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DE3113077A1 - Prismenbrille als sehhilfe - Google Patents

Prismenbrille als sehhilfe

Info

Publication number
DE3113077A1
DE3113077A1 DE19813113077 DE3113077A DE3113077A1 DE 3113077 A1 DE3113077 A1 DE 3113077A1 DE 19813113077 DE19813113077 DE 19813113077 DE 3113077 A DE3113077 A DE 3113077A DE 3113077 A1 DE3113077 A1 DE 3113077A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glasses
vision
aid
prism
prismatic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19813113077
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dr.med. 7901 Oberkirchberg Eckert
Bernd Dr.med. 8580 Bayreuth Kamppeter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19813113077 priority Critical patent/DE3113077A1/de
Publication of DE3113077A1 publication Critical patent/DE3113077A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/02Lenses; Lens systems ; Methods of designing lenses
    • G02C7/08Auxiliary lenses; Arrangements for varying focal length
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/14Mirrors; Prisms

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Eye Examination Apparatus (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)

Description

  • Antraq auf Erlanqung eines Patentes
  • Titel: Prismenbrille Sehhilfe Anwendunqsgebiet: Die Erfindung betrifft eine Spezial-Prismenbrille, mit deren Hilfe Gegenstände vergrößert wahrgenommen werden und die das Tiefenauflösungsvermögen wesentlich verbessert.
  • Als Stereotestbrille verwendet sie die chromatische Abberation. um echte Querdisseration zu schaffen. Sie verwirklicht als einziger Test des räumlichen Sehens ist dadurch der empfindlichste überhaupt denkbare Stereotest.
  • Zweck: Bei allen Menschen mit einer reduzierten Sehschärfe ist eine Vergrößerung des Gesehenen im Nahbereich sinnvoll, um Gegenstände entweder sicherer zu erkennen bzw. um sie überhaupt erst zu identifizieren zu können. Bei bisher üblichen Brillen wird ein Pluszusatz verwendet, um einen definierten vergrößerung effekt zu erreichen. Die Starke des Pluszusatzes ist jedoch begrenzt durch die Konvergenzfähigkeit des einzelnen Individuums. Weiterhin wird durch die vorhandene Konvergenz der Augen ein Mikropsiephänomen ausgelöst, das bewirkt, daß das durch das Plusglas vergrößerte Bild im Gehirn wieder verkleinert wird.
  • Mit unserer Spezialbrille sind theoretisch beliebig hohe Nahzusätze möglich, deren Vergrößerungseffekt durch Aufhebung des Konvergenz- Mikropsiephänomens voll benutzt werden kann.
  • Eine praktische Begrenzung erfolgt nur über den jeweils möglichen und zumutbaren Arbeitsabstand.
  • Stand der Technik: 1. Einfacher Nahzusatz 2. Fernrohrbrillen 3. Lupenbrillen 4. Ein Stereotest ohne Dissoziation ist bisher nicht am Markt.
  • Bei allen diesen Brillen wird eine Vergrößerung des Gesehenen ausschließlich erreicht über eine wesentliche Einschränkung des Gesichtsfeldes.
  • Das corticale Verkleinerungsphänomen (Mikropsie) durch Konvergenz wird bei allen diesen Brillen nicht beseitiat.
  • Kritik: Die oft zum Zwecke der Vergrößerung angebotenen Sehhilfen sind unhandlich und werden vom Betroffenen oft subjetiv nicht toleriert.
  • Aufgabe: Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine Sehvergrößerung im Nahbereich zu erreichen, sodaß - unter Voraussetzung eines erhaltenen Binokularsehens - die Lesefcdhigkeit bei Augenerkrankungen gesteigert wird.
  • Ein weiteres Aufgabengebiet ist eine wesentliche Steigerung des Tiefenauflösungsvermöens, z. B. bei Operateuren oder bei di£-fizi,flen handwerklichen Aufgaben.
  • Lösung: Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Spezialbrille soviel Prismenwirkung eingebaut wird, daß die Augen des Brillenträgers parallel gestellt werden. Dadurch wird die Konvergenz ausgeschaltet. Durch einen sphärischen Pluszusatz wird die Akkommodation im Arbeitsbereich ausgeschaltet.
  • Nach Ausschalten von Konvergenz und Akkommodation kommt es zum maximalen corticalen Vergrößerungseffekt.
  • Dieser übetrifft den rein optischen Vergrößerungsfak tor bei weitem. Nur dann ist es möglich, beliebig viel Pluswirkung in die Brille einzugeben.
  • Weitere Ausgestaltung: 1. Die Prisenverordnung: Der Betrag der vorgesetzten Prismen berechnet sich aus der Arbeitsabstand, dem Pupillardistanzabstand und dem Hornhautscheitelbrillenabstand. Die optischen Zentren des Brillenglases und. das Objekt im gewünschten Abstand bilden nun ein gleichschenkliges Dreieck, dessen Basis der
    F
