DE312025C - - Google Patents
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- DE312025C DE312025C DENDAT312025D DE312025DA DE312025C DE 312025 C DE312025 C DE 312025C DE NDAT312025 D DENDAT312025 D DE NDAT312025D DE 312025D A DE312025D A DE 312025DA DE 312025 C DE312025 C DE 312025C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K7/00—Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
- F01K7/34—Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being of extraction or non-condensing type; Use of steam for feed-water heating
- F01K7/36—Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being of extraction or non-condensing type; Use of steam for feed-water heating the engines being of positive-displacement type
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)
Description
AUSQEtJEBPN
AM 10. MAI 1919
KLASSE 14 h GRUPPE
* ; Zusatz zum Patent 310895.
Die - Erfindung betrifft eine Dampfmaschine mit Heizdampfentnahme nach Patent
310895, bei der eine Reihe von Auspuffrohren von der Kolbenlauffläche abgezweigt sind und
gesteuerte Auslaßorgane nacheinander in der Weise öffnen, . daß immer das dem Kolben
zunächst liegende Organ an die Reihe kommt, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßorgane
an einzelne Räume eines Speisewasservorwärmers oder andere Wärmeaustauschvorrichtungen
in entsprechender Ab-, stufung angeschlossen -werden. Dadurch erzielt
man eine Verbesserung des Dampfprozesses, insbesondere auch dann, \venn vorübergehend
oder auch andauernd mit Auspuff gearbeitet wird, z. B. in der Weise, daß
Speisewasser Stufenförmig so hoch erwärmt wird, daß es annähernd mit der Temperatur
des Kesseldampfes in den Kessel eingeführt wird, wodurch der Verzicht auf Anwendung
der Dampfkondensation reichlich hereingebracht, ja durch wesentliche Dampfersparnis>
überboten wird.
Eine Heizdampfentnahme während der Kompression ist ja an sich bekannt, doch
pflegt man bisher den Dampf durch Auslaßorgane zu entnehmen, die am Einströmende
des Zylinders liegen, so daß der kalte Dampf die heißen Stellen der Zylinderwandung bestreicht
und abkühlt. In dem Hauptpatent wurde schon gezeigt, daß man dies vorteilhaft
so vornehmen wird, daß der Kompressionsdampf immer aus dem-dem Kolben
zunächst liegenden Organ austritt und unmittelbar der jeweiligen Gebrauchsstelle zugeführt
wird, wobei sowohl die »strömende Deckelkühlung« als auch die »strömende Kolbenkühlung«
möglichst vermieden werden. Die Erfindung - wählt diese Zuführungsstellen
in harmonisch abgestufter Weise, so, daß die jeweilig verfügbare Spannung und die zugehörigen
Temperaturen die beste Verwendung finden.
Durch das zuerst zur Wirkung kommende (dem Kolben beim Rückgange ,zunächst Jiegende)
Auslaßorgan wird zunächst der notwendige Druckabfall zu der gewünschten
kleinsten Gegendruckspannung ;(z. B. dem
Drucke im Blasrohr einer Lokomotive) herbeigeführt, dann; nach Schluß des ersten Auslaßorganes,
werden reihenweise immer je ein ■ weiteres Auslaßorgan angehoben, wobei (etwa
Unter bekannter Einschaltung eines Rückschlagventiles) Abdampf zu einer, besonderen
Verbrauchsstelle abgelassen, wird., wobei im Zylinder die Kompression allmählich ansteigt,
und entsprechend der steigenden Kompressionsspannung durch jedes .Auslaßventil
weiter Abdampf zu den nächsten Verbrauchsstellen entlassen wird, bis die Spannung
vor dem Kolben (die Kompressionsspannung) bis zur Eintrittsspannung des neu hinzutretenden Arbeitsdampfes (Frischdampf,
Zuleitungsdampf) gestiegen ist, bzw. sich ihr
soweit genähert. hat, als man das zulassen will oder praktisch erreichen kann. Man
führt eine »schleichende Kompression« herbei, deren Spannungslinie sich ungefähr der
Linie der Massenbeschleunigung des Gestänges anschließt, wie weiterhin noch näher erklärt
wird. Die einzelnen Verbrauchsstelten werden nach Bedarf oder freier Wahl so zugeschaltet,
wie der Abdampf seine Druckspannung abgeben soll, z. B. eine Abdampfturbine oder dgl., oder wo er sein noch verfügbares
Wärmegefälle abgeben soll, z. B. eine Nieder-, druckdampfheizung, weiter eine Hochdruckdämpfheizung,
Kochgefäße oder Speisewasservorwärmer. Bei den letzteren soll der Abdampf der, einander folgenden Ausströmorgane
nacheinander in getrerinte Abteilungen des Heizraumes so eintreten, daß die Temperatur
des Speisewasser immer mehr steigt, in möglichster Annäherung der Temperatur
des Kesseldampfes. Der Vorgang soll an Hand der Zeichnung noch näher beschrieben
werden. Die Belastung der Rückschlagventile, in den einzelnen Abdampf lei-
tungen wird etwa von Hand so eingestellt, daß die Gegendrucklinie (Kompressionslinie)
im Drucklinienschaubilde eine günstige Form erhält, bzw. man bringt sie mit Druck- oder
Temperaturreglern der Verbrauchsstellen (an sich bekannter Art) so in Verbindung, daß
eine Einstellung in gewissen Grenzen selbsttätig erfolgt.
