DE3103018C2 - Schaltuhr - Google Patents
SchaltuhrInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltuhr, insbesondere für Standheizungen in Kraftfahrzeugen, mit einer
Antriebswelle für einen Uhrzeiger und einer Schalt- und Steuereinheit zur Auslösung eines Schaltvorganges
über einen Kontakt für die Dauer einer vorgeschriebenen Schaltperiode, wobei die Steuerung des Kontaktes
durch die relative axiale Verschiebung eines über die Antriebswelle angetriebenen ersten Bauteils gegenüber
einem von außen einstellbaren, zweiten Bauteil erfolgt,
indem eines dieser Bauteile eine umfangsseitige Steuerkurve variierender axialer Ausdehnung aufweist.
Eine derartige Schaltuhr ist aus dem DE-GM 18 06 583 bekannt.
Die dort dargestellte Schaltuhr weist zur Erzielung der beabsichtigten S'haltfunktion eine Mehrzahl von
konzentrisch verlaufenden Wellen bzw. Hohlwellen auf. die je nach ihrer Funktion übet Ritze, bzw. Rädersätze
mit unterschiedlichem Uniersetzungsverhältnis angetrieben werden. Dabei wird mit 24stündiger Wiederholung
der beabsichtigte .Schaltrhythmus, also das Ein- und
Ausschalten der Schaltuhr erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Schaltuhr in ihren wesentlichen, zur
Anzeige und Steuerung dienenden Bauteilen konstruktiv zu vereinfachen, und gleichzeitig eine Wiederholsperre
zu integrieren die nach einer Schaltperiode die Steuerung blockiert, so daß eine weitere Schaltperiode
in der vorgegebenen Zeitspanne nur dann erfolgen kann, wenn die Bedienungsperson die Wiederholsperre
Letztere Maßnahme ist insbesondere von Bedeutung, um unnötigen Energieverbrauch fur die Standheizung
bei nicht benutztem Wagen zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das erste,
axial verschiebbare Bauteil eine von der Antriebswelle konzentrisch umschlossene, den Stundenzeiger tragende
Steuerwelle ist, auf der ein Abtastglied angeordnet ist, daß das zweite Bauteil eine konzentrisch um die
Steuerwelle angeordnete Hohlwelle ist, die die umfangs* seitige Steuerkurve aufweist, durch die die Steüerwelle
über das Abtastglied axial verschiebbar ist, und daß eine an der Steuerwelle angreifende Rasteinrichturig das
Abtastglied der Steuerwelle bei einem definierten Punkt der Steuerkurve und damit der axialen Position des
Abtastgliedes von der Steuerkurve abrückt.
Die durch diese konstruktive Ausgestaltung erreichtet
schlanke Bauweise der Steuer- und Anzeige-Bauteile trägt wesentlich dazu bei, daß die erfindungsgemäße
Schaltuhr so kompakt aufgebaut werden kann, daß sie in die öffnungen von handelsüblichen Instrumentenhaltern
für Kfz-Zusatzinstrumente paßt
Durch die Übernahme der bekannten und der zusätzlichen (Wiederholsperre) Funktion im wesentlichen
durch zwei Wellen (Steuerwelle und Hohlwelle) realisiert die Erfindung mit einem Minimum an
Bauteilen du.-eh die Wahl verschiedene/ axialer
Verschiebungspositionen mehrere Schaltvorgänge entsprechend den jeweiligen Anforderungen, die mit einem
zentralen Betätigungsknopf durch Drücken, Ziehen oder Drehen einfach gesteuert werden können. Diese
mechanische Steuerung ist äußerst robust und auch bei extrem tiefen Temperaturen bis zu minus 40°Celsius
sicher funktionsfähig, was für den Einsatz in Verbindung mit Kfz-Standheizungen von besonderer Bedeutung ist.
Die erfindungsgemäße Rasteinrichtung gewährleistet, daß die Steuerwelle nach Durchlaufen einer
Schaltperiode in einer definierten axialen Position gehai.en wird, in der sie den weiteren Schaltvorgang
r icht mehr auslösen kann.
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteran- «prüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anh ind von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i f. 1 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße
Schaltuhr,
F i g. 2 eine Aufsicht auf die Schaltuhr,
F i g. 3 bis 5 einen Schnitt durch den zentralen Bereich der Schaltuhr in verschiedenen Schaltstellungen I-III,
F i g. 6 eine schematische Darstellung der Steuerkurve
in den F i g. 3 bis 5.
