DE3115998C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trennen eines
Prozeß-Gas-Gemisches aus zwei isotopischen Komponenten in einen
ersten Produkt-Gasstrom, der an der einen gewünschten Komponente
angereichert ist, und in einen zweiten Produkt-Gasstrom, der an
dieser Komponente verarmt ist, mittels einer Gas-Trennkaskade
aus mehreren Modulen, die ein oder mehrere Gas-Trennelement(e)
aufweisen, wobei die Module in Reihe angeordnet sind und eine
Prozeß-Gas-Einströmstelle in der Reihe zwischen zwei Produkt-
Gas-Ausströmstellen dieser Reihe liegt.
Verfahren dieser Art sind durch die DE-PS 27 46 871, die
DE-OS 26 52 432 und US-PS 41 19 418 bekanntgeworden. Bei ihnen
strömt kein Trägergas durch die Kaskade, und die Module sind
nicht von gleicher Größe, Kapazität und Konstruktion. Diese
Kaskaden haben den Nachteil, daß die Herstellung der Module
und damit der gesamten Kaskaden sehr umfangreich und teuer
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs erwähnte
Verfahren derart zu führen, daß die Herstellung der Kaskaden
einfacher und billiger als in den bekannten Fällen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß von
der zweiten Produkt-Gas-Ausströmstelle zu der ersten Produkt-
Gas-Ausströmstelle ein Trägergas durch die Module strömt, das,
einen geschlossenen Kreislauf bildend, außerhalb der Reihe zu
rückgeführt wird, wobei der Gasstrom aus Prozeß-Gas und Trägergas
volumetrisch durch die gesamte Kaskade in beiden Richtungen
konstant ist und das Verhältnis von Prozeßgas zu Trägergas
von beiden Produkt-Gas-Ausströmstellen zur Prozeß-Gas-Einström
stelle ansteigt.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme ist es möglich, Module
gleicher Größe, Kapazität und Konstruktion zu verwenden, was
die Erstellung der Kaskaden sehr vereinfacht und verbilligt.
Auch wenn man berücksichtigt, daß im erfindungsgemäßen Fall
im Gegensatz zu den bekannten Fällen zusätzlich ein Träger
gas erforderlich ist, bleibt für die Herstellung der Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine beacht
liche Vereinfachung und damit Verbilligung gegenüber den be
kannten Fällen.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Gas-Trennkaskade zum
Trennen eines Prozeß-Gasgemisches aus zwei isotopischen Komponen
ten. Die Kaskade ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Module von gleicher Größe, Kapazität und Konstruk
tion sind und zur Kreislaufführung des Trägergases außerhalb
der Modulreihe eine Rückführungsleitung vorgesehen ist.
Beispielsweise kommt als Produkt-Gas Uran 235-Hexafluorid und
Uran 238-Hexafluorid in Frage. Für das Trägergas nimmt man
beispielsweise Wasserstoff.
Anhand der beigefügten Zeichnung wird die Erfindung im folgenden
weiter erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 schematisch eine erste Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 ein Diagramm, aus dem sich die Anderung der Prozeß-
Gas-Konzentration längs der Kaskade ergibt und
Fig. 3 eine andere Ausführungsform der Erfindung.
In Fig. 1 ist mit 10 schematisch eine Kaskade bezeichnet, durch
die Gase in erfindungsgemäßer Art und Weise strömen. Die Kaskade
10 besteht aus einer Reihe von Trennmodulen 12.1 bis 12.10. Jeder
weist Isotopentrennelemente (z. B. zum Trennen von U235F6 von
U238F6), einen Kompressor oder mehrere und einen Wärmeaus
tauscher oder mehrere zum Abführen der Wärme auf, die in den
Kompressoren entstanden ist. Ferner gestattet ein Modul eine
innere Zirkulation des Gases. Auch eine Messung der Gasdrucke,
Temperaturen und Strömungsmengen ist möglich. Schließlich sind
Steuereinrichtungen usw. vorgesehen.
