[go: up one dir, main page]

DE3101929A1 - Abschusseinrichtung fuer nicht selbstgetriebene munition - Google Patents

Abschusseinrichtung fuer nicht selbstgetriebene munition

Info

Publication number
DE3101929A1
DE3101929A1 DE19813101929 DE3101929A DE3101929A1 DE 3101929 A1 DE3101929 A1 DE 3101929A1 DE 19813101929 DE19813101929 DE 19813101929 DE 3101929 A DE3101929 A DE 3101929A DE 3101929 A1 DE3101929 A1 DE 3101929A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sabot
ammunition
launch tube
launching device
pull rope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19813101929
Other languages
English (en)
Inventor
Horst 8180 Tegernsee Hütter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messerschmitt Bolkow Blohm AG filed Critical Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority to DE19813101929 priority Critical patent/DE3101929A1/de
Publication of DE3101929A1 publication Critical patent/DE3101929A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A1/00Missile propulsion characterised by the use of explosive or combustible propellant charges
    • F41A1/08Recoilless guns, i.e. guns having propulsion means producing no recoil

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

  • Abschußeinrichtung für nicht selbstgetriebene Munition
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Abschußeinrichtung für nicht selbstgetriebene Flugkörper, Geschosse, Streumunition oder dergleichen (Munition) nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
  • Derartige Abschußeinrichtunqen weisen ein Abschuß- bzw. Ausstoßrohr auf, in dem ein Treibspiegel gelagert ist, der den Rohrinnendurchmesser bedeckt und an dem sich in Ruhelage die abzuschießende Munition abstützt. Um die Munition aus dem Rohr auszustoßen, wird der Treibspiegel mit im allgemeinen durch einen Gasgenerator erzeugten Treibgasen beaufschlagt und in Richtung auf die Rohröffnunq getrieben. Der Treibspiegel wird kurz vor der Rohröffnung aufgefangen, so daß er das Abschußrohr nicht verläßt. Dieses Auffangen erfolgt z.B. dadurch, daß der Treibspiegel eine an der Rohröffnung gelagerte Bremshülse verformt und in dieser festgehalten wird.
  • Der Ausstoß der Munition, seien es panzerbrechende Flugkörpergeschosse, Minen oder sonstige Streumunition,erfolgt möglichst reaktionsfrei,um eine Rückwirkung der Ausstoßkräfte auf die Halterung des Abstoßrohres so klein wie möqlich zu halten. Die Mittel hierfür sind bekannt und gehören nicht in den Rahmen der Erfindung. Die Abschußeinrichtung kann z.B.
  • als Schulterwaffe in Art einer Panzerfaust ausgebildet oder im Rahmen eines Streubehälters für Streumunition verwendet werden.
  • Der Treibspiegel in derartigen Abschußrohren wird sehr stark beschleunigt, so daß die Brems- bzw. Auffangvorrichtung hohe Kräfte aufnehmen muß, um den Treibspiegel innerhalb der kurzen zur Verfügung stehenden Strecke in dem Abschußrohr aufzufangen und festzuhalten. Des weiteren sind die durch die Treibgase entwickelten Schalldrücke sehr hoch und müssen dement--sprechend von der Abschußeinrichtung aufgefangen werden. Hierzu muß z.B. das Abschußrohr recht dickwandig ausgeführt werden, um durch die Schalldrücke nicht zu bersten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Brems- und Auffangvorrichtung für die Abschußeinrichtung konstruktiv so zu gestalten, daß sie einfach aufgebaut ist und die auftretenden Kräfte gut aufnimmt.
  • Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.
  • Der Erfindungsqedanke liegt darin, den Treibspiegel im Bereich des offenen Endes des Abschußrohres mit Hilfe eines Zugseiles abzubremsen , das mit seinem einen Ende am Treibspiegel und mit seinem anderen Ende am Abschußrohr befestigt ist,und zwar auf der Seite, die der von den Treibgasen beaufschlagten Treibspiegelseite zugewandt ist, d.h. in der Regel am hinteren Ende des Abschußrohres.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Zugseil ein auf einer mit dem Abschußrohr verbundenen Rolle aufgewickeltes und mit dem Treibspiegel befestigtes Band, so z.B. ein Metallband.
  • Das Zugseil kann jedoch auch ein mehrfach in Zick-Zack-Art ge- faltetes Band sein, welches an den Faltstellen auch Gelenke aufweisen kann. In allen Fällen ist die Länge des. Bandes so bemessen, daß der Treibspiegel innerhalb des Abschußrohres im Bereich des offenen Rohrendes abgefangen wird.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sollen die Zugkräfte zentral, d.h. im Mittelpunkt des Treibspiegels angreifen. Hierfür können entweder ein mit dem Mittelpunkt des Treibspiegels verbundenes Zugseil oder etwa drei, in Winkelabständen von 1200 längs des Umfanges des Treibspieqels mit diesem befestiqte Zugseile vorgesehen werden. Die Bremskraft zum Festhalten des Treibspiegels in dem Abschußrohr wird hier allein von dem einzigen oder von den drei Zug seilen aufgebracht.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung greift die Bremskraft zum Abbremsen und Festhalten des Treibspiegels jedoch dezentral ein. Hierzu kann z.B. ein dezentral am Treibspiegel befestigtes Zugseil verwendet werden. Beim Abbremsen des Treibspiegels im Bereich des offenen Rohrendes wirkt dann durch das Zugseil ein Kippmoment auf den Treibspiegel. Sobald dieses Kippmoment eingeleitet ist, erzeugen die auf den Treibspiegel weiter wirkenden Treibqase Kräfte, die dieses Kippmoment verstärken und den. Treibspiegel in dem Abschußrohr zu verkanten versuchen. Hierdurch wird die Reibunq zwischen Treibspiegel und Abschuß rohr stark erhöht und bremst den Treibspiegel rasch ab. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich, daß Abschußrohr und/oder Treibspiegel eine gewisse Elastizität aufweisen, die ein solches Verkanten ermöglicht.
  • Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß die Brems- und Haltekräfte auf den Treibspiegel nicht allein durch das Zugseil ausgeübt werden müssen, sondern daß dafür die vorhandene Energie der Treibgase zusätzlich ausgenutzt wird. Die von dem Zugseil auf den Treibspiegel ausgeübte Bremskraft dient demnach lediglich zum Einleiten des Kippmomentes sowie der Bremskraft auf den Treibspiegel.
  • Mit dieser dezentralen Befestigung des Zugseiles kann auch ein weiterer Vorteil erreicht werden: wie oben erwähnt, ist auch noch nach dem Abbremsen des Treibspiegels im Bereich des offenen Rohrendes im Rohrinneren ein sehr hoher Gasdruck vorhanden, durch den beim Abbremsen des Treibspiegels hohe Schalldrücke auf die Umgebung des Abschußrohres, so z.B. dessen Aufhängung wirken können. Durch das AbkipPen des Treibsnieaels kann bei entsprechender Konzeption von Abschußrohr und Treibspiegel der in dem Inneren des Rohres enthaltene Gasdruck durch Undichtigkeiten zwischen Treibspiegel und Abschuß rohr langsam und ohne Entwicklung erheblicner Schalldrücke abgebaut werden. Dieser Effekt kann auch dadurch erreicht werden, daß unabhängig von einem Abkippen des Treibspiegels die Abschußeinrichtunq eine beim Abbremsen des Treibspiegels am offenen Rohrenda wirksame Drosselstelle zum Entweichender Treibgase aus dem Abschußrohr aufweist. So kann z.B. der.Treibspiegel selbst eine oder mehrere Drosselstellen in Form von kleinen Öffnungen aufweisen, die das Vortreiben des Treibspiegels durch die Treibgase praktisch nicht behindern, jedoch den Schalldruck nach dem Abbremsen des Treibspiegels im Rohrinneren stark reduzieren.
  • Ebenso kann das Abschuß rohr in der Nähe des offenen Rohrendes eine oder mehrere nach außen führende Drosselöffnungen in einer solchen Lage aufweisen, daß sie nach dem Abbremsen und Festhalten des Treibspiegels in das Innere des Abschußrohres in den die Treibgase enthaltenen Raum ragen. Diese Drosselöffnungen werden demnach erst wirksam, nachdem der Treibspiegel abgebremst worden ist. Durch das Entweichen der Treibgase in den Außenraum kann auch hiermit der Schalldruck erheblich reduziert werden.
  • Die Erfindung ist in mehreren Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser stellen dar: Figur 1 einen Querschnitt durch ein Abschußrohr mit einem Treibspiegel, der durch ein dezentral befestigtes Zugseil in Form eines Metallrollbandes gemäß der Erfindung abgebremst wird; Figur 2 eine Aufsicht auf den Treibspiegel mit dem daran befestigten Rollband gemäß Figur 1; Figur 3 eine Aufsicht auf einen Treibspiegel für eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einem zentral befestigten Rollband; Figur 4 eine Aufsicht auf einen Treibspiegel für eine weitere Ausführungsform einer Abschußeinrichtung gemäß der Erfindung mit drei Rollbändern; Figur 5 eine weitere Ausführungsform einer Abschußeinrichtung gemäß der Erfindunq mit einem in Ruhelage in Zick-Zack-Art gefalteten Zugseil zum Abbremsen des Treibspiegels; Figur 6 eine andere Ausgestaltung des in Zick-Zack-Art gefalteten Zugseiles gemäß Figur 5.
  • In Figur 1 ist von einer nicht näher dargestellten Abschußeinrichtung lediglich ein Abschußrohr 1 dargestellt, in dem ein Treibspiegel 2 mit einem dem Rohrinneren entsprechenden Querschnitt verschiebbar gelagert ist. Der Treibspieqel 2 wird in dem Abschußrohr 1 durch drei in Winkelabständen von 1200 längs des Treibspiegelumfanges angeordnete Gleitfüße 3 geführt. Das Abschußrohr 1 ist an seinem vorderen offenen Ende mit einem Deckel 4 verschlossen, der in seiner Laqe durch mehrere Scherstifte 5 gehalten wird. Zwischen dem Deckel 4 und dem Treibspiegel 2 ist hier nicht näher dargestellte Munition, so z.B. mehrere gebündelte Minen 6 gelagert.
  • In dem Raum zwischen Treibspiegel und dem hintercn geschlossenen Ende des Abschußrohres können über eine oder mehrere Gaseintrittsöffnungen 7 Treibqase von einem hier nicht dargestellten Gasgenerator eingebracht werden. Durch diese Treibgase wird der Treibspiegel 2 mit hoher Beschleunigung gegen das offene Rohrende getrieben. Durch die auf den Treibspiegel wirkende Kraft werden hierbei zunächst die Scherstifte 5 des Deckels 4 abgeschert, so daß nacheinander der Deckel und anschließend die Munition aus dem Abschußrohr ausgestoßen werden.
  • Auf der Rückseite des Treibspiegels 2 ist eine Halterung 8 für ein zu einer Spule aufgewickeltes Zugseil 9 in Form eines Metallrollbandes angeordnet. Das Metallrollband 9 ist um eine in der jochförmigen Halterung drehbar jelaqerte Rollenach:iC t geschlungen, auf der noch ein spiralförmiger Wickelkörper 11 sitzt,um den das metallene Zugseil in Form einer Spule aufgewickelt ist. Das andere Ende des Zugseiles ist um einen Haltestift 12 geschlungen, der an einer mit dem Abschußrohr 1 befestigten Nase 13 angesetzt ist.
  • In der in Figur 1 dargestellten Ruhelage des Treibspiegels 2 am hinteren Ende des Abschußrohres ist das Zugseil vollständig auf der Rollenachse 10 aufgewickelt. Wenn der Treibspiegel mit Treibgasen beaufschlagt wird und in Richtung auf das offene Ende des Abschußrohres 1 vorangetrieben wird, wickelt sich das Metallrollband 9 allmählich von der Rollenachse 10 bis zu seiner vollen Länge ab, wobei dann der Treibspiegel sich in der in Figur 1 gestrichelt dargestellten Position nahe am offenen Rohrende befindet. Wenn das Zugseil straff wird, übt es eine Zugkraft auf den Treibspiegel und, da das Zugseil nicht im Mittelpunkt des Treibspiegels, sondern dezentral an diesem befestigt ist , ein Kippmoment K aus, wie das in Figur 1 schematisch durch den Pfeil k dargestellt ist. Hierdurch wird der Treibspiegel zumindest leicht verkantet; des weiteren wirken die Treibgase auf die nicht von dem Zugseil Mestgehaltenen Teile des Treibspiegels, so daß dieses Kippmoment K noch verstärkt wird und auf den Treibspiegel insgesamt ein in Figur 1 ebenfalls angedeutetes Kippmoment KS wirkt.
  • Während dieser Zeit bewegt sich der Treibspieqel noch weiter nach vorne, da sich das Zugseil dehnt. Aufgrund des Kippmomentes und die daraus folgende leichte Verkantung des Treibspiegels kann die Reibung zwischen Treibspiegel und dem Abschußrohr stark vergrößert werden, so daß insqesamt eine sehr hohe Bremskraft auf den Treibspiegel wirkt, die sich zusammensetzt aus der Zugkraft des Zugseiles und der erwähnten Reibung zwischen Treibspieqel und Abschußrohr. Auf diese Weise kann der Treibspiegel innerhalb einer sehr kurzen Wegstrecke am offenen Rohrende festgehalten werden.
  • Während des Festhaltens des Treibspiegels in dem Abschuß rohr treten erhebliche Schalldrücke auf. Diese Schalldrücke können wesentlich reduziert werden, wenn der Treibspiegel eine oder mehrere Drosselöffnungen 14 aufweist, durch die die Treibgase aus dem Inneren des Abschußrohres nach außen abströmen können.
  • Der Vortrieb des Treibspiegels wird durch diese kleinen Drosselöffnungen aufgrund der hohen Beschleunigungen. praktisch nicht beeinflußt. Anstatt die Drosselöffnungen im Treibspiegel vorzusehen, ist es möglich, im Bereich des offenen Rohrendes Drosselöffnungen 14' in der Wand des Abschußrohres 1 vorzusehen, die dann, wenn der Treibspiegel sich in seiner vorderen Position befindet, das Rohrinnere mit dem Außenraum verbindet, so daß sich auch über diese Drosselöffnunaen 14' der Schalldruck abbauen kann.
  • In Figur 3 ist eine andere AusfUhrungsform eines Treibspiegels für ein Abschußrohr gemäß Figur 1 dargestellt. Aus Gründen der Klarheit sind in dieser und in den folgenden Figuren gleiche bzw. gleichwirkende Teile wie bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 2 mit den dort verwendeten Bezugsziffern gekennzeichnet. Der Treibspiegel 2 gemäß Figur 3 mit drei Gleitfüßen 3 weist wiederum eine Halterung 8 für das Metallrollband 9 auf, die in der Konstruktion derjenigen gemäß den Figuren 1 und 2 gleicht. Die Halterung ist auf der Rückseite des Treibspiegels lediglich so angeordnet, daß in der vorderen Endlage des Treibspiegels das Zugseil 9 zentral, d.h. im Mittelpunkt des Treibspiegels angreift. Das andere Ende des Treibspiegels ist am hinteren Ende des Abschußrohres ebenfalls etwa zentral angeordnet.
  • Bei dieser Ausführungsform müssen die Bremskräfte zum Abbremsen und Festhalten des Treibspiegels aufgrund des zentralen Angriffes des Zugseiles allein von diesem Zugseil aufgebracht werden. Das Zugseil muß dementsprechend fest sein. Verwendet werden können gezogene Stahlfederbänder , die in der entrollten gestreckten Lage noch eine hohe Dehnfähigkeit bei starken Zugkräften aufweisen.
  • In Figur 4 stein Treibspiegel 2 gezeigt, der von drei Metallrollbändern 91 92 und 93 gehalten wird. Die Metallrollbänder sind in Halterungen 811 82 und 83 spulenförmig aufgewickelt, wobei die Anordnung aus Halterung und Metallrollband exakt derjenigen gemäß Figur 1 entspricht. Die drei Halterungen sind längs des Umfanges des Treibspiegels in Winkelabständen von 1200 anqeordnet. Wenn der Treibspiegel bei einer solchen Ausführungsform im Abschußrohr vorgetrieben wird, greifen die Zugkräfte der drei Rollbänder 91 9 und 93 in der vorderen Lage des Treibspiegels symmetrisch um seinen Querschnitt an, so daß auf den Treibspiegel wiederum, ähnlich der Ausführunqsform gemäß Figur 3, eine zentrale Bremskraft ausgeübt wird. Die Bremskraft für den Treibspiegel muß auch in diesem Falle allein durch die drei Rollbänder aufgebracht werden.
  • In Figur 5 ist ein Abschußrohr 1 einer nichträher dargestellten Abschußeinrichtung gezeigt. Das Abschußrohr entspricht dem Rohr gemäß Figur 1. Ferner ist der Treibspiegel 2 von gleicher Konstruktion. Als Zugseil 9 dient ein Metallband, das zwischen dem Haltestift 12 an der Nase 13 am Abschußrohr und der Rollenachse 10 in der Halterung 8 am Treibspieqel zick-zackartig jeweils längs des Durchmessers des Abschußrohres 1 gefaltet ist.
  • An den jeweiligen Faltstellen 15 kann das Metallband z.B. vorgeformt sein. Ebenfalls ist möglich, daß die Bereiche des Metallbandes zwischen den Faltstellen 15 miteinander befestigt, so z.B. verklebt, umwickelt oder verlötet sind, wobei dann diese Verbinduna beim Vortrieb des Treibspiegels aufgebrochen wird. Die Wirkung , die das Zugseil gemäß Figur 5 auf den Treibspiegel ausübt, ist so, wie zu dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 und 2 beschrieben. Das Zugseil 9 greift demnach dezentral am Treibspiegel an , so daß auf diesen in der Endlage ein Kippmoment wirkt und die Reibung zwischen Treibspiegel und Abschußrohr stark vergrößert wird. Selbstverständlich ist es auch möglich, das Zugseil zentral an dem Treibspiegel angreifen zu lassen. Auch eine Ausführungsform mit mehreren Zugseilen ist denkbar.
  • Anstatt das Zugseil aus einem Stück herzustellen und zu falten, ist es möglich, wie in Figur 6 gezeigt, anstelle der Faltstellen gemäß Figur 5 Gelenke 15' vorzusehen. An der Wirkungsweise ändert dieses nichts.
  • Als Material für das Zugseil gemäß allen Ausführungsformen ist Stahlfederband gut geeignet. Denkbar wäre ein Zugseil z.B. aus faserverstärkten Kunststoffen, da diese in der Zugrichtung hohe Reißfestigkeit aufweisen.