    PD entspricht. Die Prismen werden jetzt so gewählt, daß sie den entsprechenden Winkel zwischen Basis und Arbeitsobjekt kompensieren. Um eine Diplopie etwas entfernterer Gegenstände zu vermeiden, sollte man für die Winkelberechnung einen Punkt verwenden, der ca. 10-15 cm jenseits des Arbeitspunktes liegt.
  • 2. Zur Sphärenbestimmung: Zur Bestimmung des Pluszusatzes sollte man der gewünschten Arbeitsentfernung ebenfalls ca. 10-15 cm hinzufügen, d. h. beim gewünschten Arbeitsabstand von 4o cm empfiehlt sich ein Nahzusatz zur Eigenkorrektur von + 2 Dioptrien. Die verschiedenen Glassturken und Prismenstärken kann man aus der nachfolgenden Tabelle für variablen Arbeitsabstand, bzw. etwas unterschiedlichen PD Abstand entnehmen.
  • Tabelle: siehe sechstes Blatt Fernpunkt PUPILLARDIFF.
    20 30 40 50 cm
    +3,0sph +2,5 s + 2,0 s +1,5 s
    7,5 14 Pr 12 P 10 P 8 P
    +3,0 s +2,5 s + 2,0s +1,5 s
    13 P 11P 9 P 7 P
    +3,0 s +2,5s +2,0 s +1,5 s
    6,5 12 P 10 P 8 P 7 P
    +3,0 s +2,5 s +2,0 s +1,5 s
    6,0 11 P 9 P 8 P 7 P
    +3,0 s +2,5 s +2,0 s +1,5 s
    5,5 10 P 8 P 7 P 6 P
    cm 3. Ausführung der Brille: Aus Gewichtsgründen empfiehlt es sich, den Prismenanteil nur in die untere Hälfte der Brille, wie z. B. bei einer herkömmlichen Bifokalbrille einzuschleifen. Es bietet sich eine Halbbrille an, wie sie zur Zeit in Amerika als Lesebrille gängig sind, die durch relativ kleine Glasabmessung das Gewicht der Brille in erträglichen Grenzen hält.
  • Für Fehlsichtige erscheint auch die Rezeptur einer Halbbrille vom Typ Jackson sinnvoll, bei der Nahteil und Fernteil horizontal getrennt sind und die beim Aufblicken die normale Orientierung im Raum über den Fernteil der Brille ermöglicht.
  • 4. Spezieller Prismenschliff: Die dem Auge zugewandte Konkavseite muß ihr optisches Zentrum genau im Fern-PO-Abstand haben.
  • Weiterhin muß die Blicksagittale rechtwinklig auf die vertikale und horizontale Achse treffen.
  • Die gesamte prismatische Wirkung muß auf der Vorderseite des Glases erzielt werden.
  • Die bisherigen Gluser sind deshalb ungeeignet, da sie für Divergenzschieler produziert wurden und ihre Brecnung an der Rückseite erzielen. Die optischen Zentren liegen in falscher Position.
  • Bei der Prismenbrille für optische Vergrößerung muß auf achromatische Prismen und achromatische Beschichtung Wert gelegt werden.
  • Bei der Prismenbrille Basis innen für Stereotestzwecke ist dies nicht erforderlich.
  • Vorteile: Die mit der Erfindung erzielten Vorteile stellen in erster Linie eine Hilfe für
    SehschwScie
    dar, damit die Patienten, die über eine Restsehschärfe zwischen 10 und 50 Prozent verfügen und Binokularsehen besitzen wieder bequem lesen können.
  • Ein weiterer Anwendungsbereich findet sich für Operateure und Feinmechaniker, die damit jedes Detail viel größer und klarer erkennen können, zugleich aber die Übersicht über das ganze Operationsfeld behalten. Durch die Steigerung des stereoskopischen Sehens werden schon kleine Niveauunterschiede sichtbar; einzelne Schichten werden wesentlich sicherer erkannt.
  • Ein weiterer Vorteil gegenüber der Lupenbrille ist zu erwjhnen Zitterbewegungen werden fast nicht mitvergrößert und das Gesichtsfeld wird kaum eingeschrdnkt. Der Vergrößerungsfaktor ist ca. 4-fach.
  • Aus den erwähnten Gründen wird es auch klar, daß man in Zukunft auch den Vorteil der Prismen in Lupenbrillen mit einarbeiten sollte.
  • Sie bringen ausschließlich Vorteile: 1. Größeres Gesichtsfeld 2. Verminderunq der Zitterbewegung 3. Größeres Tiefenauflosungsvermögen Erluuteruna zum Strahlengang: Eine Qualifizierung des Stereosehens ist möglich durch Anwendung verschiedener Narben, die unterschiedlich stark durch die Prismen gebrochen werden. Weiterhin kann zur Diagnostik der Umkehreffekt verwendet werden, d. h. -z. B. schwarz dominiert über rot; ist das angebotene Rotbild randständig schwarz umrahmt, wird rot nciher gesehen; da im Auge rot und schwarz durch die Seitversetzung überlagert wird, und das Schwarz dominiert entsteht eine umgekehrte Querdisperation.

Claims (1)

  1. Anspruch 1 "Prismenbrille mit Prismen
    innen mit und ohne sphärischen Zusatz als vergrößernde Sehhilfe" Anspruch 2 Verwendung als Arbeitsbrille zur Steigerung der Bildgröße und des Tietenauflösungsvermögens.
    Anspruch 3 Verwendung als Stereotestbrille ohne Dissoziation, d. h. die Augen werden nicht gezwungenlunterschiedliche Bilder zu fusionieren.
DE19813113077 1981-04-01 1981-04-01 Prismenbrille als sehhilfe Withdrawn DE3113077A1 (de)

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DE3113077A1 true DE3113077A1 (de) 1983-02-17

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Cited By (5)

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