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Beschreibung
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Mit einem Deckel verschließbarer Behälter für Förderwagen einer Förderanlage
Die Erfindung betrifft einen mit einem Deckel verschließbaren Behälter für Förderwagen
einer Förderanlage.
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Förderanlagen mit Förderwagen, die gegebenenfalls mit einem eigenen
Antrieb ausgestattet sind und sich entlang horizontaler und vertikaler Strecken,
sowie gegebenenfalls über Kopf bewegen, sind in verschiedenen Bauarten bereits bekannt.
In den Behälter der Förderwagen solcher Förderanlagen ist das Ladegut lose einzubringen.
Wenn dann die Förderwagen entlang vertikaler Strecken oder über Kopf fahren, löst
sich das Ladegut, zum Beispiel Akten, Aktenordner oder Schriftstücke, vom Boden
des betreffenden Wagenbehälters und rutscht in diesen herum oder schlägt gegen den
Dekkel. Dies kann dazu führen, daß der Deckel aufspringt.
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In jedem Fall wird aber das Ladegut beschädigt, indem beispielsweise
die Ecken von Aktenordnern und Aktendeckeln durch Anstoßen beschädigt oder Aktendeckel
und Schriftstücke abgeknickt werden. Lose mitgeführte Schriftstücke kommen durcheinander.
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Es sind auch Förderwagen bekannt, deren Behälter mit einem aus Klarsichtkunststoff
bestehenden Deckel ausgestattet sind. Solche Deckel werden durch im Behälter herumrutschendes
bzw. herlmfliegendes Ladegut leicht angekratzt und beschädigt. Bei aus Kunststoff
bestehenden Behältern und Deckeln ist man ohnehin bestrebt, deren Gewicht zu verringern
und dementsprechend die Dicke ihrer Wandung zu verringern. Solche Behälter vertragen
deshalb keine harteiStöße.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen mit einem
Deckel verschließbaren Behälter für Förderwagen einer Förderanlage zu schaffen,
bei dem eine Beschädigung von Behälter und Deckel sowie des in diesem zu transportierenden
Ladegutes durch dieses selbst während des Transports von Förderwagen entlang vertikaler
Förderstrecken sowie während eines Transportes über Kopf wirksam vermieden werden
kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ausstattung des Behälters
mit einer Vorrichtung zum Festhalten von Gegenständen im Behälter gelöst.
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Diese Vorrichtung kann manuell betätigbar sein. Bevorzugt wird eine
Konstruktion, bei der in den Behälter eingebrachte Gegenstände durch die Vorrichtung
selbsttätig festlegbar sind. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß die
Vorrichtung in Art einer Klemme ausgebildet ist und klemmt, sobald ein Gegenstand,
beispielsweise ein Aktenordner, in Richtung Behälterboden gedrückt wird.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Vorrichtung
durch den Deckel des Behälters derart steuerbar, dass durch sie beim Schliessen
des Deckels die Gegenstände im Behälter festgehalten und beim öffnen des Deckels
wieder freigegeben werden. Das kann z. B. dadurch geschehen, dass der Behälterboden
oder der Deckel mit einer dicken Schicht elastischen Materials, z. B. Schaumgummi,
ausgelegt ist. Beim Schliessen des Deckels wird das Ladegut durch den Deckel in
das elastische Material hineingedrückt und dadurch festgeklemmt.
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Eine in herstellungstechnischer Hinsicht besonders vorteilhafte Konstruktion
sieht mindestens ein am Deckel oder im Behälterunterteil an gegenüberliegenden Seiten
des Deckels bzw. Behälters gehaltenes bzw. befestigbares Band vor, das zumindest
einseitig im senkrechten Abstand von der Ober- bzw. Unterseite des Behälters gehalten
ist.
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Wenn der Deckel in seine Schließstellung verbracht wird, legt sLch
das Band unter entsprechender Vorspannung über einen oder mehrere in den Behälter
eingebrachte Gegenstände, die dadurch im Behälter festgehalten werden.
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Ebensogut kann die durch das Band erzeugte Spannkraft auch von unten
her auf das Ladegut wirken und es beim Schliessen des Deckels gegen diesen pressen.
In beiden Fällen wird somit das Gut im Behälter fixiert oder zumindest dessen Bewegungsspielraum
derart eingeschränkt, dass es in Steigstrecken oder bei Ober-Kopf-Fahrten nicht
mehr im Behälter herumrutschen bzw. stürzen kann.
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Vorteilhaft ist das Band über die gesamte Länge oder zumindest in
den Bereichen, in welches es im Behälter verankert ist, elastisch ausgebildet. Stattdessen
können aber auch die Bandbefestigungen elastisch sein.
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Des weiteren ist es günstig, das Band in seiner Länge
veränderbar
auszubilden, so daß es möglich ist, zum Beispiel die Intensität der Spannkraft durch
entsprechendes Verkürzen des Bandes zu erhöhen. Des weiteren kann die Anordnung
des Bandes im Behälter so getroffen sein, daß dieses bei Schließen des Deckels zum
Beispiel diagonal über das Ladegut gelegt wird. Bevorzugt wird man die Befestigungspunkte
des Bandes derart plazieren, daß eine diese Befestigungspunkte miteinander verbindende
Verbindungslinie durch einen in den Behälter eingebrachten Gegenstand verläuft.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Band an der einen
Deckel- bzw. Behälterseite an zwei im Abstand voneinander vorgesehenen Punkten und
an der anderen Seite an einem Punkt befestigt, wodurch ein Bandverlauf erreicht
wird, durch den das Band an im Abstand voneinander liegenden Stellen am Ladegut
zur Anlage und dadurch eine besonders zuverlässige Halterung desselben zustande
kommt.