Das Prozeß-Gas, das aus einer Mischung aus U235F6 und U238F6
besteht, wird in Fig. 1 bei 14 in die Kaskade, und zwar in den
Modul 12.4 zwischen den Enden der Kaskade eingeführt. Der Teil
der Kaskade, der das verarmte Gas enthält, ist mit 16 bezeichnet.
Er umfaßt die Modulen 12.1 bis 12.4. Der Teil der Kaskade,
der das angereicherte Gas führt, ist mit 18 bezeichnet und
umfaßt die Module 12.4 bis 12.8.
Der Produkt-Strom S, der an U235F6 verarmt ist, verläßt das
Ende 20 der Kaskade, d. h. also den Modul 12.1. Ein Produkt-
Strom P, der mit U235F6 angereichert ist, verläßt das Ende 22
der Kaskade, d. h. den Modul 12.8. Ein Kreislauf eines Träger
gases ist mit 24 bezeichnet. Das Prozeß-Gas, welches jeden
Modul in Richtung auf das rechte Ende verläßt, ist mit 26
bezeichnet. Das Prozeßgas, welches jeden Modul in Richtung
auf das linke Ende verläßt, ist mit 28 bezeichnet.
Die Mengen an Prozeßgas, die in entgegengesetzten Richtungen
zwischen benachbarten Modulen strömen, nehmen ständig ab,
und zwar um so mehr, je weiter die Module von der Einström
stelle entfernt sind. Weiterhin gilt, daß das Trägergas
auch in entgegengesetzten Richtungen zwischen aneinander
grenzenden Modulen strömt, wobei aber der Fluß nach rechts
größer ist als der Fluß in der entgegengesetzten Richtung.
Der Träger-Gasstrom 24 ist im wesentlichen konstant längs
der Kaskaden. Andererseits nehmen aber die Volumina des Träger
gases von den Produkt-Gas-Ausströmstellen zu der Prozeß-Gas-
Einströmstelle von Modul zu Modul zu.
Die Abnahme in der Gesamtmenge des Prozeßgases ist in Fig. 1
durch die Dicke T der verschiedenen Ströme 26 und 28 ersicht
lich.
Da die Menge an Prozeßgas mit dem Abstand von der Einström
stelle abnimmt und da der gesamte Mengen-Fluß in jeder Rich
tung im wesentlichen gleich bleibt, nimmt das Verhältnis in
jedem Modul zwischen der durchschnittlichen molekularen Masse
des Gesamtgases (Prozeßgas plus Trägergas) und der durchschnitt
lichen molekularen Masse des Trägergases ab.
Modul 12.8 ist der Endmodul auf der anreichernden Seite der
Kaskade. Der Strom 26, der diesen verläßt, ist im wesentlichen
von der gleichen Zusammensetzung wie der Produktstrom P, was
die Komponenten des Prozeßgases betrifft, der die Modulen 12.9
und 12.10 verläßt. Diese wirken lediglich als Trennstufe 30,
um das Trägergas vom Prozeßgas zu trennen. Wegen der beträcht
lichen Unterschiede in den Molekulargewichten zwischen dem
Prozeßgas und dem Trägergas (letzteres ist leichter) ist diese
Trennung leicht und einfach durchzuführen, z. B. durch Gefrier
trennung oder auf andere übliche Art und Weise. Ein Teil der
Trennung des Trägergases von dem Prozeßgas erfolgt auch in den
Modulen 12.4 bis 12.8, nämlich in der Anreicherungszone 18.
Fig. 2 zeigt in einem Diagramm den Idealfall für das Verhält
nis des Produktes des Prozeßgas-Massenflusses von einem Modul
zum nächsten und des Gesamt-Anreicherungsfaktors des Trenn
elementes bzw. der Trennelemente in diesem Modul zu dem ent
sprechenden Produkt für den Einströmmodul 12.4, aufgetragen
über den Modul-Nummern (der Einströmmodul 12.4 ist mit O be
zeichnet). Der Anreicherungsfaktor ist viel kleiner als 1,
und wenn er längs der Kaskade konstant ist, zeigt die Kurve
das Verhältnis des Prozeßgas-Massenflusses von einem Modul
zum nächsten zu dem Prozeßgasfluß vom Einströmmodul, aufge
tragen über der Modulzahl. Der Anreicherungsfaktor kann jedoch
längs der Kaskade variieren; dann unterscheidet sich die Kurve
etwas von der in Fig. 2 dargestellten.
