DE3116765C1 - Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine - Google Patents
Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer StanzmaschineInfo
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Description
a) der Prägestempel (13,14) über einen Schaftabschnitt
(28) am Ende des Stempelhalters (2) angebracht ist,
b) der Schaftabschnitt (28) den gleichen Querschnitt wie der Formabschnitt (13) an seinem
obersten Ende besitzt,
c) dieser Schaftabschnitt (28) in der Öffnung (12) des Niederhalters (5) mit engem Spiel geführt
ist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenktiefe des Stempelhalters (2)
einstellbar ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem mit dem Pressenstößel
(10) der Stanzmaschine zusammenwirkenden Ende des Stempelhalters (2) eine Einstellschraube (1)
angebracht ist, der eine Einstellskala zugeordnet ist.
4. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Stempelhalter
(2) und/oder Abstreifer (5) einen Kanal (24, 25) zum Zuführen von Schmieröl zum Prägestempel
(6,23) ausgebildet ist.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (24) im Stempelhalter (2) in
dem Raum (27) mündet, der zwischen dem Schaftabschnitt (28) des Prägestempels (6, 23) und
dem den Stempelhalter (2) führenden Niederhalter (5) gebildet ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Raum (27) zwischen
Schaftabschnitt (28) des Prägestempels (6, 23) und dem Niederhalter (5) mindestens ein Kanal (25)
ausgeht, der in der Wand der Niederhalteröffnung (12) mündet.
7. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sternpelhalter
(2) wie bei einem Stanzwerkzeug in einem hülsenförmigen Niederhalter (5) axial verschiebbar
geführt ist, in dessen ebener und auf der Blechoberfläche aufliegender Stirnfläche die den Schaftabschnitt
(28) mit engem Spiel führende Öffnung (12) ausgebildet ist.
8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Niederhalter (5) und
Stempelhalter (2) ein Federelement (3) angeordnet ist und der Niederhalter (5) während des Prägevorganges
mit einer durch dieses Federelement (3) bestimmten Kraft auf der Blechoberseite angepreßt
gehalten ist.
9. Werkzeug zum Herstellen von Paßlöchern in einem vorgelochten Blech auf einer Stanzmaschine
der im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten Art, gekennzeichnet durch die Verwendung eines an
sich bekannten Stanzwerkzeuges, bei welchem an dem im Niederhalter geführten Stempelhalter ein
Prägestempel (28) angebracht ist, dessen Querschnitt entsprechend dem Querschnitt des gewünschten
Paßloches gewählt ist, der in der Öffnung (12) des Niederhalters (5) mit engem Spiel geführt ist
und dessen Rand abgerundet ist, wobei der Rand der Niederhalteröffnung (12) und der Rand der den
Prägestempel aufnehmenden Matrizenöffnung (15) scharfkantig ausgebildet ist.
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug laut Oberbegriff
des Hauptanspruches.
Es ist bekannt, Senklöcher in einem Blech dadurch herzustellen, daß in dem Blech zunächst ein Loch
ausgestanzt wird, dessen Innendurchmesser etwas größer ist als der gewünschte Innendurchmesser des mit
der Senkung versehenen Loches, wobei dann mit einem der Form des gewünschten Senkloches entsprechenden
Prägestempel in diesem Stanzloch durch Materialverdrängung das gewünschte Senkloch geprägt wird
(DE-PS 4 47 353, DE-AS 26 17 231, DE-OS 27 06 849 und FR-PS 9 98 229). Es ist bei einem Werkzeug zum
Ausführen eines solchen Verfahrens auch bekannt, den Prägestempel zum Ausformen des Senkloches mit dem
beispielsweise konischen Formabschnitt zum Ausformen der Senkung unmittelbar an der Stirnseite eines
Stempelhalters von größerem Außendurchmesser anzubringen, wobei dieser Stempelhalter wie bei Stanzwerkzeugen
üblich in einer entsprechenden Bohrung einer Niederhalterplatte geführt ist, die über Federelemente
federnd an dem mit dem Pressenstößel zusammenwirkenden Ende des Stempelhalters angebracht ist (FR-PS
9 98 229). Bei dem bekannten Werkzeug besteht die Gefahr, daß sich das Blechmaterial beim Eindringen des
Prägestempels nach oben in den Raum aufwirft, der durch den Ringspalt gebildet ist, der unterhalb der
Ringfläche verbleibt, die zwischen dem Außenrand des konischen Formabschnittes des Prägestempels und dem
Außendurchmesser des zylindrischen im Durchmesser größer gewählten Stempelhalters entsteht. Durch das
abschließende Absenken des Stempelhalters bis unmittelbar auf die Oberfläche des Werkstückes könnte eine
solche Aufwölbung zwar wieder plattgedrückt werden, das Material kann dann aber nicht mehr ohne weiteres
nach unten verdrängt werden, es verbleibt immer eine gewisse Unebenheit am Rand des Senkloches in Form
einer mehr oder weniger plattgedrückten Aufwulstung oder Aufstauchung, zumindest ist die Blechoberfläche
unmittelbar am Rand der Ansenkung verformt. Ein Werkzeug dieser Art wäre deshalb vor allem nicht für
moderne NC-Stanzmaschinen geeignet, bei denen nach dem bekannten Verfahren gleichzeitig beliebige Stanzungen
und Prägungen von Senklöchern eng nebeneinander ausgeführt werden sollen.
Entsprechendes gilt für ein anderes bekanntes Werkzeug, bei dem zwar der die Ansenkung ausformende
konische Formabschnitt mit gleichem Durchmesser" in einen entsprechenden zylindrischen Abschnitt eines
Prägestempels übergeht, bei dem jedoch dieser Prägestempel nicht mit engem Spiel in dem Blech-
niederhalter geführt ist (DE-AS 26 17 231). Abgesehen davon, daß bei diesem bekannten Werkzeug unterhalb
des konischen Formabschnittes kein das eigentliche zylindrische Loch ausformender Prägeabschnitt vorgesehen
ist und das Loch der Matrize wesentlich weiter gewählt ist als die Stirnfläche dieses konischen
Abschnittes, besteht auch bei diesem bekannten Werkzeug der Nachteil, daß das Material beim
Absenken des Prägestempels in den relativ breiten Spalt zwischen Prägestempel und Niederhalter nach oben !0
verdrängt wird und außerdem auch noch in die relativ große Matrizenöffnung nach unten verdrängt wird, also
die Blechoberfläche und in diesem Fall sogar auch die Blechunterfläche in unmittelbarer Umgebung des
Senkloches stark verformt wird und nicht planparallel bleibt.
Ein wesentlicher beiden bekannten Werkzeugen eigener Nachteil ist, daß der Formabschnitt nicht ohne
Änderung des Gesamtaufbaues des Werkzeuges für unterschiedliche Senklochformen und Senklochquerschnitte
angepaßt werden kann. Es müßte nämlich bei den bekannten Werkzeugen der im Niederhalter
geführte Stempelhalter selbst im Durchmesser entsprechend geändert werden, was ein völlig neues Werkzeug
bedeuten würde. Schon für im Durchmesser verschieden große Ansenkungen mit rundem Querschnitt würde dies
sehr komplizert und teuer sein. Ansenkungen mit von der Kreisform abweichendem Querschnitt könnten aus
obigem Grunde praktisch überhaupt nicht mit einem der bekannten Werkzeuge hergestellt werden, da dann der
Stempelhalter selbst auch einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt besitzen müßte.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Werkzeug zu schaffen, mit dem auf üblichen NC-Stanzmaschinen
zusammen mit dort verwendeten Stanzwerkzeugen J5 gleichzeitig auch Senklöcher oder Paßlöcher in
verschiedenartigsten Formen und Querschnitten herstellbar sind.
Diese Aufgabe wird für ein Werkzeug zum Herstellen von Senklöchern ausgehend von einem bekannten
Werkzeug laut Oberbegriff des Hauptanspruches durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst, die Aufgabe
für ein Werkzeug zum Herstellen von Paßlöchern wird durch die Merkmale des Unteranspruchs 9 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen bezüglich des Werkzeugs zur Herstellung von Senklöchern ergeben sich aus den
übrigen Unteransprüchen.
