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DE3106015A1 - Verfahren zum betreiben eines heizkessels und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zum betreiben eines heizkessels und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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DE3106015A1
DE3106015A1 DE19813106015 DE3106015A DE3106015A1 DE 3106015 A1 DE3106015 A1 DE 3106015A1 DE 19813106015 DE19813106015 DE 19813106015 DE 3106015 A DE3106015 A DE 3106015A DE 3106015 A1 DE3106015 A1 DE 3106015A1
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DE
Germany
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oil
solid fuel
gas
ignition
switch
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DE19813106015
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Johann 8332 Massing Steckermeier
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Original Assignee
HDG ENTWICKLUNG PATENT
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Beschreibung
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Heizkessels, der mit Fèstbrennstoff und mit Öl oder Gas beheizbar ist, sowie'eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Bei Mehrstoff-Heizkesseln ist es bekannt, Festbrennstoff mit Hilfe des Öl- oder Gasbrenners zu zünden.
  • Dabei werden unter Umständen in Abhängigkeit von der Qualität des Festbrennstoffes mehrere Zündversuche hintereinander durchgeführt, deren Zeitdauer und Häufigkeit jedoch unkontrolliert sind, so daß vielfach unnötigerweise zuviel Gas oder Brennstoff verbraucht und damit die Kesseltemperatur zu hoch ansteigt oder daß noch Zündversuche durchgeführt werden, obwohl der Festbrennstoff bereits angebrannt ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine hierfür geeignete Vorrichtung aufzuzeigen, mit denen es möglich ist, eine gesteuerte Zündung des Festbrennstoffes durchzuführen, die den heutigen Anforderungen an eine optimale Energieausnutzung und minimale Kaminbelastung gerecht wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren der eingangs erläuterten Gattung gelöst, das sich dadurch auszeichnet, daß mit einer Gas- oder Ölflamme zum Anbrennen des Festbrennstoffes ein Zündversuch durchgeführt wird, dessen maximale Dauer begrenzt ist, und daß nach Ablauf des ersten Zündversuches weitere Zündversuche derselben Dauer bis zum Ablauf einer vorgegebenen und einstellbaren Zeitdauer folgen, sofern die Rauchgastemperatur im Kesselabzug unter einen vorgegebenen Wert abgesunken ist.
  • Vorzugsweise liegen dabei die maximale Dauer jedes Zündversuches in der Größenordnung von fünf Minuten und die vorgegebene Zeitdauer für die Summe aller Zündversuche in der Größenordnung von 20 Minuten. Der vorgegebene Wert für die Rauchgaste mperatur im Kesselabzug liegt in der Größenordnung von 100 Grad C.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird sichergestellt, daß die Zündversuche nur in einem bestimmten Temperaturbereich ablaufen, eine begrenzte Dauer haben.--und in ihrer Anzahl ebenfalls beschränkt sind, so daß der Verbrauch an Öl oder Gas zum Zünden des Festbrennstoffes auf das erforderliche Minimum begrenzt ist und die Zündversuchsreihe abgebrochen wird, wenn der Festbrennstoff auf grund zu hoher Feuchtigkeit oder dergleichen voraussichtlich nicht mit vertretbarem Aufwand gezündet werden kann.
  • In Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, daß nach dem Verbrennen des Festbrennstoffes automatisch auf Öl-bzw. Gasbetrieb umgeschaltet wird, sofern die Rauchgastemperatur unter den vorgegebenen Wert absinkt. Das hat den Vorteil, daß ein Dauerölbetrieb oder Dauergasbetrieb erst einsetzt, wenn der Festbrennstoff restlos verbrannt ist.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird bei Öl-oder Gasbetrieb die Öl- bzw. Gasflamme abgeschaltet, wenn der Kessel zum Einfüllen von Festbrennstoff geöffnet wird.
  • Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer zu einem Brenner führenden, elektrischen Leitung und einem Haupt schalter wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst durch eine Zeitschaltung zur Begrenzung der einstellbaren Zeitdauer für die Summe'aller Zündversuche und eine zweite Zeitschaltung zur Begrenzung der maximalen Dauer jedes Zündversuches, welche von einer dritten Schaltung gesteuert wird, die bei Unterschreiten der vorgegebenen Rauchgastemperatur von einem Rauchgasthermostaten eingeschaltet wird.
  • Die erste und die zweite Zeitschaltung können dabei ein Zeitrelais und die dritte Schaltung ein Wischrelais, etwa einen Taster für die'Abgabe eines Einschaltimpulses,aufweisen. Sie können aber auch in kontaktloser Elektronikbauweise ausgeführt sein.
  • Mit Hilfe der erfindungsgemäß vorgesehenen Vorrichtung läßt sich das Verfahren ohne großen Aufwand sicher durchführen und den vorgegebenen Grenzwerten entsprechend automatisch steuern.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäß aus-.
  • gebildeten Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung dargestellt ist.
  • Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung eines Heizkessels, der mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorricbtung ausgerüstet ist, Figur 2 ein Diagramm zur Darstellung des Verfahrensablaufs, wobei auf der Ordinate die Temperaturen und auf der Abszisse die Zeit aufgetragen sind, und Figur 3 ein elektrisches Schaltbild für eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • In k'igur 1 ist schematisch ein Heizkessel 10 dargestellt, der in seinem oberen Bereich eine Wasserrohrschlange 12 aufweist. Eine Feuerraumtür 14 dient zur Beschickung mit Festbrennstoff, für den ein Rost 16 vorgesehen ist. Unterhalb des Rostes 16 ist ein Aschenabzug 18 vorgesehen.
  • Für den Dauerölbetrieb (oder für den Dauergasbetrieb) sowie zum Zünden des Festbrennstoffes dient ein Brenner 20, der in bekannter Weise in einer Tür 22 des Heizkessels 10 befestigt ist. Ueber eine Luftklappe 24, die durch einen Motor M geöffnet und geschlossen werden kann, wird die Frischluftzufuhr für den Betrieb mit Festbrennstoff gesteuert.
  • Im Bereich der Feuerraumtür 14 ist ein Endschalter s4 vorgesehen, der eine Verriegelungseinrichtung 30 zum Verriegeln der Feuerraumtür öffnet und schließt.
  • Die in einem Kesselabzug 26 herrschende Rauchgastemperatur wird mit Hilfe eines Rauchgasthermostaten a 2 abgegriffen.
  • Figur 2 zeigt ein Temperatur-Zeitdiagramm, in dem der mögliche Ablauf eines bevorzugten Verfahrens zum Betreiben des Heizkessels 10 dargestellt ist. Auf der Ordinate sind dabei die gewunschte und eingestellte Eesseltemperatur mit TK und die vo-rgeg.ebene minimale Rauchgastemperatur mit TR bezeichnet; TR beträgt dabei 1000 C.
  • Wie die eingezeichnete Eurve zeigt, wird zunächst durch Einschalten des Brenners 20, der dabei über eine Pumpe mit Öl (bzw. Gas) versorgt wird, die Temperatur im Heizkessel 10 bis zu einem Punkt 31 erhöht. Zu diesem Zeitpunkt, der am Ende des mit I bezeichneten, ersten Zündversuches liegt wird der Brenner 20 abgeschaltet, so daß die Temperatur wieder abfällt. Am Punkt C entscheidet sich, ob der Festbrennstoff gezündet hat oder nicht. Wenn er gezündet hat, sinkt die Rauchgastemperatur nicht unter 100 ° 0 (TR), so daß der Brenner 20 zunächst nicht mehr einschaltet.
  • Wenn de Festbrennstoff jedoch nicht gezündet hat, fällt die. Rauchgastemperatur unter 1000 C (TR).ab, so daß beim Punkt A2 ein zweiter,mit II. bezeichneter Zündversuch gestartet wird, durch den die Temperatur bis zum Punkt B2 am Ende dieses zweiten Zündversuches II. erhöht wird. Dann wird der Brenner 20 wieder abgeschaltet, worauf ein dritter Zündversuch III folgt, falls die Rauchgastemperatur wieder unter den vorgegebenen Wert TR absinkt, was bedeutet, daß der Festbrennstoff immer noch nicht gezündet hat. Nach Ablauf der vorgegebenen Zeitdauer für die Summe aller Zündversuche, die bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel 20 Min.
  • beträgt, wird kein neuer Zündversuch mehr gestartet, so daß der Kessel erlischt und die Temperatur, wie gestrichelt eingezeichnet, vom Punkt D aus absinkt.