Es ist wünschenswert, daß die praktischen Verhältnisse sich so
nahe wie möglich den in Fig. 2 dargestellten Idealverhältnissen
annähern. Mit der erfindungsgemäßen Methode ist das möglich.
Im wesentlichen ist das darauf zurückzuführen, daß Module ver
wendet werden, die alle von der gleichen Größe sind. Wenn die
Menge an Trägergas, die zwischen benachbarten Modulen strömt,
in der Weise, wie es im Zusammenhang mit Fig. 1 dargestellt
ist, beeinflußt wird, kann man demnach sicher sein, daß für
jeden Modul das fragliche Verhältnis auf die Idealkurve gemäß
Fig. 2 fällt bzw. sehr dicht daneben liegt.
In Fig. 3, die eine andere Ausführungsform der Erfindung
veranschaulicht, gelten die gleichen Bezugsziffern wie
bei der Ausführungsform der Fig. 1, es sei denn, es wird
etwas anderes ausgeführt. Der Anreicherungsabschnitt 18
besteht aus zwei Trennabschnitten, nämlich einem Abschnitt
30, der dem Abschnitt 30 in Fig. 1 entspricht, und einem
zusätzlichen Trägergastrennabschnitt 32. Die Module zwischen
dem Trennabschnitt 32 und dem Produktende der Kaskade sind
klein relativ zu den anderen Modulen; sie haben daher eine
geringere Gesamtkapazität.
Claims (3)
1. Verfahren zum Trennen eines Prozeß-Gas-Gemisches aus
zwei isotopischen Komponenten in einen ersten Produkt-Gas
strom, der an der einen gewünschten Komponente angereichert
ist, und in einen zweiten Produkt-Gasstrom, der an dieser
Komponente verarmt ist, mittels einer Gas-Trennkaskade aus
mehreren Modulen, die ein oder mehrere Gas-Trennelement(e)
aufweisen, wobei die Module in Reihe angeordnet sind und
eine Prozeß-Gas-Einströmstelle in der Reihe zwischen zwei
Produkt-Gas-Ausströmstellen dieser Reihe liegt, dadurch
gekennzeichnet, daß von der zweiten Produkt-
Gas-Ausströmstelle (S) zu der ersten Produkt-Gas-Ausström
stelle (P) ein Trägergas durch die Modulreihe strömt, das,
einen geschlossenen Kreislauf bildend, außerhalb der Reihe
zurückgeführt wird, wobei der Gasstrom aus Prozeß-Gas und
Trägergas volumetrisch durch mehrere Module der Kaskade in beiden
Richtungen konstant ist und das Verhältnis von Prozeßgas
zu Trägergas von beiden Produktgas-Ausströmstellen (S, P)
zur Prozeß-Gas-Einströmstelle ansteigt.
2. Gas-Trenn-Kaskade zum Trennen eines Prozeß-Gas-Gemisches
aus zwei isotopischen Komponenten gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Module (12,1....,
12, 10) von gleicher Größe, Kapazität und Konstruktion sind
und zur Kreislaufführung des Trägergases (24) außerhalb der
Modulreihe eine Rückführungsleitung vorgesehen ist.
3. Gas-Trenn-Kaskade zum Trennen eines Prozeß-Gas-Gemisches
aus zwei isotopischen Komponenten gemäß Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Module in Abschnitte
(12n-1; 12n) aufgeteilt sind, wobei sich die Module ver
schiedener Abschnitte voneinander unterscheiden.
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Legal Events
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ATOMIC ENERGY CORP. OF SOUTH AFRICA, LTD., PELINDA |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |