DE3121710C2 - Steuereinrichtung für einen virtuellen Speicher in einer Datenverarbeitungsanlage - Google Patents
Steuereinrichtung für einen virtuellen Speicher in einer DatenverarbeitungsanlageInfo
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Abstract
In der Datenverarbeitungsanlage, die einen Puffer-Speicher besitzt und in einem virtuellen Speichersystem betrieben wird, werden Speicherschlüssel einschließlich Referenz-Bits in einem Speicherschlüssel-Speicher gespeichert, und zwar jeweils eines für jeden vorbestimmten Bereich eines Real-Speichers, sowie Referenz-Bits in einem Referenz-Bit-Speicher gespeichert, und zwar jeweils eines für einen vorbestimmten Bereich des Real-Speichers. Bei jeder Bezugnahme auf den Real-Speicher wird das entsprechende Referenz-Bit des Speicherschlüssel-Speichers gesetzt, und bei jeder Be zug nahme auf den Puffer-Speicher wird das entsprechende Referenz-Bit des Referenz-Bit-Speichers gesetzt. Das Referenz-Bit des Speicherschlüssel-Speichers und das Referenz-Bit des Referenz-Bit-Speichers erfahren eine ODER-Verknüpfung, um ein richtiges Referenz-Bit zu erzeugen.
Description
gekennzeichnet durch
— einen Referenz-Bit-Speicher (5), der einem jeweiligen Speicherbereich des Hauptspeichers
entsprechende Referenz-Bits enthält, wobei die Verarbt.ajngseinrichiung (1), sobald sie zu einer
im Pufferspeicher (4) Gespeicherten Datenkopie eines Speicherbereichs des Hauptspeichers
(8) zugreift, das Ref.?renz-Bit im Referenz-Bit-Speicher
(5) entsprechend dem Speicherbereich setzt, und
— ein mit der Verarbeitungseinrichtung (1) verbundenes ODER-Glied (6), das, wenn die Verarbeitungseinrichtung
(1) einen Befehl zum Speicherschlüssel-Lesen ausgibt, das Referenz-Bit aus dem Sehlüsselspeicher (7) mit dem entsprechenden
Referenz-Bit aus dem Referenz-Bit-Speicher (5) oderiert und ein wahres Referenz-Bit
erzeugt.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mit der Verarbeitungseinrichtung
(1) verbundene Einrichtung, die das Referenz-Bit eines gekennzeichneten Speicherschlüssels im
Sehlüsselspeicher (7) und das Referenz-Bit desselben Speicherschlüssels im Referenz-Bit-Speicher (5) zurücksetzt,
wenn die Verarbeitungseinrichtung (1) eine den Speicherschlüssel kennzeichnende Referenz-Bit-Rücksetzanweisung
ausgibt.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch I1 gekennzeichnet
durch eine Einrichtung, die abhängig von einer von der Verarbeitungseinrichtung (1) ausgegebenen
Speicherschlüssel-Setzanweisung, die einen bestimmten Speicherschlüssel kennzeichnet, das Referenz-Bit
des gekennzeichneten Speicherschlüssels im Sehlüsselspeicher (7) und das Referenz-Bit für
denselben gekennzeichneten Speicherschlüssel im Referenz-Bit-Speicher (5) setzt.
65
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für einen
virtuellen Speicher in einer Datenverarbeitungsanlage der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen
Gattung.
Eine Datenverarbeitungsanlage oder ein Elektronen-Rechner, der mit einem virtuellen Speicher-System arbeitet,
führt eine Verarbeitungsoperütion durch, während er Befehle und Daten zur Ausführung eines Programms
von einem virtuellen Speicher (von dam ein Teil in einem externen Speicher vorhanden ist) zu einem
realen Speicher (Hauptspeicher) bewegt Eine derartige Bewegung von Daten wird »Seitenwechsel« genannt
Eine begrenzte Speicherkapazität eines Hauptspeichers wird so wirksam durch den Seitenwechsel genutzt, bei
dem 2 k Bytes oder 4 k Bytes von Daten gewöhnlich £,!eichzeitig bewegt werden. Beim Seitenwechsel-Betrieb
wird zum wirksamen Ersetzen von Daten bestimmter Hauptspeicher-Bereiche ein Speicherschlüssel
gewöhnlich für je 2 k Bytes eines Hauptspeichert vorgesehen.