  • Sofern der Festbrennstoff beim Punkt C gezündet hat, brennt dieser entsprechend der durchgehenden Kurve bis zum Punkt E, bei dem er vollständig verbrannt ist. Während dieser Zeit des Betriebes mit Festbrennstoff, d. h. zwischen den Punkten B1 und E, ist die Luftklappe 24 geöffnet, so daß ständig genügend Frischluft für die Verbrennung zugeführt wird. Während der drei eingezeichneten Zündversuche I , II und III hingegen ist die Luftklappe 24 geschlossen.
  • Beim Punkt E ergeben sich zwei Möglichkeitent die eine Möglichkeit ist durch die gestrichelt dargestellte Kurve angedeutet und besteht darin, daß der Kessel nach Abbrennen des Festbrennstoffes erlischt. Die durchgehende Kurve stellt die andere Möglichkeit dar, nach der bei Unterschreiten der vorgegebenen Rauchgastemperatur TR selbsttätig auf Ölbetrieb umgeschaltet wird, wobei die Kesseltemperatur TK ungefähr eingehalten wird. Während des Dauerbetriebes mit Öl ( bzw.
  • mit Gas) zwischen den Punkten E und F bleibt die Luftklappe 24 wieder geschlossen.
  • Nachfolgend soll angenommen werden, daß zwischen den Punkten F und G Festbrennstoff nachgefüllt wird, der sich durch die glühende Brennkammer im allgemeinen von selbst entzündet. Zum Nachfüllen von Festbrennstoff muß die Feuerraumtür 14 geöffnet werden, wodurch der Brenner 20 nutornatisch ausgeschaltet wird, was später noch erläutert wird. Wenn, wie durch die Kurve dargestellt ist, der nachgefüllte Festbrennstoff sofort gezündet hat, sinkt die Rauchgastemperatur nicht. unter den vorgegebenen Wert TR (im Beispiel 1000 C), sodaß der Brenner 20 nicht eingeschaltet wird.
  • Wenn jedoch die Rauchgastemperatur unter den angegebenen Wert TR absinkt, weil keine Selbstzündung erfolgte, werden selbsttätig wieder Zündversuche eingeleitet, die den zu Anfang beschriebenen und dargestellten Zündversuchen entsprechen und die bis zu einer vorgegebenen Zeitdauer, im vorliegenden Beispiel 20 Minuten,durchgeführt werden.
  • Diese Zündversuche sind an dieser Stelle nicht nochmals eingezeichnet.
  • Wie bereits erwähnt, ist während des Betriebes mit Festbrennstoff zwischen den Punkten F und G die Luftklappe 24 geöffnet, während der Brenner 20 abgeschaltet bleibt. Die Luftklappe 24 kann über einen mechanischen Zugregler 30 beliebig gesteuert werden.
  • Beim Punkt G wiederholt sich das Verfahren wie beim Punkt E, d. h., daß entweder der Festbrennstoff bei abfallender Rauchgastemperatur vollständig verbrannt wird (gestrichelte Kurve), oder daß wieder auf Dauerbetrieb mit Ol- bzw. Gas übergeganen wird (durchgehende Kurve).
  • Wenn der Brenner 20 durch einen noch zu beschreibenden Regelthermostaten ifi 3 auf Dauerbetrieb mit Öl- bzw. Gas umgeschaltet wird (Punkt E oder G), bleibt die Luftklappe 24 geschlossen, um ein unnötiges Auskühlen des Heizkessels 10 zu verhindern.
  • Figur 3 zeigt das elektrische Schaltbild der Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen und in Figur 2 dargestellten Verfahrens.Die Stromzuführung erfolgt dabei über eine elektrische Leitung L und einen Hauptschalter s1, der in Reihe mit einer Kontrollampe 28 geschaltet ist. Bei geschlossenem Haupt schalter s1 erfolgt der Stromfluß über einen Sicherheitsthermostaten<> 1 zu dem Stellmotor M und über den Endschalter s4 an der Feuerraumtür 14 zu einem Zeitrelais T1 sowie parallel dazu über den Rauchgasthermostaten» 2 , der bei einer Rauchgastemperatur unter dem vorgegebenen Wert TR (im Beispiel 1000 C) geschlossen ist, zu einem Wischrelais T3; das Wischrelais T3 kann ein Taster zur Abgabe eines Einschaltimpulses sein.
  • Die Funktion der Schaltkontakte k3 eines Umschalter s3, der normalerweise geöffnet ist, wird weiter unten noch erläutert.
