DE3121055C2 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Drei- oder Vierwegmisch
ventil nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein gattungsgemäßes Mischventil ist der DE-AS 26 21 904 bzw. der
DE-OS 27 23 258 entnehmbar. Dort führt vom
Heizungsrücklauf-Anschlußstutzen ein den das Steuerküken
aufweisenden kreiszylindrischen Gehäuseinnenraum seitlich
umgehender Bypass-Kanal, in dem eine Drosselklappe drehbar
angeordnet ist, in den Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen. Durch
das durch diesen Bypass-Kanal vom Heizungsrück
lauf-Anschlußstutzen in den Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen
überströmende Heizungsrücklaufmedium soll die Heizungsvorlauf
temperatur-Kennlinie des Mischventiles zur Verbesserung der
Regelgenauigkeit gespreizt werden. Die bekannten Mischventile
bedingen eine bauliche Modifikation des Mischventilgehäuses, um
den Bypass-Kanal zu bilden. Solche Sonderkonstruktionen sind
aufwendig und teuer.
Die DE-OS 27 23 258 zeigt ferner in Fig. 2 eine Lösung, bei der
das Mischventilgehäuse nicht verändert worden ist. Allerdings
ist auch dort eine Veränderung des Mischventilgehäuse-Innen
raumes erforderlich, wobei eine Schieberlaufbüchse zum Einsatz
gelangt, um den Innenraum zu modifizieren und den gewünschten
Bypass zu bilden. Für einen veränderlichen Bypass wäre neben
der Schieberlaufbüchse noch ein gesondertes Drosselorgan
erforderlich. Auch diese Lösung stellt eine Sonder
konstruktion dar, welche mit großem Herstellungsaufwand
verbunden ist.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Drei- oder
Vierwegmischventil der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei welchem mit geringem Herstellungsauf
wand ein steuerbarer Bypass für vom Heizungsrückslauf
in den Kesselvorlauf strömendes Heizungsrücklauf
medium geschaffen wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß ausgehend von einem
Drei- oder Vierwegmischventil der im Oberbegriff des
Anspruches 1 genannten Art durch die im kennzeichnen
den Teil des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Indem bei der erfindungsgemäßen Lösung der Bypass durch
den auch das Steuerküken aufweisenden kreiszylindrischen
Gehäuseinnenraum des Mischventils mit Hilfe des zum
Steuerküken koaxial angeordneten Bypass-Küken verläuft,
ergibt sich eine in der Herstellung kostengünstige und
kompakte Bauart des Mischventils, bei welcher mittels
des drehbaren Bypass-Kükens die jeweils gewünschte
maximale Heizungsvorlauftemperatur eingestellt werden
kann. Diese Einstellung kann in vielen Fällen ab Her
stellerwerk vorgenommen werden, in welchem Falle es
dann nicht erforderlich ist, daß die Möglichkeit der
nachträglichen Verstellung des Bypass-Kükens besteht,
so daß es in diesem Falle keine seiner Verstellung dienen
de, nach außen herausgeführte Stellwelle benötigt. Im
allgemeinen ist es jedoch vorteilhafter, vorzusehen,
daß das Bypass-Küken mittels einer eigenen Stellwelle,
die aus dem Gehäuse herausgeführt ist, von Hand oder
motorisch jederzeit verstellt werden kann, um bei
spielsweise erst am Einbauort des Mischventils seine
Einstellung auf die gewünschte maximale Heizungsvor
lauftemperatur vorzunehmen oder auch jederzeit die
maximale Heizungsvorlauftemperatur verstellen zu
können.
Baulich besonders einfach ist es hierbei, die Stell
welle des Bypass-Kükens aus der Seite des Mischventil
gehäuses herauszuführen, die von der Seite des Misch
ventiles abgewandt ist, durch welche die Stellwelle
des Kükens nach außen heraugeführt ist. Wenn es je
doch erwünscht ist, daß beide Stellwellen von dersel
ben Seite des Mischventilgehäuses aus zugänglich sind,
läßt sich dies baulich einfach dadurch realisieren,
indem die Stellwelle des Steuerkükens eine Hohlwelle
ist, durch die die Stellwelle des Bypass-Kükens hin
durchgeführt ist.