Durch den erfindungsgemäßen zusätzlichen Schaftabschnitt zwischen Prägestempel und Stempelhalter,
der in der Niederhalteröffnung mit engem Spiel geführt ist, ist die auf dem Werkstück aufliegende Niederhalterfläche
bis unmittelbar an den Rand der gewünschten Ansenkung bzw. den Rand des gewünschten Paßloches
geführt und drückt also von Anfang an auch schon vor dem Eindringen des Prägestempels in das Werkstück
unmittelbar anschließend an diesen Rand auf die Werkstückoberfläche und verhindert so beim anschließenden
Materialverformen während des Eindringens des Prägestempels, daß Material des Werkstückes nach
oben über den Rand der Ansenkung bzw. des Paßloches hinausgedrängt wird. Dadurch wird eine Aufwulstung
oder Aufstauchung am Rande der Senkung bzw. des Paßloches von Anfang an vermieden, die Blechoberfläche
bleibt in diesem Bereich unbeeinflußt von irgendwelchen Materialverformungen und bleibt deshalb
auch völlig eben und gleichförmig. Ein erfindungsgemäßes Werkzeug ermöglicht es daher erstmals,
solche Senklöcher oder Paßlöcher nach dem bekannten Materialverdrängungsverfahren durch Prägen auf einer
NC-Stanzmaschine gleichzeitig mit dem Ausstanzen beliebiger Löcher aus einem Blech herzustellen, da das
erfindungsgemäße Werkzeug genauso leicht wie die Stanzwerkzeuge an dem Drehteller der NC-Stanzmaschine
angebracht und ausgewechselt werden kann und durch die Erfindung eine Beeinträchtigung der Blechoberfläche
unmittelbar in Umgebung der gewünschten Senklöcher oder Paßlöcher mit Sicherheit vermieden
ist, also auch eventuelle Beeinflussungen von unmittelbar benachbarten Löchern in dem Blech vermieden
werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug können nicht
nur nach dem bekannten Verfahren Senklöcher durch Prägen herstellt werden sondern auch Paßlöcher, wenn
ein entsprechender Prägestempel vorgesehen wird und nicht wie beim Ausbilden der Senklöcher das vorgestanzte
Loch einen größeren Innendurchmesser als das spätere Senkloch aufweist sondern im Gegenteil der
Innendurchmesser dieses vorgestanzten Loches etwas kleiner als der gewünschte Innendurchmesser des
Paßloches gewählt wird. Damit können dann mit einem solchen Werkzeug erstmals auch durch Prägen sehr
genau Paßlöcher in einem Blech ausgeformt werden, und zwar wiederum zusammen mit Senklöchern oder
einfachen Stanzlöchern auf ein und derselben NC-Stanzmaschine. Solche Paßlöcher können mit den
vorgeschriebenen engen Toleranzen für den Durchmesser und die Lage auf dem Blech nicht einfach
ausgestanzt werden, beim Stanzen reißt das Material im unteren Bereich des Loches mehr oder weniger stark
aus. Mit einem erfmdungsgemäßen Werkzeug können dagegen erstmals auch solche Paßlöcher mit einem
vorbestimmten genauen Paßquerschnitt über die gesamte Blechdicke hergestellt werden, was bisher nur mit
Reibahlen oder Bohrmaschinen möglich war. Durch den Prägevorgang wird die Innenwand des Paßloches
außerdem extrem glatt und verdichtet. Mit einem erfindungsgemäßen Werkzeug könnten auch Paßlöcher
hergestellt werden, die einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt besitzen, beispielsweise
einen ovalen oder eckigen Querschnitt. Auch beim Ausformen dieser Paßlöcher wird durch das erfindungsgemäße
Werkzeug die Blechoberfläche in unmittelbarer Umgebung des Paßlochrandes nicht verformt, das Blech
bleibt hier vielmehr völlig planparallel und solche Paßlöcher können deshalb auch unmittelbar neben
anderen Austanzungen ausgeformt werden.
Der Durchmesser des mit engem Spiel in der Niederhalteröffnung geführten Schaftabschnittes richtet
sich nach dem größten Außendurchmesser des Formabschnittes des eigentlichen Prägestempels, beim
Senkwerkzeug also nach dem Außendurchmesser beispielsweise des konischen Formabschnittes, der den
äußeren Rand der Ansenkung im Blech bestimmt. Beim Paßloch-Werkzeug geht der meist zylindrische Paßloch-Prägestempel
unmittelbar über in den im Durchmesser gleichen geführten Schaftabschnitt. In beiden Fällen
muß der Schaftabschnitt nicht unbedingt kreisrunden Querschnitt besitzen, auch der Querschnitt richtet sich
nach der Form des jeweiligen Formabschnittes zum Ausbilden des Senkloches bzw. des Paßloches. Da mit
einem erfindungsgemäßen Werkzeug auch von der Kreisform abweichende Senkungen, beispielsweise
eckige Ansenkungen, als auch von der Kreisform im Querschnitt abweichende Paßlöcher ausgeformt werden
können, könnte auch der geführte Schaftabschnitt entsprechend von der Kreisform abweichenden Quer-
schnitt besitzen, die diesen Schaftabschnitt führende Niederhalteröffnung würde dann entsprechenden von
der Kreisform abweichenden Querschnitt besitzen. Wichtig ist, daß er mit engem Spiel geführt ist, so daß die
auf der Blechoberseite aufliegende Stirnfläche des Niederhalters bis unmittelbar an den Rand der im Blech
auszuprägenden Senkung heranreicht und dadurch eine Materialverdrängung nach oben ausgeschlossen ist.
Mit einem erfindungsgemäßen Werkzeug können schon in Bleche ab 0,5 mm entsprechende Senklöcher
oder Paßlöcher ausgeprägt werden, es können nicht nur normgerechte Spitz- oder Flachsenkungen hergestellt
werden sondern auch beliebig geformte Sondersenkungen, bei Bedarf auch von beiden Seiten des Bleches aus.
In letzterem Falle ist auch auf der Unterseite anstelle der Matrize ein entsprechendes Gegenwerkzeug
vorgesehen, beispielsweise mit einem feststehenden Prägestempel, dem ein federnd nachgiebiger Abstreifer
zugeordnet ist, in dessen Öffnung der Prägestempel wieder über einen entsprechenden Schaftabschnitt mit
engem Spiel geführt ist. In diesem Fall wirkt dann der obere durch die Presse betätigte Stempel bzw. nur der
Niederhalter eines oberen Werkzeuges als Matrize.
Ein erfindungsgemäßes Werkzeug kann auch sehr einfach und billig mit verschieden geformten Prägestempeln
hergestellt werden, es ist in seiner äußeren Form wie ein übliches Stanzwerkezug hergestellt und
kann damit genauso wie ein Stanzwerkzeug in üblichen NC-Stanzmaschinen neben solchen Stanzwerkzeugen
eingesetzt werden. Um verschieden geformte Ansenkungen in den verschiedenartigsten Querschnitten
herzustellen, braucht dieser äußere Gesamtaufbau des Werkzeugs selbst nicht geändert werden, es genügt, den
zusätzlichen Schaftabschnitt und die ihn aufnehmende Öffnung im Niederhalter entsprechend zu ändern.
Damit können auch solche Werkzeuge einfach auf andere Querschnittsformen umgerüstet werden. Vor
allem ist es auf diese Weise möglich, auf einfache und billige Weise Werkzeuge für eckige Ansenkungen
herzustellen, da nur der Querschnitt des zusätzlichen Schaftabschnittes und die zugehörige öffnung im
Niederhalter entsprechend eckig gewählt werden muß. Ein erfindungsgemäßes Werkzeug ist daher sehr
universell gestaltbar und kann für die verschiedenartigsten Spezialzwecke abgewandelt werden.
Von besonderem Vorteil ist beim erfindungsgemäßen Werkzeug noch die Einstellschraube am Stempelhalter,
durch welche die Absenktiefe beim Prägevorgang genau eingestellt werden kann, ohne daß das Werkzeug
beispielsweise aus der NC-Stanzmaschine ausgebaut werden muß. Die Absenktiefe kann somit unmittelbar
an der Maschine genau eingestellt werden. Des weiteren ist von besonderem Vorteil die vorgesehene Schmierung
des mit engem Spiel geführten Schaftabschnittes, wodurch ein Absetzen von Blechmaterial am Prägestempel
durch Kaltverschweißen vermieden wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
F i g. 1 zeigt den Querschnitt durch ein Prägewerkzeug, wie es zum Ausführen eines erfindungsgemäßen
Verfahrens auf einer üblichen NC-Stanzmaschine geeignet ist, und zwar mit zurückgezogenem Prägestempel
und zum Herstellen eines Senkloches.
F i g. 2 zeigt das gleiche Werkzeug nach F i g. 1 jedoch mit abgesenktem Prägestempel am Ende des Prägevorganges.
F i g. 3 zeigt ein Werkzeug gleicher Art jedoch mit einem Prägestempel für eine Flachsenkung.
F i g. 4 zeigt ein Werkzeug für ein Paßloch.
