DE3119765C2 - Kupplungsmittel zum Verbinden nebeneinanderliegender Schwimmkörper zu einem Frachtschiff - Google Patents
Kupplungsmittel zum Verbinden nebeneinanderliegender Schwimmkörper zu einem FrachtschiffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Kupplungsmittel zum starren, jedoch lösbaren Verbinden nebeneinanderliegender
schiffartiger Schwimmkörper zu einem Frachtschiff gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Kupplungsmittel sind aus der US-PS 66 362 bekannt.
Außerdem gibt es Kupplungsmittel in verschiedenartiger Form. So zeigt etwa die DE-AS 12 77 690
gelenkartige Kupplungsmittel, die die gewünschte starre Verbindung im Verbund miteinander oder aber
unter Mitwirkung der Bordwände als Abstützungen bewirken sollen. Aus der US-PS 12 66 362 geht zu dem
nämlichen Zweck eine Vielzahl zweireihig angeordneter, spiegelsymmetrischer und sich zu ihren Enden hin
verjüngender sechseckiger Paßstücke hervor, die zur Gänze in entsprechenden Aussparungen der betreffenden,
unmittelbar aneinanderliegenden Bordwände Aufnahme finden und dort durch Schrauben verankert sind.
Weitere bekannte Kupplungsmittel von Schwimmkörpern nach der DD-PS 49 184 und der US-PS
47 961 weisen vertikale Steckbolzen auf wie auch teilweise vor. einer Aussparung aufgenommene Paßstücke
(DD-PS 49 184).
All diese Kupplungsmittel haben den Nachteil, daß sie entweder zu schwach sind, um die großen Biege- und
j Scherbeanspruchungen vor allem seegehender Schiffe aufzunehmen, daß sie umständlich zu bedienen sind,
wozu noch eine recht genaue gegenseitige Einjustierung der miteinander zu kuppelnden Schwimmkörper erforderlich
ist, und/oder daß Undichtigkeiten zu befürchten ίο sind. Wo die Schiffswand als Abstützung herangezogen
wird, besteht zudem noch die Gefahr des Rostansatzes, da ein schützender Anstrich den Druck- und Reibungsbeanspruchungen nicht zu wiederstehen vermag.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Kupplungsmittel für die lösbare Nebeneinanderkupplung von
Schwimmkörpern gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1 so zu verbessern, daß diese zu dem nämlichen
Zweck rasch und leicht bedienbar und dennoch zuverlässig und robust sind sowie die Dichtigkeit der
Schwimmkörper wie auch deren Rostschutz nicht in Frage stellen.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden Kupplungsmittel der eingangs genannten Gattung vorgeschlagen, die
gemäß der Erfindung die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale aufweisen.
Die Unteransprüche kennzeichnen vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Erfindung.
Es hat sich gezeigt, daß allein mittels der biegebalkenartigen Paßstücke nach der Erfindung die insbesondere
für seegehende Schiffe erforderliche robuste, jedoch lösbare Verbindung nebeneinanderliegender Schwimmkörper
geschaffen werden kann, ohne daß Undichtigkeiten durch die Kupplungsmittel zu befürchten sind. Die
wenigen großformatigen Kupplungsmittel können ji leicht bedient werden, wozu es keiner sehr genauen
Einjustierung der Schwimmlage bedarf. Da die betreffenden Bordwände in einem gegenseitigen Abstand
gehalten werden, steht ihrem dauerhaften Rostschutz nichts im Wege. Die wenigen miteinander in Berührung
kommenden Teile können aus legierten Stählen hergestellt werden bzw. entsprechende Beschichtungen
erhalten. Da wie im Falle der US-PS 12 66 362 auch die
erfindungsgemäßen großformatigen Paßstücke bei entsprechender spiegelsymmetrischer Ausbildung aus
beiden betroffenen Bordwänden entnehmbar sein können, braucht keiner der betreffenden Schwimmkörper
im Falle seiner Verwendung ds Einzelschiff irgendwelche störend über sein Profil hervortretenden
Teile aufzuweisen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren im einzelnen beschrieben.
Dabei zeigt
F i g. 1 eine etwas schematische Frontansicht zweier erfindungsgemäß zu einer Art Einrumpf-Schiff gekuppelter
Schwimmkörper,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Bugpartie eines der Schwimmkörper aus F i g. 1 und
Fig. 3 ein Schnittbild der Verbindungsstelle der beiden Schwimmkörper.
Fig. 1 zeigt zwei im wesentlichen gleiche, langgestreckte Schwimmkörper 2 in Gestalt selbständiger
Schiffe, die mit Hilfe von in Längsrichtung hintereinanderliegend angeordneten Paßstücken 4 Seite an Seite zu
praktisch einem Einrumpf-Schiff starr miteinander b5 gekuppelt sind. Genauer gesagt ist die Kupplung eine
solche, daß zwischen den benachbarten Bordwänden 6 beider Schwimmkörper 2 ein geringer Zwischenraum in
der Größenordnung von wenigen Zentimetern besteht.
um diese Bordwände an einer unmittelbaren Berührung miteinander zu hindern. Innerhalb einer jeden Bordwand
6 sind gemäß F i g. 3 Aussparungen 10 vorgesehen, die zur Aufnahme der Paßslücke 4 dienen.
Die Paßstücke 4 schaffen eine starre Verbindung der beiden Schwimmkörper 2 in sämtlichen Koordinaten,
wobei Zugkräfte in Querrichtung des Schiffs durch Zuganker aufgenommen werden. Durch die starre
Verbindung der beiden Schwimmkörper 2 bilden diese eine im wesentlichen durchgehende, für Ladezwecke !0
nutzbare Deckfläche, die beispielsweise Lkw-Satte'auflieger quer zur Schiffsachse aufzunehmen vermag. Nach
Entkuppelung können die beiden Schwimmkörper 2 ihre Fahrt als Einzelschiffe fortsetzen.
Fig. 3 zeigt eine praktische Verwirklichung der genannten Verbindung. Wie ersichtlich sind in die
beiden Bordwände 6 der zu kuppelnden Schwimmkörper 2 kastenförmige Gehäuse 72 eingeschweißt, die in
ihrem Inneren die Aussparungen 10 bilden. Die Form der Gehäuse 72 ist derjenigen der betreffenden
Paßstücke 4 angepaßt. Gehäuse 72 wie Paßstücke 4 sind aus aneinandergeschweißten Blechplatte!? gebildet und
weisen außen- bzw. innenseitig Verstärkungsrippen 74 bzw. 76 auf. Sodann ist jedes Paßstück 4 im Bereich der
Verstärkungsrippen von Wülsten 78 aus einem fließfähi- _,3
gen Material, wie z. B. einem legierten Stahl oder einem fließfähigen Kunststoff, umgeben, das die genaue
Paßform des Gehäuses 72 anzunehmen vermag und das allein an dem Gehäuse zur Anlage kommt. Stattdessen
können sich die Wülste 78 selbstverständlich auch auf J(,
der Innenseite des Gehäuses befinden, um an dem Paßstück 4 zur Anlage zu kommen. Zur zusätzlichen
Versteifung der Gehäuse und der daran anschließenden Wandabschnitte sind an den Wänden 6 vertikale wie
ggf. auch horizontale Verstärkungsrippen 80 vorgese- |-, hen.
Die Paßstücke 4, welche eine doppelprismenstumpf- oder doppelkegelstumpfförmige Form haben, sind in
ihrer Längsrichtung von einer flachen Zugstange 82 durchsetzt, deren nach außen hervortretende Enden 83
Ösen bilden. In diese Ösen sind Keile 84 eingetrieben.
die sich auf an den Stirnwanden 86 der Gehäuse 72
anliegenden Scheiben 88 abstützen. Die Zugstange 82 bildet mit den Keilen 84 einen Zuganker, womit die
beiden Schwimmkörper 2 zusammengehalten und das Paßstück 4 strammsitzend in die gegenüberliegenden
Aussparungen 10 hineingezogen wird.
Die Keile 84 sind über Schächte 90 zugänglich, die durch Luken 92 vom Deck 24 her zu erreichen sind. Die
Luken 92 sind durch Blechdeckel 94 abdeckbar. In die Schächte 90 führen Treppen 96 hinab.