In der Herstellung besonders kostengünstig und auch
strömungsgünstig ist es, die Ausnehmung des Bypass-
Kükens durch eine konkave Einwölbung zu bilden. Es
kann in manchen Fällen jedoch aus vorgesehen sein,
die Ausnehmung des Bypass-Kükens durch einen es durch
dringenden Durchbruch zu bilden. Auch benötigt das Bypass-
Küken keine zusätzlichen Zu- und Abflußöffnungen in der
Umfangswandung des Gehäuseinnenraumes, so daß man weiter
hin mit insgesamt vier (Vierweg-Mischventil) bzw. drei
(Dreiweg-Mischventil) Öffnungen in der Umfangswandung
des Gehäuseinnenraumes für die ihn durchströmenden
Medien auskommt.
Das Bypass-Küken kann vorzugsweise mit einer Stirnfläche
an einer Stirnfläche des Steuerkükens anliegen, was bau
lich besonders einfach ist. Es sind jedoch auch andere
Ausführungsformen denkbar, beispielsweise, daß zwischen
das Steuerküken und das Bypass-Küken eine diese beiden
Küken im Abstand voneinander haltende Distanzscheibe
eingefügt ist, die vorzugsweise formschlüssig in den
die beiden Küken enthaltenden Innenraum des Mischven
tilgehäuses eingesetzt ist. Diese Distanzscheibe kann
um die miteinander fluchtenden Drehachsen der beiden
Küken ebenfalls drehbar angeordnet oder auch gegen
Drehen gesichert sein, beispielsweise eine Zwischen
wand des Gehäuseinnenraumes sein, was die Mitnahme des By
pass-Kükens durch das Steuer-Küken auch dann verhin
dert, wenn das Bypass-Küken leichtgängig drehbar gela
gert ist. Jedoch läßt sich die Mitnahme des Bypass-
Küken durch das Steuer-Küken auch auf andere Weise
problemlos verhindern, vorzugsweise durch ausreichend
große Schwergängigkeit des Bypass-Kükens oder durch lösbare Klemmittel, so daß es,
wie bevorzugt vorgesehen, auch direkt am Steuerküken
anliegen kann und dennoch vom Steuerküken nicht mitge
dreht werden kann.
Im allgemein wird das Bypass-Küken nach erfolgtem
Einbau des Mischventils in die Heizungsanlage von Hand
in die die gewünschte maximale Heizungsvorlauftem
peratur ergebende Stellung gedreht und bleibt dann beim
Betrieb der Heizungsanlage ständig in dieser Stellung.
Es ist jedoch auch möglich und in manchen Fällen vor
teilhaft, vorzusehen, daß das Bypass-Küken mittels eines
Stellmotors vorzugsweise in Abhängigkeit der Außentemperatur
verstellt wird, vorzugsweise derart, daß durch Drehen
des Bypass-Kükens mittels des Stellmotors der Bypass
umso stärker gedrosselt wird, je niedriger die Außen
temperatur ist. Und zwar ist bei Heizungsanlagen die
Heizungsvorlauftemperatur umso höher, je niedriger die
Außentemperatur ist und es läßt sich so die jeweils
maximal mögliche Heizungsvorlauftemperatur in Abhängig
keit der Außentemperatur stetig oder stufenweise
selbsttätig verstellen, wodurch die Steuergenauigkeit
der Heizungsvorlauftemperatur besonders hoch wird.
Bei Vierweg-Mischventilen ist es bekannt, zur verstärkten
Anhebung der Kesselrücklauftemperatur im Mischventil
einen ständig offenen Bypass konstanten Querschnitts
für vom Kesselvorlauf in den Kesselrücklauf überströ
mendes Kesselvorlaufmedium vorzusehen, der also nicht
durch das Steuerküken abgesperrt werden kann. Die Er
findung ermöglicht auch einen solchen zusätzlichen By
pass für vom Kesselvorlauf in den Kesselrücklauf über
strömendes Kesselvorlaufmedium ohne bauliche Mehr
aufwand, indem man vorsieht, daß das Bypass-Küken auch
eine zur Beimischung von Kesselvorlaufmedium zu dem
in den Kesselrücklauf-Anschlußstutzen einströmenden
Heizungsrücklaufmedium dienende zweite Ausnehmung auf
weist.