Zunächst soll anhand der F i g. 1 und 2 der äußere Aufbau der Schaltuhr kurz erläutert werden:
In einem Gehäuse 35 mit Seitenwänden und Boden sind über verschiedene Distanzstücke 36 Platinen 29 und
30 zur Aufnahme und Halterung der Funktionsbauteile der Schaltuhr eingesetzt, zur oberen Abdeckung des
Gehäuses i>5 dient eine Deckplatte 31 mit aufgebrachter Zifferblattdarstellung.
Über dem Zifferblatt sitzt eine durchsichtige Scheibe 18. auf die ein Schaltdauerzeiger 34 aufgebracht ist,
diese Scheibe 18 ist umfangsseitig mit einer als Reibrad ausgebildeten Schulter 19 versehen, die ein Abdeckglas
32 trägt, wobei zwischen der Scheibe 18 und dem Abdeckglas 32 der Uhrzeiger 11 sich befindet.
Zur Betätigung der Funktion der Schaltuhr dient ein Betätigungsknopf 27. der zentral auf einer Steuerwelle
12 aufsitzt.
Die einzelnen Funktionen der erfindungsgemäßen Schaltuhr werden nun auch unter Bezugnahme auf die
Fig. 3 bis 6 im einzelnen näher erläutert.
Uhrfunktion
55
Die Funktion der Schaltuhr als Zeitanzeiger beruht auf folgenden Bauteilen: auf einer Leiterplatte 37 mit
Steuerelektronik ist ein Antriebsaggregat 25 gelagert, das einen Schwingquarz und einen von diesem
Schwingquarz gesteuerten Schrittschaltmotor beinhaltet« Dieser Schrittschaltmotor wirkt auf ein (nur
teilweise dargestelltes) Zahnradgetriebe 26, das sein
Drehmoment schließlich auf ein konzentrisch um eine Antriebswelle 10 gelegtes Zahnrad 24 überträgt. Die
Antriebswelle ist mittels nicht näher bezeichneter Schultern zwischen den beiden Platinen 29 und 30
drehbar gelagert und somit axial nicht verschiebbar. An
ihrem oberen Ende ist in die Antriebswelle in Richtung ihrer Längsachse ein Langloch 23 eingebracht. Die
Antriebswelle 10 umschließt konzentrisch eine Stenerwelle
12, wobei zur Übertragung des Drehmomentes diese Steuerwelle 12 in radialer Richtung einen
Mitnehmerbolzen 22 aufweist, der in das Langloch 23 der Antriebswelle 10 eingreift Zur Verringerung der
Reibung bei der axialen Verschiebung der Steuerwelle
12 ist es vorteilhaft, den Mitnehmerbolzen als Walze
auszubilden, die an einer Kante des Langloches 23 abrollen kann. Durch das Langloch 23 und den
Mitnehmerbolzen 22 wird folglich die Drehbewegung der Antriebswelle 10 auf die Steuerwelle 12 übertragen.
Am oberen Ende der Steuerwelle 12 zwischen der Scheibe 18 und dem Abdeckglas 32 ist der Uhrzeiger 11
angeordnet, der fest mit der Steuerwelle 12 verbunden ist, so daß sich schließlich der Uhrzeiger 11 durch die
Drehung der Steuerwelle 12 über d;e Deckplatte 31 mit dem Zifferblatt bewegt
Am oberen Ende der Steuerwelle 12 sitzt der Betätigungsknopf 27, der sich übe-· :ine Spiralfeder 33
auf dem Abdeckglas 32 abstützt, so c?ß der ihn tragende
verdünnte Schaft der Antriebswelle I2 in der "Regel außer Eingriff mit dem oberen Ende des dickeren Teils
der Steuerwelle 12 steht Zur Einstellung der Jhrzeit wird deshalb der Betätigungsknopf 27 gegen die
Wirkung der Spiralfeder 33 so weit nach unten gedrückt, daß die beiden Teile der Steuerwelle 12 in Eingriff
kommen und eine Drehbewegung des Betätigungskncp fes 27 zu einer Drehung des Uhrzeigers 11 führt wobei
die Antriebswelle 10 über eine Rutschkupplung 38 gegenüber dem Zahnrad 24 verdreht wird.
Schaltfunktion
Zur Durchführung eines Schaltvorganges sind folgende Bauteile vorgesehen:
In einer mittigen Bohrung der Abdeckplatine 31 ist eine Hohlwelle 13 drehbar eingesetzt, die fest mit der
Scheibe 18 und der als Rändelring ausgebildeten Schulter 19 verbunden ist. so daß eine Drehung des
Rändelrades eine Drehung der Hohlwelle 13 um die S juerwelle 12 bewirkt. Diese Drehung der Schulter 19
durch die Bedienungsperson dient zur Vorwahl der Schaltperiode, was nach außen hin durch dsn Schaltdauerzeiger
34 auf der Scheibe 18 kenntlich gemacht wird, der das auf der Abdeckplatine 31 befindliche Zifferblatt
überstreicht Beim in F i g. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel soll also die Einschaltung des Heizaggregates
zwischen 5 und 6 Uhr morgens erfolgen.
Das Prinzip der Steuerung besteht nun darin, diesen Schaltvorgang dadurch auszulösen, daß durch die
Relativdrehung der Steuerwelle 12 gegen die Hohlwelle
13 eine axiale Verschiebung der Steuerwelle 12 hervorgerufen wird. Zu diesem Zweck ist die Hohlwelle
13 an ihrer Unterseite als Steuerkurve 14 ausgebildet (vergl. insbesondere F i g. 6) an der eir fest mit der
Steuerwelle 12 verbundenes Abtastglied 15 geführt wird. Dazu >st eine Distanzscheibe 28 auf der
Steuerwelle 1? aufgesetzt, und in dieser ist an einer (in der Zeichnung s.richpunktiert angedeuteten) Achse das
Abtastglijd 15 in Form einer drehbaren Walze gelagert.
Der Mikroschalter 21 übt über seinen Schaltkontakt
eine definierte Kraft auf die Schaltwippe 20 und damit die Steuerwelle 12 aus, so daß sichergestellt ist, daß das
Abtastglied 15 immer von unten mit ausreichendem Druck gegen die Steuerkurve der Hohlwelle 13
gedrückt wird.
Bei einer vollen Umdrehung der Steuerwelle 12 um
360" überfährt also das Abtastglied einmal die
Steuerkurve 14. Infolge der Kraftbeaufschlagung der Steuerwelle 12 durch den Mikroschalter 21 folgt daher
die Steuerwelle mit einer entsprechenden axialen Verschiebung dem Verlauf der Steuerkurve 14. Diese
axiale Verschiebung löst nun ihrerseits die gewünschten Schaltprozesse aus. Es ist dabei natürlich zu berücksichtigen,
daß die Länge des Langloches 23 ausreichend bemessen sein muß, um bei jeder axialen Position der
Steuerwelle 12 noch die Übertragung des Antriebsdrehmomentes von der Antriebswelle 10 auf den Mitnehmerbolzen
22 der Steuerwelle 12 sicherzustellen.
Am unteren Ende der Steuerwelle 12 ist eine Umfangsnut 17 eingebracht, dazu korrespondierend
befindet sich am unteren Ende der Antriebswelle 10 eine Is Bügelfeder 16. die gegen die Steuerwelle 12 vorgespannt
ist. Sobald nun die Steuerwelle 12 eine bestimmte axiale Position durchfährt, drückt sich der rechte
Schenkel der Bügelfeder 16 in die Umfangsnut 17 und verhindert eine Aufwärtsbewegung der Steuerwelle 12,
das hoißt. die Blockierkraft der Bügelfeder 16 ist stärker
gewählt als die vom Mikroschalter 21 kommende Hebelkraft auf das untere Ende der Steuerwelle 12.
Diese Blockierkraft der Bügelfeder 16 kann nur durch manuellen Zug am Betätigungsknopf 27 überwunden
werden, so daß dann de Bügelfeder wieder aus der Umfangsnut 17 herausspringt und die Steuerwelle 12
freigibt.
Die verschiedenen Schaltpositionen sollen nun anhand der Fig. 3 bis 6 im einzelnen erläutert werden.
wobei von den 4 grundsätzlich bedeutenden Schaltfunktionen lediglich die in Fig. 6 nut I bis III bezeichneten
Funktionen in den Fig. 3 bis 5 hinsichtlich der axialen
Position der Steuerwelle 12 näher dargestellt sind.
a) Bereitschaftsfunktion (Position I. F i g. 3):
35
In dieser Position ist die Schaltuhr »aktiviert«, das
heißt, das Abtastglied 15 rollt langsam auf der Steuerkurve 14 ab. wenn sich die Steuerwelle in der
Hohlwelle 13 dreht. Dabei befindet sich die Steuerwelle 12 in einer axialen Position, die sich über die
Schaltwippe 20 auf den Betätigungsschalter des Miktoschalters 21 überträgt und der Aus-Stellung des
Mikrnschalters 21 entspricht. Die Bügelfeder 16 gleitet
am '^uße.iumfang der Steuerwelle 12. so daß die
Steticrwellc 12 in der Position I jederzeit axial
verschiebbar ist.
Fs ist /weckmäßig, in dieser Position ! von der
Schaltwippe 20 einen weiteren Kontakt beaufschlagen zu lassen, der eine Leuchtdiode anschaltet, die vom
Schrittschaltmotor mit Sekundenimpulsen versorgt wird unj zweckmäßigerweise in der Abdeckplatine 31
angeordnet ist. so daß dem Benutzer mitgeteilt wird, daß die Schaltuhr in Bereitschaftsposition sich befindet, das
heißt daß der Schaltvorgang zur mit dem Schaltdaueranzfger
34 eingestellten Uhrzeit stattfinden wird. Diese Bercitschaftsstellung wird dann durch andauerndes
Blinken der Bereitschaftsdiode angezeigt.
b) Einschaltfunktion (Position II. F i g. 4):
Verfolgt man den Weg des Abtastgliedes 15 in der F i g. 6 in Pfeilrichtung weiter, so erreicht das Abtastglied
die Vertiefung in der Steuerkurve 14 und wird infoige der Beaufschlagung durch den Mikroschalter 21
in diese Vertiefung hineingedrückt, so daß schließlich
die Extremposition Π (tiefste mögliche Lage) erreicht w 1 dies führt zu einer Aufwärtsverschiebung der
Steuerwelle 12 und über die Schalt wippe 20 folglich zu einer Freigabe und damit Schließung des Mikroschalters
21, der zu steuernde Verbrauchef wird dadurch eingeschaltet. Die Bügelfedcr 16 liegt nach wie- vor am
äußeren Umfang der Steuerwelle 12, so daß die Steuefwelie weiterhin axial verschoben werden kann.
Verfolgt man den Weg des Abtastgliedes 15 in Pi g. 6 weiter, so erkennt man, daß die Steuerwelle im Laufe
der Schaltperiode S (im Beispiel der Fig.6 ist die
Schaltperiode S in Übereinstirnfnung mit der geometrischen
Ausgestaltung des Schältdaüefzeigers 34 als eine
Stunde gewählt) langsam wieder nach unten geschoben wird, bis sie über die S<'haltwippe 20 den Mikroschalter
21 wieder ausschaltet. Diese Position entspricht in etwa der Position I in F i g. 3, so daß diese Schallposition nicht
gesondert dargestellt ist.
c) Rastfunktion (Position III, F ig. 5):
Auf ihrem Weg über die Steuerkurve 14 erreicht das Abtastgiied 15 die Spitze eines Nockens, der so gelegt
ist, daß die Steuerwelle 12 so weit nach unten verschoben wird, daß die Bügelfeder 16 gerade in die
Umfangsnut 17 der Steuerwelle 12 einrastet und diese in dieser axialen Position festhält. Dies bewirkt, daß beim
Weiterlaufen der Steuerwelle 12 und damit des Abtastgliedes 15 letzteres nicht mehr an die Steuerkurve
14 angedrückt werden kann, da die Hebelkraft vom Mikroschalter 21 nicht ausreicht, um die Kraft der
vorgespannten Fede'· 16 in der Umfangsnut 17 zu
überwinden und die Steuerwelle 12 wieder nach oben und damit das Abtastglied 15 wieder an die Steuerkurve
14 zu drücken. Das Aötastglied 15 "ewegt sich daher
beim Weiterdrehen der Steuerwelle 12 auf der in F i g. 6 unterbrochen dargestellten Linie weiter. Zur Lösung
dieser Sperre ist es, wie oben schon beschrieben, erforderlich, daß die Kraft der Bügelfeder 16 durch
manuelles Ziehen des Betätigungsknopfes 27 überwunden wird, um wieder die Bereitschaftsstellung (Position
t) der Schaltuhr und damit den Schaltvorgang beim nächsten Umlauf wieder zu ermöglichen.
