DE3114748A1 - Mascara-buerstchen - Google Patents
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Description
- "Mascara-Bürstchen"
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Mascara-Bürstchen mit einem Stiel und einem an dessen vorderen Ende angeordneten Auftragsteil in Form eines zentralen Trägers mit radialen Vorsprüngen in Form umlaufender Scheiben.
- Die Fertigung von Mascara-Bürstchen ist relativ aufwendig und störanfällig, da die Entformung der meist verwendeten feinen Tentakel, insbesondere wenn sie rundum um den zentralen Körper verteilt angeordnet sein sollen und somit nicht in einer Entformungsebene liegen können, die Gefahr beinhalten, daß sie beim Öffnen der Form hängenbleiben und damit abgerissen werden. Die Form muß dann erst wieder hergerichtet werden, ehe weitergearbeitet werden kann. Darüber hinaus können derartige feine Tentakel nur relativ wenig, insbesondere niedrigviskose Auftragsmittel oder pulverförmige Auftragsmittel festhalten und es besteht schließlich die Gefahr, daß beim Drehen des Mascara-Bürstchens zum Auftragen des kosmetischen Mittels auf die Augenwimpern wie abgebogenen, beim Drehen wieder frei werdenden Tentakel nach vorne schnellen und damit das kosmetische Mittel weggespritzt wird.
- Um dies zu vermeiden ist es in der deutschen Gebrauchsmusterschrift 8 025 937 bereits vorgeschlagen worden, die radialen zur Trägerachse senkrechten Vorsprünge der Mascara-Bürstchen als umlaufende Scheiben auszubilden. Zwischen diesen Scheiben, die sehr viel einfacher entformt werden können als feine Tentakel, wodurch die Fertigung der Mascara-Bürstchen erleichtert wird, läßt sich auch sehr viel mehr Auftragsmittel festhalten, wobei auch die Gefahr des Vorschnellens und Verspritzens von Auftragsmittel bei im wesentlichen umlaufend ausgebildeten Scheiben nicht mehr besteht. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein derartiges Mascara-Bürstchen mit als umlaufende Scheiben ausgebildeten Auftragsvorsprüngen so weiterzubilden, daß das Auftragsverhalten noch weiter verbessert wird. Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einem Mascara-BUrstchen der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der Auftragsteil ein einstückiges Teil aus Schaumstoff oder Weichplastik mit eingearbeiteten Keilnuten ist.
- Im Gegensatz zu den vorbekannten Mascara-Bürstchen, bei denen die umlaufenden Scheiben jeweils beabstandete dünne plattenförmige Scheiben waren, sind die erfindungsgemäßen Scheiben diskusförmig ausgebildet und nicht durch eine Rechtecknut, sondern durch eine in der Mitte linienförmig zulaufende Keilnut voneinander getrennt. Diese Keilnut in Verbindung mit der Ausbildung des Auftragsteils aus Schaumstoff oder Weichplastik ergibt ein ganz besonders günstiges Auftragsverhalten, welches sowohl bei pulverförmigen, als auch bei sehr dünnflüssigen Auftragsstoffen große Vorteile gegenüber allen bislang bekannten Mascara-Bürstchen mit sich bringt.
- Die Keilnuten sollen dabei in Weiterbildung der Erfindung so ausgebildet sein, daß die Scheibenränder schmale Kanten bilden, so daß die Scheiben problemlos zwischen die einzelnen Wimpern einstechen können, um das an ihnen anhaftende Auftragsmittel an die Wimpernhaare abzugeben. Die Keilnu- ten können entweder zueinander parallel verlaufen, oder aber auch wendelförmig zusammenhängen.
- Die sich ergebenden Scheiben, zwischen denen jeweils die genannten Keilnuten angeordnet sind, brauchen im Umfang nicht kreisförmig zu sein, d. h. die Umhüllende dieser Scheiben braucht nicht einen Zylinder darzustelleni Dies ist zwar eine bevorzugte Grundform, doch kann für spezielle Anwendungszwecke es auch günstig sein, einen unrunden Querschnitt zu verwenden, beispielsweise in Form einer Ellipse, die zusätzlich an den Enden der großen Halbachse hin spitz aus-Laufen' Darüber hinaus könnten auch andere mehreckige Querschnitte vorgesehen sein oder auch Querschnitte die sich aus einem Kreis ergeben, aus den man Segmente ausschneidet, die sich allerdings nicht bis zum Mittelpunkt erstrecken dürfen.
- Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Mascara-Bürstchen kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, daß die Stiele unmittelbar in einer entsprechenden Form umschäumt werden, in der die Keilnuten mit eingearbeitet sind. Stattdessen kann aber auch ein Herstellungsverfahren angewandt werden, bei dem Formlinge aus Schaumstoff oder Weichplastik tiefgefroren und die Keilnuten mittels spanabhebender Werkzeuge eingebracht werden. Durch dieses spezielle Fertigungs- verfahren lassen sich die in ihrem Auftragsverhalten optimalen Mascara-Bürstchen aus Weichplastik oder Schaumstoff außerordentlich einfach fertigen. Durch das Tiefgefrieren der Formlinge werden sie so steif, daß die spanabhebende Bearbeitung problemlos stattfinden kann. Dabei hat es sich gezeigt, daß diese zweistufige Bearbeitung mit einer spanabhebenden Einfräsung der Keilnuten insgesamt nicht aufwendiger ist als die Spritzgießfertigung herkömmlicher Mascara-Bürstchen-Auftragsteile, sei es mit tentakelförmigen Vorsprüngen, sei es mit umlauf enden Scheiben. Gleichwohl ergeben die erfindungsgemäßen Auftragsteile gegenüber allen vorbekannten Anordnungen, insbesondere bei problematischen Auftrags stoffen, die die günstigen Auftragseigenschaften.
