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Tastschalter mit mehreren, jeweils einen einrastbaren Schieber
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und eine hierfür gemeinsame Rastplatte aufnehmenden Schalterblöcken
(Priorität der japanischen Anmeldung Nr. 80 233/80 vom 9. Juni 1980) Die Erfindung
betrifft einen Tastschalter mit mehreren, jeweils einen einrastbaren Schieber und
eine hierfür gemeinsame Rastplatte aufnehmenden Schalterblöcken, deren jeweiliges
Schaltergehäuse in je eine öffnung eines gemeinsamen Metallrahmens einsetzbar ist,
mit welchem Schiebergehäuse in Verbindung stehen.
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Es ist bereits ein Schiebergehäuse gemäß beiliegender Figur 1 bekannt,
bei der die Stellbewegung der Schieber miteinander gekoppelt ist. Um eine Reparatur
durchzuführen oder die Schalterblöcke zu erneuern, ist ein besonderes Werkzeug zum
Biegen der Halteklauen erforderlich, um den jeweiligen Schalterblock an den Rahmen
zu befestigen. Wenn es also darauf ankommt, einen Tastschalter zu montieren, bei
welchem die Koppelung oder die Einrastung am Schalter unterschiedlich vorgesehen
ist, insbesondere der Abstand bzw. die Lücke zwischen den zu montierend-en Schalterblöcken
unterschiedlich groß ist, muß man unterschiedliche, diesen unterschiedlichen Lücken
angepaßte Werkzeuge verwenden. Wenn ferner nach einem Betrieb ein oder mehrere Schalterblöcke
schadhaft geworden sind, muß man ihre zugehörigen Halteklauen durch ein zugehöriges
Werkzeug aufbiegen, um die Schalterblöcke
zu demontieren. Anschließend
müssen die reparierten Schalterblöcke oder die neuen Schalterblöcke montiert und
befestigt werden, indem wiederum die Halteklauen gebogen werden.
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Dieses Montieren und Demontieren muß mit großer Sorgfalt ausgeführt
werden, da anderenfalls wegen der wiederholten Arbeitsschritte die Klauen abgebrochen
werden können. Die Folge ist, daß der Schalter als ganzes unbrauchbar wird, auch
dann, wenn nur eine einzige Halteklaue abgebrochen wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei dem gattungsgemäßen
Tastschalter seine Konstruktion zu vereinfachen, sodaß ein Reparieren des Schalters
oder das Austauschen der Schalterblöcke von der Arbeitsseite, d. h. von der Frontseite
des Schalters her einfacher und billiger ausgeführt werden kann, unter Wahrung der
Eigenschaft, daß ein gekoppelter Betrieb der Schieber der jeweiligen Schalterblöcke
beibehalten wird.
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Diese Aufgabe wird der Erfindung gemäß durch den Gegenstand des Patentanspruches
1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
angegeben.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig 2 eine auseinandergezogene,
perspektivische Ansicht eines Tastschalters mit gekoppelten Schiebern Fig 3a und
3b jeweils eine vordere Ansicht des in Fig 2 dargestellten Schalters und Fig 4 eine
Seitenansicht des in Fig 2 gezeigten Schalters.
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Vor Erläuterung des Erfindungsgegenstandes wird die bekannte Ausführung
gemäß Fig 1 besprochen, wobei der Tastschalter einen etwa U-förmigen Rahmen aus
Metall aufweist, der eine Mehrzahl von Ausnehmungen 21a zur Aufnahme je eines Schalterblocks
22 besitzt. Es ist eine Rastplatte 2 für die Schalterblöcke 22 vorhanden. Jede Ausnehmung
21a hat Halteklauen, die plastisch verformt, d. h. über die Dehnungsgrenze hinaus
gebogen werden, um den zugehörigen Schalterblock in der Ausnehmung 21a des Rahmens
21 zu befestigen.
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Um diesen Tastschalter zu montieren, muß man ein besonderes Werkzeug
verwenden, um die Klauen 21b,21c ... , die zum Befestigen der Schalterblöcke 22
in dem U-förmigen Rahmen 21 benötigt werden, zu biegen. Es ist hieraus ersichtlich,
daß wenn man in einem Schalter bzw. in Schaltern, die miteinandergekoppelte Verstellfunktionen
haben, aber hierfür notwendigerweise unterschiedliche Lücken am Rahmen, d. h. Bereiche
mit unterschiedlichen Abmessungen zur Aufnahme der Schalterblöcke haben, es notwendig
wird, hierfür eine Mehrzahl von unterschiedlichen Werkzeugen zu benutzen als auch
diese herzustellen. Werden nun ein oder mehrere Schalterblöcke schadhaft, müssen
die Blöcke ausgewechselt oder repariert werden. Hierfür müssen die Halteklauen gebogen
bzw. wieder ausgerichtet werden, unter Verwendung des jeweils zugehörigen Werkzeuges,
mit der zugehörigen Montage der Schalterblöcke. Hierbei können aber die Klauen 21b,21c
übermäßig deformiert und abgebrochen werden.
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Dies wird erfindungsgemäß vermieden, vorzugsweise durch die Ausführungsform
der Figuren 2-4. Hier ist jeweils ein aus Kunstharz
bestehender
Schieber 1 dargestellt, mit einem Vorsprung ia> um mit der Rastplatte 2 zusammenzugreifen.
