DE3116419A1 - Verfahren zur herstellung eines kornorientierten, elektromagnetischen stahlbandes - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines kornorientierten, elektromagnetischen stahlbandesInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Kerstellung
eines kornorientierten Eiliciumstahlbandes oder -blechs, wobei die I'.ristalle in dem Stahlband oder -blech
eine ^I 1Oj. <oo1>
- Orientierung
aufweisen und der Stahl leicht in Ualzrichtung magnetisierbar
ist.
Bei der Herstellung eines kornorientierten Siliciumstahlbandes
oder -blechs wird bekanntlich eine Siliciumstahlbramme warmgewalzt und wenigstens einem Kaltwalzvorgang
unterworfen, um die Dicke des Bandes zu reduzieren. Das warmgewalzte oder kaltgewalzte Band wird erforderlichenfalls
wenigstens einem Glühvorgang unterworfen. Das Stahlband wird dann einem Entkohlungsglühen und abschließend
einem Hochtemperaturglühen unterworfen. Bei dem abschließenden Hochtemperaturglühen werden die Kristallkörner des
Stahlbandes oder -blechs dazu veranlaßt, sich stark zu vergrößern, so daß die Kristallkörner eine
£i1o) "Co öl>-Orientierung aufweisen. Diese Kristallkornvergrößerung
wird als sekundäre Rekristallisation bezeichnet.
Es ist bekannt, daß Inhibitoren, wie MnS und AlN, bei der
Inhibierung der Vergrößerung der Kornmatrix sowie bei der Erzeugung hervorragender Eigenschaften in der Kalzrichtung
eine wichtige Rolle spielen. Es ist daher bei der Herstellung
von kornorientierten Eiliciumstahlbändern oder -blechen von entscheidender Bedeutung, daß die feste Lösung
und die Ausfällung der vorstehend genannten Inhibitoren wirksam kontrolliert werden. Um eine solche wirksame Kontrolle
zu erreichen, werden die Stahlbraminen vor dem Warmwalzen
auf eine hohe Temperatur erwärmt, beispielsweise
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BAD ORIGINAL,
auf 13οο C und mehr, so daß die Bestandteile der Inhibitoren,
wie Al, N, Mn und S, hinreichend in feste Lösung gehen, worauf die Inhibitoren bei den anschließenden
Schritten, einschließlich dem Warmwalzen, ausgefällt werden. Da die Brammenerwärmungstemperatur bei einem kornorientierten
Siliciumstahl wesentlich höher ist als bei Stahlsorten mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, kann eine Vergrößerung
der Kristallkörner während der Erwärmung leicht auftreten.
Große Kristallkörner mit einer <:11d>-0rientierung, die
parallel zur Walzrichtung verläuft/ v/erden während des Warmwalzens in Walzrichtung gestreckt und bleiben in dem
warmgewalzten Stahlblech als sogenannte Streifen oder Maserung zurück. Wenn die langgestreckten Kristallkörner in
den Verfahrensstufen nach dem Warmwalzen nicht ausreichend zerkleinert werden, ist die sekundäre Rekristallisation
bei dem anschließenden Eochtemperaturglühen unvollständig. Die Teile des kornorientierten Siliciumstahlbandes oder
-blechs, in denen die sekundäre Rekristallisation unvollständig ist, weisen die erwähnten Streifen auf. Wenn die
Brammenerwärmungstemperatur weniger als 13oo°C beträgt, gehen die Inhibitoren nicht in ausreichendem Maße in feste
Lösung, so daß die sekundäre Rekristallisation unvollständig ist und kleine Körner an der gesamten Oberfläche
des Bandes oder Blechs auftreten.
In den letzten Jahren ist das herkömmliche Blockherstellungsverfahren
durch das Stranggießverfahren ersetzt worden, bei dem die Brammen eine säulenartige Struktur aufgrund
der raschen Erstarrung durch Abkühlen aufweisen, c. h. beim Stranggießen tritt eine besondere Erstarrung auf.
