DE3101272C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B63H1/02—Propulsive elements directly acting on water of rotary type
- B63H1/12—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially in propulsive direction
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- B63H1/20—Hubs; Blade connections
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Faltpropeller für
Bootsmotoren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiger Faltpropeller ist aus der US-PS 9 97 884
bekannt. Der dort beschriebene Faltpropeller zeichnet sich
dadurch aus, daß dieser durch eine aktive mechanische
Verstellung von Faltzustand in den Betriebszustand gebracht
wird und umgekehrt.
Zu einer anderen Gruppe gehört der Faltpropeller gemäß der
US-PS 8 66 369, bei dem der Propellerflügel selbsttätig
durch den Wasserdruck in den angefalteten Zustand gebracht
wird, wenn sich die Propellerwelle dreht. Zu dieser Gruppe
von Faltpropellern gehört auch derjenige der vorliegenden
Erfindung.
Wenn der Fachmann den Faltpropeller gemäß der US-PS 9 97 884
dahingehend abändern würde, einen selbsttätigen Faltvorgang
zu realisieren, so würde zunächst einmal der Fachmann
annehmen, daß durch die besondere Lage der
Befestigungsachsen ohne ein Getriebe der Faltvorgang
automatisch durch den Wasserdruck bewerkstelligbar wäre.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Relativdrehung
zwischen Welle und Nabe bei der US-PS 8 66 369 keinen
Einfluß auf eine Transmissionseinrichtung hat bzw. auf den
Faltvorgang unmittelbar, da durch das Verdrehen der Welle
gegenüber der Nabe lediglich der aufgefaltete Zustand
stabilisiert werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Faltpropeller der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
dem die Flügel dünn und leicht ausgebildet sein können und
somit eine Erhöhung des Wirkungsgrades erzielbar ist, und
zwar sowohl bei Vorwärtsfahrt als auch bei Rückwärtsfahrt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Dabei basiert die Erfindung auf der Erkenntnis, daß die auf
einen Propellerflügel wirkende Strömungskraft nahezu
senkrecht zu einem Abschnitt der Flügeloberfläche wirkt,
und zwar unabhängig von den Betriebszuständen. Beim
Propeller entsprechend der Erfindung bewegen sich die
Flügel beim Auseinanderfalten auf einem Kreisweg, was
bedeutet, daß die Flügel sich auf einem Weg bewegen,
welcher stets fast senkrecht zur Strömungskraft liegt,
welche auf die Flügel wirkt. Da im Prinzip keine Arbeit
erforderlich ist, um eine Bewegung senkrecht zu einer
wirkenden Kraft durchzuführen, wird eine Arbeit
erforderlich, um eine Bewegung in der Wirkungslinie der
Kraft durchzuführen. Dies bedeutet, daß die Flügel des
Propellers entsprechend der Erfindung theoretisch ohne
Arbeitsleistung auseinandergefaltet werden können. Dabei
hat der Erfinder erkannt, daß der selbsttätige Faltvorgang
im Zusammenhang mit der gewinkelten Befestigungsachse dann
in besonders guter Weise realisierbar ist, wenn eine
selbsttätige Transmissionseinrichtung vorgesehen wird, und
zwar im Zusammenhang mit einer relativ zur Propellerwelle
in begrenztem Umfang drehbaren Nabe dahingehend, daß sich
diese begrenzte Drehung über die Transmissionseinrichtung
dem passiven Faltvorgang aufgrund der Wasserkräfte
funktionssicher und ohne Beschädigungen vollziehen läßt.
Durch die erfindungsgemäße Lösung können nicht nur leichte
und dünne Flügel gebaut werden, sondern es wird auch ein
geringes Trägheitsmoment um die Drehachse (daraus
resultiert ein geringes Eingriffsdrehmoment) und geringe
Druckimpulse im Wasser erzielt. Es ist sichergestellt, daß
bei allen Betriebsbedingungen ein Auseinanderfalten der
Propellerflügel mit geringem Kraftaufwand möglich ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den
Zeichnungen rein schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Propellernabe
mit einem im gefalteten Zustand dargestellten Flügel,
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 mit in Betriebsstellung
befindlichem Flügel,
Fig. 3a, 3b und 4a, 4b schematische Seitenansichten bzw.
