Die Erfindung betrifft ein Filter zur Verwendung bei einer Bildaufnahmeeinrichtung mit einer Mehrzahl von
£1 Photosensoren, bei dem eine Mehrzahl von Farbfilter-
$f elementen in sich horizontal wiederholenden Zyklen der
"' Farbreihenfolge derart angeordnet ist, daß jedes Filter-
«'. element auf mehrere vertikal nebeneinanderlicgendt
jy Photosensoren fallendes Licht filtert.
:'! In der älteren DE-OS 30 43 671, der ein solches Filter
■f{ zu entnehmen ist, wird erläutert, daß ein übliches Verti-
! kalfarbstreifenfilter, das vor einer CCD-Kamera angc-
-.'';■. ordnet ist, die Bandbreite des Leuchtdichtesignals auf
zwei Drittel der durch die Nyquist-Grenze gegebenen .'■;.' Bandbreite begrenzt, die wiederum durch die Anzahl
;: der Photosensoren in einer horizontalen Reihe des
ii;; CCD-Elementes bestimmt wird. Wenn also beispiels-
; weise 320 lichtempfindliche Flemente pro horizontaler
Zeile des CCD-Elementes vorgesehen sind, dann werden
320 Sensoren in 53 Mikrosekunden abgetastet, und dies ergibt eine theoretische Bandbreite von etwa
MHz. Bei Vorhandensein eines Vertikalstrcifcnfilters wird die Bandbreite aus den in dieser DE-OS angeführten
Gründen tatsächlich auf 2 MHz begrenzt. Zur Erweiterung der alisnutzbaren Bandbreite auf die theoretisch
mögliehe wird eine Unter.eilung der vertikalen
Fnrbstreifen in kleinere Elemente vorgeschlagen, die
/eilenweise gegeneinander verschoben sind. Durch Verwendung
eines derart abgewandelten Filters mil
schachbreUähnlichcm Aufbau wird eine Bandbreitenverbesserung von 50% und eine entsprechend bcsserr
Horizonlalauflösung erreicht, wobei die Anordnung so
getroffen ist. daß auf zwei Photosensoren clcs CCD-!Eledrei
Farbfilterelemente kommen, also das Verhältnis von Zyklusbreite zu Photosensorbreite mit 2 :1
ganzzahlig ist Die Herstellung eines derartigen schachbrettähnlich aufgebauten Filters ist jedoch ziemlich
kompliziert, und außerdem lassen sich solche Filter praktisch nicht so dünn ausbilden, wie es zur Vermeidung
von Brechungsproblemen erwünscht wäre.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines einfacheren Farbfilters, welches dennoch eine größere
Leuchtdichtebandbreite im abgeleiteten Videosignal ergibt.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst
Der Erfindungsgedanke besteht darin, bei einem FiI-" >er mit einer Mehrzahl vertikaler Farbstreifen, die in
sich horizontal wiederholenden Zyklen der Farbreihenfolge angeordnet sind, das Verhältnis der Zyklusbreite
zur Breite eines Photosensors nicht ganzzahlig zu machen. Auf diese Weise läßt sich relativ einfach di<s kompliziert
herstellbare schachbrettähnliche Filtermuster der obengenannten Offenlegungsschrift vermeiden, das
dort wegen des ganzzahiigen Verhältnisses notwendig ist, um die Bandbreite von 2 auf 3 MHz zu erhöhen. Ein
nur aus Farbstreifen aufgebautes Filter Saßt sich wesentlieh
einfacher herstellen als das komplizierte Schachbrettmuster.
Spezielle Ausgestaltungen der Erfindimg sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 ein nicht ganzzahlig ausgerichtetes Vertikalstreifenfarbfilter
gemäß der Erfindung zusammen mit einem Teil einer Reihe von Photosensoren einer CCD-Kamera
sowie einige dabei auftretende Signale, F i g. 2 ein Decodersystem zur Verwendung bei der
Erfindung.
Fig.3 die spektrale Verteilung der Verzerrungssignale,
die bei der Erfindung auftreten, und F i g. 4 ein anderes Filter gemäß der Erfindung.