Die DE-Z »Elektronische Rechenanlagen« 18. Jahrgang 1976, Heft 3, S. 122-128, offenbart Pufferspeicherarchitekturen
und behandelt in diesem Zusammenhang die sektorweise Abbildung anhand der IBM 360—85, die teilassoziative Abbildung anhand der IBM
360—165, die direkte Abbildung anhand der AMDAHL 470 V/6 und schließlich die vollassoziative Abbildung
(lediglich prinzipiell).
Bei der genannten DE-Z »Elektronische Rechenanlagen« werden im Cache-Speicher stehende Daten, die
kürzlich verwendet wurden, mittels einer LRU-Regel (last recently used-Regel) ersetzt und in einen Hauptspeicher
eingespeichert, wenn neue Daten vom Hauptspeicher in den Cache-Speicher übernommen werden
sollen.
In einer solchen herkömmlichen Datenverarbeitungsanlage, die mit einem Cache-Speicher arbeitet, gibt das
R-Bit nicht genau den Status des Speicherzugriffs wieder, da zudem mit dem Hauptspeicher verbundenen
Speicherschlüssel nicht zugegriffen r'ird.
F i g. 1 zeigt ein Beispiel eines Formats de- Speicherschlüssels.
Zugriff-Bits (ACC) 0—3 und ein Zugriffssperre-Bit (F) werden zur Speichersperrung verwendet, wobei
diese mit einem in einem Prozessor enthaltenen Schlüssel verglichen werden, wenn ein Speicher-Zugriff
erfolgen soll. Die Bits ACC und F stehen in keinem direkten Zusammenhang mit dem Seitenwechsel. Ein
Referenz-Bit (R) und ein Änderungs-Bit (C) beinhalten Informationen für die Datenersetzung zum Seitenwechsel.
Das Bit R ist auf »1« jedes Mal gesetzt, wenn der entsprechende Speicherbereich des Hauptspeichers einem
Zugriff unterliegt, während das Bit C auf »1« jedes Mal gesetzt ist, wenn eine Schreibanforderung zum entsprechenden
Speicherbereich gelangt. Der Speicherschlüssel ist beschrieben in »IBM System/370 Principles
of Operation«, S. 33. Ein Betriebssystem bestimmt einen geeigneten Bereich des Hauptspeichers auf der Grundlage
der Bits R und C des Speicherschlüssels und der Anzahl der zu bewegenden Seiten, wenn der Seitenwechsel
erforderlich ist, um die Datenersetzung vorzunehmen. Der Algorithmus ist derart beschaffen, daß ein
Hauptspeicher-Bereich, für den sowohl das Bit R als auch das Bit C auf »0« gesetzt ist, d. h., auf dem keine
Speicherreferenz erzeugt ist, zuerst angesteuert wird, und ein Hauptspeicher-Bereich, bei dem das Bit C auf
»0« gesetzt ist, d. h., bei dem keine Schreib-Operation
seit dem seitenweisen Einlagern stattgefunden hat, als zweiter angesteuert wird. Wenn der Seitenwechsel-Bereich
nicht durch das erste und das zweite Tabellensuchen bestimmt worden ist, wird ein Hauptspeicher-Be-
reich, bei dem das Bit C auf »1« gesetzt worden ist,
angesteuert Der Seitenwechsel durch das dritte Tabellensuchen erfordert ein seitenweises Auslagern, bei dem
Daten, geändert im Hauptspeicher, nach außen zum externen Speicher vor der Datenübertragung (seitenweises
Einlagern) aus dem externen Speicher zum Hauptspeicher bewegt werden.
Der Algorithmus der Entscheidung über den Hauptspeicher-Bereich beim Seitenwechsel kann daher den
Hauptspeicher-Bereich wirksam zuordnen, wenn der Ablauf (die Geschichte) der Speicher-Anforderung (Abrafe
und Speicherungen) zu den Bits R und C des Speicherschlüssels im Hauptspeicher genau wiedergegeben
ist
In einem Elektronen-Rechner mit einem Puffer-Speicher
können die angeforderten Daten vom Puffer-Speicher eirwr Zentraleinheit (einem zentralen Prozessor)
ohne Bezugnahme auf den Hauptspeicher zugeführt werden, sobald die Daten vom Hauptspeicher zum Puffer-Speicher
übertragen worden sind Daher wird auf den s'peicherschlüsseT, der dem Hauptspeicher zugeordnet
ist, nicht Bezug genommen und daher wird der Zustand der Speicher-Bezugnahme durch das Bit R nicht
genau wiedergegeben. Es sei z. B. angenommen, daß eine Abruf-Anforderung an einen Speicherbereich A
abgegeben worden ist, die angeforderten Daten nicht im Puffer-Speicher gespeichert waren sowie auf den
Hauptspeicher Bezug genommen worden ist, um die Daten des Speicherbereichs A mit diesen Daten zum
Puffer-Speicher abzurufen, so daß das Bit R für diesen Speicherbereich auf »1« gesetzt worden ist. Wenn ein
Befehl zum Löschen des Bits R (RRB-Befehl) anschließend an den Speicherbereich A abgegeben worden ist,
wird das entsprechende Bit R auf »0« gesetzt. Andererseits werden, da der Speicherbereich A zum Puffer-Speicher
abgerufen worden ist, wenn die Abrufanforderung zum Speicherbereich A anschließend abgegeben
wird, die entsprechenden Daten aus dem Puffer-Speicher ausgelesen und wird auf den Hauptspeicher nicht
Bezug genommen. Infolgedessen bleibt das entsprechende Bit R, das dem Hauptspeicher zugeordnet ist,
gleich »0« trotz des Umstands, daß auf den Speicher Bezug genommen worden ist, und der Zustand der Speicher-Bezugnahme
wird durch das Bit R nicht richtig wiedergegeben.
Wie eben erläutert wurde, kann es also vorkommen, daß bei einem Elektronen-Rechner mit Puffer-Speicher
das Bit R nicht fortgeschrieben wird, obwohl ein Speicherbereich abgerufen vorden ist. Wenn ein derartiger
Zustand eintritt, wird ein Speicherbereich, der gerade genutzt wrd, einem Seitenwechsel unterworfen, und
wenn auf diesen Bereich erneut Bezug genommen wird, ist ein weiterer Seitenwechsel erforderlich. Infolgedessen
nimmt der Seitenwechsel-Aufwand zu. Es wäre zwar denkbar, auf den Speicherschlüssel Bezug zu nehmen,
wenn eine Speicherabruf-Anforderung abgegeben wird und entsprechende Daten aus dem Puffer-Speicher
ausgelesen werden sollen, jedoch wäre dies nicht ratsam wegen einer Zunahme der Belastung einer Hauptspeicher-Steuereinheit.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, unter Vermeidung der angegebenen Schwierigkeiten, eine Steuereinrichtung
für einen virtuellen Speicher der eingangs genannten Art zu schaffen, die richtig den vorhergehenden
Ablauf (die Geschichte) der Speicherzugriffe ohne Erhöhung der Belastung dts Hauptspeichers wiedergibt
und den Seitenwechsel-Aufwand verringert
Die Lösung dieser Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gegeben.
Für den Seitenwechsel sind Referenzbits (Bits R) vorgesehen,
nämlich ein Bit R, das einem Hauptspeicher-Bereich zugeordnet ist, und ein Bit R, das einem diesen
Hauptspeicherbereich als Kopie beinhaltenden Puffer-Speicher zugeordnet ist, wobei eine ODER-Verknüpfung
beider Bits R das tatsächliche Referenzbit erzeugt. Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
näher erläutert Es zeigt
ίο F i g. 1 das Format eines Speicherschlüssels; und
Fig.2 das Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels
gemäß der Erfindung.
