DE3112547C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur stereoskopischen
Wiedergabe normaler Fernsehsignale gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 und eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE-PS 10 66 418 bekannt,
wobei die seitliche Bewegung der FS-Kamera auf einen Bogen
begrenzt ist, in dessen Mittelpunkt sich der Gegenstand befindet.
Erfindungsgemäß wird mit einem optischen Abtaster und Bildschirm
gearbeitet, wie sie aus der US-PS 42 31 642 hervorgehen,
wobei eine Anordnung von Bildern abgetastet wird,
die auf ladungsgekoppelten Festkörper-Flüssigkristall-Lichtventilen
(CCDLCLV) oder dergleichen erzeugt werden, die ihrerseits
in einer waagerechten Ebene zu einem Kreisbogen angeordnet
sind. Nach der US-PS 42 31 642 befinden sich die Bildflächen
auf der gekrümmten Oberfläche eines rechtwinkligen
Kreiszylinders. Weiterhin ist gemäß der Erfindung der Eingang
eine kontinuierlich sich ändernde Menge von N aufeinanderfolgenden
FS-Bildern in Form normaler elektrischer FS-Signale,
die auf Magnetband oder -platte oder in einem Festkörperspeicher
abgespeichert sind und im Scroll-Betrieb über das
gesamte Bildfeld ausgegeben werden. Die Bilder werden in die
CCD-Speicher eingelesen und dann parallel auf das Flüssigkristall-
Bildfeld übergeben. Die Fernsehbilder verschwinden
also nach der Übergabe exponentiell, werden aber unmittelbar
nach der Übergabe abgetastet, um ein starkes Signal zu
gewährleisten. Der optische Abtaster ist mit dem FS-Signal
synchronisiert. Nach der US-PS 42 31 642 wird eine kontinuierlich
drehende Spiegeltrommel zur Bildbewegungskompensation vorgeschrieben,
um das vom durchlaufenden Film kommende Bild zu
stabilisieren. Die Spiegel liegen dabei parallel zur Drehachse
und der Film läuft nicht mit dem Abtaster synchron. Gemäß der
Erfindung ist die Drehtrommel durch stationäre Dachspiegelfacetten
ersetzt, die unter 45° zur waagerechten Ebene des
N-Bildschirms liegen. Dies ist möglich, da auch das N-Bildfeld
ortsfest ist. Nach der US-PS 42 31 642 läuft ein Film in
einer Richtung und ergibt eine richtige 3D-Bildausrichtung
und -folge für die Relativbewegung zwischen Szene und Kamera
in einer Richtung. Gemäß der Erfindung ist eine elektronische
Fühlautomatik vorgesehen, die die Relativbewegung zwischen
Kamera und Szene in beiden Richtungen einwandfrei verarbeitet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der
eingangs erwähnten Art sowie eine Vorrichtung zu dessen Durchführung
so zu gestalten, daß bei Ausnutzung der vorhandenen
Kanalbandbreite des Standardfernsehens und Verwendung zu
einer sich bewegenden Kamera eine hologrammartige 3D-Bildwiedergabe
möglich ist, ohne daß der Betrachter eine Spezialbrille
tragen muß. Der Betrachter soll sozusagen um räumliche
Bilder herumschauen können.
Seit langem ist versucht worden, Bildszenen stereoskopisch
ohne Hilfsmittel an den Augen des Betrachters wiederzugeben,
und zwar so, daß eine von Personen diese Szenen gleichzeitig
und ohne Einschränkung hinsichtlich ihrer Anordnung
betrachten kann.
Diese Aufgabe wird durch die aus dem Kennzeichen des Patentanspruchs
1 hervorgehenden Maßnahmen gelöst.
Vorteilhafterweise wird die Richtung der seitlichen Relativbewegung
zwischen Kamera und Szene ermittelt, um eine richtige
Halb- oder Vollbildfolge auf das Bildgruppenfeld zu legen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch die
Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruchs 3 aus.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ergeben sich aus den Patentansprüchen 4 bis 6.
Wird eine verhältnismäßig große Anzahl von miteinander
zusammenhängenden Bildern der zu betrachtenden Szene hinter
einem sich schnell bewegenden, optisch erzeugten vertikalen
Austrittsschlitz erzeugt, so verhindert die dabei auftretende
Parallaxe, daß ein Auge des Betrachters das sieht,
was das andere Auge sieht, und zwar in jedem beliebigen Zeitpunkt.
Da der Schlitzstrahler sich bewegt, sieht jedes Auge
innerhalb eines kurzen Zeitraums ein vollständiges Bild. Dieser
Zeitraum liegt gemäß der Erfindung innerhalb der Trägheit bzw.
des Abklingintervalls des menschlichen Auges. Im Gehirn verschmelzen
die beidene von den Augen aufgenommenen Bilder zu
einer einzigen räumlichen Ansicht, wie aufgrund der praktischen
Ergebnisse vorhergesehen.
Die Perspektive, die jeweils ein Auge des Betrachters sieht,
setzt sich aus diskreten vertikalen Linien aus Bildinformation
zusammen, die zu diskreten Zeitpunkten aufgenommen wurde. Im
jeweils gleichen Zeitpunkt sieht jedoch das andere Auge des
Betrachters eine vollständig andere Perspektive. Die Gesamtperspektive
für beide Augen ist jedoch anders, da die Augen
räumlich nicht deckungsgleich, sondern in der Waagerechten
beabstandet liegen. Wird das Bild als Gesamtheit betrachtet,
so wird es sowohl zeitlich als auch räumlich unterteilt.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung zu dessen
Durchführung werden nun anhand der Zeichnungen erläutert. In
diesen sind:
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer Ausführungsform der Vorrichtung,
Fig. 2A ein Teilschnitt eines optischen Abtasters einer Ausführungsform
der Vorrichtung,
Fig. 2B ein Teilgrundriß des optischen Abtasters einer Ausführungsform
der Vorrichtung, der eine Schnittgrenze
wiedergibt, die die Fig. 2A im Seitenriß darstellt,
Fig. 3 eine Draufsicht der Geometrie des optischen Abtasters
und des Bildschirms der Vorrichtung in vereinfachter
Weise,
Fig. 3A eine vereinfachte Draufsicht einer alternativen
Bildschirmgeometrie zur Verwendung mit dem
optischen Abtaster nach Fig. 3,
Fig. 4 eine Draufsicht der Projektionsgeometrie zur Bestimmung
der Anzahl der mit dem Verfahren zu
speichernden FS-Bilder,
Fig. 5 eine Draufsicht der Projektionsgeometrie zur
Bestimmung der maximalen Größe der Bildschirmelemente
der Vorrichtung,
Fig. 6 eine Darstellung der zeitlichen Zuordnung für eines
von 24 Bildern im Bildgruppenfeld,
Fig. 7 eine Darstellung einer Fühlergruppe für die Bewegungsrichtung
mit Übereinstimmung bei einer Rechtsbewegung,
Fig. 8 eine Darstellung von fünf Fühlergruppen für die
Bewegungsrichtung innerhalb eines FS-Bildspeichers,
Fig. 9 ein Blockschaltbild eines Festkörperspeichers für das
Verschieben von FS-Bildsignalen über das Bildgruppenfeld,
Fig. 10 eine Darstellung der Zeitsteuerung zum Laden der
CCD-Speicher für die Sichtwiedergabe und
Fig. 11 ein Blockdiagramm einer anderen Ausführungsform
des Verfahrens zur Speicherung von 24 Bildern unter
Verwendung einer Magnetplatte.
Gemäß Fig. 1, die in einer Perspektivdarstellung eine Ausführungsform
der Vorrichtung mit deren Haupt-Systemteilen
zeigt, fängt eine normale Antenne 1 normale FS-Signale auf
und leitet sie an einen FS-Empfänger weiter, der den gewünschten
HF-Kanal auswählt, das NF-Signal zur Ansteuerung
eines herkömmlichen Lautsprechers aufbereitet, die Bild- und
Zeilensynchronsignale zur Zeitsteuerung der einzelnen CCD-
Flüssigkristall-Lichtventile als FS-Bild-Modulatoren in einer
120°-Kreisbogen-Anordnung 2 erzeugt sowie Synchronbezugssignale
für einen Synchronmotor 3 liefert. Das Videosignal
geht an den Bildrichtungsfühler der Fig. 7 und 8, wo bestimmt
wird, ob die aufeinanderfolgenden FS-Bildsignale rechts- oder
linksgerichtet nacheinander in die Anordnung 2 der CCD-
Festkörperlichtventile eingegeben werden. Die Videosignale
für N aufeinanderfolgende FS-Bilder (N =24), die zugehörigen
Zeitsteuersignale und die Betriebsspannung für die ortsfeste
Anordnung der CCD-Festkörperlichtventile sowie die Betriebsspannung
für eine ortsfeste Projektionslampe 4 gehen über
Drahtleitungen zu diesen stationären Systemteilen. Der
Abtaster 5 ist mit dem Synchronmotor 3 gekoppelt und läuft
mit 1800 U/min synchron zu den Synchronimpulsen. Der Abtaster
5 ist symmetrisch zu seiner Drehachse ausgebildet und enthält
eine Kondensorlinsenanordnung 6, einen Spiegel 7, einen
Polarisator 8, eine stationäre konische Anordnung 9 aus N
90°-Dachspiegeln 4, die zu einem Kreisbogen unter dem 120°-Kreisbogen
der CCD-Festkörper-Lichtventil-Anordnung 2 angeordnet
sind, eine Analysator-Projektionslinsen-Anordnung 10
und einen asphärischen Spiegel 11. Die Fig. 2A, 2B zeigen
Einzelheiten der Abtastanordnung. Das Licht aus der Projektionslampe
4 wird von der Kondensorlinsenanordnung 6 kondensiert,
von einem dem Spiegel 7 ähnlichen Spiegel auf der anderen
Seite des Abtasters 5 reflektiert, durchläuft einen Polarisator
ähnlich dem Polarisator 8, wird von der Anordnung 2 und dann
von der Anordnung 9 aus N Dachspiegeln reflektiert, durchläuft
die Analysator-Projektionslinsen-Anordnung 10 und wird
schließlich vom asphärischen Spiegel 11 auf einen halbspiegelnden
und segmentierten Bildschirm 12 geworfen, der in
Fig. 3 gezeigt und ausführlicher in der US-PS 42 31 642 beschrieben
ist. Das vom Bildschirm 12 kommende Licht wird auf
einen vertikalen Austrittsschlitz 13 gesammelt, der innerhalb
1/60 sec (d. h. innerhalb einer Halbbildperiode) linear über
ein imaginäres Sichtfenster 14 läuft, wobei der Abtaster 5
innerhalb 1/60 sec eine halbe Umdrehung vollzieht. Das Sichtfenster
14 hat die in Fig. 1 mit A und B bezeichneten diagonal
gegenüberliegenden Ecken. Der Austrittsschlitz 13 verläuft
über die gesamte Höhe des Sichtfesnters 14, die durch den
vertikalen Streuwinkel des Bildschirms 12 bestimmt wird.
Die 3D-FS-Bild-Projektionsanordnung läßt sich mit einer mit
Lichttransmission arbeitenden Bildmodulatoranordnung und der
unten beschriebenen Reflexionsführung realisieren.