Da bei Heizungsanlagen, für die das erfindungsgemäße
Mischventil bestimmt ist, normalerweise im Heizungs
kreislauf eine Umwälzpumpe angeordnet ist, die also
auch der Förderung von Heizungsrücklaufmedium durch
den zum Heizungsvorlauf führenden, durch das Bypass-
Küken geschaffenen Bypass hindurch dient, wogegen
im Kesselkreislauf normalerweise keine Umwälzpumpe
angeordnet ist, kann die Ausnehmung des Bypass-Kükens
austrittsseitig zur Erzielung einer Injektor-Wirkung
auf das durch das Steuerküken gesteuerte, in den
Heizungsvorlauf-Anschluß einströmende Kesselvorlaufme
dium düsenförmig ausgebildet sein, so daß die Bypass-
Strömung mit so hoher Geschwindigkeit in den Heizungs
vorlauf-Anschluß des Mischventils einströmt,
daß hierdurch eine erhebliche Injektor-Wirkung auf
das in diesen Heizungsvorlauf-Anschluß ein
strömende Kesselvorlaufmedium entsteht.
Bei dem in solchen Heizungsanlagen umgewälzten, als
Wärmeträger dienenden Medium handelt es sich im all
gemeinen um Wasser, doch ist die Erfindung hierauf
nicht beschränkt, sondern kann auch in Verbindung mit
anderen Wärmeträgermedien vorteilhaft vorgesehen sein,
beispielsweise können diese Medien andere Flüssig
keiten als Wasser oder auch Dampf oder sonstige gas
förmige Medien sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfin
dung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Vierweg-Mischventil
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei
an ihn angeschlossene Leitungen ausschnittsweise
mit dargestellt sind,
Fig. 2 und 3 je einen Schnitt durch das Mischventil nach Fig. 1,
gesehen entlang den Schnittlinien 2-2 bzw. 3-3,
Fig. 4 und 5 je einen Schnitt durch eine Dreiweg-Mischventil ähn
lich den Schnitten nach Fig. 2 und 3.
Das in den Fig. 1-3 dargestellte Vierweg-Mischventil 10 weist
ein Gehäuse 11 auf, an dessen Umfangswandung 12 vier radial nach
außen abstrebende Anschlußstutzen 13, 14, 15, 16 einstückig
anschließen, an die mittels Überwurfmuttern 17 eine Kesselvor
laufleitung 18, eine Heizungsvorlaufleitung 19, eine Heizungs
rücklaufleitung 20 und eine Kesselrücklaufleitung 21 ange
schlossen sind. In Fig. 2 und 3 ist die Heizungsanlage, in
die dieses Mischventil eingefügt ist, schematisch angedeutet.
Sie weist einen Kesselkreislauf 22 mit einem Heizkessel 23
und einen Heizungskreislauf 24 mit einer Umwälzpumpe 25 und
einem Wärmetauscher 26 auf. Selbstverständlich können in den
Heizungskreislauf 24 noch zahlreiche weitere Wärmetauscher
parallel und/oder in Reihe zueinander geschaltet angeordnet
sein. Diese Wärmetauscher dienen vorzugsweise der Beheizung
von Fußböden.
Das Gehäuse 11 weist ferner einen Boden 29 und einen abnehm
baren Deckel 30 auf. In dem kreiszylindrischen Innenraum 27
des Gehäuses 11, in dessen Umfangswandung 35 Zu- und Abfluß
öffnungen 13′, 14′, 15′, 16′ der Anschlußstutzen 13 bis 16 radial mün
den, sind koaxial übereinander ein Steuerküken 31 und ein
Bypass-Küken 32 angeordnet, die um miteinander fluchtende
Drehachsen, die in die Längsmittelachse des Innenraumes 27
fallen, drehbar gelagert sind. Die in der Umfangswandung
35 des Innenraumes 27 vorhandenen insgesamt vier Mündungen 13′′,
14′′, 15′′, 16′′ der Zu- und Abflußöffnungen 13′ bis 16′ stehen
sowohl dem Umfang des Steuerkükens 31 als auch dem Umfang
des Bypass-Kükens 32 gegenüber, so daß für das Bypass-Küken
32 in der Umfangswandung 27 keine zusätzlichen Öffnungen
für das von ihm vom Heizungsrücklauf in den Heizungsvor
lauf überzuleitende Heizungsrücklaufmedium erforderlich
sind, so daß die Anschlußstutzen 14, 15 nur je eine einzige
Durchflußöffnung 14′, 15′ trotz des durch das Bypass-Küken
32 geschaffenen Bypasses benötigen.
An der Oberseite des Steuerkükens 31 ist eine erste Stell
welle 33 und an die Unterseite des Bypass-Kükens 32 ist eine
zweite Stellwelle 34 jeweils einstückig mit angeformt, von
denen die erste Stellwelle 33 durch eine Bohrung des Deckels
30 abgedichtet nach außen herausgeführt ist und die zweite
Stellwelle 34 ist durch den Gehäuseboden 29 ebenfalls abge
dichtet nach unten herausgeführt. Die beiden Küken 31, 32
sind koaxial zueinander angeordnet, so daß die Drehachsen
und damit auch die Längsmittelachsen ihrer Stellwellen 33
und 34 miteinander fluchten.
An die erste Stellwelle 33 wird in nicht dargestellter
Weise normalerweise die Abtriebswelle eine Stell
motors angekuppelt, welcher der selbsttä
tigen Drehverstellung des Steuerkükens 31 zur Steuerung
der Temperatur des aus Kesselvorlaufwasser und Hei
zungsrücklaufwasser gemischten Heizungsvorlaufwassers
dient, welches über die Heizungsvorlaufleitung 19 zum
Wärmetauscher 26 und dann als Heizungsrücklaufwasser
in den Heizungsrücklauf-Anschlußstutzen 15 des Misch
ventils 10 zurückströmt. Ferner kann aus dem Kessel
vorlauf-Anschlußstutzen 13 und dem Heizungsrücklauf-
Anschlußstutzen 15 auch Wasser in den Kesselrücklauf-
Anschlußstutzen 16 einströmen, das als Kesselrück
laufwasser zum Kessel 23 zurückströmt und dort wieder
auf die Kesselvorlauftemperatur aufgeheizt und dann
wieder über die Kesselvorlaufleitung 18 in den Kessel
vorlauf-Anschlußstutzen 13 des Mischventils 10 ein
strömt.
Am über das Gehäuse 11 überstehenden Bereich der zweiten
Stellwelle 34 ist ein handbetätigbarer Stellknopf 36
befestigt. Außenseitig ist am Boden 29 des Gehäuses 11
eine nicht dargestellte Skala angeordnet, auf der die
jeweilige Winkeleinstellung des Bypass-Kükens 32 mit
tels eines am Drehknopf 36 angeordneten Zeigers 37
angezeigt wird.
Das Steuerküken 31 kann beim Betrieb der Heizungsanlage
mittels des oben erwähnten Stellmotors mittels
eine Steuerung oder Regelung selbsttätig fortlaufend
so verstellt werden, daß beispielsweise die Heizungs
vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur
gemäß einer vorbestimmten Heizkurve gesteuert oder geregelt
wird oder es kann auch ein Raumtemperaturregler
der Ansteuerung des Stellmotors dienen. Auch andere
Möglichkeiten bestehen. In einfacheren Fällen kann
auch Handverstellung des Steuerkükens 31 durch einen
handbetätigbaren Hebel oder Drehknopf, der auf der
ersten Stellwelle 33 befestigt wird, vorgesehen sein.
Das Steuerküken 31 weist zwei zueinander parallele,
sich senkrecht zur Drehachse des Steuerkükens er
streckende Endscheiben 40, 41 auf, die durch eine
mittlere diagonale Trennwand 42 miteinander verbunden
sind. Zur Linearisierung der jeweiligen Heizungsvor
lauftemperatur-Kennlinie des Mischventils, welche dem
funktionellen Zusammenhang zwischen der Winkelstellung
des Steuerkükens 31 und der Heizungsvorlauftemperatur
entspricht, ist diese mittlere Trennwand 42 auf der
ausschließlich mit Kesselvorlaufwasser beaufschlagten
Seite in an sich bekannter Weise zu die Ausströmungs
querschnitte für das Kesselvorlaufmedium einschnüren
den Steuerkurven verformt. Die ausschließlich mit Hei
zungsrücklaufwasser beaufschlagte andere Längsseite
dieser mittleren Trennwand 42 weist dagegen keine sol
chen Steuerkurven auf. Um dieses Mischventil 10 wahl
weise für Rechtsanschluß oder Linksanschluß der Kessel
vorlaufleitung vorsehen zu können, hat ferner das
Steuerküken 31 eine Symmetrieebene, in die seine Dreh
achse fällt und die die durch diese Drehachse gehende
Längsmittelebene der Trennwand 42 senkrecht schneidet. Man kann
hierdurch die Grundeinstellung des Steuerkükens 31 wahl
weise so vorsehen, daß jeder beliebige der vier An
schlußstutzen 13-16 als Kesselvorlauf-Anschluß
stutzen dienen kann. Auch die Grundstellung des Bypass-
Kükens 32 wird dann entsprechend geändert.
Das Bypass-Küken 32 dient dazu, um die maximale Heizungs
vorlauftemperatur auf einstellbare Werte unterhalb der
Kesselvorlauftemperatur zu begrenzen, indem dieses
drehbare Bypass-Küken 32 eine konkave Ausnehmung 43
aufweist, durch die im Betrieb ständig Heizungsrücklauf
wasser aus dem Heizungsrücklauf-Anschlußstutzen 15 in
den Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen 14 überströmen kann,
so daß dem vom Kesselvorlauf-Anschlußstutzen 13 in den
Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen 14 durch das Steuerküken
gesteuert ausströmenden Kesselvorlaufwasser ständig aus dem
Bypass ausströmendes Heizungsrücklaufwaser beige
mischt wird, unabhängig davon, ob auch das Steuerküken
31 Heizungsrücklaufwasser in den Heizungsvorlauf-An
schlußstutzen 14 einströmen läßt oder nicht. Auch in dem Grenz
fall, wenn das Steuerküken 31 in die in Fig. 2 strich
punktiert angedeutete Stellung 31′ eingestellt ist, in
der es kein Heizungsrücklaufwasser in den Heizungsvor
lauf durchläßt, läßt also das Bypass-Küken weiterhin
Heizungsrücklaufwasser in den Heizungsvorlauf-Anschluß
stutzen 14 überströmen, so daß es bei geöffnetem By
pass unmöglich ist, daß die Heizungsvorlauftemperatur
die Kesselvorlauftemperatur erreichen kann. Dabei
läßt sich durch Drehen des Steuerkükens 31 zwischen
seiner den Zufluß von Kesselvorlaufwasser in den
Heizungsvorlauf absperrenden Winkelstellung bis in
seine maximale Offenstellung die Heizungsvorlauf
temperatur stetig bis zum durch das Bypass-Küken 32
eingestellten Maximalwert verstellen, wobei die
Kesselvorlauftemperatur konstant ist, beispielsweise
90°C beträgt. Bei Fußbodenheizungen wird Heizungs
vorlauftemperatur vorzugsweise auf Werte von ca.
50 bis 55°C mittels des Bypass-Kükens 32 begrenzt.
Das Bypass-Küken 32 besteht aus einer dicken, in eine
kreiszylindrische Vertiefung des Bodens 29 des Ge
häuses 11 formschlüssig drehbar eingesetzten Scheibe,
auf deren ebenen oberen Stirnseite die untere ebene
Stirnseite des Steuerkükens 31 aufliegt. Damit das
Steuerküken 31 das Bypass-Küken 32 nicht durch die
Reibung mitdreht, kann das Bypass-Küken 32 ausreichend
schwergängig drehbar gelagert sein. Bevorzugt sind
jedoch gesonderte Mittel vorgesehen, um das Bypass-
Küken 32 in der jeweils eingestellten Drehung gegen
Drehen zu sichern, was in diesem Ausführungsbei
spiel mittels einer auf einem Gewinde der Stellwelle
34 angeordneten Klemmutter 44 erfolgen kann, indem
man mittels ihr das Bypass-Küken 32 am Gehäuseboden 29
in jeder beliebigen Winkelstellung festklemmen kann.
Für das Überströmen von Heizungsrücklaufwasser in den
Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen weist das Bypass-
Küken 32 die Ausnehmung 43 auf, die einen ebenen Bo
den und eine kreisbogenförmige Rückwand aufweist und
obenseitig durch die untere Stirnfläche des Steuer
kükens 31 abgedeckt ist.
Diese Ausnehmung 43 kann beispielsweise mittels eines
Fräsers, der beim Fräsen parallel zur Drehachse des
Bypass-Kükens 32 bewegt wurde, hergestellt sein, wo
bei in der Praxis jedoch das Bypass-Küken 32 im all
gemeinen zweckmäßig durch Gießen hergestellt wird
und dann nur noch geringer Nachbearbeitung bedarf.
Diese Ausnehmung 43 erstreckt sich über einen Zentri
winkel von ca. 90°, so daß das Bypass-Küken 32 aus
der in Fig. 3 dargestellten Stellung maximalen
Durchströmquerschnittes durch Drehen in Winkelstel
lungen verringerten Durchströmquerschnittes bis in
zwei Grenzstellungen, in denen seine Ausnehmung 43
nur dem Stutzen 14 oder nur dem Stutzen 15 gegenüber
steht, verschwenkt werden kann, in denen es also kein
Heizungsrücklaufwasser in den Heizungsvorlauf-An
schlußstutzen 14 durchläßt, so daß in jeder dieser
Grenzstellungen dann die durch das Steuerküken 31
steuerbare maximale Heizungsvorlauftemperatur der
Kesselvorlauftemperatur entspricht.
Die in derselben, senkrecht zu den Drehachsen der Küken 31,
32 gerichteten Ebene verlaufenden Längsmittelachsen der vier
Anschlußstutzen 13-16 sind um jeweils 90° zueinander winkel
versetzt, so daß der auf die Drehachse des Bypass-
Kükens 32 bezogene Zentriwinkel seiner Ausnehmung 43
von ca. 90° ungefähr dem von den Längsmittelachsen
des Heizungsrücklauf-Anschlußstutzens 15 und des
Heizungsvorlauf-Anschlußstutzens 14 eingeschlossenen
Zentriwinkel entspricht. Hierdurch wird u. a. erreicht,
daß, wenn das Bypass-Küken in irgendeine der genannten
Grenzstellungen eingestellt ist, in der es selbst kein
Heizungsrücklaufwasser zum Heizungsvorlauf-An
schlußstutzen 14 durchläßt, es sich dann in einer voll
ständigen Absperrstellung befindet, in der es über
haupt keine Verbindung zwischen benachbarten Anschluß
stutzen schafft, so daß dann allein das Steuerküken 31
Wasser durchlassen kann. Wenn der Drehwinkel des By
pass-Kükens 32 nicht begrenzt ist, kann es auch in
Winkeltellungen eingestellt werden, in denen seine
Ausnehmung 43 wasserleitende Verbindungen vom Stutzen
13 zum Stutzen 14 oder 16 oder vom Stutzen 15 zum
Stutzen 16 herstellt, so daß es gegebenenfalls also
auch anderen Zwecken als der Begrenzung der Heizungs
vorlauftemperatur dienen kann, beispielsweise der ver
stärkten Beimischung von Kesselvorlaufwasser zum
Kesselrücklaufwasser. Falls dies nicht erwünscht ist,
kann man den Drehwinkel des Bypass-Kükens 32 bei
spielsweise mittels Anschlägen begrenzen.
