DE3101278A1 - Linearbewegungskabelantrieb - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Linearbewegungs-Antriebseinrichtung
für Kabel und dergleichen.
Es sind bereits verschiedene Einrichtungen erdacht worden, um ein Kabel in einer auf seiner Achse liegenden Richtung zu
bewegen. Es ist darauf hinzuweisen, daß die Bezeichnung "Kabel" bei ihrem Auftreten in dem Ausdruck "angetriebenes Kabel"
wie in dieser Beschreibung durchweg verwendet, zusätzlich zu ihrer herkömmlichen Bedeutung auch Gegenstände wie Rohrlängen,
dünnwandige Rohre und massive Stangen oder dergleichen Ausgangsmaterial einschließt. Einige dieser bekannten Antriebseinrichtungen geben Anlaß zu Beanstandungen, weil sie eine
Drehbewegung des Kabels verursachen oder zulassen. Während dieses in einigen Anwendungsarten erwünscht sein mag, gibt
es andere Anwendungsarten, wo eine solche Drehbewegung nicht hingenommen werden kann.
Andere Antriebseinrichtungen verwenden Rollen, Riemen oder Ketten, welche lediglich längs der Außenseite des angetriebenen
Kabels liegen und diese erfassen und dabei Reibungskräfte zum Antrieb übertragen. Derartige Antriebseinrichtungen
unterliegen einem Gleiten, welches nicht nur deshalb zu beanstanden ist, weil das Kabel nicht positiv angetrieben wird,
sondern auch weil das Gleiten das Ausmaß örtlicher Abnutzung der Antriebseinrichtung und/oder des Kabels erhöht, was zu
einem weiteren Gleiten oder örtlichen Brüchen führen kann.
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Außerdem sind diese Einrichtungen beanstandenswert, da sie die Antriebskräfte nicht angemessen verteilen, weil sie nur
Punktberührung oder begrenzte Linienberührung mit der Oberfläche des Kabels haben.
Die vorliegende Erfindung richtet sich auf einen linearen Kabelantrieb, welcher diese Mängel überwindet. Insbesondere
richtet sich die Erfindung auf einen linearen Kabelantrieb, der eine Anzahl (vorzugsweise drei oder mehr) Antriebseinheiten
enthält, die jeweils ein treibendes Kabel oder einen treibenden Riemen einschließen, welcher spiralförmig um das
angetriebene Kabel herumgewickelt ist. Wenn diese Elemente nun lediglich angetrieben würden, dann würden sie das angetriebene
Kabel sowohl drehen als auch vorwärts bewegen. Um diese unerwünschte Drehbewegung zu verhindern, werden die
Antriebseinheiten um die Längsachse des angetriebenen Kabels in einer Richtung und bei einer solchen Geschwindigkeit
gedreht, daß das vordere Ende des treibenden Kabels abgewickelt und die Drehkräfte aufgehoben werden.
In den US-Patenten 2 789 687 und 3 265 269 werden zwei bekannte
Vorrichtungen gezeigt, die der vorliegenden Erfindung in gewisser Hinsicht ähnlich sind. Infolge der allgemein unstabilen
Formen dieser Antriebseinheiten erfordert jede dieser
Vorrichtungen ein Führungsrohr, welches eine enge Toleranz mit Bezug auf das anzutreibende Rohr oder Kabel hat. Demgemäß
sind diese Antriebssysteme nicht in der Lage, eine Unstetigkeit
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zu handhaben, die entweder geringer oder größer ist als die Umfangsgrundabmessung. Es ist hier zu beachten, daß die ledigliche
Vorsehung eines lichten Raumes und einer stabilen (selbstausgleichenden) Form nicht angemessen wäre, um diese Unstetigkeit
aufzunehmen. Dieselbe Länge des treibenden Kabels würde bei Erfassung einer größeren oder kleineren Umfangsabmessung
die Unstetigkeit ,einer UmlaufVerdrehung unterwerfen. Da diese
Unstetigkeit wahrscheinlich eine Spleißung oder eine Verbindung zwischen benachbarten Kabellängen ist, wäre eine derartige
Verdrehung insbesondere unerwünscht und möglicherweise gefährlich.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Unstetigkeiten in einer Kabelumfangsabmessung bei
Aufrechterhaltung einer linearen Antriebsbeziehung ohne Verdrehung. Ein zusätzlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung
besteht darin, daß die Antriebsvorrichtung mit Einrichtungen zur Erleichterung des anfänglichen Einführens des Kabels versehen
ist. Durch Entfernung bestimmter Elemente können die spiralförmigen Antriebsriemen abgewickelt werden, um den
mittleren Zwischenraum zu erweitern, so daß das Kabel leichter eingeführt werden kann und möglicherweise selbst
Raum gegeben ist zum Einführen einer Hand oder eines Armes, je nach der Größe der Einheit.