Claims (12)

  1. Abschußeinrichtung für nicht selbstgetriebene Munition Patentansprüche Abschußeinrichtung für nicht selbstgetriebene Flugkörper, Geschosse, Streumunition oder dergleichen (Munition) mit einem die Munition aufnehmenden Abschußrohr und einem in diesem verschiebbar gelagerten und von Treibgasen beaufschlagbaren Treibspiegel, an dem sich die Munition im Abschußrohr abstützt und mittels dem die Munition aus dem Abschußrohr austreibbar ist, sowie ferner mit einer Bremsvorrichtung für den Treibspiegel, die diesen nach dem Ausstoß der Munition im Bereich des offenen Rohrendes festhält, dadurch g.e k e n n z e i c h n e t , daß die Bremsvorrichtung zumindest ein mit dem Treibspiegel (2) einerseitsund mit dem Abschußrohr (1) andererseits verbundenes Zugseil (9) aufweist, das beim Vortrieb des Treibspiegels auf diesen im Bereich des offenen Rohrendes eine Bremskraft entgegen der Vortriebsrichtung ausübt und den Treibspiegel in seiner vorderen Endlage festhält.
  2. 2. Abschußeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugseil (9) ein auf einer Rolle (10, 11) aufgewickeltes Band ist.
  3. 3. Abschußeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugseil (9) auf einer mit dem Treibspiegel (2) verbundenen Rolle (10, 11) aufgewickelt und mit seinem anderen Ende am Abschußrohr (bei 12) gehalten ist.
  4. 4. Abschußeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugseil (9) mehrfach gefaltet ist (Figuren 5 und 6).
  5. 5. Abschußeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugseil (9) an den Faltstellen Gelenke (15') aufweist (Figur 6).
  6. 6. Abschußeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,daß das Zugseil (9) ein Metallband ist.
  7. 7. Abschußeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des Zugseiles (9) zentral im Mittelpunkt des Treibspiegels (2) befestigt ist.
  8. 8. Abschußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß drei Zugseile (91 92' 93) vorgesehen sind, die in Winkelabständen von etwa 1200 längs des Umfanges des Treibspiegels (2) an diesem angreifen.
  9. 9. Abschußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich ein Zugseil (9 , Figuren 1 und 5) als Bremsvorrichtung vorgesehen ist, das an den Treibspiegel (2) dezentral angreift, um im Moment des .X5bte..se..s des Treibspiegels ein Kippmoment (K) auf diesen einzuleiten, das durch die Wirkung der Treibgase verstärkt wird.
  10. 10. Abschußeinrichtung für nicht selbstgetriebene Flugkörper, Geschosse, Streumunition oder dergleichen (Munition) mit einem die Munition aufnehmenden Abschußrohr und einem in diesem verschiebbar gelagerten und von Treibgasen beaufschlagbaren Treibspiegel, an dem sich die Munition im Abschuß rohr abstützt und mittels dem die Munition aus dem Abschußrohr austreibbar ist, sowie ferner mit einer Bremsvorrichtung für den Treibspiegel, die diesen nach dem Ausstoß der Munition im Bereich des offenen Rohrendes festhält, dadurch 'gekennzeichnet, daß die Abschußeinrichtung eine beim Abbremsen des Treibspiegels (2) am vorderen offenen Rohrende wirksame Drosselstelle (14, 14') zum Entweichen der Treibgase aus dem Abschußrohr (1) aufweist.
  11. 11. Abschußeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibspiegel (2) eine oder mehrere Drosselöffnungen (14) aufweist.
  12. 12. Abschußeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch qekennzeichnet, daß das Abschußrohr (1) in der Nähe des offenen Rohrendes eine oder mehrere nach außen führende Drosselöffnungen (14') in einer solchen Lage aufweist, daß sie nach dem Abbremsen und Festhalten des Treibspiegels (2) in das Innere des Abschußrohres (1) in den die Treibgase enthaltenden Raum ragen.
DE19813101929 1981-01-22 1981-01-22 Abschusseinrichtung fuer nicht selbstgetriebene munition Ceased DE3101929A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813101929 DE3101929A1 (de) 1981-01-22 1981-01-22 Abschusseinrichtung fuer nicht selbstgetriebene munition

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813101929 DE3101929A1 (de) 1981-01-22 1981-01-22 Abschusseinrichtung fuer nicht selbstgetriebene munition

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3101929A1 true DE3101929A1 (de) 1982-11-18

Family

ID=6123096

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19813101929 Ceased DE3101929A1 (de) 1981-01-22 1981-01-22 Abschusseinrichtung fuer nicht selbstgetriebene munition

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3101929A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10151555B1 (en) * 2017-06-08 2018-12-11 Bell Helicopter Textron Inc. Air cannon with sabot system

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2750313A1 (de) * 1977-11-10 1979-05-17 Messerschmitt Boelkow Blohm Anordnung zum abbremsen von in einem rohr mit grosser beschleunigung getriebenen freikolben

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2750313A1 (de) * 1977-11-10 1979-05-17 Messerschmitt Boelkow Blohm Anordnung zum abbremsen von in einem rohr mit grosser beschleunigung getriebenen freikolben

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10151555B1 (en) * 2017-06-08 2018-12-11 Bell Helicopter Textron Inc. Air cannon with sabot system

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1703816C3 (de)
DE2842797C2 (de) Wurfkörper
DE2804270C2 (de) Vorrichtung zur Bodensogreduzierung an einem Artilleriegeschoß
DE2707322C2 (de) Einrichtung für Raketenabschußröhren
DE1808779A1 (de) Fluegelstabilisiertes Unterkalibergeschoss
DE3101929A1 (de) Abschusseinrichtung fuer nicht selbstgetriebene munition
DE2639719C3 (de) Mündungsdeckel aus Kunststoff zum Verschließen eines Waffenrohres
DE1954953B2 (de) Stabilisierungsflossenanordnung für Geschosse
DE1578109B2 (de) Zerfallgeschoss
DE1988531U (de) Abschussvorrichtung fuer eine rakete.
DE2627505C3 (de) Vorrichtung zur Lagerung, zum Transport und Abschuß von Flugkörpern
DE729133C (de) Verschluss von Treibfuellungen von Minen, Geschossen, Granaten u. aehnl.
DE2100482C3 (de) Anordnung an einem Geschoß oder dergleichen
DE3503040C2 (de)
CH618259A5 (en) Practice target device
DE3111044A1 (de) Leinenwurfapparat
DE3640485C1 (en) Bomblet (submunition)
DE2034994A1 (de) Harpune mit Harpunengewehr
DE506252C (de) Gasdrucklader
DE2407220A1 (de) Unterkalibergeschoss
DE49443C (de) Geschofs
DE345789C (de) Vorrichtung zur Abwehr von feindlichen Luftangriffen mittels von Schwebekoerpern gehaltener Fangdraehte
DE1703735C3 (de) Rohraufsatz an Waffenrohren mit glattem Innenlauf für drallose, flügelstabilisierte Geschosse
DE3211535C2 (de) Luftgewehr
DE1131557B (de) Verkleidung oder Abdeckung fuer Flugkoerper auf einem Abschusssockel

Legal Events

Date Code Title Description
8131 Rejection