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DE3122896A1 - Messgefaesse fuer die photometrie - Google Patents

Messgefaesse fuer die photometrie

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Publication number
DE3122896A1
DE3122896A1 DE19813122896 DE3122896A DE3122896A1 DE 3122896 A1 DE3122896 A1 DE 3122896A1 DE 19813122896 DE19813122896 DE 19813122896 DE 3122896 A DE3122896 A DE 3122896A DE 3122896 A1 DE3122896 A1 DE 3122896A1
Authority
DE
Germany
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measuring
measurement
solution
photometry
vessels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19813122896
Other languages
English (en)
Inventor
Winfried Dr.med. 2419 Rondeshagen Stöcker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
STOECKER, WINFRIED, DR.MED., 2401 GROSS GROENAU, D
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19813122896 priority Critical patent/DE3122896A1/de
Publication of DE3122896A1 publication Critical patent/DE3122896A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/01Arrangements or apparatus for facilitating the optical investigation
    • G01N21/03Cuvette constructions
    • G01N21/0303Optical path conditioning in cuvettes, e.g. windows; adapted optical elements or systems; path modifying or adjustment

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)
  • Optical Measuring Cells (AREA)

Description

  • MESSGEFÄSSE FOR DIE PHOTOMETRIE
  • Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit Meßgefäßen für die Photometrie, und zwar mit Meßgefäßen, die extrem wenig Meßlösung beanspruchen.
  • Es ist ein weitverbreitetes Verfahren, die Konzentration absorbierender Substanzen in Flüssigkeiten photometrisch zu bestimmen. Dazu füllt man die Meßlösungen in Meßgefäße, bringt diese in den Strahlengang eines Photometers und mißt die durch die absorbierenden Substanzen verursachte Schwächung des Strahlungsflusses. Unter geeigneten Bedingungen gilt das LAMBERT-BEER'sche Gesetz, nach dem sich die Konzentration C der absorbierenden Substanz in der Meßlösung errechnet aus der gemessenen Extinktion E, aus der für die Schwächung des Strahlungsflusses zur Verfügung stehenden Meßstrecke S (Schichtlänge) und aus einem die Substanz kennzeichnenden Extinktionskoeffizienten e: C = Es.
  • Im Jahre 1941 wurde von der Firma Beckman (Fullerton, Kalifornien, USA) eine Standardküvette in den Handel gebracht, die auch heute noch häufig als Meßgefäß verwendet wird (quadratischer Innenquerschnitt, Schichtlänge 10 mm, Außenabmessungen 12,5 x 12,5 x 45 mm, Füllvolumen 1 - 4 ml).
  • Um den Bedarf an Meßlösung zu verringern, hat man viele verschiedene Meßgefäße mit einem kleineren Füllvolumen konstruiert. Für die Photometrie stark absorbierender Substanzen kann man zu diesem Zweck die Meßstrecke S verkürzen - bei bestimmten Untersuchungen in der Mikroskop-Photometrie reichen wenige Mikrometer (vergleiche KORTÜM, G., Kolorimetrie, Photometrie und Spektrometrie; in: MAYER-KAUPP, H., Anleitungen für die chemische Laboratoriumspraxis, Springer-Verlag Berlin, 1962).
  • In der Regel hat man es aber mit schwach absorbierenden Meßlösungen zu tun. Hier muß die Meßstrecke genügend groß sein, weil sich die Empfindlichkeit der photoelektrischen Einrichtung nicht beliebig steigern läßt. Dementsprechend versucht man, den Innenquerschnitt der Meßgefäße möglichst weit zu reduzieren, um mit weniger Meßlösung auszukommen.
  • Die lichte Breite der Beckman'schen Standardküvette wurde verringert, z. B. auf 4 mm (Halbmikroküvette, Mindestfüllvolumen etwa 0,4 ml).
  • LOWRY, O. H. und BESSEY, O. A. (J. Biol. Chem. 163, 633 - 639, 1946) verkleinerten den Innenquerschnitt der Standardküvette auf 2 x 2,5 mm2 (Füllvolumen 50 /ul).