Ein weiterer Vorteil der Antriebseinrichtung gemäß der vor-
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liegenden Erfindung ist ihre Vielseitigkeit. Eine bestimmte Einheit kann einen weiten Bereich von Kabeldurchmöseern
handhaben. Ferner kann eine zusätzliche Antriebskraft vorgesehen
werden durch Hinzufügen von Einbauten zu einer bestimmten Einheit, durch Stapelung der Einheiten Ende an
Ende oder Verschachtelung von Einheiten.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Konzept benutzt werden kann zur Bildung einer Haltevorrichtung
anstatt einer Antriebseinrichtung.
Diese und weitere Merkmale, Vorzüge und Besonderheiten der
vorliegenden Erfindung werden beim Lesen der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
besser verständlich.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer einzelnen Antriebseinheit
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Antriebseinheit bei Angabe der Unterschiede, die verursacht werden
durch den Eintritt einer Erweiterung in den. Bereich der Antriebseinheit,
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Fig. 3A einen Längsschnitt durch das linke Ende des Kabelantriebs
gemäß der Erfindung bei Blickrichtung in Richtung der Linie 3A-3A der Fig. kA,
Fig. 3B einen Längsschnitt durch das rechte Ende des Kabelantriebs
gemäß der Erfindung bei Blickrichtung in Richtung der Linie 3B-3B der Fig. kB,
Fig. kA einen Schnitt durch das linke Ende des Kabelantriebs
gemäß der Erfindung nach der Linie 4A-4a in Fig. 3A,
Fig. kB einen Schnitt durch das rechte Ende des Kabelantriebs
gemäß der Erfindung nach der Linie 4b-4B der Fig. 3B,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer vereinfachten wahlweise möglichen
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 6 eine Einzeldarstellung der in der Ausführungsform nach
Fig. 5 verwendeten Riemenscheibenanordnung,
Fig. 7 eine schematische Seitenansicht einer Verriegelungseinrichtung
unter Anwendung der Grundsätze dieser Erfindung.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
in Fig. 1 bei 10 schematisch gezeigt. Jede Einheit enthält ein
.../1O
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treibendes Kabel oder einen Riemen 12, der spiralförmig um ein angetriebenes Kabel 11 in Bildung eines Kabestanantriebs herumgewickelt
ist. Während dort der Einfachheit halber nur eine einzige Antriebseinheit gezeigt wird, ist doch zu beachten,
daß die Erfindung die Verwendung einer Anzahl derartiger Einheiten 10 (vorzugsweise drei oder mehr) ins Auge faßt. Der
Grund, daß wenigstens drei derartige Einheiten benötigt werden, besteht darin, daß mit drei oder mehr Einheiten gleichmäßig
um den Umfang des angetriebenen Kabels 11 herum beabstandeten
Einheiten die Züge der treibenden Kabel oder Riemen 12 auf das Kabel 11 eine selbstausgleichende oder selbstzentrierende
Wirkung haben und Führungen oder dergleichen vermieden werden. Die optimale Anzahl der Kabel ist abhängig von der Größe des
zum Schieben oder Ziehen des Kabels 12 erforderlichen Antriebs. Ferner ist die maximale Anzahl der Kabel zur Verwendung in der
Antriebseinheit eine Funktion der Umfangsabmessungen der Kabel
11 und 12; es können maximal fünfzehn Antriebseinheiten in
einer einzigen Antriebseinheit um das Kabel herum in Stellung gebracht werden. Es wird bevorzugt, jedes Kabel 12 so zu
wickeln, daß es mit dem Kabel 11 über eineinhalb Windungen
in Wirkverbindung steht, obwohl jede beliebige Anzahl von Umwicklungen benutzt werden kann. Riemenscheiben oder Scheiben
12*. 15, 15, 17, 18 und 19 führen das Kabel 12 auf seinem Lauf.