  • Bei geschlossenem Rauchgasthermostaten <» 2 gibt das Wischrelais T3 über die Kontakte t3 einen kurzen Impuls (Einschaltwischer) von etwa einer Sekunde ab. Dabei fließt Strom über Schaltkontakte (Zeitöffner Z01) des Zeitrelais 1 und Schaltkontakte (Zeitöffner Z02) eines Zeitrelais T2 zu dem Regelthermostaten ?5' 3 und von dort zu dem mit B bezeichneten Brenner. Das Zeitrelais T1 dient zur Begrenzung der einstellbaren Zeitdauer für die Summe aller Zündversuche, im Beispiel 20 Minuten, und das Zeitrelais T2 zur Begrenzung der maximalen Dauer jedes Zündversuches, im Beispiel fünf Minuten.
  • Durch das Zünden des Brenners B wird nun der erste Zündversuch I eingeleitet. Nach dem Öffnen der Schaltkontakte t3 des Wischrelais T3, d. h. nach etwa 1 Sekunde, stellt sich über ein Schaltkontaktpaar t2 des Zeitrelais T2, das vor Ablauf des ersten Zündversuches I geschlossen bleibt, ein Selbsthalteeffekt ein, so daß der Stromfluß zum Brenner B über die Schaltkontakte t2 und die Zeitöffner Z01 und Z02 zum Brenner B sichergestellt ist.
  • Nach Ablauf des Zeitrelais T2 öffnet der Zeitöffner Z02, so daß der Brenner B abgeschaltet wird. Damit ist der erste Zündversuch I abgelaufen.
  • Wenn der Festbrennstoff entsprechend dem Diagrammpunkt C in Figur 2 gezündet hat, fällt die Rauchgastemperatur nicht unter den vorgegebenen Wert TR ab, so daß der Rauchgasthermostat'8' 2 geöffnet bleibt und der Brenner 3 zunächst nicht mehr einschaltetJ Hat jedoch der Festbrennstoff am Punkt C nicht gezündet, dann fällt die Rauchgastemperatur zum Punkt A2 der Figur 2 ab, so daß der Rauchgasthermostat 2 2 wieder schließt und über das Wischrelais T3, t3 den zweiten Zündversuch II einleitet. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis das Zeitrelais T1 (im Beispiel 20 Minuten) abgelaufen ist. Danach schaltet der mit t1 bezeichnete Zeitwechsler des Zeitrelais T1 um, so daß der Zeitöffner Z01 geöffnet und der Zeitschließer ZS1 geschlossen ist. Bei geöffnetem Wahlschalter s2, der in Reihe mit dem Zeitschließer ZS1 geschaltet ist, fließt kein Strom mehr zum Brenner B, so daß nach der vollständigen Verbrennung des Festbrennstoffes der Kessel erlischt.
  • Wenn jedoch der Wahlschalter s2 zur automatischen Umstellung von Festbrennstoffbetrieb auf ol- bzw. Gasbetrieb geschlossen ist und die Rauchgastemperatur unter den vorgegebenen Wert TR absinkt ( Rauchgasthermostat 2» 2 geschlossen),wird die Anlage über das Wischrelais T3, t3 bei abgelaufenem Zeitrelais 1 (Zeitschließer ZS1 geschlossen) selbsttätig auf Dauerölbetrieb bzw. Dauergasbetrieb umgeschaltet. Wenn nach dem Ablaufen des Zeitrelais 1 aufgrund des noch vorhandenen und nicht verbrannten Festbrennstoffes die Rauchgastemperatur über dem vorgegebenen Wert TR ist, dann wird erst nach der restlosen Verbrennung des Festbrennstoffes auf Dauerölbetrieb bzw. D.uergasbetrieb umgeschaltet, d. h., wenn die Rauchgastemperatur unter den vorgegebenen Wert TR absinkt (Punkt E in Fig. 2).
  • Die Umschaltung auf Dauerölbetrieb bzw. Dauergasbetrieb läuft in der folgenden Weise ab: Wenn nach dem Umschalten des Zeitwechslers t1 (Zeitschließer ZS1 geschlossen) die Rauchgastemperatur über dem vorgegebenen Wert TR liegt, hat das zunächst auf den Brenner B keinen Einfluß, da bei offenen Rauchgasthermostaten 4» 2 kein Impuls vom Wischrelais T3, t3 abgegeben wird und damit über die geöffneteaSchaltkontakte t2 kein Strom fließt, denn das Schaltrelais T2 ist durch Öffnen des Zeitöffners Z02 bereits abgefallen.