Stirnansichten verschiedener Ausführungsformen von
Propellern gemäß der Erfindung,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch einen Propeller mit der
Darstellung des Transmissionsmechanismus und
Fig. 6 eine schematische Ansicht eines modifizierten Trans
missionsmechanismus.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Faltpropeller entsprechend der Erfindung,
welcher eine Nabe 1 umfaßt. In der Nabe 1 sind zwei,
drei oder vier Flügel 2 drehbar befestigt. Zur vereinfachten
Darstellung ist nur ein Flügel in den Figuren dargestellt.
Beim dargestellten Beispiel liegt die Befestigungsachse 3
des Flügels 2 in einem Winkel von ungefähr 45° zur Drehachse 4
der Nabe 1 und in einem Winkel von ungefähr 135° zur Längsachse
des Flügels, so daß der Flügel in der in Fig. 1 dargestellten
Lage parallel zur Achse 4 liegt. Wenn der Flügel um
eine halbe Umdrehung aus dieser Lage verdreht wird, wird der
Flügel in die in Fig. 2 dargestellte Lage verschwenkt, in der
der Flügel mit der Drehachse 4 einen Winkel von 90° bildet.
Wie dies in Fig. 2 angezeigt ist, bewegt sich der Flügel auf
einem Kreisweg, wobei die Bewegung immer nahezu senkrecht zur
durch den Pfeil 5 angezeigten Strömungskraft liegt. Bei dem
Propeller entsprechend der Erfindung können die Flügel 2
prinzipiell unterschiedliche Lagen einnehmen, wie dies in
Fig. 3a, 3b und 4a, 4b dargestellt ist. Beim in Fig. 3a, 3b
dargestellten Beispiel sind die Befestigungsachsen 3 der
Flügel 2 entsprechend dem Beispiel in Fig. 1 und 2 nach
hinten um 45° geneigt. Daraus resultiert, daß die Saugseiten
der Flügel 2 im Faltzustand aufeinander zu gerichtet sind.
Fig. 4a, 4b zeigen eine Ausführungsform, bei der die beiden
Lagerachsen 3 der Flügel nach vorne um 45° geneigt sind.
Daraus resultiert ein Gegenüberliegen der Druckseiten der
Flügel. Beim erstgenannten Beispiel können die Flügelachsen
in derselben oder in verschiedenen Ebenen liegen und der
Propeller kann mit höchstens vier Flügeln versehen werden,
die um 360° drehbar sind. Beim zweiten Beispiel befinden
sich die Flügelachsen 3 in unterschiedlichen Ebenen (siehe
Fig. 4b), so daß der Propeller mit höchstens drei Flügeln
versehen sein kann, die um 180° drehbar sind.
Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch einen Propeller entsprechend
der Erfindung im Zusammenhang mit einer praktischen
Ausführungsform. Die Nabe 1 umfaßt einen Nabenabschnitt 10,
welcher auf einer Propellerwelle 11 drehbar befestigt
ist. Dieser Nabenabschnitt 10 wird jedoch durch einen Stift
12 auf der Propellerwelle axial gesichert.
Ein zweiter Nabenabschnitt 13, welcher die beiden Propellerflügel
2 trägt, ist an dem ersten Nabenabschnitt 10 befestigt.
Die Nabenabschnitte bilden einen Hohlraum 15, in dem sich
ein Transmissionsgetriebe befindet. Dieses Transmissionsgetriebe
umfaßt ein Zahnrad 16, welches an der Propellerwelle
11 befestigt ist. Weiterhin umfaßt das Transmissionsgetriebe
zwei Zahnräder 17, 18, die mit dem Zahnrad 16 im Eingriff stehen
und welche an Flügelwellen 19, 20 befestigt sind. Diese Flügelwellen
sind frei drehbar im Nabenabschnitt 13 und jeweils
an einem individuellen Flügel 2 befestigt. Das Zahnrad 16
ist mit einem Stift 21 versehen, welcher in eine Kreisnut 22
des Nabenabschnittes 10 eingreift. Aus der Figur ist ersichtlich,
daß die Zahnräder 17, 18 unterschiedlich groß sind und
in radialer Richtung der Propellerwelle an unterschiedlichen
Stellen (verschiedene Radien) in das Zahnrad 16 eingreifen.
Dies ermöglicht ein höheres Übersetzungsverhältnis und
die Geometrie vereinfacht das Fräsen der Zähne des Zahnrades
16, welche leicht konisch sind.
Beim dargestellten Beispiel sind die Drehachsen 3 der Flügel
um 45° nach hinten zur Drehachse 4 der Nabe geneigt und die
Flügel 2 liegen parallel zur Achse 4, wenn sie sich im Faltzustand
befinden. Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem
Zahnrad 16 und den Zahnrädern 17, 18 beträgt 0,75 : 1 und
die Kreisnut 22 verläuft über 270°. Wenn die Flügel aufeinander
zu gerichtet werden, befindet sich der Stift 21 auf
halbem Wege zwischen den Enden der Nut 22, so daß eine Drehung
des Zahnrades 16 um 135° in beiden Richtungen relativ zum
Nabenabschnitt 10 möglich ist. Mit dem Übersetzungsverhältnis
von 0,75 : 1 resultiert aus dieser Drehung eine Drehung der
Flügelwellen 19, 20 um 180° in jeweils eine der genannten
Richtungen, wodurch ein Aufstellen der Flügel in die Betriebsstellung
erfolgt, d. h. in eine Stellung senkrecht zur Drehachse
der Nabe. Unabhängig davon, ob die Propellerwelle vorwärts
oder rückwärts getrieben wird, bewirkt das Reaktionsdrehmoment
ein Zusammenfalten der Flügel.
Anstelle der dargestellten Ausführungsform kann der Propeller
mit einstellbaren Anschlägen (nicht dargestellt) für den Stift
21 versehen sein, so daß der Drehwinkel der Flügelwellen
verändert werden kann, um so den Verstellhub zu ändern.
Fig. 6 zeigt schematisch eine andere Ausführungsform eines
Transmissionsmechanismus zum Übertragen der Relativdrehung
zwischen der Propellerwelle und der Nabe für die Drehung der
Propellerflügel. In der Darstellung bezeichnet das Bezugszeichen
30 eine Mutter, welche an der Propellerwelle (nicht
dargestellt) befestigt ist. Die Mutter 30 steht mit einer
Schraube 31 im Eingriff, deren Verlängerung eine Zahnstange 32
bildet. Eine Propellerflügelwelle 33 ist mit einem Zahnrad 34
verbunden, welches mit dem Gewinde der Zahnstange 32 im
Eingriff steht. Die Zahnstange ist nicht drehbar, jedoch
axial verschiebbar in einer nicht dargestellten Propellernabe
befestigt, die, wie beim vorherigen Beispiel, relativ
zur Propellerwelle begrenzt drehbar ist. Wenn die Welle
relativ zur Nabe gedreht wird, versetzt das Zusammenwirken
von Mutter 30 und Schraube 31 die Zahnstange 32 in axialer
Richtung, so daß das Zahnrad 34 und somit die Flügelwelle
33 gedreht wird.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die vorgenannten Ausführungsformen
beschränkt. Der Winkel zwischen den Drehachsen
der Propellerflügel und der Drehachse der Nabe kann innerhalb
eines Bereichs von ungefähr 35° bis 50° verändert werden.
Weiterhin können die Propellerflügel im Faltzustand bis zu
15° zur Drehachse der Nabe geneigt sein. Die Transmission
zwischen der Propellerwelle und den Flügeln kann Verbindungsarme,
Nockeneinrichtungen und dgl. umfassen. Es ist von Bedeutung,
daß die Reibung niedrig gehalten wird, da das
Reaktionsdrehmoment im Faltzustand der Flügel relativ klein
ist.
Bei einer modifizierten Ausführungsform der Transmission in
Fig. 5 kann das an der Propellerwelle befestigte Zahnrad
nur in eines der Flügelwellenzahnräder eingreifen, wobei
dieses Zahnrad wiederum in das andere Flügelwellenzahnrad
eingreift.
Claims (9)
1. Faltpropeller für Bootsmotoren mit einer Nabe zur
Anbringung einer Propellerwelle und zumindest zwei von
der Nabe gehaltenen Propellerflügeln, die drehbar in
der Nabe so befestigt sind, daß sie zwischen einer
aufgefalteten Betriebslage und einer
zusammengefalteten Lage bewegbar sind, in der die
Flügel nach hinten in Richtung der Welle verlaufen,
und daß die Befestigungsachsen der Propellerflügel in
einem solchen Winkel relativ zur Drehachse der Nabe
angeordnet sind, daß die Propellerflügel durch Drehung
um die jeweilige Befestigungsachse zumindest um im
wesentlichen eine halbe Umdrehung zwischen dem
zusammengefalteten Zustand und dem aufgefalteten
Betriebszustand bewegbar sind, und mit einer
Transmissionseinrichtung, durch die ein Drehmoment auf
die Propellerflügel übertragbar ist, um diese zwischen
dem zusammengefalteten und dem aufgefalteten Zustand
zu drehen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Transmissionseinrichtung (16, 17, 18; 30, 31, 32,
34) mittels der zwischen Propellerwelle (11) und Nabe
begrenzt möglichen Relativbewegung aufgrund der
äußeren Wasserkräfte einen passiven Faltvorgang der
Propellerflügel (2) bewirkt, und daß die Nabe (1) mit
einer Einrichtung (21, 22) versehen ist, durch die
eine begrenzte Drehung der Nabe relativ zur
Propellerwelle (11) möglich ist.
2. Faltpropeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsachsen (3) relativ zu den
Propellerflügeln (2) so orientiert sind, daß die
Saugseiten der Propellerflügel (2) im
zusammengefalteten Zustand aufeinander zu gerichtet
sind.
3. Faltpropeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsachsen (3) relativ zu den
Propellerflügeln (2) so orientiert sind, daß die
Druckseiten der Propellerflügel (2) im
zusammengefalteten Zustand aufeinander zu gerichtet
sind.
4. Faltpropeller nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der
Befestigungsachsen (3) zur Drehachse (4) der Nabe
ungefähr 35° bis 50° beträgt.
5. Faltpropeller nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel der Befestigungsachsen (3) zur
Drehachse (4) der Nabe ungefähr 45° beträgt und daß
die Längsachsen der Propellerflügel (2) im
zusammengefalteten Zustand der Propellerflügel (2) im
wesentlichen parallel zur Drehachse (4) der Nabe liegen.
6. Faltpropeller nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (2) in
der Nabe (10, 13) um einen Winkel von 360° drehbar
sind, daß die Einrichtung (21, 22) so ausgeführt ist,
daß sie die Drehung der Nabe relativ zur
Propellerwelle (11) auf einen Winkel von 270° begrenzt
und daß das Übersetzungsverhältnis der
Transmissionseinrichtung (16, 17, 18) ungefähr 0,75 : 1
beträgt.
7. Faltpropeller nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Propellerflügel (2)
geneigte Wellen (19, 20) aufweisen, welche Zahnräder
(17, 18) tragen, wobei zumindest eines dieser
Zahnräder mit einem Zahnrad (16) kämmt, welches
drehfest mit der Propellerwelle (11) verbunden ist,
und wobei das verbleibende Zahnrad entweder mit dem
erstgenannten Zahnrad oder dem an der Propellerwelle
(11) befestigten Zahnrad (16) kämmt.
8. Faltpropeller nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zahnräder (17, 18) der Wellen (19, 20) der
Propellerflügel unterschiedliche Radien haben und an
verschiedenen Radialstellungen in das
Propellerwellenzahnrad (16) eingreifen.
9. Faltpropeller nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigten
Wellen (33) der Propellerflügel (2) Zahnräder (34)
tragen, die mit einer Zahnstange (32) kämmen, die
verschiebbar in der Nabe angeordnet ist, und daß die
Zahnstange einen Gewindeabschnitt (31) aufweist,
welcher mit einer Mutter (30) in Eingriff steht,
welche drehfest mit der Propellerwelle (11) verbunden
ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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