Obwohl die Riemenscheibenpaare 14, 15 und 18 und 19 in der
schematischen Darstellung als voneinander versetzt gezeigt sind, sind diese Paare in dieser bevorzugten Ausführungsform
eigentlich koaxial.
.../11
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Die Größe der Antriebskraft, die von dem treibenden Kabel 12
auf das angetriebene Kabel 11 ohne Schlupf übertragen werden
kann, ist eine Funktion von drei Parametern: Der Reibungskoeffizient zwischen den Kabeln 11 und 12, die Anzahl Wicklungen
(Ausmaß des Kontaktes) des Kabels 12 um das Kabel 11, und die Spannung in dem treibenden Kabel 12. Eine ähnliche
Beziehung besteht für den schlupffreien Antrieb zwischen den Riemenscheiben lh, I5, 18 und 19 und dem Kabel 12, wobei ein
unterschiedlicher (wahrscheinlich geringerer) Reibungskoeffizient und ein unterschiedliches Ausmaß an Umwicklung
um die Riebenscheiben herum von Bedeutung ist. Aus diesem Grunde werden die Riemenscheibenpaare 14, I5 und 18, 19
benutzt. Dies erhöht das Ausmaß der ohne Schlupf möglichen Antriebskraft. Es ist ferner ersichtlich, daß, falls der
Reibungskoeffizient für die jeweils gewählten Riemenseheiben-
und Riemenmaterialien nicht ausreichen sollte, zusätzliche Riemenscheiben leicht hinzugefügt werden könnten, um die
Anzahl Umwicklungen und demgemäß das Ausmaß der verfügbaren Antriebskraft zu erhöhen. Wahlweise könnte ein Mehrfachwindungs-Kabestan
(nicht gezeigt) anstelle dieser Anzahl Riemenscheiben benutzt werden.
Die Riemenscheiben 16 und 17 bilden einen Teil der Spannungsund
Einstellvorrichtung, die allgemein bei 20 gezeigt ist. Die Spannungsriemenscheibe 16 ist mit einer Federeinrichtung
22 versehen, welche eine Beaufschlagungskraft in eine erste
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Richtung parallel zur Achse des Kabels 11 ausübt. Die Federexnrichtung
22 kann beispielsweise die Form einer Schraubenfeder oder einer Feder mit konstanter Kraft annehmen. Die
Federexnrichtung Zk beaufschlagt die Einstellriemenscheibe 17 in einer zweiten Richtung, entgegengesetzt zu der ersten,
ebenfalls parallel zur Achse des Kabels. Die Federeinrichtung Zk kann die Form eines doppelt wirkenden pneumatischen oder
hydraulischen Zylinders annehmen.
Vie in Fig. 2 gezeigt, arbeitet die Spann- und Einstellvorrichtung
20 halbautomatisch. Das heißt, wenn ein vergrößerter Kabelabschnitt in die Antriebseinheit eintritt, dann tritt
die folgende Reihenfolge von Vorgängen auf: 1.) Die spiralförmige Umwicklung des angetriebenen Kabels verlangt mehr
Kabellänge des treibenden Kabels zur Unterbringung des größeren Umfangs des angetriebenen Kabels. Dies kann erreicht
werden durch Verminderung des Steigungswinkels Ό1 und der
Teilungslänge 'p' auf dem angetriebenen Kabel; 2.) Der
Bedienungsmann stellt den Eintritt der Erweiterung fest und betätigt den Luftzylinder Zk zur Bewegung des Kolbens 26 und
der Riemenscheibe 17 nach links (wie in Fig. 2 gezeigt) und erhöht dadurch die Menge des treibenden Kabels in dem Arbeitstrumm
in genügendem Maße zur Aufnahme der Vergrößerung in dem Durchmesser des Kabels 11, was den Steigungswinkel und die
Teilungslänge verändert; und 3·) Die Rate der Axialbewegung
des Kabels 11 wird infolge der Abnahme in der ttamglKRge
der Spirale vermindert, jedoch ist noch keine Drehbewegung
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F -
oder ein Verdrehen des Kabels 11 gegeben infolge der im folgenden
zu beschreibenden Kreisbahnvorrichtung. Eine ähnliche Folge von Vorgängen tritt auf, wenn eine kleinere Kabellänge (d.h. das
Kabel mit der Umfangsgrundabraessung im Anschluß an eine solche
Spleißung) auftritt, jedoch sind die Richtungen und die Bewegungsraten des treibenden Kabels und der Einstellriemenscheibe
umgekehrt.
