DE3122379C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drehschalter mit einem dreh
bar gelagerten Schleifkontakt nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches.
Solche Schalter werden für veränderbare Widerstände in
Autoradios mit Stereolautsprechern sowie als Schalter für
die Geräuschsperre und/oder zur Einstellung der Klangstärke
und Tonqualität verwendet und wobei die Schaltereinheit
axial hinter der Widerstandseinheit angeordnet wird. Der
Drehschalter kann auch nachträglich der Widerstandseinheit
hinzugefügt werden. Bei einem Drehschalter eingangs ge
nannter Art ist allerdings die axial verstellbare Metall
scheibe, die als beweglicher Kontakt dient und durch die
Stellwelle in Richtung des Festkontaktes bewegbar ist,
mit besonderen Kontaktvorsprüngen versehen, die als etwa
punktförmige Kontaktglieder anzusehen sind, und dazu dienen,
mit wiederum etwa punktförmig ausgebildeten Festkontakt
teilen in Eingriff kommen, so daß die Schalterstellung
"Ein bzw. Aus" bewirkt wird. Dadurch ist die Ausbildung
des Festkontaktes als auch des beweglichen Kontaktes re
lativ kompliziert. Das Anliegen der zugehörigen Kontakt
stücke ist nicht flächig sondern punktförmig, so daß die
Kontaktsicherheit verringert wird. Die Anordnung von
Festkontakt und beweglichem Kontakt vergrößert die axiale
Bauweise, da die Festkontaktstücke hängend bzw. an axial
vorstehenden Metallbügeln befestigt sind. Auch muß der
Umfangsrand des kreisförmig ausgebildeten beweglichen
Kontaktes im Gehäuse maßgerecht gelagert werden (US-PS
32 36 971).
Ferner ist in einem als Schnappschalter wirkenden Druck
knopfschalter der bewegliche Kontakt als eine elastische
deformierbare Metallscheibe ausgebildet, jedoch mit zu
sätzlichen mittleren Kontaktstücken bzw. Vorsprüngen
versehen, um in eine hülsenartige am Gehäuse befestigte
den Festkontakt bildenden Gegenkontakt eingeführt zu
werden. Hier ist die Ausbildung des beweglichen Kontaktes
kompliziert, aber insbesondere ist ein langer axialer
Stellweg für ihn erforderlich (US-PS 31 33 170).
Bei einem Druckknopfschalter ist vorgesehen, einen kreis
förmig ausgebildeten beweglichen Kontakt mit einem radialen
Steg zu versehen, der mit einer festen Kontaktleiste ver
bunden ist, so daß eine besondere Lagerung am Umfang des
beweglichen Kontaktes entfällt. Allerdings sind hier die
Festkontakte als punktförmige Kontaktstücke ausgebildet
und der Druckknopf dient nicht als eine noch zusätzlich
drehbare Stellwelle für eine separate benachbarte Wider
standseinheit (US-PS 41 29 763).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Dreh
schalter eingangs genannter Art die axiale Bauhöhe des
Schalters durch einen verkürzten Stellweg zwischen beweg
lichem Kontakt und dem Festkontakt bei kompakter und ein
facher Ausbildung und zuverlässiger Arbeitsweise, zu ver
ringern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzei
chen des Patentanspruches angegebenen Maßnahmen gelöst.
Bei Einsatz einer Stellwelle, die sowohl axial verschiebbar
als auch drehbar sein muß, wird der als Kreisring ausge
bildete Festkontakt in eine zusätzliche Lochplatte einge
bettet und die axiale Baulänge dadurch verkürzt. Hierzu
dient eine separate axial kurze Lochscheibe neben der ei
gentlichen Isolierstoffplatte, die stirnseitig das Gehäuse
abschließt. Die Isolierplatte stützt hierbei nicht nur
die Lochscheibe, sondern auch den Steg des beweglichen
Kontaktes ab, somit also sowohl den Festkontakt als auch
den beweglichen Kontakt. Indem der Kontaktanschluß nach
radial außen über eine ebenfalls eingebettete Auskragung
und ein an der Isolierstoffplatte anliegendes Leiter
stück ausgeführt wird, wird die verkürzte axiale Bauweise
beibehalten. Für diese Festkontaktteile ist aber die
Lochscheibe durch eine besondere Auskerbung angepaßt,
die sich einer Vertiefung anschließt. Weiter hat die Loch
platte ein besonderes Fußstück, das zur Halterung an der
Isolierstoffplatte dient und dem Stellwellenende hier noch
Platz freiläßt. Gleichzeitig dient ein Randstück der Loch
scheibe als Abstützkante für die bewegliche Kontaktscheibe,
die je hierfür in besonderer Weise in axialer Richtung an
bzw. unter dem Festkontaktring vorbei und zur Isolierstoff
platte hingeführt und hier befestigt ist. Trotz verringer
ten axialen Abstands kommt eine besonders flächige Be
rührung zwischen den Oberflächen von Festkontakt und be
weglichem Kontakt zustande.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dar
gestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht im Schnitt den vereinfachten
Drehschalter von dessen den veränderbaren Widerstand
enthaltenden Schaltereinheit nur die Umrisse angegeben
sind.