  • Erst wenn die Rauchgastemperatur unter den vorgegebenen Wert TR abfällt, wird vom Wischrelais T3, t3 ein Impuls abgegeben. Dieser Wischimpuls hält über die geschlossenen Schaltkontakte t2 das Zeitrelais T2 an Spannung.
  • Wenn dieses nach Umschaltung des Zeitwechslers t1 (im Beispiel nach 5 Minuten) abgelaufen ist und der Wahlschalter s2 geschlossen ist, bleibt der Brenner B trotz Öffnen des Zeitöffners Z01 an Spannung, da sich das Zeitrelais T2 über die Schaltkontakte t2 und den Zeitschließer ZS1 und den Wahlschalter s2 weiterhin geschlossen hält.
  • Damit wird der Kessel nach Verbrennen des Festbrennstoffes und Absinken der Rauchgastemperatur unter den vorgegebenen Wert TR auf Daueröl-bzw. Dauergasbetrieb umgeschaltet.
  • Wenn zum Nachfüllen von Festbrennstoff die Feuerraumtür 14 geöffnet wird (Punkt F in Fig. 2), öffnet sich der Endschalter s4, so daß der Brenner B sofort ausgeschaltet wird. Durch das Öffnen der Feuerraumtür 14 fallen die beiden Zeitrelais T1,E2 in ihre Ruhelage zurück. Durch das Schließen der Feuerraumtür 14 und bei einer Rauchgastemperatur unter dem vorgegebenen Wert TR (Rauchgasthermos.tat 4 2 geschlossen) gibt das Wischrelais T3,t3 einen Wischimpuls zum Start eines ersten Zundversuches für den nachgefüllten Festbrennstoff ab.
  • An der Klemme 2 des Stellmotors M zum Öffnen und Schließen der Luftklappe 24 liegt ständig Spannung, so daß der Stellmotor M die Luftklappe 24 öffnet. Wenn auch an der Klemme 3 des'Stel-lmotors M Spannung anliegt, öffnet dieser die.Luftklappe 24. Wenn der Brenner B in Betrieb ist, liegt Spannung sowohl an Klemme 2 als auch an Klemme 3, so daß der Stellmotor M die Luftklappe 24 schließt. Während des Betriebes mit Festbrennstoff ist der Brenner B abgeschaltet, so daß die Iiuftklappe 2 õeDtfnet ist. Wenn der Brenner B, wie bereits erwähnt, nach dem Umschalten auf Dauerbetrieb mit Öl bzw. mit Gas durch den Regelthermostaten Q 3 abgeschaltet wird, weil die gewünschte Kesseltemperatur TK erreicht ist, bleibt die Luftklappe 24 geschlossen, um ein Auskühlen des Kessels zu verhindern.
  • Der Umschalter s3 dient dazu, die Vorrichtung auf nur Ölbetrieb bzw. nur Gasbetrieb umzuschalten, beispielsweise dann, wenn kein Festbrennstoff vorhanden ist. Da dieser Umschalter s3 in Reihe mit dem Hauptschalter sl und einem Relais k3 geschaltet ist, das über einen Kontakt'k31 die Zeitrelais T1,T2 und das Wischrelais T3 abschaltet, über einen Kontakt k32 den Brenner B und den StellmotorM an Spannung legt und'mit einem Kontakt k33 eine Rückspannung in die Zeitrelais verhindert,finden keine Zündversuche statt, wenn dieser Umschalter s3 geschlossen ist.
  • Bei geschlossenem Umschalter s3 wird ein Riegel 30 geschlossen, der die Feuerraumtür 14 in der geschlossenen Stellung sichert, damit kein Festbrennstoff nachgelegt werden kann.
