DE3103759A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von glaskuelbeln - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung von glaskuelbelnInfo
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Description
ALEXANDER R. HERZFELD Π 6370 oberursel/tS 1 Π 7 7 ζ Q
RECHTSANWALT Τ
HANS-THOMA-STRASSE 2* \ V J I Ό Ό
Anmelderin: Corning Glass Works
Corning, Έ.Υ., USA
Corning, Έ.Υ., USA
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glaskülbeln
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Glaskülbeln aus geschmolzenen Glasposten, sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Zum Pressen und Blasen von Glaskörpern sind verschiedene, insbesondere die als Hartford-, Miller- und Lynch-Maschinen
und in Tooley, Handbook of Glass Manufacture, Bd. 1, S. 326 - 339, näher beschriebenen Vorrichtungen bekannt.
Die Hartford-Maschine verwendet mehrere KüTbelformen, Stössel,
Blasköpfe und Halsringe. Der in die Form gegebene Glasposten wird geblasen und von Stössel und Halsring geformt, nach
einem Gegenblasstoß weiter geformt, die Form geöffnet, der vom Fialsring getragene Külbel um 180 in eine Blasform geschwenkt,
durch Öffnen des Kings in die Form fallen gelassen,
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und der Halsring zu Form und Stössel zurückgeschwenkt. Die Miller- und Lynch-Maschinen verwenden taktmäßig von
Station zu Station fortgeschaltete Drehtische mit einer Vielzahl von Formen. Während die Miller-Maschine nur einen
Stössel verwendet, und diesen mit dem Halsring fortschaltet, sieht die Lynch-Maschine für jede Form einen Stössel vor und befördert
den Külbel vom Formtisch zu einem Blasformtisch mit Hilfe einer schwenkbaren Transfervorrichtung.
Die Arbeitsweise dieser bekannten Vorrichtungen ist taktmäßig, nicht kontinuierlich fließend. Außerdem verlangen sie eine
Vielzahl von Formen und StÖsseln die an jeder Station bereit sein müssen, aber nur an der Preßstation produktiv sind.
Auch in der um einen Arbeitstisch rotierende Werkzeuge vorsehenden
Vorrichtung der US-PS 3,622,305 werden eine Vielzahl von Formen und Stösseln benötigt. Dies gilt auch für die
US-PS 3,598,560 und 3,690,527.
In den mit einer Form auskommenden US-PS 2,263,126 und 2,576,191
werden die Külbel nicht in einer linearen Kreislaufbahn mit auf dieser nacheinander anfahrenden Halsringen hergestellt.
Die Erfindung hat ein Verfahren zur kontinuierlich fließenden Herstellung von Glaskülbeln mit flüssigerem Ablauf bei vermindertem
Formwerkzeugaufwand, sowie eine hierzu geeignete Vorrichtung zur Aufgabe. Insbesondere sollen mehrere, auf
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kontinuierlicher, linearem Kreislaufbahn nacheinander anfahrende
Trag- und Beförderungsmittel (bes. Halsringe) für die Glaskülbel mit nur einer Form und nur einem Stössel auskommen
.