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Isolierstoffplatte in
der Position, in der nur ein Festkontakt montiert ist.
Fig. 3 einen Schnitt nach Linien A-A′ der Fig. 2.
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Isolierstoffplatte in der
Position, in der der Festkontakt und der bewegliche Kontakt
montiert sind.
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie B-B′ der Fig. 4.
Fig. 6 und 7 Ansichten im Schnitt, die die Montage er
läutern.
Fig. 1 veranschaulicht den in mehreren Stellbereichen ar
beitenden und bekannten veränderbaren Widerstand 10, der
in vorbestimmten Stufen verstellbar ist und z. B. kon
zentrische Widerstandsbahnen aufweist. Eine Stellwelle 9
ist in ein Lager 11 derart eingeschoben, daß sie jeweils
um einen vorbestimmten Weg gedreht als auch axial ver
schoben werden kann. Dreht man die Stellwelle 9, wird
ein an einem Rotor befestigter Schleifer in Kontaktberüh
rung mit einer Widerstandsbahn verschoben und ihr jewei
liger Widerstandswert verändert, welcher über Anschluß
klemmen 12 abgegriffen wird.
Eine Isolierstoffplatte 1 ist in einer Arbeitseinheit
hinter dem veränderbaren Widerstand 10 an einem Gehäuse 8
aus Kunstharz montiert und mit Ausschnitten 1 a und 1 b ver
sehen. Eine Adapterplatte vereinigt den Widerstand 10, das
Gehäuse 8 und die Isolierstoffplatte 1 zu einer Baueinheit
durch Ausschnitte 1 a, während die Enden von Kontakten 3 und
5 an Ausschnitten 1 b befestigt werden.
Es ist eine ringförmige Lochscheibe 2 aus Isolierwerkstoff
mit einer mittleren Öffnung 2 a vorhanden und an die Isolier
stoffplatte 1 montiert. Die Lochscheibe 2, vgl. Fig. 3,
wird dadurch befestigt, daß ein zylindrisches Fußstück 2 b,
welches an seinem unteren Ende einen Flansch 2 d aufweist
in das Loch 1 d eingeführt wird, um einen Teil des Loches
zu schließen.
Eine Auskerbung 2 c dient dazu, ein Ende des Festkontaktes 3
herauszuführen. Am oberen inneren umlaufenden Rand der
Lochscheibe 2 ist eine ringförmige Vertiefung 2 e ausgeformt,
die mit der Auskerbung 2 c in Verbindung steht. Der ring
förmige Festkontakt 3 aus Metallblech ist, vgl. Fig. 2
und 3, in der Vertiefung 2 e eingebettet. Ein Leiterstück
3 a des Festkontaktes 3 ist nach außen von der Lochscheibe 2
über die Auskerbung 2 c herausgeführt und erstreckt sich
entlang der Oberfläche der Isolierstoffplatte 1. Das
Leiterstück 3 a wird zwischen der Isolierstoffplatte 1 und
einer Anschlußklemme 4 festgehalten; sein Anschlußstück 3 c
ist mit dem seitlich liegenden Ausschnitt 1 b verbunden. Es
ist eine Auskragung 3 b des Leiterstücks 3 a dargestellt,
vgl. Fig. 2.
Gemäß Fig. 4 ist der bewegliche Kontakt 5 auf der Isolier
stoffplatte 1 montiert, ist im Schnitt von gewölbter Form
und besteht aus einer einzigen elastischen Metallplatte
mit einem mittleren Loch 5 a. Ein Kontaktende 5 b des
Kontaktes 5 erstreckt sich vom äußeren Umfang, ist über
einen gebogenen Steg 5 c zu einer Anschlußklemme 6 sowie
zum Leiterstück 3 a des Festkontaktes 3 geführt und an der
Isolierstoffplatte 1 durch die Klemme 6 befestigt und hat
ferner ein zur Verbindung dienendes Anschlußstück 5 d,
welches mit dem seitlichen Ausschnitt 1 b zusammengreift.
Ein Vorsprung 5 e des Kontaktendes 5 b erstreckt sich in
Richtung des mittleren zum Einsetzen dienenden Loches 1 c
der Isolierstoffplatte 1. Ein weiterer Kontaktvorsprung
5 e′ ist in das Loch 1 c eingeführt und an ihm befestigt.
Der bewegliche Kontakt 5, vgl. Fig. 5, ist so ausgebil
det, daß sich ein gewölbter Teil von dem Steg 5 c hinweg
erstreckt, als auch einen Abstand zu der oberen Seite der
Lochscheibe 2 hat.
