DE3115389C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum aufeinander
folgenden epitaktischen Anwachsen mindestens zweier Halb
leiterschichten auf mindestens einem Halbleitersubstrat
mit einer festen Grundplatte, in der eine Aussparung zur
Aufnahme des Substrats vorgesehen ist, mit einem auf Ab
stand über der Grundplatte angeordneten flachen Schieber,
der in Behältern die flüssigen Lösungen trägt, wobei die
ser Schieber durch eine Wand der Vorrichtung hindurch in
bezug auf die Grundplatte verschoben werden kann.
Die Erfindung bezieht sich auf epitaktisches Anwachsen in
allgemeinem Sinne, aber insbesondere auf das Anwachsen von
III-V-Halbleiterverbindungen, die in industriellen Verfah
ren schwer hergestellt werden können.
Das epitaktische Anwachsen aus der Flüssigkeitsphase ist
eine bekannte Technik. Eine Vorrichtung zur Durchführung
dieser Technik ist in der US-PS 36 90 965 beschrieben. Die
in dieser Patentschrift beschriebene Vorrichtung enthält
drei wesentliche Teile, und zwar:
- - einen Behälter, in dem die flüssige Lösung angebracht ist,
- - eine erste flache Platte, auf der der Behälter ruht und die den Boden desselben bildet, und
- - eine zweite flache Platte, die unter der hervorgehenden Platte angeordnet ist und die eine Aussparung enthält, in der sich das zu überziehende Halbleitersubstrat be findet.
Die beiden Platten können in bezug aufeinander und in be
zug auf den Behälter durch Schieben hin und her bewegt
werden. Die erste flache Platte weist eine Öffnung auf,
deren Form und Querschnitt denen des Bodens des Behälters
nahezu gleich und auch praktisch denen der Aussparung
gleich sind, in der sich das Substrat befindet.
In einer ersten Stufe des Herstellungsverfahrens werden
der Boden des Behälters, die Öffnung und die Aussparung in
eine fluchtende Lage gebracht. Die flüssige Lösung bedeckt
dann das Substrat und füllt die Öffnung aus. Dann werden
die beiden Platten in Verbindung miteinander in bezug auf
den Behälter verschoben. Das Substrat in der Aussparung
und die mit einem kleinen Volumen der flüssigen Lösung ge
füllte Öffnung werden dabei von dem Behälter entfernt und
der Boden des Behälters wird verschlossen. Ausgehend von
dem kleinen Volumen an flüssiger Lösung, das seitlich von
der Öffnung begrenzt wird, wird dann das Anwachsen der
epitaktischen Schicht auf dem Substrat durch das übliche
Mittel einer gesteuerten Herabsetzung der Temperatur
durchgeführt.
Das Verfahren nach der vorgenannten US-Patentschrift, das
darin besteht, daß eine epitaktische Schicht aus einem Vo
lumen an flüssiger Lösung erzeugt wird, die als verhält
nismäßig dünne Schicht über dem Substrat angebracht ist,
ist interessant, weil die erhaltene Schicht in bezug auf
die Güte ihrer Oberfläche auffallend ist.
Ein Nachteil der bekannten Vorrichtung ist, daß sie nicht
an den industriellen Gebrauch angepaßt ist. Die Vorrich
tung würde bei der Herstellung mehrerer Schichten auf
mehreren Substraten zu viel Raum in Anspruch nehmen und
nicht besonders einfach wirken und ihre Anwendung würde
Öfen mit zahlreichen getrennten Erhitzungszonen notwendig
machen; weiter ist das Herstellungsverfahren zeitraubend
und aufwendig.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dem
Fachmann eine industrielle Vorrichtung, d.h. insbesondere
eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die leicht
anwendbar ist und mit deren Hilfe mehrere Substrate
gleichzeitig behandelt werden können.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, wie sie
Gegenstand des Patentanspruchs 1 ist.
Unter den sogenannten "Leitungsfenstern" lassen sich "Ein
laßfenster" mit deren Hilfe die flüssigen Lösungen aus den
Behältern in die Aussparungen fließen können, in denen
sich die Substrate befinden, und "Auslaßfenster" unter
scheiden, mit deren Hilfe die Lösungen die Aussparungen
verlassen können.
Die Positionierung der Behälter an einer festen Stelle im
Schiffchen, wie sie bei der Erfindung erfolgt, ist in dem
Sinne günstig, daß die Betätigung des Schiebers, wenn sich
das Schiffchen in einem Ofen befindet, weniger schwer aus
führbar ist als in dem Falle, in dem auch die Behälter mit
den flüssigen Lösungen fortbewegt werden müssen. Der Vor
teil fester Behälter ist umso größer, je zahlreicher diese
Behälter sind.
Die Verteilung - Zufuhr und Abfuhr - der flüssigen Lösun
gen wird nur durch die Wirkung des Schiebers erhalten, der
vor jeder Ablagerung einer Schicht in geringem Maße ver
schoben wird.
Der Schieber ist mit einem Einlaßfenster und gegebenen
falls Auslaßfenster versehen, wenn Behälter vorhanden
sind. Die Verschiebungen desselben dienen dazu, das Ein
laßfenster einem der Behälter gegenüber zu bringen. Wenn
die Behälter alle an einem Ende der Vorrichtung gruppiert
sind, macht der Übergang von dem einen Behälter zu dem
folgenden nur eine kleine Verschiebung notwendig. Die Ge
samtamplitude der Bewegung des Schiebers ist daher nur ge
ring und es ist also nicht notwendig, daß dieser Schieber
weit aus der Vorrichtung hervorragt; dies ist günstig für
den insgesamt von der Vorrichtung eingenommenen Raum.
Die flache Platte ist immer mit mindestens einem Auslaß
fenster versehen. Wie nachstehend in bezug auf das Verfah
ren zum Anwachsen mit Hilfe der Vorrichtung nach der Er
findung erläutert wird, werden, wenn das Einlaßfenster
unter einem Behälter angeordnet wird, das Auslaßfenster
der Platte und das Auslaßfenster des Schiebers einander
gegenüber gebracht. Auf diese Weise wird ein Durchgang ge
bildet, mit dessen Hilfe aus der Aussparung eine flüssige
Lösung, die eben verwendet wurde, durch Aufstauung unter
dem Druck der folgenden flüssigen Lösung entfernt werden
kann.
In einer ersten Ausführungsform der Vorrichtung nach der
Erfindung liegt die flache Platte über der ganzen Grund
platte und ist mit einer der Anzahl vorhandener Behälter
gleichen Anzahl von Einlaßfenstern und mit mindestens ei
nem Auslaßfenster versehen. Die Abstände zwischen dem Aus
laßfenster und jedem der Einlaßfenster in der Platte sind
praktisch gleich den Abständen zwischen dem Einlaßfenster
und jedem der Auslaßfenster in dem Schieber.
Diese Ausführungsform mit einer flachen Platte, die die
ganze Grundplatte bedeckt, eignet sich besonders gut zum
Anwachsen einer doppelten Schicht.
In einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung nach der
Erfindung, die für das Anwachsen von drei und mehr Schich
ten besonders günstig ist, erstreckt sich die flache
Platte nur teilweise über die Grundplatte und befindet
sich nicht an der unter den Behältern liegenden Stelle und
ist nur mit einem einzigen Auslaßfenster versehen. Der
Schieber kann dann mit einer Nase versehen sein, die die
Grundplatte berührt und die, je nach der Lage des Schie
bers, in der Vorrichtung völlig oder teilweise den unter
den Behältern liegenden Raum beansprucht.
Vorzugsweise liegt, ungeachtet der Ausführungsform der
Vorrichtung, das Auslaßfenster der Platte am Innenrand der
Aussparung in der Nähe desjenigen Endes der Vorrichtung,
das dem Ende gegenüberliegt, an dem sich die Behälter be
finden.