Die Aufgabe wird durch das Verfahren der Erfindung dadiirch
gelöst, daß eine Vielzahl von Haltemitteln entlang einer festgelegten Bahn bewegt wird, die Form in eine Anfangsstellung senkrecht unter der festgelegten Bahn gebracht wird,
die Form mit einem Posten geschmolzenen Glases beschickt wird, die Form in Fahrtrichtung der Haltemittel mit dergleichen Geschwindigkeit
wie diese senkrecht unter eine von ihnen und ihr folgend, bewegt wird, die Form senkrecht in Betriebseingriff mit diesem Haltemittel gebracht wird und ihm dabei
weiter folgt, der Stössel senkrecht über die festgelegte Bahn zur Fahrt in Richtung dieser Barm gebracht wird, der Stössel
in Fahrtrichtung des Haltemittels mit gleicher Geschwindigkeit wie dieses, ihm senkrecht darüber und zusammen mit der
Form nachfolgend, bewegt wird, der Stössel senkrecht in Betriebseingriff mit dem Haltemittel, ihm dabei weiter nachfolgend,
gebracht wird, der Glasposten in der Form zu einem Külbel gepreßt wird, während das Haltemittel, die Form und
der Stössel weiter entlang der festgelegten Bahn fahren, die Form und der Stössel außer Eingriff mit dem Haltemittel gebracht
werden, wobei sie ihm weiter folgen, während der geformte Külbel von dem Haltemittel gehalten wird und die Form
und der Stössel entgegen der Fahrtrichtung des Haltemittels
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in die Ausgangslage zur Wiederholung des Arbeitsablaufs mit dem nächsten Haltemittel gefahren werden.
Die Aufgabe wird ferner durch die Vorrichtung der Erfindung dadurch gelöst, daß unter der festgelegten Bahn eine Form und
über derselben ein Preßstössel vorgesehen ist, Mittel zur Bewegung und Führung der Form und des Preßstössels in ihren jeweiligen,
den Preßvorgang des Külbels im Zusammenwirken mit jeweils einer der aufeinanderfolgenden Haltemittel zu einem
Glaskülbel einschließenden Bewegungskreislaufen vorgesehen
sind, und Koordinierungsmittel vorgesehen sind, welche die Bewegungs- und Führungsmittel für Form und Preßstössel zeitlich
regeln und mit Bewegung und Geschwindigkeit der Haltemittel koordinieren.
Weitere günstige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den Ansprüchen.
Das Gehäuse 10 umschließt eine Zeitreglertrommel in Form einer ITockenzylindertrommel 12, die über eine Reihe von Hebeln
und Verbindungselementen die waagerechte und senkrechte
Bewegung des Stössels P und der Form mit den nacheinander entlang der linearen Balm A ankommenden, mehreren Halsringen N
koordiniert. In den Umfang der Nockenzylindertrommel 12 sind
vier im gegenseitigen Abstand zueinander angeordnete kontinuierliche Nockenspuren eingegraben.
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Die Trommel 12 kann aus einem äußeren, zylindrischen Flächenteil 14 und beidseitig an Flanschen 20, 22 befestigten Endscheiben
bestehen und ist zur Drehung um eine waagerechte Achse mit einer Flanschnabe 24 und den Spaltringen 26 auf
einer Welle 28 befestigt. Die Habe 24 ist mit ihren Flanschen an der Endplatte 16 befestigt und bei 30 auf der Welle 28, sodaß
sie mit ihrer umläuft. Die in einer Ausnehmung 32 der Welle 28 liegenden Spaltringe 26 sind an der Endplatte 18 befestigt
und legen die Trommel 12 in Längsrichtung auf der Welle fest, die in den durch Kappen 36 verschlossenen Lagergehäusen
34 im Traggehäuse 10 umläuft. Zum Antrieb dient z.B. ein variabler Elektromotor 38 über eine Untersetzung 40 und
eine mit der Welle 28 verbundene Kupplung 42.
In den Zeichnungen der Figur 4 rotiert die Nockentrommel 12 z.B. im Uhrzeigersinn entsprechend Pfeil B. Ein oberer oder
erster Nockenarm 44 ist an einem an einer Wand des Traggehäuses 10 befestigten oberen Bügel 48 angelenkt und trägt
einen in eine erste Nockenspur 52 der Nockentrommel 12 eingreifenden ersten Nocken zur' Synchronisierung der waagerechten
Stösselbewegung mit seiner senkrechten Bewegung und der waagerechten und senkrechten Bewegung der Form. Der erste Nockenarm 44 ist über einen Schwenkhebel 54 mit einer das eine Ende
einer oberen, waagerechten G-leitstange 58 verklammernden
L-förmigen Klemme verbunden. Die Stange 58 gleitet in den am Traggehäuse 10 befestigten Gleitmuffen 60, 62.