Wenn die Brammen mit dieser säulenartigen Struktur auf hohe Temperatur erwärmt werden, ist die Wahrscheinlichkeit
groß, daß eine unnormale Vergrößerung der Körner aufgrund der säulenartigen Struktur auftritt, verglichen mit den
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BAD ORIGINAL
Brammen, die nach dem herkömmlichen Blockherstellungs- und
Brainmenherstellungsverfahren erhalten werden. Die vorstehend beschriebenen Streifen werden also aufgrund der Kornvergrößerung
gebildet.
Fumio Matsumoto sowie vier weitere Erfinder schlagen in
der japanischen Patentanmeldung Nr. 6oo57/1979 ein Verfahren
zur Herstellung eines kornorientierten elektromagnetischen Stahls vor, bei dem eine Stahlbramme einem IJarinwalzschritt
bis zu einem plastischen Fließen unterworfen wird, das in dem oberen und unteren Bereich der Stahlbramme in
Vvalzrichtung der Stahlbramme im Querschnitt gesehen unsymmetrisch
verläuft, wobei aufgrund des unsymmetrischen plastischen Fließens ein kornorientiertes Siliciumstahlband
mit hervorragenden magnetischen Eigenschaften hervorgebracht werden kann, und zwar unter Anwendung des industriell
vorteilhaften Stranggießverfahrens gegenüber dem herkömmlichen Blockherstellungsverfahren, d.h. unter Umgehung des
Brammenherstellungsschritts, wobei gleichzeitig der Nachteil der Streifenbildung beseitigt wird und damit eine Stabilisierung
der sekundären Rekristallisation erfolgt.
In der US-PS 1.898 o61 wird ein Verfahren zur Herstellung eines nichtorientierten Stahlbandes beschrieben, wobei ein
plastisches Fließen erfolgt, das in dem oberen und unteren Bereich des Bandes unsymmetrisch ist, wodurch die Leistungsverlusteigenschaften
verbessert werden. Bei dem Verfahren nach der US-PS 1 898 o61 wird jedoch ein Band, beispielsweise
ein o,4 mm dicker Streifen, der mit einem herkömmlichen
Warmwalzverfahren gewalzt wird, gefaltet und das gebildete Laminat, das aus einer Vielzahl von gefalteten
Abschnitten besteht, wird nochmals gewalzt, wobei dieses Walzen als Packwalzen bezeichnet wird. Die gewalzten
Produkte werden anschließend auf eine Temperatur zwischen 815 und 871 C erwärmt und dann einem asymmetrischen Walzen
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in diesem Temperaturbereich mit einem Paar oder Paaren von Walzen unterworfen, die ungleiche effektive Oberflächengeschwindigkeiten
aufweisen. Weiterhin wird ein Richtwalzen und schließlich ein Glühen bei 843°C durchgeführt, wonach
die Herstellung eines elektromagnetischen Stahls beendet ist. Der elektromagnetische Stahl, den es zum Zeitpunkt
der Veröffentlichung der US-PS 1 898 o61 gab, war lediglich der warmgewalzte, nichtorientierte Stahl, d. h. sogenanntes
warmgewalztes Siliciumstahlblech, wobei er hauptsächlich für den Kern eines Elektromotors verwendet wurde.
Obgleich das warmgewalzte Siliciumstahlblech auch für die Teile eines Transformators eingesetzt wurde, ist seine
Qualität nicht vergleichbar mit dem modernen, kornorientierten, elektromagnetischen Stahlblech.
Ein wichtiger Punkt der US-PS 1 898 o61, dem man beim Vergleich
mit der Herstellung eines kornorientierten, elektromagnetischen Stahls Beachtung schenken muß, besteht in
der Erwärmung auf 815 bis 8710C, der sich das Warmwalzen
anschließt. Falls ein kornorientierter, elektromagnetischer Stahl wieder erwärmt und dann gewalzt wird, wie es in dieser
Patentschrift beschrieben wird, treten während des Wiedererwärmens die Ausfällungs-, Kohäsions- und Vergrößerungs-Phänomene
der Inhibitorelemente,wie Al, N, Mn und S auf, die für die Entwicklung der sekundären Rekristallisation
unerläßlich sind. Die erhaltenen groben Niederschläge können nicht in die gewünschte Form durch das asymmetrische
Walzen übergeführt werden, und sie besitzen nicht mehr die Funktion eines für die sekundäre Rekristallisation
wirksamen Kristallvergrößerungsinhibitors, was zur Folge hat, daß die sekundär rekristallisierten Körner oder
die "Goss"-Textur, die für den kornorientierten elektromagnetischen
Stahl unerläßlich ist, hinreichend gebildet wird.
