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DE3106629A1 - Einrichtung zur punktfoermigen zugbeeinflussung - Google Patents

Einrichtung zur punktfoermigen zugbeeinflussung

Info

Publication number
DE3106629A1
DE3106629A1 DE19813106629 DE3106629A DE3106629A1 DE 3106629 A1 DE3106629 A1 DE 3106629A1 DE 19813106629 DE19813106629 DE 19813106629 DE 3106629 A DE3106629 A DE 3106629A DE 3106629 A1 DE3106629 A1 DE 3106629A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vehicle
data
transmission
telegram
data telegram
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19813106629
Other languages
English (en)
Other versions
DE3106629C2 (de
Inventor
Hans-Arnim Dipl.-Ing. Entw.-Ing. 3300 Braunschweig Lange
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG, Siemens Corp filed Critical Siemens AG
Priority to DE19813106629 priority Critical patent/DE3106629C2/de
Publication of DE3106629A1 publication Critical patent/DE3106629A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3106629C2 publication Critical patent/DE3106629C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/08Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically
    • B61L3/12Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically using magnetic or electrostatic induction; using radio waves
    • B61L3/125Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically using magnetic or electrostatic induction; using radio waves using short-range radio transmission

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Einrichtung zur punktförmigen Zugbeeinflussung
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
  • Für die Steuerung des Eisenbahnbetriebes ist es erforderlich, von der Strecke her Informationen auf die Züge zu übermitteln und/oder von dort Informationen an die Strecke zu geben. Während bei einer stark zentralisierten Betriebsführung eine nahezu kontinuierliche Informationsübertragung in beiden tlbertragungsrichtungen verlangt wird, genügt es bei weniger starker Zentralisierung, die Informationen punktförmig von der Strecke an die vorüberlaufenden Züge zu übertragen,zu speichern und weg/zeitabhängig- auszuwerten und/oder auch von den Zügen Informationen abzufragen. Zu den Informationen, die von der Strecke auf die Züge übermittelt werden, gehören z.B. die Signalisierung von Langsamfahrstellen und die Signalisierung von Streckensignalbegriffen; zu den Informationen, welche von den Zügen an die Strecke abgesetzt werden, gehört u.a. die Kennzeichnung des betreffenden Zuges.
  • Die durch dichteres Verkehrsaufkommen und höhere Fahrgeschwindigkeiten an die Betriebsführung von Eisenbahnen gestellten höheren Anforderungen- verlangen nach einer Intensivierung auch der punktförmigen Zugbeeinflussung. Der Ausbau der Zugbeeinflussung erstreckt sich dabei nicht nur auf die Notwendigkeit, mehr Beeinflussungseinrichtungen einer bestimmten Art an der Strecke anzubringen sowie die Anzahl der zu übertragenden Informationen in Abhängigkeit von den immer komplexeren betrieblichen Aufgaben zu erhöhen, sondern auch darauf, beispielsweise neben solchen Einrichtungen, die ausschließlich zur Übermittlung von Streckendaten an die vorüberfahrenden Züge vorgesehen sind, nun auch solche vorzusehen, ü.br die Informationen von den vorüberlaufenden Fahrzeugen abgefragt werden können oder Informationen sowohl abgefragt als auch übermittelt werden können. Diese wahlweise Ausrüstung der Strecke mit unterschiedlichen Zugbeeinflussungseinrichtungen verlangt ein Fahrzeuggerät, das mit allen Arten von Streckengeräten wahlweise kommunizieren kann. Ein derartiges Fahrzeuggerät ist bislang in der beschriebenen Art nicht bekannt.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Einrichtung zur punktförmigen Zugbeeinflussung im. Eisenbahnwesen anzugeben, welche eine Informationsübertragung zwischen Strecke und Fahrzeug unabhängig davon ermöglicht, ob die Streckengeräte nur zum Senden, nur zum Empfangen oder zum Senden und Empfangen von Informationen ausgelegt sind.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Anwendung der im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale.
  • Besonders vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung ist nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Bei der Erläuterung der Erfindung wird Bezug genommen auf die Zeichnung, die in den Figuren 1 bis 4 für unterschiedliche Zugbeeinflussungssysteme Sende- und Empfangstelegramme von Strecken- und Fahrzeuggeräten angibt. Figur 1 bezieht sich dabei auf ein Zugbeeinflussungssystem mit ausschließlicher Informationsübertragung in Richtung auf die Fahrzeuge,Figur 2 auf ein Zugbeeinflussungsystem mit Informationsübertragung ausschließlich in Richtung auf die Strecke und die Figuren 3 und 4 auf ein Zugbeeinflussungssystem, mit dem Informationen sowohl in Richtung auf die Fahrzeuge als auch in Richtung auf die Strecke übermittelt werden können. Die Ubertragungsrichtung, für die die Fahrzeug- und die Streckengeräte jeweils eingerichtet sind, ist in den Figuren durch Pfeile angegeben. Bei den einzelnen Zugbeeinflussungssystemen sind jeweils-nur die Ubertragungseinrichtungen der Streckengeräte unterschiedlich ausgebildet; die der Fahrzeuggeräte sind stets die gleichen. In allen Ausführungsbeispielen ist ferner angenommen, daß die Übertragungseinrichtungen an der Strecke keine eigene Stromversorgung besitzen, sondern in bekannter Weise für ihre Funktionsfähigkeit Leistung von den vorüberlaufenden Fahrzeugen beziehen.
  • Die jeweils ausgegebenen bzw. empfangenen Informationen sind in ihrer zeitlichen Folge auf zugehörigen symbolisch bezeichneten Sende- und Empfangskanälen S, E der Fahrzeug- bzw. Streckengeräte grafisch dargestellt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist angenommen, daß ein Streckengerät dazu eingerichtet ist, ausschließlich Informationen an ein vorüberlaufendes Fahrzeug zu übermitteln. Das Streckengerät St möge beim Vorüberlaufen eines Fahrzeuges F zum Zeitpunkt tl soviel Energie vom vorüberlaufenden Fahrzeug empfangen, daß es mit dem Aussenden eines ihm eingeprägten Strecke kentelegrammes beginnt. Nach einem ersten Streckentelegramm StT1 folgt, solange das Streckengerät genü- gend Leistung erhält, ein zweites, drittes, viertes usw. Streckentelegramm, das inhaltlich mit dem ersten Streckentelegramm übereinstimmt. Die nacheinander Ubermittelten Streckentelegramme sind in der Zeichnung fortlaufend numeriert. In Figur 1 ist angenommen, daß zwar zum Zeitpunkt t1 die von einem.Fahrzeug auf das Streckengerät übermittelte Energie so groß ist, daß das Streckengerät mit dem Senden beginnt, daß aber zu diesem Zeitpunkt eine Unterbrechung des Ubertragungsweges besteht, z.B. durch einen Störer oder dadurch, daß die Kopplung zwischen dem Streckengerät und der Fahrzeugempfangsantenne noch nicht ausreicht, um das übermittelte Streckentelegramm StT1 vollständig und ungestört zu empfangen.Erst zu einem Zeitpunkt t2 wäre nach diesem Beispiel die Kopplung zwischen den Sende- und Empfangseinrichtungen des Strecken- und des Fahrzeuggerätes groß genug, um Informationen übermitteln zu können. Das erste, nur bruchstückhaft empfangene Streckentelegramm wird-auf dem Fahrzeug nicht gewertet.
  • Erst die ab dem Zeitpunkt t3 empfangenen folgenden Streckentelegramme StT2 bis StT4 werden auf dem Fahrzeug au-sgewertet und in-die erforderlichen Steuersignale umgesetzt.
  • Durch das mehrfache Aussenden und Empfangen der vom Streckengerät übermittelten Information ist es möglich, eventuelle kurzzeitige Ubertragungsstörungen bzw.
  • Unterbrechungen dadurch unwirksam zu machen- oder auch die Übertragungssicherheit weiter zu erhöhen, daß zur Anerkennung einer übermittelten Information bei spielsweise der mehrmalige ungestörte Empfang dieser Information verlangt wird.
  • Jedes von der Strecke auf das Fahrzeug übermittelte Streckentelegramm belegt den Fahrzeugempfänger für die Dauer der Informationsübertragung und verhindert damit, daß das Fahrzeuggerät in dieser Zeit auf Sendebetrieb geht. Zwar würde die Anschaltung des Fahrzeugsenders für die Informationsübertragung von der Strecke auf-das Fahrzeug nicht schädlich sein; in dieser Zeit jedoch wäre der Empfangskanal des Fahrzeuggerätes mindestens dann, wenn das Fahrzeuggerät wie. angenommen, nicht im Voll- sondern im Halbduplexbetrieb arbeitet, für die Aufnahme der weiterhin vom Streckengerät gesendeten Streckentelegramme blockiert, so daß weniger Streckentelegramme insgesamt empfangen werden können als bei abgeschaltetem Fahrzeugsender.
  • Das erfindungsgemäß vorgesehene Fahrzeuggerät schaltet selbsttätig erst dann von Empfang auf Sendebetrieb um, wenn im Anschluß an den Empfang eines Datentelegrammes von einem Streckengerät eine Empfangspause vorgegebener Mindestdauer auftritt. Dieser Fall tritt annahmegemäß bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 jedoch nicht auf, weil das Streckengerät fortlaufend ohne Unterbrechung Streckentelegramme aussendet, solange es mit genügend Sendeenergie versorgt ist.
  • Um beim Auftreten kurzzeitiger Störungen bzw. Unterbrechungen zu verhindern, daß das Fahrzeuggerät als Folge einer derartigen Störung oder Unterbrechung auf Sendebetrieb umschaltet, ist es möglich, dem Fahrzeuggerät durch Setzen mindestens eines bestimmten Bits im Datentelegramm des Streckengerätes eine Information darüber zukommen zu lassen, daß dieses Streckengerät ausschließlich zur Abgabe von Datentelegrammen bestimmt ist. Das Fahrzeuggerät erkennt dann aus dem Empfang dieses Bits, daß die von ihm ggf. festgestellte Empfangspause nicht die Aufforderung zum Umschalten auf Sendebetrieb darstellt, sondern entweder eine Störung darstellt oder das Ende der Informationsüber- tragung anzeigt. Auch diese Maßnahme trägt dazu bei, innerhalb des Übertragungszeitraumes mehr Telegramme an das Fahrzeug absetzen zu können als wenn das Fahrzeug vorübergehend auf Sendebetrieb umschalten würde.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist angenommen, daß ein Streckengerät ausschließlich dazu bestimmt ist, Informationen von einem vorüberlaufenden Fahrzeug zu empfangen. Dabei möge wiederum zum Zeitpunkt t1 durch Ankopplung des Fahrzeuggerätes an das Streckengerät soviel Energie auf das Streckengerät uebertragen worden sein, daß das Streckengerät selbst funktionsfähig ist. Sobald genügend Energie vorhanden ist, sendet das Streckengerät ein Anforderungssignal A vorgegebener Dauer an das vorüberlauf ende Fahrzeuggerät. Dieses Anforderungssignal ist nicht zu vergleichen mit einem Streckentelegramm, das aus einer Vielzahl von Datenbits besteht, von denen Jedes durch unterschiedliche Frequenzen oder Frequenzkombinationen dargestellt ist. Ein Anforderungssignal A dagegen besteht z.B. nur aus einem Trägersignal vorbestimmter Dauer. Das erste Anforderungssignal möge wegen noch fehlender Kopplung zwischen der Empfangsantenne des Fahrzeuggerätes und der Sendeantenne des Streckengerätes vom Fahrzeuggerät noch nicht erkannt werden.
  • An das Anforderungssignal A schließt sich eine Sendepause SSt vorgegebener Mindestdauer an, die größer ist als die vom Fahrzeuggerät auszuwertende Empfangspause. Da das erste Anforderungssignal annahmegemäß von dem Fahrzeuggerät des vorüberlaufenden Fahrzeugs nicht erkannt wurde, hat auch die auf das erste Anforderungssignal folgende Sendepause SSt keinen Einfluß auf das Fahrzeuggerät, d.h. das Fahrzeuggerät wird nicht auf Sendebetrieb umgeschaltet. Nach Ablauf der Sendepause SSt gibt das Streckengerät ein weiteres Anforderungssignal A aus. Dieses zum Zeitpunkt t2 ausgegebene Anforderungssignal wird vom Fahrzeuggerät empfangen, weil dieses nun in den Empfangsbereich des Streckengerätes vorgerückt ist.Aus dem Anforderungssignal oder aus der auf den Empfang dieses Anforderungssignals folgenden Empfangspause erkennt das Fahrzeuggerät, daß das Streckengerät nun von ihm die aber mittlung eines Fahrzeugtelegrammes erwartet. Das Fahrzeuggerät schaltet daraufhin auf Sendebetrieb um und strahlt ein erstes Fahrzeugtelegramm FT1 ab; anschließend schaltet das Fahrzeuggerät für eine vorgegebene Mindestzeit SF auf Empfang um. Sobald das Streckengerät Informationen vom vorüberlaufenden Fahrzeuggerät empfängt, blockiert es seinen Sendekanal und verhindert damit für die Dauer des Empfanges die Ausgabe weiterer Anforderungssignale. Nach Telegrammende Jedoch schaltet es wieder auf den Sendekanal und veranlaßt damit die Ausgabe eines weiteren Anforderungssignals. Dieses Anforderungssignal wird vom Empfänger des Fahrzeuggerätes aufgenommen; es dehnt die vorgegebene Mindestsendepause SF auf eine der Dauer des Anforderungssignals entsprechende Mindestzeit SFm1 aus und veranlaßt entweder direkt oder aber huber die anschließende Empfangspause die Ausgabe des folgenden Fahrzeugtelegrammes FT2. Für die Dauer des Empfanges dieses Fahrzeugtelegrammes durch das Streckengerät wird wiederum der Sendekanal des Streckengerätes blockiert und die Ausgabe von Anforderungssignalen vorübergehend unterbunden. Erst nach Telegrammende setzt das Streckengerät unter der Voraussetzung, daß noch genügend Sendeenergie verfügbar ist, ein weiteres Anforderungssignal A an das Fahrzeuggerät ab, das wiederum das Ausgeben eines folgenden Fahrzeugtelegrammes FT3 veranlaßt.
  • Auch bei diesem .Zugsicherungssystem ist eine mehrmalige Informationsübertragung, diesmal allerdings vom Fåhrzeuggerät zur Strecke hin, vorgesehen und möglich, so daß eventuelle Störungen und Unterbrechungen durch Auswerten mehrerer Telegramme ausgeblendet werden können. Die Informationsübertragung beginnt zum frühestmöglichen Zeitpunkt, nämlich dann, wenn die Kopplung für die Informationsübertragung gerade ausreicht und sie endet zum spätestmöglichen Zeitpunkt, nämlich dann, wenn die Kopplung bzw. die Sendeleistung für die Informationsübertragung nicht mehr ausreicht.
  • Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist es auch möglich, daß das Fahrzeuggerät nach sicherem Erkennen eines Anforderungssignals daraus die Information ableitet, daß es sich bei dem Punkt, mit dem gerade die Verbindung zustande, gekommen ist, ausschließlich um einen Empfangspunkt handelt. Damit kann der Fahrzeugsender auf Dauerstrichbetrieb geschaltet werden und die wenn auch geringe Zeit zum Aussenden der folgenden Anforderungssignale zur Übertragung von Informationen benutzt werden. Die Rückschaltung auf Empfangsbetrieb kann zweckmäßig vom Zurücklegen einer bestimmten Fahrstrecke seit Auf-.
  • nahme des Dauer-Sendebetriebes oder vom Aussenden einer bestimmten'Anzahl von Datentelegrammen abhängig gemacht sein.
