DE3103319C2 - "Lippendichtungsring" - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Lippendichtungsring für rotierende Maschinenteile, wie insbesondere Kühlwasserpumpen, mit einer an einem meist winkelförmigen
Dichtungsgehäuse aufgehängten, in Richtung auf das abzudichtende Medium weisenden, elastischen Dichtlippe, welche an einem ebenfalls im Querschnitt meist
winkelförmigen, konzentrisch zum Dichtungsgehäuse angeordneten Laufring dichtend anliegt, dessen Radialschenkel axial vor der Dichtlippe (mediumsseitig) f,
angeordnet ist und in Richtung des Dichtungsgehäuses weist.
tungsring bekannt, der ein Versteifungsteil aufweist, an
welchem eine dem Medium zugewandte Hauptdichtlippe und mehrere SchmutzUppen elastisch aufgehängt
sind. Sowohl die Haupt- als auch die Schmutzlippen liegen am Axialschenkel eines winkelförmigen Laufringes an. Der versteifte Lippendichtungsring und der
Laufring werden von einem weiteren, ebenfalls winkelförmigen Dichtungsgehäuse derart umgeben, daß
eine Einbaueinheit gebildet wird. Der abgebogene Schenkel des Laufringes ist radial gegen das Jichtungsgehäuse gerichtet, während der abgebogene Schenkel
des Dichtungsgehäuses in entgegengesetzte radiale Richtung weist Axial zwischen den beiden Radialschenkeln wird somit ein Labyrinthspalt gebildet, wobei der
Radialschenkel des Laufringes im Einbauzustand an der einen Stirnfläche des Elastomerkörpers, aus welchem
die Dichtlippen gebildet sind, anliegt und somit eine weitere Dichtstelle entsteht Nachteilig ist neben dem
relativ umständlichen Aufbau der Dichtui.g und den vielen benötigten Teilen zu sehen, daß die Dichtung
axial an beiden Seiten übersteht und somit ziemlich schwierig zu montieren ist, und daß durch die
zusätzliche Dichtstelle im Anfahrzustand der Dichtung durch die auftretende Reibung sich Gummi lösen und
die eigentliche Dichtfunktion der Hauptdichtlippe beeinträchtigen kann.
Weiterhin ist durch die DE-PS 25 00 099 und die DE-OS 25 33 751 (Zusatzanmeldung) ein Lippendichtungsring bekannt, der mit einem Laufring formschlüssig verbunden ist um den Laufring gegen axiales
Verschieben zu sichern. Nachteilig ist auch hier zu sehen, daß sich der angestrebte Labyrinthspalt zwischen
Laufring und der Verlängerung des Dichtungsgehäuses beim Aufpressen der Dichtungseinheit auf die Welle
nicht immer einstellt und somit in der Anlaufphase der Dichtung mit erhöhter Reibung in diesem Bereich zu
rechnen ist. die sich ebenso auswirkt, wie schon vorab bei der US-PS 31 79 424 angesprochen.
Die DE-OS 23 31 412 offenbart eine Abdichtungsan
Ordnung für zwei relativ zueinat. Jer drehbare Maschinenteile. Diese besteht aus einem Wellendichtring und
einer diesem vorgeschalteten Förderscheibe, die den Transport von Schmiermittel in axialer Richtung
bewirken soll.
Des weiteren ist durch die GB-PS 8 81 607 eine Flüssigkeitsdichtung ähnlich der in der US-PS 31 79 424
angesprochenen bekannt. Die eigentliche Hauptdichtlippe ist zum Medium gerichtet und ist an einem
mehrfach abgewinkelten Metallring angeformt. Die Lippe lauft auf einem ebenfalls mehrfach abgewinkelten
Laufring. Die Nachteile dieser Konstruktion entsprechen weitestgehend denen des Lippendichtungsringes
gemäß der US-PS 31 79 424.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde. Lippendichtungsringe der angesprochenen Art auf
einfache Weise konstruktiv so zu verändern, daß zum einen die axiale Bauhöhe reduziert und somit der
Anwendungsbereich vergrößert wird, und zum anderen sicherzustellen, daß sich der gewünschte Labyrinthspalt
zwischen Laufring und Dichtungsgehäuse mit der Montage der Dichtung einstellt und auch während des
Betriebszustandes der Dichtung erhalten bleibt. Des weiteren soll sichergestellt werden, daß sich die
Dichtüppe bei Druckbelastung nicht öffnet und somit das Funktionsverhalten aufrechterhalten bleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine vom Radialschenkel des Laufringes und/oder vom
Axialschenkel des Dichtungsgehäuses ausgehende,
unter Druckbelastung am anderen Laufpartner anlegbare, membranartige, elastische Verlängerung. Diese
Membran weist den Vorteil auf, daß sie bei auftretendem Druck im abzudichtenden Medium schließt, d. h. sie