  • Leerseite

Claims (16)

  1. Verfahren zum Betreiben eines Heizkessels und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens P a t e n t a n 5 p r ü c h e I1.)Verfahren zum Betreiben eines Heizkessels, der mit Festbrennstoff und mit Öl oder Gas beheizbar ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß mit einer Gas- oder Ö1-flamme zum Anbrennen des Festbrennstoffes ein Zündversuch durchgeführt wird, dessen maximale Dauer begrenzt-ist, und daß nach Ablauf des ersten Zündversuches weitere Zündversuche derselben Dauer bis zum Ablauf einer vorgegebenen und einstellbaren Zeitdauer folgen, sofern die RauchgastemperaH tur im Kesselabzug unter einen vorgegebenen Wert abgesunken ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß die maximale Dauer jedes Zündversuches in der Größenordnung von fünf Minuten liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die vorgegebene Zeitdauer für die Summe aller Zündversuche in der Größenordnung von 20 Minuten liegt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der vorgegebene Wert für die Rauchgastemperatur im Kesselabzug in der Größenordnung von 1000 Cliegt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d-u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß nach dem Verbrennen des Festbrennstoffes automatisch auf Öl- bzw. Gasbetrieb umgeschaltet wird, sofern die Rauchgastemperatur unter den vorgegebenen Wert absinkt.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß bei Öl-oder Gasbetrieb die Öl- bzw. Gasflamme abgeschaltet wird, wenn der Kessel zum Einfüllen von Festbrennstoff geöffnet wird.
  7. 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahr.ens nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einer zu einem Brenner führenden, elektrischen Leitung und einem Hauptschalter, g e -k e n n z e i c h n e t durch eine erste Zeitschaltung (T1, t1) zur Begrenzung der einstellbaren Zeitdauer für die Summe aller Zündversuche und eine zweite Zeitschaltung (22, t2) zur Begrenzung der maximalen Dauer jedes Zündversuches, welche von einer dritten Schaltung (T3,t3) gesteuert wird, die bei Unterschreiten der vorgegebenen Rauchgastemperatur (TR) von einem Rauchgasthermostaten ( 4r 2) eingeschaltet wird.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß die erste Zeitschaltung ein Zeitrelais (T1,t1), daß die zweite Zeitschaltung ein Zeitrel-ais (T2,t2) und daß die dritte Schaltung ein Wischrelais (T3,t3) äufweist.
  9. 9. Verfahren-nach Anspruch 7 oder 8, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß parallel zu den Schaltkontakten (t3) des Wischrelais (T3) ein Schaltkontaktpaar (t2) des zweiten Zeitrelais (2) geschaltet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß parallel zu Schaltkontakten (Zeitöffner Z02) des Zeitrelais (T2,t2) und in Reihe mit Schließkontakten (Zeitschließer ZS1) des Zeitrelais (21,t1) ein Wahlschalter (s2) zur automatischen Umstellung Festbrennstoffbetrieb/Öl- bzw. Gasbetrieb geschaltet ist; der bei abgefallenem Zeitrelais (21) und geschlossenen Schließkontakten (ZS1) des Zeitrelais (T1,t1) den Brenner (B) an Spannung hält.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, -g e k e n n -z e i c h n e t durch einen Stellmotor (M) um Öffnen einer Luftklappe (24) bei Festbrennstoffbetrieb und zum Schließen bei Öl- oder Gasbetrieb.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Stellmotor (M) parallel zu einem Regelthermostaten ( 0' 3) geschaltet ist, der den Brenner (B) zum Einhalten einer gewählten Kesseltemperatur (TE) bei Öl-oder Gasbetrieb steuert.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, g e k e n n -z e i c h n e t durch einen mechanisch mit einer Feuerraumtür (14) für die Beschickung mit Festbrennstoff gekoppelten Endschalter (s4), der in Reihe zu dem Hauptschalter (s1) geschaltet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zum Einstellen eines ausschließlichen Betriebes mit Öl oder Gas ein Umschalter (s3) vorgesehen ist, der in Reihe zu dem Hauptschalter (s1) und parallel zu den Zeitschaltungen (T1,T2) geschaltet ist, und daß ein weiterer Schalter (k31) vorgesehen ist, der bei geschlonsenem Umschalter (U3) dio 'z,ftLtschaltungen ,T2) abschaltet.
  15. 1',. Vorrichtung nach Anspruch 14, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß in Reihe zu dem Umschalter (s3) ein ELlltsrelais (k3) liegt, dessen Schaltkontakt den weiteren Schalter (k31) bildet.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, d a-d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß bei geschlossenem Umschalter (s3) der Stellmotor (M) derart angeschaltet ist, daß die Luftklappe (24) schließt, und daß eine Verriegelungseinrichtung (30) vorgesehen ist, die bei geschlossenem Umschalter (s3) die Feuerraumtür (14). geschlossen hält.
DE3106015A 1981-02-18 1981-02-18 Verfahren zum Betreiben eines Heizkessel, der mit Festbrennstoff und mit Öl oder Gas beheizbar ist und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Expired DE3106015C2 (de)

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