Fig. IA veranschaulicht ein Farbfilter 10 mit vertikalverlaui'enden
Farbstreifen 12, die iii Dreiergruppen aus je einem roten (R), einem blauen (B) und einem
grünen (G) Farbstreifen auftreten. In der Figur sind acht solche Dreiergruppen 1—8 dargestellt. Das Filter 10
kann mit einer CCD-Bildaufnahmeeinrichtung einer Fernsehkamera ausgerichtet sein. Jede CCD-Einrichtung
(vorstehend auch CCD-Element genannt) besteht aus einer vertikalverlaufenden Anordnung horizontaler
Reihen diskreter Bildsensoren. Ein Teil 14 an der Oberseite einer solchen Bildaufnahmeeinrichtung umfaßt gemaß
F i g. 1B eine Mehrzahl von horizontal angeordneten lichtempfindlichen Elementen 16. Das Streifenfilter
10 ist aus Gründen der Klarheit getrennt von der Reihe la der Pholosensoren 16 dargestellt, jedoch versteht es
sich, daß auf irgendeine Reihe von Photosensoren des CCD-Elementes fallendes Licht einen Teil des Filters 10
durchläuft. Es sei darauf hingewiesen, daß genau sieben Farbdreiergruppen, die mit den Nummern 1—7 bezeichnet
sind, auf die horizontale Länge kommen, welche von zwölf lichtempfindlichen Elementen 16 bei der
oo speziellen Ausführungsform gemäß Fig. 1 eingenommen
wird, [ede DreiergruppQ der vertikalverlaufend.cn
Farbslrcifen im in ihrer horizontalen Dimension größer
als die Breite eines Photosensors, jedoch ist jede Dreiergruppe
kleiner als zwei Photosensoren breit sind. Die (T) linke Seite des um weitesten rechten Rotstreifens R der
Dreiergruppc 1 gemäß I- i g. IA ist vertikal mit dem linken
Ende des Photosensors 101 gemäß F i g. 1 B ausgerichtet,
jedoch ist das rechte Ende des Grünstreifens G
ler Dreiergruppe 1 nicht vertikal mit der Kante irgend-
:ines Photosensors der Reihe 14 ausgerichtet. Die nächite Kantenausrichtung eines lichtempfindlichen EIenentes
16 mit einer Kante einer Farbdreiergruppe tritt in den rechten Kanten des Grünstreifens der Dreier-
»ruppe 7 und des lichtempfindlichen Elementes 112 auf. Die rechte Kante des lichtempfindlichen Elementes 112
st auch mit der rechten Kante eines roten Streifens der Dreiergruppe 8 ausgerichtet. Jedoch tritt die nächste
Ausrichtung nicht \or der rechten Kante des nicht dargestellten
vierundzwanzigsten lichtempfindlichen Elementes in der Reihe 14 auf. Man sieht also, daß die
Ausrichtung der lichtempfindlichen Elemente der Reihe 14 mit dem vertikalverlaufenden Farbstreifenfilter 10 in
horizontaler Richtung zyklische Ausrichtungsänderungen zeigt. Bei einer typischen CCD-Kamera enthält jede
Reihe 320 lichtempfindliche Elemente 16. Über eine Horizontalzeile treten daher 320 :12 = 26V3 Wiederholungszyklen
auf.
Die F i g. IC, D und E zeigen die Amplitude des Ausgangssignals
vom Teil 14 der CCD-Bildaufnahmeeinrichtung, wenn sie aufeinanderfolgend ein flaches rotes,
blaues bzw. grünes Feld sieht Das Ausgangssign^; wird
gleichzeitig von den lichtempfindlichen Elementen zur Verfugung gestellt wird aber normalerweise sequentiell
ausgelesen, so daß die horizontalen Abmessungen der F i g. IC und 1D als Darstellung entweder der Zeit oder
der Position längs der Reihe 14, an welcher das Ausgangssignal eines speziellen Photosensors verfügbar ist,
betrachtet werden können. Die Amplitude des Ausgangssignals eines Photosensors, die dann auftritt, wenn
eine bestimmte Farbe »gesehen« wird, ist proportional der Fläche desjenigen speziellen Farbfilters, welches
über dem betreffenden Photosensor liegt. Es sei darauf hingewiesen, daß das Filter 10 eine Kombination von
rotem und blauem Licht auf den Photosensor 1 fallen läßt, eine Kombination von blauem und grünem" und
rotem Licht auf den Photosensor 2,3 usw. Die Schwingungsformen gemäß den Fig. IC, D und E stimmen
überein mit Ausnahme einer gegenseitigen Phasenverschiebung von einem Drittel (120°) eines Wiederholungszyklus
(360°) der 7 Farbfilterdreiergruppen für 12 lichtempfindliche Elemente. Betrachtet man nun das
Blaufeld-Ausgangssignal der F i g. 1D, dann sieht man,
daß es eine hochfrequente Komponente mit einer Periode enthält, die der Breite von zwei Photosensoren entspricht.
Daher treten in jeder horizontalen Zeile 320 ^2J«=|160 solcher hochfrequenter Zyklen auf, und
weil zur Abtastung einer horizontalen Zeile im NTSC-System 53 Mikrosekunder; benötigt werden, dauert jeder
hochfrequente Zyklus 0,331 Mikrosekunden entsprechend einer Frequenz von 3 MHz. Wenn dieses
3 MHz-Signal kontinuierlich auftreten würde, würde es ein Trägersignal sein. Jedoch tritt am Punkt 18 der
Schwingung eine Pclaritätsumkehr auf, und dies geschieht alle sechs Photosensorelemente, also auch an
den Punkten 20 und 22. Dieses polaritätsumgekehrte Signal bildet eine Einhüllende des Trägers und hat eine
Frequenz von 3 MHz : 6 Zyklen, also 0,5 MHz. Da sich die Trägerphase periodisch umkehrt, handelt es sich um
eine Unterdrückung. Man erhält somit ein 3 MHz-Signal mit unterdrücktem Träger und mit Seitenband-Hilfsträgern
bei 2,5 MHz und 3,5 MHz wegen der Überlagerung
des Trägers mit dem Einhüllungssignal. Dieselbe Phasenumkehr tritt im Ausgangssignal auf, wenn eine
rote Szene an den Funkten 18a und 22a gesehen wird,
und in gleicher Weise, vv^nn eine grüne Szene an den
Punkten iSb und 20i> gesellen wird. Daher tritt das gleiche
Signal mit unterdrücktem Träger und zwei Seitenbändern für rote und grüne Szenen mit der obenerwähnten
120°-Phasenverschiebung au'f. Die Amplitude der Seitenbänder enthält die Farbsättigungsinformation,
während ihre Phasenlage die Farbtoninformation enthält, wegen der Phasenverschiebung zwischen den in
den Fig. IC, D und E gezeigten Schwingungen. Wenn beispielsweise eine magentafarbene (Rot und Blau) Szene
gesehen wird, dann tritt der Phasenumkehrpunkt 18 ίο zwischen den Photosensoren 104 und 105 auf, also mit
einer 60°-Phasenverschiebung gegenüber dem Rotszenensignal der F i g. 1C,
Fig.2 zeigt ein Decodiersystem für die oben beschriebene
Kamera. Ein C-Register 24, das ein Teil der inneren Schaltung einer CCD-Aufnahmeröhreneinrichtung
10 sein kann, wird durch einen 6 MHz-Taktgeber 26 angesteuert. Das Register 24 liefert ein Ausgangssignal,
welches einem Tiefpaßfilter 58 eines Leuchtdichtekanals
und einem Bandpaßfilter 28 eines Farbsignals zugeführt wird. Das Filter 28 hat eine Durchlaßbreite
von 2 bis 4 MHz. Das Ausgangssignal d·== C-Registers
24 der CCD-Einrichtung wird durch das ?iJter 28 gefiltert,
und das gefilterte Signal ist ein Zweiseitenbandsignal
mit unterdrücktem Träger, dessen Seitenband-Hilfsträger bei 2,5 MHz und bei 3,5 MHz liegen (siehe
F i g. 3B). Das gefilterte Signal wird einem Produktdetektordemodulator
30 zugeführt, der um 3 MHz symmetrisch arbeitet. Dieser Demodulator enthält auch ein
3 MHz-Demodulationssignal, das von einem durch zwei
teilenden Frequenzteiler 32 vom Takigpber 26 her kommt um einen Träger zur Demodulierung des Signals
mit unterdrücktem Träger zu bilden. Der Demodulator 30 erzeugt ein Signal, dessen Frequenzbereich
wegen der Summenkomponente der Modulationspro-J5 dukte bis 7 MHz reicht Das Ausgangssignal des Demodulators
30 durchläuft ein Tiefpaßfilter 34 mit einer Grenzfrequenz von 1 MHz (damit nur die Differenzfrequenzkomponenten
durchgelassen werden und die Summenkomponenten entfernt werden), und dann wird es symmetrischen Demodulatoren 36, 38 und 40 zur
Farbtrennung zugeführt. Das 3 MHz-Signal vom Teiler 32 wii J durch den Teiler 42 nochmals frequenzgcteilt,
und zwar um einen Faktor 6, so daß ein 0,5 MHz-Treibersignal entsteht, das synchron mit dem verarbeiteten
0,5 MHz-Seitenbandsignal ist. Dieses 0,5 MHz-Treibersignal wird seinerseits Phasenschiebern 44, 46 und 48
zugeführt, welche phasenverschobene Signale mit den Phasenlagen 0°, 120° und 240° erzeugen, die den Demodulatoren
36, 38 bzw. 40 zur Demodulation entlang der 0°-, der 120°- und der 240°-Achsen zugeführt werden,
wobei die Farbsignale getrennt werden. Die Ausgangssignale der Demodulatcren 36, 38 und 40, welche Rot-,
Blau- und Grünfarbdifferenzsignale liefern, werden durch Fürer 50, 52 bzw. 54 mit Grenzfrequenzep von
0,5 MHz tiefpaßgefiltert und dann einer Matrix 56 bekannter Art zugeführ..
Das Ausgangssignal des C-Registers 24 wird ebenfalls einem Tiefpaßfilter 58 zugeführt, dessen Grenzfrequenz
2,5 MHz beträgt. Dessen Ausgangssignal wird auf eine &o Verzögerungsausgleichschaltung 60 gegeben zur Kompensation
der Verzögerung, welche die Farbdifferenzsignale beim Durchlaufen der oben beschriebenen .Schaltung
erfahren haben. Das Leuchtdichtesignai wird dann der Matrix 56 zugeführt, die es mit den Farbdifferenzsib5
gnalen matriziert, so daß Rot-, Blau- und Grünfarbausgangssignale mit einer Bandbreite von 0 bis 2,5MHz
entstehen.
Es sind auch andere Demodulat.onsschemata rnög-
lieh: Beispielsweise kann man drei Phasen eines kontinuierlichen
2,5 MHz-Signals vom Taktgeber 26 benutzen, um das Ausgangssignal des O-Rcgisiers nach seiner
Bandbegrenzung auf 2 bis 3 MHz mit Hilfe eines Bandpaßfilters zu demodulieren. Oder anstatt der Demodulierung
des unteren Seitenbandes kann man auch das obere Seitenband bei 3,5 MHz demodulieren durch Begrenzung
der Durchlaßbandbreite des Bandpaßfilters 28 auf 3 bis 4 MHz. Wenn man weiterhin bei dieser
letztgenannten Möglichkeit ein optisches Tiefpaßfilter fviit einer Grenzfrequenz von 3 MHz in den das Filter 10
enthaltenden optischen Weg einbaut, dann vermeidet man hochfrequente Leuchtdichteverfälschungssignale
im Farbsignal, weil nahe dem 3,5 MHz Farbträger keine
Leuchtdichtesignale vorkommen. Da die Frequenz von 3 MHz die Nyquist-Grenze eines CCD-Elementes mit
320 Photosensoren pro horizontaler Zeile im NTSC-System ist, begrenzt die Eingangsauflösung von 3 MHz
nicht die verfügbare Leuchtdichtenbandbreite.
Fig.3a zeigt einen vereinfachten Vergleich erster
Ordnung für die durch eine brcitbandige, einfarbige Primärfarbenszene
erfolgende Verfälschung im Leuchtdichtekanal eines ganzzahlig ausgerichteten Vertikalstreifenfarbfilters,
wie es in der eingangs erwähnten US-Patentanmeldung beschrieben ist, bei Benutzung mit einer
CCD-Kamera. Der Ausdruck »Verfälschung« (aliasing) bezieht sich in diesem Zusammenhang auf zusätzlich
auftretende Signale bei der Bearbeitung eines gewünschten Signals in einem Abtast- oder Modulationssystem. Die Abtastung erfolgt wegen des Vorhandenseins
der Vertikalstreifen des Farbfilters. Es ist angenommen worden, daß die Nyquist-Grenze der CCD-Kamera
3 MHz beträgt und die Amplitude des Ausgangssignals am Spitzenweißpegel auf 1 normiert ist. Die Linie
62 zeigt das Frequenzverhalten eines optischen Tiefpaßfilter mit einer Grenzfrequenz von 2 MHz. Dieses
Filter ist vor dem Vertikalfarbstreifenfilter angeordnet. Ein Farb-»Trager« ist bei 2 MHz vorhanden, wenn die
Bildaufnahmeeinrichtung irgendeine andere Szene als eine symmetrische Weißszene sieht. Er hat eine Amplitude
von einer Einheit von Spitze zu Spitze gemessen. In F i g. 3A ist die Amplitude dieses »Trägers« auf 0.75
(Spitze-Spitze) normiert, und damit erhält man dasselbe Farbsignal-Rauschverhältnis wie bei einer Version der
erfindungsgemäßen Kamera mit nicht ganzzahliger Ausrichtung. Wie man sieht, stellt die Kurve 64 den Ort
der Verfälschungssignale im Leuchtdichtekanal bei einer Primärfarbsignalaufnahme voller Stärke dar.
F i g. 3B zeigt die Farb-»Hilfsträger« bei 2,5 und 3,5 MHz, die sich aus den Seitenbändern im nicht ganzzahlig
ausgerichteten Fall der Erfindung ergeben. Kurve 66 zeigt eine optische Tiefpaßfilterkurve mit einer
Grenzfrequenz von 23 MHz. Die Kurve 68 zeigt den Ort der Verfälschungssignale bezüglich des 23 MHz-Hilfsträgers,
während die Kurve 70 den Ort der Verfälschungssignale bezüglich des 33 MHz-Hilfsträgers
zeigt. Durch eine Fourier-Analyse der Kurvenformen der Fig. ICD und E läßt sich zeigen, daß die Amplituden
der Hilfsträger nicht gleich sind. Im einzelnen ist die Amplitude des 3,5 MHz-Hilfsträger niedriger als die des
23 MHz-Signals. Man sieht, daß sie daher eine maximale Summe der Verfälschungssignale bilden, die durch die
Kurve 72 dargestellt ist. Aus Vergleichsgründen zeigt F i g. 3C die Kurven 64 und 72 im selben Diagramm, wo
man sieht, daß der Fall der nicht ganzzahligen Ausrichtung dem üblichen Streifensystem mit ganzzahiiger vertikaler
Ausrichtung hinsichtlich der Amplitude der Verfälschungssignale überlegen ist.
Bei einer CCD-Bildaufnahmeeinrichtung mit 320 Photosensoren pro Zeile muß der Frequenzgang im Falle
einer nicht ganzzahligen Ausrichtung bei 23 MHz in der Größenordnung von 20 bis 3OdB elektrisch gedämpft
werden, damit diese Frequenz nicht sichtbar wird, wenn ein voll gesättigtes Farbhalbbild aufgenommen
wird. Dies ist vergleichbar mit einer ähnlichen Dämpfung, die bei etwa 2 MHz im Falle eines Vertikalstreifensystems
mit ganzzahliger Ausrichtung erforderlieh ist. Damit ergibt sich eine 25°/oige Verbesserung, die
aber noch auffälliger wird, wenn mehr CCD-Photosensoren pro Zeile verwendet werden. Stehen beispielsweise
in einem CCD-Element 480 horizontale Photosensoren in jeder Zeile zur Verfügung (Nyquist-Bandbreite
von etwa 4,5 MHz) und werden die Farbsignale in ihrer Frequenz auf 500 kHz begrenzt, dann könnte die Frequenz,
bei welcher die erforderliche Dämpfung bei einem üblichen ausgerichteten Vertikalstreifensystem
vorgenommen wird, von 2 MHz auf 3 MHz erhöht werden, während sie bei einem System mit nicht ganzzahiiger
Ausrichtung von 2,5 auf 4,5 MHz angehoben werden könnte. Unter diesen Bedingungen kann es in einem
System mit nicht ganzzahliger Ausrichtung vorteilhafter sein, den Frequenzgang sowohl durch optische als auch
elektrische Tiefpaßfilterung auf 3,5 MHz zu begrenzen. Damit wird die Verfälschung der Farbsignale durch
Leuchtdichtesignale bei hohen Frequenzen vollständig ausgeschaltet und man erhält eine beträchtliche Verringerung
der Verfälschung der Leuchtdichtesignale durch
M) Farbsignale.
Das sich bei zwölf Photosensoren auf sieben Dreiergruppen ergebende Zyklusmuster gemäß den obigen
Ausführungen stellt eine gute Wahl dar; jedoch sind auch Abwandlungen möglich. Ein Zwölf-auf-Fünf-Muster
arbeitet fast in derselben Weise. Das Verhältnis der Photosensoren zu den Dreiergruppen innerhalb eines
kompletten Systems soll möglichst ein Bruch in der Nähe von Zwei sein, so daß eine Farbdresergrüppc nähcrungsweise
(aber nicht genau) zwei Photosensoren überdeckt, und das Ausgangssignal des CCD-Elementes
für ein Farbhalbbild einen starken farbübertragenden Hilfsträger nahe der Niquist-Grenze der CCD-Bildaufnahmceinrichtung
enthält. Wenn das Verhältnis an 3 heranreicht oder darüber hinaus geht, dann wird die
Frequenz des farbtragenden Hilfsträger wesentlich niedriger und beeinträchtigt die verfügbare Leuchtdichtebandbreite
ernsthaft. Liegt das Verhältnis unter Eins, dann gehört zu jedem Photosensor ein Teil einer vollständigen
Farbdreiergruppe, und die Farbdecodierung
so wird sehr schwierig. In der Praxis muß das Verhältnis
ein Bruch sein, da man nach den vorstehenden A'—Jührungen
auf Zahlen zwischen 1 und 3 eingeschränkt ist die einzige andere Möglichkeit ist die Zahl 2 selbst
Wählt man jedoch das Verhältnis exakt 2, dann hat mar über benachbarte Photosensoren zwei um 180° gegenphasige
Farben und somit nur eine einzige Größe für die Farbinformation, für die sich keine Matrixgleichunger
aufstellen lassen. Nun ist die Feststellung interessant daß für ein Verhältnis der Photosensoren zu den Dreier
gruppen von 13 die Farben über jedem Bildelement siel
zusammenaddieren zu entweder R + B, B + C ode
C + R, und dies ist äquivalent einem Magenta, Cyan und Gelbfilter, das ganzzahlig mit dem Photosensor aus
gerichtet ist.
Gemäß F i g. 4 läßt sich auch Primär-Sekundär-Farb fiiter verwenden, bei dem entsprechende Komponente!
mit entsprechenden Bezugsziffern bezeichnet sind. Mai sieht, daß es aus gelben, cyanfarbenen und grünen Verti
kaistreifen besteht. Dieses System hai den Vorteil, daß
das Farbfilter aus nur zwei Farben aufgebaut werden kann, weil die grünen Flächen durch Überlappung der
gelben und der cyanfarbenen Flächen gebildet werden können. Diese Flächen oder Bereiche müssen sorgfältig
hinsichtlich ihrer Durchlässigkeit angepaßt werden, damit man bei Beleuchtung mit einem grünen Feld oder
Halbbild ein glattes Ausgangssignal erhält. Ein Nachteil eines Seuchen Primär-Sekundär-Farbfilters besteht im
Auftreten eines »Hilfsträgers« bei Belichtung mit einem weißen Feld. Es ist jedoch anzunehmen, daß bei Einfügung
eines optischen Grün-Farblos-Rasters mit einer niedrigen Grenzfrequenz, etwa bei I MHz, eine Anzahl
von Vorteilen erreicht werden kann. Erstens wird die hochfrequente Rot- und Blausignalinformation durch
das Raster entfernt und viele der äußerst unerwünschten Fremdeffekte (Verfälschungen) infolge dieser Farben
werden unterdrückt. Zweitens, weil die hochfrequenten Anteile nur auf Grün zurückzuführen sind, was
eine übliche Betriebsweise sogar bei Studio-Kameras ist, und weil kein »Hilfsträger« auftritt, wenn die Kamera
Grün sieht, ergibt sich nur wenig Verfälschung bei der Aufnahme eines breitbandigen Grün- oder Weißfeldes.
Die Demodulation der Signale, die von einem CCD-Element mit einem Primär-Sekundär-Farbfilter und mit
einem Grün-Farblos-Raster erzeugt werden, läßt sich mit Hilfe eines Demodulators ähnlich dem in Fig.2
gezeigten vornehmen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen Jo
35
•to
45
50
55
60
65