Das dargestellte Prägewerkzeug ist ähnlich wie ein bei NC-Stanzmaschinen verwendetes Stanzwerkzeug aufgebaut, es besteht aus einem Stempelhalter 2, der gleitend verschiebbar in einem hülsenförmigen Niederhalter 5 gleitend geführt ist. Zwischen Niederhalter 5 und dem oberen mit dem Stößel 10 der Stanzmaschine zusammenwirkenden Ende des Stempelhalters 2 ist über Druckplatten 4 eine Druckfeder 3 angeordnet. Der Stempelhalter 2 ist mit der oberen Druckplatte 4 verschraubt und in der unteren Druckplatte 4 gleitend verschiebbar. Das Werkzeug ist über den Niederhalter 5 in bekannter Weise an einem oberen Werkzeugträger 8 der Maschine angebracht, an einem unteren Träger 9 der Maschine ist eine Matrize 7 angebracht. Am oberen Ende des Stempelhalters 2 ist eine Tiefeneinstellschraube 1 vorgesehen, die über einen Nonius von Hand fein einstellbar ist. Mit ihr ist es möglich, die Senktiefe entsprechend der Blechdicke genau einzustellen. Am unteren Ende des Stempelhalters 2 ist der eigentliche Prägestempel 6 angebracht, der mit seinem zylindrischen Schaftabschnitt 28 mit enger Passung in der Öffnung 12 des Niederhalters 5 geführt ist. Das Ende des Prägestempels 6 ist in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 zum Ausformen eines Loches mit Spitzsenkung ausgebildet, d. h. anschließend an den Schaftabschnitt 28 des Prägestempels 6 schließt sich ein konischer Formabschnitt 13 an, der entsprechend der gewünschten Spitzsenkung geformt ist; Dieser konische Formabschnitt 13 geht über in einen zylindrischen Formabschnitt 14, dessen Durchmesser dem Lochdurchmesser des gewünschten Senkloches entspricht. Die Öffnung 15 der Matrize 7 ist im Querschnitt und im Durchmesser so gewählt, daß in sie der Formabschnitt 14 mit leichtem Spiel paßt.
F i g. 4 zeigt ein Werkzeug für ein Paßloch.
Das dargestellte Prägewerkzeug ist ähnlich wie ein bei NC-Stanzmaschinen verwendetes Stanzwerkzeug aufgebaut, es besteht aus einem Stempelhalter 2, der gleitend verschiebbar in einem hülsenförmigen Niederhalter 5 gleitend geführt ist. Zwischen Niederhalter 5 und dem oberen mit dem Stößel 10 der Stanzmaschine zusammenwirkenden Ende des Stempelhalters 2 ist über Druckplatten 4 eine Druckfeder 3 angeordnet. Der Stempelhalter 2 ist mit der oberen Druckplatte 4 verschraubt und in der unteren Druckplatte 4 gleitend verschiebbar. Das Werkzeug ist über den Niederhalter 5 in bekannter Weise an einem oberen Werkzeugträger 8 der Maschine angebracht, an einem unteren Träger 9 der Maschine ist eine Matrize 7 angebracht. Am oberen Ende des Stempelhalters 2 ist eine Tiefeneinstellschraube 1 vorgesehen, die über einen Nonius von Hand fein einstellbar ist. Mit ihr ist es möglich, die Senktiefe entsprechend der Blechdicke genau einzustellen. Am unteren Ende des Stempelhalters 2 ist der eigentliche Prägestempel 6 angebracht, der mit seinem zylindrischen Schaftabschnitt 28 mit enger Passung in der Öffnung 12 des Niederhalters 5 geführt ist. Das Ende des Prägestempels 6 ist in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 zum Ausformen eines Loches mit Spitzsenkung ausgebildet, d. h. anschließend an den Schaftabschnitt 28 des Prägestempels 6 schließt sich ein konischer Formabschnitt 13 an, der entsprechend der gewünschten Spitzsenkung geformt ist; Dieser konische Formabschnitt 13 geht über in einen zylindrischen Formabschnitt 14, dessen Durchmesser dem Lochdurchmesser des gewünschten Senkloches entspricht. Die Öffnung 15 der Matrize 7 ist im Querschnitt und im Durchmesser so gewählt, daß in sie der Formabschnitt 14 mit leichtem Spiel paßt.
Zum Herstellen eines Senkloches nach der Erfindung in einem Blech 11 wird in diesem zunächst an der
gewünschten Stelle durch einen vorhergehenden Stanzvorgang auf der NC-Stanzmaschine ein zylindrisches
Loch 16 ausgestanzt, dessen Innendurchmesser etwas größer gewählt ist als der durch den Formabschnitt
14 bestimmte Innendurchmesser des Loches des herzustellenden Senkloches. In der Praxis wird der
Durchmesser dieses zylindrischen vorgestanzten Loches 16 etwa 10 bis 40% größer gewählt als der
Durchmesser des gewünschten Senkloches. Das Übermaß dieses Loches 16 hängt natürlich von der Art der
Senkung, dem verwendeten Blechmaterial, der Blechdicke usw. ab, es kann jedoch für jeden Fall sehr einfach
vom Fachmann möglicherweise durch Versuche bestimmt werden. Nach dem Ausstanzen des zylindrischen
Loches 16 wird dann in der NC-Stanzmaschine das Prägewerkzeug nach F i g. 1 zur Wirkung gebracht und
über den Stößel 10 der Stempelhalter 2 mit dem Prägestempel 6 zusammen mit dem Niederhalter 5 nach
unten in Richtung auf das Blech 11 abgesenkt, bis der Niederhalter 5 mit seiner Stirnfläche an der Blechoberseite
zur Anlage kommt.
Beim weiteren Absenken des Stößels 10 wird dann anschließend nur noch der Stempelhalter 2 weiter
abgesenkt und die Feder 3 zusammengedrückt, der Federdruck bestimmt damit auch den Anpreßdruck des
Niederhalters 5 auf die Blechoberfläche. Schließlich wird die in P i g. 2 gezeigte und durch die Einstellung der
Tiefeneinstellschraube 1 bestimmte Prägetiefe erreicht, der Prägestempel hat die Ränder des Loches 16
entsprechend der Umrißform seiner Formabschnitte 13
und 14 verformt und das Blechmaterial ist im Sinne der in Fig.2 eingezeichneten Pfeile 17 so verdrängt
worden, daß schließlich ein in Fig.2 dargestelltes Senkloch 18 entsteht. Da bei diesem Materialverdrängungsvorgang
auch eine gewisse Verdrängung ins Blech selbst hinein stattfindet, empfiehlt es sich, diesen
Prägevorgang vor anderen Stanzarbeiten am Werkstück durchzuführen, um nachträgliche Verformungen
der anderen Stanzarbeiten durch den Prägevorgang zu vermeiden. Nach dem Zurückziehen des Prägestempels
6 durch Entspannen der Feder 3 und schließlich auch dem Zurückziehen des Niederhalters 5 entsteht auf
diese Weise ein Senkloch 18, das im Idealfall ein dem Durchmesser des Formabschnittes 14 entsprechenden
zylindrischen Lochabschnitt und einen sich daran is anschließenden und der Form des Formabschnittes 13
entsprechenden konischen Senkabschnitt aufweist. In manchen Fällen ist es nicht unbedingt nötig, ein bis zur
Blechrückseite durchgehend zylindrisches Loch auszubilden, es genügt beispielsweise, ein Senkloch 19
auszuformen, das auf der Rückseite ebenfalls etwas konisch sich erweitert. In diesem Fall findet kein
vollständiger Materialverdrängungsvorgang statt, das Material wird im Bereich des unteren Randes des
vorgestanzten Loches 16 nur teilweise verdrängt. Ein solches Senkloch 19 mit der geringeren Materialverformung
besitzt den Vorteil, daß es in geringerem Abstand von anderen Ausstanzungen ausgeformt werden kann.
In solche Senklöcher 19 eingesetzte Senkkopfschrauben liegen im übrigen nur am Senkkopf an und nicht an der
Lochwand. Für Nietsenkungen oder Sondersenkungen wird man jedoch eine vollständige Verformung und
Herstellung eines dem Prägestempel entsprechenden Loches 18 vorziehen. Während des Prägevorganges ist
das Blech 11 zwischen der Stirnseite des Niederhalters 5
und der Oberseite der Matrize 7 fest eingespannt, und zwar wird der Spanndruck durch die Feder 3 bestimmt.