Wenn es erwünscht ist, daß das aus der Ausnehmung 43 des
Bypass-Kükens 32 in den Heizungsvorlauf-Anschluß
stutzen 14 einströmende Heizungsrücklaufwasser
stärkere Injektorwirkung auf das durch das Steuerküken
31 gesteuerte, in den Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen
einströmende Kesselvorlaufwasser zu dessen Beschleu
nigung ausübt, kann vorgesehen sein, daß diese Ausneh
mung 43 an dem dem Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen 14
benachbarten Endbereich düsenartig verengt ist, um
die Geschwindigkeit des ausströmenden Heizungsrück
laufwassers zu erhöhen.
Das Steuerküken 31 dient auch der Beimischung von Kes
selvorlaufwasser zum in den Kesselrücklauf-Anschluß
stutzen einströmenden Heizungsrücklaufwasser zwecks
Anhebung der Kesselrücklauftemperatur. Um diese Tem
peraturanhebung zu vergrößern, kann ferner vorgesehen
sein, daß das Bypass-Küken 32 diametral gegenüber der
Ausnehmung 43 eine zweite Ausnehmung aufweist, die
in Fig. 3 bei 50 strichpunktiert angedeutet ist und
durch die hindurch ständig Kesselvorlaufwasser in
den Kesselrücklauf-Anschlußstutzen 16 überströmen
kann.
Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform kann
auch vorgesehen sein, daß das Gehäuse keine an ihm
angeformten Anschlußstutzen aufweist, sondern an
ihrer Stelle lediglich Gehäuseöffnungen vorgesehen
sind, in die gesonderte Anschlußstutzen oder direkt
die betreffenden Leitungsrohre eingesetzt oder ange
setzt werden können.
In den Fig. 4 und 5 sind zwei Schnitte durch ein Dreiweg-
Mischventil 10′ ähnlich den Schnitten nach den Fig. 2 und 3
dargestellt, so daß der Unterschied zu Fig. 2 und 3 im
wesentlichen darin besteht, daß das Gehäuse 11′ des in
den Fig. 4 und 5 dargestellten Dreiweg-Mischventiles 10′
insgesamt nur drei Anschlußstutzen 13, 14 und 15 für die
Kesselvorlaufleitung 18, die Heizungsvorlaufleitung 19
und die Heizungsrücklaufleitung 20 benötigt.
Dabei zeigt Fig. 4 einen Schnitt in Höhe des entsprechen
den geschnitten dargestellten Steuerkükens 31 und Fig. 5
einen Schnitt in Höhe des entsprechend geschnitten dar
gestellten Bypass-Kükens 32. Die Durchlaßöffnungen 13′,
14′, 15′ der Stutzen 13, 14 und 15 sind wie dargestellt
so ausgebildet, daß die Mitten ihrer an
den Innenraum 27 des Gehäuses 11′ angrenzenden Mündungen
um ungefähr je 120° zueinander winkelversetzt
sind. In nicht näher dargestell
ter Weise sind wie bei dem Vierweg-Mischventil 10 nach
den Fig. 1 bis 3 auch bei dem Dreiweg-Mischventil 10′
nach Fig. 4 und 5 das Steuerküken 31 und das Bypass-
Küken 32 mit zueinander fluchtenden Drehachsen koaxial
im Gehäuseinnenraum 27 übereinander angeordnet. Das Steuerkü
ken 31 hat an seinem Umfang eine sich über mehr als 180°
erstreckende Ausnehmung 31′′, die dem Leiten von Heizungsvor
laufwasser und Heizungsrücklaufwasser in den Heizungs
vorlauf dient und durch Drehen des Steuerkükens 31 läßt sich die
Temperatur des Heizungsvorlaufwassers durch Beeinflussung
des Mischungsverhältnisses verstellen. Das unabhängig
vom Steuerkolben 31 winkeleinstellbare Bypass-Küken 32 weist
eine konkave Ausnehmung 43 auf, durch die ein vom Steuerkü
ken 31 unbeeinflußter Bypass vom Heizungsrücklauf-Anschluß
stutzen 15 in den Heizungsvorlauf-Anschlußstutzen 14
geschaffen ist. Dieses Bypass-Küken 32 hat dieselbe Auf
gabe wie bei dem Vierweg-Mischventil 10 nach Fig. 1 bis
3. Die Umfangswandung 35 des Gehäuseinnenraumes 27 weist
bei diesem Dreiweg-Mischventil 10′ jedoch nur drei durch
die Mündungen 13′′, 14′′ und 15′′ der Durchflußöffnungen
13′, 14′ und 15′ der Stutzen 13, 14 und 15 gebildete
Öffnungen für die den Gehäuseinnenraum durchströmenden
Medien auf. In Fig. 4 ist das Steuerküken 31 in der Mittel
stellung seines Stellbereiches dargestellt.
