DE3111123C2 - Tintenzufuhrsystem für Tintenstrahldrucker - Google Patents
Tintenzufuhrsystem für TintenstrahldruckerInfo
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Abstract
Ein Tintenzufuhrsystem für Tintenstrahldrucker umfaßt eine Konstantförderpumpe (10) und einen Druckspeicher (12), der eine Welligkeit oder Pulsation des Pumpendruckes ausgleicht. Zur Aufrechterhaltung eines konstanten Druckes in dem Druckspeicher (12) unabhängig von der Umgebungstemperatur ist ein Temperaturausgleichssystem vorgesehen. Das Temperaturausgleichssystem umfaßt ein Bimetall (40), das auf ein elastisches Teil in dem Druckspeicher einwirkt, oder ein in gleicher Weise wirkendes, temperaturabhängiges Magnetsystem (46, 50). Die Druckeinstellung erfolgt ständig und auch bei abgeschaltetem Drucker.
Description
3. Tintenzufuhrsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element
(26) eine Membran ist, und daß auf dieser eine Kappe (34) zur Aufnahme der Feder (36) und der Druckstange
(38) angebracht ist
Die Erfindung betrifft ein Tmtenzufuhrsyslem für einen
Tintenstrahldrucker gemäß den Oberbegriffen der nebengeordneten Patentansprüche 1 und 2.
Ein derartiges Tintenzufuhrsystem für einen Tintenstrahldrucker ist bereits aus der DE-OS 29 26 399 bekannt
In ihr wird ein Tintenzufuhrsystem mit einer Konstantförderpumpe zur Förderung einer konstanten
Tintenmenge pro Zeiieinheit, einer Tintenstrahldüse zur
Abgabe von Tintentröpfchen mit im wesentlichen gleichmäßiger Austrittsgeschwindigkeit, und mit einem
im Förderkreislauf zwischen der Konstantförderpumpe und der Tintenstralvldüse angeordneten Druckspeicher
beschrieben, der eine durch ein elastisches Element begrenzte Druckkammer aufweist, die eine Einlaßöffnung
zur Aufnahme der Tinte von der Pumpe sowie eine Auslaßöffnung zur Abgabe der Tinte besitzt, und der
eine Feder zum Vorspannen des elastischen Elementes in Richtung der Druckkammer sowie eine das elastische
Element mit einem Ende beaufschlagende Drucksiangc aufweist, deren anderes Ende mit einem weiteren Bauteil
in Wirkverbindung steht.
Bei dem bekannten Tintenzufuhrsystem wird die Tinte mit konstanter Strömungsgeschwindigkeit aus der
Tintenstrahldüse ausgestoßen, auch wenn sich zunächst aufgrund von Temperaturschwankungen die Viskosität
der Tinte verändert Um dies zu erreichen, wird der Druck im Druckspeicher überwacht. Steigt die Viskosität
der Tinte, so muß sich auch der Druck im Druckspeicher erhöhen. Bei Erreichen oder Überschreiten eines
vorgegebenen Druckes wird dann der Tinte ein Verdünnungsmittel hinzugesetzt, um deren Viskosität wieder
so zu verringern.
Ziel dieser Anmeldung ist es also, die sich aufgrund von Temperaturänderungen verändernde Viskosität der
Tinte in Abhängigkeit des überwachten Druckes in der Druckkammer so zu beeinflussen, daß die Tinte mit im
wesentlichen gleichmäßiger Ausstoßgeschwindigkeit aus der Tintenstrahldüse austritt. Das genannte Tinicnzufuhrsystem
ist jedoch relativ träge und weist daher noch geringe Schwankungen bezüglich der Tintenaustrittsgeschwindigkeit
auf.
Ein weiteres Tintenzufuhrsystem ist aus der DE-OS 23 46 558 bekannt. Bei ihm werden verschiedene Parameter
abgefühlt, um Korrektursignale zu erzeugen, die zur Regelung des Druckes bzw. der Hubfrequenz der
die Tinte fördernden Pumpe zwecks Aufrcchtcrhaltung der Geschwindigkeit der Tintentröpfehcn innerhalb eines
vorherbestimmten Bereiches herangezogen werden. Als Fühlerlemente können bspw. Druckfühlcroder
Temperaturfühler verwendet werden.
