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DE3108571A1 - Verfahren zum herstellen eines mit einem thermoplastischen dekormaterial kaschierten traegers sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zum herstellen eines mit einem thermoplastischen dekormaterial kaschierten traegers sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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DE3108571A1
DE3108571A1 DE19813108571 DE3108571A DE3108571A1 DE 3108571 A1 DE3108571 A1 DE 3108571A1 DE 19813108571 DE19813108571 DE 19813108571 DE 3108571 A DE3108571 A DE 3108571A DE 3108571 A1 DE3108571 A1 DE 3108571A1
Authority
DE
Germany
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area
carrier
backing
decorative material
padding
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Application number
DE19813108571
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English (en)
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DE3108571C2 (de
Inventor
Georg 8231 Weissbach Posch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Paul Kiefel GmbH
Original Assignee
Paul Kiefel GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C51/00Shaping by thermoforming, i.e. shaping sheets or sheet like preforms after heating, e.g. shaping sheets in matched moulds or by deep-drawing; Apparatus therefor
    • B29C51/16Lining or labelling
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C59/00Surface shaping of articles, e.g. embossing; Apparatus therefor
    • B29C59/02Surface shaping of articles, e.g. embossing; Apparatus therefor by mechanical means, e.g. pressing
    • B29C59/026Surface shaping of articles, e.g. embossing; Apparatus therefor by mechanical means, e.g. pressing of layered or coated substantially flat surfaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines mit einem thermoplastischen
  • Dekormaterial kaschierten Trägers sowie Vorrichtung zur Durchführungdes Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines mit einem thermoplastischen Dekormaterial kaschierten Trägers mit zumindest einem gegenüber dem angrenzenden Bereich abgeänderten Teilbereich, insbesondere.zum Herstellen von Innenverkleidungen von Kraftfahrzeugen.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Es ist bekannt, einen Träger, der für die ausreichende Festigkeit des Endproduktes bestimmend ist, optisch dadurch zu verbessern, daß die Oberfläche des Trägers zuerst mit einem Kleber beschichtet und dann mit einem Dekormaterial kaschiert wird, wobei während des Kaschiervorganges die Kleberschicht thermisch aktiviert wird. Als Dekormaterial kann beispielsweise eine PVC-Schaumfolie verwendet werden, die mittels eines Differenzdruckes auf die Oberfläche des Trägers gepreßt wird. Nach dem Abbinden des Klebers kann das Teil entnommen oder durch einen Stanzvorgang vom Abfall getrennt werden.
  • Wird ein gegenüber dem angrenzenden Bereich abgeänderter Teilbereich gewünscht, der einen Polstereffekt aufweist, so wird dieser durch Anbringen eines vorkonfektionierten Teiles, z. B. eines Polyurethanschaumes erreicht,wobei dieses vorkonfektionierte Teil in einem getrennten Arbeitsvorgang auf den bereits kaschierten Träger festgelegt wird. Hierbei ist es notwendig, daß die den Polsterschaum umgebende Folie mittels Hochfrequenzschwaißen auf der auf dem Träger aufkaschierten Folie befestigt wird.
  • Dies ist nicht nur wegen des zusätzlichen Arbeitsganges sondern insbesondere wegen der Notwendigkeit der Verwendung einer Hochfrequenzschweißvorrichtung ein sehr kostspieliger Arbeitsvorgang.
  • Die Abänderung des Teilbereiches kann aber auch darin bestehen, daß nur eine andere Oberflächenstruktur des Dekormaterials gewünscht wird. Diese Oberfläcitenstruktur änderung in einem Teilbereich konnte ebenfalls bisher nur durch Einsatz von Hochfrequenz#Maschinen erreicht werden, was ebenfalls sehr aufwendig ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen, mit deren Hilfe Träger mit aufkaschiertem Dekormaterial, welches einen gegenüber dem angrenzenden Bereich abgeänderten Teilbereich aufweist, in einem einzig#Arbeitsvorgang in einfacher Weise hergestellt werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Abänderung im Teilbereich ausgeführt, das Dekormaterial auf Verformungstemperatur erhitzt und durch Erzeugen eines Differenzdruckes gegen den Träger gedrückt und dessen Formgebung angepaßt wird, wobei eine auf dem Träger einschließlich des Teilbereiches aufgebrachte Kleberschicht durch das heiße Dekormaterial aktiviert wird und daß der Teilbereich von der zum Aufkaschieren des Dekormaterials erzeugten Druckdifferenz ausgespart wird. Hervorzuheben ist bei diesem Verfahren die Tatsache, daß der von der Abänderung betroffene Teil~ bereich beim Kaschiervorgang von der für den Kaschiervorgang erzeugten Druckdifferenz ausgespart bleibt. Hierdurch kann der Kaschiervorgang beispielsweise mittels Unterdruck erfolgen, ohne daß der abgeändertq Teilbereich durch diese Druckdifferenz nachträglich zerstört wird, was insbesondere dann der Fall ist, wenn sich das Dekormaterial noch in einem verformungsfähigen Zustand befindet oder wenn ein Polstereffekt erzielt werden soll, der durch die beim Kaschiervorgang einwirkende Druckdifferenz bleibend verändert werden könnte.
  • Die' Abänderung des Teilbereiches kann darin bestehen, daß in dem Teilbereich auf dem Träger ein Polstermaterial aus geschlossenzelligem Schaum fixiert wird, auf dem ebenso wie auf dem Träger eine Kleberschicht aufgetragen wird.
  • Durch die Verwendung von geschlossenzelligem Schaum wird in diesem Bereich die Auswirkung der für den Kaschiervor gang erzeugten Druckdifferenz, z. B. die Auswirkung des erzeugten Unterdruckes verhindert ~wodurch diese Polsterung durch die Druckdifferenz nicht verändert wird, so daß sich das auf Verformungstemperatur erhitzte Dekormaterial der vorgesehenen Polsterung anpassen und diese überziehen kann, ohne daß bleibende Formänderungen entstehen. Die Aussparung des Teilbereiches von der erzeugten Druckdifferenz wird in diesem Falle also durch Verwendung eines luftundurchlässigen, geschlossenzelligen Schaumes erzielt.
  • Diese Verfahrensweise ist dann nicht anwendbar, wenn ein Polstermaterial verwendet wird, das aufgrund seiner Luftdurchlässigkeit,seiner geringen Formstabilität und der geringen Rückfederungstendenz durch den beim Kaschiervorgang notwendigen Differenzdruck bleibend verformt wird.
  • Da das Dekormaterial bereits soweit erstarrt ist, wenn der für den Kaschiervorgang notwendige Differenzdruck aufgehoben wird, daß eine Dehnung des Dekormaterials kaum noch möglich ist, so besteht für die Polsterung keine Möglichkeit ihre ursprüngliche Form wieder anzunehmen. Die Folge hiervon ist, daß der angestrebte weiche Polstereffekt gar nicht erzielt werden kann, weil das weiche Polstermaterial zu sehr zusammengedrückt wird und außerdem ist die ursprüngliche vorgesehene Formgebung des Polstermaterials beseitigt.
  • Die Lösung der Aufgabe, auch bei einer weichen, luftdurchlässigen Polsterung den Kaschiervorgang ohne wesentliche Verformung des Polstermaterials in einfacher Weise durchzuführen, so daß ein kaschierter Träger erhalten wird, der eine weiche Polsterung aufweist, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei Verwendung eines weichen , besonders nachgiebigen, luftdurchlässigen Polstermaterials für die Polsterung des Trägers zur Abänderung desselben in einem Teilbereich, das Polstermaterial auf dem Träger fixiert und das Dekormaterial nach Erhitzen auf Verformungstem peratur im Bereich des Polstermaterials entsprechend der gewünschten Form der Polsterauflage vorgeformt wird, daß darauf die am Träger haftende und mit einer Kleberschicht beschichtete Polsterung in den vorgeformten Bereich hineingedrückt und dann das Dekormaterial unter Aussparung des vorgeformten Bereiches von der zum Aufkaschieren erzeugten Druckdifferenz gegen den mit einer Kleberschicht beschichteten Träger gedrückt wird.