Die beschriebenen Maßnahmen tragen dazu bei, eine Vorrich
tung zu schaffen, mit der in einem industriellen Verfahren
epitaktische Ablagerungen von mehreren (zwei, drei, vier
usw.) Schichten durchgeführt werden können. Die Anordnung
der Behälter an einem Ende der Vorrichtung ergibt nämlich
den Vorteil, daß für die in der Grundplatte vorgesehene
Aussparung viel Platz freigelassen wird; diese Aussparung
kann dann auch langgestreckt ausgeführt werden, so daß
darin mehrere Substrate untergebracht werden können, die
dann gleichzeitig und unter identischen Bedingungen behan
delt werden. Die Vorrichtung behält jedoch angemessene Ab
messungen, wobei die Erhitzungszone in den zu verwendenden
Öfen schmal bleibt, was eine sehr genaue Regelung ermög
licht und die Regelung erleichtert.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum An
wachsen mehrerer Schichten aus der Flüssigkeitsphase mit
Hilfe der Vorrichtung nach der Erfindung, wobei dieses
Verfahren darin besteht, daß wenigstens in der Aussparung
in der das Substrat ruht (die Substrate ruhen) eine erste
flüssige Lösung aus dem ersten Behälter eingebracht wird;
daß man auf diesem Substrat (diesen Substraten) eine erste
epitaktische Schicht anwachsen läßt; daß die erste flüssi
ge Lösung durch eine zweite flüssige Lösung aus dem zwei
ten Behälter ersetzt wird, und daß eine zweite epitak
tische Schicht auf der vorhergehenden Schicht anwachsen
läßt, und so weiter, wobei das Substrat (die Substrate)
sich, ebenso wie die Behälter, in einer festen Lage in der
Vorrichtung befindet (befinden), und das Einbringen und
die Entfernung der flüssigen Lösungen durch Verschieben
des zwischen diesen Lösungen angeordneten Schiebers er
folgt.
Die Anordnung des Einlaßfensters im Schieber unter einem
Behälter hat weiter zur Folge, daß ein Auslaßfenster im
Schieber dem Auslaßfenster in der flachen Platte gegenüber
zu liegen kommt. Außerdem kommt bei Anwendung der Vorrich
tung dieser Ausführungsform durch die Anordnung des Ein
laßfensters im Schieber unter einem Behälter dieses Ein
laßfensters gleichfalls einem Einlaßfenster in der genann
ten Platte gegenüber zu liegen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung eignet sich zur Erzeu
gung epitaktischer Schichten auf jedem geeigneten Sub
strat. Obgleich es für das Anwachsen von III-V-Materi
alien, insbesondere von GaAlAs, entworfen worden ist, ist
seine Anwendung in allen Fällen des Anwachsens von Halb
leiterverbindungen in industriellem Maßstab interessant.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeich
nung dargestellt und werden im folgenden näher beschrie
ben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung nach einer
ersten Ausführungsform, die vorzugsweise zum
Anwachsen von zwei Schichten verwendet wird;
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung nach einer
zweiten Ausführungsform, die sich zum Niederschla
gen von zwei Schichten eignet;
Fig. 4 einen Längsschnitt längs der Linie IV-IV der
Fig. 3;
Fig. 5 einen Querschnitt längs der Linie V-V der Fig. 3;
Fig. 6 einen Querschnitt längs der Linie VI-VI der Fig. 3 und auch
längs der Linie VI-VI der Fig. 1 und
Fig. 7A bis 7D vier aufeinanderfolgende Stufen eines
Herstellungsverfahrens, das zu der Erzeugung von
drei epitaktischen Schichten auf Substraten führt,
die in einer Vorrichtung nach den Fig. 3, 4, 5
und 6 behandelt worden sind.
Die Vorrichtung ist zur Anwendung in einer Epitaxievor
richtung üblicher Struktur bestimmt, die dem Fachmann be
kannt ist und insbesondere mit einem waagerechten Raum, in
dem die Vorrichtung angeordnet ist, und mit einem Er
hitzungsofen versehen ist. Nur die Vorrichtung, die den
Gegenstand der Erfindung bildet, ist in den Figuren darge
stellt. In diesen Figuren sind entsprechende Teile mit
denselben Bezugsziffern versehen.
Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 ist mit einem Ge
fäß oder Tiegel 10 in Form eines Parallelepipeds versehen,
auf dessen Boden eine Platte 11 angebracht ist.
Diese Platte 11, in der eine Aussparung 12 zur Aufnahme
von Halbleitersubstraten vorgesehen ist, bildet die Grund
platte der Vorrichtung; die Grundplatte 11 ist zwischen
den Seitenwänden des Tiegels 10 befestigt und wird in die
ser Lage gehalten. Auf Abstand über der Grundplatte 11 ist
ein flacher Schieber 13 angebracht, der durch die sich in
der Breitenrichtung erstreckenden Wände 101 und 102 des
Tiegels 10 hindurchgeht und durch eine Translationsbewe
gung in bezug auf den Tiegel z.B. mit Hilfe eines in ein
Loch 14 am Ende geführten Hakens verschoben werden kann
(diese Verschiebung erfolgt in der Figur von rechts nach
links und umgekehrt; tatsächlich ist, wie nachstehend noch
erörtert wird, nur eine Verschiebung von rechts nach links
beim Anwachsen erforderlich). Vorzugsweise wird die Platte
13 in Nuten 15, die in der Dickenrichtung der Längswände
103 und 104 des Tiegels 10 angebracht sind, geführt und
seitlich festgehalten.
Der Schieber 13 trägt zwei Behälter 16 und 17, die neben
einander angeordnet sind und zur Aufnahme flüssiger epi
taktischer Lösungen dienen. Der Boden dieser beiden Behäl
ter wird durch die obere Fläche des Schiebers 13 gebil
det. Seitlich und entsprechend der Länge der Vorrichtung
werden sie von den Wänden 103 und 104 des Tiegels be
grenzt. Seitlich und entsprechend der Breite der Vorrich
tung wird der Behälter 16 von zwei Querwänden 161, 162 be
grenzt, die auf dem Schieber 13 ruhen, während der Behäl
ter 17 von der Breitenwand 102 des Tiegels und von der
Querwand 162, die also den beiden Behältern 16 und 17 ge
meinsam ist, begrenzt wird. Die Querwände 161 und 162 wer
den von senkrechten Nuten 18 festgehalten, die in der
Dickenrichtung der Wände 103 und 104 angebracht sind. Der
Schieber 13 ist also frei in seiner Translationsbewegung
in bezug auf die Behälter 16 und 17.
Die Behälter 16 und 17 sind an einer festen Stelle in der
Nähe eines Endes 102 der Vorrichtung angebracht und die
feste Platte 19 ist zwischen der Grundplatte 11 und dem
Schieber 13 angeordnet, wobei diese Platte mit einer ihrer
Flächen 19A den Schieber berührt, während die andere Flä
che 19B mit der Grundplatte in Kontakt steht, wobei diese
Platte mit mindestens einem Fenster 191 versehen und die
ser Schieber mit mehreren Leitungsfenstern 131, 132, 133
für die flüssigen Lösungen versehen ist.
In dem Schieber 13 ist das Fenster 131 das Einlaßfenster
und die Fenster 132 und 133 sind Auslaßfenster, wobei die
Anzahl der letzteren Fenster gleich der Anzahl vorhandener
Behälter ist und diese Fenster in demjenigen Teil des
Schiebers liegen, der an das Ende 101 des Tiegels 10
grenzt.
In der flachen Platte 19, die sich in dieser Ausführungs
form über die ganze Länge der Vorrichtung über der Grund
platte 11 erstreckt, sind zwei Einlaßfenster 192 und 193
vorhanden, die den Behältern 16 bzw. 17 gegenüber liegen,
während ein Auslaßfenster 191 am Innenrand der Aussparung
12 vorgesehen ist.
Die Abstände zwischen dem Auslaßfenster 191 und jedem der
Einlaßfenster 192 und 193 sind praktisch gleich den Ab
ständen in dem Schieber zwischen dem Einlaßfenster 131 und
den Auslaßfenstern 132 bzw. 133. Wenn also das Fenster 131
des Schiebers unter den Behälter 16 über dem Fenster 192
der Platte gebracht wird, kommt das Fenster 132 über dem
Fenster 191 zu liegen; ebenso fallen, wenn die Fenster 131
und 193 unter dem Behälter 17 zusammenfallen, auch die
Fenster 133 und 191 am anderen Ende der Vorrichtung zu
sammen.
Das Auslaßfenster 191 der Platte liegt am Innenrand der
Aussparung 12, um zu vermeiden, daß am rechten Ende der
Aussparung ein Raum gebildet wird, aus dem die Lösung
nicht entfernt werden kann, wenn die zweite Lösung die er
ste Lösung aus der Aussparung heraustreibt.
Wie nachstehend erörtert wird, ist die Bewegung des Schie
bers während des Epitaxievorgangs sehr beschränkt und ent
spricht insgesamt einem Abstand, der in der Größenordnung
des Abstandes zwischen der Querwand 161 und der Wand 102
liegt. Es ist daher auch nicht notwendig, einen langen
Schieber zu verwenden.
Die Fig. 3, 4, 5 und 6 zeigen eine Vorrichtung mit drei
Behältern, das zum Anwachsen von drei Schichten verwendet
werden kann (Fig. 6 ist ein Querschnitt durch Fig. 3 und
ist auch, bis auf ein Detail, ein Schnitt durch Fig. 1).
In dieser Vorrichtung sind dieselben Teile wie in der oben
beschriebenen Vorrichtung vorhanden. Außerdem ist ein
dritter Behälter 20 angebracht, der zwischen einer Quer
wand 163 und der Wand 102 liegt.
Diese Vorrichtung mit drei Behältern weist eine besondere
Form auf, die sich durch die folgenden Punkte kennzeich
net:
- - zunächst erstreckt sich die Platte 19, die auf einem Rand der Grundplatte 11 ruht, nicht über die ganze Länge des Tiegels, sondern nur von der Wand 101 bis zu der Querwand 161, also nicht über den unter den Behältern liegenden Raum. Die Platte 19 ist mit einem Auslaßfen ster 191 versehen, weist aber kein Einlaßfenster auf. Um zu vermeiden, daß die Platte der Bewegung des Schiebers folgt, ist sie an der Grundplatte 11 z.B. mit Hilfe ei nes Stiftes 194 befestigt.
- - Weiter ist der Schieber 13 links in den Fig. 3 und 4 mit einer Nase 135 versehen, die die Grundplatte 11 berührt. In der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Lage füllt diese Nase den ganzen unter der Aussparung liegenden Raum aus und berührt die Platte 19, die als Anschlag dient (diese Berührung ist nicht vermeidbar). Sie erstreckt sich außerhalb des Tiegels 10 und bildet das Ende des Schiebers, in dem das Loch 14 vorgesehen ist. Außerdem ist der Schieber 13 außer mit dem Einlaß fenster 131 mit drei Auslaßfenstern 132, 133, 134 ver sehen, wobei jedes dieser Auslaßfenster der Reihe nach dem Auslaßfenster 191 der Platte 19 in verschiedenen Stufen des Herstellungsverfahrens entsprechen muß.
Die Teile, aus denen die Vorrichtung aufgebaut ist, be
stehen z.B. aus Graphit.
Anhand der Fig. 7 wird die Wirkung einer Vorrichtung
nach der Erfindung näher erläutert; dabei wird das An
wachsen von drei Schichten mit Hilfe einer Vorrichtung
nach den Fig. 3 bis 6 realisiert. Es wird nicht auf
physikalische und chemische Faktoren, wie die Art der
flüssigen Lösung, die Art des Substrats, die Temperatur
und die Zeit, eingegangen, die zum Anwachsen einer epitak
tischen Schicht nach den dem Fachmann bekannten Verfahren
führen. Der Vorgang wird hier nur mit Rücksicht auf die
Anwendung der Vorrichtung betrachtet.