Wird aus irgendeinem Grunde (etwa vorübergehend) nur ein Teil des Dampfes entnommen,
dann kann man die einzelnen Ausströmrohre so schalten, daß vorerst ein Teil des Dampfes der Kondensation zugeführt
wird.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. ι die schematisch dargestellte Anordnung einer Dampfmaschine nach dem Hauptpatent
mit Abdampfverwertung und Verteilung nach, getrennten Verbrauchsstellen, bzw. die stufenaftig hintereinander gereihte
Heizwirkung, etwa in einem Speisewasservorwärmer,
Fig. 2 ein Drucklinien-Schaubild zur Darstellung
der Spannungsverteilung.
In Fig. ι ist α der Zylinder einer einfach
wirkenden Dampfmaschine bzw\ die eine Seite eines doppelt wirkenden Dampf zylinders,
b der hohle Zylinderdeckel, c der Dampfkolben, d das Dampfzuleitungsrohr, e das
Einlaßsteuerungsventil, / der Einlaßkanal, g1 bis gl Auspuffrohre, welche direkt von der
Zylinderwand des Arbeitsraumes α abzweigen, h1 bis /ι4 eine Reihe gesteuerter Auslaßventile,
die den Austritt regeln. Die Rohre g1 bis g*
. sind an getrennte Heizmäntel bzw. Abteilungen I bis IV des Heizmantels, z. B. eines
Speisewasser - Heizkörpers k angeschlossen.
In die Leitungen g1 bis g4 sind feder- oder
gewichtsbelastete Rückschlagventile m\ bis -m4
eingeschaltet, die in bekannter Weise dafür sorgen, daß nur Abdampf in die Heizmäntel
strömt, wenn seine Spannung die. dort herrschende übersteigt. Außerdem sind Äbsperr-.
organe (Schraubventile, Hähne o.. dgl.) η1 bis w4, ο1 bis o4 und p1 bis pl so angeordnet, ·
daß der Abdampf nach Wunsch auch an getrennte Verbrauchsstellen verschiedener Art
oder' zu einem Kondensator geführt ;werden
kann. Die Auslaßsteuerorgane h1 bis /ι4 usw.
werden, wie aus dem Hauptpatent hervorgeht, nacheinander durch eine geeignete Steuerung
geöffnet; die Abfuhr des Auspuffdampfes an die jeweilig geeignete ■ Verbrauchsstelle
ergibt sich .dann durch sinngemäßen wahlfreien Anschluß der einzelnen
Rohre h1 bis h4· usw. ,
Es ist ersichtlich, daß'man mit der neuen Einrichtung nach Bedarf durch einfaches
Einstellen von Absperrorganen die verschiedenen Arbeitsweisen heranziehen . kann, die
bei der Abdampfverwertung in Frage kornmen, und zwar:
a) Arbeit mit Kondensation (oder· Auspuff ins Freie),
b) abgestufte Abgabe von Dampf nach wahlfrei angeschlossenen getrennten Verbrauchstellen,
und ..
c) harmonisch abgestufte Abgabe an einen Heizkörper (z. B. für Speisewasservorwärmung).
■■ .
Fig. 2 zeigt in einem schematischen Schaubilde, wie sich die Spannungen im Dampfzylinder
gestalten werden. 1-2 ist die, Einströmung, .2-3 die Expansion; nun öffnet der
Auslaßkanal h1, wodurch der dem Auspuff entsprechende
Spannungsabfall 3-4 herbeigeführt wird. Würden die übrigen Auslaßventile geschlossen
bleiben, so steigt die Kompressions linie beim Kolbenrückgange bei Arbeit mit Auspuff entsprechend der punktierten Linie
4-5 an, was nicht brauchbar ist. Gibt man dagegen (mit beliebig vielen Auslaßventilen)·
dem Dampf den Übergang frei, bis Punkt 6 des Schaubildes, und läßt dann erst die Kompression
von 6 nach' 1 aufsteigen, so.erhält
man ein Schaubild, das (bei' kleinem schäd- no liehen Raum) auf Unausführbarkeit (bei Arbeit mit Auspuff) schließen läßt, weil die
schroff ansteigende Kompressionslinie die (nicht gezeichnete) Linie der Massenbeschleunigungsdrücke
ungefähr im. rechten Winkel schneiden würde, d. h. es würden starke Stöße
im Maschinengestänge auftreten. Tatsächlich schreckt das bei Lokomotiven und Lokomobilmaschinen
von der Wahl eines kleinen schädlichen Raumes ab. Öffnet inan dagegen
die Auslaßventile h2, hz, fr4 usw. (entsprechend
den Kolbenstellungen H\ H3 und H4 im '
Schaubilde) nacheinander so, daß etwa die »schleichende« ' Kömpressionslinie 4 bis 7
(schematischer Ersatz für eine stufenförmig aufsteigende Linie) auftritt, so ist ein weicher
Gang der Maschine gesichert und die Möglichkeit gegeben, den schädlichen Raum der
Maschine (auch »Totraum« genannt) bis auf das kleinste praktisch zulässige Maß (durchschnittlich
etwa r Prozent des nutzbaren Zylinderinhaltes) einzuschränken und den
Dampfverbrauch in bisher unbekannter Weise herabzumindern.
Hätte man nach h1 nur das Auslaßventil h*
öffnen ; lassen (sobald der Kolben die Stellung
H3 erreicht hat)*), so würde die Kompressionslinie
die Form 4-8-9-1 annehmen. Bei wechselndem Bedarf an Abdampf oder
Wechsel in der Zuschaltung der Verbrauchsteilen, kann die Kompressionslinie sich
ändern, wird jedoch dabei die Eigenschaft des sanften Ansteigens beibehalten. Daß der
Verlust an Schaubildfläche 4-6-7-4 bzw. 4-6-9-8-4 gegenüber einer Kompressionslinie
nach 4-6-1 im Speisewasserverbrauch als »Mehrverbrauch« auftreten wird, ist selbstverständlich
(wegen der nötigen Auffüllung des schädlichen Raumes und verringerter Diagrammfläche).
Ein wesentlicher Gewinn durch die Ausnutzung des im Abdampf steckenden Wärmegefälles· bzw. der Flüssigkeitswärme kommt aber im Kohlenverbrauch
der Maschine zum Ausdruck.
Das in den Abteilungen I bis IV des Heizkörpers von Fig. ι sich bildende Niederschlagwasser
wird von der Speisepumpe (nicht eingezeichnet) übernommen und dem Kessel zugeführt.
Was noch an Abdampf in den Heizmänteln erübrigt, kann man, wenn es sich um
Speisewassererwärmung einer Lokomotive oder Lokomobile handelt, in den Speisewasservorrat
einleiten, den man in einem Behälter des Tenders mitführt und durch die Speisepumpe
in den Kessel fördert. Es ist schon seit 60 Jahren oder mehr bei Lokomotiven
bekannt, den Auspuffdampf in das Speisewasser einzuleiten; da jedoch die Menge des
Auspuffdampfes zu groß war, konnte sie nicht bewältigt werden und. verursachte Stö-.
rung durch die lästigen »Dampfschäden«, die ins Freie abziehen mußten. Dieser Übelstand
fällt bei dem neuen Verfahren weg, weil es sich hier nur um verhältnismäßig geringe
Dampf mengen handeln kann, welche bequem vom Speisewasser aufgenommen werden. Ein
großer Teil des Dampfes geht ja durch das Blasrohr in den Schornstein ab (oder wird
nach neueren Vorschlägen aueh zum Antriebe eines Turbinengebläses verwendet, - das den
erforderlichen Zug für die Heizung beschafft). Während das sich zuerst öffnende Auslaßorgan
h1 genügend groß bemessen sein muß, um den gewünschten kräftigen Druckabfall
zu erzielen, können die weiteren Auslaßorgane h2, hs, h* usw. wesentlich kleiner sein,
da sie eine gedrosselte Kompressionslinie bewirken sollen, so daß die Veritilkanimern gz,
gs, gi usw. sehr klein ausfallen, also auch.ihre
»schädliche Raumwirkung«, welche mehr oder weniger zur Wirkung kommt, wenn sie
während der Arbeitsleistung des Kolbens reihenweise zugeschaltet und; mit, Arbeitsdampf aufgefüllt werden.
Das neue Verfahren bzw. die- neue Einrichtung ist nicht an die. einstufige Maschine gebunden,
sondern auch vorteilhaft auf die Hochdruc'kzylinder von Verbunddampfmaschinen anwendbar,'welche aber auch nur als
»Gegendruckmaschine« aufgefaßt werden können. Weil der Abdampf hier nicht dem
Aufnehmer entnommen wird, sondern direkt dem Hochdruckzylinder, so entfallen die
N'achtei.le, die bezüglich .der Geschwindigkeitsregelung
der »Aufnehmerdampf entnahme« eigentümlich sind. '
Claims (1)
- Patent-Anspruch;Dampfmaschine mit Heizdampfentnahme nach Patent 310895, bei der eine Reihe von Auspuffrohren von der Kolbenlauffläche abgezweigt sind und gesteuerte Auslaßorgane nacheinander in der Weise öffnen, daß immer das dem Kolben zunächst liegende Organ an die Reihe kommt, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßrohre (g1, g2, gs, gl usw;) an einzelne Räume eines Speisewasservorwärmers oder einer anderen Wärmeaustauschvorrichtung angeschlossen werden.*) H1 bis H^ sind Kolbenstellungen, welche dem Abschluß der Auslaßorgane h1 bis /z4 entsprechen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE312025C true DE312025C (de) |
Family
ID=564981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT312025D Active DE312025C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE312025C (de) |
-
0
- DE DENDAT312025D patent/DE312025C/de active Active
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