DE3116139C2 - Koksofentür mit Rippenhalterung für eine schildförmige Verkokungsplatte - Google Patents
Koksofentür mit Rippenhalterung für eine schildförmige VerkokungsplatteInfo
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Koksofentür für einen Horizontalkammerverkokungsofen mit einem in die Ofenkammer hineinragenden, aus hitzebeständigem Metall gefertigten und mit dem Türkörper verbundenen Türstopfen, über dessen vordere als Verkokungsplatte wirkende Wand der Ofenbesatz im Abstand zum Türkörper gehalten und somit ein Gassammelraum gebildet wird, wobei der Türkörper durch eine auf seiner Innenseite angeordnete Isoliermatte geschützt ist, nach Patent 31 05 726.
- Bei Horizontalkammerverkokungsöfen sind die beiden senkrechten schmalen Kopfseiten über Koksofentür zu verschließen, die auf der Innenseite zum Schutz der Koksofentür selbst und um den Übergangsbereich sauber zu halten, einen sogenannten Stopfen aufweisen. Statt dieses Stopfens ist nach der Hauptanmeldung im bestimmten Abstand vor dem Türkörper eine Verkokungsplatte angeordnet, die über Distanzstücke mit dem eigentlichen Türkörper verbunden ist. Zwischen Türkörper und Verkokungsplatte ist auf dem Türkörper aufliegend eine Isolierschicht vorgesehen, die über entsprechend ausgebildete Fußstücke der Distanzstücke fixiert ist. Die Verkokungsplatte ist aus einander geringfügig überlappenden Schilden gebildet, die jeweils entseitig mit den Distanzstücken verbunden sind. Um Wärmedehnungen aufnehmen zu können, weisen die Schilde auf der einen Kopfseite ein Langloch und auf der anderen einen entsprechenden Schlitz auf, so daß sie über einen auf dem Distanzstück aufsitzenden Nocken geschoben werden können. Bei einer derartigen Befestigung entfallen zwar jegliche Schraubarbeiten, es ist aber dafür erforderlich, beim Auswechseln von einzelnen Schilden jeweils mehrere andere zu lösen. Darüber hinaus ist nachteilig, daß die Verkokungsplatte selbst keine annähernd plane Oberfläche aufweist und somit der anstehenden Kokskohle Flächen und Ecken bietet, in und an denen diese anbacken kann.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verkokungsplatte mit annähernd planer Oberfläche zu schaffen, deren einzelne Schilde leicht zu montieren und demontieren und vor allem auch ohne weiteres einzeln auszuwechseln sind.
- Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die rechteckförmig ausgebildeten, auf der Unterseite Verstärkungsrippen aufweisenden Schilde an einer Kopfseite mit einem Distanzstück verbunden sind und mit der anderen Kopfseite auf dem jeweils nächsten Schild aufliegen.
- Damit wird in vorteilhafter Weise eine Art Schuppenpanzer gebildet, der ohne besondere Maßnahmen aufgrund der Temperaturschwankungen auftretende Dehnungen oder Schrumpfungen aufnehmen kann. Das einzelne Schild kann somit auch fest mit dem Distanzstück beispielsweise über Verschraubung verbunden werden, was die Montage erleichtert und die Stabilität des gesamten "Stopfens" erhöht. Dies ist vorteilhaft, weil beim Herausnehmen und Hereinschwenken der Koksofentür Stöße an der Maschine, am Koksofen oder am Koksofenrahmen nicht zu vermeiden sind. Diese sind nun unschädlich, weil die einzelnen Schilde jeweils mit den Distanzstücken, d. h. mit ihren Halterungen verbunden sind.
- Eine ausreichende Auflagefläche für das jeweils freie Ende der Schilde ist gegeben, indem erfindungsgemäß die Schilde die Distanzstücke in Längsrichtung des Türkörpers in den Bereich des jeweils oberen Schildes überkragend ausgebildet sind. Auf diesen überkragenden Teil des jeweils unteren Schildes kann das obere Schild somit in vorteilhafter Weise aufgelegt werden und es ergibt sich der erwähnte stabile Schuppenpanzer.
- Eine derartige Ausbildung der Koksofentür mit Verkokungsplatte kann besonders einfach montiert und demontiert werden, wenn die Distanzstücke aus dem u-förmigen, die Isolierschicht fixierenden Fußstück und einem aufrecht daraufstehenden, mit den Flanschen zum Türfuß weisenden u-förmigen Schildhalter bestehen. Insbesondere bei einer entsprechenden Ausbildung der Unterseite der einzelnen Schilde kann das einzelne Schild über den u-förmigen Schildhalter geschoben und dann durch Verschraubung mit ihm verbunden werden.
- Die Anordnung der u-förmigen Schildhalter erbringt über die Höhe der Koksofentür gesehen eine mehrfachere Unterteilung des Gassammelraumes, durch den das beim Verkokungsvorgang ausströmende Gas abgesaugt wird. Eine vorteilhafte Führung des Gasstromes wird dann erreicht, wenn die Schildhalter mittig und unter Belassung von Kanälen auf beiden Seiten auf dem Fußstück befestigt sind. Das Gas wird somit durch die Schildhalter aufgestaut, durchwirbelt und immer wieder gegen die Verkokungsplatte geführt, so daß diese erwärmt bzw. beheizt wird. Die Kanäle bieten dabei dem Gas ausreichend Möglichkeit, letztlich an den Schildhaltern vorbeizuziehen.
- Eine besonders einfache Montage und vorläufige Verbindung zwischen Schild und Distanzstück ist gegeben, indem die Verstärkungsrippen als hochkantstehende Flacheisen ausgebildet sind, die ein Überstülpen über den Schildhalter ermöglichen. U-förmiger Schildhalter und hochkantstehende Flacheisen sind dabei einander angepaßt, weisen entsprechende Bohrungen auf und können so nach dem Überstülpen leicht durch Schrauben miteinander verbunden werden.
- Die Verstärkungsrippen sind auf der Unterseite der Schilde auch angebracht, um möglichst dünnwandige Schilde verwenden zu können. Um diesen Zweck zu erfüllen und andererseits zu aufwendige Verstärkungsrippen zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Verstärkungsrippen rundumlaufend in gleichbleibendem Abstand zum Schildrand angeordnet und an den Ecken miteinander verbunden sind. Dabei ist es möglich, mehrere querverlaufenden Rippen vorzusehen, doch wird es in der Regel ausreichen, jeweils nur an den Enden der parallel zu den Längsseiten der Schilde verlaufenden Verstärkungsrippen diese über quer dazu verlaufende Verstärkungsrippen zu verbinden.
- Die einzelnen Distanzstücke dienen nach der Hauptanmeldung gleichzeitig zur Fixierung der Isolierschicht auf der Innenseite des Türkörpers. Eine Verschmutzung dieser Isolierschicht und damit gleichzeitig eine Erleichterung der Montage und Demontage wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Isolierschicht von einem Blech abgedeckt ist, das von den Fußstücken gehalten ist. Die Bleche sind somit weder mit der Isolierschicht, noch mit dem Türkörper oder den Fußstücken verbunden. Sie können somit aufgrund von Temperaturschwankungen auftretende Längenänderungen ohne weiteres ausführen.
- Die Ausführung von Längenänderungen aufgrund von Temperaturschwankungen wird nach einer weiteren Ausbildung dadurch erleichtert, daß die Bleche kürzer als die Schilde ausgebildet und im Bereich der Distanzstücke im Abstand zueinander angeordnet und vom Fußstück abgedeckt und gehalten sind.
- Auch eine Querdehnung ist nach einer Ausbildung möglich, bei der die die Isolierschicht abdeckenden Bleche in Längsrichtung zweigeteilt ausgeführt und einander überlappend angeordnet sind.
- Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß für die Verkokungsplatte eine stabile und dem relativ rauhen Betrieb auf der Kokerei angepaßte Halterung geschaffen ist. Die Verkokungsplatte bildet eine Art Schuppenpanzer, der der anstehenden Kokskohle eine annähernd plane Oberfläche bietet, so daß Anbackungen weitgehend verhindert sind. Die Montage ist erheblich erleichtert und in vorteilhafter Weise erreicht, daß die durch den zwischen Türkörper und Verkokungsplatte ausgebildeten Gassammelraum abströmenden bzw. abgesaugten Gase zur Beheizung der Verkokungsplatte mit herangezogen werden können.
- Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigt
- Fig. 1 einen Schnitt durch eine Koksofentür von oben gesehen,
- Fig. 2 einen Schnitt von unten gesehen,
- Fig. 3 einen Querschnitt im Bereich des Planierloches,
- Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Koksofentür in Teilansicht,
- Fig. 5 eine Seitenansicht der Koksofentür ohne aufgesetzte Schilde,
- Fig. 6 Seitenansicht mit aufgesetzten Schilden und
- Fig. 7 ein einzelnes Schild in Unteransicht.
- Fig. 1 zeigt eine Koksofentür 1 mit Türkörper 2 in einen Koksofen eingesetzt im Querschnitt. Auf der Innenseite der Koksofentür 1 ist die möglichst dicht an die Koksofenwand 3 heranreichende über Distanzstücke 4, 5 gehaltene Verkokungsplatte 6 angeordnet.
- Die Verkokungsplatte 6 besteht aus mehreren Schilden 7, 8. Zwischen diesen Schilden 7, 8 und dem Türkörper 2 ist somit der Gasabführungsraum 9 ausgebildet, über den das Gas während des Verkokungsvorganges kontinuierlich abgesaugt und abgeführt werden kann.
