DE3111930C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Klemme
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angeführten Art,
umfassend zwei Hälften und ein Befestigungsmittel zur Be
festigung dieser Hälften aneinander, wobei jede Hälfte
ein Mittelstück aufweist, von dem eine Vielzahl von Kur
venstücken ausgeht, die mit umlaufenden
Stegen versehen sind, weiche beim Einsatz der Klemme auf
den entsprechenden Längsteilen aufliegen und wobei das
Mittelstück zentral von einem Loch durchbohrt ist.
Derartige Verbindungsklemmen finden im Gerüstbau, an La
gerregalen, bei Verkehrszeichen, Ladepaletten, Theken,
Tischen, Werkbänken und ähnlichem Verwendung, bei denen
lösbare Verbindungen zwischen Längsteilen hergestellt wer
den müssen, die ohne Einsatz komplizierter Werkzeuge wie
der zu lösen sind. Verbindung und Lösung sollten ohne Ver
änderung oder Beschädigung der Längsteile möglich sein.
In der folgenden Beschreibung schließt der Begriff "Ge
stänge" auch Rohre, beispielsweise mit kreisrundem Quer
schnitt, ein, da diese im Hinblick auf Festigkeit und Ge
wicht billig sind. Selbstverständlich lassen sich prinzi
piell auch Gestänge anderen Querschnitts verwenden.
Für die oben genannten Einsatzzwecke geeignete Verbin
dungsklemmen sind beispielsweise in DE-GM 78 20 056 und
in den deutschen Offenlegungsschriften 18 12 614 und
25 16 152 beschrieben.
In der letztgenannten OS ist eine Verbindungsklemme für
drei Rohre beschrieben, von denen jede drei Kurvenstücke
aufweist, die aus einem Mittelstück ausgehen, in dem ein
Loch für einen Gewindebolzen vorgesehen ist, von dem die
beiden Hälften zusammengehalten werden. Die Innenflächen
der Kurvenstücke weisen hierbei Vertiefungen auf, die an
ihrem Umfang durch Stege begrenzt werden. Die oberen Ab
schlußkanten dieser Stege, welche neben den Böden der Ver
tiefungen die Innenfläche der Kurvenstücke bilden,
schließen sich stufenlos an die das genannte Loch umgeben
de Oberfläche des Mittelstücks an. Die Wandungen der Ver
tiefungen weisen eine veränderliche (zum Mittelstück hin
ansteigende) Dicke auf. Es hat sich herausgestellt, daß
bei derartigen Verbindungsklemmen Brüche (zum Beispiel
infolge allzufesten Anziehens des Gewindebolzens) an den
Stellen auftreten, wo das Mittelstück die geringste Um
fangbreite aufweist. An diesen Stellen durchgeführte Mes
sungen haben ergeben, daß die Dehnung am Rande des genann
ten Loches um rund das 1,33-fache stärker ist als die
mittlere Dehnung in Nachbarschaft des Loches. Daraus ist
abgeleitet worden, daß das Loch im Mittelteil zu einer
Spannungskonzentration an diesen Engstellen führt. Über
raschenderweise hat sich herausgestellt, daß wenn das Pro
fil der Kurvenstücke durch Abnahme von Material gegenüber
dem üblichen Profil, zum Beispiel gemäß OS 25 16 152 geän
dert wird, so vermindert sich, laut Nachweis durch Deh
nungsmessungen, das Bruchrisiko erheblich. Diese Änderung
führt zu einem hervorstehenden Bund an der lnnenseite je
der Klemmenhälfte, der eine gleichmäßigere Spannungsver
teilung, und damit - trotz Materialabnahme - ein geringe
res Bruchrisiko ergibt. Außerdem führt die Materialabnah
me auch zu einer Senkung der Materialkosten beziehungswei
se des Werkstoffaufwandes.
Die vorliegende Erfindung ist aus der Erfahrung entstan
den, daß sich die Bruchneigung beim Einsatz einer Klemme
nach dem oben beschriebenen bisherigen Stand der Technik
überraschenderweise durch Abnahme von Material von den
Innenflächen verringern läßt. Demgemäß ist die Klemme
nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß zur besse
ren Verteilung innerer Spannungen in jeder Hälfte ein ge
genüber den angrenzenden Innenflächen beziehungsweise der
Umrißlinie der Kurvenstücke vorstehender ringförmiger
Bund um das genannte Loch herum vorgesehen ist.