Aus der DE-OS 23 23 220 ist weiterhin eine Einrichtung
/.um Druckausgleich in einem Temperaturschwankungen
ausgesetzten Spritzkopf eines Tintenspritz-Schreibwcrkes bekannt Mit dieser Einrichtung werden
!Druckschwankungen in der Tintenflüssigkeit abgebaut, die sich unter anderem aufgrund von Temperaturschwankungen
des Spritzkopfes während seines Betricbszustandes und seines Nicht-Betriebszustandes
nach dem Abschalten einstellen. Bei den genannten Tcmperalurveränderungen verbiegen sich aufeinander
liegende Platten mit unterschiedlichem Ausdehnungskoeffizienten so relativ zu einem Hohlraum, daß der
Wert der Volumenverminderung oder -Vermehrung einer in diesem Hohlraum vorhandenen Tintenflüssigkeit
kompensiert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Tintenzufuhrsystem so weiterzubilden,
daß ein konstanter Tintendurchfluß selbst bei erheblichen Änderungen der umgebenden Temperatur erreicht
wird.
Die Lösung der gestellten .Aufgabe ist jeweils dem kennzeichnenden Teil der nebengeordneten Vatentansprüche
1 und 2 zu entnehmen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Unteranspruch angegeben.
Eine Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, daß das weitere Bauteil ein auf Änderungen der Umgebungstemperatur
des Druckspeichers ansprechendes Bimetallelement ist, das Bimetallelement einendig in einer
Halterung eingespannt ist und mit seinem anderen freien Ende die Druckstange belastet, und daß das Bimetallelement
so angeordnet ist, daß es sich bei steigender Temperatur im Sinne einer Entlastung der Druckstange
verbiegt
Eine andere Lösung der gestellten Aufgabe besteht diirin, daß das weitere Bauteil ein Magnetsystem ist das
aus einem ferromagnetischen Gehäuse mit einem Magneten und einem von diesem angezogenen, seine Permeabilität
mit der Umgebungstemperatur des Druckspeichers ändernden Ferritkern besteht, und daß das
Magnetsystem so angeordnet ist, daß mit abnehmender Umgebungstemperatur und einer damit verbundenen
stärkeren Anziehung des Ferritkerns die Druckstange durch diesen zunehmend belastet wird.
Vorteilhafterweise ist das elastische Element eine Membran, wobei auf dieser eine Kappe zur Aufnahme
der Feder und der Druckstange angebracht ist
Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. Es zeigt
F i g. 1 ein schematisches Blockdiagramm eines Tintcnzufuhrsystems
mit einem Druckspeicher,
F i g. 2 einen Schnitt durch ein temperaturabhängig arbeitendes Druckausgleichssystem,
F i g. 3 einen Schnitt durch das System nach F i g. 2 in einer anderen Arbeitsstellung,
F i g. 4 einen Schnitt durch einen magnetischen Temperatursensor für das Druckausgleichssystem, und
Fig.5 einen Schnitt durch den Temperatursensor
nach F i g. 4 in einer anderen Arbeitsstellung.
F i g. 1 veranschaulicht schematisch ein Tintenzufuhrsystem für einen Tintenstrahldrucker. Das Tintenzufuhrsystem
umfaßt eine Pumpe 10 mit konstantem Ausstoß, einen Druckspeicher 12, der eine Pulsation oder
Welligkeit des Druckes der Pumpe 10 glättet, einen Filter 14 und ein elektromagnetisches Ventil 16, das die
Zufuhrrichtung der Tinte steuert. Die Tinte wird mit konstantem Durchsatz afl· einen Tröpfchen-Auslaß 18
überführt, der eine Düse, einen elektromechanischen Wandler zur Erzeugung von Düsenschwingungen mit
vorgegebener Frequenz und einen Ladstunnel zum Aufladen tier Tintentröpfchen mit einer vorgegebenen
Ladung gemäß entsprechenden Druckbefehlen umfaßt Die aufgeladenen Tintentröpfchen werden während ihrer
Bewegung durch ein konstantes Hochspannungsfeld abgelenkt, das durch zwei Ablenkelektroden gebildet
wird. Diese Ablenkung entspricht der aufgenommenen Ladung der Tröpfchen. Die Tröpfchen erreichen ein
Aufzeichnungspapier, wie es beim Tintenstrahldrucken mit Ladeamplitudensteuerung üblich ist Tintentröpfchen,
die nicht an dem tatsächlichen Druckvorgang teilnehmen, werden durch den Ladetunnel nicht geladen
und über eine Tintenstrahl-Sammelrinne 20 zurückgeführt In einem derartigen System ist der Druckspeicher
12 zur Stabilisierung des Betriebes mit konstantem Strömungsdurchsatz sehr wesentlich.
Bei einem normalen Betrieb bei Raumtemperatur befindet sich die Konstantförderpumpe 10 in einem Zustand,
in dem beispielsweise 1 cm3 Tinte pro Sekunde
durch den Tröpfchen-Auslaß 18 abgegeben wird, während in dem Druckspeicher 12 ein Druck von 3 kg/cm2
herrscht Bei wesentlich niedrigeren Temperaturen steigt die Viskosität der Tinte an, so daß der Druck in
dem Druckspeicher 12 höher als 3 kg/cm2 sein muß, wenn ein konstanter Tintenstrom von 1 cmVsec aufrechterhalten
werden soll. Bei hohen Temperaturen dagegen muß der Druck in dem Druckspeicher 12 unter
3 kg/cm2 liegen.
Fig.2 veranschaulicht eine Ausführungsform eines
temperaturabhängig arbeitenden Druckausgleichsystems. Der Druckspeicher 12 liegt zwischen der Konstantförderpumpe
10 und dem Filter 14. Der Druckspeicher 12 umfaßt ein Bodenteil 22 und ein Deckelteil 24.
Ein elastisches Teil 26, wie etwa ein Balg oder eine Membran, liegt zwischen dem Bodenteil 22 und dem
Deckelteil 24 und bildet eine Druckkammer 28. Der Bodenteil 22 ist mit einer Einlaßöffnung 30 zum Einleiten
der von der Pumpe 10 abgegebenen Tinte in die Druckkammer 28 und einer Auslaßöffnung 32 zur Weiterleitung
der Tinte an den Filter 14 versehen.
Eine Kappe 34 ist auf dem elastischen Teil 26 befestigt Eine Feder 36 liegt zwischen der Kappe 34 und der
oberen Innenfläche des Deckelteils 24 und drückt das elastische Teil 26, d. h. eine Membran oder dgl., über die
Kappe 34 nach unten. Eine Druckstange 38 ist an der Kappe 34 befestigt und tritt mit ihrem oberen Ende
nach oben aus dem Deckelteil 24 aus. Ein zur Druckeinstellung dienendes Druckglied 40 ist an einer geeigneten
Wand 42 befestigt. Das Druckglied 40 berührt das freie Ende der Druckstange 38. Das Druckglied 40 besteht
aus einem Bimetall, so daß sich die Druckkraft entsprechend-tier
Umgebungstemperatur ändert. Folglich wird der Druck in der Druckkammer 28 bestimmt durch die
Gesamtkraft aus der Kraft der Feder 35 und dem Druckglied 40 (Bimetall).
F i g. 3 veranschaulicht die Arbeitsweise der kombinierten Anordnung aus Druckspeicher und Temperaturausgleichselement
Das Druckglied 40 (Bimetall) wird bei hoher Umgebungstemperatur nach oben gebogen.
Daher bewirkt das Druckglied 40, daß der auf di? Tinte ausgeübte Druck entsprechend der Umgebungstemperatur
variiert wird und der Tintenstrom unabhängig von der Temperatur konstant gehalten wird.
Fig.4 ist eine teiiweise Darstellung einer anderen
Ausführungsform des temperaturabhängig arbeitenden Druckausgleichssystems. Ein ferromagnetisches Gehäuse
44 befindet sich oberhalb der Druckstanse 38 eemäß
Fig.2. Magnete 46 liegen innerhalb des ferromagnetischen Gehäuses 44. Eine Achse 48 ist gleitend innerhalb
des Gehäuses 44 geführt, und an der Achse befindet sich
ein Temperaturausgleichselement 50. Das Temperaturausgleichselement ist innerhalb des von dem Magneten
46 umgebenen Bereiches beweglich. Das ferromagnetische Gehäuse 44, die Magnete 46 und das Temperaturausgleichselement 50 bilden insgesamt einen magnetischen Kreis. Das untere Ende der Achse 48 ist am
freien Ende der Druckstange 38 befestigt. Das Temperaturausgleichselement 50 besteht aus einem Curietemperaturempfindlichen Ferriten, so daß sich die magnetische Permeabilität des Temperaturausgleichselements
50 entsprechend der Umgebungstemperatur ändert.
Fig.5 veranschaulicht die Arbeitsweise des Temperaturausgleichssystems nach F i g. 4. Die Federkraft der
Feder 36 und die Anziehungskraft der Magnete 46, die auf das Temperaturausgleichselement 50 wirkt, stehen
im Gleichgewicht ΓΓιίΐ uci Druckkraft in ucr Druckkammer 28. Wenn unter diesen Umständen die Umgebungs-
temperatur hoch ist, wird die Anziehungskraft der Magnete 46 gering, da die magnetische Permeabilität des
Temperaturausgleichselements 50 geändert wird. Bei niedriger Umgebungstemperatur ist die Anziehungskraft hoch. Folglich ändert sich der Druck in der Druck-
kammer 28 (F i g. 2) entsprechend Änderungen der Umgebungstemperatur.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
30
55
60
65
Claims (2)
- Patentansprüche:
1. Tintenzufuhrsystem für Tintenstrahldrucker,— einer Konstantförderpumpe (10) zur Förderung einer konstanten Tintenmenge pro Zeiteinheit,— einer Tintenstrahldüse zur Abgabe von Tintentröpfchen mit im wesentlichen gleichmäßiger Austrittsgeschwindigkeit, und mit— einem im Förderkreislauf zwischen der Konstantförderpumpe (10) und der Tintenstrahldüse angeordneten Druckspeicher (12), der eine durch ein elastisches Element (26) begrenzte Druckkammer (28) aufweist, die eine Einlaßöffnung (30) zur Aufnahme der Tinte von der Pumpe (10) sowie eine Auslaßöffnung (32) zur Abgabe der Tinte besitzt, und der eine Feder (36) zum Vorspannen des elastischen Elements (26) in Richtung der Druckkammer (28) sowie eine das elastische Element (26) mit einem Ende beaufschlagende Druckstange (38) aufweist, deren anderes Ende mit einem weiteren Bauteil in Wirkverbindung steht,dadurch gekennzeichnet, daß— das weitere Bauteil ein auf Änderungen der Umgebungstemperatur des Druckspeichers (12)ansprechendes Bimetallelement(40)ist,— das Bimetallelement (40) r:nendig in einer Halterung (42) eingespannt ist und mit seinem anderen freien Ende die Druck^ange (38) belastet, und daß— dss Bimetallelement (40) so angeordnet ist, daß es sich bei steigender Temperatur im Sinne einer Entlastung der Druckstange (38) verbiegt. - 2. Tintenzufuhrsystem für Tintenstrahldrucker, mit— einer Konstantförderpumpe (10) zur Förderung einer konstanten Tintenmenge pro Zeiteinheit,— einer Tintenstrahldüse zur Abgabe von Tintentröpfchen mit im wesentlichen gleichmäßiger Austrittsgeschwindigkeit, und mit— einem im Förderkreislauf zwischen der Konstantförderpumpe (JO) und der Tintenstrahldüse angeordneten Druckspeicher (12), der eine durch ein elastisches Element (26) begrenzte Druckkammer (28) aufweist, die eine Einlaßöffnung (30) zur Aufnahme der Tinte von der Pumpe (10) sowie eine Auslaßöffnung (32) zur Abgabe der Tinte besitzt, und der eine Feder (36) zum Vorspannen des elastischen Elements (26) in Richtung der Druckkammer (28) sowie eine das elastische Element (26) mit einem Ende beaufschlagende Druckstange (38) aufweist, deren anderes Ende mit einem weiteren Bauteil in Wirkverbindung steht,dadurch gekennzeichnet, daß— das weitere Bauteil ein Magnetsystem (44, 46, 50) ist, das aus einem ferromagnetischen Gehäuse (44) mit einem Magneten (46) und einem von diesem angezogenen, seine Permeabilitätmit der Umgebungstemperatur des Druckspci chers (12) ändernden Ferritkern (50) besteht, und daß— das Magnetsystem so angeordnet ist, daß mit abnehmender Umgebungstemperatur und einer damit verbundenen stärkeren Anziehung des Ferritkerns (50) die Druckstange (38) durch diesen zunehmend belastet wird.
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