Die Fig. 2A, 2B zeigen ausführlich eine Ausführungsform des
stereoskopischen FS-Bildprojektors (Fig. 1). Dabei ist die
Fig. 2A ein vertikaler Teilschnitt auf der Linie A-A der
Fig. 2B durch den FS-Projektor, die Fig. 2B eine Teildraufsicht
desselben, wobei oben rechts ein Teil weggeschnitten
ist, um die Mechanik des Abtasters 5 besser darstellen zu
können. In Fig. 2A ist ein Element 20 des Abtasters 5
(Fig. 1) über einen Flansch 21 mit dem Synchronmotor 3
gekoppelt, der auf einem Gehäuseunterteil 22 des Abtasters 5
befestigt ist, der auf mindestens drei Beinen 23 steht. Das
Gehäuse des Abtasters 5 weist weiterhin Seiten 24, 25, obere
Abschlußflächen 26, 28, 29 und ein Fenster 27 auf. Über der
Drehmittellinie ist eine Abdeckplatte 30 mit einem Absatandshalter
31 angeordnet, so daß durch ein konzentrisches Loch
in der Abschlußfläche 29 Luft eintreten kann, die durch
einen Schlitz am Abtasterumfang (nicht gezeigt) austritt.
Der Abtaster 5 erfüllt dabei die Bildabtastung und kühlt
gleichzeitig die Projektionslampe 4. Der Einfachheit halber
zeigt Fig. 2A nur eine Hälfte des symmetrisch um die Abtast-
Mittellinie aufgebauten Abtasters, der neben dem Element 20
das Kondensorlinsengehäuse 6 mit Kondensorlinsen 32, 33 und
eine Hauptstrebe 34 aufwesit, die am Element 20 und dem
Kondensorlinsengehäuse 6 befestigt ist. Ein erster Oberflächenspiegel
7 ist am Element 20 befestigt. Über einem
Loch der Hauptstrebe 34 ist ein Filter des Polarisators 8
befestigt, durch das kondensiertes Licht aus der in alle
Richtungen strahlenden und ortsfesten Projektionslampe 4
hindurchtreten kann. Ein Linsenwinkel 35 ist an der Hauptstrebe
34 befestigt und trägt einen Linsentubus 36, der
einen Analysator 37 und eine Projektionslinse 38 enthält. Die
optische Achse 38 liegt rechtwinklig zur Abtastdrehachse und
zum Bildschirm 12 (Fig. 1), um Schwierigkeiten mit der Kissenverzerrung
zu vermeiden. Weiterhin enthält der Abtaster 5
einen asphärischen Spiegel 11, der ein in der Horizontalen
weitwinkliges Bild auf den Bildschirm 12 wirft. Der Bildschirm
12 ist in den Fig. 2A und 2B nicht gezeigt. Die Projektionslampe
4 ist an einer festliegenden Abschlußfläche 29 über
einen Winkel 39 befestigt. Ein fester Winkel 40 dient als
Lager für ein Kegelflächenelement 41, das relativ zur
Abschlußfläche 29 festliegt und eine Serie von flachen oder
Dach-Vorderflächen-Spiegelsegmenten 9 enthält, deren Anzahl
unterschiedlich sein kann, im vorliegenden Fall jedoch 24
beträgt, d. h. gleich der Anzahl der im Speicher gemäß Fig. 1
abgelegten aufeinanderfolgenden FS-Bildsignale. Die 24
aufeinanderfolgenden FS-Bilder werden auf die in Fig. 2A mit
2 bezeichneten CCD-Festkörper-Lichtventilfläche aufmoduliert.
Die entlang der Kegelfläche des Kegelflächenelements be
festigten 24 Spiegelsegmente 9 können flach oder 90°-Dach
spiegel sein. Die Dachspiegel-Ausführung geht aus den
US-PS 40 89 597 und US-PS 41 13 367 hervor. Der Vorteil von
Dachspiegeln ist, daß die Lichtstärke an den Spiegelkanten
nicht schwächer wird und im Bild keine vertikalen schwarzen
Streifen verursachen kann; statt dessen bleibt die Lichtstärke
konstant, und es wird ein stetiges Bild ohne Unterteilungsspuren
erhalten. Die Spiegelsegmente 9 sind um die
Abtast-Mittellinie der Fig. 2A bezüglich der radialen
Anordnung aus modulierenden Bildflächen 2 radial versetzt
so angeordnet, daß sie in der Mitte der Anordnung aus 24
Bildern (d. h. im 12. Bild) miteinander ausgerichtet sind,
aber vom Bild 11 zum Bild 1 hin und vom Bild 13 zum Bild 24
hin aus der genauen Ausrichtung zunehmend hinauslaufen, so
daß die größte Abweichung von der präzisen Ausrichtung in den
Bildern 1 und 24 auftritt. Diese Bildpräzession, die in der
US-PS 42 31 642 ausführlich beschrieben ist, gewährleistet,
daß bei der Wiedergabe einer Bildszene die optische Achse
der ursprünglichen Aufnahmekamera immer im rechten Winkel zu
der Geraden verläuft, die vom geometrischen Ort des Austrittsschlitzes
im Projektor bestimmt wird. Diese Zuordnung
ist in Fig. 3 gezeigt, die eine Draufsicht der grundsätzlichen
Geometrie des Projektionssystems darstellt. Der Abtastprojektor
P bewegt sich auf einem Abtastkreis 50 mit dem
Radius r. Mit dem Radius 3 r verläuft der segmentierte,
waagerecht reflektierende und vertikal streuende Bildschirm
12, der ausführlich in der US-PS 42 31 642 beschrieben ist.
Fig. 3 zeigt drei der Bildschirmelemente bei a, b und c.