Vor dem Anwachsen der ersten epitaktischen Schicht nimmt
die Vorrichtung die in Fig. 7A dargestellte Lage ein.
Substrate 40 ruhen in der Aussparung 12. Die Behälter 16,
17 und 20 enthalten die erste, die zweite bzw. die dritte
der flüssigen Lösungen 165, 175 bzw. 205. Der Schieber 13
befindet sich in einer derartigen Lage, daß sich das
Einlaßfenster 131 über der Platte 19 rechts von dem Behäl
ter 16 befindet.
In einer ersten Stufe des Herstellungsverfahrens wird der
Schieber 13 von rechts nach links bewegt, bis sich das
Fenster 131 dem Behälter 16 gegenüber in einer Lage befin
det, in der das Auslaßfenster 132 des Schiebers über dem
Auslaßfenster 191 der Platte liegt. Die flüssige Lösung
165 strömt dann in die Aussparung 12. Die Menge an
Flüssigkeit 165 reicht aus, um den ganzen verfügbaren Raum
auszufüllen und bei 265 auf den Schieber 13 über die Fen
ster 191 und 132 zu fließen. Die Vorrichtung nimmt dann
die Lage nach 7B ein.
Nach dem Anwachsen einer ersten epitaktischen Schicht auf
den Substraten 40 wird der Schieber 13 weiter von rechts
nach links bewegt, bis sich das Fenster 131 unter dem
zweiten Behälter 17 befindet. Die Lösung 175 in dem Behäl
ter 17 strömt dann in den darunterliegenden Raum und nimmt
die Stelle der Lösung 165 ein. Die Lösung 165 wird dabei
über die Auslaßfenster 191 und 133 auf den Schieber 13 zu
rückgetrieben (siehe Fig. 7C), wobei auch eine gewisse
Menge der Lösung 175 bei 275 auf den Schieber fließt. Dann
kann zum Anwachsen der zweiten epitaktischen Schicht über
gegangen werden.
In einer dritten Stufe des Herstellungsverfahrens wird der
Schieber 13 noch weiter von rechts nach links bewegt, um
das Einlaßfenster 131 unter den dritten Behälter 20 zu
bringen. Zu gleicher Zeit wird der Behälter 17 ver
schlossen und das Auslaßfenster 134 kommt über dem Auslaß
fenster 191 zu liegen. Dann ist die dritte flüssige Lösung
205 an der Reihe, mit dem Substrat 40 in Berührung zu
kommen; die Lösung 205 nimmt dann die Stelle der Lösung
175 ein, die durch die Öffnung 191-134 auf den Schieber 13
zurückgetrieben wird, über den bei 305 auch eine geringe
Menge der Lösung 205 selber strömt (Fig. 7D). Anschließend
kann zum Anwachsen der dritten epitaktischen Schicht über
gegangen werden.
In den Fig. 1 bis 4 sind die Behälter mit praktisch dem
gleichen Inhalt dargestellt. Dies ist nicht unbedingt not
wendig; die Vergrößerung des auszufüllenden Raumes, je
nachdem sich die Nase 135 weiter zurückzieht, kann Unter
schiede im Inhalt und also in den Abmessungen zwischen den
genannten Behältern notwendig machen.
Um sicherzustellen, daß die zweite Lösung 175, wenn sie
sich in der Aussparung 12 befindet, nicht durch das Zu
rückströmen der auf den Schieber 13 zurückgetriebenen er
sten Lösung 165 verunreinigt wird, kann, sobald die epi
taktische Ablagerung der zweiten Schicht anfängt, der
Schieber 13 etwas nach links bewegt werden, so daß die
Verbindung über die Fenster 133 und 191 unterbrochen wird
(Fig. 7C). Diese Verschiebung muß selbstverständlich ge
ringer als die Verschiebung sein, die erforderlich ist, um
das Fenster 131 unter den dritten Behälter 20 zu bringen.
Verunreinigung der dritten in die Aussparung geströmten
Lösung kann auf ähnliche Weise vermieden werden.
Es sei bemerkt, daß der Schieber 13 in einer einzigen
Richtung bewegt wird (von rechts nach links in den Fig.
7) und daß die Amplitude der Verschiebung sehr klein ist,
so daß die Länge des Schiebers gering sein kann.
Das oben beschriebene Anwendungsbeispiel ist auf das An
wachsen von drei Schichten beschränkt, aber es ist ein
leuchtend, daß die Vorrichtung zum Anwachsen einer größe
ren Anzahl von Schichten eingerichtet werden kann.
Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 weist im Ver
gleich zu der Vorrichtung nach den Fig. 3 und 4 den
Vorteil auf, da, weil sich die Platte 19 über die ganze
Länge der Vorrichtung erstreckt, die Aussparung 12 ein
konstantes Volumen besitzt, ungeachtet der Lage des
Schiebers in dieser Vorrichtung. Das Volumen der
Aussparung 12 wird in der Vorrichtung nach den Fig. 3
und 4 größer, wenn die Nase 135 nach links bewegt wird.
Daraus ergibt sich ein geringerer Bedarf an flüssiger
Lösung bei der ersten Ausführungsform (Fig. 1 und 2)
als bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 3 und 4) bei
praktisch gleichen Abmessungen der Vorrichtung.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden epitaktischen An
wachsen mindestens zweier Halbleiterschichten auf minde
stens einem Halbleitersubstrat aus der Flüssigkeitsphase
mit einer festen Grundplatte, in der eine Aussparung (12)
zur Aufnahme des Substrats vorgesehen ist, mit einem auf
Abstand über der Grundplatte angeordneten flachen Schieber
der in Behältern, die an einer festen Stelle der Vorrich
tung in der Nähe eines Endes (102) der Vorrichtung ange
bracht sind, die flüssige Lösungen trägt, wobei dieser
Schieber durch eine Wand der Vorrichtung hindurch in bezug
auf die Grundplatte verschoben werden kann, mit einer
festen flachen Platte (19), die zwischen der Grundplatte
(11) und dem Schieber (13) so angeordnet ist, daß sie mit
einer ihrer Flächen den Schieber (13) berührt und über ei
ne andere Fläche mit dem Rand der Grundplatte (11) in Kon
takt steht, so daß zwischen Grundplatte (11) und der
festen Platte (19) die Aussparung zur Aufnahme der Sub
strate gebildet wird, wobei diese Platte (19) mit minde
stens einem Fenster (191) und der Schieber (13) mit
mehreren Leitungsfenstern (132, 133, 134) für flüssige Lö
sungen versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (13) mit einem Einlaßfenster (131) mit
mit einer der Anzahl vorhandener Behälter (16, 17, 20)
gleichen Anzahl von Auslaßfenstern (132, 133, 134)
versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die feste flache Platte (15) über der ganzen
Grundplatte liegt und mit einer der Anzahl vorhandener
Behälter gleichen Anzahl von Einlaßfenstern und mindestens
einem Auslaßfenster versehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstände zwischen dem Auslaßfenster und jedem der
Einlaßfenster in der festen flachen Platte (19) gleich den
Abständen zwischen dem Einlaßfenster und jedem der
Auslaßfenster in dem Schieber sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die flache Platte (19) sich nur teilweise über der
Grundplatte erstreckt und sich nicht an der unter den
Behältern liegenden Stelle befindet und nur ein einziges
Auslaßfenster (191) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (13) mit einer Nase (135) versehen ist,
die die Grundplatte (11) berührt und die, je nach Lage des
Schiebers, in der Vorrichtung völlig oder teilweise den
unter den Behältern liegenden Raum beansprucht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Auslaßfenster (191) der festen flachen Platte (19)
am Innenrand der Aussparung (12) in der Nähe des Endes
(101) der Vorrichtung liegt, das sich dem Ende (102) mit
den Behältern gegenüber befindet.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Boden der Behälter durch die Oberfläche des
Schiebers gebildet wird, wobei der Schieber in bezug
auf die Behälter bewegbar ist.
9. Verfahren zur aufeinanderfolgenden epitaktischen Erzeugung
mindestens zweier Halbleiterschichten auf mindestens einem
Halbleitersubstrat aus der Flüssigphase unter Verwendung
der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens in der Aussparung (12), in der das Substrat ruht (die Substrate ruhen), eine erste flüssige Lösung (165) aus dem ersten Behälter (16) eingebracht wird;
daß man auf diesem Substrat (diesen Substraten) eine erste epitaktische Schicht anwachsen läßt;
daß die erste flüssige Lösung durch eine zweite flüssige Lösung (175) aus dem zweiten Behälter (17) ersetzt wird;
daß man eine zweite epitaktische Schicht auf der vorhergehenden Schicht anwachsen läßt, und so weiter, wobei das Substrat (die Substrate) sich, ebenso wie die Behälter, in einer festen Lage in der Vorrichtung befindet (befinden), und
Einbringen und die Entfernung der flüssigen Lösungen durch Verschieben des zwischen diesen Lösungen angeordneten Schiebers erfolgt.
daß wenigstens in der Aussparung (12), in der das Substrat ruht (die Substrate ruhen), eine erste flüssige Lösung (165) aus dem ersten Behälter (16) eingebracht wird;
daß man auf diesem Substrat (diesen Substraten) eine erste epitaktische Schicht anwachsen läßt;
daß die erste flüssige Lösung durch eine zweite flüssige Lösung (175) aus dem zweiten Behälter (17) ersetzt wird;
daß man eine zweite epitaktische Schicht auf der vorhergehenden Schicht anwachsen läßt, und so weiter, wobei das Substrat (die Substrate) sich, ebenso wie die Behälter, in einer festen Lage in der Vorrichtung befindet (befinden), und
Einbringen und die Entfernung der flüssigen Lösungen durch Verschieben des zwischen diesen Lösungen angeordneten Schiebers erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR8009072A FR2481325A1 (fr) | 1980-04-23 | 1980-04-23 | Nacelle utilisable pour des depots epitaxiques multicouches en phase liquide et procede de depot mettant en jeu ladite nacelle |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3115389A1 DE3115389A1 (de) | 1982-06-03 |
| DE3115389C2 true DE3115389C2 (de) | 1991-01-10 |
Family
ID=9241247
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE3115389A1 (de) |
| FR (1) | FR2481325A1 (de) |
| GB (1) | GB2074469B (de) |
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| US4594128A (en) * | 1984-03-16 | 1986-06-10 | Cook Melvin S | Liquid phase epitaxy |
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| JPS5320193B2 (de) * | 1973-01-25 | 1978-06-24 | ||
| JPS5248949B2 (de) * | 1974-12-20 | 1977-12-13 | ||
| JPS524782A (en) * | 1975-06-30 | 1977-01-14 | Matsushita Electric Ind Co Ltd | Liquid phase epitaxial growth method |
| JPS5256855A (en) * | 1975-11-05 | 1977-05-10 | Sony Corp | Liquid phase epitaxial device |
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| JPS54117679A (en) * | 1978-03-03 | 1979-09-12 | Mitsubishi Electric Corp | Liquid-phase epitaxial growth unit |
| JPS54128667A (en) * | 1978-03-30 | 1979-10-05 | Toshiba Corp | Liquid phase epitaxial growth unit |
| JPS54150376A (en) * | 1978-05-18 | 1979-11-26 | Sanyo Electric Co Ltd | Liquid phase epitaxial growth apparatus |
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1981
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- 1981-04-16 US US06/254,671 patent/US4397260A/en not_active Expired - Fee Related
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| GB2074469B (en) | 1983-12-21 |
| DE3115389A1 (de) | 1982-06-03 |
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|---|---|---|---|
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