Nachdem der Prägestempel 6 mit sehr engem Spiel von beispielsweise nur Άοο mm in der zugehörigen Öffnung
des Niederhalters geführt ist, kann beim Prägevorgang das Material auch nicht nach oben über die Blechoberseite
hinaus abgedrängt werden, es wird dadurch also eine Aufwulstung oder Aufstauchung am Rand der
Senkung 18 bzw. 19 vermieden. Ebenso wird auf der Rückseite des Bleches 11 ein Aufstauchen durch das
relativ enge Spiel zwischen Matrizenöffnung 15 und Formabschnitt 14 vermieden, dieses Spiel beträgt
beispielsweise etwa 3/ioo mm. Außerdem sind die
Ränder der Öffnungen 12 und 15 sehr scharfkantig ausgebildet. Zur Erhaltung der Parallelität der Ober-
und Unterseite des Bleches auch im Bereich der Prägung wird die Matrize 7 vorzugsweise etwas nach
oben gewölbt ausgebildet, beispielsweise etwa bis zu 0,5° in Richtung des Bleches gewölbt.
F i g. 3 zeigt eine andere Form für den Formabschnitt des Prägestempels 6, dieser ist in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel so geformt, daß eine Flachsenkung 20 entsteht. Der Prägevorgang einschließlich der
vorbereiteten Ausstanzung eines größeren Loches 16 ist wie im Zusammenhang mit F i g. 1 und 2 beschrieben,
das Material fließt hier nicht wie bei der Spitzsenkung nach F i g. 1 und 2 schräg nach außen sondern vor allem
nach unten und wird bei der Herstellung dieser Flachsenkung 20 fast ausschließlich im unteren Bereich
verdichtet, wie dies in F i g. 3 wiederum durch die Pfeile 17 angedeutet ist.
Sollen auf beiden Seiten des Bleches entsprechende Senkungen ausgeformt werden, so ist statt der Matrize 7
ein Gegenwerkzeug mit feststehendem Prägestempel vorgesehen, so daß beim Absenken des oberen
Werkzeuges und Beginn des Prägevorganges über den Prägestempel 6 automatisch auf beiden Seiten die
gewünschten Senkungen ausgeformt werden. Der obere und untere Prägestempel sind in diesem Fall aneinander
angepaßt Der Prägestempel 6 muß nicht unbedingt Kreisquerschnitt besitzen, der Schaftabschnitt 28
könnte gegebenenfalls auch eckigen Querschnitt besitzen, beispielsweise dann, wenn auch die Senkung eckig
sein soll. Es genügt, wie bei Stanzwerkzeugen bekannt, die Öffnung 12 des Niederhalters an diesen Schaftquerschnitt
anzupassen, gegebenenfalls auch die Öffnung 15 der Matrize, wenn auch das eigentliche Loch einen vom
Kreis abweichenden Querschnitt besitzen soll und der Formabschnitt 14 entsprechenden Querschnitt besitzt
Auch exzentrische Senkungen gegenüber dem Loch können auf diese Weise hergestellt werden.
F i g. 4 zeigt ein Werkzeug mit einem Prägestempel
F i g. 4 zeigt ein Werkzeug mit einem Prägestempel
23 zum Herstellen eines Paßloches 22. Der Prägestempel 23 geht unmittelbar in den Schaftabschnitt 28 über
und ist in diesem Fall bis zum Ende zylindrisch, nur seine Ränder sind vorzugsweise etwas abgerundet. Er ist
wieder in der Öffnung 12 des Niederhalters 5 mit engem Spiel geführt. Die Öffnung 15 der Matrize 7 ist diesem
Stempelquerschnitt angepaßt
Zur Herstellung des Paßloches 22 wird zunächst wieder in dem Blech 11 ein Loch 21 ausgestanzt, in
diesem Fall jedoch mit einem etwas kleineren Durchmesser als das gewünschte spätere Paßloch 22.
Beim Ausstanzen dieses Loches 21 reißt meist im unteren Drittel das Material etwas aus, das Stanzloch ist
also nicht durchgehend zylindrisch sondern, wie in F i g. 4 übertrieben dargestellt ist, unten etwas konisch
erweitert. Das Untermaß des Stanzloches 21 gegenüber dem Endmaß des Paßloches 22 richtet sich natürlich
wiederum nach der Dicke des Bleches, dem Blechmaterial und der Größe des Loches, der Fachmann kann
jedoch dieses Untermaß wieder leicht bestimmen. Das vorgestanzte Loch 21 wird dann durch das Absenken
des Prägestempels 23 in einem anschließenden Prägevorgang ausgeformt, der Prägevorgang läuft genauso
ab wie im Zusammenhang mit dem Senkloch nach F i g. 1 bis 3 beschrieben. Beim Eindringen des
Prägestempels 23 in das vorgestanzte Loch 21 wird Material wieder seitlich und nach unten verdrängt,
hierdurch wird das Material an der Wand des Loches stark verdichtet. Es wird so ein Paßloch 22 hoher Güte
und Genauigkeit erreicht. Auch hier wird während des Prägevorganges das Blech 11 wieder zwischen Niederhalter
5 und Matrize 7 gehalten und dadurch werden Aufwölbungen auf der Blechoberseite im Randbereich
des Loches 22 vermieden.
Um beim Prägevorgang eine Materialablagerung am Prägestempel 6 bzw. 23 und damit einen vorzeitigen
Verschleiß des Werkzeuges zu vermeiden, wird während des Prägevorganges vorzugsweise ständig ein
geeignetes Schmiermittel zugeführt, wie dies an sich bei Stanzwerkzeugen ähnlicher Art bekannt ist. Zu diesem
Zweck ist im Stempelhalter 2 eine von seiner Stirnseite bis in den Raum 27 im Niederhalter 5 führende Bohrung
24 ausgebildet die im eingesetzten Zustand mit einem entsprechenden Zuflußkanal 26 im Stößel 10 der
Stanzmaschine fluchtet Im Niederhalter 5 sind außerdem entsprechende Kanäle 25 ausgebildet, die in der
Wand der Öffnung des Niederhalters münden. Über den Kanal 26, die Bohrung 24, den Raum 27 und den Kanal
25 kann so Schmiermittel dem Prägestempel 6
9 10
zugeführt werden, wie dies F i g. 1 zeigt. In gleicher Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen
Weise kann natürlich auch dem Prägestempel nach von Paß- oder Senklöchern kann natürlich auch bei
F i g. 4 Schmiermittel zugeführt werden. Bei NC-Stanz- anderen automatisch arbeitenden Maschinen angewenmaschinen
ist es üblich, zu anderen Zwecken ein det werden, beispielsweise bei Exzenterpressen, Druck-Öl-Luft-Gemisch
zuzuführen, wie dies beispielsweise in -·; luftpressen oder Hydraulikpressen. Ein Einbau in
dem Patent 26 37 085 beschrieben ist. Das· gleiche sogenannte Folgeschnittwerkzeuge ist ebenfalls mög-Öl-Luft-Gemisch
kann gemäß der Erfindung über den . lieh. Ein Umbau der Maschinen ist nicht nötig, da das
Kanal 26 zum Schmieren und Kühlen des Prägestempels Werkzeug nach der Erfindung wie ein übliches
6 bzw. 23 zugeführt werden. Stanzwerkzeug verwendet wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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Claims (1)
1. Werkzeug zum Herstellen von Senklöchern in einem vorgelochten Blech auf einer Stanzmaschine,
mit einem Niederhalter, in dem ein Stempelhalter geführt ist, an dessen Ende ein Prägestempel
angebracht ist, der einen im Querschnitt der gewünschten Ansenkung entsprechenden, insbesondere
konischen, Formabschnitt und einen daran anschließenden Formzapfen mit einem dem Loch- m
durchmesser des Senkloches entsprechenden Durchmesser aufweist, wobei der Formzapfen in die
Öffnung einer auf der Blechunterseite angebrachten Matrize paßt und der Rand der Niederhalteröffnung
und der Rand der Matrizenöffnung scharfkantig ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813116765 DE3116765C1 (de) | 1981-04-28 | 1981-04-28 | Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine |
| EP19820103583 EP0064263B1 (de) | 1981-04-28 | 1982-04-27 | Werkzeug zum Herstellen von Senklöchern in einem Blech |
| CH255982A CH655873A5 (de) | 1981-04-28 | 1982-04-27 | Werkzeug zum herstellen von senkloechern oder passloechern in einem blech auf einer stanzmaschine. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813116765 DE3116765C1 (de) | 1981-04-28 | 1981-04-28 | Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine |
Publications (1)
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|---|---|
| DE3116765C1 true DE3116765C1 (de) | 1990-10-04 |
Family
ID=6130965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813116765 Expired - Lifetime DE3116765C1 (de) | 1981-04-28 | 1981-04-28 | Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0064263B1 (de) |
| CH (1) | CH655873A5 (de) |
| DE (1) | DE3116765C1 (de) |
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