  • SIPPEL, T. O. (Exptl. Cell Research 7, 281 - 283, 1954) brachte eine Meßkapillare von 1 mm oder 2 mm Innendurchmesser in den Strahlengang des Photometers (Füllvolumen 8 /ul oder 31 /ul bei einer Schichtlänge von 10 mm).
  • KIRK, P. L. und andere (Anal. Chem. 19, 355 ff, 1947) beschrieben ein Meßgefäß aus einem Rohr von 2 mm oder 4 mm Innendurchmesser und 50 mm Länge, das von KILZER, F. J.
  • und MARTIN, S. B. (J. Chromatog. 31, 204 - 208, 1967) zu einer Meßzelle für die Durchflußphotometrie umgebaut wurde.
  • Ein von ULLRICH, K. J. und HAMPEL, A. (Pflügers Arch. 268, 177 - 180, 1959) angegebenes Meßgefäß besteht aus einem Block mit einer Bohrung von 0,5 mm Durchmesser und 6 mm Länge, für dessen Füllung (die Füllstutzen einbegriffen) 5 /ul Meßlösung ausreichen. Als Fenster dieses Meßgefäßes werden mit Vorteil plankonvexe Sammellinsen verwendet (vermerkt bei NETHELER, H.: Absorptionsphotometrie, in: BERGMEYER, H. U.: Grundlagen der enzymatischen Analyse, Verlag Chemie, Weinheim/New York, 1977). Dadurch wird der für die Photometrie zur Verfügung stehende Strahlungsfluß im Meßgefäß erhöht.
  • Das gleiche erreicht man mit Mikroskop-Photometern, für die auch Mikroküvetten großer Schichtlängen beschrieben wurden (HOLTER, H. und LOVTRUP, S.: Compt. Rend. Carlsberg, Ser.
  • Chim. 27, 27 ff, 1949; KRUGELIS, E. J.: ebenda 27, 273 ff, 1950; FISCHER, W.: Acta histochem. 24, 285 - 289, 1966; Schichtlängen von 5 bis 10 mm, Füllvolumina unter 10 lul).
  • Von der Fachwelt wird die Meinun vertreten, das Strahlenbündel dürfe bei der Messung die Seitenwände der Meßgefäße oder den SPiegel der Meßlösung nicht berühren (LOWRY und BESSEY; SIPPEL; FISCHER; KORTÜM S. 134 ff; NETHELER).
  • Je kleiner der Innenquerschnitt der Meßgefäße ist, und je größer ihre Schichtlänge, umso eher und umso stärker tritt das Strahlenbündel mit den seitlichen Grenzflächen der Meßgefäße in Wechselwirkung, wenn die Strahlen nicht genau parallel zur optischen Achse durch die Meßgefäße verlaufen. Dabei kommt es an den seitlichen Grenzflächen zu folgenden physikalischen Vorgängen, die das Meßergebnis verfälschen können: 1. Strahlung wird absorbiert.
  • 2. Strahlung wird einmal oder mehrmals reflektiert, ein Teil der reflektierten Strahlung erreicht die Photozelle nicht.
  • 3. Strahlung wird gestreut, nur ein Teil der Streustrahlung gelangt durch die Meßlösung zur Photozelle, die übrige Strahlung wird von den Seitenwänden absorbiert, zurückgeworfen, oder sie verläßt den Ausgang der Meßzelle unter einem solchen Winkel, daß sie nicht auf die Photozelle trifft.
  • 4. Strahlung wird zur Wand hin gebrochen. Ein Teil davon geht für die Messung verloren, ein anderer Teil könnte in der Wand durch Totalreflexion weitergeleitet werden und - ungeschwächt durch die Meßlösung - auf die Photozelle treffen.
  • Bei entsprechender Beschaffenheit der Meßgefäße ist es auch möglich, daß Strahlung von der Strahlungsquelle aus durch die eine Stirnseite des Meßgefäßes in dessen strahlungsdurchlässige Wand gelangt, und von dort aus durch die andere Stirnseite zur Photozelle.