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Das in der japanischen Patentanmeldung Nr. 6oo57/1979 vorgeschlagene
Verfahren trägt den Erfordernissen zur Herstellung eines kornorientierten, elektromagnetischen Stahls
Rechnung, wobei im wesentlichen beschrieben wird, wie das Warmwalzen mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten
bei der Herstellung dieses Stahls zur Anwendung kommen kann. Obgleich das Endprodukt, das keine Streifen und damit
hervorragende magnetische Eigenschaften aufweist, nach
diesem Verfahren unter Verwendung einer stranggegossenen Bramme erzeugt wird, besteht der Wunsch, die magnetischen
Eigenschaften noch weiter zu verbessern. Bei dem Verfahren nach der japanischen Patentanmeldung Nr. 6oo57/1979,
bei dem lediglich ein Walzvorgang mit ungleicher Walzenumfangsgeschwindigkeit
bei einer Temperatur zwischen 125o und 95o C durchgeführt wird, wodurch ein unsymmetrisches
plastisches Fließen in dem oberen und unteren Bereich der Bramme auftritt, kann nämlich ein Wert des Leistungsverlust
s von W1-JZC- = 1,o6 W/kg erreicht werden. Es wird jedoch
ein geringerer Leistungsverlust als 1,06 W/kg angestrebt, und zwar durch Weiterbildung des Warmwalzverfahrens
mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein praktisches Walzverfahren mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten bereitzustellen,
bei dem der Leistungsverlust des kornorientierten, elektromagnetischen Stahls so herabgesetzt wird, daß
er geringer ist als der Leistungsverlust, der mit dem Verfahren erzielt wird, das Fumio Matsumoto und die vier anderen
Erfinder vorgeschlagen haben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur
Herstellung eines kornorientierten, elektromagnetischen Stahlbandes gelöst, bei dem eine Stahlbramme warmgewalzt,
kaltgewalzt, zur Entkohlung geglüht und rekristallisationsgeglüht
wird, und das dadurch gekennzeichnet ist,daß
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beim Warmwalzschritt das Walzen mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten
bei einer Temperatur zwischen 95o und 12oo C mit wenigstens einem Paar von oben und unten
angeordneten Arbeitswalzen mit gegenüber einander unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten durchgeführt wird,
d. h. mit wenigstens einem Paar aus einer eine hohe Umfangsgeschwindigkeit
aufweisenden Walze und einer eine niedrige Umfangsgeschwindigkeit aufweisenden Walze, wobei das
Werkstück wenigstens zwei Walzvorgängen unterworfen wird, ■\o bei denen die Arbeitswalze mit der hohen Umfangsgeschwindigkeit
und die Arbeitswalze mit der niedrigen Umfangsgeschwindigkeit auf der gleichen Seite des Werkstücks angeordnet
sind.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 in schematischer Wiedergabe Warmwalzverfahren
mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten nach der Erfindung;
Fig. 2 bis 4 den Zusammenhang zwischen der Warmwalztemperatur bei ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten
und der sekundär rekristallisierten
Struktur; und
Fig. 5 eine Diagramm, das die Leistungsverlustwerte wiedergibt, die mit zwei Warmwalzverfahren mit
ungleichen Walzenoberflächengeschwindigkeiten erhalten werden.