Claims (11)
1. Drei- oder Vierwegemischventil für Heizungsanlagen,
insbesondere für Fußbodenheizungsanlagen, zum Mischen von
vorzugsweise aus Wasser bestehendem Kesselvorlaufmedium mit
Heizungsrücklaufmedium zu Heizungsvorlaufmedium und im Falle
des Vierwegemischventils auch zu Kesselrücklaufmedium, mit
einem drei bzw. vier Anschlüsse aufweisenden Gehäuse, wobei
in einem Gehäuseinnenraum in dessen Umfangswandung Zu- und
Abflußöffnungen der Anschlüsse radial münden, ein der
variablen Mischungssteuerung dienendes scheibenförmiges
Steuerküken auf einer Achse senkrecht zu den Anschlüssen
drehbar angeordnet ist, das mittels einer ersten Stellwelle
drehbar ist, und wobei ferner der Heizungsrücklaufanschluß
auch über einen drosselbaren Bypass mit dem
Heizungsvorlaufanschluß verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Gehäuseinnenraum
(27) auf der Achse des scheibenförmigen Steuerkükens (31)
und neben diesem ein scheibenförmiges Bypassküken (32)
angeordnet ist, das über eine zweite Stellwelle (34)
unabhängig von dem Steuerküken (31) drehbar ist und eine
Ausnehmung (43) aufweist, um einen steuerbaren Bypass vom
Heizungsrücklauf-Anschluß (15) zum Heizungsvorlauf-Anschluß
(14) zu bilden.
2. Mischventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Stellwelle (34) aus
derjenigen Gehäuseseite (29) herausgeführt ist, die von der
der ersten Stellwelle (33) zugeordneten Gehäuseseite (30)
abgewendet ist.
3. Mischventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die erste Stellwelle (33) eine
Hohlwelle ist, durch die die zweite Stellwelle (34) koaxial
hindurchgeführt ist.
4. Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die
Ausnehmung (43) des Bypass-Kükens (32) durch eine konkave
Einwölbung gebildet ist.
5. Mischventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bypass-Küken (32) mit
einer Stirnfläche an einer Stirnfläche des Steuerkükens (31)
anliegt.
6. Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das
Bypass-Küken (32) mittels eines Stellmotors vorzugsweise in
Abhängigkeit der Außentemperatur verstellbar ist.
7. Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der auf die
Drehachse des Bypass-Kükens (32) bezogene Zentriwinkel
seiner Ausnehmung (43) für die Bypass-Strömung so klein ist,
daß das Bypass-Küken in mindestens eine Winkelstellung
einstellbar ist, in der seine Ausnehmung nur dem
Heizungsrücklauf- oder nur dem Heizungsvorlauf-Anschluß
gegenübersteht.
8. Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die jeweils
eingestellte Stellung des Bypass-Kükens (32) mittels
Klemmitteln (44) festklemmbar ist.
9. Mischventil nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Klemmittel eine auf einem Gewinde
der zweiten Stellwelle (34) geführte Klemmutter (44)
aufweisen.
10. Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung
des Bypass-Kükens austrittsseitig zur Erzielung einer
Injektorwirkung auf das in den Heizungsvorlauf-Anschluß (14)
einströmende Kesselvorlauffluidum düsenförmig ausgebildet
ist.
11. Vierweg-Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Bypass-Küken eine zur Beimischung von Kesselvorlaufmedium zu
dem in den Kesselrücklauf-Anschluß (16) einströmenden
Heizungsrücklaufmedium dienende zweite Ausnehmung (50)
aufweist.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE19813121055 DE3121055A1 (de) | 1981-05-27 | 1981-05-27 | Drei- oder vierwegmischventil |
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Family
ID=6133313
Family Applications (1)
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