Es sei nun anhand von F i g. 2 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
gemäß der Erfindung im einzelnen erläutert
F i g. 2 zeigt das Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der Erfindung. Ausweislich F i g. 2 ist eine Verarbeitungseinrichtung
(Zentraleinheit) 1 mit einer Pufferspeicher-Steuereinheit 2 über einen Bus 101 zur
Übertragung virtueller Adressen \ .öunden. Die Pufferspeicher-Steuereinheit
2 besitzt einen Schneli-Adressen-Übersetzer 3, einen Puffer-Speicher 4, einen Referenz-Bit-Speicher
5 und ein ODER-Glied 6.
Der Schnell-Adressen-Übersetzer 3 besitzt einen Adresse-Puffer mit mehreren Eintragungen einschließlich
einem Übersetzungspaar einer virtuellen Adresse (L), einer realen Adresse (P) und einer Teil-Kopie (ACC,
F) eines Speicherschlüssels und gibt ein Prozeß-Ergebnis (Realadresse) an einen Bus 102 zur Übertragung
einer realen Adresse ab.
Der Puffer-Speicher 4, der eine reale Adresse von dem Bus 102 zur Übertragung einer realen Adresse
empfängt, besitzt einen Puffer-Speicher-Teil (BS) zum Speichern von Teil-Kopien der Daten des Hauptspei-
chers 8 und eine Puffer-Adressen-Anordnung (BAA) zum Speichern von deren Adressen. Wenn eine Adresse,
die mit der realen Adresse der Speicher-Anforderung übereinstimmt, im BAA eingespeichert wird, werden die
entsprechenden Daten des BS ausgelesen und ein Bit
»1<' wird auf eine Steuerleitung 103 gegeben, die mit dem Referenz-Bit-Speicher 5 verbunden ist, der Referenz-Bits,
und zwar jeweils eines für jede vorgegebene Einheit (z. B. 2 k Bytes oder 4 k Bytes) des realen Speichers
8 enthält. Der Referenz-Bit-Speicher 5 empfängt die reale Adresse vom Bus 102 und bezieht sich auf das
entsprechende Bit R. Die aus dem Referenz-Bit-Speicher
ausgelesenen Referenzbits werden dem ODER-Glied 6 über einen Bus 105 zugeführt.
Ein Schlüssebpeicher 7 umfaßt einen Speicherschlüssel-Speicher
mit mehreren Eintragungen einschließlich einem Zugriff-Bit (aCC), einem Zugriffssperre-Bit F, einem
Referenz-Bit R und einem Änderungs-Bit C. Jede der Eintragungen ist für einen vorbestimmten Speicherbereich
des Hauptspeichers vorgesehen. Von den ausgelesenen Daten wird das Bit R eiern ODER-Glied 6
über eine Leitung 106 zugeführt. Der Hauptspeicher 8 ist mit dem Schlüsselspeicher 7 über den Bus 104 zur
Übertragung der realen Adresse verbunden. Ein Ausgangsanschluß
des ODER-Glieds 6 ist mit der Zentraleinheit 6 über eine Leitung 107 verbunden.
Die von der Zentraleinheit 1 abgegebenen Anforderungen können in zwei größere Kategorien klassifiziert
werden, eine Speicherbezugnahme- und eine Speicherschlüssel-Operation
Die Speicherbezugnahme schließt einen Fall ein, bei dem entsprechende Daten nicht im Pufferspeicher sind,
und einen Fall, wo sie im Pufferspeicher sind.