Die Betriebsweise der Vorrichtung kann von halbautomatisch auf automatisch verändert werden durch Auslassen oder Versteifen
der Federeinrichtung 22 (d.h. feste Lagerung der Riemenscheibe 16) und Versehen des Luftzylinders 24 mit einem
Druck, der der normalen Spannung in dem Kabel 12 entspricht. Jede Zunahme oder Abnahme in der Spannung ist ein direktes
und proportionales Ergebnis von Veränderungen in dem Kabeldurchmesser. Die Federeinrichtung 24, die als eine lineare
Feder arbeitet, stellt die Riemenscheibe 17 nach links oder nach rechts zur Aufrechterhaltung der richtigen Spannung ein und
führt dadurch das Kabel 12 nach Bedarf in das Arbeitstrumm
ein oder aus ihm heraus.
Die Einzelheiten der Ausführungsform werden in den Figuren
3A, 4A, 3B, kB ausführlicher gezeigt. Die Riemenscheiben und 15 sind koaxial in dem Lager 28 gelagert. Zwischen den
Riemenscheiben Ik und I5 ist ein Zahnrad gelagert und zum
Umlauf mit ihnen verkeilt. Jedes Zahnrad 30 kämmt mit einem
.../14
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stationären Zahnrad 32. Es kann als Zahnradsatz 30, 32 jedes
beliebige bekannte Sonnen- und Planetengetriebe verwendet werden, obwohl ein umlaufendes Schneckenrad und stationäres
Rad bevorzugt werden. Sowohl das Zahnrad 32 als auch sein
Gegenstück, das Zahnrad 33 am gegenüberliegenden Ende der Antriebseinheit, sind durch die Struktur 3k fest mit dem
Boden verbunden. Endplatten oder Scheiben 36 und 37» welche
die Lager 28 aufnehmen, sind zum Umlauf auf der stationären Struktur Jk durch Lager gelagert. Die Endplatten 36 und 37
sind durch eine Anzahl Verankerungsstangen 38 (zwei für jeden Einbau 1O) miteinander verbunden, und die gesamte Antriebseinheit
kann in ein Gehäuse 4o eingekapselt werden.
Fig.^B zeigt die Lagerblöcke 42 für die Riemenscheiben 17·
Jede Riemenscheibe ist auslegerartig durch einen Stift 44, der ein Lager 45 aufweist, vom Lagerblock 42 gelagert. Die
Stangen 38 wirken als Führungen für die Blöcke 42 und werden
durch die Luftzylinder 24 dort entlangbewegt, um die Kabelmenge in dem System einzustellen. Diese Ausfuhrungsform des
Linearkabelantriebs kann große Veränderungen im Kabeldurchmesser aufnehmen. Dieser Vorteil entsteht zum Teil aufgrund
dessen, daß die Größe der Antriebskraft nicht abhängig ist
von der Nähe der Riemenscheiben 14, 15, 18 und 19 zum angetriebenen
Kabel 11 und demzufolge diese Riemenscheiben so
weit voneinander auf Abstand gehalten werden können, wie erforderlich ist, um die größte erwartete Unstetigkeit für
einen bestimmten Anwendungsfall aufzunehmen.
