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DE3122742C2 - Vorrichtung zum Messen der Geradheit stangenförmigen Materials - Google Patents

Vorrichtung zum Messen der Geradheit stangenförmigen Materials

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Publication number
DE3122742C2
DE3122742C2 DE19813122742 DE3122742A DE3122742C2 DE 3122742 C2 DE3122742 C2 DE 3122742C2 DE 19813122742 DE19813122742 DE 19813122742 DE 3122742 A DE3122742 A DE 3122742A DE 3122742 C2 DE3122742 C2 DE 3122742C2
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DE
Germany
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bed
measuring ruler
angle
measuring
angled
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DE19813122742
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English (en)
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DE3122742A1 (de
Inventor
Hans Lindemann
Wolfgang Dipl.-Phys. Dr.-Ing. 4800 Bielefeld Lindemann
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Individual
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/20Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring contours or curvatures

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Abstract

Um die Geradheit stangenförmigen Materials (1) schnell und genau zu messen, wird ein Verfahren und eine Vorrichtung vorgeschlagen, bei denen das Material in ein etwa senkrecht stehendes Winkelbett (3) eingestellt wird, ein zu diesem paralleles Meßlineal (4) auf das zu vermessende Material (1) zubewegt wird und diese Bewegung bei Vorliegen einer Anzahl bestimmter Kontaktpunkte zwischen dem Winkelbett (3) und dem Material (1) einerseits und dem Meßlineal (4) und dem Material (1) andererseits gestoppt und der Abstand des Meßlineals (4) von dem Winkelbett (3) in diesem Moment gemessen wird. Sind vier gegeneinander um 90 ° versetzte, trommelrevolverartig angeordnete Winkelbetten (3) um eine gemeinsame Achse drehbar vorgesehen, so eignet sich das Verfahren und die Vorrichtung insbesondere zum automatischen Messen und Sortieren des Materials (1) entsprechend einer zu wählenden Geradheitsnorm.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen der Geradheit stangenförmigen Materials gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
'Die Geradheit von stangenförmigem Material, wie Wellen, Rohren od. dgL mit kreisförmigen oder mehrekkigen, z. B. quadratischen, sechseckigen od. dgl. Querschnitten wurde bisher in der Regel von Hand auf Meßtischen gemessen. Dabei wurde das Material horizontal auf zwei Stützen gelegt, deren Stützweite ermittelt wurde, worauf dann mittels einer Meßuhr der Durchhang des Materiafs durch die Schwerkraft und durch die Un-
JO geradheit zwischen den beiden Stützen ermittelt wurde. Sodann wurde das Material um seine Längsachse um 180° gedreht und erneut der Durchhang mit einer Meßuhr ermittelt. Je weiter sich die dabei ermittelten Meßwerte voneinander unterschieden, desto größer wurde
J5 auch der Wert für die Geradheit, bzw. desto ungerader waren die gemessenen Stangen. Der »Grunddurchhang« bei tatsächlich geraden Stangen aus Stahl beträgt z. B. bei einer Stützweite von 3 in für einen Materialdurchmesser von 10 mm etwa 60 mm und selbst bei einein Materialdurchmesser von 40 mm noch etwa 4 mm. Dabei wurde immer davon ausgegangen, daß eine tatsächlich gerade Stange od. dgl. in jeder Drehstellung einen gleich großen Durchhang aufweist. Dies unterstellt aber, daß das zu messende Material sowohl über den Querschnitt, als auch über die gesamte Materiallänge homogen ist, d. h., daß das Biegemoment an jeder axialen Stelle und in jeder radialen Richtung konstant ist. Berücksichtigt man dann weiterhin, daß Toleranzen im Bereich von 0,1 mm festgestellt werden sollen, dann wird ersichtlich, daß dieses bekannte Verfahren nicht nur besonders langsam ist, sondern auch aufgrund der gemachten Voraussetzungen — Annahme der Homogenität — ungenaue Ergebnisse liefert. Vergleicht man den Ausstoß bekannter Richtmaschinen, die z. B. Schälanlagen zugeordnet sind, mit der Zeitdauer der Durchführung der Messung nach den bekannten Verfahren, so wird ersichtlich, daß nur mehr stichprobenweise die Geradheit überprüft werden kann. Da jedoch auch unabhängig von der jeweiligen Homogenitat des einzelnen Werkstückes eine unterschiedliche Geradheit auftreten kann, kann nie ausgeschlossen werden, daß unter den nicht geprüften Werkstücken auch solche vorhanden sind, die besonderes »ungerade« sind. Eine Einzelüberprüfung würde aber eine große Anzahl
b5 von Überprüfungspersonen voraussetzen, weshalb man sich bisher auf Stichproben verlassen hat, insbesondere nach dem Einstellen der Richtstrecken oder -maschinen davon ausgegangen ist, daß die später gerichteten
Werkstücke alle im Bereich dessen »gerade« sind, wie die vorab einzeln vermessenen Werkstücke.
Aus der DD-PS 52 504 ist nun eine Vorrichtung bekannt, um die Durchbiegung von Brennstoffelementen f- für Kernreaktoren zu prüfen. Dabei werden die Brenn- ;;j Stoffelemente auf eine verzugsarme, schienenförmige '?y Unterlage gebracht und dort befestigt, die aus einer ,5 unter einem Winkel von etwa 85° zur Horizontalen an einem Gestell gehaltenen Tuschierbrücke besteht. An v: einem Support, der an der Tuschierbrücke auf- und abbewegbar ist. ist eine Meß- und/oder Anzeigevorrichtung vorgesehen, die einen elektrischen Impuls dann abgibt, wenn ein Tastbolzen mit dem zu messenden Ma-' terial in Berührung kommt. Der Tastbolzen ist in dem • Support auf das zu messende Material hin und von die- ;■ sem weg einstellbar.
Das zu messende Material wird in der bekannten Vorrichtung, in der das zu messende Material einerseits '? auf der Tuschierplatte aufliegt, die zusammen eine Auf- 9, nahmeeinrichtung bilden, und andererseits an zwei seitlichen Anschlägen anliegt, in einer Aufhängung aufgehängt. Zur Feststellung, ob ein bestimmter, einstellbarer Sollwert über- oder unterschritten wird, sind minde- '■' stens zwei Messungen notwendig, wobei jedesmal der - Support über die gesamte Tuschierbrücke zu bewegen ist, bis eine Berührung des Tastbolzens mit dem zu messenden Material stattfindet oder nicht. Nach dem ersten Meßvorgang wird das Material um seine Längsachse um 90° gedreht und die zweite Messung vorgenommen, Mit der bekannten Vorrichtung ist somit bei jeder
; »Doppeltmessung« nur eine Vergleichsmessung gegen-ΐ über einem eingegebenen Sollwert möglich, was für vie- "'■■ Ie Zwecke ausreichend ist. aber zweimal das »Abfahren« des zu messenden Materials erfordert.
Wenngleich auch bei diesem bekannten Verfahren schon ein elektrischer Kontakt benutzt wird, der bei Überschreiten des Sollwertes einen Anzeigestromkreis schließt, erfordert das dort beschriebene Verfahren zur Feststellung der tatsächlichen Durchbiegung bzw. der Geradheit des Materials mehrere, jeweils zweifache Meßdurchläufe, zwischen denen der Sollwert jeweils meßschrittweise verändert werden muß. Ein wesentlicher Durchhang des Materials tritt aber durch die in etwa vertikale Ausrichtung der Längsachse des Materials nicht mehr auf.
Aus der US-PS 78 80 516 ist eine Vorrichtung zum dreidimensionalen Vermessen der Kontur eines Körpers, wie z. B. einer Turbinenschaufel, bekannt. Dabei muß dieser Körper in die Vorrichtung in eine genau vorbestimmte Lage gebracht und dort gehalten werden. In dort drei übereinanderliegenden Reihen liegen jeweils vier Taststifte, die parallel zueinander ausgerichtet sind, wobei die dreidimensional gewölbte, zu messende Fläche etwa senkrecht zur Erstreckung der Taststifte ausgerichtet ist. Mittels eines Eichkopfes wird die axiale Lage der Taststifte eingestellt. Nach dieser Justierung wird an die Stelle des Eichkopfes die zu messende Schaufel gesetzt und der die Taststifte tragende Meßkopf auf die Schaufel so lange zu bewegt, bis alle Stifte mit der Schaufel Kontakt haben. Sobald ein Taststift mit der Schaufel Kontakt hat, wird dies aufgezeichnet. Da die Vorwärtsbewegung des Meßkopfes ebenfalls festgehalten wird, können so die Abweichungen der Kontur iin einzelnen Punkten festgestellt werden. Hat die Oberflächenkontur der Schaufel zwischen den Berührungspunkten der Tastslifte mit der Kontur größere Erhebungen oder Senken, so kann die? nicht festgestellt werden. Die Rückseite und der Umriß der Schaufel kann mit einer solchen Vorrichtung gleichmäßig nicht ermittelt werden. Die Taststifte müssen dabei axial beweglich gelagert sein, wobei dann der erste die Kontur berührende Taststift trotz der Vorwärtsbewegung des Meßkopfes stehenbleiben muß, damit auch der letzte Taststift so weit vorbewegt werden kann, bis er Kontakt hat. Nimmt die Schaufel bei der Messung nicht exakt die vorgeschriebene Lage ein. so werden die Meßergebnisse verfälscht. Das exakte Justieren der Schaufel nimmt
ίο also hier die meiste Zeit in Anspruch.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung zu schaffen, bei der die Feststellung der tatsächlichen Durchbiegung stangenförmigen Materials in einem einzigen Arbeitsgang.
der darüber hinaus noch automatisch durchgeführt werden kann, ermittelt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch I beschriebene Vorrichtung gelöst.
Erfindungsgemäß ist bei der gattungsgemäßen Vorrichtung die Aufnahmeeinrichtung für das stangenförmige Material ein Winkelbett. Weiterhin ist ein dem Winkelbett gegenüberliegendes, im Bereich seiner Längsenden verschiebbares Meßlineal vorhanden, das auf das in dem Winkelbett befindliche Material zubewegbar ist, wobei das Meßlineal beim Meßprozeß auf das im Winkelbett befindliche Material so lange zubewegt wird, bis es mit diesem Kontakt hat. wobei sich eine Aufgrund der Materialform bestimmte Anzahl von Kontaktpunkten zwischen den Winkelseiten des Win-
jo kelbettes und dem Material einerseits und zwischen dem Meßlineal und dem Material andererseits ergibt und dann die Bewegung des Meßlineals gestoppt wird und die Anzahl der Kontaktpunkte und ihre räumlichen Koordinaten mit Hilfe von auf den Auflageflächen des
J5 Winkelbettes und auf der dem Winkelbett zugewandten Fläche des Meßlineals angebrachten Kontaktleisten, sowie der Abstand zwischen den Kontaktpunkten und den Auflageflächen des Winkelbettes ermittelt werden. An den Meßprozeß anschließend wird das Meßlineal von dem in dem Winkelbett befindlichen, stangenförmigen Material wegbewegt. Es ist somit nur eine einzige Messung notwendig, bei der darüber hinaus noch der exakte Wert der Geradheit des Materials ermittelt werden kann. Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Messung der Geradheit stangenförmigen Materials nicht nur genauer, sondern insbesondere auch schneller durchführbar.
Die geringe Neigung des Winkelbettes zur Vertikalen in notwendig, damit das Material, das meistens eine geringfügige Ungeradheit aufweist, nicht aus dem Winkelbett herausfällt, da das Material nicht durch irgendwelche Mittel im Winkelbett gehalten werden soll, da dadurch die Messung verfälscht werden würde.
Die Kontaktpunkt, die gemäß der oben angegebenen Vorrichtung für die Messung als notwendig angegeben wurden, können vorteilhaft elektrisch ermittelt werden. Aufgrund rein geometrisch-räumlicher Überlegungen ist die Ermittlung von fünf voneinander unabhängiger Kontaktpunkte notwendig, von denen höchstens zwei auf einer der drei durch die beiden Seiten des Winkelbettes und durch das Meßlineal gebildeten Flächen liegen. Sobald diese fünf spezifizierten Kontaktpunkte nachgewiesen sind, wird die Bewegung des Meßlineals auf das zu vermessende Werkstück zu ge-
b5 stoppt. Der dann erhaltene Abstand zwischen dem Meßlineal und dem Winkelbett wird gemessen. Aus diesem Abstand und dem entweder bekannten Durchmesser des Werkstückes oder des unabhäneie davon ee-
messenen Durchmessers läßt sich die Geradheit des Werkstückes bestimmen, wozu z. B. ein auch die einzelnen Verfahrensschritte steuernder Rechner eingesetzt werden kann.
Vorteilhafterweise wird das Meßlineal mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegt. Um die vermessene Stange od. dgl. aus dem Winkelbett herauszunehmen und um eine neue Stange einzustelllen, ist es notwendig, das Meßlineal möglichst weit vom Winkelbett wegzubewegen, da das Meßlineal eine bestimmte Strecke zurücklegen muß, während der ein Kontakt des Meßlineals mit dem zu vermessenden Werkstück nicht erfolgen kann. Dann kann das Meßlineal mit einer sehr hohen Geschwindigkeit auf das zu vermessende Werkstück zu bewegt werden, während die Geschwindigkeit in dem Bereich, in dem jederzeit eine Berührung mit dem zu vermessenden Material erfolgen könnte, eine kleinere Geschwindigkeit gewählt werden sollte, um die Messung so genau als nur möglich durchführen zu können.
Da das zu messende Material möglichst unbelastet in der Vorrichtung stehen soll, ist die Längsachse des Winkelbettes so auszurichten, daß sie mit der Vertikalen einen kleinen Winkel von z. B. etwa 5° einschließt, so daß das eingelegte Material nicht herauskippen kann. Der dabei zu verwendende Winkel, der möglichst klein sein soll, hängt zum einen von der Länge des zu vermessenden Materials, zum anderen von der maximal zu erwartenden Ungeradheit des Materials ab. |e kleiner der Winkel gewählt wird, desto günstiger wirkt sich dies auf die Messungen aus. Um diesen Winkel einstellen zu können, sind das Winkelbett und die Lagerung des Meßlineals zusammen mit dem gemeinsamen Maschinenbett verschwenkbar ausgebildet.
Am Fuß des Winkelbettes ist eine zur Längserstrek-Fi g. 1 entlang der Linie H-Il der Fig. I.
Eine Vorrichtung zum Messen der Geradheit stangenförmigen Materials t besteht im wesentlichen aus einem Maschinenbett 2, auf dem ein in etwa vertikal stehendes Winkelbett 3 für die Aufnahme des zu vermessenden Materials 1 und ein parallel zu diesem Winkelbett ausgerichtetes, auf dieses zu und von diesem weg bewegbares Meßlineal 4 angeordnet sind. Während hier das Winkelbett 3 und das Maschinenbett 2 als einstückig dargestellt ist, und eine Lagerung 5 für das Meßlineal 4 auf das Maschinenbett 2 stellbar und dort anschraubbar dargestellt ist, könnte auch das Winkelbett 3 unabhängig vom Maschinenbett 2 ausgebildet sein. Es ist nur wichtig eine äußerst stabile Zuordnung des Winkelbettes zu der Lagerung des Meßlineals 4 zu schaffen, damit der Abstand des Meßlineals vom Winkelbett bei einer bestimmten Stellung des Meßlineals zu seiner Lagerung immer genau konstant ist, wobei die Toleranz der Maßhaltigkeit der Vorrichtung in der Größenordnung von Bruchteilen eines Millimeters liegt.
Das im wesentlichen vertikal stehende Winkelbett 3 ist in seiner Längserstreckung etwas geneigt, so daß diese mit der Vertikalen einen kleinen Winkel von hier 5° einschließt. Die Neigung des Winkelbettes 3 in der durch dieses und das Meßlineal 4 gebildeten Ebene ist dabei so gewählt, daß in das Winkelbett eingestelltes Material 1 nicht herauskippen kann, sondern zwischen den beiden einen Winkel einschließenden Auflageflächen 6 und 7 gehalten wird.
: ο Der öffnungswinkel des Winkelbettes 3 beträgt hier 120° und eignet sich besonders für das Vermessen von kreisförmigen oder sechseckigen Querschnitt aufweisendem Material 1. Soll z. B. quadratischen Querschnitt aufweisendes Material 1 vermessen werden, so emp-
kung desselben senkrecht angeordnete Stützfläche vor- 35 fiehlt es sich einen Öffnungswinkel von 90° vorzusehen, gesehen, auf die das Material mit seinem einen Ende wobei dann eine Längskante des Materials 1 in der
und 7 zu liegen
gestellt werden kann.
Das Meßlineal ist im Bereich seiner Längsenden verschiebbar gelagert und wird senkrecht zu seiner Längserstreckung bewegt. Dafür ist ein Motor, insbesondere Schrittmotor, mit zwei Antriebswellen vorgesehen, die an ihren Enden Antriebsräder tragen, welche als Kegelräder ausgebildet sind und mit ortsfest gelagerten, auf mit dem Meßlineal verbundenen Steuerstangen einwirkenden Kegelrädern kämmen. Bei Verwendung eines Schrittmotors kann mittels diesem sehr gut ein Maß für den Abstand des Meßlineals vom Winkelbett erhalten werden. Dieser Abstand kann auch z. B. über mit den Steuerstangen verbundene Mittel festgestellt werden. Um die jeweilige Lage des Meßlineals bei Vorliegen der oben angesprochenen Kontaktpunkte zu bestimmen sind auch verschiedene auf dem Markt befindliche Einrichtungen verwendbar.
Zum Ermitteln dieser Kontaktpunkte weisen die beiSchnittlinie beider Auflageflächen
kommt.
Zur Steigerung der Stabilität wird hier das Winkelbett 3 durch zwei auf der dem Meßlineal 4 abgewandten Seite angeordnete Stege 8 gestützt. Das Winkelbett 3 wird insbesondere dadurch auch in einer bestimmten Lage und Ausrichtung gehalten. Am Fuß des Winkelbettes 3 ist eine zu dessen Erstreckung senkrechte Stützfläehe 9 vorgesehen, auf die das Material 1 abgestellt wird. Die das Meßlineal 4 tragende Lagerung 5 weist neben einer hier auf dem Maschinenbett 2 angeschraubten Fußplatte 10 einen mit diesem hier einstückig verbundenen, zum Winkelbett 3 parallelen, aber außerhalb der durch das Winkelbett 3 und das Meßlineal 4 gebildeten Ebene angeordneten Holm 11, der die zur Bewegung des Meßlineals 4 notwendigen Bauteile trägt, die in vorgenannter Ebene liegen und somit nur einseitig aufge
hängt sind, was deren Montage und Wartung von der den Auflageflächen des Winkelbettes und die dem Win- 55 dem Holm 11 abgewandten Seite erleichtert Der Holm
kelbett zugewandte Fläche des Meßlineals Kontaktlei- 11 weist auf seiner dem Winkelbett 3 abgewandten, hin-
sten auf. Diese Kontaktleisten können nach Art eines teren Seite einen eine Verspannung bildenden Steg 12
Kollektors ausgebildet sein und jeweils eine Anzahl von auf, der mit der Fußplatte 10 verbunden ist Kontaktstellen aufweisen. Dadurch kann auf einfache In der vorgenannten Ebene liegen senkrecht zu der Weise festgestellt werden, in welcher Höhe das zu ver- 60 Längserstreckung des Meßlineals an diesem befestigte
messende Material an der jeweiligen Kontaktleiste an- Führungsschienen 13, die jeweils zwischen an dem
liegt Holm 11 drehbar gelagerten Rollen geführt sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im fol- Zwischen diesen Führungsschienen Ϊ3 sind parallel zu
genden anhand der Zeichnung näher erläutert Es zeigt diesen an dem Meßlineal 4 befestigte Steuerstangen 14
Fig.1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen 65 vorgesehen, die hier jeweils ein Außengewinde aufwei- Meßvorrichtung, wobei ein verwendetes Winkelbett sen.Diese Gewinde kämmen jeweils mit einem zylindri-
mittig geschnitten ist, und sehen Innengewinde je eines koaxial zur Steuerstange
F ig. 2 einen Schnitt durch die Vorrichtung gemäß 14 angeordneten, ortsfest an dem Holm 11 drehbar gela-
gerten Kegelrades 15. Die Kegel dieser beiden Kegelräder 15 kämmen ihrerseits mit auf den beiden Wellenenden eines zwischen den Steuerstangen 14 angeordneten Schrittmotors 16 vorgesehenen Antriebsrädern 17. Je nachdem, in welcher Richtung der Schrittmotor 16 dreht, wird das Meßlineal 4 auf das Winkelbett 3 zu oder von diesem wegbewegt. Das Maß der Verdrehung der Antriebswelle des Schrittmotors wird als Maß für den Abstand des Meßlineals 4 von dem Winkelbett 3 benutzt.
Die Auflagefläche 6 und 7 des Winkelbettes 3 und die diesem zugewandte Fläche 18 des Lineals 4 weisen Kontaktleisten auf, die hier nach Art eines Kollektors ausgebildet sind und somit jeweils eine Anzahl von Kontaktstellen enthalten. Ist in das Winkelbett 3 Material 1 eingestellt, so können die Höhenlagen der Kontaktpunkte zwischen dem Winkeibett 3 und dem Material ί einerseits und dem Meßlineal 4 und dem Material i andererseits dann, wenn das Material einerseits und die Kontaktstellen andererseits an eine elektrische Spannungsquelle angeschlossen sind exakt ermittelt werden.
Wird nun das Meßlineal 4 auf das in dem Winkelbett 3 stehende Material zugeschoben, so ergeben sich zu einem bestimmten Zeitpunkt der Bewegung, der einem bestimmten Abstand des Lineals 4 vom Winkelbett 3 entspricht, fünf verschiedene Kontaktstellen. Werden diese fünf Kontaktstellen elektrisch ermittelt und liegen davon höchstens jeweils zwei auf einer der drei Kontaktleisten, z. B. je zwei auf je einer der beiden den Auflageflächen 6 und 7 zugeordneten Kontaktleisten und die fünfte auf der dem Meßlineal 4 zugeordneten Fläche 18 oder je zwei auf einer der beiden Auflageflächen 6 oder 7 und auf der dem Lineal 4 zugeordneten Fläche 18 und die fünfte auf der anderen Auflagefläche 6 oder 7 des Winkelbettes, so wird die Bewegung des Meßlineals 4 auf das Winkelbett 3 zu gestoppt und der Abstand ermittelt, der ein Maß für die Ungeradheit des zu vermessenden Materials 1 darstellt.
Das zu vermessende Material kann von Hand oder von einer speziellen Vorrichtung in die vorbeschriebene Meßvorrichtung etwa parallel zu der einen Auflagefläche 6 des Winkelbettes 3 eingeführt werden, wie dies durch den Pfeil 19 angedeutet wird und auf der anderen Seite der Vorrichtung auf die gleiche Weise nach der Messung wieder herausgeführt werden, wie dies durch den Pfeil 20 angedeutet wird, wobei das Material 1 in Abhängigkeit von dem gemessenen Wert in der einen (Pfeil 21) oder anderen Richtung (Pfeil 22) von der Vorrichtung weggeführt wird.
Die Steuerung der ganzen Vorrichtung wird einem Rechner überlassen, so daß ohne menschliches Zutun das Material nicht nur vermessen, sondern auch entsprechend der gewählten Norm sortiert werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Messen der Geradheit stangenförmigen Materials, bestehend aus einer nahezu vertikai stehenden, vorzugsweise mit der Vertikalen einen Winkel von fünf Grad einschließenden Aufnahmeeinrichtung, die etwas langer als das zu untersuchende Material ist, und aus einer elektrischen Auswerteinrichtung, die aufgrund der Verformung auftretende Kontaktpunkte zwischen dem stangenförmigen Material und der Auswerteeinrichtung sowie den Abstand zwischen Kontaktpunkten und der Aufnahmeeinrichtung anzeigt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmeeinrichtung für das stangenförmige Material (1) ein Winkelbett (3) ist,
daß ein dem Winkelbett (3) gegenüberliegendes, im Bereich seiner Längsenden verschiebbares Meßlineal (4) vorhanden ist, das auf das in dem Winkelbett
(3) befindliche Material (1) zubewegbar ist,
daß das Meßlineal (4) beim Meßprozeß auf das im Winkelbett (3) befindliche Material (1) so lange zubewegt wird, bis es mit diesem Kontakt hat, wobei sich eine aufgrund der Materialform eine bestimmte Anzahl von Kontaktpunkten zwischen den Winkelseiten des Winkelbettes (3) und dem Material (1) einerseits und zwischen dem Meßlineal (4) und dem Material (1) andererseits ergibt, und
daß dann die Bewegung des Meßlineals (4) gestoppt wird und die Anzahl der Kontaktpunkte und ihre räumlichen Koordinaten mit Hilfe von auf den Auflageflächen (6 und 7) des Winkelbettes (3) und auf der dem Winkelbett (3) zugewandten Fläche (t8) des Meßlineals (4) angebrachten Kontaktleisten, sowie der Abstand zwischen den Kontaktpunkten und den Auflageflächen (6 und 7) des Winkelbettes (3) ermittelt werden, und
daß schließlich nach dem Meßprozeß das Meßlineal
(4) von dem in dem Winkelbett (3) befindlichen, stangenförmigen Material (1) wegbewegt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ermittlung von fünf voneinander unabhängigen Kontaktpunkten, von denen höchstens zwei auf einer der drei durch die beiden Seiten (6 und 7) des Winkelbettes (3) und durch das Meßlineal (4) gebildeten Flächen liegen, die Bewegung des Meßlineals (4) auf das Winkelbett (3) zu gestoppt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßlineal (4) mit zwei verschiedenen Vorschubgeschwindigkeiten auf das Winkelbett (3) zu bewegt wird und mit einer dritten Vorschubbewegung von diesem weg bewegt wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Fuß des Winkelbettes (3) eine zu diesem senkrecht ausgerichtete Stützfläche (9) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Motor, insbesondere Schrittmotor (16), mit zwei Abtriebswellen, die an ihren Enden Antriebsräder (17) tragen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsräder (17) als Kegelräder ausgebildet sind und mit ortsfest gelagerten, auf mit dem Meßlineal (4) verbundenen Steuerstangen (14) einwirkenden Kegelrädern (15) kämmen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelbett (3) und die Lagerung (5) des Meßlineals (4) auf einem gemeinsamen Maschinenbett (2) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Maschinenbett (2) um eine horizontale, zur Verbindungslinie Winkelbett (3)/Meßiineal (4) senkrechte Achse verschwenkbar gelagert ist
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktleisten nach Art eines Kollektors ausgebildet sind und jeweils eine Anzahl von Kontaktstellen aufweisen.
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