Die praktische Bedienung der erfindungsgemäßen Schaltuhr sieht daher wie folgt aus:
In der Regel befindet sich die Schaltuhr in der Position III, ist also gesperrt und kann keinen
Schaltvorgang des angeschlossenen Verbrauchers, also der Standheizung, auslösen. Wenn nun eine derartige
Funktion gewünscht wird, wird zunächst durch Drehung an der als Rändelrad ausgebildeten Schulter 19 der
Schaltdauerzeiger 34 auf der Scheibe 18 über die beabsichtigte Schaltzeit auf dem Zifferblatt gedreht.
Gegebenenfalls wird durch leichtes Eindrücken des Betätigungsknopfes 27, wie oben beschrieben, noch die
genaue Uhrzeit eingestellt, also der Uhrzeiger Il über dem Zifferblatt verdreht
Danach wird die Schaltuhr »aktiviert«, das heißt, der Knopf 27 wird nach oben gezogen, so daß die
Bügelfeder 16 aus der Umfangsnut 17 herausspringt und die Position I (Bereitschaftsposition, F i g. 3) erreicht ist,
bei der das Abtastglied 15 an der Steuerkurve 14 entlanggeführt wird, bis durch die spezielle Formgebung
der Steuerkurve 14 der Schaltvorgang ausgelöst und wieder beendet wird. Während dieser Bereitschaftsstellung
blinkt, wie ebenfalls oben schon beschrieben, eine Leuchtdiode und macht den Benutzer darauf aufmerksam,
daß die Schaltuhr ordnungsgemäß »programmiert« ist Damit ist seitens des Bedienender, alles getan,
um die ordnungsgemäße Funktion, das heißt das Sn- und Ausschalten der Standheizung zu gewährleisten.
Sollte entgegen der ursprünglichen Absicht diese
Schaltfunktion nicht mehr gewünscht werden, so ist es
ausreichend, den Betätigungsknopf 2't so tief einzudrükken, bis die Bügelfeder 16 wieder in die Umfangsnut 17
der Steuerwelle 12 einrastet und damit wieder die Blockierposiiion III zu erreichen, zur eingestellten Zeit
findet also dann kein Schaltvorgang statt.
Die erfindüngsgemäße Schaltuhr vereinigt durch die oben be-schriebenen Konstruktionsprinzipien einerseits
Robusine.it infolge des mechanischen Aufbaues mit höher Präzision durch die Steuerung über einen
Schwingquarz.
Die erfindüngsgemäße Ausgestaltung insbesondere der Sleuerwelle 12 und der mit dieser zusammenwirkenden
Bauteile ermöglicht eine sinnvolle und nahezu narrensichere Bedienung. Infolge der mechanischen
Konstruktion und der Verwendung eines Mikroschallers
können Schaltleistüngen bis 5 A erbracht werden, die Verwendung des Qüarzantriebs gewährleistet eine
hohe Ganggenauigkeit, so daß die effiridungsgemäße
Schaltuhr hinsichtlich Bedienungsfreundlichkeit und technischem Aufbau eine optimale Zuverlässigkeit
sicherstellt.
!Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Il Si
Claims (10)
1. Schaltuhr, insbesondere für Standheizungen in Kraftfahrzeugen, mit einer Antriebswelle für einen
Uhrzeiger und einer Schalt- und Steuereinheit zur i Auslösung eines Schaltvorganges über einen Kontakt
für die Dauer einer vorgegebenen Schaltperiode, wobei die Steuerung des Kontaktes durch die
relati"e axiale Verschiebung eines über die Antriebswelle
angetriebenen ersten Bauteils gegenüber einem von außen einstellbaren, zweiten Bauteil
erfolgt, indem eines dieser Bauteile eine umfangsseitige Steuerkurve variierender axialer Ausdehnung
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, axial verschiebbare Bauteil eine von der ti
Antriebswelle (10) konzentrisch umschlossene, den Stundenzeiger (11) tragende Steuerwelle (12) ist, auf
der ein Abtastglied (15) angeordnet ist, daß das zweite Bauteil eine konzentrisch um die Steuerwelle
(12) angeordnete Hohlwelle (13) ist, die die umfangsseitige Steuerkurve (14) aulweist, durch die
die Steuerwelle (12) über das Abtastglied (15) axial verschiebbar ist, und daß eine an der Steuerwelle
(12) angreifende Rasteinrichtung das Abtastglied (15) der Steuerwelle (12) bei einem definierten Punkt 2ϊ
der Steuerkurve (14) und damit cst axialen Position
des Abtastgliedes (15) von der Steuerkurve (14) abrückt.