  • In Figur 3 ist angenommen, daß nicht nur das Fahrzeuggerät, sondernauch das Streckengerät sowohl zum Senden als auch zum Empfangen von Informationen eingerichtet ist. Das Streckengerät möge zum Zeitpunkt t1 mit dem Aussenden eines ersten Streckentelegrammes StT11 beginnen, das Fahrzeuggerät möge aber erst zum Zeitpunkt t2 Informationen vom Streckengerät her empfangen. Dieses erste nur bruchstückhaft empfangene Streckentelegramm wird vom Fahrzeuggerät nicht anerkannt und gewertet. Entsprechend hat auch die sich anschließende Sendepause SSt des Streckengerätes keine Auswirkungen auf das Fahrzeuggerät. Das Fahrzeuggerät wird also nicht auf Sendebetrieb umgeschaltet und das Streckengerät kann innerhalb der Sendepause damit auch keine Informationen vom vorüberlaufenden Fahrzeuggerät empfangen. Nach Ablauf der Sendepause SSt veranlaßt das Streckengerät die Ausgabe des folgenden Streckentelegrammes StT1 2. Dieses Streckentelegramm wird vom Fahrzeuggerät vollständig empfangen. Anschließend an das Aussenden des zweiten Streckentelegrammes legt das Streckengerät wieder eine Sendepause SSt vorgegebener Dauer ein. Das Fahrzeuggerät erkennt aus der sich an den Empfang des zweiten Streckentelegrammes anschließenden Empfangspause EP das Ende des Streckentelegrammes und veranlaßt damit die Umschaltung des Fahrzeuggerätes auf Sendebetrieb.
  • Das Fahrzeuggerät gibt dabei ein erstes Fahrzeugtelegramm FT11 aus. Innerhalb der vorgegebenen Sendepause SSt empfängt das Streckengerät Daten vom Fahrzeuggerät und verlängert daraufhin die Sendepause SSt auf eine der Dauer des Fahrzeugtelegrammes FT11 entsprechende Mindestzeit SStm, in der der Empfangskanal des Streckengerätes belegt bleibt. Anschließend beginnt das Streckengerät mit dem Ausgeben des folgenden Streckentelegrammes StT13.
  • Das Fahrzeuggerät hatte nach dem Ausgeben des ersten Fahrzeugtelegrammes FT11 selbsttätig vom Sendebetrieb auf Empfangsbetrieb umgeschaltet, und zwar für eine Mindestsendepause SF, die etwas größer ist als die Dauer der vom Streckengerät jeweils im Anschluß an ein Streckentelegramm eingelegten Sendepause SSt.
  • Während dieser Sendepause SF des Fahrzeuggerätes empfängt das Fahrzeuggerät die ersten Daten des vom Streckengerät ausgesandten Streckentelegrammes StT1 3.
  • Es verlängert daraufhin die Sendepause SF auf eine der Dauer des Streckentelegrammes StT13 entsprechende Mindestzeit SFm13 und sorgt damit dafür, daß das Streckentelegramm StT13 komplett empfangen werden kann.
  • Aus der an dieses Streckentelegramm anschließenden Empfangspause erkennt das Fahrzeuggerät wieder, daß das Streckengerät nun seinerseits von ihm ein weiteres Fahrzeugtelegramm FT12 erwartet und es schaltet auf Sendebetrieb um. Das Fahrzeuggerät hatte bereits zu Telegrammende auf Empfangsbetrieb umgeschaltet und damit die Voraussetzung für die Aufnahme des folgenden Fahrzeugtelegrammes geschaffen.
  • Das Ausführungsbeispiel der Figur 4 gilt für das auch in Figur 3 angenommene Zugbeeinflussungssystem unter der Maßgabe, daß das Fahrzeuggerät den Sendebetrieb nicht vom Empfang eines vollständigen Streckentelegrammes abhängig macht, sondern bereits dann mit dem Senden beginnt wenn es ein Streckentelegramm unvollständig empfangen hat. Bei dem angenommenen Ausführungsbeisp,iel'hat das'Fahrzeuggerät ab dem Zeitpunkt t2 Daten vom Streckengerät her aufgenommen. Aus der sich an das nur unvollständig empfangene Streckentelegramm StT21 anschließenden Empfangspause EP erkennt das Fahrzeug die Bereitschaft des Streckengerätes zur Aufnahme eines Fahrzeugtelegrammes. Es setzt daraufhin das Fahrzeugtelegramm FT21 an das Streckengerät ab, das dieses Telegramm aufnimmt und anschließend ein Streckentelegramm StT22 an das Fahrzeuggerät absetzt.
  • Wenn die vorgegebenen Zeitbedingungen erfüllt sind, d.h. die Jeweils abgesetzten Telegramme von den Jeweiligen Gegengeräten innerhalb der von diesen einge- legten Sendepausen eintreffen, ist ein ordnungsgemäßer wechselweiser Datenaustausch für die Dauer der gegenseitigen Einflußnahme möglich.
  • Bei den Zugbeeinflussungssystemen der Figuren 2 bis 4 legte das Fahrzeuggerät und ggf. auch das Streckengerät hinter jedem ausgesandten Datentelegramm bzw. Anforderungssignal eine Sendepause SF bzw. SSt ein, innerhalb deren es von der Jeweiligen Gegenstation die Aufnahme von Daten erwartete. Die zeitliche Dauer der Sendepausen sollte größer liegen.als die vom Fahrzeuggerät für das Umschalten auf den Sendebetrieb auszuwertende Empfangspause EP. Für den Fall, daß die Streckengeräte gegenüber den Fahrzeuggeräten bevorrechtigt sein sollten, d.h. daß im Falle auftretender Störungen vom Streckengerät her zunächst Informationen an das Fahrzeuggerät übermittelt werden sollen bevor von diesem Informationen an das Streckengerät übermittelt werden sollen, ist die vom Fahrzeuggerät einzulegende Mindestsendepause SF größer zu wählen als die vom Streckengerät einzulegende Mindestsendepause SSt.
  • Diese Maßnahme stellt sicher, daß nach einer Störung das Fahrzeuggerät noch auf Empfang geschaltet ist, wenn das Streckengerät wieder zu senden beginnt. Entsprechend ist die vom Streckengerät eingefügte Sendepause SSt größer zu wählen als die vom Fahrzeuggerät vorgegebene Sendepause SF, wenn nach kurzzeitigen Störungen oder Unterbrechungen zunächst Informationen vom Fahrzeug an die Strecke übermittelt werden sollen, bevor von dort Informationen ans Fahrzeug uebertragen werden sollen.
  • Zum Bestimmen der von den einzelnen Geräten auszuwertenden Sende- bzw. Empfangspausen können auf den Fahrzeuggeräten und den Streckengeräten gesonderte Zeit- schalter vorgesehen sein, die Jeweils bei Telegrammende gestartet werden. Vorteilhafter ist es Jedoch, wenn die Mindestempfangs- und Mindestsendepausen der Rhrzeug-und der Streckengeräte in diesen Geräten aus der Bitfolgefrequenz der Datentelegramme durch Zählen auf unter schiedliche Zählraten bestimmt werden. Dies läßt sich z.B. durch getaktete Schieberegister erreichen, die auf unterschiedlichen Ausgängen beschaltet sind.
  • Die vorstehend näher erläuterte Einrichtung zur punktförmigen Zugbeeinflussung kann in den verschiedensten Frequenzbereichen arbeiten, beispielsweise in dem für die punktförmige Zugbeeinflussung häufig verwendeten Bereich zwischen 60 und 100 kHz aber auch z.B. im Gigahertzbereich, wie es beispielsweise für die Güterwagennummernmeldung vorgesehen ist.
  • 4 Figuren 14 Patentansprüche Leerseite

Claims (14)

  1. Patentansprüche 1. Einrichtung zur punktförmigen Zugbeeinflussung im Eisenbahnwesen unter Verwendung eines mit Sende-und Empfangseinrichtungen versehenen beweglichen Fahrzeuggerätes, das üblicherweise ständig auf Empfang geschaltet ist und unter Verwendung von Streckengeräten, die zum Senden und/oder Empfangen von Datentelegrammen eingerichtet sind, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß das Fahrzeuggerät nur dann und jeweils für die Dauer mindestens eines Datentelegrammes (z.B. FT7, FT17) auf Sendebetrieb geht, wenn es von einem Streckengerät hierzu durch ein Anforderungssignal (A in Fig. 2) veranlaßt ist oder wenn im Anschluß an den Empfang eines Datentelegrammes (z.B.