legt sich an der korrespondierenden Gegenfläche an und verhindert somit, daß das unter Druck stehende
Medium die Dichtlippe abhebt und gegebenenfalls sogar beschädigt
Der bevorzugte Anwendungsfall ist in Systemen zu sehen, die im Betriebszustand mit Unterdruck und im
Stillstand mit Oberdruck arbeiten, wie z. B. Kühlwasserpumpen
für Kraftfahrzeuge. Die Betriebszustände liegen etwa bei 0.5 bar Unterdruck und bei etwa 2 bis
2,5 bar Oberdruck. Die Abdichtung erfolgte bisher in
der Regel durch relativ kostspielige Gleitringdichtungen. Die Anwendung von Radialwellendichtringen
scheiterte bisher an den extremen, oben genannten Bedingungen, zu denen auch noch die relativ hohen
Temperaturen (ca. 100 bis 1200C) und das im Medium
vorgesehene Frostschutzmittel eine negative Wirkung auf die Dichtlippe ausüben. Als weiterhin nachteilig für
bisher verwendete Radialweiiendichtringe ist der vom
Guß des Motorblockes her sich in unzugänglichen Ecken festsetzende Formsand anzusehen. Bei Inbetriebnahme
des Systems wird dieser dann nach und nach gelöst und gelangt u. a. auch an die Dichtlippe, die auf
diese Art relativ schnell zerstört wird. Mit dem vorgeschlagenen Lippendichtungsring werden die angeführten
Nachteile auf einfache und kostengünstige Weise gelöst.
Einem weiteren Gedanken der Erfindung gemäß weist die membranartige Verlängerung des Laufringes
und/oder des Dichtungsgehäuses derart in Richtung des anderen Laufpartners, daß unter Bildung eines Labyrinthspaltes
im Betriebszustand (Unterdruck) der Dichtung eine Formschlußverbindung zwischen Dichtungsgehäuse
und Laufring entsteht. Diese Formschlußverbindung hat natürlich nicht nur im Betriebszustand
Vorteile, vielmehr wird durch sie ermöglicht, eine Einbaueinheit zu bilden, die gegenüber dem Stand der
Technik (insbesondere DE PS 25 00 099) den Vorteil aufweist, daß der Labyrinthspalt sowohl bei der
Montage der Einheit durch in einer radialen Ebene angeordnete Radialschenkel als auch im Einbauzustand
erhalten bleibt und somit beim Anfahren der Dichtung mit keinem Gummiabrieb infolge Berührung der
Elastomerteile zu rechnen ist.
Um eine optimale Abdicht- oder Schließwirkung der Membran bei Druckbeaufschlagung zu erhalten, ist
diese, im Querschnitt gesehen, in Richtung auf den korrespondierenden Laufpartner sich verjüngend ausgebildet.
Dadurch wird erreicht, daß das System je nach Anwendungsfall und je nach Auslegung optimal jeder
Druckschwankung gerecht werden kann.
Um das Einpressen der so geschaffenen Einbaueinheit zu erleichtern, könnte dichtlippenseitig am Axialschenkel
des Dichtungsgehäuses ein radial vom Radialschenkel des Laufri'igc\ weg weisender Schenkel angeformt
werden, der als Anschlag für die Aufnahme des Lippendichtungsringes dient. Je nach Anwendungsfall
kann der äußere stirnseitige Bereich (mediumsseitig) des
Laufring-Radialschenkels und des radial abgebogenen Schenkels mit einer gleich dicken Elastomerauflage
versehen werden, um so eine einheitliche Anlagefläche für das Montagewerkzeug zu schaffen.
Zur Erhöhung der Dichtwirkung des Labyrinthspaltes während des Betriebszustandes wird vorgeschlagen, die
Elastomerauflage im äußc: en stirnseitigen Bereich eines
oder beider Radialschenkel mit einer umlaufenden Nut zu versehen, in welcher hydrodynamisch wirkende
Rückförderelemente in Form von geraden oder leicht gebogenen Rippen angeordnet sind. Durch diese
Rippen ist eine Schleuderwtrkung in Richtung des abzudichtenden Mediums sichergestellt, welche die
Schließwirkung der Membran noch unterstützt
Zur Erzielung retativ kurzer Baulängen kann es vorteilhaft sein, die axiale Länge des Laufringes gleich
ίο oder kleiner zu gestalten als die axiale Länge des funktionsbedingten Dichtungsgehäuses. Auf diese Weise
wird der Anwendungsbereich der vorgeschlagenen Dichtung vergrößert, da hier eine kompakte Einheit
vorliegt
Durch die vorgeschlagene Ausbildung des erfmdungsgemäßen
Lippendichtungsringes wird die Dichtlippe für den Transport gegen Beschädigung und Schmutzeinwirkung
weitestgehend geschützt Damit die lippe auch im Betriebszustand über ihre gesamte Lebensdauer ausreichend
geschmiert wird, ist der von der Dichtlippe und der Membran begrenzte Raum 2wis<·" ;n Dichtungsgehäusc
und Laufring mit einer Fcttfüllrng verschen.
