermöglicht ferner das Wechseln von Walzen unter Verwendung
des gleichen Walzenwechsel-Wagens und zwar auch bei einem Gerüst, in dem sich die Positionen der einzelnen Walzen
aufgrund unterschiedlicher Walzendurchmesser verändern.
Bei herkömmlichen Walzenwechsel-Einrichtungen muß die Abdeckplatte an der Vorderseite des Walzgerüstes entfernt
oder auf einer stationären Plattform hinter dem Walzgerüst jeweils mit Hilfe eines Kranes oder eines
anderen Hebezeuges abgelegt werden, was relativ aufwendig ist und zu einer langwierigen Walzenwechselarbeit
von geringer Effizienz führt. Durch den Einsatz der erfindungsgemäß
ausgebildeten Walzenwechsel-Einrichtung werden diese schwierigen und störanfälligen Arbeiten
beseitigt, wodurch sich eine höhere Arbeitseffizienz und
eine Verkürzung der Arbeitszeiten ergibt.
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Claims (10)
- Ansprüche[ 1.)Einrichtung zum Wechseln der Walzen eines Walzgerüstes, das einen oberen und unteren Walzensatz mit je einer Arbeitswalze, einer Zwischenwalze und einer Stützwalze aufweist, wobei gesonderte Schienen für die zu wechselnden Arbeitswalzen und die Zwischenwalzen im Gerüstständer angeordnet sind und vor dem Walzgerüst Zuführungsschienenfür die zu wechselnden Walzen vorgesehen sind,gekennzeichnet durcheine die Zuführungsschienen (34) tragende heb- und senkbare Plattform (28) , welche zwischen einer Stellung, in der die Zuführungsschienen (34) mit den Schienen (22) für die Arbeitswalzen (14) fluchten,und einer zweiten Stellung, in der die Zuführungsschienen (34) mit den Schienen (24) für die Zwischenwalzen (16) fluchten, vertikal verschiebbar ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsschienen (34) auf einem Wagen (32) montiert sind, der beim Wechseln der Walzensätze auf Schienen (30) der Plattform (28) ruht und zusammen mit dieser vertikal verfahrbar ist.81-A568O-O2-Sd-Bk
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikal verfahrbare Plattform (28) zum Auswechseln der Stützwalzen auch horizontal in Richtung der Walzenachsen in einen Abstellraum (42) verfahrbar ist.
- 4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schienen (46) tragende stationäre Plattform (44) an der Vorderseite in einem vorbestimmten Abstand zum Walzgerüst angeordnet ist und daß die von der vertikal verfahrbaren Plattform (28) getragenen Zuführungsschienen (34) in das Niveau dieser ortsfesten Schienen (46) bewegbar sind.
- 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die heb- und senkbare Plattform (28) in eine Stellung vertikal bewegbar ist, in welcher die auf ihr montierten Schienen (30) mit den Schienen (46) der stationären Plattform (44) fluchten.
- 6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die heb- und senkbare Plattform (28) in Achsrichtung der Walzen unter die stationäre Plattform (44) horizontal verfahrbar ist.
- 7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die stationäre Plattform (44) im Bodenniveau positioniert ist und daß ihre Schienen bis in die Werkstatt führen.
- 8. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die heb- und senkbare jPlattfcobm (28) als Hubwagen ausgebildet ist, dessen Räder auf geteilten Schienen (38) rc Ilen, die mit den Schienen (26) der Stützwalzen (16) fluchten.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubwagen (28) vier Hebesäulen (54) aufweist, die synchron ausfahrbar sind und an denen ein die Schienen (30) tragender Rahmen (56) heb- und senkbar montiert ist.
- 10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubwagen (28) mit dem benachbarten Einbaustück (3) der unteren Stützwalze (18) kuppelbar ist.
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