Die Speicherschlüssel-Opefation umfaßt einen Refe-
Die Speicherschlüssel-Opefation umfaßt einen Refe-
renz-Bit-Rücksetzbefehl (RRB) zum Rücksetzen des Bits R des Speicherschlüssels des entsprechenden Speicherbereichs,
einen Speicherschlüssel-Einsetzbefehl (ISK) zum Laden des entsprechenden Speicherschlüssels
in ein Universal-Register und einen Speicherschlüssel-Setzbefehl
(SSK) zum Neusetzen des Speicherschlüssels des entsprechenden Speicherbereichs.
Der Betrieb des Ausführungsbeispiels von Fig.2 sei
jetzt anhand dieser Fälle erläutert.
(i) Im Pufferspeicher (BS) nicht vorhanden
IO
Wenn eine Speicheranforderung von der Zentraleinheit 1 abgegeben wird, wird eine virtuelle Adresse über
den Bus 101 geleitet, um die Pufferspeicher-Steuereinheit 2 zu erregen, und wird eine entsprechende reale
Adresse über die Leitung 102 durch den Schnell-Adresseii-Übcfsetzer
3 geleitet. Die Bits ACC und F, die Kopien
des ausgelesenen Speicherschlüssels sind, werden gleichzeitig gelesen, um die Speichersperre (den Speicherschutz)
zu überprüfen. Die reale Adresse auf der Leitung 102 wird mit dem Inhalt der Puffer-Adressen-Anordnung
(BAA) im Puffer-Speicher 4 verglichen und eine Nichtübereinstimmung festgestellt. Die reale
Adresse auf der Leitung 102 wird dann dem Schlüsselspeicher 7 zugeführt, die die Bits R und C des Speicherschlüssel-Speichers
entsprechend dem Inhalt der Speicheranforderung (Abruf, Speichern, usw.) fortschreibt
und die reale Adresse über die Leitung 104 zum Absuchen des Hauptspeichers 8 leitet. Obwohl in F i g. 2 nicht
gezeigt, wird der Speicherbereich mit den angeforderten Daten, ausgelesen aus dem Hauptspeicher 8, im Puffer-Speicher
(BS) gespeichert und werden die angeforderten Daten zur Zentraleinheit 1 übertragen, um eine
Folge von Prozessen abzuschließen. Die obige Operation ist dieselbe wie eine herkömmliche.
(ii) Vorhanden im Pufferspeicher (BS)
Wenn eine Speicheranforderung von der Zentraleinheit 1 abgegeben wird, wird eine reale Adresse über die
Leitung 102 wie im Fall »nicht vorhanden im BS« geleitet und durchsucht der Puffer-Speicher 4 die Puffer-Adressen-Anordnung
(BAA). Eine Obereinstimmung wird erfaßt beim Durchsuchen der BAA, und auf einen
entsprechenden Block des Puffer-Speichers (BS) wird Bezug genommen, so daß angeforderte Daten zur Zentraleinheit
1 übertragen werden. Gleichzeitig wird ein Bit »1« auf die Leitung 103 durch Erfassen der Übereinstimmung
gesetzt, so daß der Referenz-Bit-Speicher 5 erregt wird, um das Bit R entsprechend der realen
Adresse auf der Leitung 102 zu setzen.
(iii) RRB-Befehl
Wenn ein RRB-Befehl von der Zentraleinheit 1 abgegeben wird, wird eine reale Adresse über die Leitung
101 geleitet und die reale Adresse der Leitung 102 zugeführt,
ohne daß ein Durchsuchen des Schnell-Adressen-Obersetzers 3 stattfindet. Der Inhalt des Referenz-Bit-Speichers
5 entsprechend der realen Adresse auf der Leitung 102 wird zurückgesetzt, und der Schlüsselspeicher
7 wird erregt, so daß das Referenzbit des entsprechenden Speicherschlüssels rückgesetzt wird.
(iv)ISK-BefehI
geben wird, wird eine reale Adresse über die Leitung 101 geleitet und die reale Adresse der Leitung 102 zugeführt,
wie es beim RRB-Befehl der Fall ist. Das Referenzbit entsprechend der realen Adresse auf der Leitung
102 wird aus dem Referenzbit-Speicher 5 ausgelesen und dem ODER-Glied 6 über die Leitung 105 zugeführt,
und der Schlüsselspeicher 7 wird erregt, so daß der entsprechende Speicherschlüssel ausgelesen wird.