Gemäß Fig. 1 wird ein Werkstück 1, beispielsweise eine
stranggegossene Bramme, das bzw. die auf eine Temperatur von mehr als 13oo°e erwärmt worden ist, drei Walzdurchgängen
unterworfen. Das erste Walzenpaar besteht aus einer
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oben angeordneten Arbeitswalze 2A, die eine niedrige Umfangsgeschwindigkeit
(v-) aufweist, sowie aus einer unten
angeordneten Arbeitswalze 2B, die eine hohe Umfangsgeschwindigkeit (V ) aufweist. Das zweite Walzenpaar besteht
aus einer oben angeordneten Arbeitswalze 3A, die eine hohe Umfangsgeschwindigkeit (V„) aufweist, sowie aus einer
unten angeordneten Arbeitswalze 3B, die eine niedrige Umfangsgeschwindigkeit (v ) aufweist. Das dritte Walzenpaar
besteht aus einer oben angeordneten Arbeitswalze 4A, die eine niedrige Umfangsgeschwindigkeit (v^) aufweist, sowie
aus einer unten angeordneten Arbeitswalze 4B, die eine hohe Umfangsgeschwindigkeit (V3) aufweist. Infolgedessen wird
sowohl die obere als auch die untere Oberfläche des Werkstücks 1 abwechselnd von Walzen mit niedriger und hoher
Umfangsgeschwindigkeit gewalzt. Bei dem ersten Walzdurchgang mit Walzen mit ungleicher Umfangsgeschwindigkeit wird
eine Scherbeanspruchung in dem Werkstück 1 hervorgerufen, wobei der zweite Walzdurchgang eine Scherbeanspruchung in
einer Richtung hervorruft, die sich von der des ersten WaI-zenpaars
unterscheidet. Die Einwirkung der Scherbeanspruchung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bewirkt in erheblichem
Ausmaß ein Zerbrechen der langgestreckten groben Körner mit einer <11o>-0rientierung in Walzrichtung, verglichen
mit dem Verfahren, bei dem jede Seite des Werk-Stücks 1 entweder nur mit Walzen hoher Umfangsgeschwindigkeit
oder nur mit Walzen niedriger Umfangsgeschwindigkeit
gewalzt wird. Darüber hinaus wird die Festigkeit der (II0)-Ebene erhöht. Durch das Zerbrechen der langgestreckten groben
Körner mit der <11o>-Orientierung und der Verbesserung
der Festigkeit der (Ho)-Körner erfolgt eine Verbesserung der magnetischen Eigenschaften.
Das Verhältnis der ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten kann definiert werden durch:
ν
VR = (^ - 1) x I00 %,
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worin ν. bzw. V. die niedrige und die hohe Umfangsgeschwindigkeit
eines bestimmten Paars (i) von Arbeitswalzen bedeuten.
Das vorstehend angegebene Verhältnis (V ) beträgt Vorzugs- ; weise mindestens 5 %. Es besteht keine bestimmte Grenze
für das maximale Verhältnis (V0), jedoch beträgt es in Hinblick
auf die Kapazität eines modernen Warmwalzwerks vorzugsweise etw 35 %. Das Verhältnis (V ) kann bei jedem Walzdurchgang
oder -werk gleich oder unterschiedlich sein. Obwohl zwei Walzdurchgänge/ bei denen Walzen mit ungleichen Umfangsgeschwindigkeiten
vorgesehen sind, erforderlich und ausreichend sind, um die langgestreckten groben Körner zu zerbrechen,
werden drei oder mehr Walzdurchgänge, bei denen
T5 Arbeitswalzen mit hohen und niedrigen Umfangsgeschwindigkeiten
vorgesehen sind, vorgezogen, um die groben und langgestreckten Körner wirksamer zu zerbrechen.
Nachstehend ist die Erfindung im einzelnen erläutert.
Das Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren
enthält bis zu 4,ο Gew.-% Silicium und nicht mehr als o,o85 % Kohlenstoff, ferner eine geeignete Menge allgemein
bekannter Inhibitorkomp^pnenten, wie Aluminium, Stickstoff,
Mangan, Schwefel, Selen und Antimon. Der Rest des Ausgangsmaterials ist Eisen, neben unvermeidbaren Verunreinigungen.
