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DE3116765C1 - Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine - Google Patents

Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine

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Publication number
DE3116765C1
DE3116765C1 DE19813116765 DE3116765A DE3116765C1 DE 3116765 C1 DE3116765 C1 DE 3116765C1 DE 19813116765 DE19813116765 DE 19813116765 DE 3116765 A DE3116765 A DE 3116765A DE 3116765 C1 DE3116765 C1 DE 3116765C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool
die
hole
section
hold
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE19813116765
Other languages
English (en)
Inventor
Ferdinand 8376 Teisnach Dietz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rohde and Schwarz GmbH and Co KG
Original Assignee
Rohde and Schwarz GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rohde and Schwarz GmbH and Co KG filed Critical Rohde and Schwarz GmbH and Co KG
Priority to DE19813116765 priority Critical patent/DE3116765C1/de
Priority to EP19820103583 priority patent/EP0064263B1/de
Priority to CH255982A priority patent/CH655873A5/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3116765C1 publication Critical patent/DE3116765C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D22/00Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
    • B21D22/02Stamping using rigid devices or tools
    • B21D22/04Stamping using rigid devices or tools for dimpling
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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    • B21D22/02Stamping using rigid devices or tools
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B39/00Burnishing machines or devices, i.e. requiring pressure members for compacting the surface zone; Accessories therefor
    • B24B39/02Burnishing machines or devices, i.e. requiring pressure members for compacting the surface zone; Accessories therefor designed for working internal surfaces of revolution
    • B24B39/023Burnishing machines or devices, i.e. requiring pressure members for compacting the surface zone; Accessories therefor designed for working internal surfaces of revolution the working tool being composed of a plurality of working rolls or balls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

a) der Prägestempel (13,14) über einen Schaftabschnitt (28) am Ende des Stempelhalters (2) angebracht ist,
b) der Schaftabschnitt (28) den gleichen Querschnitt wie der Formabschnitt (13) an seinem obersten Ende besitzt,
c) dieser Schaftabschnitt (28) in der Öffnung (12) des Niederhalters (5) mit engem Spiel geführt ist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenktiefe des Stempelhalters (2) einstellbar ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem mit dem Pressenstößel (10) der Stanzmaschine zusammenwirkenden Ende des Stempelhalters (2) eine Einstellschraube (1) angebracht ist, der eine Einstellskala zugeordnet ist.
4. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Stempelhalter (2) und/oder Abstreifer (5) einen Kanal (24, 25) zum Zuführen von Schmieröl zum Prägestempel (6,23) ausgebildet ist.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (24) im Stempelhalter (2) in dem Raum (27) mündet, der zwischen dem Schaftabschnitt (28) des Prägestempels (6, 23) und dem den Stempelhalter (2) führenden Niederhalter (5) gebildet ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Raum (27) zwischen Schaftabschnitt (28) des Prägestempels (6, 23) und dem Niederhalter (5) mindestens ein Kanal (25) ausgeht, der in der Wand der Niederhalteröffnung (12) mündet.
7. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sternpelhalter (2) wie bei einem Stanzwerkzeug in einem hülsenförmigen Niederhalter (5) axial verschiebbar geführt ist, in dessen ebener und auf der Blechoberfläche aufliegender Stirnfläche die den Schaftabschnitt (28) mit engem Spiel führende Öffnung (12) ausgebildet ist.
8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Niederhalter (5) und Stempelhalter (2) ein Federelement (3) angeordnet ist und der Niederhalter (5) während des Prägevorganges mit einer durch dieses Federelement (3) bestimmten Kraft auf der Blechoberseite angepreßt gehalten ist.
9. Werkzeug zum Herstellen von Paßlöchern in einem vorgelochten Blech auf einer Stanzmaschine der im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten Art, gekennzeichnet durch die Verwendung eines an sich bekannten Stanzwerkzeuges, bei welchem an dem im Niederhalter geführten Stempelhalter ein Prägestempel (28) angebracht ist, dessen Querschnitt entsprechend dem Querschnitt des gewünschten Paßloches gewählt ist, der in der Öffnung (12) des Niederhalters (5) mit engem Spiel geführt ist und dessen Rand abgerundet ist, wobei der Rand der Niederhalteröffnung (12) und der Rand der den Prägestempel aufnehmenden Matrizenöffnung (15) scharfkantig ausgebildet ist.
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug laut Oberbegriff des Hauptanspruches.
Es ist bekannt, Senklöcher in einem Blech dadurch herzustellen, daß in dem Blech zunächst ein Loch ausgestanzt wird, dessen Innendurchmesser etwas größer ist als der gewünschte Innendurchmesser des mit der Senkung versehenen Loches, wobei dann mit einem der Form des gewünschten Senkloches entsprechenden Prägestempel in diesem Stanzloch durch Materialverdrängung das gewünschte Senkloch geprägt wird (DE-PS 4 47 353, DE-AS 26 17 231, DE-OS 27 06 849 und FR-PS 9 98 229). Es ist bei einem Werkzeug zum Ausführen eines solchen Verfahrens auch bekannt, den Prägestempel zum Ausformen des Senkloches mit dem beispielsweise konischen Formabschnitt zum Ausformen der Senkung unmittelbar an der Stirnseite eines Stempelhalters von größerem Außendurchmesser anzubringen, wobei dieser Stempelhalter wie bei Stanzwerkzeugen üblich in einer entsprechenden Bohrung einer Niederhalterplatte geführt ist, die über Federelemente federnd an dem mit dem Pressenstößel zusammenwirkenden Ende des Stempelhalters angebracht ist (FR-PS 9 98 229). Bei dem bekannten Werkzeug besteht die Gefahr, daß sich das Blechmaterial beim Eindringen des Prägestempels nach oben in den Raum aufwirft, der durch den Ringspalt gebildet ist, der unterhalb der Ringfläche verbleibt, die zwischen dem Außenrand des konischen Formabschnittes des Prägestempels und dem Außendurchmesser des zylindrischen im Durchmesser größer gewählten Stempelhalters entsteht. Durch das abschließende Absenken des Stempelhalters bis unmittelbar auf die Oberfläche des Werkstückes könnte eine solche Aufwölbung zwar wieder plattgedrückt werden, das Material kann dann aber nicht mehr ohne weiteres nach unten verdrängt werden, es verbleibt immer eine gewisse Unebenheit am Rand des Senkloches in Form einer mehr oder weniger plattgedrückten Aufwulstung oder Aufstauchung, zumindest ist die Blechoberfläche unmittelbar am Rand der Ansenkung verformt. Ein Werkzeug dieser Art wäre deshalb vor allem nicht für moderne NC-Stanzmaschinen geeignet, bei denen nach dem bekannten Verfahren gleichzeitig beliebige Stanzungen und Prägungen von Senklöchern eng nebeneinander ausgeführt werden sollen.
Entsprechendes gilt für ein anderes bekanntes Werkzeug, bei dem zwar der die Ansenkung ausformende konische Formabschnitt mit gleichem Durchmesser" in einen entsprechenden zylindrischen Abschnitt eines Prägestempels übergeht, bei dem jedoch dieser Prägestempel nicht mit engem Spiel in dem Blech-
niederhalter geführt ist (DE-AS 26 17 231). Abgesehen davon, daß bei diesem bekannten Werkzeug unterhalb des konischen Formabschnittes kein das eigentliche zylindrische Loch ausformender Prägeabschnitt vorgesehen ist und das Loch der Matrize wesentlich weiter gewählt ist als die Stirnfläche dieses konischen Abschnittes, besteht auch bei diesem bekannten Werkzeug der Nachteil, daß das Material beim Absenken des Prägestempels in den relativ breiten Spalt zwischen Prägestempel und Niederhalter nach oben !0 verdrängt wird und außerdem auch noch in die relativ große Matrizenöffnung nach unten verdrängt wird, also die Blechoberfläche und in diesem Fall sogar auch die Blechunterfläche in unmittelbarer Umgebung des Senkloches stark verformt wird und nicht planparallel bleibt.
Ein wesentlicher beiden bekannten Werkzeugen eigener Nachteil ist, daß der Formabschnitt nicht ohne Änderung des Gesamtaufbaues des Werkzeuges für unterschiedliche Senklochformen und Senklochquerschnitte angepaßt werden kann. Es müßte nämlich bei den bekannten Werkzeugen der im Niederhalter geführte Stempelhalter selbst im Durchmesser entsprechend geändert werden, was ein völlig neues Werkzeug bedeuten würde. Schon für im Durchmesser verschieden große Ansenkungen mit rundem Querschnitt würde dies sehr komplizert und teuer sein. Ansenkungen mit von der Kreisform abweichendem Querschnitt könnten aus obigem Grunde praktisch überhaupt nicht mit einem der bekannten Werkzeuge hergestellt werden, da dann der Stempelhalter selbst auch einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt besitzen müßte.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Werkzeug zu schaffen, mit dem auf üblichen NC-Stanzmaschinen zusammen mit dort verwendeten Stanzwerkzeugen J5 gleichzeitig auch Senklöcher oder Paßlöcher in verschiedenartigsten Formen und Querschnitten herstellbar sind.
Diese Aufgabe wird für ein Werkzeug zum Herstellen von Senklöchern ausgehend von einem bekannten Werkzeug laut Oberbegriff des Hauptanspruches durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst, die Aufgabe für ein Werkzeug zum Herstellen von Paßlöchern wird durch die Merkmale des Unteranspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen bezüglich des Werkzeugs zur Herstellung von Senklöchern ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Durch den erfindungsgemäßen zusätzlichen Schaftabschnitt zwischen Prägestempel und Stempelhalter, der in der Niederhalteröffnung mit engem Spiel geführt ist, ist die auf dem Werkstück aufliegende Niederhalterfläche bis unmittelbar an den Rand der gewünschten Ansenkung bzw. den Rand des gewünschten Paßloches geführt und drückt also von Anfang an auch schon vor dem Eindringen des Prägestempels in das Werkstück unmittelbar anschließend an diesen Rand auf die Werkstückoberfläche und verhindert so beim anschließenden Materialverformen während des Eindringens des Prägestempels, daß Material des Werkstückes nach oben über den Rand der Ansenkung bzw. des Paßloches hinausgedrängt wird. Dadurch wird eine Aufwulstung oder Aufstauchung am Rande der Senkung bzw. des Paßloches von Anfang an vermieden, die Blechoberfläche bleibt in diesem Bereich unbeeinflußt von irgendwelchen Materialverformungen und bleibt deshalb auch völlig eben und gleichförmig. Ein erfindungsgemäßes Werkzeug ermöglicht es daher erstmals, solche Senklöcher oder Paßlöcher nach dem bekannten Materialverdrängungsverfahren durch Prägen auf einer NC-Stanzmaschine gleichzeitig mit dem Ausstanzen beliebiger Löcher aus einem Blech herzustellen, da das erfindungsgemäße Werkzeug genauso leicht wie die Stanzwerkzeuge an dem Drehteller der NC-Stanzmaschine angebracht und ausgewechselt werden kann und durch die Erfindung eine Beeinträchtigung der Blechoberfläche unmittelbar in Umgebung der gewünschten Senklöcher oder Paßlöcher mit Sicherheit vermieden ist, also auch eventuelle Beeinflussungen von unmittelbar benachbarten Löchern in dem Blech vermieden werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug können nicht nur nach dem bekannten Verfahren Senklöcher durch Prägen herstellt werden sondern auch Paßlöcher, wenn ein entsprechender Prägestempel vorgesehen wird und nicht wie beim Ausbilden der Senklöcher das vorgestanzte Loch einen größeren Innendurchmesser als das spätere Senkloch aufweist sondern im Gegenteil der Innendurchmesser dieses vorgestanzten Loches etwas kleiner als der gewünschte Innendurchmesser des Paßloches gewählt wird. Damit können dann mit einem solchen Werkzeug erstmals auch durch Prägen sehr genau Paßlöcher in einem Blech ausgeformt werden, und zwar wiederum zusammen mit Senklöchern oder einfachen Stanzlöchern auf ein und derselben NC-Stanzmaschine. Solche Paßlöcher können mit den vorgeschriebenen engen Toleranzen für den Durchmesser und die Lage auf dem Blech nicht einfach ausgestanzt werden, beim Stanzen reißt das Material im unteren Bereich des Loches mehr oder weniger stark aus. Mit einem erfmdungsgemäßen Werkzeug können dagegen erstmals auch solche Paßlöcher mit einem vorbestimmten genauen Paßquerschnitt über die gesamte Blechdicke hergestellt werden, was bisher nur mit Reibahlen oder Bohrmaschinen möglich war. Durch den Prägevorgang wird die Innenwand des Paßloches außerdem extrem glatt und verdichtet. Mit einem erfindungsgemäßen Werkzeug könnten auch Paßlöcher hergestellt werden, die einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt besitzen, beispielsweise einen ovalen oder eckigen Querschnitt. Auch beim Ausformen dieser Paßlöcher wird durch das erfindungsgemäße Werkzeug die Blechoberfläche in unmittelbarer Umgebung des Paßlochrandes nicht verformt, das Blech bleibt hier vielmehr völlig planparallel und solche Paßlöcher können deshalb auch unmittelbar neben anderen Austanzungen ausgeformt werden.
Der Durchmesser des mit engem Spiel in der Niederhalteröffnung geführten Schaftabschnittes richtet sich nach dem größten Außendurchmesser des Formabschnittes des eigentlichen Prägestempels, beim Senkwerkzeug also nach dem Außendurchmesser beispielsweise des konischen Formabschnittes, der den äußeren Rand der Ansenkung im Blech bestimmt. Beim Paßloch-Werkzeug geht der meist zylindrische Paßloch-Prägestempel unmittelbar über in den im Durchmesser gleichen geführten Schaftabschnitt. In beiden Fällen muß der Schaftabschnitt nicht unbedingt kreisrunden Querschnitt besitzen, auch der Querschnitt richtet sich nach der Form des jeweiligen Formabschnittes zum Ausbilden des Senkloches bzw. des Paßloches. Da mit einem erfindungsgemäßen Werkzeug auch von der Kreisform abweichende Senkungen, beispielsweise eckige Ansenkungen, als auch von der Kreisform im Querschnitt abweichende Paßlöcher ausgeformt werden können, könnte auch der geführte Schaftabschnitt entsprechend von der Kreisform abweichenden Quer-
schnitt besitzen, die diesen Schaftabschnitt führende Niederhalteröffnung würde dann entsprechenden von der Kreisform abweichenden Querschnitt besitzen. Wichtig ist, daß er mit engem Spiel geführt ist, so daß die auf der Blechoberseite aufliegende Stirnfläche des Niederhalters bis unmittelbar an den Rand der im Blech auszuprägenden Senkung heranreicht und dadurch eine Materialverdrängung nach oben ausgeschlossen ist.
Mit einem erfindungsgemäßen Werkzeug können schon in Bleche ab 0,5 mm entsprechende Senklöcher oder Paßlöcher ausgeprägt werden, es können nicht nur normgerechte Spitz- oder Flachsenkungen hergestellt werden sondern auch beliebig geformte Sondersenkungen, bei Bedarf auch von beiden Seiten des Bleches aus. In letzterem Falle ist auch auf der Unterseite anstelle der Matrize ein entsprechendes Gegenwerkzeug vorgesehen, beispielsweise mit einem feststehenden Prägestempel, dem ein federnd nachgiebiger Abstreifer zugeordnet ist, in dessen Öffnung der Prägestempel wieder über einen entsprechenden Schaftabschnitt mit engem Spiel geführt ist. In diesem Fall wirkt dann der obere durch die Presse betätigte Stempel bzw. nur der Niederhalter eines oberen Werkzeuges als Matrize.
Ein erfindungsgemäßes Werkzeug kann auch sehr einfach und billig mit verschieden geformten Prägestempeln hergestellt werden, es ist in seiner äußeren Form wie ein übliches Stanzwerkezug hergestellt und kann damit genauso wie ein Stanzwerkzeug in üblichen NC-Stanzmaschinen neben solchen Stanzwerkzeugen eingesetzt werden. Um verschieden geformte Ansenkungen in den verschiedenartigsten Querschnitten herzustellen, braucht dieser äußere Gesamtaufbau des Werkzeugs selbst nicht geändert werden, es genügt, den zusätzlichen Schaftabschnitt und die ihn aufnehmende Öffnung im Niederhalter entsprechend zu ändern. Damit können auch solche Werkzeuge einfach auf andere Querschnittsformen umgerüstet werden. Vor allem ist es auf diese Weise möglich, auf einfache und billige Weise Werkzeuge für eckige Ansenkungen herzustellen, da nur der Querschnitt des zusätzlichen Schaftabschnittes und die zugehörige öffnung im Niederhalter entsprechend eckig gewählt werden muß. Ein erfindungsgemäßes Werkzeug ist daher sehr universell gestaltbar und kann für die verschiedenartigsten Spezialzwecke abgewandelt werden.
Von besonderem Vorteil ist beim erfindungsgemäßen Werkzeug noch die Einstellschraube am Stempelhalter, durch welche die Absenktiefe beim Prägevorgang genau eingestellt werden kann, ohne daß das Werkzeug beispielsweise aus der NC-Stanzmaschine ausgebaut werden muß. Die Absenktiefe kann somit unmittelbar an der Maschine genau eingestellt werden. Des weiteren ist von besonderem Vorteil die vorgesehene Schmierung des mit engem Spiel geführten Schaftabschnittes, wodurch ein Absetzen von Blechmaterial am Prägestempel durch Kaltverschweißen vermieden wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
F i g. 1 zeigt den Querschnitt durch ein Prägewerkzeug, wie es zum Ausführen eines erfindungsgemäßen Verfahrens auf einer üblichen NC-Stanzmaschine geeignet ist, und zwar mit zurückgezogenem Prägestempel und zum Herstellen eines Senkloches.
F i g. 2 zeigt das gleiche Werkzeug nach F i g. 1 jedoch mit abgesenktem Prägestempel am Ende des Prägevorganges.
F i g. 3 zeigt ein Werkzeug gleicher Art jedoch mit einem Prägestempel für eine Flachsenkung.
F i g. 4 zeigt ein Werkzeug für ein Paßloch.
Das dargestellte Prägewerkzeug ist ähnlich wie ein bei NC-Stanzmaschinen verwendetes Stanzwerkzeug aufgebaut, es besteht aus einem Stempelhalter 2, der gleitend verschiebbar in einem hülsenförmigen Niederhalter 5 gleitend geführt ist. Zwischen Niederhalter 5 und dem oberen mit dem Stößel 10 der Stanzmaschine zusammenwirkenden Ende des Stempelhalters 2 ist über Druckplatten 4 eine Druckfeder 3 angeordnet. Der Stempelhalter 2 ist mit der oberen Druckplatte 4 verschraubt und in der unteren Druckplatte 4 gleitend verschiebbar. Das Werkzeug ist über den Niederhalter 5 in bekannter Weise an einem oberen Werkzeugträger 8 der Maschine angebracht, an einem unteren Träger 9 der Maschine ist eine Matrize 7 angebracht. Am oberen Ende des Stempelhalters 2 ist eine Tiefeneinstellschraube 1 vorgesehen, die über einen Nonius von Hand fein einstellbar ist. Mit ihr ist es möglich, die Senktiefe entsprechend der Blechdicke genau einzustellen. Am unteren Ende des Stempelhalters 2 ist der eigentliche Prägestempel 6 angebracht, der mit seinem zylindrischen Schaftabschnitt 28 mit enger Passung in der Öffnung 12 des Niederhalters 5 geführt ist. Das Ende des Prägestempels 6 ist in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 zum Ausformen eines Loches mit Spitzsenkung ausgebildet, d. h. anschließend an den Schaftabschnitt 28 des Prägestempels 6 schließt sich ein konischer Formabschnitt 13 an, der entsprechend der gewünschten Spitzsenkung geformt ist; Dieser konische Formabschnitt 13 geht über in einen zylindrischen Formabschnitt 14, dessen Durchmesser dem Lochdurchmesser des gewünschten Senkloches entspricht. Die Öffnung 15 der Matrize 7 ist im Querschnitt und im Durchmesser so gewählt, daß in sie der Formabschnitt 14 mit leichtem Spiel paßt.
Zum Herstellen eines Senkloches nach der Erfindung in einem Blech 11 wird in diesem zunächst an der gewünschten Stelle durch einen vorhergehenden Stanzvorgang auf der NC-Stanzmaschine ein zylindrisches Loch 16 ausgestanzt, dessen Innendurchmesser etwas größer gewählt ist als der durch den Formabschnitt 14 bestimmte Innendurchmesser des Loches des herzustellenden Senkloches. In der Praxis wird der Durchmesser dieses zylindrischen vorgestanzten Loches 16 etwa 10 bis 40% größer gewählt als der Durchmesser des gewünschten Senkloches. Das Übermaß dieses Loches 16 hängt natürlich von der Art der Senkung, dem verwendeten Blechmaterial, der Blechdicke usw. ab, es kann jedoch für jeden Fall sehr einfach vom Fachmann möglicherweise durch Versuche bestimmt werden. Nach dem Ausstanzen des zylindrischen Loches 16 wird dann in der NC-Stanzmaschine das Prägewerkzeug nach F i g. 1 zur Wirkung gebracht und über den Stößel 10 der Stempelhalter 2 mit dem Prägestempel 6 zusammen mit dem Niederhalter 5 nach unten in Richtung auf das Blech 11 abgesenkt, bis der Niederhalter 5 mit seiner Stirnfläche an der Blechoberseite zur Anlage kommt.
Beim weiteren Absenken des Stößels 10 wird dann anschließend nur noch der Stempelhalter 2 weiter abgesenkt und die Feder 3 zusammengedrückt, der Federdruck bestimmt damit auch den Anpreßdruck des Niederhalters 5 auf die Blechoberfläche. Schließlich wird die in P i g. 2 gezeigte und durch die Einstellung der Tiefeneinstellschraube 1 bestimmte Prägetiefe erreicht, der Prägestempel hat die Ränder des Loches 16 entsprechend der Umrißform seiner Formabschnitte 13
und 14 verformt und das Blechmaterial ist im Sinne der in Fig.2 eingezeichneten Pfeile 17 so verdrängt worden, daß schließlich ein in Fig.2 dargestelltes Senkloch 18 entsteht. Da bei diesem Materialverdrängungsvorgang auch eine gewisse Verdrängung ins Blech selbst hinein stattfindet, empfiehlt es sich, diesen Prägevorgang vor anderen Stanzarbeiten am Werkstück durchzuführen, um nachträgliche Verformungen der anderen Stanzarbeiten durch den Prägevorgang zu vermeiden. Nach dem Zurückziehen des Prägestempels 6 durch Entspannen der Feder 3 und schließlich auch dem Zurückziehen des Niederhalters 5 entsteht auf diese Weise ein Senkloch 18, das im Idealfall ein dem Durchmesser des Formabschnittes 14 entsprechenden zylindrischen Lochabschnitt und einen sich daran is anschließenden und der Form des Formabschnittes 13 entsprechenden konischen Senkabschnitt aufweist. In manchen Fällen ist es nicht unbedingt nötig, ein bis zur Blechrückseite durchgehend zylindrisches Loch auszubilden, es genügt beispielsweise, ein Senkloch 19 auszuformen, das auf der Rückseite ebenfalls etwas konisch sich erweitert. In diesem Fall findet kein vollständiger Materialverdrängungsvorgang statt, das Material wird im Bereich des unteren Randes des vorgestanzten Loches 16 nur teilweise verdrängt. Ein solches Senkloch 19 mit der geringeren Materialverformung besitzt den Vorteil, daß es in geringerem Abstand von anderen Ausstanzungen ausgeformt werden kann. In solche Senklöcher 19 eingesetzte Senkkopfschrauben liegen im übrigen nur am Senkkopf an und nicht an der Lochwand. Für Nietsenkungen oder Sondersenkungen wird man jedoch eine vollständige Verformung und Herstellung eines dem Prägestempel entsprechenden Loches 18 vorziehen. Während des Prägevorganges ist das Blech 11 zwischen der Stirnseite des Niederhalters 5 und der Oberseite der Matrize 7 fest eingespannt, und zwar wird der Spanndruck durch die Feder 3 bestimmt. Nachdem der Prägestempel 6 mit sehr engem Spiel von beispielsweise nur Άοο mm in der zugehörigen Öffnung des Niederhalters geführt ist, kann beim Prägevorgang das Material auch nicht nach oben über die Blechoberseite hinaus abgedrängt werden, es wird dadurch also eine Aufwulstung oder Aufstauchung am Rand der Senkung 18 bzw. 19 vermieden. Ebenso wird auf der Rückseite des Bleches 11 ein Aufstauchen durch das relativ enge Spiel zwischen Matrizenöffnung 15 und Formabschnitt 14 vermieden, dieses Spiel beträgt beispielsweise etwa 3/ioo mm. Außerdem sind die Ränder der Öffnungen 12 und 15 sehr scharfkantig ausgebildet. Zur Erhaltung der Parallelität der Ober- und Unterseite des Bleches auch im Bereich der Prägung wird die Matrize 7 vorzugsweise etwas nach oben gewölbt ausgebildet, beispielsweise etwa bis zu 0,5° in Richtung des Bleches gewölbt.
F i g. 3 zeigt eine andere Form für den Formabschnitt des Prägestempels 6, dieser ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel so geformt, daß eine Flachsenkung 20 entsteht. Der Prägevorgang einschließlich der vorbereiteten Ausstanzung eines größeren Loches 16 ist wie im Zusammenhang mit F i g. 1 und 2 beschrieben, das Material fließt hier nicht wie bei der Spitzsenkung nach F i g. 1 und 2 schräg nach außen sondern vor allem nach unten und wird bei der Herstellung dieser Flachsenkung 20 fast ausschließlich im unteren Bereich verdichtet, wie dies in F i g. 3 wiederum durch die Pfeile 17 angedeutet ist.
Sollen auf beiden Seiten des Bleches entsprechende Senkungen ausgeformt werden, so ist statt der Matrize 7 ein Gegenwerkzeug mit feststehendem Prägestempel vorgesehen, so daß beim Absenken des oberen Werkzeuges und Beginn des Prägevorganges über den Prägestempel 6 automatisch auf beiden Seiten die gewünschten Senkungen ausgeformt werden. Der obere und untere Prägestempel sind in diesem Fall aneinander angepaßt Der Prägestempel 6 muß nicht unbedingt Kreisquerschnitt besitzen, der Schaftabschnitt 28 könnte gegebenenfalls auch eckigen Querschnitt besitzen, beispielsweise dann, wenn auch die Senkung eckig sein soll. Es genügt, wie bei Stanzwerkzeugen bekannt, die Öffnung 12 des Niederhalters an diesen Schaftquerschnitt anzupassen, gegebenenfalls auch die Öffnung 15 der Matrize, wenn auch das eigentliche Loch einen vom Kreis abweichenden Querschnitt besitzen soll und der Formabschnitt 14 entsprechenden Querschnitt besitzt Auch exzentrische Senkungen gegenüber dem Loch können auf diese Weise hergestellt werden.
F i g. 4 zeigt ein Werkzeug mit einem Prägestempel
23 zum Herstellen eines Paßloches 22. Der Prägestempel 23 geht unmittelbar in den Schaftabschnitt 28 über und ist in diesem Fall bis zum Ende zylindrisch, nur seine Ränder sind vorzugsweise etwas abgerundet. Er ist wieder in der Öffnung 12 des Niederhalters 5 mit engem Spiel geführt. Die Öffnung 15 der Matrize 7 ist diesem Stempelquerschnitt angepaßt
Zur Herstellung des Paßloches 22 wird zunächst wieder in dem Blech 11 ein Loch 21 ausgestanzt, in diesem Fall jedoch mit einem etwas kleineren Durchmesser als das gewünschte spätere Paßloch 22. Beim Ausstanzen dieses Loches 21 reißt meist im unteren Drittel das Material etwas aus, das Stanzloch ist also nicht durchgehend zylindrisch sondern, wie in F i g. 4 übertrieben dargestellt ist, unten etwas konisch erweitert. Das Untermaß des Stanzloches 21 gegenüber dem Endmaß des Paßloches 22 richtet sich natürlich wiederum nach der Dicke des Bleches, dem Blechmaterial und der Größe des Loches, der Fachmann kann jedoch dieses Untermaß wieder leicht bestimmen. Das vorgestanzte Loch 21 wird dann durch das Absenken des Prägestempels 23 in einem anschließenden Prägevorgang ausgeformt, der Prägevorgang läuft genauso ab wie im Zusammenhang mit dem Senkloch nach F i g. 1 bis 3 beschrieben. Beim Eindringen des Prägestempels 23 in das vorgestanzte Loch 21 wird Material wieder seitlich und nach unten verdrängt, hierdurch wird das Material an der Wand des Loches stark verdichtet. Es wird so ein Paßloch 22 hoher Güte und Genauigkeit erreicht. Auch hier wird während des Prägevorganges das Blech 11 wieder zwischen Niederhalter 5 und Matrize 7 gehalten und dadurch werden Aufwölbungen auf der Blechoberseite im Randbereich des Loches 22 vermieden.
Um beim Prägevorgang eine Materialablagerung am Prägestempel 6 bzw. 23 und damit einen vorzeitigen Verschleiß des Werkzeuges zu vermeiden, wird während des Prägevorganges vorzugsweise ständig ein geeignetes Schmiermittel zugeführt, wie dies an sich bei Stanzwerkzeugen ähnlicher Art bekannt ist. Zu diesem Zweck ist im Stempelhalter 2 eine von seiner Stirnseite bis in den Raum 27 im Niederhalter 5 führende Bohrung
24 ausgebildet die im eingesetzten Zustand mit einem entsprechenden Zuflußkanal 26 im Stößel 10 der Stanzmaschine fluchtet Im Niederhalter 5 sind außerdem entsprechende Kanäle 25 ausgebildet, die in der Wand der Öffnung des Niederhalters münden. Über den Kanal 26, die Bohrung 24, den Raum 27 und den Kanal
25 kann so Schmiermittel dem Prägestempel 6
9 10
zugeführt werden, wie dies F i g. 1 zeigt. In gleicher Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen Weise kann natürlich auch dem Prägestempel nach von Paß- oder Senklöchern kann natürlich auch bei F i g. 4 Schmiermittel zugeführt werden. Bei NC-Stanz- anderen automatisch arbeitenden Maschinen angewenmaschinen ist es üblich, zu anderen Zwecken ein det werden, beispielsweise bei Exzenterpressen, Druck-Öl-Luft-Gemisch zuzuführen, wie dies beispielsweise in -·; luftpressen oder Hydraulikpressen. Ein Einbau in dem Patent 26 37 085 beschrieben ist. Das· gleiche sogenannte Folgeschnittwerkzeuge ist ebenfalls mög-Öl-Luft-Gemisch kann gemäß der Erfindung über den . lieh. Ein Umbau der Maschinen ist nicht nötig, da das Kanal 26 zum Schmieren und Kühlen des Prägestempels Werkzeug nach der Erfindung wie ein übliches 6 bzw. 23 zugeführt werden. Stanzwerkzeug verwendet wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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Claims (1)

Patentansprüche:
1. Werkzeug zum Herstellen von Senklöchern in einem vorgelochten Blech auf einer Stanzmaschine, mit einem Niederhalter, in dem ein Stempelhalter geführt ist, an dessen Ende ein Prägestempel angebracht ist, der einen im Querschnitt der gewünschten Ansenkung entsprechenden, insbesondere konischen, Formabschnitt und einen daran anschließenden Formzapfen mit einem dem Loch- m durchmesser des Senkloches entsprechenden Durchmesser aufweist, wobei der Formzapfen in die Öffnung einer auf der Blechunterseite angebrachten Matrize paßt und der Rand der Niederhalteröffnung und der Rand der Matrizenöffnung scharfkantig ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß
DE19813116765 1981-04-28 1981-04-28 Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine Expired - Lifetime DE3116765C1 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813116765 DE3116765C1 (de) 1981-04-28 1981-04-28 Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine
EP19820103583 EP0064263B1 (de) 1981-04-28 1982-04-27 Werkzeug zum Herstellen von Senklöchern in einem Blech
CH255982A CH655873A5 (de) 1981-04-28 1982-04-27 Werkzeug zum herstellen von senkloechern oder passloechern in einem blech auf einer stanzmaschine.

Applications Claiming Priority (1)

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DE19813116765 DE3116765C1 (de) 1981-04-28 1981-04-28 Werkzeug zum Herstellen von Senkloechern oder Passloechern in einem Blech auf einer Stanzmaschine

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