Die Schächte 90. durch die auch die Gehäuse 72 kontrollierbar sind, werden im Normalfall oberhalb der
Wasserlinie liegen. Sofern dennoch über die Hindurchführung der Zugstange 82 durch die Stirnwände 86 der
Gehäuse Wasser in die Schächte gelangt, kann dieses durch die ggf. verschließbaren Lenzöffnungen 98
abfließen.
Es ist auch denkbar, ein oder mehrere Paßstücke 4 balkenartig über einen größeren Teil der Schiffslänge
durchlaufen zu lassen. Sodann können Paßstücke 4 auch fest mit dem einen der beiden zu kuppelnden
Schwimmkörper 2 verbunden sein und nur nach außen hin über dessen Bordwand hervortreten. Anderenfalls
können die Paßstücke 4 bei Einzelfahrt des betreffenden Schwimmkörpers entnommen und auf oder unter Deck
verstaut werden, um nicht als nach außen hervortretende Teile hinderlich zu sein.
Für den Fall, daß eine unterschiedliche Belastung oder ein Krängen der miteinander zu kuppelnden
Schwimmkörper die Kupplung unmöglich machen könnte, werden die Schwimmkörper flutbare Tanks
aufweisen, mit denen ihre Freibordhöhe und/oder Trimmlage einstellbar ist.
Auf die angegebene Weise können auch drei oder mehr Schwimmkörper Seite an Seite kurzgekuppelt
werden. Andererseits können sich die Kupplungsmittel zur Herstellung einer katamaran- bzw. trimaranartigen
Verbindung auch an brückenbildenden Auskragungen der Schwimmkörper befinden, die im Bedarfsfall
abnehmbar oder auf Deck umlegbar sein können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Kupplungsmittel zum starren, jedoch lösbaren Verbinden nebeneinanderliegender schiffartiger
Schwimmkörper zu einem Frachtschiff, bestehend aus sich zum Ende hin verjüngenden Paßstücken, die
Paßstücke passend aufnehmenden Aussparungen in einer Seitenwand zumindest eines der zu verbindenden
Schwimmkörper und Verankerungsmitteln in Gestalt von in die Paßstücke integrierten Zugankern,
dadurch gekennzeichnet, daß die Paßstücke (4) und Aussparungen (10) im Verhältnis
zueinander so bemessen sind, daß die betreffenden Seiteiiwände (6) der Schwimmkörper (2) einen
gegenseitigen Abstand von wenigen Zentimetern einnehmen, so daß die kraftübertragende Verbindung
zwischen den Schwimmkörpern allein über die Paßstücke hergestellt ist.
2. Kupplungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Paßstücke (4) und Aussparungen
(10) einen Querschnitt in Schiffslängsrichtung in Gestalt eines liegenden Rechtecks aufweisen.
3. Kupplungsmittel nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen den
Wänden von Paßstück (4) und Aussparung (10) mindestens ein wulstförmiger Vorsprung (78) aus
fließfähigem Material, wie z. B. einem legierten Stahl oder einem fließfähigen Kunststoff, befindet.
4. Kupplungsmittel nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuganker
(82-84) eine aus dem betreffenden Paßstück (4) stirnseitig hervortretende öse (83) aufweisen, in die
ein Keil (84) eingetrieben ist.
5. Kupplungsmittel nach einem der Ansprüche 1 -4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Aussparungen
(10) umschließenden Gehäuse (72) in von Deck her zugänglichen Schächten (90) liegen.
6. Kupplungsmittel nach einem der Ansprüche 1 —5, dadurch gekennzeichnet, daß sie zum Teil an
einer ggf. abnehmbaren oder umlegbaren Auskragung des betreffenden Schwimmkörpers angeordnet
sind.
Priority Applications (2)
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| DE3119765C2 true DE3119765C2 (de) | 1983-03-24 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19813119765 Expired DE3119765C2 (de) | 1981-05-18 | 1981-05-18 | Kupplungsmittel zum Verbinden nebeneinanderliegender Schwimmkörper zu einem Frachtschiff |
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1981
- 1981-05-18 DE DE19813119765 patent/DE3119765C2/de not_active Expired
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