.../15
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Auf wenigstens einer der Endplatten 36, 27 ist ein Kettenrad k6 gelagert. Dieses Kettenrad wird wiederum durch einen Motor
über ein Ritzel 50 angetrieben. Wenn der Motor betätigt wird,
dann dreht sich die Endplatte 36 um die Struktur 3h, und die
Antriebseinheiten führen eine Kreisbewegung um die Achse des
Kabels 11 aus. Die andere Endplatte 37 wird um ihre Struktur
3k aufgrund der Verankerungsstangen 38 und des Gehäuses 40
gedreht, welche die beiden Endplatten miteinander verbinden. Beim Umlauf der Einheit 10 verursacht die Zusammenwirkung
zwischen den Zahnrädern 30> 32 und 33 einen Antrieb der Kabel
12 zur Bewegung des Kabels 11 in einer Richtung von rechts
nach links (wie in den Zeichnungen gezeigt). Die Federeinrichtung 22 erhält die richtige Rückspannung auf dem Kabel
12 aufrecht, die für den Betrieb des Kabestanantriebs erforderlich ist. Die gewählten Zahnradverhältnisse sind derart,
daß die Rate des Abwickeins des vorderen Endes des Kabels 12 ausreicht, um die Umlaufkräfte der spiralförmigen Umwicklung
aufzuheben (d.h. das Kabel 11 wird bei jedem Umlauf der Einheiten um ein Ausmaß gleich der Spiralteilungslänge linear
weitergeführt). Die Federeinrichtung 2k spricht auf eine
erhöhte Kabelspannung an (automatisch oder halbautomatisch), um Kabellängen mit größeren oder kleineren Umfangsabmessungen
aufzunehmen, wie im vorhergehenden beschrieben.
In den Figuren 5 und 6 ist eine wahlweise mögliche Ausführungsform gezeigt. Die vorherige Ausführungsform war ausgelegt zur
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Aufnahme großer Unterschiede in den Umfangsabmessungen. Venn
derartige große Unterschiede bei einem bestimmten Anwendungsfall nicht vorhanden sind, dann kann die Konstruktion stark
vereinfacht werden. Es kann beispielsweise die Kabelspannungs-
und Einstellvorrichtung 20 in Fortfall kommen. Statt dessen kann anstelle der Riemenscheibe 15 jedes Paares "\k, I5 eine
abgeschrägte Riemenscheibe 52 eingesetzt werden. Diese abgeschrägten
Riemenscheiben nehmen kleine Veränderungen in den Umfangsabmessungen dadurch auf, daß sich das Kabel 12 aus
seiner normalen mittleren Laufstellung auf der Abschrägung herauf- und herunterbewegt. Venn das Ausmaß der Kabeldurchmesserveränderung
klein genug ist, um durch eine solche abgeschrägte Riemenscheibe aufgenommen zu werden, dann können die
Verankerungsstangen und das Gehäuse ebenso in Fortfall kommen
und die zwei Endplatten lediglich durch zwei mittels einer Heberwelle (nicht gezeigt) miteinander verbundene Zahnräder
angetrieben werden.
Bei dieser vereinfachten Ausführungsform tritt noch eine
Anzahl weiterer Vorteile auf. Eine der Endplatten 36, 37
kann relativ zu der anderen gedreht werden, um die durch die inneren Trumms der Kabel 12 gebildete Spirale abzuwickeln.
Dies verursacht natürlich ein Verdrehen der äußeren Kabeltrumms nach innen, jedoch die Öffnung, durch welche das
Kabel 11 hindurchgehen muß, wird erheblich vergrößert und erleichtert dadurch die anfängliche Einführung des Kabels.
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Ferner können diese Platten gestapelt werden, indem man die Platten der zwei Antriebseinheiten ineinander verschachtelt
und dadurch die verfügbare Antriebskraft bei einer Mindestzunahme in der Gesamtlänge effektiv verdoppelt. Natürlich
kann, wenn der Raum vorhanden ist, jede dieser Ausführungsformen Ende an Ende an dem Kabel entlang gestapelt werden, um
eine zusätzliche Antriebskapazität zu schaffen.
Fig. 5 zeigt auch ein Merkmal, das in beiden Ausführungsformen
vorhanden ist. Für kleinere Durchmesser, relativ flexible Kabel mit einer geringen Anzahl von Antriebskabeln (fünf oder
weniger),nimmt das Kabel 11 infolge der hohen Spannung in den Kabeln 12 einen schlangenförmigen Weg an. Zusätzlich zu den
durch die spiralförmige Kabestanwirkung übertragenen Reibungsantriebskräften erzeugt dies Weben eine sogenannte Tauwirkung,
welche das Ausmaß der auf das Kabel 11 übertragenen Antriebskraft
erhöht.
Ein zusätzliches Merkmal, welches durch die vorliegende Erfindung vorgesehen werden kann, ist eine allgemein bei 60 in
Fig. 7 gezeigte Brems- oder Verriegelungseinrichtung. Mit den
Endplatten 6k und 66 ist eine Anzahl Riemensegmente 62 verbunden (von denen nur eines gezeigt ist). Eine zweite Anzahl
Segmente 72 (von denen wieder eines gezeigt ist) ist mit den
Platten 6k und 76 verbunden. Anstatt der Verbindung beider Riemensegmente mit der Platte 6k könnte eine zweite stationäre
.../18
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Platte vorgesehen werden, die bei 7^ in punktierten Linien
gezeigt ist. Die Platte 66 wird in einer Richtung zum spiralförmigen Aufwickeln der Riemensegmente 62 um das Kabel 12
herum gedreht.Sodann wird die Platte J6 in der entgegengesetzten
Drehrichtung gedreht, damit die Riemensegmente 72 die Segmente 6z überkreuzen und überlagern. Es wird bevorzugt,
daß die Segmente 62 und 72 in einer ausreichenden
Anzahl vorhanden sind, um den gesamten Umfang des Kabels 11
abzudecken. Die so gebildete Gestalt hat eine Wirkung ähnlich derjenigen eines chinesischen Fingerpuzzles und hält das
Kabel gegenüber einer Bewegung fest, bis es wiederum erwünscht ist, das Kabel schreitend vorwärts zu bewegen.
Fachleuten auf diesem Gebiet werden sich im Lichte der obigen Beschreibung verschiedene Veränderungen und Abwandlungen anbieten.
Beispielsweise kann anstelle der endlosen Kabel 12 ein Rolle-zu-Rolle-Kabelsystem verwendet werden. Bei einem
System aus zwei Einheiten können die Einheiten wahlweise für einen ununterbrochenen Antrieb benutzt werden. Ferner können,
obwohl diese Vorrichtung bei Verwendung eines Kabels mit kreisförmigem Querschnitt gezeigt wurde, selbstverständlich auch
ovale oder Vieleckformen durch diese Vorrichtung eingeführt werden. Außerdem kann jeder Antriebsriemen die Form eines
zwei- oder dreiseitigen Riemens annehmen, mit einer vor dem Zusammenspleißen seiner Enden in seine Länge eingebrachten
Verdrehung. Auf diese Weise wechselt der Antriebsriemen seine
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Kontaktflache je Umdrehung, was die Abnutzungsdauer des
Antriebsriemens erhöht. Es ist demgemäß beabsichtigt, alle derartigen Veränderungen und Abwandlungen, die in den Bereich
der beigefügten Ansprüche fallen, als Teil der vorliegenden Erfindung mit einzuschließen.
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Claims (1)
- A_n_s_p r ü c h e :1. Linearer Kabelantrieb, gekennzeichnet durch eine Anzahl Antriebsanordnungen, die zum Antrieb eines Kabels mit einer Umfangsgrundabmessung zusammenwirken und Jeweils ein treibendes Kabel enthalten, welches spiralförmig um den Umfang des angetriebenen Kabels herum in Eingriff gebracht wird, sowie Einrichtungen zum Treiben des Kabels auf dem spiralförmigen Pfad, Einrichtungen zum Drehen des Kabels und seiner Antriebseinrichtungen um die Achse des angetriebenen Kabels bei einer solchen Geschwindigkeit undZugelassene Vertreter beim Europäischen Patentamt Professional Representatives before the European Patent OfficeDeutsche Bank AG Hamburg. Nr. Ο5/284Θ7 (BLZ 2OO7OOOO) Dresdner Bank AG Hamburg, Nr. 933 8035 (BLZ 2OO8OOOO) · Postscheck Hamburg 2842-2Ο6130061/0338in einer solchen Richtung, daß das vordere Ende des treibenden Kabels abgewickelt wird, um jegliche durch den spiralförmigen Pfad auf das angetriebene Kabel übertragenen Drehkräfte zu negieren, sowie Einrichtungen, die den Durchgang einer angetriebenen Kabellänge gestatten, welches eine Umfangsabmessung aufweist, die von der genannten Umfangsgrundabmessung abweicht, ohne Drehkräfte darauf zu übertragen.2. Linearer Kabelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Zulassen des Durchgangs einer Kabellänge mit einer von der Grundabmessung abweichenden Umfangsabmessung wenigstens eine Länge eines Reservekabels enthält sowie Federeinrichtungen, die ein Einführen der Reservekabellänge in das Arbeitetrumm und ein Herausführen aus diesem nach Bedarf zulassen.3. Linearer Kabelantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtung eine Veränderung in dem Ausmaß des Kabels in dem Arbeitstrumm automatisch in Abhängigkeit von der Veränderung in der Umfangsabmessung des angetriebenen Kabels zuläßt.k. Linearer Kabelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß die Einrichtung zum Zulassen des Durchgangs einer Kabellänge mit einer von der Grundabmessung abweichenden Umfangsabmessung eine verjüngte Antriebsriemen-130061/0338 *"/3scheibe enthält.5» Linearer Kabelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl Antriebseinheiten wenigstens drei Einheiten enthält, die gemeinsam einem Paar umlaufender Lagerplatten zugeordnet sind, die zum Abwickeln des Kabels zum Umlauf angetrieben werden.6. Linearer Kabelantrieb nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung ferner eine zweite Anzahl Antriebseinheiten enthält, die einem zweiten Paar umlaufender Lagerplatten zugeordnet sind, welche axial außerhalb des ersten Paares längs dem angetriebenen Kabel in Stellung gebracht sind.7· Linearer Kabelantrieb nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß eine der Lagerplatten mit Bezug auf die andere gedreht werden kann, um die Anzahl spiralförmiger Wicklungen um das angetriebene Kabel herum zu verändern.8. Linearer Kabelantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Lagerplatten mit Bezug auf die andere gedreht werden kann, um die innere Spirale vollständig abzuwickeln und das anfängliche Einführen des angetriebenen Kabele zu erleichtern.130061/0338310127a9. Kabelbefestigungsvorrichtung, gekennzeichnet durch wenigstens ein erstes und zweites Paar Scheiben, von denen wenigstens eine jedes Paares drehbar ist und jede Scheibe eine mittlere Öffnung aufweist, durch welche das Kabel hindurchgehen kann, wobei das zweite Paar Scheiben um eine größere Entfernung als das erste Paar in Längsrichtung auf Abstand gehalten ist und eine Anzahl Riemenabschnitte in Längsrichtung zwischen den Scheiben jedes entsprechenden Paares verläuft, wobei der Pfad der ersten Riemenabschnitte in Längsrichtung wenigstens einen Teil des Pfades der zweiten Riemenabschnitte einschließt, wodurch die umlaufende Scheibe des ersten Paares wiederholt in einer Richtung zum Herumwickeln der ersten Anzahl Riemenabschnitte spiralförmig um das Kabel herum gedreht werden kann und die umlaufende Scheibe des zweiten Paares wiederholt in der entgegengesetzten Drehrichtung zum spiralförmigen Herumwickeln der zweiten Anzahl Riemenabschnitte um das Kabel in Überlappung der ersten Anzahl gedreht werden kann, um das Kabel gegenüber einer Axialbewegung zu verriegeln.10. Kabelbefestigungsvorrichtung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß jedem Paar Scheiben eine einzige feste Scheibe gemeinsam ist.130061/0338
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| DE3101278C2 DE3101278C2 (de) | 1990-04-12 |
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| CA (1) | CA1153357A (de) |
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| GB (2) | GB2067151B (de) |
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