  • Durch die Ausbildung eines vorgeformten Bereiches vor dem Kaschiervorgang wird erreicht, daß das weiche Polstermaterial in einer Art Tasche, die die endgültige Formgebung des gepolsterten Teilbereiches bereits aufweist, aufgenommen werden kann, ohne daß eine bleibende Verformung des Polstermaterials eintritt, so daß der gepolsterte Bereich seine gewünschte Weichheit und Dicke beibehält. Ein Andrücken des Polstermaterials gegen das als Folie ausgebildete. Dekormaterial ist nur Soweit notwendig, daß eine Verbindung zwischen der Folie und dem mit einer Kleberschicht versehenen Polstermater.tal eintritt. Der Verformungsvorgang des Dekormaterials im Bereich des Polstermaterials erfolgt zeitlich so kanpp vor dem eigentlichen Kaschiervorgang, daß ein erneutes Aufheizen der Folie nicht notwendig ist. Der Verformungs vorgang und der anschließende Kaschiervorgang stellen also praktisch einen Arbeitsgang dar, weil die Folie weder umgespannt noch erneut aufgeheizt werden muß.
  • Die zeitliche Trennung besteht nur insoweit, als der Verformungsvorgang für den die Polsterung aufnehmenden Bereich abgeschlossen sein muß, wenn der Kaschiervorgang einsetzt, was bekanntlich nur sehr kurze Zeit dauert. Im Gegensatz zu den nachträglich aufgeschweißten, vorkonfektionierten Polsterteilen entsteht um den gepolsterten Bereich keine Nahtstelle. Diese Nachaus bildung bei den bekannten Ausführungen birgt die Gefahr in sich, daß bei einer zu starken Anschmelzung des Folienmaterials während des Schweißvorganges an diesen Stellen Rißbildungen auftreten können, wenn größere mechanische oder thermische Belastungen auftreten. Dies ist insbesondere bei Innenverkleidungen von Fahrzeugen der Fall, wo Temperaturen bis über 600 C eintreten können, wenn das Fahrzeug einer längeren Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.
  • Wesentlich bei der vorliegenden Erfindung ist die Tatsache, daß der Polsterbereich während ein und desselben Durchlaufs des Dekormaterials und des Trägers durch die Maschine ausgebildet werden kann und daß ein zusätzlicher Arbeitsvorgang vermieden wird, der bei den bekannten Ausführungsformen obendrein noch eine sehr teuere Hochfrequenz~ Schweißmaschine erfordert.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß während der Erzeugung des zur Aufnahme der Polsterung dienenden Bereichs dessen Oberfläche im gleichen Arbeitsgang mit einer Oberflächenstruktur versehen wird, die von der Oberflächenstruktur der angrenzenden Dekorfolie abweicht.
  • Eine weitere Möglichkeit der Abänderung des Teilbereiches besteht darin, daß das Dekormaterial nach dem Erhitzen auf Verformungstemperatur durch eine auf den Teilbereich beschränkte Druckdifferenz in seiner Oberflächenstruktur gegenüber dem an den Teilbereich angrenzenden Bereich verändert und dann unter Aussparung des in seiner Oberflächenstruktur veränderten Bereichs von der zum Aufkaschieren erzeugten Druckdifferenz gegen den mit einer Kleberschicht beschichteten Träger gedrückt wird. Auch hier ist die Änderung der Oberflächenstruktur in einem Teilbereich inodieser einfachen Weise nur dadurch möglich, daß dieser Teilbereich während des Kaschiervorgangs von der für den Kaschiervorgang erzeugten Druckdifferenz ausgespart bleibt, so daß die Oberflächenstruktur des noch verformungsfähigen Dekormaterials durch den Kaschiervorgang nicht wieder beeinträchtigt oder gar zerstört wird.
  • Sowohl in dem Falle, in welchem der teilbereich gepolstert und mit einer gegenüber dem angrenzenden Bereich abgeän derten Oberflächenstruktur versehen wird, als auch in dem Falle, in welchem nur eine andere Oberflächenstruktur im Teilbereich erzeugt wird, ist es vorteilhaft, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Teilbereich mit einer Druckdifferenz beaufschlagbar ist, die derjenigen Druckdifferenz, die zum Anpressen des Dekormaterials auf den Träger erzeugt wird, in ihrer Wirkrichtung entgegengesetzt ist. Hierdurch kann nicht nur die Ausbildung des für die Aufnahme des Polstermaterials vorgesehenex ereichs unterstützt werden, die vorzugsweise durch Vakuumformtechnik vorgenommen wird, sondern eine Druckbeaufschlagung des Teilbereiches kann auch erforderlich sein, um eine Änderung der Oberflächenstruktur bzw. eine Prägung einer bestimmten Oberflächenstruktur in dem Teilbereich zu ermöglichen.
  • Falls der Verformungsvorgang bzw. Prägevorgang im Teilbereich mit einer allzustarken Abkühlung des Dekormaterials verbunden ist, kann in Weiterbildung des Verfahrens das Dekormaterial in dem abgeänderten Teilbereich zusätzlich zu der vor dem Aufkaschieren erfolgten Erwärmung temperiert werden.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, bei welchem das Dekormaterial in einem Teilbereich verformt wird um eine Polsterung aufzunehmen und/oder eine bestimmte Ausbildung einer Oberflächenstruktur erhält, ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Prägeform zur Erzeugung des zur Aufnahme der Polsterung dienenden Bereiches oder des in seiner Oberflächenstruktur veränderten Bereiches einer den zu kaschierenden Träger beim Kaschiervorgang aufnehmenden Trägerform gegenüberliegend angeordnet ist, daß das Dekormaterial zwischen beide Formen einfahrbar ist, daß zumindest eine der beiden Formen gegen die andere 1'orm verfahrbar ist, daß die Trägerform mit Bohrungen zum Anschluß an eine Unterdruckquelle zur Durchführung des Kaschiervorgangs ausgerüstet ist, und daß die Trägerform auf ihrer Oberfläche einen von einer über die Oberfläche hervorstehenden Dichtung eingegrenzten Bereich aufweist, der im wesentlichen dem abzuändernden Teilbereich entspricht.
  • Durch diese Ausgestaltung ist es möglich, den Teilbereich für die Aufnahme einer Polsterung zu verformen und gegebenenfalls mit einer gegenüber dem angrenzenden Bereich abgeänderten Oberflächenstruktur zu versehen oder nur eine andere Oberflächenstruktur einzuprägen und dabei nahezu gleichzeitig durch eine gegeneinander gerichtete Relativbewegung den Träger in eine Lage zu bringen, in welcher die Polsterung in den vorgeformten Bereich eingedrückt bzw. der Träger gegen die-im Teilbereich hinsichtlich der Oberflächenstruktur abgeänderten Dekorfolie gedrückt werden kann, worauf der Kaschiervorgang beginnen kann.
  • Wenn in weiterer Ausbildung der Erfindung in den von der Dichtung eingegrenzten Bereich der Trägerform eine Zuführungsleitung einmündet, die an eine Druckquelle anschließbar ist, so kann hierdurch der Prägevorgang des Dekormaterials noch verstärkt werden. Eine Verformung und gleichzeitigt: bzw. eine ausschließliche Prägung wird in erster Linie dadurch erzeugt, daß die Prägeform an eine Unterdruckquelle anschließbar ist, wodurch der Atm#sphärendurck das Dekormaterial gegen die Prägeform drückt. Die Beaufschlagung dieses Teilbereiches mit Überdruck führt zu einer Verbesserung des Verformungs bzw.
  • Prägevorganges.
  • Damit das Dekormaterial während des Verformungsvorganges bzw. des Prägevorganges nicht zu sehr auskühlt, kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Prägeform mit einer Temperiervorrichtung versehen sein Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht die Prägeform aus einem mikroporösen ~ Werkstoff und ist an eine Unterdruckquelle anschließbar.
  • Hierdurch nimmt das Dekormaterial die Oberflächenstruktur des mikroporösen Werkstoffes an. Die Innenfläche bzw. die für die Anlage des Dekormaterials vorgesehene Fläche der Prägeform kann aber auch in anderer Weise strukturiert sein, um dem Dekormaterial in dem Teilbereich eine andere Oberflächenwirkung zu verleihen, als dies in den angrenzenden Bereichen der Fall ist.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, deren einzige Figur einen Schnitt durch eine Prägeform und eine gegenüberliegende Trägerform zeigt.
  • Auf einem in der Höhe entsprechend dem Doppelpfeil 1 verfahrbaren Tisch ist auf einer Zwischenplatte 4 eine Trägerform 3 angeordnet. In beiden Teilen 3 und 4 sind durchgehende Bohrungen'vorgesehen, die senkrecht zum Tisch verlaufen und mit entsprechenden bohrungen 6 im Tisch fluchten, die an eine Unterdruckquelle anschließbar sind. Eine weitere Bohrung 7, die beide Teile 3 und 4 durchsetzt, steht mit einer'Bohruri8im Tisch 2 in Verbindung, welche mit einer nicht dargestellten berdruckquelle in Verbindung gebracht werden kann. Damit ein Kurzschluß zwischen den beiden Bohrungen 5 und 7 nicht eintreten kann, ist die Bohrung 7 im Bereich der Trennfuge zwischen den Teilen 3 und 4 von einer Ringdichtung 9 umgeben. Die Bohrungen 5 und 7 reichen bis an die Oberfläche der Trägerform 3, die eine Oberflächengestaltung aufweist, welche einem Träger 10 entspricht, der mit einem als, Folie ausgebildeten Dekormaterial 11 überzogen werden #oll, das mit strichpunktierter Linie in zwei Positionen angedeutet ist und zwar einmal in der Lage kurz vor dem Verformungsvorgang und zum anderen nach dem Kaschiervorgang auf dem Träger.- Der Träger 10 ist luftdurchlässig oder hat eine Vielzahl klei#ner~-hrungen, so daß sich der in den Bohrungen 5 erzeugte Unterdruck durch den Träger hindurch auswirkt und ein Ansaugen des Dekormaterials 11 auf den Träger 10 bewirkt.
  • Über der Trägerform 3 ist eine Prägeform 12 vorgesehen, die an einer Zwischenplatte 13 befestigt ist, welche an der Unterseite eines Tisches 14 festgelegt ist. Die Prägeform 12 weist eine Innenkontur auf, die der Außenkcntur einer Polsterung 20 entspricht, die auf einem Teilbereich 15 des Trägers 10 vorgesehen ist. Mit strichpunktierten Linien 12' ist eine abgeänderte Gestaltung der Prägeform angedeutet. Diese Abänderung, die im wesentlichen eine flache Platte als Prägeform umfaßt kommt zum Einaatz, wenn in dem Teilbereich 15 keine Polsterung sondern nur eine, Änderung der Oberflächenstruktur dieses Teilbereiches gegenüber dem angrenzenden Bereich des Dekormaterials hervorgerufen werden soll.
  • Die Prägeform 12 ist mikroporös, so daß über die gesamte Innenfläche bzw. an der gesamten Unterseite der Prägeform 12 ein Unterdruck erzeugt werden kann, wenn eine bis zur Prägeform 12 reichende und die Zwischenplatte 13 durchsetzende Bohrung 16, die mit einer entsprechenden Bohrung 17 im Tisch in Verbindung steht, an eine Unterdruckquelle angeschlossen wird. Die Zwischenplatte 13 ist mit Heizstäben 18 versehen, so daß die Prägeform 12 bzw. 12' temperiert werden kann. Zwischen die beiden normen 3 und 12 ist in deren auseinandergefahrenem Zustand mittels einer Transportvorrichtung 19 die Dekorfolie 11 einfahrbar, nachdem sie vorher von einer nicht dargestellten Heizvorrichtung auf Verformungstemperatur aufgeheizt wurde.
  • Die Herstellung eines teilweise gepolsterten .und mit einer Dekorfolie überzogenen Trägers läuft wie folgt ab.
  • Der Träger 10 wird von Hand oder automatisch auf die Trägerform 3 aufgelegt. Vorher ist in demjenigen Bereich, in welchem ein Polstereffekt gewünscht wird ein Polstermaterial t 20 aufgeklebt und somit in seiner Lage genau fixiert. Das Dekormaterial, d. h. die Dekorfolie 11, welche beispielsweiSe eine thermoplastische Folie ist, wird nach diesem Einlegevorgang oder parallel hierzu erwärmt.
  • Die Dekorfolie 11 wird-mittels der Transportvorrichtung i9 so zwischen die austinandergefahrenen Formerl 12 und 3 gebracht, daß sie an der Unterseite der Prägeform 12 anliegt. Durch Anschließen der Bohrung 17 und 1~ an eine UnterdruckqueIle wird aufgrund.des mikroporösen Materials der Prägeform 12 eine Saugwirkung in der Prägeform hervorgerufen, die die Dekorfolie in diese Prägeform hineinsaugts wodurch die Dekorfolie 11 einen vorgeformten Bereich 21 erhält, in welchen das Polstermaterial 20 beim Hochfahren des Tisches 2 eingefahren wird.
  • Bereits vor dem Einlegen des Trägers 10 ist dieser zusammen mit dem Polstermaterial 20 mit einer Kleberschicht versehen worden, die gegebenenfalls vorgewärmt durch die Wärmeabgabe der Dekorfolie 11 thermisch aktiviert wird. Dies erfolgt dadurch, daß nach dem Hochfahren des Tisches 2 die Bohrungen 5 an eine nicht dargestellte Unterdruckojuelle angeschlossen werden, so daß die Dekorfolie 11 gegen den Träger 10, der luftdurchlässig ist, angesaugt wird. Die thermisch aktivierte Kleberschicht bewirkt eine Verbindung zwischen Dekorfolie 11 und dem Träger 10, Um den Teilbereich 15 herum weist die Trägerform 3 eine geringfügig überstehende Dichtung 22 auf, welche bewirkt, daß der durch den Anschluß der Bohrungen 5 an eine Unterdruckquelle auf dem Träger 10 einwirkende Unterdruck nicht in dem Teilbereich 15 wirksam wird.
  • alls die Dekorfolie 11 in dem gepolsterten bereich eine andere Oberflächenstruktur aufweisen soll, wird eine Prägeform 12 verwendet, die an ihrer Unterseite die gewünschte Struktur aufweist, die durch einen Prägevorgang auf die Dekorfolie übertragen wird. Durch das Ansaugen der Dekorfolie 11 im erwärmten Zustand in die Prägeform 12. erhält die Dekorfolie eine Oherfl~ichenstruktur,die der Struktur der Innenfläche dieser Artige form entspricht. Im dargestellten Ausführun3.beispiel erhält der vorgeformte Bereich 21 eine Oberflächenstruktur, die durch den mikroporösen Werkstoff der Prägeform bedingt ist. Durch zusätzliches Zuführen von Druckluft durch die Bohrung 7 in den Teilbereich 15 wird die Dekorfolie 11 noch starker gegen die Prägeform gedrückt.
  • Die Erzeugung einer anderen Oberflächenstruktur im Teilbereich 15 kann auch dann vorgenommen werden, wenn keine Polsterung vorgesehen ist. Zu diesem Zweck kommt die mit strichpunktierten Linien angedeutete prägeform 12' zum Einsatz, welche wie eill Prägestempel an ihrer Unterseite flach ausgebildet ist, so daß das Dekormciterial 11 durch Ansaugen gegen die Prägeform 12' und durch entsprechendes Nachdrücken mittels des über die Bohrung 7 erzeugten Überdruckes eine Oberflächenprägung der flachen Dekorfolie hervorgerufen wird. Der Kaschiervorgang --folgt dann im Prinzip in gleicher Weise als wenn in dem Bereich 15 eine Polsterung vorgesehen wäre und zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß in dem Teilbereich 15 die Erzeugung eines Unterdruckes für den Kaschiervorgang unterbleibt. Das Dekormaterial wird unabhängig davon ob der Teilbereich 15 gepolstert oder nur mit einer anderen Oberflächenprägung versehen ist durch den über die Bohrungen 5 erzeugten Unterdruck gegen den Träger gesaugt, wobei der Teilbereich 15 aufgrund der Anordnung der Dichtung 22 von dieser Druckdifferenz ausgespart bleibt. Nach dem Kaschiervorgang, d. h. nach dem Andrücken der Dekorfolie 11 auf den Träger 10 und dem gleichzeitigen Andrücken des Polstermaterials gegen die Dekorfolie kann der Tisch 2 wieder abgesenkt und das fertige Teil, das im dargestellten Ausführungsbei spiel eine Innenverkleidung einer Pkw-Tür darstellt, entnommen werden.
  • Leerseite

Claims (12)

  1. Patentansprüche Verfahren zum Herstellen eines mit einem thermoplastischen Dekormaterial versehenen Trägers mit zumindest einem gegenüber dem angrenzenden Bereich abgeänderten Teilbereich, insbesondere zum Herstellen von Innenverkleidungen von Kraftfahrzeugen, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Abänderung im Teilbereich ausgeführt, das Dekormaterial auf Verformungstemperatur erhitzt1 durch Erzeugen eines Differenzdruckes gegen den Träger gedrückt und dessen Formgebung angepaßt wird, wobei eine auf dem Träger einschließlich des Teilbereiches augebrachte Kleberschicht durch das heiße Dekormaterial aktiviert wird und daß der Teilbereich von der zum Aufkaschieren des Dekormaterials erzeugten Druckdifferenz ausgespart wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Abänderung des Teilbereiches darin besteht, daß in dem Teilbereich ein Polstermaterial aus geschlossenzelligem Schaum fixiert wird, auf dem ebenso wie auf dem Träger eine Kleberschicht aufgetragen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß bei Verwendung eines weichen, besonders nachgiebigen luftdurchlässigen Polstermaterials für die Polsterung des Trägers zur Abänderung desselben in einem Teilbereich, das Polstermaterial auf dem Träger fixiert und das Dekormaterial nach-Erhitzen auf Verformungstemperatur im Bereich des Polstermaterials entsprechend der gewünschten Form der Polsterauflage vorgeformt wird, daß darauf die am Träger haftende und mit einer Kleberschicht beschichtete Polsterung in den vorgeformten Bereich hineingedrückt und dann das Dekormaterial unter Aussparung des vorgeformten Bereiches von der zum Aufkaschieren erzeugten Druckdifferenz gegen den mit einer Kleberschicht beschichteten Träger gedrückt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß während der Erzeugung des zur Aufnahme der Polsterung dienenden Bereiches dessen Oberfläche im gleichen Arbeitsgang mit einer Oberflächenstruktur versehen wird, die von der Oberflächenstruktur des angrenzenden Bereiches abweicht.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Abänderung des Teilbereiches darin besteht, daß das Dekormaterial nach dem Erhitzen auf Verformungstemperatur durch eine auf den Teilbereich beschränkte Druckdifferenz in seiner Oberflächenstruktur gegenüber dem an den Teilbereich angrenzenden Bereich verändert und dann unter Aussparung des in seiner Oberflächenstruktur veränderten Bereiches von der zum Aufkaschieren erzeugten Druckdifferenz gegen den mit einer Kleberschicht beschichteten Träger gedrückt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der'ansprüche 3 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der gegenüber dem angrenzenden Bereich abgeänderte Teilbereich mit einer Druckdifferenz beaufschlagbar ist, die derjenigen Druck~ differenz, die zum Anpressen des Dekormaterials auf den Träger erzeugt wird, in ihrer Wirkrichtung entgegengesetzt ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Dekormaterial im abgeänderten Teilbereich zusätzlich zu der vor dem Aufkaschieren erfolgten Erwärmung temperiertlwird.
  8. 8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nàbh Anspruch 3 oder 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine Prägeform (12, 12') zur Erzeugung des zur Aufnahme der Polsterung dienenden Bereiches (21) oder des in seiner Oberflächenstruktur veränderten Bereiches einer den zu kaschierenden Träger (10) beim Kaschiervorgang aufnehmenden Trägerform (3) gegenüberliegend angeordnet ist, daß das Dekormaterial (11) zwischen beide Formen einfahrbar ist, daß zumindest eine der beiden Formen gegen die andere Form verfahrbar ist, daß die Trägerform (3) mit Bohrungen (5) zum Anschluß an eine Unterdruckquelle zur Durchführung des Kaschiervorganges ausgerüstet ist, und daß die Trägerform (3) auf ihrer Oberfläche einen von einer über die Oberfläche hervorstehenden Dichtung (22) eingegrenzten Bereich aufweist, der im wesentlichen dem abzuändernden Teilbereich (15) entspricht.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß in den von der Dichtung (22) eingegrenzten Bereich der Trägerform (3) eine Zuführungsleitung (7) einmündet,die an eine Druckluftquelle anschließbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Prägeform (12, 12') mit einer Temperiervorrichtung (13, 18) versehen ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Prägeform (12, 12') aus einem mikroporösen Werkstoff besteht und an eine Unterdruckquelle (17) anschließbar ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Innenfläche der Prägeform (12, 12'), mit der das Dekormaterial in Berührung kommt, strukturiert ist.
DE19813108571 1981-03-06 1981-03-06 Verfahren zum Herstellen eines aus einem Träger und aus einer auf dem Träger angeordneten Deckschicht bestehenden Verbundkörpers sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Expired DE3108571C2 (de)

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