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Briefeinwurf
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Briefeinwurf mit
einer in einem vorzugsweise rechteckigen Rahmen gelenkig angeordneten Einwurfklappe.
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Briefeinwürfe der vorerwähnten Art sind an sich bekannt.
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Bislang wird der Rahmen des Briefeinwurfes einstückig aus Metall hergestellt
und die Einwurfklappe, die ebenfalls aus Metall hergestellt ist, über ein Gelenk
oder ein Scharnier mit dem Rahmen verbunden.
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Dabei ist es auch schon bekannt, im Gelenkbereich Federn vorzusehen,
die dafür sorgen, daß die-Einwurfklappe in Schließrichtung belastet wird.
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Abgesehen davon, daß bei den Briefeinwürfen herkömmlicher Konstruktion
die Anbringung der Scharniere oder Gelenke für die Einwurfklappe mit einigem fertigungstechnischen
Aufwand verbunden ist, muß festgestellt werden, daß die bekannten Briefeinwürfe
im Hinblick auf die heute allgemein geforderte Wärmeisolierung äußerst nachteilig
sind.
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Bei den heute bekannten,. wärmeisolierenden Türkonstruktionen. stellen
die herkömmlichen Briefeinwürfe
immer noch eine Schwachstelle dar.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Briefeinwurf
der gattungsgemäßen Art so zu gestalten, daß bei vereinfachter und verbilligter
Herstellungsart eine gute Wärmeisolierung erzielt wird.
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Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung darin, daß der
Rahmen aus einem oberen und unteren Rahmenholm sowie aus zwei Endstücken besteht
wobei die Rahmenholme selbst aus Kunststoffprofilen mit aufgeschobenen, aus Metall
gefertigten Abdeckprofilen bestehen und die Einwurfklappe mit dem Kunststoffprofil
des oberen Rahmenholmes einstückig hergestellt ist.
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Mit diesen Maßnahmen wird einerseits eine erhebliche Kostensenkung
bei der Herstellung derartiger Briefeinwürfe erzielt und andererseits eine gute
Wärmedammüng erreicht, da bekanntlich die Wärmedurchgangszahlen für Kunststoff erheblich
niedriger liegen als für Metall.
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Da der Rahmen aus Rahmenholmen sowie aus Endstücken besteht, können
praktisch beliebige Größen von Briefeinwürfen ohne nennenswerten Aufwand angefertigt
werden, womit eine weitgehende Anpassung an alle nur denkbaren Kundenwünsche ermöglicht
ist.
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Je nach Wunsch können die Abdeckprofile aus verschiedenen Metallen
hergestellt und/oder mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen versehen sein,
so daß eine enorm hohe Variationsbreite hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes
gegeben ist, wobei die Grundkonstruktion, nämlich die Kunststoffprofile der Rahmenholme
mit
an einem der erwähnten Kunststoffprofile angeformten Einwurfklappe nebst Endstücken
immer gleich ist. Auch in dieser Hinsicht ergibt sich eine Kostensenkung, da zur
Bereitstellung eines in gestalterischer Hinsicht vielfältigen Programmes von Briefeinwürfen
lediglich unterschiedlich gestaltete Abdeckprofile gefertigt werden müssen.
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Auch hinsichtlich der Endstücke, mittels derer die Rahmenholme miteinander
verbunden werden, besteht die Möglichkeit, verschiedene Formen einzusetzen. So können
beispielsweise im einfachsten Falle die Endstücke geradlinig begrenzt sein, so daß
sich ein praktisch rechteckiger Briefeinwurf ergibt, es ist aber auch denkbar, die
Endstücke halbkreisförmig zu gestalten, so daß sich eine etwa ovale Form des -Briefeinwurfes
ergibt. Es ist einleuchtend, daß bezüglich der Endstücke weitere, formgestalterische
Möglichkeiten vorhanden sind.
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Weitere Merkmale des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht
eines Briefeinwurfes mit einem noch nicht montierten Endstück Fig. 2 einen Schnitt
nach der Linie II-II in Fig. 1
Fig. 3 einen Schnitt durch ein Kunststoffprofil
eines oberen Rahmenholmes des Briefeinwurfes mit angeformter Einwurfklappe Fig.
4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1 Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des
Pfeiles V in Fig. 1 Fig. 6 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VI in Fig. 5 Fig.