  • Diese Störungen werden bei den meisten Meßgefäßen dadurch vermieden, daß man ihren lichten Querschnitt im gefüllten Bereich größer wählt als den größten Querschnitt des durch die Meßgefäße geführten Strahlenbündels. Man nimmt dabei in Kauf, daß ein Teil der Meßlösung nicht unmittelbar zur Schwächung des Strahlungsflusses genutzt wird. Um nicht zu viel Meßlösung zu vergeuden, muß man das Strahlenbündel möglichst parallel halten, wodurch die Meßgefäße weiter ausgeleuchtet werden können.
  • Verkleinert man den lichten Querschnitt der Meßgefäße, dann sinkt die. Empfindlichkeit der Meßanordnung. Man kann versuchen, diesen Verlust durch eine geeignete optische Vorrichtung auszugleichen, mit der man die Strahlungsdichte in den Meßgefäßen erhöht. Eine für englumige Meßgefäße besonders geeignete Strahlungsquelle ist ein LASER.
  • Für Untersuchungen, bei denen nur wenige Mikroliter Meßlösung zur Verfügung stehen, muß der gesamte Innenquerschnitt der Meßgefäße ausgeleuchtet werden, damit genügend große Extinktionsunterschiede gemessen werden können: SIPPEL führt das Strahlenbündel durch ein in eine schwarze Membran eingelassenes Fenster in das Meßgefäß. Der Querschnitt des Fensters deckt sich mit dem lichten Querschnitt des Meßgefäßes und ist kleiner als der des Strahlenbündels. Wegen der oben genannten Störeinflüsse ist hier parallelisierte Strahlung Voraussetzung.
  • Die Seitenwände der engen Meßgefäße können schwarz ausgekleidet werden (KORTUM, Baly-Rohr, S. 127), aber dadurch lassen sich die Störungen nicht völlig ausschalten (ULLRICH und HAMPEL).
  • Die Lichtungen der Meßgefäße müssen reproduzierbar exakt im Strahlengang positioniert werden, besonders dann, wenn der Strahlungsfluß im Strahlenbündel nicht isotrop ist.
  • Das läßt sich beispielsweise durch Führungsnuten erreichen, in denen der Küvettenhalter gleitet (ULLRICH und HAMPEL), oder durch ein mit einem Gleitmechanismus kombiniertes Rastwerk (JONES, R. T. und WEISS, G.: Anal. Biochem. 9, 377 - 382, 1964), oder auch durch eine geeignete Regelvorrichtung, die die Position der Meßgefäße im Strahlengang so einstellt, daß der Photostrom einen Maximalwert annimmt.
  • In der vorliegenden Erfindung darf das Strahlenbundel die seitlichen Grenzflächen der Meßgefäße berühren.
  • Die Richtungen der Meßgefäße können voll ausgeleuchtet werden. Die Meß2zefaße können viel lkngerX und ihr Innenquerschnitt viel kleiner sein, als es bisher für möiich Rehalten wurde, soweit, bis der Strömungswiderstand, den das Meßgefäß der Flüssigkeit entgegenstellt, eine für die praktische Durchführung der Messung vertretbare Grenze erreicht. Dadurch wird die Photometrie schwach absorbierender Neßlösungen um ein Vielfaches empfindlicher, und man kann Probenmaterial und Reagenzien einsparen, weil man mit einem extrem geringen Volumen an Meßlösung auskommt, Die Erfindung benutzt das Prinzip der Totalreflexion; das seit 1927 für Lichtleiter aus Glasstaben oder Glasfasern angewendet wird (3WIRD, England): Ein Lichtbündel, das in eine Glasfaser durch die eine Stirnfläche eintritt, wird durch Totalreflexion daran gehindert, die Glasfaser zu verlassen. Es tritt erst an der gegenüberliegenden Stirnfläche wieder aus, Voraussetzung dafür ist, daß der Brechungsindex des Glases größer ist als der Brechungsindex der Umgebung. Solche Lichtleiter werden beispielsweise in der medizinischen Endoskopie und zunehmend in der Nachrichtentechnik eingesetzt. Sie bestehen meistens aus einem das Licht leitenden Kernglas, das von einem Mantelglas niedrigeren Brechungsindicis umhüllt ist (z. B. Endoskope der Firma Wolf, Knittlingen, Deutschland). Es gibt auch Flüssigkeitslichtleiter, die aus einem mit einer Flüssigkeit gefüllten Rohr bestehen, dessen Material einen niedrigeren Brechungsindex aufweist als die Flüssigkeit (Firma Lumatec, München, Deutschland).