Obwohl in Fig.2 nicht gezeigt, wird der Speicherschlüssel
ohne das Referenzbit ausgelesen aus dem Schlüsselspeicher 7, direkt zur Zentraleinheit 1 übertragen.
Das Referenzbit des Speicherschlüssels erfährt eine ODER-Verknüpfung durch das ODER-Glied 6 über die
Leitung 106 mit dem Referenzbit, ausgelesen aus dem Referenzbit-Speicher 5, und das Ausgangssignal des
ODER-Glieds 6 wird zur Zentraleinheit 1 über die Leitung 107 übertragen.
(v)SSK-Befehl
Wenn ein SSK-Befehl von der Zentraleinheit 1 abgegeben
wird, wird eine reale Adresse über die Leitung 101 geleitet und durchsucht der Schnell-Adressen-Übersetzer
3 alle Schnell-Adressen-Übersetzungs-Puffer, um den Inhalt auf der Leitung 101 mit den gespeicherten
realen Adressen (P) zu vergleichen. Von der Zentraleinheit 1 vorbereitete Daten werden in die ACC-
und F-Bit-Plätze der Eintragungen eingeschrieben, mit denen eine Übereinstimmung festgestellt worden ist.
Danach wird die reale Adresse über die Leitung 102 geleitet und werden der Referenzbit-Speicher 5 und der
Schlüsselspeicher 7 erregt und wird das von der Zentraleinheit 1 abgegebene Referenzbit in die entsprechende
Eintragung des Referenzbit-Speichers 5 eingeschrieben, während alle Bits des Speicherschlüssels in die entsprechenden
Eintragungen des Schlüsselspeichers 7 eingeschrieben werden.
Obwohl eine Kopie des Speicherschlüssels zum Überprüfen des Speicherschutzes im Schnell-Adressen-Übersetzungs-Puffer
3 im Ausführungsbeispiel von Fig.2 gespeichert ist, kann sie auch im Referenzbit-Speicher
5 gespeichert werden, so daß alle Bits bis auf das Bit C des Speicherschlüssels dort gespeichert sind.
In diesem Fall ist es nicht erforderlich, alle Schnell-Adressen-Übersetzer-Speicher
abzusuchen, um die entsprechende Adresse zu finden, wenn der SSK-Befehl abgegeben ist, so daß der SSK-Befehl schneller verarbeitet
werden kann.
Somit kann also ein Elektronen-Rechner mit einem Puffer-Speicher genau den vorhergehenden Ablar' (die
Geschichte) der Speicher-Bezugnahme über das Referenzbit des Speicherschlüssels wiedergeben, was in einer
virtuellen Speicheranlage den Aufwand beim Seitenwechsel verringert.
55
60
65 Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Wenn ein ISK-Befehl von der Zentraleinheit 1 abge-
Claims (1)
1. Steuereinrichtung für einen virtuellen Speicher
in einer Datenverarbeitungsanlage, die
— einen Hauptspeicher (8), der zum Speichern von
Daten mehrere Speicherbereiche vorgegebener Länge aufweist,
— einen Sehlüsselspeicher (7), der einerseits Speicherschlüssel
mit jeweils einem dem unter Zugriff stehenden Speicherbereich des Hauptspeichers
(8) entsprechenden Referenz-Bit speichert und der andererseits eine Einrichtung aufweist,
die das zum jeweiligen Speicherschlüssel zugehörige Referenz-Bit bei jedem Hauptspeicherzugriff
setzt,
— einen Pufferspeicher (4), der eine Datenkopie eines Teils des Hauptspeichers (8) speichert,
und
— eine Verarbeitungseinrichtung (1), die zum Hauptspeicher und zum Pufferspeicher zugreift,
aufweist,
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