7 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VII in Fig. 1 Fig. 8 eine Ansicht in Richtung
des Pfeiles VIII in Fig. 7 Fig. 9 einen Vertikalschnitt durch einen Briefeinwurf
mit Durchwurfschacht Fig.10 einen Vertikalschnitt durch zwei Schachtteile eines
Briefeinwurfes mit Verbindungmitteln nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der
Erfindung Fig. leine Teilansicht in Richtung des Pfeiles XI in Fig. 10 Fig.12 eine
Draufsicht auf einen Innenschacht mit Durchwurfkläppe, teilweise im Schnitt und
ohne Durchwurfklappe dargestellt Fig.13 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XIII
in Fig. 12 Fig.14 einen Schnitt nach der Linie XIV-XIV in Fig. 12
Fig.
15 einen Schnitt nach der Linie XV-XV in Fig. 12 Fig. 16 eine Draufsicht auf einen
Außenschacht, teilweise im Schnitt dargestellt Fig. 17 eine Teilansicht in Richtung
des Pfeiles XVII in Fig. 16 Fig. 18 einen Schnitt n-ach der Linie XVIII-XVIII in
Fig. 16 Fig. 19 einen Horizontalschnitt durch einen Durchwurfschacht im Bereich
einer Stirnseite Fig. 20 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XX in Fig. 19 Der
in den Fig. 1 und 2 dargestellte Briefeinwurf besteht im wesentlichen aus einem
Rahmen, bestehend aus einem oberen und einem unteren Rahmenholm 1 und 2 sowie zwei
Endstücken sowie einer Einwurfklappe 4.
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Wie insbesondere Fig. 2 sehr deutlich zeigt, ist sowohl der obere
wie auch der untere Rahmenholm 1 bzw. 2 aus einem Kunststoffprofil 5 bzw.
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6 und einem darauf aufgeschobenen, aus Metall gefertigten Abdeckprofil
7 gefertigt.
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Mit dem Kunststoffprofil 5 des oberen Rahmenprofiles 1 ist die Einwurfklappe
4, die ebenfalls aus Kunststoff hergestellt ist, einstückig verbunden, und zwar
durch einen aus Kunststoff bestehenden
Gelenkstreifen 8, der,
was aus Fig. 3 besonders deutlich hervorgeht, entgegen der Einwurfrichtung vorgespannt
ist.
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An der freien Längskante der Einwurfklappe 4 ist eine Dicht lippe
9 einstückig angeformt. Dieser Dichtlippe 9 liegt im montierten Zustand eine Dichtleiste
10 gegenüber, die einstückig an die Oberkante des Kunststoffprofiles 6 des unteren
Rahmenholmes 2 angeformt ist. Die Dicht leiste 10 bildet gleichzeitig eine Anschlagleiste
für die Dichtlippe 9 der Einwurfklappe 4, d.h., die Einwurfklappe 4 wird durch den
gegen die Einwurfrichtung vorgespannten Gelenkstreifen 8 in die in Fig. 2 gezeigte
Lage gedrückt, wobei die Dicht lippe 9 an der Dichtleiste 10 anliegt.
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An die jeweils äußeren Längskanten der Kunststoffprofile 5 und 6 sind
einstückig Randdichtungen 11 angeformt.
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Die Einwurfklappe 4 ist auf ihrer Vorderseite mittels einer aufgeschobenen,
aus Metall geEertigten Blende 12 verkleidet.
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Die Kunststoffprofile 5 und 6 weisen einen annähernd C-förmigen Querschnitt
auf, wobei an der Rückseite des Mittelsteges im Bereich der inneren Längskante ein
nach rückwärts vorstehender Steg 13 mit einem sich in Richtung zur äußeren Längskante
hin erstreckenden Vorsprung 14 angeformt ist. Die Seitenstege 15 der C-förmig profilierten
Kunststoffprofile 5 und6 sind spiegelbildlich
zueinander V-förmig
abgeknickt. Uber diese abgeknickten Seitenstege 15 sind die Abdeckprofile 7 aufgeschoben,
die im Bereich ihrer freien Längskanten mit einem nach innen gerichteten Ankersteg
16 versehen sind. Die Ankerstege 16 hintergreifen die Seitenstege 15, so daß lediglich
eine axiale Verschiebung der Abdeckprofile 7 gegenüber den Kunststoffprofilen 5
und 6 möglidh ist.