2. Schaltuhr nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasteinrichtung aus einer gegen die Steuerwelle (1^) vorgespannten Bügelfeder (16)
besteht, daß die Steuerv eile (!"", eine Umfangsnut
(17) aufweist, und daß die Bügelfeder (16) und die Umfangsnut (17) so zueinander pe '.ioniert sind, daß
bei einem definierten Punkt der Steuerkurve (14) 1'.
und damit der axialen Position der Steuerwelle (12) die Bügelfeder (16) in die Umfangsnut (27) einrastet.
3. Schaltuhr nach Anspruch 1. dadurch gekenn zeichnet, daß die Hohlwelle (13) eine durchsichtige,
über der Zifferblattplatine (31) deckungsgleich 4η
liegende Scheibe (18) mit optischer Darstellung der Schaltperiode in Form eines Schaltdaueranzeigers
(34) tragt, die umfangsseittg eine als Rändelrad ausgebildete Schulter (19) zur Einstellung der
Steuerkurve (14) aufweist. 4",
4. Schaltuhr nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontakt aus einer .Schaltwippe (20) besteht, deren eines Ende von der Steuerwelle (12)
beaufschlagt wird und der<.n anderes Ende einen
Mikroschalter (21) für den Schaltvorgang betätigt. y>
5. Schaltuhr nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet,
daß zur ( bertragung des Drehmoments von der Antriebswelle (10) auf die Steuerwelle (12)
letztere mindestens einen Mitnehmerbolzen (22) besitzt, der in mindestens ein axial in die ss
Antriebswelle (10) eingebrachtes l.angloch (23) eingreift
b Schaltuhr nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
daß der Mitnehmerholzen (22) eine an einer Kante des Langlochs (23) abrollende Walze ist, feo
die um eine radial zur Steuerwelle (12) gelegene Achse drehbar gelagert ist.
7. Schaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (10) ein Zahnrad (24)
trägt, das mit einem quarzgesteuerten Antriebsaggregat (25) über ein Zahnradgetriebe (26) Verbunden
ist, so daß die Antriebswelle (12) und damit die den Uhrzeiger (11) tragende Steuerwelle (12) pro Stunde
eine Drehung von 15° ausführt.
8. Schaltuhr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende der Steuerwelle
(12) ein Betätigungsknopf (27) angebracht ist, mit dessen Hilfe die Bügelfeder (16) aus der Umfangsnut
(17) der Steuerwelle (12) ein-'ausrastbar und das Abtastglied (15) auf die Steuerkurve (14) wegführbar/zuführbar
ist.
9. Schaltuhr nach Anspruch 8, dadurch geicennzeichnet,
daß der Betätigungsknopf (27) nur gegen die Kraft einer Spiralfeder (33) in kraftschlüssige
Verbindung mit der Steuerwelle (12) zum Verstellen des Uhrzeigers (11) bringbar ist
10. Schaltuhr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltwippe (20) zusätzlich eine Leuchtdiode steuert, die vom quarzgesteuerten
Antriebsaggregat (25) mit Sekundenimpulsen versorgt wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813103018 DE3103018C2 (de) | 1981-01-30 | 1981-01-30 | Schaltuhr |
| SE8200439A SE8200439L (sv) | 1981-01-30 | 1982-01-27 | Kopplingsur |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813103018 DE3103018C2 (de) | 1981-01-30 | 1981-01-30 | Schaltuhr |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3103018A1 DE3103018A1 (de) | 1982-08-12 |
| DE3103018C2 true DE3103018C2 (de) | 1983-01-27 |
Family
ID=6123603
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813103018 Expired DE3103018C2 (de) | 1981-01-30 | 1981-01-30 | Schaltuhr |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3103018C2 (de) |
| SE (1) | SE8200439L (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1806583U (de) * | 1959-12-18 | 1960-02-25 | Vdo Schindling | Zeituhr fuer kraftfahrzeuge. |
-
1981
- 1981-01-30 DE DE19813103018 patent/DE3103018C2/de not_active Expired
-
1982
- 1982-01-27 SE SE8200439A patent/SE8200439L/ not_active Application Discontinuation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE8200439L (sv) | 1982-07-31 |
| DE3103018A1 (de) | 1982-08-12 |
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