    StT12 in Fig. 3) von einem Streckengerät eine Empfangspause (EP) vorgegebener Mindestdauer auftritt und daß das Fahrzeuggerät hinter jedem abgesetzten Datentelegramm (z.B. FT11 in Fig. 3, FT7 in Fig. 1) bzw. Daten telegrammfolge eine Sendepause (SF) vorgegebener Mindestdauer einlegt, die sich bei Empfang eines Datentelegrammes (z.B. StT13 in Fig. 3) oder eines Anforderungssignals (A in Fig. 2) auf eine der Telegrammlänge bzw. der Dauer eines Anforderungssignals entsprechende Mindestzeit (SFml3, SFm1) ausdehnt, daß ein Streçkengerät dann, wenn es ausschließlich zur Abgabe von Datentelegrammen bestimmt ist, diese Daten telegramme (StT1, StT2, StT3 in Fig. 1) fortlaufend ausgibt, daß ein Streckengerät-dann, wenn es außer zur Abgabe von Datentelegrammen auch zum Empfang von Datentelegrammen ausgelegt ist, hinter jedem Datentelegramm (StT11, StT12 in Fig. 3) eine Sendepause (SSt) vorgegebener Mindestdauer einlegt und dann, wenn es ausschließlich zum Empfang von Datentelegrammen aus- gelegt ist, an das Fahrzeug Anforderungssignale (A in Fig. 2) mit jeweils anschließender Sendepause (SSt) abgibt, wobei die Sendepausen (SSt) jeweils größer sind als die vom Fahrzeuggerät auszuwertenden Empfangspausen (EP) und sich beim Empfang eines Datentelegrammes (z.B. FTII, FT12 in Fig. 3) auf der Telegrammdauer entsprechende Mindestzeiten (SStm) ausdehnen.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, d a a u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die von einem Fahrzeuggerät im Anschluß an das Ausgeben eines Datentelegrammes eingelegte Mindestsendepause kürzer gewählt ist als die von einem Streckengerät im Anschluß an das Ausgeben eines Anforderungssignals bzw. eines Datentelegrammes eingelegte Mindestsendepause.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die von einem Fahrzeuggerät im Anschluß an das Ausgeben eines Datentelegrammes (z.B. FT1) eingelegte Mindestsendepause (SF)'länger gewählt ist als die von einem Streckengerät im Anschluß an das Ausgeben eines Anforderungssignals (A) bzw. eines Datentelegrammes (z.B. StT11 in Fig. 3) eingelegte Mindestsendepause (SSt).
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Mindestempfangs- und die Mindestsendepausen (EP, SF, SSt) der Fahrzeug- und der Streckengeräte aus der Bitfolgefrequenz der Datentelegramme durch Zählen auf unterschiedliche Zählraten bestimmbar sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß ein Streckengerät dann, wenn es ausschließlich zur Abgabe von Datentelegrammen bestimmt ist, dies einem vorüberlaufenden Fahrzeuggerät durch Setzen mindestens eines Bits im Datentelegramm mitteilt und daß das Fahrzeug nach Empfang dieser Mitteilung auch beim Auftreten von Empfangspausen nicht selbst auf Sendebetrieb geht.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Aufnahme des Sendebetriebes durch ein Fahrzeug abhängig gemacht ist vom Empfang eines vollständigen Anforderungssignales bzw. Datentelegrammes zu ( (StT12 in Fig. 3) eines Streckengerätes.
  7. 7. Einrichtung zur punktförmigen Zugbeeinflussung im Eisenbahnwesen,unter Verwendung eines mit Sende-und Empfangs einrichtungen versehenen beweglichen Fahrzeuggerätes, das üblicherweise ständig auf Empfang geschaltet ist und unter Verwendung von Streckengeräten, die zum Senden und/oder Empfangen von Datentelegrammen eingerichtet sind, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß das Fahrzeuggerät nur dann und jeweils für die Dauer mindestens eines Datentelegrammes (z.B. FT11 in Fig. 3) auf Sendebetrieb geht, wenn im Anschluß an den Empfang eines von einem Streckengerät übermittelten Datentelegrammes (z.B. StT12) eine Empfangspause (EI?) vorgegebener Mindestdauer auftritt und daß das Fahrzeuggerät hinter jedem daraufhin abgesetzten Datentelegramm (z.B. FT11) bzw. jeder daraufhin abgesetzten Datentelegrammfolge eine Sendepause (SF) vorgegebener Mindestdauer einlegt, die sich bei Empfang eines Datentelegrammes (z.B. StT13) auf eine der Dauer des empfangenen Datentelegrammes entsprechende Mindestzeit (SFm13) ausdehnt, daß' das Fahrzeuggerät dagegen bei Empfang eines von einem Streckengerät übermittelten Anforderungssignals auf Dauer- Sendebetrieb geht,' daß ein Streckengerät dann, wenn es ausschließlich zur Abgabe von Datentelegrammen bestimmt ist, diese Datentelegramme (StT1, -StT2, StT3 in Fig. 1) fortlaufend ausgibt, daß.ein Streckengerät dann, wenn es außer zur Abgabe von Datentelegrammen auch zum Empfang von Datentelegrammen ausgelegt ist, hinter jedem Datentelegramm (StT11,StT12 in Fig. 3) eine Sendepause (SSt) vorgegebener Mindestdauer einlegt und dann, wenn es ausschließlich zum Empfang von Datentelegrammen ausgelegt ist, an das Fahrzeug Anforderungssignale mit jeweils anschließender Sendepause abgibt, wobei die Sendepausen Jeweils größer sind als die vom Fahrzeuggerät auszuwertenden Empfangspausen (EP) und sich beim Empfang eines Datentelegrammes auf der Telegrammdauer entsprechende Mindestzeiten ausdehnen.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Fahrzeuggerät den Dauer-Sendebetrieb nach dem Aussenden einer vorgebbaren Anzahl von Datentelegrammen beendet und auf Empfang schaltet.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c,h g e -k e n n z e i c h n e t, daß das Fahrzeuggerät den Dauer-Sendebetrieb nach dem Zurücklegen einer vorgebbaren Wegstrecke seit Aufnahme des Dauer-Sendebetriebes beendet und auf Empfang schaltet.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 7, d a du r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die von einem Fahrzeuggerät im Anschluß an das Ausgeben eines Datentelegrammes eingelegte Mindestsendepause kürzer gewählt ist als die von einem Streckengerät im Anschluß an das Ausgeben eines Datentelegrammes eingelegte Mindestsendepause.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g ek e n n z e i.c h n e t, daß die von einem Fahrzeuggerät im Anschluß-an das Ausgeben eines Datentelegrammes eingelegte Mindestsendepause länger gewählt ist als die von einem Streckengerät im Anschluß an das Ausgeben eines Datentelegrammes eingelegte Mindestsendepause.
  12. 12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7, 10 oder 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Mindestempfangs- und die Mindestsendepausen der Fahrzeug- und der Streckengeräte aus der Bitfolgefrequenz der Datenteegramme durch Zählen auf unterschiedliche Zählraten bestimmbar sind.
  13. 13. Einrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß ein Streckengerät dann, wenn es ausschließlich zur Abgabe von Datentelegrammen bestimmt ist, dies einem vorüberlaufenden Fahrzeuggerät durch Setzen mindestens eines Bits im Datentelegramm mitteilt und daß das Fahrzeug nach Empfang dieser Mitteilung auch beim Auftreten von Empfangspausen nicht selbst auf Sendebetrieb geht.
  14. 14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7, 10, 11 oder 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Aufnahme des Sendebetriebes durch ein Fahrzeug abhängig gemacht ist vom Empfang eines vollständigen Anforderungssignals bzw. Datentelegrammes eines Streckengerätes.
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