Wenn der Siliciumgehalt mehr als 4,ο % beträgt, wird das
Kaltwalzen in nachteiliger Weise schwierig. Der Siliciumgehalt beträgt vorzugsweise 2,ο % und mehr, da ein niedri- rger
Siliciumgehalt von weniger als 2,ο % in nachteiliger Weise zu einer Verschlechterung der magnetischen Eigenschaften,
insbesondere des Leistungsverlusts führt. Bei kornorientiertem Siliciumstahl ist es bekannt, daß der
Leistungsverlust durch eine Erhöhung des Siliciumgehalts herabgesetzt werden kann. Mit zunehmendem Siliciumgehalt
130064/0821 ;(χ)ργ-
ORIGINAL INSPECTED ~
wird jedoch die sekundäre Rekristallisation unvollständig, so daß die gewünschten magnetischen Eigenschaften der Endprodukte
nicht lediglich durch eine Erhöhung des Siliciumgehalts erhalten werden können. Bei einem Stahlband, das
3 Gew.-% und mehr, vorzugsweise 3,5 Gew.-% und mehr Silicium enthält, lassen sich die sekundär rekristallisierten
Körner durch die Anwendung eines asymmetrischen plastischen Fließens beim Warmwalzverfahren vervollständigen. Es
ist deshalb möglich, das kornorientierte Siliciumstahlband
To mit einem geringen Leistungsverlust zu versehen, der mit
Zunahme des Siliciumgehalts auf 4,ο % abnimmt. Wenn der Kohlenstoffgehalt mehr als o,o85 % beträgt, wird es schwierig,
den Kohlenstoffgehalt beim Entkohlungsglühen zu reduzieren,
was unerwünscht ist. Der Kohlenstoff wird benötigt, um das Kornwachstum während des Erwärmens zu verhindern,
ferner dazu, um das Zerbrechen der groben Körner während des Warmwalzens zu beschleunigen. Es ist bisher ein Gehalt
von etwa 0,06 % Kohlenstoff in dem Stahl bei der Stahlherstellung vorgezogen worden. Falls der Kohlenstoffgehalt
weniger als 0,06 % beträgt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß Streifen in dem Endprodukt, das nach dem herkömmlichen
Verfahren erzeugt wird, auftreten.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Bramme Warmwalzdurchgängen
mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten unterworfen, wobei ein plastisches Fließen, das
in dem oberen und unteren Bereich der Stahlbramme auftritt, in Walzrichtung im Querschnitt der Stahlbramme gesehen,
bei jedem Warmwalzdurchgang hervorgerufen wird. Ein wichtiger Punkt der Erfindung besteht darin, daß das asymmetrische
plastische Fließen bei wenigstens zwei Warmwalzdurchgängen in Richtungen hervorgerufen wird, die sich im
wesentlichen senkrecht schneiden. Ein derartiges plastisches Fließen wird nachstehend als asymmetrisches kreuzweises
plastisches Fließen bezeichnet. Durch das asymme-
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trische kreuzweise plastische Fließen kann der Kohlenstoffgehalt von 0,06 %, der Wert, der bei dem herkömmlichen
Verfahren zur Verhinderung von Streifen notwendig ist, auf etwa o,o4 % herabgesetzt werden. Der niedrige
Kohlenstoffgehalt erleichtert das Entkohlungsglühen und ist unter industriellen Gesichtspunkten wegen der niedrigen
Wärmeenergiekosten, die zur Entkohlung erforderlich sind, von Vorteil. Außer der Herabsetzung des Kohlenstoffgehalts
und der Erhöhung des Siliciumgehalts, ohne daß Streifen gebildet werden, können die Inhibitorkomponenten,
insbesondere Aluminium, aufgrund des asymmetrischen kreuzweisen plastischen Fließens erhöht werden. Im Hinblick auf
das Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren
ist darauf hinzuweisen, daß das Stahlmaterial, das die vorstehend erwähnten Komponenten enthält, durch bekannte Stahlherstellungsverfahren,
Schmelzen und Herstellung von Gußstücken oder Stahlabschnitten, insbesondere durch Stranggießen,
erhalten wird. Der stranggegossene Strang wird vorzugsweise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren warmgewalzt,
wodurch die langgestreckten groben Körner, die zur Bildung von Streifen in dem Endprodukt führen, wirksam
dyrch das asymmetrische kreuzweise plastische Fließen zerbrochen
werden.
Das vorstehend beschriebene Ausgangsmaterial wird auf eine Temperatur von 13oo°C und mehr erwärmt und anschließend
zu einem warmgewalzten Band warmgewalzt. Das warmgewalzte Band wird erforäerlichenfalls einem Glühen bei einer
Temperatur von 12oo C oder weniger während eines Zeitraums von 3o Minuten oder weniger unterworfen, worauf es auf die
Enddicke kaltgewalzt wird. Das Kaltwalzen wird wenigstens einmal durchgeführt, worauf sich ein Glühen anschließen
kann. Die Kombination des Glühschritts und des Kaltwalzschritts wird entsprechend dem üblichen Verfahren zur Herstellung
eines kornorientierten Siliciumstahlbandes durch-
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geführt. Das Stahlband, das die Enddicke aufweist, wird einem Entkohlungsglühen unterworfen, worauf das Endglühen
bei hoher Temperatur erfolgt. Die Glühbedingungen zwischen den Walzschritten sind aus der US-PS 3 636 579 bekannt.
Die Bedingungen des Entkohlungsglühens und des abschließenden Hochtemperaturglühens sind aus der US-PS 3 99o 923
bekannt. Der wesentliche Punkt der Erfindung besteht in einera Brammenwarmwalzverfahren, bei dem in der Bramme ein
asymmetrisches kreuzweises plastisches Fließen hervorgerufen wird. Die Bramme wird auf eine Temperatur von mehr
als 13oo C in einem Brammenerwärmungsofen erwärmt und dann aus dem Ofen genommen. Die Bramme wird dann zu einer
plattenförmigen Stange mit einer bestimmten Dicke bei einem Vorwalzschritt mit mehreren Durchgängen gewalzt, worauf
die plattenförmige Stange zu einem warmgewalzten Stahlband
mit einer vorgegebenen Dicke in einem Fertigwalzschritt mit mehreren Durchgängen gewalzt wird.
Das Vorwalzen wird üblicherweise bei einer Temperatur von mehr als 12oo C durchgeführt, und das Fertigwalzen üblicherweise
bei einer Temperatur zwischen 95o und 125o°C. Das warmgewalzte Band, das durch ein Warmwalzverfahren erzeugt
wird, bei dem ein asymmetrisches kreuzweises plastisches Fließen hervorgerufen wird, weist keine zerbrochenen
groben Körner auf, die in dem Kern des Bandes zurückbleiben und in Walzrichtung langgestreckt sind. Dieser Kern
ist aus Kristallkörnern aufgebaut, die eine exakte Orientierung von ^o oij<l1o>
bis [I12}<l1o>
aufweisen. Dieser erwähnte Aufbau oder Textur ist während des Kaltwalzens und Glühens, das sich an das Warmwalzen anschließt, stabil
und verbleibt als Streifen in dem Endprodukt. Die Folge davon ist, daß das sekundäre Rekristallisieren unvollständig
verlaufen kann. Ein derartiges unvollständiges sekundäres Rekristallisieren führt zu schlechten magnetischen
Eigenschaften. Um den erwähnten Aufbau zu zer-
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brechen und um gleichzeitig eine vollständige sekundäre Rekristallisation zu erreichen, um ein kornorientiertes,
elektromagnetisches Stahlband oder -blech mit einem niedrigen Leistungsverlustniveau, insbesondere von 1,o2 bis
1,o3 W/kg, zu erreichen, ist es erforderlich, die Bramme auf eine Temperatur von 13oo°C und mehr zu erwärmen, die
so erwärmte Bramme mindestens zwei Warmwalzdurchgängen mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten zu unterwerfen
und die Walztemperatur des Stahls beim Walzen mit den ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten auf eine Temperatur
von 125o bis 95o°C einzustellen. Falls die Erwärmungstemperatur der Bramme weniger als 13oo°C beträgt, beispielsweise
etwa 85o C, und die Walztemperatur des Stahls beim Walzen mit den ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten
85o bis 8oo°C, dann ergibt sich die in Fig. 2 dargestellte MikroStruktur des Siliciumstahls, wobei die sekundär rekristallisierten
Körner überhaupt nicht entwickelt sind. Wenn die Erwärmungstemperatur der Bramme mehr als 13oo C
beträgt, jedoch die Walζtemperatur des Stahls beim Walzen
mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten kleiner als
95o°C ist, beispielsweise etwa 85o bis 8oo°C, dann ergibt sich die in Fig. 4 dargestellte Mikrostruktur, wobei sich
der sekundär rekristallisierte Stahl noch nicht sonderlich gebildet hat. In Fig. 3 ist die Mikrostruktur von Siliciumstahl
wiedergegeben, der erfindungsgemäß verarbeitet worden ist, wobei die sekundär rekristallisierten Körner vollständig
entwickelt sind.
Durch das Aufbrechen der langgestreckten groben Körner
wird zusätzlich zu der Beseitigung der Streifen die Anzahl der Kristallkerne mit "Goss"-Orientierung, d. h. \i1o}<;o o1>Orientierung,
erhöht, wodurch die magnetischen Eigenschaften der Endprodukte verbessert werden.
Das Warmfertigwalzen wird herkömmlicherweise in einem Walzwerk
mit fünf oder sechs Walzgerüsten durchgeführt. Wenig-
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stens zwei Walzgerüste, die nicht auf eine Kombination mit
benachbarten Walzgerüsten beschränkt sind, sondern irgendeine Kombination von wenigstens zwei Walzgerüsten sein können,
müssen Arbeitswalzen mit den vorstehend erwähnten ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten aufweisen. Ein
Walzgerüst mit gleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten kann zwischen wenigstens zwei der. vorstehend erwähnten
Walzgerüste angeordnet sein. Weiterhin können die Arbeitswalzen mit hoher und niedriger Umfangsgeschwindigkeit je-
-]o des Walzenpaars nacheinander in Walzrichtung angeordnet
sein, und zwar derart, daß die Position jeder dieser Walzen gegenüber dem Werkstück sich in Walzrichtung ändert.
Das Warmwalzen mit einem asymmetrischen kreuzweisen plastisehen
Fließen wird vorzugsweise beim Fertigwalzschritt durchgeführt, jedoch kann es auch beim Vorwalzschritt erfolgen.
Um ein Warmwalzen mit dem asymmetrischen kreuzweisen plastischen Fließen zu erzielen, kann das Verhältnis
der Durchmesser der oben angeordneten und der unten angeordneten Walzen so gewählt werden, daß es größer oder
kleiner als 1,oo ist.
Das nachstehende Beispiel dient der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Eine 2oo mm dicke stranggegossene Bramme, die o,o5 Gew.-% Kohlenstoff, 3,ο Gew.-% Silicium und o,o3 Gew.-% Aluminium
enthält, wird auf 14oo C erwärmt und dann zu einem 2,3 mm
dicken Band nach dem Vorwalzen mit einem Fertigwalzwerk mit sechs Walzgerüsten unter folgenden Bedingungen warmgewalzt.
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A. Bedingung 1
(Vergleichsbeispiel)
(Vergleichsbeispiel)
Die oberen Arbeitswalzen des vierten und fünften Gerüsts des Fertigwalzwerks sind
die Walzen mit hoher Umfangsgeschwindigkeit, wobei das Verhältnis (V ) der ungleichen
Umfangsgeschwindigkeiten 1o %>
beträgt.
B- Bedingung 2
(Vergleichs-Ιο beispiel)
Die unteren Arbeitswalzen des vierten und fünften Gerüsts sind die Walzen mit hoher
Umfangsgeschwindigkeit, wobei das Verhältnis (VR) der ungleichen Umfangsgeschwindigkeiten
1o % beträgt.
C. Bedingung 3 Die obere Arbeitswalze des vierten Gerüsts
(nach der Er- und die untere Walze des fünften Gerüsts
findung)
Bedingung 4
(nach der
Erfindung)
(nach der
Erfindung)
sind die Walzen mit hoher Umfangsgeschwindigkeit, wobei die Verhältnisse (V ) der
ungleichen Umfangsgeschwindigkeiten dieser Walzen 1o % betragen.
Die untere Arbeitswalze des vierten Gerüsts und die obere Arbeitswalze des fünften Gerüsts
sind die Walzen mit hoher Umfangsgeschwindigkeit, wobei die Verhältnisse (VR)
der ungleichen Umfangsgeschwindigkeiten dieser Walzen 1o % betragen.
Die erhaltenen warmgewalzten Bänder wurden geglüht, kaltgewalzt, zur Entkohlung geglüht und rekristallisationsgeglüht
in herkömmlicher Weise, so daß kornorientierte, elektromagnetische Stahlbänder erhalten werden. Der Leistungsverlust (^17/c ) 3er kornorientierten, elektromagnetischen
Stahlbänder" wurde gemessen. Die Meßergebnisse sind in Fig. 5 wiedergegeben. Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß die
Leistungsverlustwerte, die bei der erfindungsgemäßen Warm-
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walzbedingung erhalten wurden, jenen überlegen sind, die bei der zum Vergleich durchgeführten Warmwalzbedingung
erhalten wurden.
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Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung eines kornorientierten,
elektromagnetischen Stahlbandes, bei dem eine Stahlbramme warmgewalzt, kaltgewalzt/zur Entkohlung geglüht sowie rekristallisationsgeglüht wird, dadurch gekennzeichnet , daß beim Warmwalzschritt das
Walzen mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten in
elektromagnetischen Stahlbandes, bei dem eine Stahlbramme warmgewalzt, kaltgewalzt/zur Entkohlung geglüht sowie rekristallisationsgeglüht wird, dadurch gekennzeichnet , daß beim Warmwalzschritt das
Walzen mit ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten in
einem Temperaturbereich zwischen 95o und 12oo°C mit einem Paar von oben und unten angeordneten Arbeitswalzen durchgeführt
wird, deren Uraf angsgeschwindigkeiten sich voneinander unterscheiden, nämlich einem Paar aus einer mit hoher
Geschwindigkeit umlaufenden Walze und einer mit nie-
driger Geschwindigkeit umlaufenden Walze, wobei das Werkstück wenigstens zwei Walzdurchgängen unterworfen wird,
bei denen die Arbeitswalze mit der hohen Umfangsgeschwindigkeit und die Arbeitswalze mit der niedrigen Umfangsgeschwindigkeit auf der gleichen Seite des Werkstücks ange-
bei denen die Arbeitswalze mit der hohen Umfangsgeschwindigkeit und die Arbeitswalze mit der niedrigen Umfangsgeschwindigkeit auf der gleichen Seite des Werkstücks ange-
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BAD ORIGINAL
ordnet sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stahlbramme wenigstens eine Inhibitorkomponente enthält, die vorzugsweise aus einer
Gruppe ausgewählt wird, die aus Aluminium, Stickstoff, Mangan, Schwefel, Selen, Kupfer und Antimon besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e -
kennzeichnet, daß die Stahlbramme eine stranggegossene Bramme ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet , daß die stranggegossene Bramme auf eine Temperatur
dann warmgewalzt wird.
me auf eine Temperatur von mindestens 13oo C erwärmt und
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlbramme während des
Vorwalzschrittes einem unsymmetrischen plastischen Fließen aufgrund der ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeit unterworfen
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stahlbramme während des FertigwalzSchritts einem unsymmetrischen plastischen Fließen
aufgrund der ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeit unterworfen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet
, daß das Verhältnis der ungleichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten, das definiert wird
durch
V.
VR = (^i - 1) χ 1oo %,
VR = (^i - 1) χ 1oo %,
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worin ν. und V. die niedrige und die hohe Umfangsgeschwindigkeit
eines bestimmten Paars (i) von Arbeitswalzen bedeuten, mindestens 5 % ist.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP55055773A JPS5850294B2 (ja) | 1980-04-26 | 1980-04-26 | 磁性の優れた一方向性電磁鋼板の製造方法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3116419A1 true DE3116419A1 (de) | 1982-01-28 |
| DE3116419C2 DE3116419C2 (de) | 1985-03-21 |
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ID=13008187
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Country Status (8)
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| JP (1) | JPS5850294B2 (de) |
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| FR (1) | FR2481151B1 (de) |
| GB (1) | GB2077163B (de) |
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- 1981-04-24 IT IT21368/81A patent/IT1137565B/it active
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