Jedes dieser Segmente liegt rechtwinklig zu einer Linie zum
Punkt O auf der Schlitz-Abtastlinie 14. Die Präzession erfolgt
so, daß die optische Achse der Aufnahmekamera unabhängig
von der Lage des Punktes P auf dem Abtastkreis 50 entlang PQ
projiziert wird. Die Linie PQb wird auf den Austrittsschlitz S
in einer Linie bS reflektiert, die rechtwinklig zur Abtastlinie
14 verläuft. Die Präzession der 24 Bilder in der CCD-Lichtventil-Anordnung
2 bezüglich des Kreisbogens der 24
Spiegel auf dem Konus des Teils 41 bewirkt, daß die in Fig. 3
gezeigte Geometrie sich in jedem Abtastzyklus automatisch
wiederholt.
Ein alternativ einzusetzender Bildschirm 12 a ohne die Segmente
gemäß Fig. 3, aber mit konstantem vertikalem Querschnitt, dem
Krümmungsmittelpunkt im Punkt O und einem Radius, der größer
ist als der doppelte Radius r des Projektorabtastkreises 50
(beispielsweise 4 r als guter Kompromiß) ist in der Draufsicht
in Fig. 3A gezeigt. Dieser Bildschirm 12 a hat die
gleichen Eigenschaften wie der im Zusammenhang mit Fig. 5
der US-PS 40 89 597 beschriebene Bildschirm.
Eine Linsenkorrektur zur Projektion auf stark gekrümmte
konkave Bildschirme ist ausführlich in der US-PS 32 92 491
beschrieben.
Die Leitungen für die Takt- und Videosignale und die Betriebsspannung
für die CCDLCLV-Anordnung 2 (Fig. 1 und Fig. 2A)
sind durch ein Loch in der Abschlußfläche 29 des Gehäuses
des Abtasters 5 und ein Loch im Winkel 39 eingeführt. Das
Loch in der Abschlußfläche 29 dient auch als Einlaß für die
Lampenschnur.
Die Abmessungen der Komponenten des FS-Projektors lassen sich
aus bestimmten Annahmen sowie den Geometrie-Zeichnungen ableiten.
Fig. 4 zeigt als Draufsicht die Projektionsgeometrie
der Vorrichtung. Es sei angenommen, daß der nächstliegende
Raumpunkt, auf den beide Augen eines Beobachters (E L und E R )
fokussiert werden können, der Punkt Q auf dem Abtastkreis 50
ist. Der Punkt Q liegt in einer Entfernung D zu den Augen des
Beobachters. Mit einem üblichen 53-cm-FS-Bildschirm als
Bezugsformat ist das Fenster mn 427 mm breit, d. h. r=213,4 mm
in Fig. 4. Aus den ähnlichen Dreiecken folgt 2R/x =D/2,5=0,4D;
es gilt jedoch 2R/x =N =Anzahl der Bilder im Abtastfenster
mn. Es ist also N =0,4D; empirische Daten ergeben
jedoch N =min. 0,2D. Für einen Betrachtungsabstand von
3,05 m wird N =24 und x =17,8 mm erhalten. Fig. 5 zeigt,
wie Normalen auf den vertikalen Bildschirmsegmenten 51, 51′
durch den Bezugspunkt O verlaufen. Der Bildschirm 12 liegt jedoch
konzentrisch zum Punkt C. Das Fenster mn ist vor dem
Abtastkreis 50 gezeigt. Um die maximal erlaubte Breite der
Bildschirmsegmente 51 oder 51′ zu bestimmen, wird von der
Bedingung ausgegangen, daß alle von einem gegebenen Punkt
auf der Abtastbahn ausgehend und auf den Bildschirm fallenden
Strahlen innerhalb der Schlitzbreite x liegen müssen. Dann
läßt sich aus Fig. 5 ableiten, daß maximal w =x/2=8,9 mm
ist. Der Bildschirm 12 enthält minimal 226 Elemente. Die
Bildschirmelemente 51 oder 51′ lassen sich für eine vertikale
Streuwirkung aus waagerecht gebürstetem nichtrostendem Stahl
oder mit einer anderen plastischen Oberfläche herstellen, wie
aus den US-PS'n 42 31 642 und 40 89 597 hervorgeht.
Die optische Abtastung nebeneinanderliegender Bilder und ihre
Verkämmung zur Ausbildung des stereoskopischen Szeneneindrucks
sind ausführlich in der US-PS 40 89 597 beschrieben. Die
elektronische Abtastung der Bilder kann jedoch im Auge unerwünschte
Nebeneffekte erzeugen, falls sie nicht einwandfrei
erfolgt. Die Filmbilder präsentieren zur Abtastzeit sämtliche
Bildelemente gleichzeitig und parallel zueinander; FS-Bilder
werden jedoch bildelementeweise übertragen. Der Grund für die
Wahl der CCDLCLV-Anordnung 2 als Modulator beim vorliegenden
Verfahren liegt darin, daß eine solche Anordnung ein Feld
speichert und dann das gesamte Feld parallel überträgt, so
daß das Bild insgesamt abklingt. Beim vorliegenden
Verfahren können beim Betrachten des Bildes während der Abtastung
und des Abklingens unerwünschte (Umfalt-)Effekte auftreten,
da, was der Betrachter sieht, im Zusammenhang steht
mit dem, was auf dem Bildschirm während der Intervalle zwischen
den optischen Abtastungen vorliegt. Da die Abtastrate eine
Umdrehung pro 1/30 sec beträgt, werden 120° (d. h. der Bogen
mit 24 Bildern) in 1/90 sec überstrichen, entsprechend einer
Abtastrate von einem Vollbild in 1/2160 sec bzw. 463 µs. Da
die Zeilenperiode 63,5 µs beträgt, lassen sich in einem herkömmlichen
FS-Projektor nur etwa sieben Zeilen elektronisch
abtasten, während der optische Abtaster ein vollständiges Bild
eines 24-Bild-Feldes überstreicht. Um die Probleme eines ungleichmäßigen
Bildabklingens und einer nur teilweisen Abtastung
zu umgehen, wird gemäß dem Verfahren ein komplettes Bildfeld
gespeichert und danach parallel auf das Wiedergabefeld übertragen.
Hierzu muß der optische Abtaster mit dem FS-Synchronsignal
synchron laufen. Der gewählte Synchronmotor findet hier
den Vorzug gegenüber einem geregelten Gleichstrommotor, da er
ruhiger arbeitet.
Eine beliebige Anzahl von Abtastfacetten ist einsetzbar, das
Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Abtastungen eines FS-
Halbbildes sollte jedoch 1/60 sec betragen. Eine Facette
erfordert eine Rotorabtastgeschwindigkeit von 3600 U/min,
zwei Facetten eine solche von 1800 U/min. Die Abtastgeschwindigkeit
nimmt mit zunehmender Facettenzahl ab, aber die
Anordnung wird komplizierter und im Aufbau teurer. Ein
praktischer Kompromiß für das Heim-Fernsehen wäre ein System
mit zwei Facetten.
In der Bildaustastlücke liegen beim kommerziellen Fernsehen 21
Zeilen entsprechend 1334 µs. Die Abtastperiode von 463 µs pro
Halbbild des optischen Abtasters paßt bequem in diese Austastlücke.
Fig. 6 zeigt die zeitliche Zuordnung des FS-Videosignals,
des Intervalls, in dem die CCD-Anordnung ein
Parallelfeld auf die Flüssigkristallwiedergabeanordnung
übertragen kann, und dasjenige Intervall, in dem die Information
gemäß dem vorliegenden Verfahren abgetastet werden kann. Während
des Video-Halbbildintervalls wird die CCD-Anordnung mit dem
gesamten Halbbild geladen. Am Ende des Video-Halbbildintervalls
übergibt die CCD-Anordnung 2 innerhalb eines Zeitraums
von 50 bis 500 µs das gesamte Halbbild an die Flüssigkristall-
Lichtventilanordnung (LCLV). Ein Schutzintervall von 100 µs
nach dem Ladevorgang dient als Ausgleich für etwaige Synchronisierungsprobleme
mit dem optischen Abtaster. Eigentlich kann
der optische Abtaster die LCLV-Anordnung jederzeit nach
Abschluß einer Übergabe vom CCD-Speicher und vor dem nächsten
Übergabevorgang abtasten; die Abtastung soll aber so bald nach
der Übergabe wie möglich erfolgen, damit ein kontrastreiches
Bild erhalten wird. Die natürliche Abklingzeit der Flüssigkristallanordnung
führt dazu, daß das gesamte Bild einheitlich
allmählich verschwindet.
Das vorliegende Verfahren basiert auf der waagerechten
Parallaxe, die durch eine Relativbewegung (links- oder
rechtsgerichtet) zwischen der Kamera und einer Szene verursacht
wird. Bewegt der Betrachter sich bezüglich der räumlichen Bilder
der Vorrichtung in seitlicher Richtung, sieht er ebenso sozusagen
um die Bilder herum wie bei realen Gegenständen in einer
wirklichen Szene. Das Film-3D-System der US-PS 42 31 642 war
für eine Relativbewegung in der Waagerechten ausgelegt. Es
war daher schwierig, sowohl eine Links- als auch eine Rechtsbewegung
des gleichen Betrachters aufzunehmen. Eine präzise
waagerechte Bewegung ist jedoch nicht erforderlich, sondern
es muß eine waagerechte Bewegungskomponente vorliegen, um die
erforderliche Parallaxe zu erzeugen. Der Betrachter benötigt
keinerlei Hilfsmittel vor seinen Augen und die automatische
Anpassung läßt sich an sowohl links- als auch rechtsgerichtete
Komponenten der waagerechten Relativbewegung zwischen Kamera
und Szene leicht erreichen. Hierzu enthält die Systemlogik
Fühlergruppen, die die Bewegungsrichtung erfassen. Fig. 8
zeigt fünf derartige Fühlergruppen innerhalb eines FS-Bildes.
Fig. 7 zeigt die Einzelheiten. CS ist der Mittenfühler.
Um einige Bildelemente rechts und links von CS
liegen die Rechts- und Linksfühler SR (1-5) bzw. SL (1-5).
Alle Rechts- und Linksfühler suchen in einem kurzen abgetasteten
Videosignalintervall ( Δ t) nach einer übereinstimmenden
Signalfolge, die CS einen Sekundenbruchteile vorher erfaßt hat.
Liegt Übereinstimmung vor, "kennt" das System die Richtung
der Relativbewegung zwischen Kameras und Szene und kann vorprogrammierte
Schaltfolgebefehle erzeugen, mit denen die
Schieberichtung der Bilder über den Kreisbogen des CCDLCLV-Feldes
von links nach rechts oder umgekehrt bestimmt wird.
Der Grund für das Vorhandensein von SL 1 bis SL 5 sowie SR 1 bis
SR 5 in Fig. 7 anstelle von nur SL 3 und SR 3 auf der CS enthaltenden
Linie ist, daß zusätzlich zur Horizontalkomponente
auch die Vertikalkomponente der Bewegung mit einer gewissen
Flexibilität erfaßt werden muß. Mit einer solchen Anordnung
kann die Szene seitlich überall zwischen Diagonalwinkeln von
±45° zum Horizont über den FS-Bildschirm wandern, läßt sich
aber dennoch auf ihre Links- oder Rechtskomponente einwandfrei
auswerten.