Die Stege begrenzen Rillen, die beim Einsatz mit entspre
chenden Längsteilen zusammenwirken. Das Mittelstück einer
jeden Hälfte kann kleinere Abmessungen als bei einer ent
sprechenden Hälfte nach dem bisherigen Stand der Technik
aufweisen. Der Bund hat eine Höhe von etwa 1 mm bis 5 mm,
vorzugsweise 2 mm bis 3 mm, und weist einen Abstand vom
benachbarten Stück auf.
Die Stege umgeben Vertiefungen, wobei dieses vertiefte
Teilstück eines jeden Kurvenstücks durch Wandungen von im
wesentlichen unveränderlicher Dicke gebildet wird, das
heißt die Wandungen haben im wesentlichen parallele
Innen- und Außenflächen. Die Stege sind vorzugsweise so
angeordnet, daß die mit jedem Längsteil in Berührung ste
henden Bereiche im größten Abstandsverhältnis voneinander
angeordnet sind. Dadurch wird eine sichere Befestigung
der Längsteile in der Klemme erreicht.
Die Klemme besteht aus zwei, vorzusgweise identischen
Hälften.
Die Anzahl von Kurvenstücken auf jeder Hälfte ist gleich
der Anzahl der Längsteile, für die die Klemme eingesetzt
werden soll. Hierbei sind die Kurvenstücke vorzugsweise
so angeordnet, daß die Längsteile zwangsweise in Kontakt
miteinander gebracht werden, wenn die Klemme beim Einsatz
zusammengezogen wird. Ein zum Zusammenziehen der Klemme
benutztes Befestigungsmittel kann beispielsweise ein Ge
windebolzen mit Mutter sein.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
schematisch dargestellt und zwar zeigen
Fig. 1 eine Vorderansicht einer für drei Rohre ausgeleg
ten erfindungsgemäßen Klemme,
Fig. 2 eine Hälfte der Klemme nach Fig. 1 in einer
Draufsicht von innen,
Fig. 3 bis Fig. 5 Schnitte durch die Hälfte nach Fig. 2 in den
Ebenen III-III, IV-IV und V-V,
Fig. 6 bis Fig. 9 Draufsichten und Seitenansichten von zwei Aus
führungen einer Klemmenhälfte für zwei Längsteile und
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung einer Klemmen
hälfte für drei Teile.
Nach den Fig. 1 bis 5 und 10 besteht eine Klemme (10) für
drei Rohre (1, 2, 3) in an sich bekannter Weise aus zwei
identischen Hälften (4, 5), die durch einen Gewindebolzen
(6) und eine (nicht abgebildete) Mutter zusammengehalten
werden. Aus den Fig. 2 und 10 ist ersichtlich, daß die
Hälften (4, 5) mit Kurvenstücken (14, 15, 16) versehen
sind, die aus einem Mittelstück (23) herausragen, in dem
sich ein Loch (17) für den Gewindebolzen (6) befindet.
Die in Fig. 2 gezeigten Innenflächen der Kurvenstücke
(14, 15, 16) weisen Vertiefungen (7) auf, die an ihrem Um
fang durch Stege (8) begrenzt werden.
Wie bereits erwähnt, hat es sich herausgestellt, daß Brü
che am häufigsten an den durch die Pfeile (B) gekennzeich
neten Stellen auftreten, an denen das Mittelstück (23)
die geringste Umfangbreite aufweist. Wenn nun erfindungs
gemäß das Profil der Kurvenstücke (14, 15, 16) durch Ab
nahme von Material zwischen der gestrichelten Umrißlinie
(11′; dem Profil nach dem bisherigen Stand der Technik,
Fig. 3) und der Umrißlinie (11), die die Form eines
erfindungsgemäßen Kurvenstückes beschreibt, geändert
wird, entsteht ein hervorstehender Bund (18) an der Innen
seite jeder Hälfte (4, 5), der eine gleichmäßigere Span
nungsverteilung erbringt. Die Bünde (18) der beiden Hälf
ten stoßen bei Montage und Zusammenziehen der Klemme
nicht aufeinander; zwischen den beiden Hälften (4, 5)
bleibt immer ein gewisser Abstand.
Die Kurvenstücke (14, 15, 16) sind hierbei so ausgebil
det, daß die Innenflächen (7A ; Fig. 5) der Vertiefungen
(7) im wesentlichen parallel zu den Außenflächen (7 B)
verlaufen. Die Hauptstücke oder Wände (12) der Kurvenstüc
ke (14, 15, 16) weisen somit im wesentlichen eine unver
änderliche Dicke auf. Auf einer Seite des Umfangs eines
jeden Kurvenstückes (14, 15, 16) läuft das Hauptstück
(12) in einen Steg (8) aus, während die gegenüberliegende
Seite durch eine Seitenwand (13) gebildet ist, die an
ihrer Innenfläche (13 A ; Fig. 4) im wesentlichen recht
winklig an die Innenfläche (7 A) des Hauptstücks (12) an
stößt. Die Außenfläche (13 B) der Seitenwand (13) bildet
einen Teil einer angrenzenden Rille, in der ein anderes
Gestänge eingeklemmt werden kann. Diese Formgebung sorgt
zusätzlich für gleichmäßige Spannunsgverteilung in der
Hälfte (4, 5) und spart außerdem Material.
