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DE3110693A1 - Kieferimplantat aus einem implantatkoerper und einem daran anschraubbaren, als kuenstlicher zahnstumpf fuer die befestigung eines zahnersatzteiles dienenden epimobilen aufsatz - Google Patents

Kieferimplantat aus einem implantatkoerper und einem daran anschraubbaren, als kuenstlicher zahnstumpf fuer die befestigung eines zahnersatzteiles dienenden epimobilen aufsatz

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DE3110693A1
DE3110693A1 DE19813110693 DE3110693A DE3110693A1 DE 3110693 A1 DE3110693 A1 DE 3110693A1 DE 19813110693 DE19813110693 DE 19813110693 DE 3110693 A DE3110693 A DE 3110693A DE 3110693 A1 DE3110693 A1 DE 3110693A1
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DE
Germany
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screw
head
key
wrench
placeholder
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Withdrawn
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DE19813110693
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Inventor
Joannis Bademis
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Individual
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    • A61C8/005Connecting devices for joining an upper structure with an implant member, e.g. spacers
    • A61C8/0054Connecting devices for joining an upper structure with an implant member, e.g. spacers having a cylindrical implant connecting part
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    • A61C8/008Healing caps or the like

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Description

  • Kieferimplantat aus einem Implantatkörper und einem
  • daran anschraubbaren, als künstlicher Zahnstumpf für die Befestigung eines Zahnersatzteiles dienenden epimobilen Aufsatz.
  • Die Erfindung betrifft ein Kieferimplantat aus einem Implantatkörper und einem daran anschraubbaren, als künstlicher Zahnstumpf für die Befestigung eines Zahnersatzteilegs dienenden epimobilen Aufsatz, wobei der Implantatkörper eine Ringschulter und ein Muttergewinde in einem mit der Ringschulter koaxialen Sackloch zum Anschrauben des epimobilen Aufsatzes aufweist, zu dessen Abstützung gegen die Ringschulter ein Distanzring vorgesehen ist, der sich an seiner äußeren Umfangsfläche konisch zu der sich der Ringschulter aufsetzenden -Ringfläche hin verjüngt.
  • Derartige Kieferimplantate sind als Wurzelimplantate zur Verwendung im Frontzahnbereich oder als Blattimplantate zur Verwendung im Backenzahnbereich bekannt und dienen dazu, Zahnersatzteile, insbes. Freiend-oder Schalterprothesen, auch dann im Munde befestigen zu können, wenn der Patient über hierfür geeignete Pfeilerzähne nicht mehr oder in nibht mehr ausreichendem Umfang verfügt. Der epimobile Aufsatz bildet einen künstlichen Zahnstumpf und ist über den Distanzring in der Weise nachgiebig an den im Kieferknochen eingewachsenen Implantatkörper angeschlossen, daß die Kaukräfte in gleicher Weise wie bei einem natürlichen Zahn aufgefangen werden, und daß der Aufsatz bei Frühkontakten und Parafunktionen abbricht, damit der Implantatkörper und sein Sitz im Kieferknochen geschützt sind. Der Implantatkörper wird zunächst ohne den epimobilen Aufsatz und ohne den Distanzring implantiert und die Schleimhaut über dem Implantatkörper vernäht, um die Wunde schnell zu schließen und unter der geschlossenen Schleimhaut ein problemloses Einwachsen des Implantatkörpers zu ermöglichen. Nach dem Anwachsen des Kieferknochens am Implantatkörper wird die Schleimhaut über dem Implantatkörper perforiert und der epimobile Aufsatz mit dem Distanzring auf den dadurch wieder zugänglichen Implantatkörper aufgeschraubt, wobei der Distanzring in seiner axialen Höhe etwa der Dicke entspricht, in der die perforierte Schleimhaut um den Distanzring herum zur Abheilung kommt. Der Distanzring kann daher, je nach Verwendungsort des Implantats, etwa im Frontzahn- oder im Backenzahnbereich, verschieden große axiale Höhe besitzen. - Bei diesen bekannten Implantaten besteht die Gefahr, daß bei noch fehlendem epimobilem Aufsatz sich Blutgerinnsel und Blutrestansammlungen im Sackloch des Implantatkörpers bilden und der Knochen über die Ringschulter des Implantatkörpers wächst. Das erfordert zusätzliche Bemühungen, das Sackloch mit seinem Gewinde vor dem Aufsch auben des epimobilen Aufsatzes zu säubern und die Ringschulter am Implantatkörper in dem für die Auflage des Distanzringes erforderlichen Umfang vom Knochen wieder freizulegen. Diese Ar- Schraubenkopfunterseite hin verjüngende konische Außenform wie der Distanzring und mindestens dessen axiale Höhe und der demgegenüber niedrigere Schraubenkopf der Platzhalterschraube eine zylindrische oder sich zur Schraubenkopfoberseite hin wrjüngende flache Außenform sowie beide Schraubenköpfe an ihrer Oberseite Schlüsselflächen zum Ansetzen eines Schraubenschlüssels aufweisen.
  • Nach der Implantation wird das Sackloch des Implantatkörpers mit dem Gewinde sofort durch die Platzhalterschraube verschlossen, welche sich dichtschließend der Ringschulter des Implantatkörpers genau dort aufsetzt, wo sich später der Distanzring auf der Ringschulter abstützen wird. Die Platzhalterschraube verhindert also, daß sich im Sackloch des Implantatkörpers Blutgerinnsel bzw. Blutrestansammlungen bilden und daß der Knochen über die Ringschulter des Implantatkörpers anwächst. Die Schleimhaut wird über der Platzhalterschraube vernäht, was wegen der niedrigen flachen Außenform des Schraubenkopfes der Platzhalterschraube möglich ist.
  • Die Platzhalterschraube bietet im übrigen die Möglichkeit, den eingewachsenen Implantatkörper später unter der noch geschlossenen Schleimhaut ohne weiteres wiederzufinden. Ist nach etwa sechs Monaten der Knochen am Implantatkörper angewachsen, wird die Schleimhaut an der von der Platzhalterschraube markierten Stelle perforiert, die Platzhalterschraube gegen die Retraktionsschraube ausgetauscht und der Schleimhaut genügend Zeit von etwa einer Woche gelassen, damit sie um den Kopf der Retraktionsschraube herum entsprechend dessen beiten werden im übrigen noch durch die Absonderungen der unmittelbar zuvor perforierten und noch nicht wieder abgeheilten Schleimhaut erschwert. Darüber hinaus bereitet es Schwierigkeiten, den Ort des eingeachsenen implantatkörpers unter der vernähten und abgeheilten Schleimhaut exakt zu finden und die Schleimhaut somit an der zum Anbringen des epimobilen Aufsatzes richtigen Stelle über dem Implantatkörper zu perforieren.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kieferimplantat der eingangs genannten Art so weiter auszubilden, daß die vorgenannten Schwierigkeiten vermieden werden. d. h. daß sich im Sackloch des Implantatkörpers bis zur Montage des Aufsatzes keine Rückstände sammeln können, daß die Ringschulter des Implantatkörpers in der für die Auflage des Distanzringes benötigten Größe vom Knochen nicht überwachsen werden kann, daß die Perforationswunde der Schleimhaut und deren Abheilung keine Probleme bereitet, und daß schließlich der Ort des Implantatkörpers unter der vernähten und verheilten Schleimhaut für den Perforationsvorgang ohne weiteres exakt wiedergefunden werden kann.
  • Ein diese Aufgabe lösendes Kieferimplantat ist nach der Erfindung gekennzeichnet durch zwei jeweils in das Muttergewinde des Implantatkörpers passende Schrauben, nämlich eine Platzhalterschraube und eine Retraktionsschraube, deren Schraubenköpfe auf der Ringschulter mit demselben Außendurchmesser wie der Distanzring dichtschließend zur Auflage kommen, wobei der Schraubenkopf der Retraktionsschraube dieselbe sich zur Außenform trichterförmig abheilen kann. Erst wenn diese Abheilung erfolgt ist, wird die Retraktionsschraube entfernt und statt ihrer der epimobile Aufsatz mit dem Distanzring auf den Implantatkörper aufgeschraubt, wobei sich der Distanzring exakt in die von der Retraktionsschraube offengehaltene kegelstumpfförmige Abheilung der Schleimhaut einfügt und auf die Ringschulter des Implantatkörpers aufsetzt.
  • Um das Wiederfinden des eingewachsenen Implantatkörpers unter der geschlossenen Schleimhaut weiter zu erleichtern, kann der Schraubenkopf der Platzhalterschraube einen koaxialen, an der Schraubenkopfoberseite offenen Kanal mit einem darin einsetzbaren, axial etwas über die Schraubenkopfoberseite vorstehenden Graphitstift aufweisen. Der Graphitstift kann eine Stärke von etwa 0,5 mm besitzen und schimmert durch die verheilte Schleimhaut hindurch, so daß der Ort des Implantatkörpers unter der Schleimhaut optisch ohne Mühe genau erkennbar ist.
  • Die Schlüsselflächen für den Schraubenschlüssel sind zweckmäßig durch im Schraubenkopf zueinander parallele Zapfenlöcher gebildet, die längs des Umfangs eines mit der Schraubenachse koaxialen Kreises im gleichen Winkelabstand voneinander angeordnet sind.
  • Bei schon drei Schlüsselzapfen ergibt dies für alle im Munde möglichen Verhältnisse ausreichende Ansatzmöglichkeiten des Schraubenschlüssels am Schraubenkopf. Eine im Rahmen der Erfindung besonders geeignete Ausführungsform des Schraubenschlüssels ist dadurch gekennzeichnet, daß an der Stirnseite eines Schlüsselkopfes auf einem mit dem Schlüsselkopf koaxialen Kreis im gleichen gegenseitigen Winkelabstand mehrere zueinander und zum Schlüsselkopf achsenparallele Schlüsselzapfen angeordnet sind, daß der Schlüsselkopf am Ende eines koaxialen Schlüsselschaftes sitzt, und daß im Ubergangsbereich vom Schlüsselschaft zum Sehlüsselkopf ein koaxialer Bund vorgesehen ist, auf dem in einem Gewinde eine mit dem Schlüsselkopf koaxiale Buchse verdrehbar ist, die den Schlüsselkopf axial übergreift und eine Aufnahme für den Schraubenkopf der Platzhalter- oder Retraktionsschraube bildet, wobei das Buchsengewinde etwa gleiche Steigung wie diese Schrauben und einen solchen Gewinde sinn besitzt, daß sich beim Verdrehen des Schlüssels im Sinne eines Vorschraubens des Schlüsselkopfes die gegen Drehung festgehaltene Buchse auf dem Bund vom Schlüsselkopf weg zurückschraubt. Die Buchse kann die Platzhalter- bzw. Retraktionsschraube führen und halten, wenn die Schraube am Gewinde des Implantatkörpers zum Einschrauben angesetzt wird. Hat die Schraube im Gewinde gefaßt, kann die Buchse den Schraubenschlüssel am Kopf der Schraube führen. Das Gewinde zwischen dem Bund und der Buchse ermöglicht es, die axiale Distanz zwischen den Schlüsselzapfen einerseits und dem vorderen Buchsenrand andererseits entsprechend den Verhältnissen im Munde zu variieren und einzustellen.
  • Gewindesteigung und -sinn sind so auf das Gewinde von Platzhalter- bzw. Retraktionsschraube abgestimmt, daß der Schraubenschlüssel auch dann noch in Eindrehrichtung der Schrauben bis zur Auflage des Schraubenkopfes auf der Ringschulter des Implantatkörpers weiter verdreht werden kann, wenn zuvor schon die Buchse sich mit ihrem vorderen Rand auf die Schleimhaut aufgesetzt haben und dadurch stehen geblieben sein sollte. Verletzungen der Schleimhaut durch die Buchse sind daher ausgeschlossen. Eine zweckmäßige Ausführungsform, die einen sicheren Sitz des Schraubenkopfes in der Buchse gewährleistet, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse als Federbuchse ausgebildet ist und dazu mindestens eine aus der Buchsenwand durch axiale Schlitze freigeschnittene Feder aufweist, welche den Schraubenkopf in der Buchse einklemmt. Eine weiter bevorzugte Ausführungsform des Schraubenschlüssels ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schlüsselzapfen einen balligen Zapfenkopf besitzen und nur mit diesem balligen Zapfenkopf in die Zapfenlöcher der Platzhalter-bzw. Retraktionsschraube greifen. Die Schlüsselzapfen können sich dann bei größer werdendem Drehmoment selbsttätig aus den Zapfenlöchern des Schraubenkopfes herausheben, so daß die Wirkung einer Rutschkupplung zwischen Schraubenschlüssel und Schraubenkopf mit dem Vorteil entsteht, daß die Übertragung zu hoher Drehmomente auf die Schraube verhindert wird. Im übrigen empfiehlt es sich, das freie Ende des Schlüsselschaftes in das Winkelhandstück eines üblichen zahnärztlichen Bohrgerätes einsetzen und also die Platzhalter-bzw. Retraktionsschraube unter Zuhilfenahme eines solchen Bohrgerätes am Implantatkörper ein- bzw. ausschrauben zu können.
  • Im folgenden wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert; es zeigen: Fig. 1 ein Kieferimplantat im Längsschnitt, Fig. 2 den Implantatkörper des Kieferimplantates nach Fig. 1 mit einer Platzhalterschraube, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Kopf der Platzhalterschraube nach Fig. 2, Fig. 4 den Implantatkörper des Kieferimplantates nach Fig. 1 mit einer Retraktionsschraube, Fig. 5 eine Draufsicht auf den Kopf der Retraktionsschraube nach Fig. 4, Fig. 6 in den Teilfiguren 6 a) bis 6 c) in schematischer Darstellung verschiedene Stadien des Implantationsvorganges, Fig. 7 einen Schraubenschlüssel für die Platzhalterschraube nach den Fig. 2 und 3, teils im Schnitt, Fig. 8 einen Schraubenschlüssel für die Retraktionsschraube nach den Fig. 4 und 5, teils im Schnitt, Fig. 9 eine Ansicht des Schraubenschlüssels nach Fig. 8 von vorn in Richtung des in Fig. 8 eingetragenen Pfeiles IX.
  • In der Zeichnung ist der Implantatkörper des Kieferimplantates mit 1 bezeichnet. Er besitzt eine Ringschulter 2 und ein Muttergewinde 3 in einem mit der Ringschulter koaxialen Sackloch 4. In dieses Muttergewinde 3 kann entsprechend Fig. 1 ein epimobiler Aufsatz 5 eingeschraubt werden, der an seinem oberen Ende bei 11 in hier nicht näher zu beschreibender Weise zuni Anschluß eines nicht dargestellten Zahnersatzteiles eingerichtet ist und sich nach unten hin über einen Distanzring 6 gegen die Ringschulter 2 des Implantatkdrpers 1 abstützt. Der Aufsatz 5 besitzt einen sowohl in ein Innengewinde 7 des Distanzringes 6 als auch in das Muttergewnde 3 des Implantatkörpers 1 greifenden Gewindezapfen 8. Der Distanzring 6 verjüngt sich an seiner äußeren Umfangsfläche 9 konisch zu seiner sich der Ringschulter 2 aufsetzenden Ringfläche 10 hin. Anstelle des epimobilen Aufsatzes können entsprechend den Fig. 2 und 4 in das Muttergewinde 3 des Implantatkörpers 1 eine Platzhalterschraube 12 oder eine Retraktionsschraube 13 eingeschraubt werden. Die Schraubenköpfe 12.1, 13.1 beider Schrauben kommen auf der Ringschulter 2 des Implantatkörpers 1 mit demselben Außendurchmesser wie der Distanzring 6 dichtschließend zur Auflage, so daß die sich aneinander abstützenden Flächen zwischen dem Implantatkörper (Ringschulterfläche 2) und den Schraubenköpfen (Schraubenkopfunterseiten 12.2, 13.2) sowie das Sackloch 4 mit dem Muttergewinde 3 nicht verunreinigt werden können.
  • Der Schraubenkopf 13.1 der Retraktionsschraube 13 besitzt dieselbe sich zur Schraubenkopfunterseite 13.2 hin verjüngende konische Außenform wie der Distanzring 6 und mindestens dessen axiale Höhe.
  • Der Schraubenkopf 12.1 der Platzhalterschraube 12 ist demgegenüber niedriger und von zylindrischer oder sich zur Schraubenkopfoberseite 12.3 hin verjüngender flacher Außenform. Im übrigen besitzen beide Schraubenköpfe 12.1, 13.1 an ihrer Oberseite 12.3, 13.3 zum Ansetzen eines Schraubenschlüssels geeignete Schlüsselflächen, die durch drei zueinander und zur Schraubenachse parallele Zapfenlöcher 14 gebildet sind, die längs des Umfangs eines mit der Schraubenachse koaxialen Kreises 15 im Winkelabstand von 1200 gegeneinander angeordnet sind. Der Schraubenkopf 12.1 der Platzhalterschraube 12 besitzt im übrigen einen koaxialen, an der Schraubenkopfoberseite 12.3 offenen Kanal 16 mit einem darin eingesetzten, axial etwas über die Schraubenkopfoberseite vorstehenden Graphitstift 17.
  • In Fig. 6a ist bei dem zunächst ohne epimobilen Aufsatz 5 und Distanzring 6 in den Kieferknochen 18 eingesetzten Implantatkörper 1 das Sackloch 4 mit dem Muttergewinde 3 durch den Kopf 12.1 der Platzhalterschraube 12 geschlossen. Die Schleimhaut 19 ist über dem Implantatkörper 1 und der Platzhalterschraube 12 mit dem Graphitstift 17 vernäht. Der Implantatkörper 1 kann in diesem Zustand über längere Zeit, etwa sechs Monate, hinweg mit dem Knochen 18 unter der geschlossenen Schleimhaut 19 verwachsen. Dabei verhindert die Platzhalterschraube 12, daß sich im Sackloch 4 des Implantatkörpers 1 Blutgerinnsel oder -reste bilden bzw. ansammeln und daß der Knochen 18 über die Ringschulter 2 des Implantatkörpers 1 wächst. - In Fig. 6b sei der Knochen 18 inzwischen vollständig mit dem Implantatkörper 1 verwachsen. Die Schleimhaut 19 ist an der durch den Graphitstift 17 ohne weiteres erkennbaren Stelle perforiert und die Platzhalterschraube 12 mit dem Graphitstift 17 gegen die Retraktionsschraube 13 ausgetauscht worden. Der Kopf 13.1 der Retraktionsschraube 13 erfüllt über dem Implantatkörper 1 genau den später vom Distanzring 6 beanspruchten Platz, so daß die perforierte Schleimhaut 19 um den Kopf der Retraktionsschraube 13 herum verheilen kann und exakt die später für den Distanzring 6 benötigte konische Einsenkung 20 bildet sowie die Ringschulter 2 freiläßt. Ist die Perforation nach etwa einer Woche verheilt, wird die Retraktionsschraube 13 entsprechend Fig. 6c entfernt und der epimobile Aufsatz 5 mit dem Distanzring 6 auf den Implantatkdrper 1 aufgeschraubt.
  • Die zur Manipulation der Platzhalter- bzw. Retraktionsschraube 12, 13 dienenden Schraubenschlüssel 34.1, 34.2 besitzen nach den Fig. 7 bis 9 an der Stirnseite eines Schlüsselkopfes 21 auf einem mit dem Schlüsselkopf koaxialen Kreis 22, der mit dem Kreis 15 für die Zapfenlöcher 14 übereinstimmt, und im gleichen gegenseitigen Winkelabstand drei zueinander und zum Schlüsselkopf 21 achsenparallele Schlüsselzapfen 23, die in die entsprechenden Zapfenlöcher 14 des Schraubenkopfes 12.1, 13.1 der Platzhalter- bzw. Retraktionsschraube 12, 13 passen. Der Schlüsselkopf 21 sitzt am Ende eines koaxialen Schlüsselschaftes 24. Im Ubergangsbereich zwischen beiden ist ein koaxialer Bund 25 vorgesehen, auf dem in einem Gewinde 26 eine mit dem Schlüsselkopf 21 koaxiale Buchse 27 verdrehbar ist. Diese Buchse 27 übergreift den Schlüsselkopf 21 und bildet mit ihrem übergreifenden Buchsenteil eine Aufnahme 28 für den Schraubenkopf der Platzhalter- oder Retraktionsschraube 12, 13. Um in dieser Aufnahme 28 den Schraubenkopf 12.1, 13.1 sicher halten zu können, ist die Buchse 27 als Federbuchse ausgebildet und dazu mit mindestens einer aus der Buchsenwand durch axiale Schlitze 29 freigeschnittenen Feder 30 versehen. Das Buchsengewinde 26 besitzt etwa gleiche Steigung wie die Platzhalter- bzw. Retraktionsschraube 12, 13 und im übrigen einen Gewindesinn derart, daß sich beim Verdrehen des Schlüssels im Sinne eines Vorschraubens des Schlüsselkopfes 21 (Pfeil 31) die gegen Drehung festgehaltene Buchse 27 auf dem Bund 25 vom Schlüsselkopf 21 weg zurückschraubt, so daß das Eindrehen der im Schlüssel gehaltenen Schraube 12, 13 in das Muttergewinde 3 des Implantatkörpers 1 auch dann noch fortgesetzt werden kann, wenn sich die Buchse 27 mit ihrem vorderen Rand 27.1 beispielsweise der Schleimhaut 19 aufgesetzt hat und daher an der weiteren Drehung des Schraubenschlüssels nicht mehr teilnimmt. Im übrigen besteht mittels des Gewindes 26 die Möglichkeit, den vorderen Buchsenrand 27.1 relativ zu den Schlüsselzapfen 23 den jeweiligen Verhältnissen im Munde entsprechend axial voreinzustellen. - Die Schlüsselzapfen 23 können, wie in Fig. 7 einen balligen Zapfenkopf besitzen und nur mit diesem balligen Zapfenkopf in die Zapfenlöcher 14 der Platzhalter- bzw. Retraktionsschraubenköpfe 12.1, 13.1 greifen. Übersteigt das vom Schlüssel auf den Schraubenkopf ausgeübte Drehmoment eine gewisse Größe, so heben sich die Schlüsselzapfen 23 selbsttätig aus den Zapfenlöchern 14 und verhindern auf diese Weise eine Uberbeanspruchung der Platzhalter- bzw. Retraktionsschrauben 12, 13 oder des Implantatkörpers 1. - Das freie Ende 32 des Schlüsselschaftes 24 besitzt Abflachungen 33, die das Einsetzen des Schlüsselschaftes in das nicht dargestellte Winkelhandstück eines üblichen zahnärztlichen Bohrgerätes ermöglichen. Der Schlüssel 34.1 nach Fig. 7 für die Platzhalterschraube 12 unterscheidet sich von dem Schlüssel 34.2 nach Fig. 8 für die Retraktionsschraube 13 nur in der Größe der Buchse 27.

Claims (7)

  1. Ansprüche: Kieferimplantat aus einem Implantatkörper (1) und einem daran anschraubbaren, als künstlicher Zahnstumpf für die Befestigung eines Zahnersatzteiles dienenden epimobilen Aufsatz (5), wobei der Implantatkörper (1) eine Ringschulter (2) und ein-Muttergewinde (3) in einem mit der Ringschulter (2) koaxialen Sackloch (4) zum Anschrauben des epimobilen Aufsatzes (5) aufweist, zu dessen Abstützung gegen die Ringschulter (2) ein Distanzring (6) vorgesehen ist, der sich an seiner äußeren Umfangsfläche (9) konisch zu der sich der Ringschulter (2) aufsetzenden Ringfläche (10) hin verjüngt, gekennzeichnet, durch zwei jeweils in das Muttergewinde (3) des Implantatkörpers (1) passende Schrauben, nämlich eine Platzhalterschraube (12) und eine Retraktionsschraube (13), deren Schraubenköpfe (12.1, 13.1) auf der Ringschulter (2) mit demselben AuBendurchmesser wie der Distanzring (6) dichtschließend zur Auflage kommen, wobei der Schraubenkopf (13.1) der Retraktionsschraube (13) dieselbe sich zur Schraubenkopfunterseite (13.2) hin verjüngende konische Außenform wie der Distanzring (6) und mindestens dessen axiale Höhe und der demgegenüber niedrigere Schraubenkopf (12.1) der Platzhalterschraube (12) eine zylindrische oder sich zur Schraubenkopfoberseite (12.3) hin verjüngende flache Außenform sowie beide Schraubenköpfe (12.1, 13.1) an ihrer Oberseite (12.3, 13.3) Schlüsselflächen zum Ansetzen eines Schraubenschlüssels (34.1, 34.2) aufweisen.
  2. 2. Implantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf (12.1) der Platzhalterschraube (12) einen koaxialen, an der Schraubenkopfoberseite (12.3) offenen Kanal (16) mit einem darin einsetzbaren, axial etwas über die Schraubenkopfoberseite (12.3) vorstehenden Graphitstift (17) aufweist.
  3. 3. Implantat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlüsselflächen durch im Schraubenkopf (12.1, 13.1) zueinander parallele Zapfenlöcher (14) gebildet sind, die längs des Umfangs eines mit der Schraubenachse koaxialen Kreises (15) im gleichen Winkelabstand voneinander angeordnet sind.
  4. 4. Schraubenschlüssel für die Platzhalter- bzw.
    Retraktionsschraube des Implantats nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stirnseite eines Schlüsselkopfes (21) auf einem mit dem Schlüsselkopf koaxialen Kreis (22) im gleichen gegenseitigen Winkelabstand mehrere zueinander-und zum Schlüsselkopf (21) achsenparallele Schlüsselzapfen (23) angeordnet sind, daß der-Schlüsselkopf (21) am Ende eines koaxialen Schlüsselschaftes (24) sitzt, und daß im Übergangsbereich vom Schlüsselschaft (24) zum Schlüsselkopf (21) ein koaxialer Bund (25) vorgesehen ist, auf dem in einem Gewinde (26) eine mit dem Schlüsselkopf (21) komaxiale Buchse (27) verdrehbar ist, die den Schlüsselkopf (21) axial übergreift und eine Aufnahme (28) für den Schraubenkopf (12.1, 13.1) der Platzhalter-oder Retraktionsschraube (12, 13) bildet, wobei das Buchsengewinde (26) etwa gleiche Steigung wie diese Schrauben (12, 13) und einen solchen Gewindesinn besitzt, daß sich beim Verdrehen des Schlüssels (34.1, 34.2) im Sinne eines Vorschraubens des Schlüsselkopfes (21) die gegen Drehung festgehaltene Buchse (27) auf dem Bund (25) vom Schlüsselkopf (21) weg zurückschraubt.
  5. 5. Schraubenschlüssel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (27) als Federbuchse ausgebildet ist und dazu mindestens eine aus der Buchsenwand durch axiale Schlitze (29) freigeschnittene Feder (30) aufweist.
  6. 6. Schraubenschlüssel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlüsselzapfen (23) enden balligen Zapfenkopf besitzen und nur mit diesem balligen Zapfenkopf in die Zapfenlöcher (14) der Platzhalter- bzw. Retraktionsschraube (12, 13) greifen.
  7. 7. Schraubenschlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Schlüsselschaftes (24) in das Winkelhandstück eines üblichen zahnärztlichen Bohrgerätes einsetzbar ist.
DE19813110693 1981-03-19 1981-03-19 Kieferimplantat aus einem implantatkoerper und einem daran anschraubbaren, als kuenstlicher zahnstumpf fuer die befestigung eines zahnersatzteiles dienenden epimobilen aufsatz Withdrawn DE3110693A1 (de)

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Cited By (13)

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