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Beschreibung
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Die Erfindung bezieht sich au.f eine Verteilervorrichtung für eine
Fußbodenheizung, bestehend aus'einem Sammlerrohr.und minde,stens einem daran quer
angesetzten Ventil mit einem Anschlußstutzen zum Anschluß eines Bußbodenheizungsrohres.
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Bekannte Verteilervorric'htungen (offenkundige Vorbenutzung) weisen,
mit einem Sammlerrohr fest verbundene Ventilgehäuse auf, die aile in einer Richtung-ausgerichtet
sind,-so daß samtliche Heizungsrohre von einem Sammler beispielsweise nur nach unten
abgeführt-werden können. Am Vorlauf- und Rücklaufsammler sind im allgemeinen unterschiedliche
Ventile- vorgesehen, weil sie unterschiedliche Aufgaben und Strömungarichtung haben.
Dabei sind die Sammler nur an einem Ende an die Zu- beziehungsweise Abführungsrohre
anschließbar, was zu Schwierigkeiten bei der Verleg.ung führen kann.
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Schließlich ist bei den bekannten Vorrichtungew zu bemängeln-, daß
bei Verwendung von Zonenventilen ihre Bautiefe zu groß ist, so daß sie beispielsw'eise
micht in 11,5- cm dicken Wänden untergebracht werden können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verteilervorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die grössere Freiheiten in der Montage bei
geringer Bautiefe gestattet und aus wenigen und.daher kostengünstigen Teilen einfach
zusammensetzbar
ist.
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I)ie erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß das Gehause d.es Ventils
mit dem Sammlerrohr lösbar verbunden ist mittels eines Gewindestutzens und einer
elastischen Dichtung, die eine axiale Dichtungstoleranzstrecke von mindestens der
Höhe eines Ganges des G-ewindes besitzt, und daß der Anschiußstutzen für das Fußbodenheizungsrohr
quer zur Richtung des Gewindestutzens angeordnet ist.
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Die Gewindeverbindung des Ventilgehäuses mit dem Sammlerrohr in Verbindung
mit der verhältnismäßig gr.oßen axialen Dichtungstoleranzstrecke erlaubt es, das
Ventil um die Achse der Gewindeverbindung in beliebiger Winkeirichtun(, also insbesondere
wahlweis'e mit nach unten oder nach oben gerichtetem Rohranschluß, anzuordnen, was
zum Beispiel dann von Bedeutung ist, wenn es sich nicht lohnt, für ein oberes Stockwerk
oder eine höhere Wohnebene desselben Stockwerks eine gesonderte Verteilervorridhtung
vorzusehen. Die permanente Drehbarkeit des Ventils gegenüber dem Sammlerrohr bedeutet
keinen Nachteil, weil das Ventil durch'das'rechtwinklig zur Sammler-Schraubverbindung
abgehende Bußbodenheizungsrohr in seiner. Winkellage fixiert wird.
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Die Verbindung zwischen dem.Ventil und dem Sammlerrohr wird zweckmäßigerweise
mittels einer an dem Sammlerrohr vorgesehenen Gewindebohrung mit einer als im wesentlichen
achsparallele Bohrung ausgeführten Dichtungsfiäche einerseits und einem an dem Ventilgehäuse
vorgesehenen Gewindestutzen mit Außengewinde und einer örtlich der Dichtungsflache
zugeordneten
Nut zur Aufnahme eines' 0-Ringes andererseits Vorgenommen. Diese Anordnung erlaubt
eine beträchtliche axiale Dichtungsstrecke, innerhalb welcher selbst bei mehrmaliger
Verdrehung des, Ventilgehäuses eine zuverlässige und dichte Verbindung zwischen
Sammler rohr und Ventil erzielt wird.
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Das Ventil ist nach der Erfindung mit einer Ventilbohrung versehen,
die im wesentlichen quer zur Richtung des das Ventil mit dem Sammlerrohr verbindenden
Gewindestutzens und im wesentlichen parallel zu dem.das Ventil mit dem Heizungsrohr
verbindenden Anschlußschlußstutzen verläuft. Dadurch wird nämlich eine sehr geringe
Bautiefe erreicht.
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Zweckmäßigerweise ist am Ventilgehäuse-an der dem Gewindestutzen abgelegenen
Seite, also im allgemeinen nach vorne zu, eine Uhermomete-ranschlußeinrichtung vo.rgesehen.
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Nach der Erfindung können die Gehäuse für Vor- und Rücklaufventile
gleich-sein, wobei das Vorlaufventil mit einemmittels Handspindel, mechanischen
Antriebs oder elektrischen Zonenventil entgegen dem Pumpendruck auf einen Ventilsitz
preßbaren Ventilteller ausgerüstet ist, während das ,Rücklaufventil -einen mit dem
Ventilsitz in umgekehrter Strömungsrichtung zusanimenwirkenden Voreinstellbolzen
aufweist. Während das Vorlaufventil mit-Ventilteller unter Umständen@negativ auf
eine Umkehrung der Strömungsrichtung reagieren würde, läßt sich diese beim Rücklaufventil
verantworten, weil der Voreinstell,bolzen ohne einen irgendwie beweglichen Ventilteller
ausgeführt werden kann.
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Zweckmäßigerweise sind die Abmessungen und Abstände der Ventilgehäuse
an Sammlerrohr so gewthlt, daß ein Ventj]-gehäuse zwischen zwei montierten Ventilgehäusen
gedreht werden kann. So ist die Ersetzung eines fehlerhaften Ventils oder die minderung
der Anschlußrichtung eines Ventils ohne weiteres auch dann noch möglich, wenn die
benachbarten Ventile bereits (oder noch) montiert sind.
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Ferner ist es vorteilhaft, wenn die an den beiden Enden des Sammlerrohrs
vorgesehenen Verbindungsorgane zusammenpassend, einander ergänzend ausgebildet sind.
Dieses Merkmal erlaubt es- nämlich, relativ k.urze Sammlerelemente, die beispielsweise
mit einem, zwei oder drei Ventilanschlüssen versehen sind, zu größeren Sammlereinheiten
zusammenzusetzen. Dabei ist es nicht notwendig, daß für wahlweisen Links- beziehungsweise
Rechts anschluß des Sammlerrohrs an Zu- und Abführungsleitungen beide Verbindungsorgane
mit solchen Leitungen verbindbar sein müssen. Es genügt vielmehr, eine Verbindungsmöglichkeit'
mit diesen Leitungen nur an einem der beiden Sammlerenden vorzusehen, da ja der
Sammler dank der Verdrehbarkeit der Ventile richtungsneutra.l ist.
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Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert, die vorteilhafte Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Es zeigen: Fig.
1 und 2 die Prontansichten von zwei verschiedenen Anordnungen von Verteilervorrichtungen,
Fig.
3 eine Schnittansicht eines Paars von Verteilervorrichtungen in etwa natürlichem
Maßstab, Fig. 4 und 5 eine Seiten-und Schnittansicht einer ersten Ausführungsform
eines Sammlerrohres, Fig. 6 eine Wandbefestigungsplatte für Sammlerrohre, Fig. 7
und 8 eine zweite Ausführungsart eines Sammlerrohrs und Big..9 einen Nippel zur
Verbindung zweier Sammlerrohre der zweiten Ausführungsart gem. Fig. 7 und 8.
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Gemäß Fig.' 1 und 2 sind an der in der Zeichenebene liegenden Wand
je ein Vorlaufsammler 1 und ein Rücklaufsammler 2 horizontal befestigt, die mit
einem Zuführungsrohr 3 beziehuagsweise Abführungsrohr 4 am rechten beziehungsweise
linken Ende verbunden sind. -Das andere Ende ist durch einen Deckel 5,verschlossen.
Die beid-en Sammler sind aus je . zwei .Sammlerelementen zusammengesetzt. Bei 6
erkennt man die verbindende Überwurfmutter. In konstanten Abständen sind die Sammlerrohre
mit Verteilerventiien 7 bestückt, die' im'Falle der Fig. 1 alle gleich orientiert
sind mit nach unten abgehenden Heizungsrohren 8,- während sie gemäß Fig. 2 teilweise
umgekehrt mit nach oben abführenden Heizungsrohren angeordnet sind. Die Ventile-7
am Vorlaufsammler 1 sind als Vorlaufventile mit einem Handrad 9 oder einem Thermostat
zur Temperaturregulierung ausgerüstet, während die am Rücklaufsammler 2 vorgesehenen
Rücklaufventile lediglich zur Justierung des Druckverlustausgleichs und gegebenenfalls
zur Absperrung bei :Reparaturen im Heizkreis vorgesehen sind. Die Vorlauf-' und
Rücklaufsammier
sind im Längsrichtung um den halben Ventilabstand
gegeneinander versetzt, so daß die Heizrohre vom einen Samm-Ger zwischen den Ventilen
des anderen hindurchgeführt werden können. Bei 10 sind Entlüfter angedeutet.
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Genauer entn'immt man die Verhaltnisse der Fig. 3. Man erkennt darin
eine Wandbefestigungsplatte 11, die mit geeigneten Mitteln an der Wand 12 befestigt
ist und Bolzen.
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1'3 trägt, die zur Verbindung mit an den Sammlerrohren 1, 2,voTgesehenen
Laschen 14 bestimmt sind. Der in Fig. 6 wiedergegebenen Draufsicht auf die Wandbefestigungsplatte
11 entnimmt man, daß die Bolzen -13 in Horizontalrichtung gegeneinander versetzt,sind.
Dadurch ergibt sich die weiter oben erwähnte Versetzung der Vorlauf- und Rücklaufsammler
um den halben Ventilabstand selbsttätig und genau.
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Die Sammlerelemente weisen im gewünschten Ventilabstand Gewindestutzen
15 auf, deren Richtung lotrecht zur Ebene der Laschen 14 verläuft und die, (s. Big.
5) vor einem mit Innengewinde ausgerüsteten Abschnitt 16 einen zylindrischen Bohrungsteil
17 enthalten. Die Gehäuse 18 der Ventile 7 weisen einen dazu passenden Gewindestutzen
19 auf, der in einem vorderen Abschnitt 20 mit einem zum Innengewinde 16 passenden
Außengewinde versehen ist und dahinter bei 21 eine Nut mit einem 0-Ring zur Abdichtung
in dem zylindrischen Teil 17 aufweist. Der zylindrische Abschnitt 17 hat eine -axiale
Länge, die einem Mehrfachen der Gewindesteigung entspricht. Wenn das Ventilgehäuse
18 mit dem Gewindestutzen 19 in denSammlerstutzen 15
so weit eingeschraubt
ist, daß der O-Ring mit dem zylin-.
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drischen Bohrungsteil 17 zusammenwirkt, kann es in jeder gewünschten
Winkelstellung fixiert werden.
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Im Anschluß, an die Bohrung 22 des Gewindestutzens 19 enthält das
Ventilgehäuse 18 eine Ventilbohrung 23 mit Ventilsitz 24. Die Gewindebohrung 23
besitzt am Ende ein Gewinde 25 oder dergleichen zum Anschluß eines geeigneten, handelsüblichen
Ventilglieds mit Stopfbuchse 26, Ventilschaft 27 und Ventilteller 28. Gegen Federkraft
wird der Ventilschaft 27 mittels eines Handrads 29 oder eines Thermostatmotors verstellbar
nach unten, gegebenenfälls bis auf den Ventilteller 24, gedrückt.
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Die Ventilbohrung 23 verläuft im wesentlichen quer zur Bohrung 22
des Gewindestutzens 19. Parallel zur Ventilbohrung 23-schließt sich die Bohrung
30 an, die.zum Anschlußstutzen 3-1 zur Verbindung des Ventilgehäuses 18 mit dem
Heizungs,rohr 8 dient und zu diesem Zweck mit bekannten Befestigungs- und Dichtungsmitteln
ausgerüstet ist.