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Durch die Kunststoffprofile 5 und 6 einerseits und die Abdeckprofile
7 andererseits erhalten die Rahmenprofile 1 und 2 den Charakter eines Rohrprofiles
mit einer Hohlkammer 17.
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Wie Fig. 1 sehr deutlich zeigt, sind die Endstücke 3, die als Kunststoffformteile
ausgebildet sind, mit Stollen 18 versehen, die formschlüssig in die Hohlkammern
17 der Rahmenprofile 1 und 2 eingreifen. Das Mittelteil 19 der Endstücke 3 entspricht
in seinem Querschnitt exakt dem Querschnitt der Rahmenprofile 1 und 2 mit Ausnahme
der Stege 13. Die Stollen 18, die in die Hohlkammern 17 der Rahmenprofile 1 eingreifen,
können in den Hohlkammern 17 durch Verklebung festgelegt werden, es ist aber auch
denkbar, von der Rückseite der Rahmenprofile 1 ausgehend, also von den Kunststoffprofilen
5 und 6, Befestigungsschrauben in die Stollen 18 einzuschrauben. Nach der Festlegung
der Endstücke-3 an den Rahmenprofilen 1 und 2 ist ein geschlossener und stabiler
Rahmen gebildet,
in dem die Einwurfklappe 4 gelenkig angeordnet
ist.
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Die Einwurfklappe 4 weist auf ihrer Vorderseite jeweils im Längskantenbereich
nach außen vorstehende und in Richtung der Langskanten geneigte Rippen (20) auf,
die von randseitig an der Blende 12 angeformten Wulststegen 21 hintergriffen werden.
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Von der Einwurfklappe 4 und der Blende 12 wird somit auch ein rohrartiges
Profil gebildet, in dessen Innenraum 22 jeweils von der Stirnseite her gesehen Verschlußstücke
23 eingeschoben sind.
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Die Verschlußstücke 23 sind als einstückige Kunststoffformteile ausgebildet
und bestehen aus einem der Querschnittsform des Innenraumes 22 entsprechenden Einsteckzapfen
24 und einem der äußeren Querschnittsform von Einwurfklappe 4 und Blende 12 entsprechenden
Abdeckflansch 25.
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Wie aus Fig. 6 besonders deutlich hervorgeht, ist an jedem Einsteckzapfen
24 der Verschlußstücke 23 eine Rastnase 26 angeoformt, die in eine entsprechende
Rastaussparung 27 der Einwurfklappe 4 einschnäppt. Dadurch sind die Verschbßstücke
23 ohne zusätzliche Hilfsmittel gesichert.
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Die Abdeckflansche 25 der Verschlußstücke 23 stehen stirnseitig über
die Einwurfklappe 4 und deren Blende hinaus vor und liegen im Bereich von Aussparungen
28 der Endstücke 3.
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In Fig. 9 ist ein Briefeinwurf mit einem Durchwurfschacht dargestellt,
der in an sich bekannter Weise aus einem Aussenschacht 29 und einem Innenschacht
30 besteht. Der Innenschacht 30 kann gegenüber dem Aussenschacht 29 teleskopartig
verschoben werden, womit eine Anpassung des gesamten Durchwurfschachtes an verschiedene
Tür- oder Mauerdicken ermöglicht ist.
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Der Aussenschacht 29 besteht im wesentlichen aus einer oberen und
einer unteren Wand 31 und 32 sowie aus zwei Stirnwänden 33, die mit den Wandungsteilen
31 und 32 fest verbunden sind, beispielsweise durch Verklebung.
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Die obere und die untere Wand 31 und 32 sind an ihren Innenseiten
mit Nuten 34 versehen, in welche die Vorsprünge 14 der Stege 13 eingreifen, die
an den Kunststoffprofilen 5 und 6 angeformt sind. Somit wird der Aussenschacht 29
auf einfachste Art und Weise am Briefeinwurf befestigt.
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Die Stirnwände 33 des Aussenschachtes 29 übergreifen eine rückseitig
über die Endstücke 3 hinaus vorstehende Lasche 35, so daß sich eine allseitig gute
Führung und Stabilisierung für den Aussenschacht 29 im Befestigungbereich ergibt.
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Der Innenschacht 30 besteht aus Wandungsprofilen 36 und Kopfteilen
37, wobei-die Wandungsprofile6einen etwa L-förmigen Querschnitt aufweisen.
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Die Wandungsprofile 36 sind ebenso wie die Wände 31 und 32 des Aussenschachtes
29 aus Kunststoffprofilen hergeste!llt.
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Auch die Stirnwände 33 und die Kopfteile 37 sind aus Kunststoff gefertigt.
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Die Kopfteile 37 sind mit den Wandungsprofilen 36 durch Verkleben
oder Verschweißen fest verbunden.
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Die Kopfteile 37 sind mit einem Winkelsteg 38 versehen, der über die
Ebene hinaus vorsteht, die durch die kürzeren Grundstege der Wandungsprofile 36
begrenzt ist.
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Am Innenschacht 30 ist eine Durchwurfklappe 39 befestigt, die aus
einem Befestigungsflansch 40 und einem Klappenteil 41 besteht, wobei das Klappenteil
41 am Befestigungsflansch 40 durch einen Gelenkstreifen 42 angeschlossen ist. Der
Gelenkstreifen 42 ist in der Weise vorgespannt, daß das Klappenteil 41 in Schließstellung
an den Innenschacht 30 angedrückt ist.
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An seiner Aussenseite ist das Klappenteil 41 durch ein eingeschobenes
Metallschild 43 verkleidet.
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Das Klappenteil 41 ist im Bereich der dem Gelenkstreifen 42 abgewandten
Längskante mit einem nach aussen vorstehenden Griffsteg 44 ausgestattet, der es
gestattet, die Durchwurfklappe 39 bei Bedarf auch von Hand zu öffnen.
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Die Befestigung der Durchwurfklappe 39 am Innenschacht 30 erfolgt
durch Verklebung oder Verschweißung des Befestigungsflansches 40 am Innenschacht
30.
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In Fig. 9 ist eine Möglichkeit gezeigt, die sich für die Befestigung
eines Briefeinwurfes mit Durchwurfschacht ergibt.
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Am Innenschacht 30 sind mehrere Anschraubklötze 45 befestigt, durch
die Befestigungsschrauben 46 hindurchgeführt sind.
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Diese Befestigungsschrauben 46 sind mit ihrem Gewindeteil in die Stollen
18 der Endstücke 3 eingeschraubt.
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Die Fig. 10 und 11 zeigen eine weitere Möglichkeit, einen Briefeinwurf
mit Durchwurfschacht zu montieren. Nach diesem Ausführungsbeispiel sind die Wände
31 und 32 des Aussenschachtes 29 mit aussenliegenden Verzahnungen 48 -versehen,
in denen sich am Innenschacht 30 beSstifgte Klammern 47 verhaken können.
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Uber die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele hinausgehend
ist es auch möglich, in der Dichtlippe 9 und in der Dichtleiste 10 je einen Magnetstreifen
oder dergleichen einzubetten, um dadurch eine verstärkte Zuhaltung der Einwurfklappe
4 zu erreichen.
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Bezugszeichen 1 Rahmenholm 2 Rahmenholm 3 Endstück 4 Einwurfklappe
5 Kunststoffprofil 6 Kunststoffprofil 7 Abdeckprofil 8 Gelenkstreifen 9 Dicht lippe
10 Dichtleiste 11 Randdichtung 12 Blende 13 Steg 14 Vorsprung 15 SXeitensteg 16
Ankersteg 17 Hohlkammer 18 St-ollen 19 Mittelteil 20 Rippe 21 -Wulststeg 22 Innenraum
23 Verschlußstück 24 Einsteckzapfen 25 Abdeckflansch 26 Rastnase 27 Rastaussparung
28 Aussparung 29 Aussenschacht 30 Innenschacht 31 Wand 32 -Wand
Bezugszeichen
(Forts. v. Seite 17) 33 Stirnwand 34 Nut 35 Lasche 36 Wandungsprofil 37 Kopfteil
38 Winkelsteg 39 Durchwurfklappe 40 Befestigungsflansch 41 Klappenteil 42 Gelenkstreifen
43 Metallschild 44 Griff steg 45 Anschraubklötze 46 Befestigungsschraube 47 Klammer
48 Verzahnung