Die CCDLCLV-Anordnung, die ausführlich in der US-PS 42 27 201
beschrieben ist, läßt sich in zwei grundsätzliche Systemteile
unterteilen - den CCD-Teil und den LCLV-Teil. Im CCD-Teil, der
grundsätzlich in der US-PS 36 54 499 beschrieben ist, wird
ein serielles FS-Signal zu einer parallelen flächigen Bildanordnung
umgewandelt, die aus Ladungen auf der Bildfläche
proportional zur FS-Bildszene innerhalb des jeweiligen Fernsehbildes
besteht. Die US-PS'n 37 63 480 und 38 66 208 beschreiben
eine Einrichtung, um die oben erwähnten Flächenladungen
der Bildfläche zu erzeugen, die dann zur Übergabe
an den LCLV-Teil verfügbar sind. Der LCLV-Teil des Bildschirms
geht aus den US-PS'n 38 24 002 sowie 40 19 807
hervor. Die dort beschriebenen Photoleiter und die Bildeingabe
unter externer Beleuchtung sind hier durch die CCD-Anordnung
ersetzt.
Eine Flüssigkristall-Bildwiedergabematrix läßt sich auch mit
Farbwiedergabe ausführen, wie die US-PS 40 06 968 beschreibt.
Die 3D-Bildwiedergabevorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
arbeitet auch einwandfrei, wenn die steuernde Bildfläche des
Lichtmodulators ein Abklingen nicht erlaubt, sondern bei der
Wiedergabe ein gesamtes Halb- bzw. Vollbild aus einer einzigen
Szenenperspektive während der optischen Abtastung beibehält.
Eine solche Anordnung ist in der US-PS 35 20 589 beschrieben
und ihre Verwendung beim vorliegenden Verfahren wäre kostenungünstig
und würde sowohl das Volumen als auch das Gewicht
und die Leistungsaufnahme gegenüber einer CCDLCLV-Anordnung
erheblich erhöhen.
Es gibt auch andere Festkörper- und Röhren-Bildflächen, um
bildmoduliertes Licht unter Verwendung reflektierender oder
transmittierender Anordnungen zu erzeugen. Das vorliegende
Verfahren ist auf ein Flüssigkristallmaterial als ein derartiges
Mittel gerichtet.
Die Speicherung von N aufeinanderfolgenden FS-Bildern und die
Verschiebung der aufeinanderfolgenden FS-Bilder läßt sich mit
einem nur aus statischen RAM-Bausteinen bestehenden Speicher
erreichen. Andere Speicherarten lassen sich ebenfalls wählen;
derzeit bieten aber RAM-Speicherbausteine den schnellsten mit
der FS-Bildwiedergabe verträglichen Zugriff. Um ein einfarbiges
FS-Bild einwandfrei zu digitalisieren, sind pro Bildelement
mindestens 8 Bits erforderlich, wenn die erforderliche
Grauabstufung erreicht werden soll. Ein FS-Vollbild mit 0,25
Millionen Bildelementen erfordert daher 2 Megabits Speicherraum
pro Vollbild bzw. 1 Megabit pro Halbbild. Da das Verfahren
24 Vollbilder für das 53-cm-Format verlangt, müßten
48 Megabits Speicherraum vorgesehen werden; bei der Farbwiedergabe
verdreifacht sich dieser Wert. Die folgende Beschreibung
diskutiert eine einfarbige Wiedergabe, da bei einer Farbwiedergabe
der Speicheraufwand sich direkt verdreifacht; die Zeichnung läßt
sich dadurch übersichtlicher halten. Die Tabelle 1 gibt die
Bedeutung der Symbole in den Fig. 9, 10 und in der Tabelle 2
an. In der Fig. 9 enthält jeder RAM-Speicher (beispielsweise
M) ein FS-Halbbild. Das FS-Signal wird nach herkömmlichen
und bekannten Verfahren zu den Synchron-, NF- und Videoanteilen
aufgeteilt. Das Synchronsignal liefert die Bezugszeitsteuerung
für die Ansteuerung der Schalter, die Speicheradressierung,
die Schreib- und Lesebefehle für die Speicher
und das Bezugssignal für die Motorregelung des optischen
Abtasters. Die Speicherverzögerungen werden durch eingebaute
Verzögerungsintervalle aufgenommen. Die zu 8-Bit-Wörtern
digitalisierten Videosignale werden auf die ungerade oder
gerade Speicherkette geschaltet, abhängig von der FS-Wellenform-
Zeitsteuerung. Die den Speichern durch Lesebefehle
entnommenen sequentiellen Videosignale werden wieder
analogisiert und dann in der entsprechenden Ungerade/Gerade-Folge
in den CCD-Teil der CCDLCLV-Wiedergabefelder D₁ bis D N
mit Schaltern durchgeschaltet, die die Zeitsteuerlogik betätigt.
Die Zeitsteuerlogik liefert auch den seriellen und den
Parallelübergabetakt für den CCDLCLV-Betrieb jeder der 24
Wiedergabeanordnungen entsprechend den oben angegebenen US-Patentschriften.
| Legende für die Fig. 9 und 10 und die Tabelle 2 | |
| M | |
| =Speicherbaustein mit wahlfreiem Zugriff (RAM) | |
| M₁ o | =Speicherinhalt für das Halbbild-1 (ungerade) |
| M 1e | =Speicherinhalt für das Halbbild-1 (gerade) |
| R | =Schreibsignal |
| W | =Lesesignal |
| F | =Halbbild; es liegen zwei Halbbilder pro Vollbild des FS-Signals vor |
| F₁ o | =Halbbild-1 (ungerade) |
| F 1e | =Halbbild-1 (gerade) |
| D N | =Zahl des N-ten CCDLCLV-Ziels auf der Bildmatrix |
| R/W | =Schreib/Lese-Ansteuerung der Speicher |
| A | =Adresse |
| C | =Steuerleitung |
| D/A | =Digital/Analog-Wandler |
| sw | =Schalter |
| CCDLCLV | =ladungsgekoppelter Speicher und Flüssigkristall-Lichtventil |
| e | =gradzahlig |
| o | =ungradzahlig |
Die ungeradzahligen Speicher werden beschrieben, während die
gradzahligen ausgelesen werden; die gradzahligen Speicher
werden beschrieben, während die ungradzahligen ausgelesen
werden. Der elektronische Videowahlschalter kann die Bildwiedergabeanordnungen
von links oder von rechts her laden,
und zwar abhängig von der Richtung der Bildbewegung, wie sie
der Bildrichtungsfühler der Fig. 7 und 8 erfaßt hat.
Zur übersichtlicheren Darstellung zeigt die Fig. 9 nur vier
der vorgeschlagenen 24 Stufen.
Die Tabelle 2 zeigt die Funktionsschrittfolge der Speicheranordnung
der Fig. 9 nur für die ersten vier FS-Halbbilder;
sie sind repräsentativ für alle anderen.
Die Fig. 10 zeigt die Zeitsteuersequenz zum Laden der CCDLCLV-
Matrizen für die ersten fünf FS-Vollbilder und für 8 der 24
Matrix-Bildwiedergabeanordnungen.
Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird zur
Speicherung der 24 Bilder anstelle des oben beschriebenen
Festkörperspeichers eine Magnetplatte verwendet. Eine entsprechende
Anordnung ist in Fig. 11 gezeigt. Das normale
2 : 1-Zeilensprungverfahren arbeitet mit 60 Halbbildern
(30 Vollbildern) pro Sekunde, so daß die Magnetplatte normalerweise
auf 3600 U/min bzw. 1800 U/min eingestellt wird.
Bei dieser Plattendrehzahl kann pro Plattenumdrehung ein Halb-
oder ein Vollbild gespeichert werden. Die beiden üblichsten
Verfahren zum Antrieb der Platte verlangen einen Synchron-
oder einen geregelten GS-Motor. Im gegebenen Fall wird ein
Synchronmotor bevorzugt, da er ruhiger arbeitet. Der Synchronmotor
erlaubt, die Platte mit dem FS-Signal so zu synchronisieren,
daß die CCDLCLV-Ladezeit an das Ende eines Halbbild-
Schreibintervalls fällt. Aus diesem Grund werden sowohl die
Platte als auch der optische Abtaster mit dem gleichen
Synchronmotor angetrieben.
Die grundlegende Speichereigenschaft eines Plattenspeichers
ergibt sich aus der magnetischen Remanenz der Plattenbeschichtung.
Die auf der Platte aufgezeichneten Datenmuster
werden durch Felder erzeugt, die der Schreibkopf aufbaut,
wenn Strom durch seine Wicklung fließt. Bei der Wiedergabe
streichen die Magnetisierungswechsel dieses Datenmusters
am Lesekopf vorbei, wobei ein Teil des Magnetflusses den
mit niedrigem magnetischem Widerstand ausgeführten Flußweg
des Lesekopfes schneidet, so daß über der Kopfwicklung eine
Spannung entsteht, die den eingeschriebenen Daten proportional
ist.
Fig. 11 zeigt ein vereinfachtes Blockdiagramm des Plattenaufzeichnungs-
und -wiedergabesystems. Nur vier der N
Schreibköpfe 61 und ihre entsprechenden Leseköpfe 62 sowie
Wiedergabebilder 2 sind dargestellt. Eine Untersuchung der
Zeitsteuerung für die Platte auf der Grundlage von zwei FS-Halbbildern
oder einem FS-Vollbild pro Plattenspur zeigt,
daß bei Verwendung eines einzigen Schreib/Lese-Kopfes ein
Konflikt auftritt, nicht jedoch, wenn für jede der erforderlichen
24 Spuren ein Schreib- und ein Lesekopf separat um
180° versetzt auf der Platte vorgesehen wird. Es kann daher
ein ungeradzahliges Halbbild geschrieben werden, während ein
gradzahliges Feld ausgelesen wird, und umgekehrt. In der
Fig. 11 empfängt eine normale FS-Antenne 60 ein normales
FS-Rundfunksignal. Ein herkömmlicher FS-Empfänger mit HF-
und ZF-Teil, Videoverstärker, Synchronabtrennstufe und Tondiskriminator
liefert getrennt das Video-, das Synchron- und
das NF-Signal. Das Videosignal geht an den Richtungsfühler
(vergl. Fig. 7 und 8 und den zugehörigen Text), das Synchronsignal
bestimmt die Zeitsteuerung für die CCDLCLV-Anordnung
und für den Synchronmotor 3, während das NF-Signal einen herkömmlichen
Lautsprecher ansteuert. Das Schaltsignal für die
Links/Rechts- oder Rechts/Links-Bildverschiebung über das
24-Bild-CCDLCLV-Feld geht auf den elektronischen Videofolgeschalter,
wo eine vorprogrammierte Videoschaltfolge bestimmt,
welches Bild aus der Serie von 24 Bildern auf welchen der 24
Bildmodulatoren geschaltet wird. Die Magnetplatte 63 enthält
einen Steuerspurkopf 64 zur Rückkopplung der Geschwindigkeit
des Synchronmotors 3. Das FS-Synchronsignal dient dabei als
Bezugssignal für die Motorgeschwindigkeitsregelung und
steuert weiterhin die Zeitsteuerstufen an, die die Taktsignale
für das CCDLCLV-Feld 2 liefern. Die Magnetplatte 63 und der
optische Abtaster 5 sind miteinander verbunden dargestellt und
werden vom Synchronmotor 3 gemeinsam angetrieben. Der optische
Abtaster 5, der in den Fig. 1, 2A und 2B genauer dargestellt
ist, ist zur übersichtlicheren Darstellung vereinfacht gezeigt.
Die aufeinanderfolgenden FS-Bilder werden in die Spuren der
Magnetplatte entsprechend der in der Tabelle 3 angegebenen
Numerierung eingeschrieben, während die Tabelle 4 die Reihenfolge
der Spuren angibt, aus denen die gespeicherten Signale
in die N Wiedergabeeinheiten übertragen werden.
Entsprechend einer Magnetplatte kann ein Magnetband zusammen
mit mindestens einem einzelnen Aufnahmekopf und N Leseköpfen
sowie einer geeigneten Steuerlogik als Speichermedium für N
Bilder und zur Ansteuerung von mehreren Bildwiedergabeanordnungen
vorgesehen werden, um eine 3-dimensionale FS-Bildwiedergabe zu
erreichen.
Die Forderung nach einer seitlichen Relativbewegung zwischen
der Kamera und der Szene kann entfallen, wenn eine größere
Übertragungsbandbreite zugelassen wird. Eine Übertragung von
24 Kanälen gleichzeitig aus 24 ortsfesten FS-Kameras würde
die Notwendigkeit dieser Relativbewegung eliminieren. Alternativ
können drei Kanäle, beispielsweise das erste, das
zwölfte und das vierundzwanzigste Bild, übertragen und mit
einer Echtzeit-Computergraphik die Zwischenbilder (im
Empfänger) synthetisiert werden, die nicht ebenfalls übertragen
wurden. Diese beiden Verfahren erlauben eine lippensynchrone
dreidimensionale Wiedergabe von bezüglich der FS-Kamera
stationären Szenen, aber auf Kosten einer größeren Übertragungsbandbreite.
Claims (6)
1. Verfahren zur stereoskopischen Wiedergabe normaler FS-Signale,
bei dem eine seitliche Relativbewegung zwischen
der FS-Kamera und der Szene erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Anzahl aufeinanderfolgender FS-Voll-
oder Halbbilder auf einem Bildgruppenfeld gesammelt,
das Bildgruppenfeld mit einem Abtastprojektor mit einer
oder mehreren identischen Facetten abgetastet, mit jeweils
einem Bild der Bildgruppe ein gesamtes FS-Halb- oder Vollbild
während des Abtastens durch jeweils eine Facette
des Abtastprojektors gespeichert, jedes Bild der Bildgruppe
innerhalb des Intervalls zwischen den Abtastungen
durch nebeneinanderliegende Facetten des Abtastprojektors
zum folgenden der aufeinanderfolgenden FS-Halb- oder
Vollbilder fortgeschaltet sowie die Bildgruppe nacheinander
auf einen halbspiegelnden Bildschirm projiziert wird,
wobei während des Projizierens der Abtastprojektor sich
an aufeinanderfolgenden Punkten entlang des Bogens eines
Projektionskreises befindet und der Bildschirm einen
größeren Radius als der Projektionskreis hat, daß vom
Bildschirm das Licht vertikal gestreut und horizontal
reflektiert und das vom Bildschirm kommende reflektierte
und gestreute Licht auf einer Linie zum Schneiden gebracht
wird, die im wesentlichen tangential zum Projektionskreis
verläuft, und daß für ein Bewegen des Schnittlichtes
entlang der Linie gesorgt und das Abtastprojektorintervall
zwischen den Abtastungen durch nebeneinanderliegende
Facetten so gewählt wird, daß es innerhalb des Abklingintervalls
des Gesichtssinns des Betrachters liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Richtung der seitlichen Relativbewegung zwischen
Kamera und Szene ermittelt wird, um eine richtige Halb-
oder Vollbildfolge auf das Bildgruppenfeld zu legen.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 und 2, mit einer FS-Antenne, einem FS-Empfänger und
einem FS-Bildschirm, wobei die stereoskopischen FS-Bilder
für Betrachter sichtbar darstellbar sind, die sich vor
einem FS-Bildschirm befinden, dadurch gekennzeichnet, daß
die von dem FS-Empfänger gelieferten Videosignale in
einem für mehrere Vollbilder ausgelegten Speicher
speicherbar sind, daß eine Einrichtung vorgesehen ist,
die ein Synchronsignal zur Zeitsteuerung eines Synchronmotors
(3), der an einen eine oder mehrere identische
Facetten aufweisenden Abtastprojektor (5) angeschlossen
ist, sowie zur Zeitsteuerung eines Bildgruppenfeldes aufnimmt,
und daß ein Bildrichtungsfühler, der eine stereoskopische
Szene festhält, eine feste Projektionslampe (4), die
das Bildgruppenfeld sequentiell durch auf jeder Facette des
Abtastprojektors (5) angeordnete Optiken beleuchtet, Mittel,
die jede Änderung der Eigenschaften der Bildelemente innerhalb
des Bildgruppenfeldes erfassen, sowie eine Einrichtung
vorgesehen sind, die die Bildgruppen des Feldes auf eine
Projektionsoptik richtet, die auf dem Abtastprojektor (5)
angeordnet ist, und daß der stationäre Bildschirm (12) halbspiegelnd
ist, die projizierten Bilder aufnimmt und das einfallende
Projektionslicht auf einen sich in Querrichtung
bewegenden Austrittsschlitz (13) wirft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung, die das Bildgruppenfeld auf eine
Projektionsoptik lenkt, eine Anordnung (9) von Dachspiegeln
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bildschirm (12) konkav ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Erfassen der Änderungen
der Eigenschaften der Bildelemente ein Lichtpolarisator
(8) und ein Lichtanalysator (10) sind.
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| AU68285/81A AU540347B2 (en) | 1981-03-12 | 1981-03-12 | Stereoscopic display from standard television signal |
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