Wie aus Fig. 1 erkennbar, ist die Stellwelle 9 des ver
änderbaren Widerstandes 10 durch ein Loch 7 a eines Stell
gliedes 7 hindurchgeführt, wobei ein zylindrischer Fuß
teil 7 b lose im Loch 5 a des beweglichen Kontaktes 5 sitzt.
Ist die Stellwelle 9 noch nicht niedergedrückt, wird das
Stellglied 7 elastisch gegen den Boden des Gehäuses 8
durch den Kontakt 5 gedrückt. Folglich ist die Stell
welle 9 gemäß Fig. 1 durch das Stellglied 7 nach rechts
verstellt.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist anhand der Fig. 6
und 7 erkennbar. In Fig. 6 ist die Ruhestellung des
Schalters dargestellt, wobei der gewölbte Teil des be
weglichen Kontaktes 5 nicht in Berührung mit dem Fest
kontakt 3 liegt; der Schalter befindet sich in der Stellung
"Aus". Wenn in dieser Stellung eine durch den Pfeil
angedeutete Kraft auf die Stellwelle 9 einwirkt, drückt
ein Flansch 7 c des Stellgliedes 7, vgl. Fig. 7, den
Kontakt 5 nieder. Ein Teil des Kontaktes 5 wird gekrümmt,
so daß er mit dem Festkontakt 3 in Anschlag kommt und
hieraus ergibt sich die Schalterstellung "Ein". Wenn in
dieser Stellung die Stellwelle 9 entlastet wird, so wird
der bisher elastisch deformierte, gewölbte Teil des
Kontaktes 5 selbsttätig durch die Eigenelastizität in
die ursprüngliche Form zurückgeführt, der Schalter aus
geschaltet. In der Zeit der Formveränderung, sei es in
die Schalterstellung "Ein" bzw. "Aus", tritt ein "klick
artiges" Geräusch auf.
Vorteilhaft beträgt der Verstellweg des beweglichen Kontak
tes 5 rund 0,5 mm. Da aber der Ringteil des Festkontak
tes 3 in der Lochscheibe 2 eingebettet ist und nur der
mittlere Teil des gewölbten Bereiches des beweglichen
Kontaktes gegenüber dem Festkontakt 3 liegt, ist die
Funktion des Anschlages als auch der Trennung zwischen
diesen Kontakten 3 und 5 und zwar mit großer Zuver
lässigkeit sichergestellt.
Bei dieser Ausführungsform ist die Schalterstellung "Ein"
dann gegeben, wenn die Stellwelle 9 niedergedrückt wird.
Bei einer Ausführungsform ist der Schalter aber so be
schaffen, daß nach dem Ziehen der Stellwelle 9 der
Schalter in die Stellung "Ein" übergeht. Hierfür wird
sinngemäß das Verhältnis der Montagestellungen des
Stellgliedes 7 und der Isolierstoffplatte abgeändert.
Vorteilhaft sind der bewegliche und der Festkontakt
auf einer gleichen Platte oder Schicht angeordnet um
die Ein- bzw. Ausschaltposition einzunehmen, so daß
man den Schalter recht kompakt und schmäler als bisher
ausbilden kann. Auch ist vorteilhaft, daß das "Klick"-
Geräusch mit Sicherheit auftritt und der Bedienungsperson
ein gutes Schaltgefühl gibt. Der Schalter ist für ver
änderbare Widerstände mit mehreren Schalt- bzw. Wider
standsstufen vorgesehen.
Claims (1)
- Drehschalter mit einem drehbar gelagerten Schleifkontakt, insbesondere für einen mehrere Widerstandsbahnen aufweisen den veränderbaren Widerstand, wobei eine drehbar als auch axial verschiebbare Stellwelle den die Widerstandsbahnen tragenden Halter als auch eine axial hinter diesem liegen de Isolierstoffplatte durchsetzt, an der Isolierstoffplatte sowohl ein Festkontakt als auch ein nach außen abgehender Anschlußleiter befestigt sind und ein als eine elastische Metallplatte ausgebildeter axial beweglicher Kontakt durch ein am inneren Ende der Stellwelle angeordnetes Stellglied betätigt ist und an nur einer Seite seines Außenumfangs über einen Steg in ein leitendes, durch eine nach außen abgehende Anschlußklemme an der festkontaktseitigen Isolierstoffplatte abgestütztes Kontaktende übergeht, dadurch gekennzeichnet, daß der Festkontakt (3) als Kreisring ausgebildet, in einer ringförmigen Vertiefung (2 e) am inneren umlaufenden Rand einer zusätzlichen Loch scheibe (2) aus Isolierwerkstoff bündig aufgenommen und sein eine Auskragung (3 b) aufweisendes Anschluß-Leiter stück (3 a) nach außen über eine mit der Vertiefung (2 e) verbundene Auskerbung (2 c) herausgeführt, in der Loch scheibe (2) eingebettet und die Lochscheibe (2) selbst über ein, in ein Loch (1 d) der Isolierstoffplatte (1) eingeführtes zylindrisches Fußstück (2 b) an die Isolier stoffplatte (1) befestigt ist.
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