In den Fig. 6 bis 9 wird die Anwendung der Erfindung an
einer Klemme mit zwei Kurvenstücken (14′, 15′ ; das heißt
einer Klemme für zwei Längsteile) gezeigt. Identische
oder analoge Teile sind mit denselben Bezugszeichen
versehen, wie in den vorausgegangenen Abbildungen. Der
Unterschied zwischen der in Fig. 6 und 7 gezeigten ersten
Ausführung (10′) und der in Fig. 8 und 9 gezeigten
zweiten Ausführung (10′′) besteht darin, daß die erste
Ausführung (10′) dieselben Profilvertiefungen (7)
aufweist wie die Ausführung für drei Längsteile nach den
Fig. 2 bis 5, während die zweite Ausführung (10′′)
keinerlei Vertiefungen aufweist und damit auf ihren
Kurvenstücken (14′′, 15′′) weniger ausgeprägte Stege hat.
Die erfindungsgemäße Konstruktion ergibt eine höhere
Festigkeit bei gleichzeitiger Materialeinsparung von rund
20%.
In einer gemäß den Fig. 1 bis 5 aus Magnesium hergestell
ten Klemme für drei Rohre mit 25 mm Durchmesser ließ sich
bei einem Gewindebolzen (6) der Größe M 8 ein Anzugsdreh
moment in der Größenordnung von 50 Nm ohne Bruchrisiko an
wenden. Ein hervorstehender Bund (18) wies eine Quer
schnittsfläche (18′ ; Fig. 3) von ca. 2 mm bis 3 mm××2 mm
bis 3 mm auf. Im allgemeinen steht der Bund (18) um
1 mm bis 5 mm (Höhe h in Fig. 3) gegenüber den angrenzen
den Innenflächen der Kurvenstücke vor.
Außerdem ist festgestellt worden, daß eine Verringerung
des Bruchrisikos, das heißt eine gleichmäßigere Vertei
lung der inneren Spannungen, auch dann erreicht wird,
wenn ein hervorstehender Bund (18′ ; Fig. 9) mit ent
sprechender Querschnittsfläche um das Loch (17) herum
oberhalb der üblichen inneren Umrißlinien (11′) einer
Hälfte vorgesehen wird (zum Beispiel, wenn aus bestimmten
Gründen kein Interesse an Material- und Gewichtseinspa
rung besteht).
Claims (4)
1. Klemme zur lösbaren Verbindung einer Vielzahl von Längs
teilen, umfassend zwei Hälften und ein Befestigungsmittel
zur Befestigung dieser Hälften aneinander, von dem eine
Vielzahl von Kurvenstücken ausgeht, die
mit umlaufenden Stegen versehen sind, welche beim Einsatz
der Klemme auf den entsprechenden Längsteilen aufliegen
und wobei das Mittelstück zentral von einem Loch durch
bohrt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur besseren Verteilung innerer Spannungen in jeder
Hälfte (4, 5) ein gegenüber den angrenzenden Innenflächen
beziehunsgweise der Umrißlinie (11) der Kurvenstücke (14,
14′, 14′′, 15, 15′, 15′′, 16) vorstehender ringförmiger
Bund (18) um das genannte Loch (17) herum vorgesehen
ist.
2. Klemme gemäß Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bund (18) um einen bis 5 mm, vorzugsweise um
2 mm bis 3 mm, aus dem Mittelstück vorsteht.
3. Klemme gemäß einem oder mehreren der obigen Ansprüche,
bei der die Kurvenstücke mit auf den Innenflächen befind
lichen Vertiefungen versehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wände der Kurvenstücke (14, 15, 16) innerhalb der
Vertiefungen (7) im wesentlichen unveränderliche Dicke,
das heißt im wesentlichen parallele Innen- und Außenflä
chen (7A, 7B) aufweist.
4. Klemme gemäß einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie aus zwei identischen Hälften besteht, deren Bünde
(18) beim Zusammenziehen der Klemme in einem Abstand von
einander liegen.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: OPTO-SYSTEMS LTD., STAYLYBRIDGE, CHESHIRE, GB |
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| 8141 | Disposal/no request for examination | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |