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DE3109053A1 - Kobalt-chrom-legierung und deren verwendung - Google Patents

Kobalt-chrom-legierung und deren verwendung

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Publication number
DE3109053A1
DE3109053A1 DE19813109053 DE3109053A DE3109053A1 DE 3109053 A1 DE3109053 A1 DE 3109053A1 DE 19813109053 DE19813109053 DE 19813109053 DE 3109053 A DE3109053 A DE 3109053A DE 3109053 A1 DE3109053 A1 DE 3109053A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silicon
alloys
aluminum
weight
cobalt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19813109053
Other languages
English (en)
Inventor
Grant P. 06410 Chesire Conn. Day
Arun Dr. Chesire Conn. Prasad
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jeneric Industries Inc
Original Assignee
Jeneric Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jeneric Industries Inc filed Critical Jeneric Industries Inc
Publication of DE3109053A1 publication Critical patent/DE3109053A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C19/00Alloys based on nickel or cobalt
    • C22C19/07Alloys based on nickel or cobalt based on cobalt
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/84Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising metals or alloys

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Plastic & Reconstructive Surgery (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • B-e s c h r e 1 b u n g
  • Kobalt-Chrom-Legierung und deren Verwendung Die Erfindung betrifft Kobalt-Chrom-Legierungen, enthaltend 50 bis 70 % Kobalt, 25 bis 35 5' Chrom, 2 bis 10 % Molybdän, 0 bis 2 % Mangan und 0 bis 0,1 % Kohlenstoff sowie etwa 1 bis 6 % Silicium oder etwa 2 bis 6 % Silicium und etwa 0,1 bis 1,5 % Bor mit der Maßgabe, daß Silicium + Bor = 3 % ist1 oder etwa 1 bis 6 fld Aluminium oder etwa 1 bis 6 % Silicium und etwa 1 bis 6 % Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium (8 % ist, oder etwa 1 bis 6 % Siliciumretwa 0,1 bis 1,5 5' Bor und etwa 1 bis 6% Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium < 8 % ist.
  • Die erfindungsgemäßen Legierungen besitzen überragende physikalische Eigenschaften und eignen sich besonders zum Ersatz von Edelmetallen und Edelmetall-Legierungen wie auch von Nickel-Chrom-Legierungen bei der Herstellung von porzellanverblendeten Brücken und Kronen in der Zahntechnik. Durch die erfindungsgemäßen Kobalt-Chrom-Legierungen, enthaltend Silidlm und/oder Aluminium, ergeben sich besondere physikalische und thermische Eigenschaften, die dieses Material besonders geeignet machen für eine Schmelzverbindung von Porzellan und Metall beim Zahnersatz.
  • Legierungen für Zahnprothesen, insbesondere für Zahnersatz wie Brücken und Kronen, die mit Porzellan verblendet sind, müssen die verschiedensten Eigenschaften besitzen; sie müssen gewebeverträglich, farbbeständig, korrosionsbeständig und nicht toxisch sein. Darüberhinaus müssen die an der Legierungsoberfläche gebildeten Oxide haftend sein und während der Aufbringung der Porzellanverblendung nicht nennenswert an Schichtstärke zunehmen. Die gebildeten Oxide müssen mit dem Porzellan verträglich sein, denn sonst könnte es zu Wärmespannungen an der Grenzfläche zum Porzellan kommen. Darüberhinaus dürfen die Oxide zu keiner Verfärbung des Porzellans führen und die Legierungen müssen einen etwas höheren Wärmedehnungskoeffizienten als Porzellan, wie es Ublicherweise angewandt wird, besitzen, so daß das Porzellan unter Druck gerät und Spannungen an der Grenzfläche vermindert werden.
  • Schließlich müssen die Legierungen mit der Porzellanverblendung dimensionsstabil sein, entsprechende Festigkeit besitzen und lötbar sein, Schließlich sollten sie einen hohen Elastizitätsmodul, hohe Zugfestigkeit und Härte haben und sich leicht gießen, schleifen und polieren lassen durch Maßnahmen, wie sie üblicherweise in Dental-Laboratorien zur Anwendung gelangen. Die Kriterien für die Auswahl einer geeigneten Legierung für die Herstellung von porzellanverblendeten Bücken und Kronen unterscheiden sich wesentlich von den Kriterien für die Auswahl von Legierungen, die zur Herstellung von Teilprothesen angewandt werden sollen, welche im allgemeinen nicht in Verbindung mit Porzellan gebrachtwerden.
  • Diese Kriterien wurden bisher in weitem Umfang von Edelmetall-Legierungen enthaltend Gold, Platin, Palladium, Silber, Indium, Zinn, Gallium, Zink und dergleichen und Spuren anderer Metalle erfüllt (US-PS 1 283 264, 3 413 723, 3 667 936, 3 767 391, 3 819 366, 3 981 723 und 4 007 040).
  • Mit den immer weitersteigenden und schwankenden Preise für Edelmetalle und den überlegenen physikalischen Eigenschaften und verarbeitungstechnischen Fortschritten bieten sich Nickel-Chrom-Legierungen an, so daß diese bereits in großem Umfang als Alternative für Edelmetall-Legierungen in der Zahntechnik eingesetzt werden.
  • Im allgemeinen enthalten sie zur Erhöhung der physikalischen Werte Zinn, Gallium oder dergleichen (US-PS 2 089 587 3 304 177, 3 464 817, 3 749 570 und 3 914 867).
  • Nun stellte sich heraus, daß Nickel ein Allergen sein kann; darüberhinaus ist bekannt, daß Beryllium toxisch ist. Es besteht somit ein großer Bedarf für einen Werkstoff, der keine Edelmetall-Legierung ist und weder Nickel noch Beryllium enthält und den obigen Forderungen entspricht.
  • Es wurden bereitsverschiedene rs chie dene Kobalt-Chrom-Legierungen, gegebenenfalls enthaltend Nickel und/oder Beryllium, ange wandt zur Herstellung von entfernbaren Teilen, Kronen oder Brücken (US-PS 3 756 809, 3 802 875, 3 802 934 und 3 837 838). Diese Legierungen konnten sich jedoch trotz ihrer physikalischen und thermischen Eigenschaften bei porzellanverblendeten Kronen und Brücken nicht durchsetzen.
  • Aufgabe der Erfindung sind nun Legierungen, die nicht aus Edelmetallen bestehen, jedoch deren Eigenschaften besitzen und sich für die Herstellung von porzellanverblendeten fixen Bücken und Kronen eignen. Die erfindungsgemäßen Legierungen enthalten nicht nur keine Edelmetalle sondern auch kein Nickel und Beryllium.
  • Die erfindungsgemäßen Kobalt-Chrom-Legierungen zeigen ein Schmelzverhalten, das üblicherweise Methan/Sauerstoff-Gebläse, wie sie in Detal-Labors im allgemeinen angewandt werden, gestatten. Die erfindungsgemäßen Legierungen zeichnen sich durch hohe Oxidationsbeständigkeit aus, wodurch eine einwandfreie Bindung des Porzellans gewährleistet ist. Die erfindungsgemäßen Legierungen lassen sich daher erfolgreich anstelle der Edelmetalle oder Chrom-Nickel-Legierungen für die Herstellung von porzellanverblendeten fixen Brücken und Kronen anwenden.
  • Die erfindungsgemäßen Legierungen enthalten 50 bis 70 Gew.-% Kobalt, 25 bis 35 Gew.-% Chrom, 2 bis 10 Gew.-5' Molybdän, O bis 2 Gew.-% Mangan und 0 bis 0,1 Gew.-% Kohlenstoff.
  • Weiters können sie enthalten: 1. etwa 1 bis 6 % Silicium; 2. etwa 2 bis 6 % Silicium und etwa 0,1 bis 1,5 5'Bor mit der Maßgabe, daß Silicium + Bor # 3 % ist; 3. etwa 1 bis 6 % Aluminium; 4. etwa 1 bis 6 % Silicium und etwa 1 bis 6 % Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium(8 % ist, oder 5. etwa 1 bis 6 % Silicium, etwa 0,1 bis 1,5 % Bor und etwa 1 bis 6 % Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium < 8 % ist.
  • Alle diese Legierungen zeigen überragende physikalische Eigenschaften und lassen sich als Ersatz für Edelmetalle und Edelmetall-Legierungen sowie Nickel-Chrom-Legierungen für die Herstellung von porzellanverblendeten fixen Brücken und Kronen anwenden.
  • Die erfindungsgemäßen Legierungen können darüberhinaus noch Yttrium und/oder Zirkonium zur Verbesserung der Kornstruktur und der Kornbindung enthalten, und zwar Yttrium und/oder Zirkonium alleine oder in Kombination in einer Menge bis zu etwa 0,25 5'.
  • Die bevorzugten erfindungsgemäßen Legierungen enthalten 55 bis 65 Gew.-% Kobalt, 25 bis 35 Gew.-5' Chrom, 2 bis 6 Gew.-5' Molybdän, 0,5 bis 2 Gew.-5' Mangen und 0 bis 0,1 Gew.-5' Kohlenstoff und darüberhinaus: 1. etwa 2 bis 4,5 % Silicium; 2. etwa 2 bis 4,5 % Silicium und etwa 0,5 bis 1 % Bor mit der Maßgabe, daß Silicium + Bor zumindest 3,5 % ist; 3. etwa 2 bis 4,5 % Aluminium; 4. etwa 2 bis 4,5 % Silicium und etwa 2 bis 4,5 % Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium < 8 5' ist, oder 5. etwa 2 bis 4,5 % Silicium, etwa 0,25 bis 1 5' Bor und etwa 2 bis 4,5 % Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium < 8 % ist.
  • Es wurde festgestellt, daß die in den erfindungsgemäßen Legierungen enthaltenen Mengen an Silicium, Bor und/oder Aluminium kritisch sind, um die verschiedenen Kriterien der Legierungen zu erreichen, die sie für die Herstellung von porzellanverblendeten fixen Brücken und Kronen geeignet machen.
  • So-wurde festgestellt, daß-wenn Silicium ohne Bor vorliegt - dieses in einer Menge von etwa 1 bis 6 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtlegierung, enthalten sein kann.
  • < 1 % Silicium führt nicht zu der angestrebten Desoxidation noch zu dem erwünschten niederen Schmelzpunkt. Ist der Siliciumanteil > etwa 6 5', so besitzt die Legierung schlechtere physikalische Eigenschaften und wird zu spröde für die Anwendung in der Zahntechnik für fixe Bestandteile. Daraus ergibt sich der bevorzugte Siliciumbereich von etwa 2 bis 4,5 5'.
  • Wird zusammen mit Silicium auch Bor in der Legierung angewandt, so wurde festgestellt, daß bis zu 2 % Silicium,Bor in Mengen von mehr als nur Spuren bis zu 1 % zu einer deutlichen und unerwünschten Funkenbildung und pyrotechnischen Erscheinungen beim Schmelzen der Legierung mit einem üblichen Methan/Sauerstoff-Gebläse kommt. Dieses Funken vermeidet man, indem man Mengen an Silicium + Bor > 5 3 anwendet, wobei der Siliciumgehalt zumindest etwa 25' betragen soll. Liegt Bor in einer Menge > 1,5 5' vor, so ist die Legierung extrem schwer spanabhebend zu bearbeiten, insbesondere zu Polieren in üblicher Weise, wie dies in Dental-Laboratorien vorgenommen wird. Man bevorzugt daher einen Siliciumgehalt von etwa 2 bis 4,5 % zusammen mit einem Borgehalt von etwa 0,5 bis 1 %.
  • Weiters wurde festgestellt, daß bei einem Siliciumgehalt von zumindest 3,5 % ohne Bor bzw. Silicium und Bor bei einem Gehalt von zumindest 3,5 zur wobei der Siliciumanteil etwa 2 bis 4,5 % ausmachen kann, die Legierungen überraschenderweise ein Schmelzverhalten ähnlich dem von Edelmetallen zeigen und ebenso wie diese beim Schmelzen zusammenlaufen oder verschmieren. Das Schmelzen und Gießen dieser Legierungen ist für einen Zahntechniker, der in der Verarbeitung von Edelmetall-Legierungen geübt ist, daher sehr einfach.
  • Wird anstelle von Silicium Aluminium angewandt, so hat die Legierung einen tieferen Schmelzpunkt, jedoch hat sie eine höhere Oberflächenspannung und läuft nicht so leicht zusammen wie Edelmetall-Legierungen.
  • Porzellan haftet leicht und gut an den erfindungsgemäßen Legierungen mit relativ hohem Aluminiumgehalt, während eine entsprechende Bindung des Porzellans an erfindungsgemäßen Legierungen mit Silicium oder einem relativ geringen Aluminiumgehalt eine ausreichende Bindung zeigen. Im letzteren Fall bevorzugt man die Bildung eines Aluminid-Uberzugs auf dem Legierungsgießling vor der Aufbringung des Porzellans zur Verbesserung dessen Haftung. Die Aluminid-Schicht kann auf übliche Weise aufgetragen werden, wie mit Hilfe einer Aufschlämmung (The Superalloys" C.T. Sims et al, Seiten 346 bis 359, John Wiley & Sons, New York (1972)). Durch eine solche Haftschicht auf der Legierung erreicht man eine hervorragende Bindung des Porzellans.
  • Die erfindungsgemäßen Legierungen sind besonders für den Zahnersatz geeignet, da das Kobalt den Legierungen Eigenschaften verleiht, die denen der Edelmetalle weitgehendst entsprechen, insbesondere was den Wärmedehnungskoeffizient anbelangt, der in etwa dem des Goldes entspricht. Das Chrom verbessert die Widerstandsfähigkeit gegenüber Korrosion und Verfärbung. Chromgehalte von etwa 25 bis 35 % und ebenso Molybdängehalte von etwa 2 bis 10 5' wirken verfestigend in fester Lösung und dienen auch zur-Beeinflussung des Wärmedehnungskoeffizienten der Legierung zur Angleichung an die verschiedenen handelsüblichen Porzellane. In Gegenwart von Chrom wurde festgestellt, daß Molybdänanteile über 10 % zu einer unerwünschten Versprödung führen. Das Mangan dient zur Entschwefelung und soll in einer Menge bis etwa 2 % vorhanden sein. Um die Carbidbilding im wesentlichen zu verringern, sollte der Kohlenstoffgehalt so gering wie möglich und vorzugsweise unter 0,1 % gehalten werden.
  • Es wurde festgestellt, daß die Anwesenheit von Kohlenstoff von über 0,1 % zu einer nachteiligen Blasenbildung unter der Porzellanverblendung bei fixen Teilen in der Dental-Technik führen kann.
  • Gegebenenfalls kann man in die Legierungen auch bis etwa 20Gew.-% Zinn für eine weitere Herabsetzung des Schmelzpunktes einbringen. Auch kann man gegebenenfalls den Kobaltgehalt der Legierung ohne Nachteile herabsetzen und an dessen Stelle bis zu etwa 6 Gew.-96 Eisen einbringen.
  • Silicium, Bor und Aluminium verringern die Gießtemperatur und verbessern die Oxidationsbeständigkeit der Legierung.
  • Yttrium und/oder Zirkonium, gegebenenfalls in Mengen von 0 bis etwa 0,25 96 vorhanden, treten an die Gitterdiskontinuitäten oder Korngrenzen und führen damit zu einer Annäherung an ein ideales Gefüge.
  • Die aus den erfindungsgemäßen Legierungen erhaltenen GuBkörper haben glatte weniger poröse Oberflächen, als sie bisher erreichbar waren. Durch die tieferen Gießtemperaturen kommt es zu geringeren Wechselwirkungen mit den mit den Formwerkstoffen für die Investment-Technik oder den Präzisionsguß (Investments) angewandten Stoffen, wodurch die Herstellung von weniger porösen Gußkörpern möglich wird.
  • Der Schmelzpunkt der erfindungsgemäßen Legierungen liegt zwischen 1 200 und 1 3700C (2 200 bis 2 5000F); der Wärmedehnungskoeffizient zwischen 13 0 106 und 15 10-6 K-1 1 (13 106 bis 15 10 5 in/in/°C), was etwas höher ist als das üblicherweise verfügbare Porzellan, wodurch das Porzellan unter Druck gesetzt und die Spannung an der Grenzfläche verringert wird.
  • Die Zugfestigkeit beträgt mindestens 41 400 N/cm2 (60 000 psi), während die Bruchfestigkeit zumindest etwa 51 750 N/cm2 (75 000 psi) bei einer Dehnung von zumindest etwa 3 % beträgt.
  • Die erfindungsgemäßen Legierungen lassen sich durch die übliche Legierungstechnik herstellen, d.h. Je nach Bedarf an der Luftlim Vakuum oder unter Schutzgas wie Argon. Obwohl-letzteres bevorzugt ist, ist es nicht wesentlich. Im allgemeinen werden die Hauptlegierungs-Bestandteile zuerst geschmolzen, z.B. in einem Induktionsofen, wobei für eine homogene Verteilung des Chroms in der Schmelze zu sorgen ist, um dessen Tendenz zum Aufschwimmen entgegen zu wirken. Vor dem Einschmelzen von Kobalt und Chrom wird Molybdän zugegeben, worauf die restlichen Legierungsbestandteile als solche oder als Vorlegierungen mit Kobalt oder Chrom eingesetzt werden. So ist es beispielsweise vorteilhaft, das Bor als Kobalt-Bor einzubringen. Ist einmal die Legierung erschmolzen und Stangen abgegossen, so kann man das Wiederaufschmelzen der Stangen durch Induktionsheizung oder mit Hilfe eines Methan/Sauersto fif-Gebläs es vornehmen.
  • Die erfindungsgemäßen Legierungen können ohne nennenswerte Änderung der Verarbeitung in einem Dental-Labor anstelle von Edelmetallen oder Nickel-Chrom-Legierungen angewandt werden. Die für Nickel und Beryllium vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen sind jedoch nicht mehr erforderlich.
  • Die Erfindung wird an folgenden Beispielen weiter erläutert. Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf das Gewicht.
  • Beispielel bis 7 Die Zusammensetzung der Legierungen ist in folgender Tabelle I zusammengefaßt.
  • T a b e l l e I Legierung Co Cr Mo Mn Si C B Al Y Zr 1 60,4 30,5 4,5 1,0 3,5 <0,1 - - - -2 62,4 30,0 2,0 1,0 4,0 <0,1 0,50 - - -3 62,4 30,0 2,0 0,75 - <0,1 - 4,0 Y+Zr=0,25 4 60,25 30,0 4,0 0,50 5,0 <0,1 0,15 - - -5 60,0 32.0 3,0 0,75 2,0 <0,1 0,25 2,0 - -6 64,4 28,0 2,5 0,75 1,0 <0,1 - 3,0 0,25 -7 62,5 30,0 2,5 0,75 3,5 <0,1 - 0,5 - 0,25 Die Legierungen 1, 2, 4 und 7 lassen sich leicht in einem Keramiktiegel mit einem Methan/Sauerstoff-Gebläse einschmelzen, sie laufen gut zusammen und lassen sich leicht gießen. Die Legierungen 3, 5 und 6 sind leicht einzuschmelzen, jedoch laufen sie nicht so gut zusammen und behalten ihre unabhängige Stabstruktur selbst in geschmolzenem Zustand. Die Legierungen 1 bis 7 eignen sich alle für die Herstellung und Konstruktion von Zahnprothesen wie fixen Brücken und Kronen.
  • Beispiele 8 bis 18 Die Zusammensetzung dieser Legierungen ist in Tabelle II enthalten. Sie werden nach üblicher Weise hergestellt und verarbeitet.
  • T a b e 1 1 e II Co Cr Mo Mn Si B 1 61,5 30,0 2,5 1,0 1,0 1 2 63,0 30,0 2,5 1,0 1,0 2,5 3 63,0 30,0 2,5 1,0 2,5 1 4 62,0 30,0 2,5 1,0 1 3,5 5 60,5 30,0 2,5 1,0 1 5,0 6 63,0 30,0 2,5 1,0 2 1,5 7 64,5 30,0 2,5 1,0 2 0 8 60,5 30,0 5,0 1,0 2,5 1,0 9 61,75 30,0 5,0 1,0 2,0 0,25 10 61,50 30,0 5,0 1,0 2,0 -0,5 11 61,00 30,0 5,0 1,0 2,5 0,5 Die Legierungen aus der Tabelle II wurden hinsichtlich ihrer physikalischen Eigenschaften und Verwendbarkeit für Dental-Gießlinge, insbesondere im Hinblick auf ihre Schmelzbarkeit, Gießbarkeit, Polierbarkeit und spanabhebende Bearbeitbarkeitluntersucht. Die Eigenschaften sind in der Tabelle III zusammengefaßt.
  • T a b e l l e III Legierung Streck- Bruch- Deh- Polierbarkeit grenze festig- nung (#10³ psi) keit 5' .103 N/cm2 ( 105 psi) #10³ N/cm² 1 starkes Funken beim Einschmelzen leicht 2 ( 90) 62,10 ( 90) 62,10 3,5 schwer 3 (los) 72,45 (126) 86,94 6,8 relativ leicht 4 50,37 50,37 2,6 extrem schwer 5 36,57 36,57 2,0 extrem schwer 6 81,42 88,32 5,5 relativ leicht 7 24,15 45,54 10,0 sehr leicht 8 75,90 75,90 4,0 relativ leicht 9 starkes Funken beim Einschmelzen leicht 10 starkes Funken beim Einschmelzen leicht 11 35,88 35,88 3,0 leicht A. Schmelzverhalten Das Schmelzverhalten wurde bestimmt durch Beobachten im Erdgas/Sauerstoff-Geblse. Die Legierungen 1, 9 und 10 laufen streng flüssig zusammen und funken stark beim Einschmelzen. Darüberhinaus kommt es zu einer merklichen Gasaufnahme. Die relative FlieB-fähigkeit der Legierungen nach der Tabelle II kann durch folgende Reihe dargestellt werden: Legierung 5>4>2>6>3>11>10>9>1>7 B. Gießverhalten Das Gießverhalten ergab sich aus Beobachtungen der Gießfähgkeit der Legierungsschmelze bei Anwendung der Investment-Technik, sowie dies in der Dental-Industrie üblich ist. Die relative Gießbarkeit der Legierungen aus der Tabelle II ergibt sich aus folgender Reihe: Legierung 3 = 6 = 7 = 8 = 11>5>4>2>9 = 10 = 1 Alle Legierungen außer 3, 6, 7, 8 und 11 zeigen ein Gießverhalten, das für fixe Brücken nicht geeignet ist.
  • C. Spanbarkeit Die Spanbarkeit wird beurteilt hinsichtlich der Leichtigkeit, mit der die Legierung mit Geräten, wie sie in der Dental-Industrie allgemein üblich sind, bearbeitet werden können. Von den Legierungen der Tabelle 11 ergibt sich hinsichtlich der Bearbeitbarkeit folgende Reihung: Legierung 7>9 - 10>11> 3 =8>6>1>2>4>5 Aus obigem ergibt sich, daß nur Legierungen, die die-Kriterien nach der Anmeldung (Legierungen 3, 6, 7, 8 und -11) erfüllen, für die Herstellung von fixen Brücken und Kronen brauchbar sind.

Claims (6)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Kobalt-Chrom-Legierungen enthaltend 50 bis 70 Gew.-% Kobalt, 25 bis 35 Gew.-% Chrom, 2 bis 10 Gew.-% Molybdän, o bis 2 Gew.-% Mangan und 0 bis 0,1 Gew.-% Kohlenstoff sowie a) etwa 1 bis 6 % Silicium oder b) etwa 2 bis 6 % Silicium und etwa 0,1 bis 1,5 % Bor mit der Maßgabe, daß Silicium + Bor zu 3 % ist, oder c) etwa 1 bis 6 % Aluminium oder d) etwa 1 bis 6 % Silicium und etwa 1 bis 6 5' Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium 8 % ist oder e) etwa 1 bis 6 % Silicium, etwa 0,1 bis 1,5 % Bor und etwa 1 bis 6 % Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium <etwa 8 % ist.
  2. 2. Kobalt-Chrom-Legierung nach Anspruch 1 mit einem Gehalt von 55 bis 65 Gew.-% Kobalt, 25 bis 35 Gew.-% Chrom, 2 bis 6 Gew.-% Molybdan, 0,5 bis 2 Gew.-% Mangan und 0 bis 0,1 Gew.-% Kohlenstoff sowie a) 2 bis etwa 4,5 Gew.-% Silicium oder b) 2 bis etwa 4,5 Gew.-% Silicium und etwa 0,5 bis 1 Gew.-% Bor mit der Maßgabe, daß Silicium + Bor # 3,5 5' istloder c) 2 bis etwa 4,5 Gew.-5' Aluminium oder d) 2 bis etwa 4,5 Gew.-5' Silicium und etwa 2 bis 4,5 Gew.-% Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium <8% ist, oder e) 2 bis etwa 4,5 Gew.-% Silicium, etwa 0,25 bis 1 Gew.-% Bor und etwa 2 bis 4,5 Gew.-% Aluminium mit der Maßgabe, daß Silicium + Aluminium <8 % ist.
  3. 3. Kobalt-Chrom-Legierung nach Anspruch 1 oder 2, g e k e n n z e i c h n e t durch einen zusätzlichen Gehalt an Yttrium und/oder Zirkonium bis zu etwa 0,25 % alleine oder zusammen.
  4. 4. Kobalt-Chrom-Legierung nach Anspruch 1 bis 3, g e k e n n z e i c h n e t durch einen zusätzlichen Gehalt bis zu etwa 20 % Zinn.
  5. 5. Kobalt-Chrom-Legierung nach Anspruch 1 bis 4, g e k e n n z e ic h n e t durch einen zusätzlichen Gehalt bis zu etwa 6 % Eisen.
  6. 6. Verwendung der Legierung nach Anspruch 1 bis 5, gegebenenfalls mit einem Uberzug aus einem Aluminid an zumindest einer Fläche des Gegenstands, in der Zahntechnik für mit Porzellan verblendete, insbesondere fixe Brücken und Kronen.
DE19813109053 1980-09-29 1981-03-10 Kobalt-chrom-legierung und deren verwendung Ceased DE3109053A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3319457C1 (de) * 1983-05-28 1984-02-09 Degussa Ag, 6000 Frankfurt Kobaltlegierungen zur Herstellung von Zahnersatz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3319457C1 (de) * 1983-05-28 1984-02-09 Degussa Ag, 6000 Frankfurt Kobaltlegierungen zur Herstellung von Zahnersatz

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