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Die Strömungsrichtung im Ventil wird durch die dicke, gestrichelte
Pfeillinie angedeutet. Man erkennt,.daß sie im Sinne des Abhebens des Ventiltellers
28 vom Ventilsitz 24 wirkt. Dies ist erforderlich zur Vermeidung von Vibråtionen
und um die Öffnungsfähigkeit des Ventils' auch bei starkem Pumpendruck sicherzustellen.,
Das unten in Fig. 3 gezeigte Rücklaufventil hat dasselbe
Ventilgehause
18 wie das Vorlaufventil, ist in derselben Weise mit dem Ueizungsrohr 8 und dem
Rücklaufsammler 2 verbunden und wird vom Strom des Ijcizmittels in umgekehrter Richtung
durchströmt. Als Verschlußglied ist in der Stopfbuchse 32 ein Wassermengeneinstellbolzen
33 dicht angeordnet, der mittels Gewinde in der höhe verstellbar ist und zur Einstellung
des Durchströmungsquerschnitts am Ventilsitz 24 zum Ausgleich unterschiedlichen'Druckverlusts
parallel geschalteter Heizkreise dient. Er kann am Ventilsitz auch vollständig abdichten,
beispielsweise für den Fall von Reparaturen am angeschlossenen heizkreis. Gegen
unvorsichtiges Verstellen des Wssermengeneinstellbolzens ist dieser durch'eine ap
34 geschützt.
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Das Ventilgehäuse 18 enthält frontseitig eine Bohrung 35 zum Einsetzen
eines Thermometers 36, das zur Einjustierung der Rücklauftemperatur dient.' Die
Sammlerrohre sind gemäß Fig. 4 aus Rohrelementen 37 zusammengesetzt, deren Anschlußenden
38 und 39 komplementär mit Innenkonus und Außengewinde beziehungsweise mit Außenkonus
(gegebenenfalls zur zusätzlichen Abdichtung mit 0-Ringen) und Überwurfmutter 6,
die durch einen Sprengring 40 festgehalten ist, ausgerüstet. Beliebige Sammlerrohrlängen
mit beliebiger Ventilzahl können durch Zusammen-, setzen der Elemente 37 erzeugt
werden.
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Links erkennt man in Fig. 4 den Verschlußdeckel 5. An das
rechte
Ende können die Zu- und Abführungsleitungen angeschlossen werden. Der Sammler gemäß
Fig. 4 und 5 sowie die Ventilgehc-.use werden zweckmäßigerweise als Preßmessingteile
hergestellt.
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Eine zweite Ausführungsart des Sammlers zeigen Fig. 7 und 8. Bei der
dargestellten Ausführung wird statt eines Preßmessingteils ein aus Sechskantmessing
gezogenes Teil 41 mit einer inneren Bohrung, die einseitig abgeflacht ist, verwendet.
Im Bereich der Abflachung sind Gewindebohrungen 42 zum Anschluß der Ventile vorgesehen,
die ebenso wie die Bohrungen der Anschlußstutzen 15 eine zylindrische Dichtfläche
17 und einen Gewindeabschnitt 16 enthalten.
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Beide Enden der Stücke 41 sind mit Innenrechtsgewinde 43 und einer
0-Ring-Dichtfläche,44 versehen'', das zum Anschluß an ein Leitungsrohr, zum Abschluß
mittels eines Deckels oder zur Verbindung mit einem weiteren'Sammlerabschnit't zum
Aufbau eines längeren Sammlerrohres dient, Zur Verbindung mehrerer Sammlerstücke
wird das in Fig. 9 dargesteilte Rohrnippel verwendet, das beidseiti'g-Gewinde und
O-Ring aufweist. Da dieses Nippel nicht.zur Festlegung der Winkellage der Sammlerstücke
ausreicht, wird für jedes der Stücke eine Halterung verwendet, die die gleiche Winkellage
gewährleistet. Diese umfaßt ein an der Wand 12 lotrecht befestigtes Halterungsblech
45, das für jeden Sammler einen seiner äußeren'Querschnittsform entsprechenden Ausschnitt
46 enthält. Es leuchtet ein, daß die von
der Halterung 45 gewährte
Drehsicherung nicht an einen Sechskantquerschnitt des Sammlers und der Ausnehmung
40 gebunden ist und daß vielmehr jede von der Kreisform abweichende, übereinstimmende
Querschnittsform dazu geeignet ist. In Längsrichtung wird der Sammler in der Halterung
45 gemäß Fig. 7 durch beiderseits der Halterung angeordnete Sprengringe 47 gesichert.
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L e e r s e i t e