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Eine günstige Konstruktion ergibt sich in diesem Zusammenhang, wenn
der Behälter insbesondere quaderförmig ausgebildet ist und die Trennfuge zwischen
Behälter und Deckel an der Behältervorderseite tiefer liegt als an der Behälterrückseite
und wenn das Band am Deckel zumindest an der nach unten gezogenen Deckelvorderkante
befestigt ist. Die beiden anderen Befestigungspunkte des Bandes können entweder
am Deckel im Bereich seiner Scharniere oder am Behälter im Bereich seiner höherliegenden
Behälterkante vorgesehen sein, wobei eine zuverlässige Fixierung von Gegenständen
im Behälter gewährleistet ist, wenn möglichst alle Befestigungspunkte des Bandes
unterhalb der Oberkante des Ladegutes liegen.
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Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung sind in der sich anschliessenden
Beschreibung eines in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen
Behälters und/oder in den Ansprüchen erläutert.
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In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht des geschlossenen
Behälters; Fig. 2 eine Stirnansicht des Behälters in Richtung des Pfeiles A der
Fig. 1 gesehen; Fig. 3 eine Draufsicht des Behälters in geschlossenem Zustand.
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Der auf einen Förderwagen einer Förderanlage zu montierende Behälter
ist als Ganzes mit 10 bezeichnet und an seiner Oberseite mittels eines Deckels 12
verschließbar.
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In geschlossenem Zustand bildet der Behälter einen quaderförmigen
Körper, der mit seinem ebenen Behälterboden 14 auf einem Förderwagen zu befestigen
ist. Der Deckel 12 ist mittels Scharnieren 16, 18 im Bereich der Oberkante 20 der
Behälterrückwand 22 angelenkt.
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Die Höhe der mit 24 bezeichneten Behältervorderwand ist kleiner als
diejenige der Behälterrückwand und dementsprechend ist der Deckel 12 an der Behältervorderseite
nach unten gezogen. Dadurch erstreckt sich eine zwischen Behälter und Deckel vorhandene
Trennfuge 26, ausgehend von der hinteren Behälteroberkante 20 schräg nach vorne
und unten bis zur Oberkante 28
der Behältervorderwand 24. 30 bezeichnet
eine an der Behältervorderwand 24 im Bereich ihrer Oberkante 28 angeordnete Schließvorrichtung
zur Deckelverriegelung.
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Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist innerhalb des Deckels eine
als Ganzes mit 32 bezeichnete Vorrichtung zum Festlegen von in den Behälter eingebrachten
Gegenständen innerhalb des Behälters angeordnet. Diese Vorrichtung weist ein elastisches
Band 34 auf, das beispielsweise aus gummiähnlichem Material besteht.
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Es ist mit seinen Enden im Bereich der Scharniere 16, 18 an der Innenseite
der Behälterrückwand 22 verankert.
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Ausserdem ist es in der Deckellängsmitte im Bereich seines vorderen
Längsrandes befestigt. Aufgrund dieser Halterung an Behälter und Deckel besitzt
das Band 34 zwei Bandteilstücke 34', 34''.
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Diese Bandteilstücke bewirken, dass beispielsweise ein in den Behälter
10 hineingestellter, strichpunktiert angedeuteter Aktenordner 36 beim Schließen
des Deckels 12 selbsttätig im Behälter 10 verspannt und damit festgehalten wird,
so dass er seine Lage auch dann beibehält, wenn der den Behälter tragende Förderwagen
sich entlang seiner Förderstrecke in vertikaler Richtung bewegt oder über Kopf fährt.
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Hierzu ist Voraussetzung, dass die Verankerungspunkte des Bandes 34
im senkrechten Abstand von der Oberseite 38 des Deckels vorgesehen und mit Bezug
auf die Höhe eines festzuspannenden Gegenstandes derart plaziert sind, dass ihr
Abstand vom Behälterboden 14 kleiner ist als die Höhe des Gegenstandes.
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Durch die spezielle Ausbildung des Deckels, dessen vordere Unterkante
von der Deckeloberseite einen entsprechend größeren Abstand als dessen hintere Unterkante
hat, wird einmal erreicht, dass der Deckel beim öffnen nicht zu weit über die Behälterrückwand
22 vorsteht und zum anderen bietet diese Ausbildung den Vorteil, dass das Band 34
durch seine Verankerung am tiefer liegenden Deckellängsrand bei Schliessen des Deckels
an der Vorderseite eines festzulegenden Gegenstandes verhältnismäßig weit heruntergezogen
und dadurch eine solche Spannkraft der Vorrichtung 32 erzeugt wird, dass der Gegenstand
mit verhältnismäßig großer Kraft zwischen dem Behälterboden 14 und den Bandteilstücken
34', 34" verspannt wird.
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Es ist klar, dass die Vorrichtung 32 auch mehrere, beispielsweise
zwei Bänder aufweisen kann, wobei in diesem Fall jedes vorteilhaft im Bereich des
unteren vorderen Deckellängsrandes in diesem zu verankern und im Bereich der hinteren
Behälteroberkante 20 in der Behälterrückwand zu befestigen ist.
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Es ist ausserdem klar, dass das mindestens eine Band auch ausschließlich
innerhalb des Deckels veranktert sein kann.
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Des weiteren kann die Breite des Bandes derart gewählt sein, dass
es sich ganz oder teilweise über die gesamte Behältergrundfläche erstreckt und damit
in geschlossenem Zustand des Behälters innerhalb desselben eine zweite Behälterabdeckung
bildet.
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