Durch sie soll ebenfalls verhindert werden, daß gegebenenfalls aggressives Medium zur Dichtlippe
gelangen und diese vorzeitig beschädigen kann.
Die E-findung ist in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen
F i g. 1 bis 3 unterschiedliche Ausbildungsvarianten einer Lippendichtung.
Die in F i g. 1 abgebildete Lippendichtung 1 besteht im wesentlichen aus einem im Querschnitt winkelförmigen
Dichtungsgehäuse 2, an welchem eine elastische Dichtlippe 3 aufgehängt ist, des weiteren aus einem
ebenfalls winkelförmigen Laufring 4. Am Axialschenkel J5 5 des Dichtungsgehäuses 2 ist ein radial nach außen
abgebogener Schenkel 6 angeordnet, der als Anschlagfläche am korrespondierenden Maschinenteil dient.
Axial- 5 und Radialschenkel 6 sind sowohl im Bereich ihrer Stirnflächen 7, 8 als auch im Bereich ihrer
Umfangsflächen 9, 10 mit einer Elastomerschicht 11 überzogen. Die äußere Umfangsfläche 12 der EIastorT
.rschicht 11 ist wellenförmig profiliert ausgebildet
und gleicht somit nicht eingehaltene Einbautoleranzen z. B. des Gehäuses 13 aus. Der Laufring 4, der
vorzugsweise aus rostfreiem Stahl besteht, ist radial in Richtung auf das Dichtungsgehäuse 2 abgewinkelt 14.
derart, daß sowohl der Radialschenkel 6 des Dichtungsgehäuses 2 als auch der Radialschenkel 14 des
Laufringes 4 in einer radialen Ebene angeordnet sind. Der Laufring 4 ist im Bereich beider Stirnflächen 15, 16
des Radialschenkels 14 und im Bereich der inneren Umfangsfläche 17 seines Axialschenkels 18 mit einer
Elastomerschicht 19 überzogen. Die Elastomerschicht 19 ist τ) der inneren Umfangsfläche 38 wellenförmig
profiliert ausgebildet, um so ebenfalls nicht eingehaltenen Einbautoleran.?'"!. /. B. der Weile 20, e Ugegenzuwirken.
Die Elastomerschichten 11 und 19 sind im äulieren stirnseitigen Bereich 7,15 der Radialschenkel 6,
14 gleich dick ausgebildet. Damit soll einem nicht weiter *>° dargestellten Wert. eug. das eine glatte Druckfläche
aufweisen kann, ermöglicht werden, das gesamte System 1 gleichmäßig in die vorgesehene Position zu
schieben. Die äußere Umfangsfläche 21 des ^aufringes 4
dient als Lauffläche für die dem Radialschenkel 14 zugewandte Dichtlippe 3, die einen Federring 22 zur
Verschleilüvompensa.ion der Dichtlippe 3 trägt. Vom
Axialschenkel 5 des Dichtungsgehäuses 2 ausgehend, erstreckt sich in Richtung des korrespondierenden
Radialschenkels 14 des Laufringes 4 eine membranartige
elastische Verlängerung 23, die vorzugsweise aus dem gleichen Elastomermaterial wie die Dichtlippe 3
und die Elastomerschichten 11, 19 besteht. Die Membran 23 hat die Aufgabe, die Dichtlippe vor
Beschädigung oder Zerstörung durch das abzudichtende Medium und Formsandrückständen zu schützen,
indem die auftretenden Betricbszustände ausgenutzt werden, d. h. Betriebszustände, wie sie z. B. in Kühlwasserpumpen
von Kraftfahrzeugen auftreten (Unterdruck während des Laufes, Überdruck in der ersten Zeit des
Stillstandes durch ansteigende Temperatur im System). Während des Laufes, also bei leichtem Überdruck (ca.
0.5 bar) ist die Membran 23 unter Bildung eines Labyrinthspaltes 24 auf den Radialschenkcl 14 zu
gerichtet. Im Stillstand hingegen, also bei sich aufbauendem Überdruck (ca. 2 bis 2,5 bar), liegt die
Membran 23 — wie gestricheil dargestellt — auf der korrespondierenden Umfangsfläche 25 des Radialschenkels
14 auf und verhindert somit, daß das Medium an die Dichtlippe 3 gelangen kann. Zur Unterstützung
dieses Effektes ist der durch die Dichtlippe 3 und die Membran 23 begrenzte Raum 39 mit einer Fettfüllung
versehen, die gleichzeitig dazu dient, die Dichtlippe 3 über ihre gesamte Lebenszeit ausreichend zu schmieren.
Fig. 2 ist ähnlich Fig. 1 zu sehen, mii dem Unterschied, daß am Axialschenkel 5 des Dichtungsgehäuse':
2 ein radial sich in Richtung des Laufringes 4 erstreckender umlaufender Wulst 26 vorgesehen ist, und
daß am Radialschenkel 14 des Laufringes 4 eine sich im wesentlichen radial in Richtung des Dichtungsgehäuses
2 sich erstreckende membranartige elastische Verlängerung 27 erstreckt. Die Wirkungsweise ist gleich der in
> Fig. 1 beschriebenen Membran 23 zu sehen, nämlich, daß bei Unterdruck ein Labyrinthspalt 28 vorhanden ist
und im Stillstand der Dichtung 1 das unter Druck stehende Medium die Membran 27 gegen die korrespondierende
Fläche 29 des Wulstes drückt.
ι F i g. 3 ist ebenfalls ähnlich den F i g. I und 2 zu sehen,
wobei der wesentliche Unterschied auch hier in der Ausbildung der Membran 30 zu sehen ist. Im Bereich der
äußeren Umfangsfläche 31 des Radlalschenkels 14 ist
eine Elastomerauflage 32 vorgesehen, die wellenförmig
> profiliert ist. Zwischen jeweils zwei F.rhebungen 33, 34
ist die sich in Richtung des Radialschenkels 14 verjüngende Membran 30 unter Bildung eines Labyrinthspaltes
35 im Betriebszustand angeordnet. Die Funktionsweise ist gleich den in den F i g. 2 und 3
ι beschriebenen Varianten zu sehen, im Bereich der dem
Medium zugewandten und mit einer Elastomerschicht 19 versehenen Stirnfläche 15 des Radialschenkels 14 ist
eine umlaufende Nut 36 vorgesehen. Im Umfangsbereich dieser Nut 36 sind hydrodynamisch wirkende
■ Rückförderelemente in Form von leicht gebogenen
Rippen 37 angeordnet, die die Abdichtwirkung der Membran 30 noch verstärken und so angeordnet sind,
daß sie auf das abzudichtende Medium eine Schlcuderwirkung
ausüben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Lippendichtungsring für rotierende Maschinenteile, wie insbesondere Kühlwasserpumpen, mit
einer an einem im Querschnitt meist winkelförmigen Dichtungsgehäuse aufgehängten, in Richtung auf das
abzudichtende Medium weisenden, elastischen Dichtüppe, welche an einem ebenfalls im Querschnitt meist winkelförmigen, konzentrisch zum
Dichtungsgehäuse angeordneten Laufring dichtend anliegt, dessen Radialschenkel axial vor der Dichtlippe (mediumsseitig) angeordnet ist und in Richtung
des Dichtungsgehäuses weist, gekennzeichnet durch eine vom Radialschenkel (14) des Laufringes (4) und/oder vom Axialschenkel (5) des
Dichtungsgehäuses (2) ausgehende, unter Druckbelastung am anderen Laufpartner (25, 29) anlegbare,
membranartige, elastische Verlängerung (23,27,30).
2. Lippendichtungsring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die membranartige Verlangerung (23, 27, 30) des Laufringes (4) und/oder des
Dächtungsgchäuses (2) derart in Richtung des
anderen Laufpartners (2,4) weist, daß unter Bildung eines Labyrinthspaltes (24, 28, 35) im Betriebszustand der Dichtung (1) eine Formschlußverbindung
zwischen Dichtiingsgehäuse (2) und Laufring (4)
entsteht
3. Lippendichtungsring nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der
Querschnitt der membranartigen Verlängerung (23, 27,30) in Richtung des korrespondierenden Laufringes (2 oder *) verjüngt
4. Lippendichtungsring nach den Ansprüchen 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren stirnseitigen Bereich (/', 15) eines oder beider Radialschen- j,
kel (6,14) eine Elastomeraufla^e (11,19) vorgesehen
ist, die eine umlaufende Nut (36) aufweist.
5. Lippendichtungsring nach den Ansprüchen 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet daß im Bereich der Nut (36) am Umfang gleichmäßig verteilt hydrodynamisch wirkende Rückförderelemente vorgesehen
sind.
6. Lippendichtungsring nach den Ansprüchen 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückförderelemente aus geraden oder leicht gebogenen, im
wesentlichen radial verlaufenden Rippen (37) gebildet sind.
7. Lippendichtungsring nach den Ansprüchen 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Dichtlippe (3) und der Membran (23, 27, 30)
begrenzte Raum (39) zwischen Dichtungsgehäuse (2) und Laufring (4) mit einer Fet'füllung versehen ist.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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