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DE3118192A1 - Verfahren zum deinken von altpapier - Google Patents

Verfahren zum deinken von altpapier

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Publication number
DE3118192A1
DE3118192A1 DE19813118192 DE3118192A DE3118192A1 DE 3118192 A1 DE3118192 A1 DE 3118192A1 DE 19813118192 DE19813118192 DE 19813118192 DE 3118192 A DE3118192 A DE 3118192A DE 3118192 A1 DE3118192 A1 DE 3118192A1
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DE
Germany
Prior art keywords
waste paper
paper
bleaching
flotation
whiteness
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19813118192
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dipl.-Ing. 6710 Frankenthal Auhorn
Jaroslav Dipl.-Ing. 6700 Ludwigshafen Melzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19813118192 priority Critical patent/DE3118192A1/de
Publication of DE3118192A1 publication Critical patent/DE3118192A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C5/00Other processes for obtaining cellulose, e.g. cooking cotton linters ; Processes characterised by the choice of cellulose-containing starting materials
    • D21C5/02Working-up waste paper
    • D21C5/025De-inking
    • D21C5/027Chemicals therefor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/64Paper recycling

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Deinken von Altpapier
  • Gemäß einem bekannten Verfahren wird holzhaltiges Altpapier dadurch deinkt, daß man das Altpapier in einem Pulper in Wasser unter Einwirkung von Natronlauge, Wasserglas, Wasserstoffperoxid, einem Flotationsmittel (Sammler) und einem Netzmittel bei einer Temperatur von etwa 60 0C zerfasert. Die Stoffdichte beträgt etwa 4 %. Nach einer Einwirkungszeit der Chemikalien auf das zerfaserte Altpapier, wird die Tulpe auf einen Feststoffgehalt von etwa 0,8 % verdünnt und flotiert. Dabei werden die aus dem Papier abgelösten Druckfarben bzw. deren Zersetzungsprodukte aus dem System entfernt. Je nach gewünschtem Weißegrad des Papiers schließt sich an die Flotationsstufe eine übliche Bleiche des Faserstoffs an. Unter üblicher Bleiche wird sowohl die Peroxidbleiche als auch die Reduktionsbleiche mit Natriumdithionit bzw. Natriumhydrogensulfit oder Natriumsulfit im schwachsauren pH-Bereich verstanden.
  • Der optimale pH-Wert für die Reduktionsbleiche liegt bei etwa 6.
  • Bei einem anderen bekannten Verfahren zum Deinken von Altpapier, wird das Altpapier zunächst in Wasser in Abwesenheit von Chemikalien zerfasert, dann auf einen Feststoffgehalt von etwa 20 Gew.-,0 eingedickt, mit Chemikalien (Natronlauge, Wasserglas, Netzmittel und Flotationsmittel) behandelt, die Chemikalien einwirken läßt, mit Wasser verdünnt, flotiert und erforderlichenfalls nachgebleicht.
  • Die Verwendung von Wasserglas bei dem bekannten Verfahren zum Deinken ist jedoch mit einem großen Nachteil für die weitere Verarbeitung der entfärbten Papierfasern verbunden, weil Wasserglas festan den Papierfasern haftet und als sogenannter Störstoff die Wirksamkeit der meisten Papierhilfsmittel, wie Retentionsmittel und Leimungsmittel, beträchtlich herabsetzt. Wasserglas hat außerdem L einen negativen Einfluß auf die Reduktionsbleiche mit Natriumdithionit, weil es die dabei erreichbare Aufhellung des Papierstoffs reduziert.
  • Die Bleiche des Papierstoffs mit Wasserstoffperoxid verläuft bei beiden Verfahren nicht unter optimalen Bedingungen, weil die Bestandteile der Druckfarben bzw. die Zersetzungsprodukte der Druckfarben Wasserstoffperoxid zuminaest teilweise zersetzen. Daher ist in der Regel eine nachträgliche Bleiche unumgänglich. Die Einwirkung von Alkali und Wasserstoffperoxid bedingt eine Verschlechterung der Festigkeit der Cellulosefasern. Arbeitet man beim Deinken in Abwesenheit von Wasserstoffperoxid, so vergilben die Cellulosefasern sehr stark.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Deinken von Altpapier durch Zerfasern des Altpapiers in Gegenwart von Chemikalien, Verweilen der Mischung in der Bütte, Flotation und gegebenenfalls übliches Bleichen des Faserstoffs zur Verfügung zu stellen, bei dem die Cellulosefasern nicht oder oder nur geringfügig vergilben und nach Möglichkeit ihre Festigkeit behalten. Außerdem sollen die deinkten Fasern möglichst wenig Störstoffe für den nachfolgenden Papierherstellungsprozeß enthalten.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man das Zerfasern in Abwesenheit von Wasserglas durchführt und vor Beendigung des Zerfaserns oder danach 0,1 bis 2,0 Gew.-% eines Reduktionsbleichmittel, bezogen auf das Trockengewicht des Altpapiers, bei einem pH-Wert von 8,5 bis 12, zusetzt.
  • Daß die Vergilbung der Cellulosefasern durch den Zusatz eines Reduktionsbleichmittels wie Natriumdithionit bei pH-Werten von 8,5 bis 12 kaum eintritt bzw. überhaupt verhindert wird ist als überraschend anzusehen, weil für die Reduktionsbleiche von Holzschliff unter Verwendung von Natriumdithionit ein pH-Wert von 6 möglichst einzuhalten ist und in der Literatur außerdem beschrieben ist, daß bei pH-Werten oberhalb 7 Vergilbungsgefahr besteht, vgl.
  • österreichische Papiermacher-Zeitung, 67, Heft 2, Seiten 13 - 19 (1961).
  • Das Altpapier, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren deinkt wird, kann holzfrei oder vorzugsweise holzhaltig sein, z.B. Illustrierten- und Zeitungspapier und gemischtes Altpapier. Um das Altpapier zu deinken und einen Faserstoff für die Herstellung von Papier zu erhalten, wird das Altpapier zunächst in Gegenwart von Wasser zerfasert. Dieser Verfahrensschritt geschieht hauptsächlich in einem Pulper, kann jedoch auch in anderen Zerfaserungsvorrichtungen ausgeführt werden. Man verwendet eine solche Menge an Wasser, daß man eine Papierstoffkonzentration von 1 bis 8, vorzugsweise 3 bis 5 Gew.-%, erhält. Die Temperatur des Wassers beim Zerfasern, liegt in dem Bereich von 40 bis 90°C. Im Gegensatz zu bekannten De-Inking-Verfahren wird das erfindungsgemäße Verfahren in Abwesenheit von Wasserglas durchgeführt. Um die Druckfarbe vom Altpapier bzw. vom zerfaserten Altpapier zu entfernen, ist es notwendig, Alkali und Netzmittel auf die Fasern aus Altpapier einwirken zu lassen. Diese Maßnahme wird bereits beim Zerfasern des Altpapiers ergriffen. In den Pulper werden bereits Alkalien, Netzmittel und Flotationsmittel eingetragen. Geeignete Alkalien sind Natronlauge, Soda, Kalilauge und Pottasche. Als Netzmittel kommen kationische, anionische und nichtionische in Wasser lösliche Verbindungen in Betracht. Geeignete Netzmittel sind beispielsweise Ethoxylierungsprodukte von C12 bis Cl8-carbonsäuren, C12- bis C18-Alkoholen, und Ethoxylierungsprodukte von gezebenenfalls alkylsubstituierten Phenolen. Kationi- tische Netzmittel leiten sich beispielsweise von oxalkylierten 012 bis C22-Aminen ab. Anionische Netzmittel sind beispielsweise die Schwefelsäurehalbester von C12- bis C22-Alkanen. Man kann ebenso auch .Mischungen von katlonischen und nichtionischen oder nichtionischen und anionischen Netzmitteln verwenden. Bezogen auf ein Kilo Altpapier setzt man 0,1 bis 3 g eines Netzmittels oder einer Netzmittelmischung ein.
  • Die Konzentration an Alkali beträgt 3 bis 30 g pro/kg Altpapier, der pH-Wert des Wasser im Pulper liegt in dem Bereich von 8,5 bis 12.
  • Um ein gutes Durchmischen zu gewährleisten, wird bereits im Pulper ein Flotationsmittel zugesetzt, das auch als Sammler bezeichnet wird. Als Flotationsmittel bzw. Sammler verwendet man in der Praxis hauptsachlich Ölsäure, C12- bis C22-Carbonsäuren, oder Schmierseife, vorzugsweise Mischungen von Carbonsäuren, die flüssig sind. Die Menge an Flotationsmittel beträgt 1 bis 30 g/kg Altpapier.
  • Die mittlere Verweilzeit des Altpapiers im Pulper bzw.
  • in der Zerfaserungsvorrichtung liegt bei ca. 10 bis etwa 60 Minuten. Erfindungsgemäß wird zu der Mischung aus dem zerfaserten Altpapier und den Chemiekalien bei einem pH-Wert von 8,5 bis 12, vorzugsweise 9,5 bis 11, 0,1 bis 2,0, vorzugsweise 0,2 bis 1 Gew.-%, eines Reduktionsbleichmittels, bezogen auf das Trockengewicht des Papiers, zugesetzt. Als Reduktionsmittel verwendet man die Alkali- oder Zinksalze von Dithioniten, vorzugsweise Natriumdithionit, und Sulfiten, wie Natriumsulfit, oder Mischungen aus Natriumsulfit und Natronlauge sowie Mischungen aus Natriumdithionit und Natriumsulfit. Der Zusatz des Reduktionsbleichmittels erfolgt in aller Regel kurz vor der Beendigung des Zerfaserns des Altpapiers, so daß das zugesetzte Reduktionsbleichmittel gleichmäßig in der Mischung verteilt wird. Es ist jedoch auch möglich, das Reduktionsbleichmittel erst nach Beendigung des Zerfaserns der Mischung zuzusetzen, jedoch muß dann durch Rühren oder einer mechanischen Umwälzung dafür gesorgt werden, daß sich das Reduktionsbleichmittel gleichmäßig in der Faserstoffsuspension verteilt.
  • Die Mischung wird dann in eine Bütte überführt, in der die Chemikalien auf die Druckfarben sowie auf die Fasern einwirken. Die Temperatur der Suspension wird in dem Bereich von 40 bis 900C gehalten. Die Verweilzeit der Mischung in der sogenannten Quellbütte beträgt bis zu 3, vorzugsweise bis zu 2 Stunden. Danach erfolgt die Flotation, bei der die Druckfarben bzw. deren Zersetzungsprodukte entfernt werden.
  • Hierzu verdünnt man den Inhalt der Bütte auf eine Feststoffkonzentration von 0,5 bis 1,2, vorzugsweise 0,7 bis 0,9 Gew.-%. Dann leitet man in einer Flotationsanlage von unten durch die Stoffsuspension Luft und entfernt an der Oberfläche die Druckfarben bzw. deren Zersetzungsprodukte.
  • Nach diesem Verfahrensschritt erhält man Altpapierfasern, die entweder allein oder in Mischung mit frischen Faserstoffen zu Papier verarbeitet werden können. Für manche Verwendungen ist ein solcher Weißgrad der gewonnenen- Altpapierfasern bereits ausreichend. Eine Verbesserung der Weiße der Altpapierfasern kann jedoch erreicht werden, wenn sich an die oben geschilderten Verfahrensschritte eine übliche Bleiche anschließt. Für die übliche Bleiche wird der Stoff in der Regel eingedickt. Als übliche Bleiche schließt sich vorzugsweise die Bleiche mit Natriumdithionit an. Der optimale pH-Wert bei der Dithionit-Bleiche beträgt etwa 6, die Temperatur 600C. Die Stoffkonzentration liegt in der Regel bei etwa 4 Gew.-%. Die Nachbleiche mit Natriumdithionit wird ebenfalls in Abwesenheit von Wasserglas durchgeführt. Die Nachbleiche ergibt eine Steigerung des Weißegrades von ca. 4 bis 12 Einheiten. Die Nachbleiche mit L J Natriumdithionit ist deshalb bevorzugt gegenüber der Wasserstoffperoxid-Bleiche, weil vor allem bei holzhaltigen Papieren im schwachsauren pH-Bereich nur sehr wenige Bestandteile aus dem Holz herausgelöst werden, so daß die Abwasserbelastung nicht so groß ist wie bei der Peroxid--Bleiche. Ein weiterer Vorteil der Nachbleiche mit Natriumdithionit besteht darin, daß die Festigkeit der Fasern im Gegensatz zur Peroxid-Bleiche nicht beeinflußt wird.
  • In den Fällen jedoch, in denen auf die oben angegebenen Vorteile verzichtet werden kann, ist es jedoch auch möglich, als übliche Bleiche eine Peroxid-Bleiche anzuschließen.
  • Hierfür wird in bekannter Weise der Papierstoff auf eine Konzentration von etwa 20 Gew.-% gebracht. Für die Peroxid--Bleiche ist es jedoch unerläßlich, Wasserglas zur Stabilisierung des Wasserstoffperoxids und zum Abfangen von Schwermetallionen zu verwenden und in Gegenwart von Alkali zu arbeiten.
  • Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile, die Angaben in % beziehen sich auf das Gewicht der Stoffe. Die Papierweiße wurde mit einem Elrepho---Fotometer, der Fa. Zeiss unter einer Schwerpunktswellenlänge von 457 nm (Filter 8) nach DIN 53 145 als Remissionsgrad gemessen. Die Reißfestigkeit der Fasern wurde nach DIN 53 112 ermittelt.
  • Beispiel 1 In einem Laborpulper wurden in 3 Liter Wasser 150 g trockenes Altpapier (50 % Zeitungen, 50 % Illustrierte) innerhalb von 20 Minuten bei einer Temperatur von 500C unter Zusatz folgender Chemikalien, jeweils bezogen auf Altpapier, zerfasert: 1,0 % Natronlauge 0,5 % des Natriumsalzes der Diethylentriaminopentaessigsäure 0,1 % des Anlagerungsproduktes von 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Nonylphenyl und 1,0 % eines C16-/C18-Fettsäuregemisches.
  • Der pH-Wert der Mischung betrug 9,7. Nach einer Zerfaserungszeit von 19 Minuten wurde, bezogen auf eingesetztes Altpapier, 1,0 % Natriumdithionit zugegeben und das Zerfasern noch 1 Min. fortgesetzt. Die erhaltene Faserstoffsuspension wurde dann in ein 10 Liter fassendes Gefäß entleert und mit 2 Liter Wasser verdünnt, so daß eine Pulpe mit einer Stoffdichte von 2,75 ,0 resultierte. Nach einer Reifezeit von 60 Minuten wurde der Stoff mit Hilfe eines Laborentstippers 1 Minute bei 400 Upm behandelt, danach auf 0,8 % Stoffdichte verdünnt und 20 Minuten in einer handelsüblichen Laborflotationszelle (Voith) bei einem Luftdurchsatz von 1 Liter/Min flotiert. Die abgelösten Bestandteile wurden abgeschöpft. Der pH-Wert der Stoffsuspension wurde durch Zugabe von Schwefelsäure auf 7 eingestellt.
  • Der Ausgangsweißegrad des aufgeschlagenen Papiers zusammen mit den Druckfarbenbestandteilen betrug 41, nach der erfindungsgemäßen Behandlung mit Natriumdithionit wurde eine Verbesserung des Weißegrads um 15 Punkte auf 56 erzielt. Die mittlere Reißlänge der Fasern betrug 3 400 m.
  • Um den Weißegrad der Altpapierfasern zu erhöhen, wurde eine Nachbleiche bei einer Stoffdichte von 4 %, einer Temperatur von 60 0C und einem pH-Wert von 6 innerhalb einer Stunde durchgeführt, wobei man, jeweils bezogen auf Altpapierfasern, 0,5 % des Natriumsalzes der Triethylentriaminopentaessigsäure und 1,2 % Natriumdithionit verwen- dete. Dadurch konnte eine Weißegradsteigerung um 6 Punkte, d.h. auf 62 erreicht werden.
  • Beispiel 2 In einem Laborpulper wurden 150 g trockenes Altpapier (50 % Zeitungen, 50 ,a Illustrierte) in 3 Liter Wasser bei einer Temperatur von 50 C innerhalb von 20 Minuten unter Zusatz folgender Chemikalien zerfasert (die angegebenen Mengen beziehen sich jeweils auf das Gewicht des trockenen Altpapiers): 1,0 % Natronlauge, 0,5 % des Natriumsalzes der Diethylentriaminopentaes sigsäure 0,1 % des Anlagerungsproduktes von 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Nonylphenol und 1,0 % eines C16-/C18-Fettsäuregemisches.
  • Der pH-Wert der Stoffsuspension betrug 9,7. Das Zerfasern war nach 20 Minuten beendet. Der Ausgangsweißegrad des aufgeschlagenen Altpapiers zusammen mit der Druckfarbe betrug 41. Danach setzte man zu der Stoffmischung 1,5 % Natriumsulfit und sorgte für eine gute Verteilung des Natriumsulfits in der Stoffsuspension. Die Stoffsuspension wurde dann in ein 10 Liter fassendes Gefäß überführt, mit 2 Liter Wasser versetzt, so daß eine Stoffdichte von 2,75 % vorlag. Nach einer Reifezeit von 70 Minuten wurde der Stoff mit einem Laborentstipper 1 Minute bei 400 Upm behandelt, dann auf eine Stoffdichte von 0,8 % verdünnt und 20 Minuten in einer handelsüblichen Laborflotationszelle (Voith) bei einem Luftdurchsatz von 1 Liter/Min.
  • flotiert. Die abgelösten Bestandteile wurden abgeschöpft.
  • Der pH-Wert der Stoffsuspension wurde durch Zusatz von Schwefelsäure auf 7 eingestellt. Eine Bestimmung des Weißegrads ergab, daß bei dem Deinking-Prozeß eine Weiße- gradsteigerung von 14 Punkten auf 55 Punkte erreicht wurde.
  • Dieser Stoff wurde der im Beispiel 1 angegebenen Nachbleiche unterzogen, wobei ebenfalls eine Steigerung des Weißegrads um 6 Punkte erzielt wurde.
  • Vergleichsbeispiel 1 150 g trockenes Altpapier (50 % Zeitungen, 50 % Illustrierte) wurden in einem Laborpulper in 3 Liter Wasser bei einer Temperatur von 50°C innerhalb von 20 Minuten unter Zusatz folgender Chemikalien zerfasert (Angaben beziehen sich auf trockenes Altpapier): 1,0 % Natronlauge, 4,0 % Wasserglas, 0,5 % des Natriumsalzes der Diethylentriaminopentaessigsäure, 1,0 % Wasserstoffperoxid (berechnet 100 %ig), 0,1 % des Anlagerungsproduktes von 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Nonylphenyl und 1,0 ,0 eines cl6-/cl8-Fettsäuregemisches Der pH-Wert der Faserstoffsuspension betrug 9,9. Der Ausgangsweißegrad des aufgeschlagenen Papiers zusammen mit den Druckfarbenbestandteilen (vor dem Zusatz der Chemikalien) lag bei 41. Nach dem Zerfasern wurde die Pulpe in ein 10 Liter fassendes Gefäß überführt und mit 2 Liter Wasser auf eine Stoffdichte von 2,15 % verdünnt. Nach einer Reifezeit von 60 Minuten entstippt man den Stoff mit Hilfe eines Laborentstippers 1 Minute bei 400 Upm, verdünnte ihn auf eine Stoffdichte von 0,8 % und unterwarf ihn anschließend 20 Minuten in einer handelsüblichen Laborflotationszelle bei einem Luftdurchsatz von 1 Liter/Min. einer Flotation. Die abgelösten Bestandteile wurden abgeschöpft. Der Stoff durch Zugabe von Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 7 eingestellt. Eine Bestimmung des Weißegrads ergab eine Verbesserung um 15 Punkte auf einen Wert von 56 Punkten. Die mittlere Reißlänge der Fasern betrug 3 000 m.
  • Führt man mit diesem Stoff die in Beispiel 1 beschriebene Nachbleiche durch, so erhält man eine Steigerung des Weißgrads um 4 Punkte auf einen Wert von etwa 60.
  • Vergleichsbeispiel 2 Das Vergleichsbeispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß man dem Laborpulper eine Mischung folgender Chemikalien zusetzte: 1,0 M Natronlauge, 0,5 % des Natriumsalzes der Diethylentriaminopentaessigsäure, 1,0 % Wasserstoffperoxid (berechnet 100 %ig) 0,1 f des Anlagerungsproduktes von 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Nonylphenol und 1,0 6 eines C16-/C18-Fettsäuregemisches.
  • Der pH-Wert der Stoffsuspension betrug 10,1. Da in diesem Falle in Abwesenheit von Wasserglas gearbeitet wurde, betrug die Steigerung des Weißegrads nur 12,5 Punkte, entsprechend einem Weißegrad des Altpapiers von 53,5.
  • Unterwirft man die so erhaltenen deinkten.Altpapierfasern der in Beispiel 1 beschriebenen Nachbleiche, so erhält man eine Steigerung des Weißgrads um ca. 6 Punkte auf einen Wert von 59.
  • Vergleichsbeispiel 3 Das Vergleichsbeispiel wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß dem Laborpulper anstelle der dort angegebenen Chemikalien folgende Mischung zugesetzt wurde: 1,0 % Natronlauge, 0,5 % des Natriumsalzes der Diethylentriaminopentaessigsäure, 0,1 % des Anlagerungsproduktes von 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Nonylphenol und 1,0 % eines C16; C18-Fettsäuregemisches.
  • Der pH-Wert der Stoffsuspension betrug 10,0. Nach der Flotation erhielt man Altpapierfasern, deren Weißegrad nur um 9 Punkte, d.h. auf 50 Einheiten erhöht war.
  • Die so erhaltenen Altpapierfasern wurden der in Beispiel 1 angegebenen Nachbleiche unterworfen. Dabei erhielt man eine Steigerung des Weißegrads um 8 Punkte auf einen Wert von 58.

Claims (3)

  1. Patentansprüche D Verfahren zum Deinken vonAltpapier durch Zerfasern des Altpapiers in Wasser auf eine Stoffdichte von 1 bis 8 Gew.-» bei einer Temperatur von 40 bis 90 0C in Gegenwart von Alkali, Netzmittel Und Flotationsmittel, Verweilen der Mischung in der Bütte, Flotation und gegebenenfalls übliches Bleichen des Faserstoffs, dadurch zekennzeichnet, daß man-das Zerfasern in Abwesenheit von Wasserglas durchführt und vor Beendigung des Zerfaserns oder danach 0,1 bis 2,0 Gew.-p eines Reduktonsbleichmittels, bezogen auf das Trockengewicht des Altpapiers, bei einem pH-Wert von 8,5 bis 12 zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß holzhaltiges Altpapier eingesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Reduktionsmittel Natriumdithionit und/oder Natriumsulfit verwendet.
DE19813118192 1981-05-08 1981-05-08 Verfahren zum deinken von altpapier Withdrawn DE3118192A1 (de)

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