  • Lichtleiter werden auch schon seit lkngerer Zeit in der Photometrie verwendet. aber immer nurO um das Licht zur Meßstrecke zu fuhren oder von ihr weg.
  • POLANYI, M. L. und HEHIR, R. M. (Rev. Sci. Instr. 93, 1050 - 1054, 1962) haben als erste Glasfasern für die Photometrie im zirkulierenden Blut eingesetzt, um Strahlung an sonst schwer zugängliche zentrale Stellen des menschlichen Blutkreislaufes und von dort wieder weg zu leiten.
  • Die optische Anordnung wurde von KELLER, H. (Z. klin. Chem.
  • u. klin. Biochem. 7, 501 - 504, 1969) für seine "Photosonde" übernommen, mit dem Unterschied, daß die Messung hier in einem mit Meßlösung gefüllten Gefäß stattfindet, und nicht im strömenden Blut.
  • Die DE-OS 28 33 044 beschreibt eine Analysenanordnung, in der die Strahlung für die Photometrie strömender Flüssigkeiten über Glasfasern an die Meßgefäße und von diesen weg zur Photozelle geführt wird. Dieses Prinzip ist auch in der Analysenmaschine "SMAC" der Firma Technicon, Tarrytown, New York, USA, verwirklicht.
  • Die Meßgefäße der vorliegenden Erfindung sind aber so beschaffen. daß die zu photometrierende Meßlösung selbst als flüssiger Lichtleiter wirkt. Voraussetzung dafür ist4 daß die Meßgefäße in der Umgebung der Meßlösung aus einem Material bestehen dessen Brechungsindex n2 kleiner ist als der Brechungsindex n1 der zu photometrierenden Meßlösung.
  • Die Meßlösung wird von einem Ansatzstutzen 102a aus in einen Hohlraum 101 gefüllt, der in der Regel als zylindrisch geformte glattwandige Kapillare ausgebildet ist. Über einen zweiten Ansatzstutzen 102b wird dabei die Kapillare entlüftet. Die Anordnung eignet sich sowohl für Einzelmessungen, als auch für die Photometrie im Durchfluß.
  • Die Strahlung fällt durch ein Fenster 103a auf der einen Stirnseite in die Kapillare. Parallel zur optischen Achse verlaufende Strahlung 104 gelangt ohne Wechselwirkung mit den seitlichen Grenzflächen zum Fenster 103b der gegenüberliegenden Stirnseite und zur Photozelle 106.
  • Nichtparallele Anteile 105 des Strahlenbündels gehen für die Messung nicht verloren, sondern werden an den seitlichen Grenzflächen totalreflektiert. Auch sie können die Photozelle erreichen. Bei der Totalreflexion kommt es nicht zu den oben beschriebenen Störungen. Infolgedessen kann der Durchmesser B der Kapillare sehr stark reduziert werden.
  • Entsprechend verkleinert sich das für eine Einzelmessung erforderliche Mindestvolumen V - für eine 10 mm lange Kapillare beispielsweise auf folgende Werte: B (mm): 5,00 2,50 1.00 0,50 0,25 0,10 V (mm3): 19,63 4,91 0,79 0,20 0,05 0,01 Zwischen dem Grenzwinkel iT und den Brechungsindices n1 (Meßlösung) und n2 (Wand des Meßgefäßes) besteht folgende Beziehung: sin dT = n2/n1 (Brechungsgesetz, vergleiche Abb. 2). Auf die Wand des Meßgefäßes treffende Strahlen, die zum Einfallslot einen Winkel oL größer als der Grenzwinkel * bilden, werden im wesentlichen verlustfrei totalreflektiert. Der Grenzwinkel iT darf nicht unterschritten werden (d'), weil dann die Strahlung zur Wand des Meßgefäßes hin gebrochen würde.
  • Beeinflussung des Grenzwinkels αT: Je größer der Brechungsindex n1 der Meßlösung ist und je kleiner der Brechungsindex n2 des die Meßlösung umgebenden Mediums, umso kleiner ist der Grenzwinkel iTS und umso weniger parallel braucht das Strahlenbündel zu sein. Ist die photometrisch nachzuweisende Substanz beispielsweise in Benzol gelöst (n1 = 1,501) und besteht die Wand des Meßgefäßes aus fluoriertem Polyäthylen-propylen (FEP, einem Copolymer des Polytetrafluoroäthylens, n2= 1,338), dann ergibt sich bei 200 C ein Grenzwinkel MT von nur 63,1O (als Brechungsindex n1 der Meßlösung wird hier vereinfachend der Brechungsindex des Lösungsmittels angenommen).
  • Häufig sind aber die zu photometrierenden Substanzen in Wasser gelöst (n1 = 1,330 bei 200 C, > = 589 nm), und Wasser wirkt nicht als Lichtleiter, wenn es von FEP umgeben ist. Um die Erfindung auch für wäßrige Meßlösungen nutzbar zu machen, kann man ihnen Stoffe zusetzen, die den Brechungsindex n1 erhöhen. Der Brechungsindex des Wassers bei 200 C wird beispielsweise durch Zusatz von 10 % Sucrose von 1,330 auf 1,348 gesteigert (iT in einem Meßgefäß aus FEP 83,00), durch Zusatz von 20 % Sucrose auf 1,364 (9 = 78,80).
  • In Abb. 3 wird für verschiedene Brechungsindices n2 der Meßgefäßwand dargestellt, wie der Grenzwinkel iT vom Brechungsindex n1 der Meßlösung abhängt.
  • Wenn man ein Material mit einem sehr niedrigen Brechungsindex n2 findet, das sich als Meßgefäßwand eignet, dann ist es nicht mehr nötig, den Brechungsindex der Meßlösung durch Zusätze zu erhöhen, vergleiche Abb. 4.
  • Anzahl der Reflexionen im Meßgefäß: Die Abb. 5 zeigt den Verlauf eines zur optischen Achse des Meßgefäßes nicht parallelen Strahls. In den folgenden einfachen Berechnungen bedeuten D die lichte Länge des Meßgefäßes, d die Länge eines Teilstückes des Meßgefäßes, die durch zwei einander benachbarte Reflexionspunkte des Strahls bestimmt ist, S den Weg des Strahls im Meßgefäß (wirksame Schichtlänge), s den Weg des Strahls zwischen zwei einander benachbarten Reflexionspunkten, B die lichte Breite des Meßgefäßes (Innendurchmesser der Kapillare), x die Anzahl der Reflexionen des Strahls im Meßgefäß und M den zum Einfallslot gebildeten Reflexionswinkel.
  • Zunächst wird berechnet, wie häufig (x) der Strahl auf seinem Weg durch die Meßlösung reflektiert wird: D D x = dz = 7 Dementsprechend treten umso mehr Reflexionen auf, äe enger und je länger das Meßgefäß ist und je weniger parallel die Strahlen durch das Meßgefäß verlaufen. Dieser Zusammenhang ist in Abb. 6 für vier 10 mm lange Kapillaren unterschiedlicher Innendurchmesser dargestellt. In der 0,1 mm weiten Kapillare werden beispielsweise Strahlen, die um 50 zur optischen Achse geneigt sind (oC= 850), neunmal reflektiert.
  • In diesem Falle reicht eine im Prinzip auch mögliche einfache Verspiegelung der Wand nicht aus, weil bei jeder Reflexion an verspiegelten Flächen große Verluste auftreten.
  • Folglich lassen sich keine extrem engen Meßgefäße bauen, deren Wände nur verspiegelt sind. Im Gegensatz dazu sind die Totalreflexionen in den Meßgefäßen der vorliegenden Erfindung im wesentlichen verlustfrei.
  • Wirksame Schichtlänge S: Aus der Abb. 5 läßt sich schließen, welchen Weg ein schräg einfallender Strahl im (nicht gebogenen) Meßgefäß zurücklegt: S= D . s = D . 1.
  • d sinsα Die wirksame Schichtlänge S wird also durch die lichte Länge D des Meßgefäßes bestimmt und durch den Winkel i.
  • In Abb. 7 wird gezeigt, um welchen Faktor S die wirksame Schichtlänge größer ist als die lichte Länge D des Meßgefäßes. Es wird deutlich, daß für Reflexionswinkel s zwischen 850 und 900 (etwa parallel zur optischen Achse in das Meßgefäß fallende Strahlen) beide Strecken annähernd gleich sind. Für stärker divergierende Strahlenbündel kann die mittlere wirksame Schichtlänge S empirisch durch Photometrie einer Eichlösung bekannter Farbstoffkonzen-E tration C ermittelt werden (S = #. C, LAMBERT-BEER'rsches Gesetz, vergleiche oben).
  • Bei großen Unterschieden der Brechungsindices n1 - n2 bietet die Erfindung die Möglichkeit, die wirksame Schichtlänge im selben Meßgefäß zu variieren.
  • Es sind bereits Meßgefäße bekannt, deren wirksame Schichtlängen bei der Messung verändert werden können: Meßgefäße mit stufen- oder keilförmigen Wänden, Balgenkonstruktionen, Meßgefäße mit eintauchenden stufen- oder keilförmigen strahlungsdurchlässigen Körpern (THEILACKER, W.
  • und andere: Chem. Ber. 83, 508 - 519, 1950; LONGHURST, R. S.: Geometrical and Physical Optics, Verlag Longman Groep Ltd-., London, England, 1967; DT-AS 22 58 094; SPAAN, J. A. E. und andere, Pflügers Arch. 372, 279 - 283, 1977).
  • Für die Photometrie kann das abwechselnde Messen bei mehreren Schichtlängen nützlich sein: 1. Man kann in einem Extinktionsbereich messen, bei dem die photoelektrische Einrichtung am empfindlichsten ist.
  • 2. Die in der Absorptionsphotometrie sonst notwendige Leerwertmessung wird überflüssig.
  • 3. Wenn die wirksame Schichtlänge genügend schnell periodisch um einen bestimmten Betrag geändert wird (Schichtlängenmodulation), können störende Einflüsse auf die Messung, z. B. eine schwankende Strahlungsleistung der Photometerlampe, durch eine Quotientenrechnung kompensiert werden.
  • 4. Man kann leicht feststellen, ob das LAMBERT-BEER'sche Gesetz für eine Messung außer Kraft gesetzt ist - wenn sich beispielsweise Luftblasen im Lichtweg befinden.
  • In der vorliegenden Erfindung kann die wirksame Schichtlänge in der Regel nur um kleine Beträge dadurch verstellt werden, daß man den Winkel ändert, unter dem das Strahlenbündel ins Meßgefäß fällt.
  • Besondere Ausführunsformen der Erfindung: Es gibt für die vorliegende Erfindung auch andere Methoden, mit denen Luftblasen im Lichtweg nachgewiesen werden können. Dazu kann man die elektrische Leitfähigkeit des Kapillärinhalts messen. Oder man erzeugt während der Messung von den Ansatzstutzen 102a und 102b aus einen genügend großen Überdruck im mit Meßlösung gefüllten Meßgefäß. Luftblasen werden dabei kleiner, und es kommt zu einer Änderung des Meßsignals.
  • Die Meßlösung-kann winzige Luftbläschen enthalten, die das Meßergebnis umso mehr verfälschen können, je dünner das Meßgefäß ist. Ihr Störeinfluß kann ebenfalls durch eine Kompression der Meßlösung für die Dauer der Messung verringert werden.
  • Die Temperatur in den Meßgefäßen der Erfindung kann ähnlich wie bei den bisher bekannten Meßgefäßen eingestellt werden, z. B. durch Peltier-Elemente in ihrer Wandung.
  • Falls die Temperatur wegen einer zu hohen Dichte des Strahlungsflusses in den Meßgefäßen zu stark ansteigen sollte, oder falls sich die absorbierenden Substanzen während einer länger dauernden Bestrahlung zersetzen, kann es erforderlich werden, daß die Meßstrahlung nicht kontinuierlich, sondern intermittierend, in kurzen Blitzen, durch das Meßgefäß geleitet wird.
  • Um einen möglichst hohen Strahlungsfluß im Meßgefäß zu erhalten, kann der optische Kanal des Meßgefäßes an seiner der Photometerlampe zugewandten Stirnseite trichterartig erweitert sein, wodurch gegebenenfalls mehr Strahlung aufgefangen wird.
  • Die Strahlung kann auch über Lichtleiter 803a zum Meßgefäß 801 und von ihm weg 803b zur Photozelle 806 geleitet werden, dargestellt in Abb. 8.
  • Im übrigen beschränkt sich die Erfindung nicht auf Meßgefäße für die Absorptionsphotometrie. Die Meßgefäße können auch für Trübungsmessungen, fluoreszenzphotometrische oder andere Untersuchungen benutzt werden.
  • Die Fluoreszenzphotometrie wird durch die vorliegende Erfindung um ein Vielfaches empfindlicher. Das erreicht man dadurch, daß man die Primärstrahlung durch dasselbe Fenster in das Meßgefäß fallen läßt, durch das die Sekundärstrahlung zur Photozelle gelangt. Von den divergierenden Anteilen der Primärstrahlung und der in Richtung Photozelle verlaufenden Sekundärstrahlung wird mehr für die Messung ausgenutzt als bei den bisher bekannten Meßgefäßen.

Claims (6)

  1. MESSGEFÄSSE FUR DIE PHOTOMETRIE ANSPRUCHE: Neßgefäße für die Photometrie, die nahezu beliebig lang und eng sein können, und die extrem wenig Meßlösung beanspruchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßlösung als flüssiger Lichtleiter wirkt und dementsprechend einen höheren optischen Brechungsindex (n1) aufweist als das sie umgebende Material des Meßgefäßes (n2).
  2. 2. Verfahren zur Photometrie mit Meßgefäßen nach Anspruch 1, durch das bei einem für die Lichtleitung primär zu niedrigen Brechungsindex n1 der Meßlösung oder bei einem zu hohen Brechungsindex n2 des die Meßlösung umgebenden Mediums die Differenz der Brechungsindices n1 - n2 vergrößert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßlösung Substanzen beigemischt werden, die ihren Brechungsindex erhöhen.
  3. 3. Verfahren zur Photometrie nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, durch das die wirksame Schichtlänge bei ein und demselben Meßgefäß variiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß dazu der Winkel, unter dem die Strahlung ins Meßgefäß fällt, abwechselnd geändert wird.
  4. 4. Verfahren zur Photometrie nach den Ansprüchen 1 bis 3, durch das Luftblasen im Lichtweg erkannt werden, die das Meßergebnis verfälschen könnten, dadurch gekennzeichnet, daß dazu die elektrische Leitfähigkeit der Meßlösung im gefüllten Teil des Meßgefäßes kontrolliert wird.
  5. 5. Verfahren zur Photometrie nach den Ansprüchen 1 bis 3, durch das Luftblasen im Lichtweg erkannt werden, die das Meßergebnis verfälschen könnten, dadurch gekennzeichnet, daß dazu während der photometrischen Messung im mit Meßlösung gefüllten Teil des Meßgefäßes ein Uberdruck erzeugt wird, der die gegebenenfalls vorhandenen Luftblasen komprimiert, wobei sich das Meßsignal ändert.
  6. 6. Verfahren zur Photometrie nach den Ansprüchen 1 bis 3, durch das Luftblasen im Lichtweg soweit verkleinert werden, daß sie die Messung nicht mehr stören, dadurch gekennzeichnet, daß dazu im mit Meßlösung gefüllten Teil des Meßgefäßes ein Überdruck erzeugt wird, wobei die gegebenenfalls vorhandenen Luftblasen komprimiert werden.
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