Ferner sind im Schieber 1 Ausnehmungen lb,lb vorhanden, um bewegliche Kontakte 3,3
aufzunehmen. Das aus Kunstharz bestehende Schaltergehäuse 4 hat eine öffnung 4a,
um den Schieber 1 aufzunehmen. An gegenüberliegenden Wänden des Schaltergehäuses
4 sind ein Paar von elastischen Armen4b,4b vorhanden. Ferner ist ein Paar von Vorsprüngen
4c,4c in anderen gegenüberI;egenden Wänden des Schaltergehäuses 4 vorhanden. Jeder
elastischer Arm 4b ist mit einem Anschlag 4d und einem Lappen 4e versehen.
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Das aus Kunstharz bestehende Schiebergehäuse 5 hat ein Loch 5a zur
Aufnahme des Schiebers 1, eine Nut 5b zur Aufnahme eines Verbindungsstücks 2a der
Rastplatte 2, ferner eine Ausnehmung 5c zur Aufnahme einer Wendelfeder und Haltelappen
5d,5d und einen Flansch 5f. Der letztere ist mit einem Ausschnitt 5e versehen, in
welchem der Lappen 4e des elastischen Armes 4b gelagert ist.
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Jeder Haltelappen 5d ist mit einem oberen Loch 5g versehen.
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Es ist eine als Rückstellfeder ausgebildete Wendelfeder 6 vorhanden,
ferner ein Festkontakt an der Grundplatte des Schaltergehäuses 4 und eine Wendelfeder
8, welche die Rastplatte in eine Richtung drückt. Durch Stanzen eines Metallbleches
ist ein Metallrahmen 9 durch geeignetes Biegen des Stanzlings gebildet und dann
mit Rechtecköffnungen 9a versehen, um jeweilige Schalterblöcke aufzunehmen.
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Der Schalter gemäß dieser Ausführungsform wird in folgenderweise montiert.
Nachdem die Festkontakte 7,7 im Gehäuse 4 befestigt
sind, wird
die Rückstellfeder 6 in das Gehäuse 4 eingeführt und danach wird der Schieber 1,
der die beweglichen Kontakte 3,3 in in in die Ausnehmungen lb,lb trägt eingeführt.
Dann wird das (vordere bzw. stirnseitige) Schiebergehäuse 5 zum Schaltergehäuse
Lt befestigt. Nun wird der Schieber in das Loch 5a des Schiebergehäuses 5 eingeführt
und die Haltelappen 5d,5d kommen in Berührung mit den Vorsprüngen.4c,4c des Schaltergehäuses
4, so daß die Montage des Schalterblockes so beendet wird.
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Nun befindet sich der Schalterblock in der zugehörigen Rechtecköffnung
9a des Rahmens 9, mit der Folge, daß der Schalterblock durch die Verbindung zwischen
den elastischen Armen 4b,4b des Schaltergehäuses 4 und des Flansches 5f des Schiebergehäuses
5 festgemacht ist.
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Jetzt wird die Rastplatte 2 an dem die Schalterblöcke aufnehmenden
Rahmen 9 befestigt. Hierzu wird, vergleiche Figur 3a, die Rastplatte 2 vor der Stirnseite
des Rahmens 9 so eingeführt, daß das Kupplungsstück 2a der Rastplatte 2 in der Nut
5b des Schiebergehäuses 5 zu liegen kommt, wobei die Wendelfeder 8 zwischen dem
Kupplungsstück 2a und der Ausnehmung 5c des Schiebert gehäuses liegt, wie in Figur
3b dargestellt, In dieser Position kann das Kupplungsstück 2a der Rastplatte 2 in
Eingriff bzw. außen Eingriff mit dem Vorsprung 1a des Schiebers 1 gebracht Werden.
Somit ist die Montage des Schalters beendet.
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Um den Schalterblock zu demontieren, sei es für den Austausch oder
für die Reparatur wird zunächst die Wendelfeder 8, welche
auf die
Rastplatte 2 drückt, entfernt und die Rastplatte wird nun in die aus Figur 3a ersichtliche
Stellung bewegt. Hierbei kann die Rastplatte 2 aus der Einheit entfernt werden.
Danach werden die Lappen 4e,4e der elastischen Arme 4b,4b des Schaltergehäuses 4,
die sich in den Ausschnitten 5e befinden, nach einwärts gebogen, so daß die Anschläge
4d,4d der Arme 4b,4b von dem Rahmen 9 frei gemacht werden. In diesem Zustand kann
der Schalterblock leicht durch Ziehen nach vorwärts herausgenommen werden.
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Aus vorstehendem ist ersichtlich, daß erfindungsgemäß bei dem gattungsgemäßen
Tastschalter, bei dem die Stellteile bzw.
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Schieber der einzelnen Schalterblöcke verrastet sind, die Montage
als auch die Demontage am Rahmen bzw. vom Rahmen hinweg leichter als bisher ausgeführt
wird, wobei diese leichtere Handhabung auch durch die Lagerung der Rastplatte an
der Stirnseite des Rahmens erleichtert wird. Alle diese Arbeitsschritte kann man
also von vorne, also von der Stirnseite her ausführen, wobei eine vereinfachte Bauweise
auch'die Herstellungskosten des Schalters verringert.
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