- Bei den genannten Ausführungsformen mit unrunden Querschnitten läßt sich die besondere Querschnittsform selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der spanabgebenden Bearbeitung der tiefgefrorenen Formlinge erzielen, indem vor dem Einarbeiten der umlaufenden Keilnuten entsprechende Längsnuten oder Segmente ausgefräst werden. Dabei kann selbstverständlich auch eine Ausführung gewählt werden, bei welcher zunächst in einen zylindrischen Formling die umlaufenden Nuten eingebracht werden und anschließend eine Reihe von beabstandeten Längsnuten eingebracht werden, so daß dann nur die sternartig vorspringenden Teile mit Keilnuten versehen sind, jedenfalls dann, wenn die Längssegmente oder sonstigen Abflachungen radial tiefer sind als die Tiefe der Keilnuten.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele sowie an Hand der Zeichnung. Dabei zeigen: Fig. 1 eine Ansicht eines vorderen Teils eines Mascara-Bürstchens mit einem Auftragsteil mit parallel zu-.einander verlaufenden Keilnuten, Fig. 2 eine Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform mit wendelförmig zusammenhängenden Keilnuten, Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Anordnung nach Fig. 1 und Fig. 4 einen Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel mit unrundem Querschnitt.
- Auf das vordere Ende des Stiels 1 ist ein Auftragsteil 2, vorzugsweise aus Schaumstoff, entweder aufgeschoben (Fig. 3) oder im Falle der ebenfalls möglichen Ausbildung aus Weichplastik gegebenenfalls auch unmittelbar angeformt. Das Auftragsteil 2 ist mit Keilnuten 3 versehen, die im Falle der Anordnung nach den Fig. 1 und 3 in parallelen Ebenen liegen, während sie bei der Anordnung nach Fig. 2 wendelförmig zusammenhängen. Durch diese Keilnuten 3 werden diskusförmige Scheiben 4 gebildet, die außen in einer schmalen Kante 5 auslaufen. Bei der Fertigung der Auftragsteile 2 geht man von einem Rohling aus, wie er in Fig. 3 durch die strichpunktierten Linien 6 begrenzt ist. Ein derartiger Rohling wird - vor oder nach dem Aufschieben auf den Stiel 1 - tiefgefroren. Im tiefgefrorenen Zustand lassen sich dann mittels spanabhebender Werkzeuge die Keilnuten 3 einarbeiten.
- Fig. 4 zeigt einen vergrößerten Querschnitt durch eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mascara-Bürstchens.
- Dabei ist der Auftragsteil querschnittlich nicht kreisrund, d. h. man geht nicht von einem zylinderförmigen Rohling aus, sondern quasi von einem Rohling, dessen Querschnitt sternförmig ist. In diesen sind dann im dargestellten AusfUhrungsbeispiel die Keilnuten eingebracht. Derartige Konfigurationen lassen sich ersichtlich leichter im Wege des Umspritzens des Stiels herstellen als durch spanabhebende Bearbeitung, da dabei in jedem Fall eine kompliziertere Nachführung des Werkzeugs entsprechend der Sternaußenform erforderlich ist.
- Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Neben anderen Querschnittsformen des Auftragsteils könnte auch so verfahren werden, daß zunächst wie bei den Fig. 1 bis 3 umlaufende Nuten in einen zylindrischen Formling eingebracht werden und daß anschließend noch eine Reihe von Nuten, insbesondere wiederum keilförmigen Nuten, parallel zur Längsachse eingebracht wird, so daß ähnliche Sternausbildungen wie in Fig. 4 entstehen, wobei allerdings dann im Bereich dieser nachträglich eingebrachten Nuten die zunächst umlaufenden Keilnuten abgetragen worden sind und dort nicht mehr vorhanden sind.
Claims (8)
- Patent- und Schutzansprüche 1. Mascara-Bürstchen mit einem Stiel und einem an dessen & vorderen Ende angeordneten Auftragsteil umfassend einen zentralen Träger mit radialen VorsprUngen in Form umlauf ender Scheiben, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragsteil (2) ein einstückiges Teil aus Schaumstoff oder Weichplastik mit eingearbeiteten, umlaufenden Keilnuten (3) ist.
- 2. Mascara-Bürstchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilnuten (3) so angeordnet sind, daß die Scheibenränder (5) schmale Kanten bilden.
- 3. Mascara-Bürstchen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilnuten (3) zueinander parallel verlaufen (Fig. i).
- 4. Mascara-Bürstchen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilnuten wendelförmig zusammenhängen (Fig. 2).
- 5. Mascara-Bürstchen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da- durch gekennzeichnet, daß das Auftragsteil (2) einen unrunden Querschnitt aufweist.
- 6. Mascara-Bürstchen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragsteil (2) mit zur Stielachse parallelen Nuten versehen ist.
- 7. Verfahren zur Herstellung eines Mascara-Bürstchens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel in einer Form umschäumt wird.
- 8. Verfahren zur Herstellung eines Mascara-Bürstchens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilnuten mittels spanabhebender Werkzeuge in einen tiefgefrorenen Formling eingearbeitet sind.
Priority Applications (4)
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