- Der Türkörper 2 wird über die Isolierschicht 10 geschützt, die über die Fußstücke 11 der Distanzstücke 4, 5 an der Innenseite des Türkörpers 2 fixiert ist. In dem übrigen Bereich zwischen den einzelnen Distanzstücken 4, 5 ist diese Isolierschicht 10 zusätzlich über Bleche 49, 50 abgedeckt, um die Isolierschicht 10 vor Verschmutzungen zu schützen und um die Montage und Demontage zu erleichtern.
- Die einzelnen Distanzstücke 4, 5 bestehen aus dem Fußstück 11 sowie aus dem u-förmig ausgebildeten Schildhalter 19, 20. Mit diesem Schildhalter verbunden wird jeweils die an der oberen Kopfseite 17 ausgebildete Verstärkungsrippe 14 des Schildes 7 bzw. 8. Die u-förmigen Schildhalter 19, 20 sind symmetrisch gesenkt auf den Fußstücken 11 stehend und mit den Flanschen 21, 22 in Richtung Türfuß weisend angeordnet, so daß an ihren Seiten Kanäle 47, 48 verbleiben, durch die das abgesaugte Gas geführt wird.
- Fig. 2 zeigt die gleiche Ausbildung, nur von der anderen Seite her gesehen, so daß die beiden Flansche 21, 22 unsichtbar werden. Die Verbindung zwischen Verkokungsplatte 6 und Distanzstücken bzw. Schildhaltern 19, 20 wird über Schrauben hergestellt, die durch die gezeigten Bohrungen geführt werden können.
- Fig. 3 zeigt die Koksofentür im Bereich des Planierloches, das durch den Durchbruch 55 in dem Türkörper 2 angedeutet ist. Im Bereich des Gasabführungsraumes 9 ist hier ein Kanal vorgesehen, der verhindern soll, daß von der Planierstange mitgenommene Kohle in den Gasabführungsraum 9 hineinfällt. Der Kanal wird über die Führungsbleche 56 und den Kanalboden 57 gebildet.
- Fig. 4 verdeutlicht die leichte Bauweise der Verkokungsplatte und der zugehörigen Konstruktion. Die einzelnen Schilde 7, 8 sind jeweils nur im oberen Bereich über die Verstärkungsrippe 14 mit dem Distanzstück 4 bzw. 5 über die Verschraubung 58 verbunden. Die Verstärkungsrippe 14, 15 dient neben der Befestigung gleichzeitig auch als Verstärkung für die einzelnen Schilde 7, 8. Im Bereich der Überdeckung 12 liegen die einzelnen Schilde 7, 8 nur lose aufeinander, so daß sie Längenänderungen oder sonstige Maßänderungen ohne weiteres ausführen können, ohne daß dadurch der stabile Verband zerstört werden könnte.
- Die Fußstücke 11 der einzelnen Distanzstücke 4, 5 sind jeweils über die Halteschrauben 51, 52 mit dem Türkörper verbunden. Diese Halteschrauben 51, 52 dienen dabei gleichzeitig als Abstützung für die Bleche 49 bzw. 50, die wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, kürzer ausgeführt sind, als die einzelnen Verkokungsplatten, was ohne weiteres möglich ist, weil sie im Bereich der Fußstücke 11 von diesen gleichzeitig gehalten werden. Auch sie können somit ohne weiteres Längenänderungen ausführen.
- Ohne die Schilde 7, 8 wird in der Darstellung gemäß Fig. 5 die Ausbildung der u-förmigen Schildhalter 19, 20 deutlich. Die Schildhalter 19, 20 sind beispielsweise auf die Fußstücke 11 der Distanzstücke 4, 5 aufgeschweißt. Im Boden 26 der Schildhalter 19, 20 sind Bohrungen ausgebildet, die mit den Bohrungen in der Verstärkungsrippe 14 korrespondieren und zur Verschraubung beider Teile dienen.
- Fig. 6 zeigt den Bereich der Überdeckung 12 und der Distanzstücke 4 bzw. 5 mit aufgebrachten Schilden 7, 8. Angedeutet ist zusätzlich die zweckmäßige Anpassung der Schildhalter 19, 20 und der Verstärkungsrippe 10, so daß das einzelne Schild 7 bzw. 8 bei der Montage praktisch über den Schildhalter 19, 20 gestülpt werden kann und dann erst verschraubt werden muß.
- Ein derartiges Schild ist in Fig. 7 gezeigt, wobei die auf der Unterseite 16 ausgebildeten Verstärkungsrippen 14, 15 gezeigt sind. Diese weisen im Bereich der Kopfseite 17, 18 und an den Längsseiten einen entsprechend den Abstand zum jeweiligen Schildrand 53 auf. An den Ecken 54 sind die einzelnen Verstärkungsrippen zur Verstärkung und Verstarrung miteinander verbunden.
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