Durch Zusammenwirkung um Nockenspur 52 und Nocken 50 wird der
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erste Nockenarm 44 bogenförmig entsprechend Pfeil C verschwenkt
und dadurch die Gleitstange 58 entlang der waagerechten,
linearen Bahn D verschoben.
In entsprechender Weise wird durch Zusammenwirken einer zweiten tiockenspur 72 mit einem zweiten Nockenarm 64 und
eine Schwenkbewegung gemäß Pfeil E über ein Verbindungsglied eine untere, waagerechte G-leitstange 78 in der waagerechten,
linearen Bahn Ϊ1 verschoben. Die zweite Kockenspur synchronisiert
die waagerechte Bewegung der Form zu ihrer senkrechten Bewegung und zu der senkrechten und waagerechten Bewegung des
Stössels.
In einem Paar am Gehäuse 10 waagerecht zueinander ausgerichteten oberer Sindelgehäuse 84, 86 ist eine drehbare Spindel 92
angeordnet. An dieser sind ein oberer Hebelarm 88 und ein unterer Hebelarm 90 nach Art von Winkelhebeln befestigt,
deren freie Enden schwenkbar mit einem oberen, waagerechten Arm 94 verbunden sind, auf dessen unterem Teil 96 ein in einer
dritten Eockenspur 100 der Nockentrommel 12 laufender dritter
Hocken 98 drehbar angeordnet ist. Die oberen Enden der Hebelarme 88, 90 sind mit den Enden einer den Preßstössel P senkrecht
bewegenden oberen, waagerechten Hubstange 102 verbunden.
Dieser dritte Nocken und die dritte Nockenspur koordinieren die senkrechte Bewegung des Preßstössels P mit seiner durch die
Spur 52 bestimmten waagerechten Bewegung und der senkrechten
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und waagerechten Bewegung der Form M. Der Nocken 98 würde den
Arm 94 in Pfeilrichtung H "bewegen, jedoch entsteht infolge der Winkelhebelbewegung die von den Pfeilen J gezeigte Bewegung.
Ferner wird durch die Winkelhebelanordnung 88 - 90 - 92 die Schwenkbewegung der Hebel 90 über die Winkelhebel 88 im Sinne
der hin- und hergehenden Bewegung entsprechend Pfeil K auf die Hubstange 102 übertragen. Da die Stösseltraganordnung über
Rollen 103 zur oberen Hubstange 102 waagerecht beweglich ist, entsteht trotz der etwas bogenförmig nach oben gehenden Bewegung
der Hubstange 102 die senkrechte Stösselbewegung L.
.< Desgleichen bleiben trotz leicht bogenförmigen Bewegungsmoments
sowohl der Arm 94 als auch die Hubstange bei ihrer Bewegung waagerecht.
In ähnlicher Weise betätigen eine vierte Nockenspur 120 und
ein vierter Nocken 118 eine untere waagerechte Hubstange 114, dessen Bewegungsmoment in Pfeilrichtung R zur Bewegung in
Pfeilrichtung S wird, weil auch hier den unteren Spindelgehäusen 104, 106 und der Spindel 112 ein oberer Winkelhebelarm
108 und ein unterer Winkelhebelarm 110 zugeordnet ist, weshalb
auch hier der unteren, waagerechten Hubstange 122 ein hin- und hergehendes Bewegungsmoment in Pfeilrichtung T verliehen wird,
das aber wiederum dank der Rollen 123 zu einer senkrechten
Pormbewegung in Pfeilrichtung U wird.
Diese vierte Nockenspur 120 und der vierte Nocken 118 koordinieren
die senkrechte Bewegung der Form M mit ihrer durch die
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zweite Nockenspur bestimmten waagerechten Bewegung und der durch die Spuren 100 und 52 bestimmten senkrechten und waagerechten
Bewegung des Preßstössels P.
Neben der koordinierenden Punktion haben die vier Nockenspuren
auch gleichzeitig eine zeitbestimmende Funktion der verschiedenen Bewegungen von 3?orm und Stössel.
Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich ist, liegen die in die Spuren 52, 72 eingreifenden Nocken 50, 70
für die waagerechten Bewegungen der oberen und unteren Gleitstange 58, 78, in einer senkrechten, und die in die Spuren 100,
120 eingreifenden Nocken 98, 118, für die senkrechte Bewegungen der oberen und unteren Hubstange 102, 122 in einer waagerechten,
durch die Achse der Nockentrommel 12 gehenden Ebene, sodaß auch die jeweiligen Endpunkte der hin- und herlaufenden Bewegung
der Nocken in dieser senkrechten bzw. waagerechten Ebene liegen.
Die Figuren 1-3 aeigen eine Tragvorrichtung 124 für eine
Form M; die gleiche Vorrichtung, nur in umgedrehter Anordnung für den Preßstössel P ist zur Vereinfachung weggelassen und
wird nicht näher beschrieben.
Mit einer Klammer 128 ist auf der Gleitstange 78 ein Tragbügel 126 befestigt, der einen senkrechten Teil 130 mit einem Rollenpaar
134 zum Lauf auf einer Führungsstange 136 aufweist. Die
Letztere ist nebst einer Versteifung 138 an Flanschteilen 81, 83 der Muffengehäuse 80, 82 (entsprechend auch an Flanschteilen
61, 63 der Muffengehäuse 60, 62) festgelegt.
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Mit einem waagerechten Teil 142 hält der Tragbügel ein Schlittengehäuse HO in lage, das eine senkrecht bewegliche
Gleitstange 146 enthält, deren oberes Ende in einer Ausnehmung 149 des Tragschlittens 150 befestigt ist. Die Sollen
am oberen Ende des Tragschlittens 150 laufen auf der waagerechten
Hubstange 122. Eine waagerechte Bewegung der Gleitstangen 78, 58 durch Nockenspuren 72, 52 nimmt daher den Schlitten 150
mit, wobei die Rollen 123, 103 auf den Hubstangen 122, 102
laufen. Desgleichen nimmt eine senkrechte Bewegung der Hubstange 122 durch Nockenspur 120 den Schlitten 150 mit, wobei
die Gleitstange 146 senkrecht im Gehäuse 140 gleitet. Zur Vermeidung einer Verschwenkung des Schlittens 150 um die Stange
146 trägt er an entgegengesetzten Gleitschienen 152 für ein auf Platten 156 des Gehäuses rollbar angebrachtes Rollenpaar
154. Somit bewegen die Nockenspuren 72, 52 die Tragvorrichtung 124 waagerecht mit den Gleitstangen 78, 58, die Nockenspuren
120, 100 den Tragschlitten 150 senkrecht mit den Hubstangen 122, 102.
Als Sicherheit bei Betriebsstörungen beim Beschicken und/oder Pressen können Form und Stössel bei überschreiten einer Belastungsgrenze
eine senkrechte Relativbewegung zum Schlitten ausführen. Wie die Figur 7 zeigt, ist in der Ausnehmung 160
des Formträgers 158 der Zylinderkopf 162 eines auf dem Schlitten 150 angebrachten Druckluftzylinders 166 mit einem freigelassenen
Abstand durch einen Haltering 168 befestigt.
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In einer weiteren Ausnehmung 172 in dem Formträger 158 ist
eine Führungsstange 170 festgelegt und in Muffen 174 des Schlittens gleifbar. Ein vom Träger 158 abstehender Flansch
180 hält das Rollenpaar 182 auf gegenüberliegenden Seiten einer am Schlitten 150 befestigten Führungsstange. Der Druckluftzylinder
166 ist für den normalen Preßbetrieb für Form M und Stössel P eingestellt, während bei Überschreiten einer
Belastungsgrenze bei Betriebsstörungen Träger 158 die Kolbenstange 164 zurückzieht, sodaß unter Gleiten der Stange 170
in den Muffen 174 und Abrollen der Rollen 184 entlang der Schiene 184 die Form senkrecht verschoben werden kann. Dabei
verhindert der Abstandsraum in der Ausnehmung 160 ein Festfressen bei leichter Schrägstellung.
Die Figur 6a zeigt den Bewegungsablauf der Form MT, des Preßstössels PT, zum linearen Teil WT des Halsrings in einer
gemeinsamen senkrechten Ebene, durch die der lineare Bewegungsteil der Haltemittel- oder Halsringanordnung 190 führt.
Die Haltemittel, z.B. Halsringe 190 bestehen z.B. aus den Spaltringen 192 und können geöffnet und geschlossen werden.
Die einzelnen Haltemittel, z.B. Halsringe 190, sind verketten
und werden durch Rollen 196 und einen Antrieb auf einer festgelegten Kreislaufbahn geführt.
Die Form M und der Preßstössel P bewegen sich, bestimmt durch die Nockenspuren 52, 72, 100, 120 der Zeitregler- oder Nockentrommel
12, deren rotierender Regelweg 360° umfaßt. In einer
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willkürlich gewählten 0° Stellung befindet sich die Form M
in einer unteren Stellung bereit zur Beschickung. Sie bleibt in dieser Beschickungsstellung bis 25°, worauf sie beschleunigt
wird, um den nächsten, waagerechten mit gegebener Geschwindigkeit entlang einer linearen Bahn in der senkrechten
Betriebsebene von Form und Stössel aufnehmenden Halsring N
einzuholen. Inzwischen befindet sich der Preßstössel P in der oberen Stellung zwischen 0° und 75°» und beginnt, bis
etwa 91°, in die Anfangsstellung zurückzufahren. Zur Erläuterung
zeigen die Figuren 5a und 5b die Lage in der O0 Stellung
und in der 90° Stellung. Durch Einfluß der ersten lockenspur 52 wird die obere Gleitstange 58, und damit der Preßstössel
zurückgezogen, während gleichzeitig infolge der Wirkung der zweiten Nockenspur 72 die Gleitstange 78 und
damit die Form M vorgeschoben werden.
In der 60° Stellung, Figur 5c, setzt der Stössel in der oberen Lage seine Rückfahrt fort, während die ihre waagerechte Beschleunigung
fortsetzende Form M durch. Wirkung der vierten Nockenspur 120, der unteren Hubstange 122, und Anhebung
des Tragschlittens 150 die Form auch nach oben bewegt wird.
Wie ein Vergleich der Figuren 6 und 5d zeigt, beginnt der weiterhin zurückfahrende Preßstössel in der 90° durch Einwirkung
der dritten Nockenspur 100 und der auf den Tragschlitten 150 wirkenden oberen Hubstange 102 nach unten bewegt
zu werden. Während dessen hat die Form die Geschwindigkeit
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des Halsrings erreicht, und folgt ihr, wobei aber gleichzeitig
ihre Aufwärts"bewegung andauert.
Zwischen 75° und 135° führt die dritte Nockenspur 100 über den Arm 94, die Hebel 88, 90, die obere Hubstange 102 und
den Tragschlitten 150 den Preßstössel P von der oberen in die untere, die Preßstellung, während zwischen 91 und 105 die
erste Nockenspur 52 über den Nockenarm 44, Arm 54, Klammer 56,
obere Gleitstange 58 und Tragbügel 126 den Stössel waagerecht von der Rückführbewegung auf die Halsringgeschwindigkeit beschleunigt.
Die Porin M hat bei 75° die Halsringgeschwindigkeit erreicht, folgt dem Halsring bis 225°, erreicht vorher
bei 105° die obere Eingriffsstellung, in welcher sie bis zum Pressen bei 195° bleibt.
In der 120° Stellung der Figur 5e. befindet sich die Form in
der oberen Eingriffsstellung mit dem Halsring ΪΓ und folgt ihm,
während der ihr ebenfalls folgende Stössel durch die dritte BTockenspur 100 und die obere Hubstange 102 nach unten bewegt
wird. In der 150° Stellung der Figur 5f, und der 180° Stellung der Figur 5g befinden sich Form und Stössel in der Preßstellung
im Eingriff mit dem Halsring, den sie durch Einfluß der Nocken,
spuren 52, 72 und Gleitstangen 58,78 mit gleicher Geschwindigkeit folgen.
Zwischen 195° und 255°, (Figuren 6 und 4) wird der Preßstössel von seiner unteren Preßstellung durch die dritte STockenspur 100,
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Nocken 98, Arme und Hebel 94, 88, 90, obere Hubstange 102
und Schlitten 150 in die volle obere Lage geführt, während
gleichzeitig die Form Ton ihren oberen Preßstellungen durch die vierte Nockenspur 120, Nocken 118, Arme und Hebel 114,
108, 110, untere Hubstange 122 und Schlitten 150 in ihre
äußerste untere Lage bewegt wird. Bei ihrer Abwärtsbewegung
zwischen 195° und 255° folgt sie weiter dem Halsring, bis bei 225° und bis 239° ihre Yerlangsamung einsetzt und sie
die Rückfahrt zur Anfangs- oder Beschickungsstation beginnt. Während die Abwärtsbewegung durch die vierte Nockenspur 120
bewirkt wird, folgt die Form durch die zweite Nockenspur und untere Gleitstange 78 zunächst der Halsringbahn, wird dann
auf Null verlangsamt und beginnt die Rückfahrt in umgekehrter Richtung zur Ladestation. Entsprechend folgt der Stössel bis
240° dem Halsring, wird dann bis 255° verlangsamt und verweilt hier.
Die Figur 5h zeigt den Stössel nach oben, die Form nach unten
fahrend, und beide dem Halsring folgend. In der 240° der Figur 5i fährt der Stössel nach oben und beginnt seine Geschwindigkeit
zu verlangsamen, während die noch abwärts fahrende Form die Rückfahrt beginnt.
Zwischen 255° und 560° (0°) bleibt der Stössel in der oberen,
die Form in der unteren Stellung.
Zwischen 255° und 330° verweilt der Stössel in waagerechter Lage und beginnt die Rückfahrt zur Vorbereitung des nächsten
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Preßvorgangs mit dem nächsten Halsring. Entsprechend kehrt die Form zwischen 239° und 360° zur Ladestation zurück.
In der 270° Stellung der Figur 5 D befindet sich der Stössel
in der oberen Verweilstellung, während der Halsring weiterfährt,
und die Form unten zur Ladestation zurückfährt.
Ähnlich ist die 300° Stellung der Figur 5k, wobei hier der den geformten Külbel tragende Halsring schon weiter gefahren
ist, um dem nächsten Halsring Platz zu machen.
In der Figur 5m, der 330° Stellung beginnt der Stössel die Rückfahrt in die Anfangsstellung, während die Form ihre Rückfahrt
zur Anfangsstation noch nicht beendet hat.
Die Nockenspuren 52, 72, 100, 120 koordinieren den kontinuierlichen
Kreislauf der Form und des Stössels MP, PT (Figur 6) also soweit, daß eine einzige Form und ein einziger Preßstössel
zur Zusammenwirkung mit einer Yielzahl von Halsringen zwecks fortlaufender Herstellung von G-laskülbeln genügen.
Die waagerechten und senkrechten Bewegungen sind dabei als fortlaufende Kreislaufbahnen erzeugende Bewegungskomponenten
aufzufassen, wobei Form und Stössel dank der Rollen 123, gleichzeitig hin- und hergehende Bewegungen auf ihren Gleitstangen
78, 58 ausführen können, und auf ihren Hubstangen 122, 102 auf und ab bewegt werden können.
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Die Zeittafel der Figur 6 stellt dabei lediglich ein Beispiel
dar, und der Zeitpunkt für eine Umdrehung der Nockentrommel 12 hängt von der gewünschten Taktgeschwindigkeit der Preßvorgänge
und dem Steigerungsdurchmesser der Halsringe N ab. Zum Antrieb des Kreislaufs kann beispielsweise eine Transportvorrichtung
nach der US-PS 3,622,305, oder nach P verwendet werden.
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Leerseite
Claims (18)
- Pat entansprücheVerfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Glaskülbeln mit einer einzigen Form und einem einzigen Preßstössel und einer Vielzahl nacheinander anfahrender Haltemittel für die Külbel, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Haltemitteln entlang einer festgelegten Bahn bewegt wird, die Form in eine Anfangsstellung senkrecht unter der festgelegten Bahn gebracht wird, die Form mit einem Posten geschmolzenen Glases beschickt wird, die Form in Fahrtrichtung der Haltemittel mit der gleichen Geschwindigkeit wie dies, senkrecht unter eine von ihnen und ihr folgend, bewegt wird, die Form senkrecht in Betriebseingriff mit diesem Haltemittel gebracht wird und ihm dabei weiter folgt, der Stössel senkrecht über die festgelegte Bahn zur Fahrt in Richtung dieser Bahn gebracht wird, der Stössel in Fahrtrichtung des Haltemittels mit gleicher Geschwindigkeit wie dieses, ihm senkrecht darüber und zusammen mit der Form nachfolgend, bewegt wird, der Stössel senkrecht in Betriebseingriff mit dem Haltemittel, ihm dabei weiter nachfolgend, gebracht wird, der Glasposten in der Form zu einem Külbel gepreßt wird, während das Haltemittel, die Form und der Stössel weiter entlang der festgelegten Bahn fahren, die Form und der Stössel außer Eingriff mit dem Haltemittel gebracht werden, wobei sie ihm weiter folgen, während der geformte Külbel von dem Haltemittel gehalten wird und die Form und der Stössel entgegen der Fahrtrichtung des Halte-130063/0616- 17 -mittels in die Ausgangslage zur Wiederholung des Arbeitsablaufs mit dem nächsten Haltemittel gefahren werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Form mit dem Glasposten beschickt wird, während sie sich in einer stationären Anfangslage senkrecht unter einem der Haltemittel befindet.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Form mit einer waagerechten Bewegungskomponente parallel zu der festgelegten Bahn von ihrer Anfangslage bis zu einer dem Haltemittel folgenden Geschwindigkeit beschleunigt und dabei gleichzeitig nach oben auf das Haltemittel zu bewegt wird.
- 4. Verfahren nach Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stössel nach Abschluß seiner Rückfahrt mit einer waagerechten Bewegungskomponente parallel zur festgelegten Bahn auf eine dem Haltemittel nachfolgende Geschwindigkeit beschleunigt und gleichzeitig mit wenigstens einem Teil der Rückführbeschleunigungs- und Hachfolgebewegung nach unten auf die Haltemittel zu bewegt wird.
- 5. Verfahren nach Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Form mit dem Haltemittel in Eingriff gebracht wird, bevor der Preßstössel mit dieser in Eingriff gebracht wird.- 18 -130063/0616
- 6. Verfahren nach Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß Form und Stössel nach Lösen des Eingriffs mit dem Haltemittel und gleichzeitig mit einem Teil der senkrecht sich von dem Haltemittel entfernenden Bewegung verlangsamt werden.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßstössel nach seiner Verlangsamung und vor seiner Rückfahrt in die Anfangsstellung eine Verweilstellung einnimmt.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß Form und Stössel ausschließlich in einer gemeinsamen, durch die festgelegte Bahn gehenden senkrechten Ebene bewegt werden.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Form und Stössel kontinuierlich in getrennten Kreisläufen mit einer entlang einem Teil der festgelegten Bahn gemeinsamen Grenze bewegt werden.
- 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechten und waagerechten Bewegungen von Form und Stössel mit der Reisegeschwindigkeit der Haltemittel entlang der festgelegten Bahn koordiniert werden.
- 11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß unter der festgelegten Bahn eine Form und über derselben ein Preßstössel- 19 -130063/0616vorgesehen ist, Mittel zur Bewegung und Führung der Form und des Preßstössels in ihren jeweiligen, den Preßvorgang des KüTbels im Zusammenwirken mit jeweils einer der aufeinanderfolgenden Haltemittel zu einem Glaskülbel einschließenden Bewegungskreisläufen vorgesehen sind, und Koordinierungsmittel vorgesehen sind, welche die Bewegungsund Führungsmittel für Form und Preßstössel zeitlich regeln und mit Bewegung und Geschwindigkeit der Haltemittel koordinieren.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Bewegung und Führung von Form und Preßstössel mit einer senkrechten und waagerechten Bewegungskomponente vorgesehen sind.
- 13. Torrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Koordinierungsmittel eine rotierbare, als Zeitreglertrommel wirkende Nockenzylindertrommel (12) mit mehreren Nockenspuren und Nocken enthalten.
- 14. Vorrichtung nach Ansprüchen 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste, durch einen in einer ersten Nockenspur (50) laufenden Nocken (52) betätigte, waagerechte Gleitstange (58) zur Erzeugung einer waagerechten Bewegungskomponente des Preßstössels, und eine zweite, durch einen in einer zweiten Nockenspur (72) laufenden Nocken (70) betätigte waagerechte Gleitstange (78) zur Erzeugung einer waagerechten Bewegungskomponente der Form vorgesehen ist.130063/0616 -20-
- 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste, durch einen in einer dritten Nockenspur (100) laufenden Nocken (98) betätigte Hubstange (102) zur Erzeugung einer senkrechten Bewegungskomponente des Preßstössels, und eine zweite, durch einen in einer vierten Nockenspur (120) laufenden Nocken (118) betätigte Hubstange (122) zur Erzeugung einer senkrechten Bewegungskomponente der Form vorgesehen ist.
- 16. Vorrichtung nach Ansprüchen 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (52, 70, 98, 118) beim Eingriff in den nebeneinander gelegenen, um den Trommelumfang geführten Nockenspuren (50, 72, 100, 12o) an der rotierenden Trommel längs hin- und herlaufen, wobei die Endpunkte des Laufs des ersten und zweiten Nockens (b2f 70) in einer durch die Trommelachse gelegten senkrechten Ebene, und die Endpunkte des Laufs der dritten und vierten Nocken (98, 118) in einer durch die Trommelachse gelegten waagerechten Ebene liegen.
- 17. Vorrichtung nach Ansprüchen 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Preüötössel und die Form zur Begrenzung ihrer senkrechten Bewegung im Falle einer Überlast auf einem Tragschlitten angeordnet und ihre Bewegung zu diesem durch Zyllndorkolben oder dort bogroruU werden.
- 18. Vorrichtung nach Ansprüchen 11 - 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitstangen (58, 78) und Hubstangen (102, 122)130063/0616mit Form bzw. Stössel durch Tragschlittenmittel mit Rollena"blauf (126, HO, 150, 103, 123) und mit ihren Nocken (52, 70, 98, 118) durch die Fockenbewegung übertragende und in waagerechte und senkrechte Bewegungskomponenten umwandelnde Arm- und Hebelgelenke (84, 86, 88, 90, 92, 94; 104, 116, 108, 110, 112, 114) verbunden sind.18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel aus Halsringen (192) bestehen, welche durch Antriebs- und Verkettungsmittel auf der festgelegten Bahn in ständigem Kreislauf bewegt werden..130063/0616
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