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Entwicklungsverfahren zur Ubertragung von
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Entwickler unter elektrischer Vorspannung und Vorrichtung hierfür
Die Erfindung bezieht sich auf ein Entwicklungsverfahren zur Entwicklung eines Ladungsbilds
unter Verwendung eines Entwicklers sowie auf eine Vorrichtung hierfür; insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf ein Entwicklungsverfahren, bei dem ein Einkomponentenentwickler
verwendet wird.
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Im einzelnen betrifft die Erfindung ein Entwicklungsverfahren, die
das Erzielen von schleierfreien sichtbaren Bildern mit hervorragender Schärfe und
Gradations- bzw.
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Tönungs-Wiedergabe ermöglicht, sowie eine Vorrichtung hierfür.
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Es sind bisher verschiedenerlei Arten von Verfahren zum Entwickeln
unter Verwendung eines Einkomponentenentwicklers bekannt, wie das Pulverwolkenverfahren,
bei dem Tonerteilchen in Form einer Wolke verwendet werden, das Kontakt-Berührungsverfahren,
bei dem zum Entwickeln eine
an einem Tonerträger in Form eines Bands
oder Blatts gebildete gleichförmige Tonerschicht mit einer Ladungsbild-Trägerfläche
in Berührung gebracht wird, und das Magnettrockenverfahren, bei dem ein leitender
magnetischer Toner verwendet wird, der zu einer Magnetbürste geformt wird, die zum
Entwickeln mit der Ladungsbild-Trägerfläche in Berührung gebracht wird.
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Von den verschiedenartigen Entwicklungsverfahren mit Einkomponentenentwickler
sind das Pulverwolkenverfahren, das Kontaktentwicklungsverfahren und das Magnettrockenverfahren
so beschaffen, daß der Toner sowohl den Bildbereich (an dem der Toner anhaften soll)
als auch den bildfreien Bereich berührt (nämlich den Hintergrund-Bereich, an dem
der Toner nicht anhaften soll); daher haftet der Toner mehr oder weniger auch an
dem bildfreien Bereich, wodurch unvermeidbar der sog. Schleier bzw. die Hintergrund-Tonerablagerung
hervorgerufen wird.
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Zum Vermeiden eines derartigen Schleiers wurde die Übertragungs-Entwicklung
mit einem Abstand zwischen einem Toner-Geber und einem Bildträger vorgeschlagen,
bei der bei einem Entwicklungsvorgang eine Tonerschicht und eine Ladungsbild-Trägerfläche
einander unter einem gegenseitigen Abstand gegenübergesetzt werden, so daß der Toner
durch das elektrostatische Feld des Bildbereichs zum Überspringen zum Bildbereich
gebracht wird und den bildfreien Bereich nicht berührt. Eine derartige Entwicklung
ist beispielsweise in den US-PS 2 803 177, 2 758 525, 2 838 997, 2 839 400, 2 862
816, 2 996 400, 3 232 190 und 3 703 157 beschrieben. Diese Entwicklung stellt ein
hinsichtlich des Verhinderns des Schleiers sehr wirksames Verfahren dar. Da jedoch
bei der Entwicklung das sich aus dem elektrischen Feld des elektrostatischen Bilds
bzw. Ladungsbilds ergebende Fliegen bzw. Überspringen des Toners genutzt wird, treten
nichtsdestoweniger bei dem nach diesem Verfahren erzielten sichtbaren Bild allgemein
die folgenden Mängel auf:
Eine erste Unzulänglichkeit besteht darin,
daß an den Bildrändern die Bildschärfe verringert ist. Das elektrische Feld des
Ladungsbilds an dessen Rand ist so beschaffen, daß bei Verwendung eines elektrisch
leitenden Teils als Entwicklerträger die aus dem Bildbereich austretenden elektrichen
Kraftlinien den Entwickler- bzw. Tonerträger erreichen, so daß die Tonerteilchen
längs dieser elektrischen Kraftlinien fliegen bzw, überspringen und an der Oberfläche
des als Ladungsbildträger dienenden photoempfindlichen Materials hängen bleiben,
wodurch die Entwicklung in der Nähe der Mitte des Bildbereichs herbeigeführt wird.
An den Rändern des Bildbereichs erreichen jedoch aufgrund der an dem bildfreien
Bereich induzierten Ladung die elektrischen Kraftlinien nicht den Tonerträger, so
daß daher das Anhaften der fliegenden Tonerteilchen sehr unzuverlässig ist und einige
dieser Tonerteilchen kaum hängen bleiben, während einige der Tonerteilchen gar nicht
hängen bleiben. Daher wird das sich ergebende Bild ein undeutliches Bild mit mangelhafter
Schärfe an den Rändern des Bildbereichs, während entwickelte Bilder von Linien den
Eindruck erwecken, daß die Linien dünner als die ursprünglichen Linien geworden
sind.
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Um dies bei der vorangehend beschriebenen Toner-Übertragungsentwicklung
zu vermeiden, muß der Abstand zwischen der Ladungsbildträger-Oberfläche und der
Entwicklerträger-Oberfläche hinreichend klein sein (wie beispielsweise kleiner als
100 }ihm); es besteht daher tatsächlich die Gefahr, daß zwischen den beiden Flächen
Störungen wie eine Druckberührung des Entwicklers und eingemischter Fremdkörper
entstehen. Ferner ergibt das Aufrechterhalten eines derart kleinen Abstands häufig
Schwierigkeiten bei der Konstruktion des Geräts.
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Eine zweite Schwierigkeit besteht darin, daß die mit der vorstehend
beschriebenen Toner-Übertragungsentwicklung erzielten Bilder gewöhnlich hinsichtlich
der Ton-Reproduzierbarkeit mangelhaft sind. Bei der Toner-Übertragungsentwicklung
springt der Toner nicht über, bis er mittels des elektrischen Felds des Ladungsbilds
eine Haltekraft an dem Tonerträger überwindet. Diese Kraft, die den Toner an dem
Tonerträger hält, ist die Kraft, die sich aus der Van der Waal'schen Kraft zwischen
dem Toner und dem Tonerträger, der Haftungskraft zwischen den Tonerteilchen und
der sich aus der Tonerladung ergebenden Rückstoßkraft zwischen dem Toner und dem
Tonerträger ergibt. Demgemäß erfolgt ein Überspringen des Toners nur dann, wenn
das Potential des Ladungsbilds größer als ein vorbestimmter Wert wird (der nachstehend
als Übertragungs-Schwellenwert des Toners bezeichnet wird) und das sich hieraus
ergebende elektrische Feld die vorstehend genannte Haltekraft des Toners übersteigt;
dadurch wird dann der Toner an der Ladungsbild-Trägerfläche angehaftet.
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Die Haltekraft zwischen dem Toner und dem Träger unterscheidet sich
jedoch hinsichtlich der Größe von Teilchen zu Teilchen oder aufgrund des Teilchendurchmessers
des Toners selbst dann, wenn der Toner nach einer bestimmten Vorschrift hergestellt
wurde; es ist jedoch anzunehmen, daß die Haltekraft nahe um einen im wesentlichen
konstanten Wert herum verteilt ist und dementsprechend der Schwellenwert des Ladungsbild-Oberflächenpotentials,
bei dem das Überspringen des Toners erfolgt, gleichfalls nahe um einen bestimmten
konstanten Wert herum verteilt ist.
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Aufgrund dieses Schwellenwerts für das Überspringen des Toners von
dem Tonerträger weg erfolgt das Anhaften des Toners an demjenigen Teil des Bildbereichs,
dessen Oberflächenpotential den Schwellenwert übersteigt; der Schwellenwert bewirkt
jedoch, daß wenig oder gar kein Toner an demjenigen Teil des Bildbereichs anhaftet,
dessen Oberflächenpotential niedriger als der Schwellenwert ist;
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,.
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dies hat zur Folge, daß nur Bilder mit einer mangelhaften Tönungs-Gradation
mit hohem 7 -Wert erzeugt werden (der der Gradient der Kennlinie der Bilddichte
in bezug auf das Ladungsbild-Potential ist).
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Im Hinblick auf diese Schwierigkeiten ist in den US-PS 3 866 574,
3 890 292 und 3 893 418 eine Entwicklungsvorrichtung beschrieben, bei der zur Sicherstellung
der Bewegung der den Luftspalt überspringenden geladenen Tonerteilchen an den Luftspalt
eine Impuls-Vorspannung mit sehr hoher Frequenz angelegt wird, wodurch die geladeneh
Tonerteilchen leichter für das Ladungsbild verfügbar sind.
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Diese Entwicklungseinrichtung mit Hochfrequenz-Impulsvorspannung
kann als ein Entwicklungssystem bezeichnet werden, das insofern zum Kopieren von
Linien geeignet ist, als zur Verbesserung der Schwingungs-Eigenschaften und zum
Verhindern, daß der Toner bei jeglicher Impulsvorspannungs-Phase den bildfreien
Bereich erreicht, an den Zwischenraum zwischen der Toner-Quelle und dem Bildhalter
bzw. -träger eine Impulsspannung von einigen kHz oder höher angelegt wird; das System
bewirkt aber, daß der Toner nur zum Bildbereich hin übertragen wird, wobei eine
Verschleierung des bildfreien Bereichs verhindert wird. In der vorstehend genannten
US-PS 3 893 418 wird jedoch ausgesagt, daß für die angelegte Impulsspannung eine
sehr hohe Frequenz (von 18 bis 22 kHz) verwendet wird, um die Entwicklungseinrichtung
für die Reproduktion der Tönungsgradation des Bilds geeignet zu machen.
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In der US-PS 3 346 475 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem zwei
Elektroden in eine in einer dielektrophoretischen Zelle enthaltenen isolierenden
Flüssigkeit getaucht sind und an diese eine Wechselspannung sehr geringer Frequenz
(von weniger als ungefähr 6 Hz) angelegt wird, um dadurch die Entwicklung eines
Musters herbeizuführen, das einer Leitfähigkeitsänderung entspricht.
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Ferner ist in der US-PS 4 014 291 eine Übertragungsentwicklung unter
Verwendung von trockenem magnetischem Einkomponententoner beschrieben, jedoch enthält
diese PS keinerlei Anregung, zum Verhindern des Schleiers'eine Vorspannung anzulegen.
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Eine Toner-Übertragungsentwicklung unter Verwendung einer Wechselvorspannung
ist in den US-Patentanmeldungen Serial Nr. 58434 und 58435 beschrieben , die am
18. Juli 1979 eingereicht wurden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Ausschaltung der
den verschiedenerlei Entwicklungsverfahren unter Verwendung von Einkomponentenentwickler
anhaftenden Unzulänglichkeiten ein Entwicklungsverfahren anzugeben, das es ermöglicht,
sichtbare Bilder zu erzielen, die frei von Schleier bzw. Hintergrund-Tonerablagerung
sind und die hinsichtich der Rand-Wiedergabe und der Tönungs-Gradation verbessert
sind; ferner soll mit der Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
angegeben werden.
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Mit der Erfindung wird ein Entwicklungsverfahren geschaffen, das
auf dem Entwicklungsprinzip beruht, an einen Entwicklungs-Zwischenraum bzw. -spalt
ein elektrisches Niederfrequenz-Wechselfeld anzulegen, das eine Phase mit einer
bestimmten Polarität hat, die bewirkt, daß der Entwickler von einem Entwicklerträger
weg in einer Richtung sowohl den Bildbereich als auch den bildfreien Bereich eines
Ladungsbildträgers erreicht, sowie eine Phase
mit zu der bestimmten
Polarität entgegengesetzter Polarität, die eine Vorspannung in einer Richtung hervorruft,
die bewirkt, daß der Entwickler, der zumindest den bildfreien Bereich erreicht hat,
zu dem Entwicklerträger zurückkehrt; dadurch wird sichergestellt, daß die Übertragung
des Entwicklers zu dem bildfreien Bereich und die Rückübertragung des Entwicklers
zu dem Entwicklerträger auch in dem Zwischenraum zwischen dem Entwicklerträger und
dem bildfreien Bereich in der Entwicklungsstation abwechselnd wiederholt ausgeführt
wird; durch diese Hin-und Herbewegung bzw. Wechselbewegung des Entwicklers wird
eine Entwicklung mit einer außerordentlich guten Tönungs-Wiedergabe bewerkstelligt;
ferner wird mit der Erfindung eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Entwicklungsverfahrens
geschaffen.
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Weiterhin wird mit der Erfindung ein Entwicklungsverfahren geschaffen,
bei dem in einer ersten Stufe eine einseitige Bewegung der Entwicklerteilchen von
dem Entwicklerträger zum Bildbereich des Ladungsträgers erfolgt, in einer zweiten
Stufe eine Hin- und Herbewegung bzw.
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Wechselbewegung der Entwicklerteilchen zwischen sowohl dem Bildbereich
als auch dem bildfreien Bereich des Ladungsbildträgers und dem Entwicklerträger
herbeigeführt wird, und in einer dritten Stufe die Intensität der Vorspannung so
verringert wird, daß eine einseitige bzw.
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in einer Richtung erfolgende Bewegung der Entwicklerteilchen vom Entwicklerträger
zu dem Bildbereich und eine einseitige Bewegung der Entwicklerteilchen von dem bildfreien
Bereich zu dem Entwicklerträger auftritt; dadurch wird ein Entwicklungsergebnis
erzielt, das von Schleier frei ist und eine hervorragende Tönungs-Gradation hat;
weiterhin wird für dieses Verfahren eine Vorrichtung angegeben.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird ein Entwicklungsverfahren
geschaffen, bei dem eine
von außen her angelegte Schwingungs-Wechselspannung
konstant gehalten wird und der Ladungsbildträger und der Entwicklerträger einander
gegenübergesetzt werden, während sie so bewegt werden, daß ihr Zwischenabstand allmählich
verringert und danach gesteigert wird, um dadurch die erste Stufe, die zweite Stufe
und die dritte Stufe herbeizuführen; für dieses Verfahren wird eine Vorrichtung
angegeben.
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Weiterhin sollen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Ladungsbildträger
und ein Entwicklerträger mit einer daran Gehaltenen Entwicklerschicht in einer Entwicklungsstation
unter Einhalten eines Abstands einander gegenübergesetzt werden, wobei der Minimalabstand
größer als die Dicke der Entwicklerschicht ist, und es soll die Entwicklung unter
Anlegen eines elektrischen Wechselfelds mit einem Frequenzbereicn von 40 Hz I zu
- 1,5 kHz und einer Spannung von 100 V # Vp-p # 2500 V erfolgen, wobei V@ @ die
Amplitude des elektrischen Wechselfelds p-p als Spitzen-Spitzen-Wert ist und f die
Frequenz des elektrischen Wechselfelds ist; bei diesem Verfahren soll das elektrische
Wechselfeld mit einer Phase einer bestimmten Polarität angelegt werden, die bewirkt,
daß in dem Entwicklungs-Zwischenraum der Entwickler von dem Entwicklerträger her
einseitig bzw. in einer Richtung sowohl den Bildbereich als auch den bildfreien
Bereich des Ladungsbildträgers erreicht; danach soll das Wechselfeld in der zu der
bestimmten Polarität entgegengesetzten Polarität angelegt werden, um eine Vorspannung
in solcher Richtung aufzuprägen, daß der Entwickler, der zumindest den bildfreien
Bereich erreicht hat, zu dem Entwicklerträger zurückkehrt; für dieses Verfahren
wird eine Vorrichtung angegeben.
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Weiterhin wird mit der Erfindung ein Entwicklungsverfahren geschaffen,
bei dem ein Ladungsbildträger und ein Entwicklerträger in einer Entwicklungsstation
einander unter einem beibehaltenen Zwischenraum zwischen denselben angebracht werden
und die Entwicklung dadurch herbeigeführt wird, daß an den Zwischenraum eine Wechselspannung
mit einer Frequenz von vorzugsweise weniger als 1,5 kHz angelegt wird, wobei die
Frequenz und der Amplitudenwert der Wechselspannung wahlweise in Ubereinstimmung
mit der Art des zu reproduzierenden Bilds verändert werden; hierfür wird eine Vorrichtung
angegeben.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand von AusfUhrungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
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Fig. 1 veranschaulicht die Übertragungs-Menge an Toner und die Kennwerte
des Ausmaßes der Toner-Rückübertragung in bezug auf das Potential eines Ladungsbilds
sowie ein Beispiel der Kurvenform einer angelegten Spannung.
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Fig. 2A bis 2C veranschaulichen den Entwicklungsvorgang bei dem Entwicklungsverfahren
gemäß einem Ausführungsbeispiel.
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Fig. 3A bis 3C veranschaulichen den Entwicklungsvorgang bei dem Entwicklungsverfahren
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.
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Fig. 4 zeigt von einem Ladungsbild erzeugte elektrische Kraftlinien
bei einem Entwicklungsverfahren gemäß dem Stand der Technik.
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Fig. 5 zeigt von einem Ladungsbild erzeugte elektrische Kraftlinien
bei dem Entwicklungsverfahren gemäß dem Ausfuhrungsbeispiel.
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Fig. 6 zeigt Kennlinien des Ladungsbildpotentials gegenüber der Bilddichte
als Ergebnis von Versuchen mit AusfUhrungsbeispielen des Entwicklungsverfahrens,
bei welchen die Frequenz des angelegten elektrischen Wechsel felds verändert wurde.
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Fig. 7A, 7B, 8 und 9A zeigen Ausführungsbeispiele für die Vorrichtung
zur Ausführung des Entwicklungsverfahrens.
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Fig. 9B zeigt die Kurvenform einer bei der in Fig.
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9A gezeigten Vorrichtung angelegten Spannung.
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Mit der Fig. 1 wird das Prinzip veranschaulicht,gerfläß dem der Schleier
verhindert wird und eine verbesserte Tönungs-Reproduktion des sichtbar gemachten
Bilds hervorgerufen wird, was mit dem Entwicklungsverfahren bzw.
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der Vorrichtung hierzu angestrebt und bewerkstelligt wird.
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Die Fig. 1 ist eine graphische Darstellung, bei der die Abszisse
das Ladungsbild-Potential darstellt, während die Ordinate die Tonerübertragungsmenge
von einem (nachstehend als Tonerträger bezeichneten) Entwicklerträger zu einer Ladungsbildträger-Oberfläche
(in positiver Richtung) oder das Ausmaß der Toner-Rückübertragung darstellt, welches
bedeutet, daß der an der Ladungsbildträger-Oberfläche anhaftende Toner von dieser
abgenommen wird (wobei das Ausmaß der Übertragung in dieser negativen Richtung nachstehend
beschrieben wird). Das Ladungsbild-Potential ist das Potential für den bildfreien
Bereich bzw.
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das Freibereich-Potential VL (das üblicherweise das Potential an der
Fläche in einem Bereich ist, der dem hellen Bereich eines Bilds entspricht, und
das als Potential einen Minimalwert hat) und das Bildbereich-Potential VD (das normalerweise
das Potential an der Oberfläche eines Bereichs ist, der dem Dunkelbereich des Bilds
entspricht,
und das als Potential einen Maximalwert darstellt)
als Potentiale an den Grenzen. Das Oberflächen-Potential in dem Halbtonbereich des
Bilds mit Halbtönen nimmt ein dem Ausmaß dieser Tönung entsprechendes Potential
zwischen VD und VL an.
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Im unteren teil der Fig. 1 ist die Kurvenform der an den Tonerträger
angelegten Spannung dargestellt, wobei die Abszisse das Potential darstellt, während
die Ordinate die Zeit angibt. Als Beispiel ist hierbei eine Rechteck-Kurvenform
dargestellt, jedoch ist die Kurvenform nicht auf eine solche eingeschränkt. Die
als Beispiel dargestellte Rechteck-Kurvenform ist eine periodisch wechselnde Kurvenform
insofern, als in bezug auf eine Gegenelektrode bzw. Rückseiten-Elektrode des Ladungsbildträgers
an den Tonerträger während eines Zeitintervalls t1 eine Minimalspannung Vmin und
während eines Zeitintervalls t2 eine Vorspannung als Maximalspannung Vmax angelegt
wird.
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In Abhängigkeit von dem angewandten Ladungsbild-Erzeugungsvorgang
nimmt das Bildbereich-Potential VD manchmal positives und manchmal negatives Potential
an, was dementsprechend für das Freibereich-Potential VL gilt. Zur vereinfachten
Darstellung wird jedoch der Fall beschrieben, daß VD positives Potential ist. Dies
gilt natürlich lediglich für die Beschreibung und stellt keine Einschränkung dar.
Wenn VD größer als. Null ist, besteht der Zusammenhang zwischen VD und dem.Freibereich-Potential
VL darin, daß VD größer als VL ist. Falls nun die Beziehung zwischen der Maximalspannung
Vmax und der Minimalspannung Vmin, die an den Tonerträger angelegt sind, und dem
Potential VL zur Erfüllung der Bedingung Vmax > VL > Vmin ..... (1)
gewählt
wird, bewirkt die Vorspannung Vmin, daß die Tonerteilchen während des Zeitintervalls
t1 von dem Tonerträger her zu dem Ladungsbildträger übertreten, so daß daher diese
Stufe als Tonerübertragungsstufe bezeichnet wird.
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Während des Zeitintervalls t2 bewirkt die Vorspannung Vmax, daß die
Neigung besteht, während des Zeitintervalls t1 zum Ladungsbildträger übertragenen
Toner zum Tonerträger zurückzubringen; daher wird diese Stufe als TonerruckUbertragungsstufe
bezeichnet.
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Im oberen Teil der Fig. 1 sind die Tonerübertragungsmenge während
des Intervalls t1 und das Ausmaß der Tonerrückübertragung während des Intervalls
t2 in bezug auf das Ladungsbild-Potential aufgetragen. Hierbei wird der Ausdruck
"Ausmaß der Tonerrückübertragung" insofern verwendet, als er die Wahrscheinlichkeit
der Tonerrückübertragung darstellt, die von dem Ladungsbildträger her zurück zu
dem Tonerträger stattfindet, falls die Vorspannung Vmax unter der Annahme angelegt
wird, daß der Toner als gleichförmige Schicht sowohl an dem Bildbereich als auch
dem bildfreien Bereich bzw. Freibereich des Ladungsbildträgers anhaftet.
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Bei der Tonerübertragungsstufe entspricht nun die Menge des von dem
Tonerträger zu dem Ladungsbildträger übertragenen Toners der durch die gestrichelte
Linie dargestellten Kurve 1 in Fig. 1. Der Gradient dieser Kurve ist im wesentlichen
gleich dem Gradienten der Kurve, der erzielt wird, wenn keine Wechselvorspannung
angelegt wird.
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Dieser Gradient ist groß, während'sich hinsichtlich des Ausmaßes der
Tonerübertragung bzw. der Tonerübertragungs-Menge bei einem Wert zwischen den Potentialen
VL und VD eine Neigung zur Sättigung zeigt; dementsprechend ist der Gradient nicht
zu einer Wiedergabe von Halbtonbildern geeignet und ergibt eine unzureichende Tönungs-Gradation
bzw. -stufung. Die mit einer weiteren gestrichel-
ten Linie in
Fig. 1 dargestellte Kurve 2 stellt die vorangehend genannte Wahrscheinlichkeit der
Tonerrückübertragung bei der Toner-Rückübertragungsstufe dar.
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Bei dem Entwicklungsverfahren gemäß dem AusfUhrungsbeispiel wird
das elektrische Wechselfeld derart angelegt, daß eine solche Toner-Übertragungsstufe
und Toner-Rückübertragungsstufe abwechselnd wiederholt werden, wobei während der
Vorspannungs-Phase t1 der Toner-Übertragungsstufe des Wechselfelds an dem Toner
ein einmaliges Erreichen selbst des bildfreien Bereichs des Ladungsbildträgers hervorgerufen
wird (wobei natürlich der Toner auch den Bildbereich erreicht) und der Toner auch
zum ausreichenden Anhaften an dem Halbton-Potential-Bereich mit einem dem Hellbereich-Potential
VL naheliegenden geringem Potential gebracht wird, um dadurch die Tönungs-Wiedergabe
zu verbessern. Vor dieser Stufe wird die Vorspannung so eingeregelt, daß eine einseitige
Bewegung der Entwicklerteilchen von dem Entwicklerträger weg zu dem Bildbereich
des Ladungsbildträgers hin erfolgt. Nach der vorstehend beschriebenen Toner-Hin-
und -Herbewegung bzw.
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Wechselbewegung bei der Vorspannungsphase t2 bei der Toner-Rückübertragungsstufe
wird mit der Vorspannung herbeigeführt, daß diese in der zur Richtung der Tonerdbertragung
entgegengesetzten Richtung wirkt, um dadurch den Toner, der den bildfreien Bereich
erreicht hat, zu dem Tonerträger zurückzubringen. Bei dieser Toner-RückUbertragungsstufe,
wie sie nachstehend beschrieben wird, besteht aufgrund dessen, daß der bildfreie
Bereich ursprünglich kein Bildpotential hat, an dem Toner, der gemäß der vorangehenden
Beschreibung den bildfreien Bereich erreicht hat, die Neigung zur Rückkehr von dem
bildfreien Bereich weg zu dem Tonerträger hin. Da andererseite der Toner, der zunächst
einmal an dem Bildbereich einschließlich des Halbton-Bereichs anhaftet, an die Bildbereich-Ladung
angezogen wird, kehrt von dem Bildbereich her selbst bei
Anlegen
der Gegen-Vorspannung in der zu dieser Anziehungskraft entgegengesetzten Richtung
tatsächlich nur von dem Bildbereich weg eine geringe Menge an Toner zu dem Tonerträger
zurück. Durch einen derartigen Wechsel der Vorspannungs-Felder entgegengesetzter
Polaritäten mit einer geeigneten Amplitude und Frequenz können an der Entwicklungsstation
die Toner-Übertragung und die Rückübertragung mehrfach wiederholt werden. Auf diese
Weise kann die Menge des zur Ladungsbild-Oberfläche übertretenden Toners auf eine
Übertragungsmenge gebracht werden, die wiedergabegetreu dem Potential des Ladungsbilds
entspricht. Das heißt, es ist möglich, einen Entwicklungsvorgang herbeizuführen,
der eine Tonerübertragungsmengen-.Änderung ergibt, die einen kleinen Gradienten
hat und die von dem Potential VL bis zu dem Potential VD im wesentlichen gleichförmig
ist, wie es in der Fig. 1 durch die Kurve 3 gezeigt ist. Dementsprechend haftet
praktisch kein Toner an dem bildfreien Bereich, während andererseits die Anhaftung
des Toners an den Halbton-Bildbereichen so gut ist, daß ein hervorragendes sichtbares
Bild mit einer sehr guten Tönungswiedergabe entsprechend dem Oberflächen-Potential
des Bilds erzielt wird. Diese Tendenz kann dadurch unterstützt werden, daß der Abstand
zwischen dem Ladungsbildträger und dem Tonerträger so gewählt wird, daß er zum Ende
des Entwicklungsvorgangs hin größer ist, sowie dadurch, daß in dem Entwicklungs-Zwischenraum
bzw. Abstand die Intensität des vorstehend genannten Felds vermindert und zu einer
Konvergenz gebracht wird.
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Als Verfahren zur Einstellung der Intensität dieses elektrischen
Felds in dem Entwicklungs-Zwischenraum besteht ein erstes Verfahren darin, die angelegte
Wechselspannung allmählich auf einen geeigneten vorbestimmten Gleichspannungswert
konvergieren zu lassen, während ein
zweites Verfahren darin besteht,
mit dem Ablauf der Entwicklungszeit den Entwicklungs-Zwischenraum bzw. -Abstand
zu vergrößern. Diese beiden Verfahren werden jeweil6 nachstehend beschrieben.
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Der Entwicklungsvorgang nach dem ersten Verfahren ist in den Fig.
2A bis 2C gezeigt.
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Die Fig. 2A zeigt in der Aufeinanderfolge von Stufen (1), (2), (3)
und (4) die zeitliche Veränderung bei einem Beispiel der Kurvenform einer angelegten
Wechselspannung im Falle des vorstehend genannten ersten Verfahrens. Selbstverständlich
sind sowohl eine kontinuierliche Veränderung als auch eine intermittierende Veränderung
möglich, wobei für den Fall der kontinuierlichen Veränderung die Stufe (2) bei dem
gezeigten Beispiel eine Zwischenstufe der Veränderung darstellt.
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Die Fig. 2B und 2C zeigen als Beispiel die Art und Weise der zugleich
mit der Änderung hinsichtlich der Entwicklungszeit-Stufen (1), (2) und (3) erfolgenden
Toner-Übertragung und Toner-Rückübertragung für den Bildbereich und den bildfreien
bzw. Freibereich des Ladungsbildträgers. In diesen Figuren zeigt die Richtung der
mit ausgezogenen Linien dargestellten Pfeile das elektrische Feld bei der Toner-Ubertragungsrichtung,
während die Länge der Pfeile die Intensität des elektrischen Felds darstellt. Die
mit gestrichelten Linien dargestellten Pfeile veranschaulichen das elektrische Feld
in der Toner-Rückübertragungsrichtung, wobei ihre Lunge die Intensität des elektrischen
Felds darstellt.
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In den Fig. 2A bis 2C wird der Anfangsvorgang (1) als erste Stufe
bezeichnet, während der eine Zwischenstufe darstellende Vorgang (2) als zweite Stufe
bezeichnet wird (die später in größeren Einzelheiten erläutert
wird).
(3) bezeichnet eine dritte Stufe zum Beenden - der Entwicklung, wobei bei dieser
Stufe der Wechsel bzw. die Wechselamplitude der angelegten Spannung verringert wird.
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Bei einer Endstufe (4) wird die Spannung zu einer Konvergenz auf einen
geeigneten bestimmten Gleichspannungswert V gebracht, der zwischen den Potentialen
VD und VL liegt.
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0 Es ist von Bedeutung, daß bei der ersten, der zweiten und der dritten
Stufe die Wirkung der Gegenpolarität zur Tonerübertragung im Bildbereich und im
Freibereich verändert wird. Dieser Zustand wird anhand der auftretenden Erscheinungen
beschrieben. Zuerst wird gemäß der als Beispiel gezeigten Darstellung in Fig. 2A
in dem Bildbereich ein vorbestimmtes Bildspannungsverhältnis so gewählt, das gemäß
der Darstellung in Fig. 2B eine einseitige Bewegung der Entwicklerteilchen von dem
Entwicklerträger weg zu dem Bildbereich des Ladungsbildträgers hin erfolgt.
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Obzwar gemäß der Darstellung in Fig. 2C in dem bildfreien Bereich
ein elektrisches Tonerrückführungs-Potential errichtet ist, erfolgt keine tatsächliche
Toner-Rückübertragung, da vor dieser ersten Stufe kein Toner abgelagert wird.
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Bei der zweiten Stufe wird die angelegte Vorspannung so eingeregelt,
daß die nachstehend beschriebenen vorbestimmten Vorspannungsverhältnisse entstehen:
Während der Zeitdauer t1 (während der die angelegte Spannung gleich Vmin ist) tritt
ein verhältnismäßig starkes Toner-Ubertragungsfeld vom Tonerträger her zum Bildbereich
des Ladungsbildträgers hin auf, so daß der Toner den Bildbereich erreicht und an
diesem haftet. Andererseits tritt während der Zeitdauer t2 (während der die angelegte
Spannung gleich Vmax ist) ein verhältnismäßig schwaches Toner-Rückübertragungsfeld
zu dem Ladungsbildträger hin auf, so daß ein Teil des Toners von dem Bildbereich
her zu dem
Tonerträger hin zurückgebracht wird. Bei jeder Wiederholung
dieser Intervalle t1 und t2 erfolgt zwischen dem Tonerträger und dem bildfreien
Bereich eine Toner-Übertragung und eine Rückübertragung. Da der Zusammenhang zwischen
den angelegten Spannungen Vmin und Vmax und dem Bildbereich-Potential VD so gewählt
wird, daß die Bedingung |Vmax - VD| < |VD - Vmin| ..... (2) gilt, ist bei dem
ersten Vorgang die Tonermenge bei der Übertragung von dem Tonerträger zu dem Bildbereich
weitaus größer als die Tonermenge bei der Rückübertragung; @daher entsteht praktisch
keinerlei Schwierigkeit in der Hinsicht, daß die Toner-Rückübertragung die Toner-Ubertragung,
nämlich die Entwicklungswirkung verringert.
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Wenn darauffolgend die Amplitude der angelegten Spannung kontinuierlich
oder intermittierend bzw. stufenweise auf einen vorbestimmten Wert von Vmax =VD
+ |Vth.r| (3> abgeschwächt wird, wie es bei (3) in Fig. 2A gezeigt ist, wird
das Ausmaß der Rückübertragung des Toners zu dem Tonerträger hin von dem Ladungsbildträger
her, an dem der Toner zunächst gehaftet hat, in dem Zeitintervall t2 im wesentlichen
zu Null. IVth.rl ist der kleinste absolute Potentialunterschied zwischen der Ladungsbild-Erzeugungs-Fläche
und der Tonerträgerfläche, bei dem der Toner von der Ladungsbild-Erzeugungsfläche
bzw. Ladungsbildträger-Fläche gelöst werden kann und eine Rückübertragung zu dem
Tonerträger hin bewerkstelligt werden kann.
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Wenn ferner der Zustand Vmax < VD + |Vth.r| ..... (4) erreicht
ist, tritt keine Rückübertragung mehr auf, während statt dessen ein elektrisches
Feld erzeugt wird, das die Tonerübertragung von dem Tonerträger zu dem Ladungsbildträger
fördert, obgleich diese Tonerübertragung ein geringeres Ausmaß als die Tonerübertragung
während des Zeitintervalls t1 hat.
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Wenn demnach die angelegte Spannung zur Erfüllung der Bedingung Vmax
# VD + |Vth.r| ..... (5) abgeschwächt wird, wird dieser Vorgang als dritte Stufe
in dem Bildbereich bezeichnet. Diese Erscheinung im Bildbereich schreitet bis zum
Ende fort, wobei sie hinsichtlich des Ausmaßes geringer wird, bis die Wechselkomponente
der angelegten Spannung zu Null wird und damit die Spannung auf einem vorbestimmten
Gleichspannungswert konvergiert, woraufhin das Erscheinungsbild die Stufe (4) erreicht.
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Der Vorgang der Tonerbewegung in dem bildfreien Bereich (Potential
VL) des Ladungsbildträgers wird nun anhand der Fig. 2C beschrieben. Bei der ersten
Stufe erfolgt keine Toner-Rückübertragung, jedoch erscheint bei der zweiten Stufe
gemäß der Darstellung bei (2), bei der Vmax > VL > Vmin gilt, während des
Zeitintervalls t1 (mit der angelegten Spannung Vmin) ein verhältnismäßig schwaches
Toner-Ubertragungsfeld vom Tonerträger her zu dem bild-
freien
Bereich des Ladungsträgers hin , so daß an dem bildfreien Bereich Toner anhaftet.
Andererseits tritt während des Zeitintervalls t2 (mit der angelegten Spannung Vmax)
ein verhältnismäßig starkes Toner-Rückübertragungsfeld von dem bildfreien Bereich
her zu dem Tonerträger hinauf, so daß der Toner von dem bildfreien Bereich zu dem
Tonerträger zurückgebracht wird. Bei jeder Wiederholung der Zeitintervalle t1 und
t2 in dieser Weise tritt zwischen dem bildfreien Bereich und dem Tonerträger eine
Toner-Ubertragung und eine Rückübertragung auf, so daß der Toner zwischen dem bildfreien
Bereich und dem Tonerträger eine Hin- und Herbewegung bzw. Wechselbewegung ausführt.
Aufgrund der Wahl des Zusammenhangs zwischen den angelegten Spannungen Vmin und
Vmax einerseits und dem Freibereich-Potential VL andererseits auf die Bedingung
Vmax - VL| > |VL - Vmin| ..... (6) ist anzunehmen, daß hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit
das Ausmaß der Toner-Rückübertragung größer als dasjenige der Toner-Übertragung
wird. Natürlich erfolgt die Rückübertragung in diesem Fall nur für denjenigen Toner,
der tatsächlich anhaftete.
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Wenn als nächstes die Amplitude der angelegten Vorspannung kontinuierlich
oder intermittierend bzw. stufenweise auf einen vorbestimmten Wert von Vmin = VL
- |Vth.f| ..... (7) abgeschwächt wird, wie es bei (3) in Fig. 2A gezeigt ist, wird
das Ausmaß der Tonerübertragung von dem Tonerträger
zu dem Ladungsbildträger
während des Zeitintervalls t1 im wesentlichen zu Null. IVth.fl ist der kleinste
absolute Potentialunterschied zwischen der Ladungsbilderzeugungs-Fläche bzw. Ladungsbildträger-Fläche
und der Tonerträgerfläche, bei dem der Toner von der Tonerträger-Fläche gelöst und
zur Ladungsbildträger-Fläche übertragen werden kann. Dieser Wert ändert sich mit
der Beschaffenheit des Entwicklers und den Bedingungen der Entwicklung.
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Wenn ferner die Bedingung Vmin > VL - JVth.f( (8) erreicht ist,
tritt keine derartige Ubertragung mehr auf, wogegen statt dessen ein elektrisches
Feld erzeugt wird, das die Neigung des Toners zu dem Rückübergang von dem Ladungsbildträger
zum Tonerträger hin fördert, obgleich diese Rückübertragung hinsichtlich des Ausmaßes
geringer als die Toner-Rückübertragung während des Zeitintervalls t2 ist.
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Wenn demnach (in dem Fall, daß Vmin größer ist) die angelegte Spannung
zur Erfüllung der Bedingung Vmin # VL - |Vth.f| ..... (9) abgeschwächt wird, wird
dieser Vorgang als dritte Stufe in dem bildfreien Bereich bezeichnet. Diese Erscheinung
schreitet in dem bildfreien Bereich bis zum Abschluß fort, wobei sie hinsichtlich
des Ausmaßes geringer wird, bis die Wechselkomponente der angelegten Spannung zu
Null wird und zur Konvergenz auf einen vorbestimmten Gleichspannungswert gebracht
wird.
-
Das heißt, es tritt zwar bei der zweiten StUfbtelñ Schleier bzw.
eine Berührung des Toners mit dem bildfreien Bereich auf, jedoch wird dies in der
zweiten und der dritten Stufe wieder behoben.
-
Bisher wurden zur Vereinfachung nur die Extremfälle, nämlich der
Bildbereich (Dunkelbereich) und der bildfreie Bereich (Hellbereich) beschrieben;
hinsichtlich eines Halbtons ist die Menge der endgültigen Tonerübertragung zur Ladungsbildfläche
durch die Größen der Toner-Übertragung und der Toner-Rückübertragung bestimmt, die
dem Potential des Halbtonbereichs entsprechen.
-
Daher hat gemäß der Darstellung durch die Kurve 3 in Fig.
-
.1 die Kennlinie für das Ausmaß der Tonerübertragung in bezug auf
das Ladungsbild-Potential einen geringeren Gradienten als die Kurve 1, wobei eine
im wesentlichen gleichförmige Änderung von dem Freibereich-Potential VL weg bis
zu dem 3ildbereich-Potential VD er folgt. Dadurch wird ein sichtbares Bild mit einer
guten Tönungs-Reproduktion von dem hellen Bereich bis zu dem dunklen Bereich einschließlich
der Halbtöne des Bilds erzielt. Bei dem zweiten Vorgang bei dem vorstehend beschriebenen
'ersten Verfahren ist es wesentlich, die Vorkehrungen derart zu treffen, daß sich
das elektrische Feld in dem bildfreien Bereich ändert; dadurch haftet zunächst einmal
der Toner auch an dem bildfreien Bereich; dies führt zu der .Iöglichkeit, daß der
Toner auch zwangsläufig an dem Halbton-Bildbereich mit einer dem bildfreien Bereich
nahen Dichte haftet, was wiederum zu dem Vorteil führt, daß durch Abführen (bzw.
Rückübertragung) des zunächst einmal abgelagerten Toners in Übereinstimmung mit
dem Freibereich-Potential ein sichtbares Bild mit einer guten Tönungswiedergabe
in einem derartigen Halbton-Bereich erzielbar ist.
-
Ein Beispiel für den Entwicklungsvorgang nach dem zweiten Verfahren
ist in den Fig. 3A, 3B und 3C gezeigt.
-
Gemäß der Darstellung in der Fig. 3A bewegt sich ein Ladungsbildträger
4 wie beispielsweise eine photoempfindliche Trommel in Pfeilrichtung und durchläuft
Entwicklungs-Bereiche (1) und (2) zu einem Bereich (3) hin. Mit 5 ist ein Tonerträger
wie beispielsweise ein Zylinder bezeichnet. Die Fig. 3A zeigt die Tonerbewegung
in einer jeweiligen Stufen-Zone, nämlich einer Vorwärtsübertragungs-Zone (1) für
den Bildbereich, einer Hin- und Herbewegungszone bzw. Wechselbewegungszone (2) für
die Tönungsverbesserung und einer Rückübertragungs-Zone (3) für den bildfreien Bereich.
Die Fig. 3B und 3C veranschaulichen 'die Einwirkung derartiger Wechselvorspannungen.
Die Fig.
-
3B zeigt den Tonerübersprung bzw. die Ubertragungskraft in dem Bildbereich,
während die Fig. 3C diese in dem bildfreien Bereich zeigt. Die Abszisse stellt von
rechts nach links die Änderung der Zeit und des Raums dar. Die Trommel und der Zylinder
nähern sich in Linksrichtung in der Zeichnung einander an, was eine allmähliche
Steigerung der Toner-Übertragungskraft ergibt, die durch das resultierende elektrische
Feld aus dem Bildpotential (wie beispielsweise im Falle der Fig. 3C Null wegen des
bildfreien Bereichs) und aus dem elektrischen Feld (Wechselfeld) gebildet ist, das
durch die Vorspannung zwischen der Trommel und dem Zylinder verursacht ist. In der
Zone (lj übersteigt die Übertragungskraft den Vorwärtsübertragungs Schwellenwert,
so daß der Toner tatsächlich von dem Zylinder zum Bildbereich an der Trommel übergeht,
wodurch die Entwicklung beginnt. Wenn sich die Trommel und der Zylinder weiter einander
nähern, wird das elektrische Feld weiter verstärkt, so daß der Rückübertragungs-Schwellenwert
überstiegen wird (nämlich ein Schwellenwert für die Rückübertragung von Toner, der
unter der entgegengesetzten Vorspannung zur Trommel übertragen wurde, zu dem Zylin-
der
hin), wodurch die Toner-Rückübertragung hervorgerufen wird. Daher tritt in der Zone
(2) die Hin- und Herbewegung bzw. Wechselbewegung des Toners auf. Nachdem die Trommel
und der Zylinder den einander nächsten Punkt durchlaufen haben, wird das elektrische
Feld allmählich abgeschwächt, so daß die Rückübertragung endet und wiederum allein
die Vorwärts-Übertragung hervorgerufen wird, um dadurch die Entwicklung abzuschließen.
-
Die Fig. 3C zeigt die Toner-Übertragungskraft in dem bildfreien Bereich;
in dieser Figur wird in Linksrichtung in der Zeichnung das elektrische Feld gleichfalls
allmählich so gesteigert, daß zuerst die Rückübertragungskraft ihren Schwellenwert
übersteigt. Hierbei tritt jedoch keine tatsächliche Rückübertragung auf, da noch
kein Toner vorwärtsübertragen wurde. Danach tritt sowohl die Vorwärtsübertragung
als auch die Rückübertragung auf, während schließlich nur die Rückübertragung hervorgerufen
wird, so daß alle Tonerteilchen in dem bildfreien Bereich zu dem Zylinder zurückkehren,
wodurch der Schleier völlig beseitigt wird.
-
In Zusammenfassung erfolgt somit in der Zone (1) die Entwicklung
des Bildbereichs, in der Zone (2) die Hin- und Herübertragung im Bildbereich und
im bildfreien Bereich und in der Zone (3) die Rückübertragung im bildfreien Bereich,
nämlich die Ausschaltung des Schleiers in diesem Bereich. Die Hin- und Herbewegung
in der Zone (2) ist scheinbar sowohl im Falle des Bildbereichs als auch im Falle
des bildfreien Bereichs wertlos. Tatsächlich ruft jedoch die Hin- und Herbewegung
in dem Bildbereich eine geeignete Randwirkung hervor, die eine beträchtliche Verbesserung
hinsichtlich der Reproduzierbarkeit des Tönungsteils nahe dem bildfreien Bereich
ergibt. Die Fig.
-
6 ist eine graphische Darstellung, die diese Ergebnisse
veranschaulicht.
Wenn keine Wechselvorspannung vorliegt (gestrichelte Linie), ändert sich bei einer
kleinen Änderung des elektrischen Potentials die Dichte steil; wenn jedoch eine
Vorspannung angelegt ist, erhält die Kurve einen kleineren Gradienten, dessen Ausmaß
gemäß der Darstellung in der Zeichnung von der Frequenz abhängig ist.
-
Dher wird auch nach diesem Verfahren eine Wirkung erzielt, die im
wesentlichen gleich der Wirkung einer änderung der angelegten Vorspannung ist, wobei
nicht allein der Schleier beseitigt werden kann, sondern auch bezüglich der Halbtöne
durch die Mengen der Toner-Übertragung und der Rückübertragung in Übereinstimmung
mit dem Oberflächenpotential des Halbtönungs-Bilds die Endmenge der Tonerübertragung
zu dem Ladungsbildträger hin bestimmt ist, wjs gemäß der Darstellung durch die Kurve
3 in Fig.
-
1 eine Kennlinie "Ladungsbildpotential gegen Tonerübertragungsmenge"
mit guter Tönungsreproduktion ergibt.
-
Die Bedingungen hierfür sind bei positiver Bildbereichladung 1Vrnax
- VL| > IVL V Vmin und |Vmax - VD| < |VD - Vmin| sowie bei negativer Bildbereichladung
|Vmin - VL| > |VL - Vmax| und |Vmin - VD| < |VD - Vmax|
Wie
vorangehend beschrieben wurde, wird durch das Anlegen einer äußeren Wechselspannung
zwischen die Ladungsbilderzeugungs-Fläche und den Tonerträger die Tönungsgradation
des sich ergebenden Bilds beträchtlich verbessert; es ist ferner möglich, auch die
Reproduzierbarkeit von Linien-Bildern gleichfalls weiter dadurch zu verbessern,
daß die Amplitude und die Frequenz der äußeren Wechselspannung auf geeignete Größen
gewählt werden, wie es nachstehend beschrieben wird.
-
In der nachstehenden Beschreibung wird davon ausgegangen, daß die
Ladung zur Bildung des Ladungsbilds positiv ist. Bei der Tonerübertragungs-Entwicklung
gemäß der 'Darstellung in der Fig. 4 verlaufen die aus den Ladungsbildrändern austretenden
elektrischen Kraftlinien um die Rückseiten- bzw. Gegenelektrode der Ladungsbilderzeugungsfläche
herum und können die Tonerschicht nicht erreichen, was zu der Neigung führt, daß
sich bei der Entwicklung eine verengte Linie oder eine mangelhafte Schärfe der Ränder
des Bilds ergibt.
-
Wenn andererseits die Wechsel schwingung gemäß der Darstellung in
der Fig. 1 angelegt wird und gemäß der Darstellung in dieser Figur der Minimalwert
Vmin der angelegten Spannung niedriger als das Ladungsbild-Hellbereichpotential
VL ist, nehmen die elektrischen Kraftlinien in dem Entwicklungsbereich bei dem Entwicklungsbeschleunigungsschritt
die in Fig. 5 gezeigte Form an. Das heißt, die elektrischen Kraftlinien verlaufen
weniger um die Ränder des Ladungsbilds herum, so daß in dem Entwicklungsbereich
parallele elektrische Felder geformt werden. Daher werden auch die Ränder klar entwickelt.
-
Zur derartigen Verbesserung der Reproduzierbarkeit der Ränder des
Bilds ist es vorteilhaft, die Entwicklungsbeschleunigungs-Vorspannung (Vmin) auf
einen ausreichenü niedrigen Wert (im Falle eines positiven Ladungsbilds) zu währen,
jedoch ergibt ein zu niedriger Wert dieser Vorspannung ein Anhaften von überschüssigem
Entwickler an dem bildfreien Bereich bei dem Tonerübertragungsschritt, sodaß selbst
bei Steigerung der Rückübertragungs-Vorspannung zum Abführen dieses überschüssigen
Toners das sich ergebende Bild schließlich kontrastarm wird.
-
Andererseits muß zwischen der Tonerträger-Fläche und der Ladungsbilderzeugungsfläche
ein Schwellenwert mit einer bestimmten endlichen Potentialdifferenz bestehen, um
den Toner von der Tonerträgerfläche oder der Ladungsbilderzeugungsfläche zu lösen
und zur anderen Fläche hin zu übertragen. Wenn gemäß der vorangehenden Beschreibung
die Tonerübertragung von dem Tonerträger zu der Ladungsbilderzeugungsfläche auftritt,
ist dieser Schwellenwert gleich IVth.fl, während der Schwellenwert gleich lVth.r
ist, wenn die Tonerrückübertragung von der Ladungsbilderzeugungsfläche zu dem Tonerträger
erfolgt.
-
Zur Steigerung der Reproduzierbarkeit von Linienbildern unter Vermeiden
des Anhaftens überschüssigen Entwicklers am blldfreien Bereich bei dem Tonerübertragungsschritt
muß der Wert IVth.ft ausreichend groß gewählt und die Entwicklungsbeschleunigungs-Vorspannung
(Vmin) verringert werden. Der geeignete Wert liegt im wesentlichen in den7Bereich
VL - 2IVth.fI ( Vmin < VL (10), und beträgt vorzugsweise Vmin % VL - ..........
(11).
-
Wenn die Vorspannung Vmin unterhalb des Werts VL - 2x iVth.fi liegt,
ist ein Schleier im bildfreien Bereich unvermeidbar.
-
Falls bei einem vorzugsweise gewählten Ausführungsbeispiel des Entwicklungsverfahrens
als Entwickler magnetischer Toner verwendet wird und als Tonerträger ein einen Magneten
umschließender nichtmagnetischer Zylinder verwendet wird, wird es ersichtlich, daß
Bilder erzielt werden, die an den Bildrändern deutlich bzw. klar sind und hinsichtlich
der Halbton-Reproduktion hervorragend sind.
-
Ein Vorteil der Verwendung des magnetischen Toners liegt darin, daß
durch geeignete Wahl des Magnetismus des Toners ' und der Magnetkraft des Tonerträgers
die Haltekraft des Toners an dem Tonerträger vergrößert wird, so daß der Schwellenwert
IVth.fl größer wird, was zur Folge hat, daß die Vorspannung Vmin für das äußere
Wechselfeld auf einen ausreichend niedrigen Wert gewählt werden kann.
-
Entsprechend dem geeigneten Wert von Vmin in dem Bereich VL - 2|Vth.f|<Vmin<VL
liegt der geeignete Wert für Vmax in dem Bereich VD Vmax <VD + 2iVth.r (12).
-
Es wird deutlich, daß diese Werte durch einen minimalen Wechselspannungswert
die Wirkung der Verbesserung der Reproduzierbarkeit zu dem größten Ausmaß steigern.
Um zu bewirken, daß der Toner über den Entwicklungszwischenraum fliegt und zeitweilig
auch den bildfreien Bereich erreicht, um dadurch die Tönungswiedergabe zu verbessern,
und dann der Toner hauptsächlich von dem bildfreien Bereich abgeführt wird, ist
es notwendig, die Amplitude und die Wechselfrequenz der angelegten Wechselvorspannung
geeignet
zu wählen. Nachstehend werden die Ergebnisse von Versuchen gezeigt, bei welchen
die auf eine derartige Wahl zurückzuführende Wirkung bei dem Entwicklungsverfahren
deutlich zum Ausdruck kommt.
-
Die Fig. 6 zeigt die aufgetragenen Ergebnisse eines Versuchs, bei
dem bei festgelegter Amplitude der angelegten Wechselspannung und veränderter Frequenz
derselben die jeweilige Bilddichte bzw. Bildreflexionsdichte (D) für ein jeweiliges
Ladungsbildpotential (V) gemessen wurde. Diese Kurven werden nachstehend als V-D-Kurven
bezeichnet. Dieser Versuch wurde mit folgendem Aufbau ausgeführt: Auf einer zylindrischen
Ladungsbilderzeugungsfläche wurde ein positives elektrostatisches Ladungsbild erzeugt.
Der verwendete Toner war ein magnetischer Toner (mit einem Gehalt von 30 G%o Magnetit),
wie er nachstehend beschrieben wird. Der Toner wurde in einer Dicke von ungefähr
60 Uum auf einen einen Magneten umschließenden nichtmagnetischen Zylinder aufgetragen
und es wurde dem Toner durch die Reibung zwischen dem Toner und der Zylinderoberfläche
eine Ladung erteilt. Wenn der Minimal-Entwicklungsabstand bzw. -zwischenraum zwischen
der Ladungsbilderzeugungsfläche und dem Zylinder auf 100 /um gehalten wurde, ergaben
sich die in Fig. 6 gezeigten Ergebnisse. Die Dichte des von dem in dem Zylinder
eingeschlossenen Magneten erzeugten Magnetflusses an der Entwicklungsstation betrug
ungefähr 70 mT (700 Gs). Die zylindrische Ladungsbilderzeugungsfläche und der Zylinder
wurden in gleicher Richtung an der Entwicklungsstation mit im wesentlichen gleicher
Geschwindigkeit von ungefähr'll0 mm/s in Umlauf versetzt. Dementsprechend durchlief
die Ladungsbilderzeugungsfläche in der Entwicklungsstation den Minimalabstand und
entfernte sich dann allmählich von dem Tonerträger.
-
Das an den Zylinder angelegte elektrische Wechselfeld wurde mit einer
Sinuswelle mit der Amplitude V p = 800 V p-p (Spitze-Spitze-Wert) erzeugt, der eine
Gleichspannung von +200 V überlagert war. Die Fig. 6 zeigt die V-D-Kurven
bei
einer Wechselfrequenz der angelegten Spannung von 100 Hz, 400 Hz, 800 Hz, 1 kHz
und 1,5 kHz sowie die V-D-Kurve indem Fall, daß kein Vorspannungsfeld angelegt wurde,
sondern die Rückseiten- bzw. Gegenelektrode der Ladungsbilderzeugungsfläche und
der Zylinder leitend verbunden wurden.
-
Aus diesen Ergebnissen ist ersichtlich, daß dann, wenn kein Vorspannungsfeld
angelegt wird, der Gradient bzw. der sog. Wert der V-D-Kurve sehr groß ist, jedoch
durch Anlegen eines elektrischen Wechselfelds niedriger Frequenz sehr klein wird,
so daß die Tönungsgradation außerordentlich gesteigert ist. Wenn die Frequenz des
äußeren elektrischen Felds von 100 Hz weg gesteigert wird, wird der t -Wert allmählich
größer, so daß die Wirkung der Verbesserung der Tönungsgradation schwächer wird;
bei der vorstehend genannten Amplitude (V p = 800 V) p-p wird die Wirkung im Falle
eines Abstands von 100 um sehr gering, wenn die Frequenz 1,5 kHz übersteigt. Es
wird angenommen, daß dies auf folgenden Grund zurückzuführen ist: Wenn in dem Zwischenraum
zwischen der Zylinderoberfläche und der Ladungsbilderzeugungsfläche während des
Entwicklungsvorgangs, bei dem ein elektrisches Wechselfeld angelegt wird, an dem
Toner wiederholt das Anhaften und das Ablösen auftritt, ist zum Gewährleisten der
Hin- und Herbewegung des Toners eine bestimmte endliche Zeitdauer notwendig. Wenn
insbesondere der Toner dadurch übertragen wird, daß er einem schwachen elektrischen
Feld ausgesetzt wird, bedarf es zur zwangsweisen Übertragung des Toners einer langen
Zeitdauer. Andererseits ist es zur Reproduktion der Dichte von Halbtönen notwendig,
daß der Toner einem elektrischen Feld ausgesetzt wird, das schwach ist, jedoch stärker
als ein bestimmter Schwellenwert ist, um innerhalb einer Halbwelle des elektrischen
Wechselfelds zwangsweise die Übertragung zu dem Bildbereich hin herbeizuführen.
Zu diesem Zweck ist bei konstanter Amplitude
des elektrischen Wechselfelds
eine niedrigere Frequenz vorteilhafter, so daß daher gemäß der Darstellung durch
die Ergebnisse des Versuchs eine besonders gute Tönungswiedergabe bei einem elektrischen
Wechselfeld mit sehr niedriger Frequenz erzielbar ist.
-
Andererseits ergibt eine zu niedrige Frequenz keine ausreichende
Wiederholung der Hin- und Herbewegung bzw.
-
Wechselbewegung des Toners während der Dauer des Durchlaufs der Ladungsbilderzeugungsfläche
durch die Entwicklungsstation; weiterhin entsteht die Neigung zu einer ungleichmäßigen
Entwicklung in dem Bild durch die Wechselspannung. Als Ergebnis des vorstehend beschriebenen
Versuchs wurden allgemein gute Bilder bei einer Frequenz bis herunter zu 40 Hz erzielt;
wenn die Frequenz unterhalb 40 Hz lag, wurden bei dem sichtbaren Bild Unregelmäßigkeiten
hervorgerufen. Es wurde festgestellt, daß die Frequenz-Untergrenze, bei der keine
Ungleichmäßigkeiten in dem sichtbaren Bild erzeugt wurden, von den Entwicklungsbedingungen
abhängt, und zwar insbesondere von der Entwicklungsgeschwindigkeit (die auch als
Prozeßgeschwindigkeit V in mm/s bezeichnet wird). Bei dem beschriebenen p Versuch
betrug die Geschwindigkeit der Bewegung der Ladungsbilderzeugungsfläche 110 mm/s,
so daß daher die Frequenzuntergrenze 40/110 x Vp % 0.3 x V ..... (13) P betrug.
Bezüglich der Kurvenform der angelegten Wechselspannung wurde festgestellt, daß
irgendeine Sinuswelle, Rechteckwelle, Sägezahnwelle oder eine asymmetrische Welle
aus diesen wirkungsvoll sind.
-
Dieses Anlegen einer Wechselvorspannung niedriger Frequenz bringt
eine beträchtliche Verbesserung der Tönungsgradation mit sich, jedoch muß der Spannungswert
in
geeigneter Weise gewählt werden. Ein zu großer Wert |Vmin| der Wechselvorspannung
kann nämlich während des Tonerübertragungsschritts zur Berührung einer übermäßig
großen Tonermenge mit dem bildfreien Bereich führen, was bei dem zweiten Verfahrensschritt
bei der Entwicklung eine unzureichende Beseitigung dieses Toners ergibt, was wiederum
dazu führt, daß in dem Bild ein Schleier bzw.
-
eine Verschmutzung zurückbleibt. Ferner bewirkt ein zu großer Wert
von IVmax 1 daß eine große Tonermenge von dem Bildbereich weg zurückgebracht wird,
wodurch die Dichte des sog. Tiefschwarzbereichs verringert wird. Zum Verhindern
dieser Erscheinungen und zum ausreichenden Verbessern der Tönungsgradation sollen
daher Vmax und Vmin vorzugsweise nach folgenden Bedingungen gewählt werden: Vmax
# VD + |Vth.r| .......... (14) Vmin # VL - |Vth.f| .......... (15) Vth.f und Vth.r
sind die schon beschriebenen Potentialschwellenwerte. Wenn die Spannungswerte der
Wechselvorspannung derart gewählt sind, wird verhindert, daß bei dem Tonerübertragungsschritt
eine übermäßige Menge an Toner an dem bildfreien Bereich anhaftet und bei dem Rückübertragungsschritt
eine übermäßige Menge an Toner von dem Bildbereich weg zurückkehrt; damit wird sichergestellt,
daß ein brauchbares Entwicklungsergebnis erzielt wird.
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Gemäß der vorangehenden Beschreibung umfaßt das Entwicklungsverfahren
als ersten Schritt einen Verfahrens-
schritt, bei dem das elektrische
Wechselfeld so eingestellt ist, daß der Übergang der Entwicklerteilchen einseitig
vom Entwicklerträger zum Bildbereich an dem Ladungsbildträger herbeigeführt wird.
Durch diesen Verfahrensschritt wird die Dichte des Bildbereichs ausreichend gesteigert,
während auch wirkungsvoll die Tönungs-Reproduzierbarkeit und die Reproduzierbarkeit
von Linienbildern verbessert werden.
-
DIeser Vor-Verfahrensschritt wird nun anhand der vorangehend genannten
Figuren beschrieben.
-
Gemäß den Fig. 2A und 3A wird vor dem zweiten Schritt (2) und dem
dritten Schritt (3) eine Vorspannung angelegt, die einer gleichartigen Bedingung
wie bei dem dritten Schritt genügt, nämlich: Vmax # VD + |Vth.r| ......... (5)'
Dies ergibt den Verfahrensschritt, bei dem die Tonerteilchen von dem Entwicklerträger
weg zu dem Bildbereich an dem Ladungsbildträger übertragen werden, jedoch noch keine
Rückübertragung auftritt. Wenn in diesem Fall hinsichtlich des bildfreien Bereichs
die Bedingung Vmin > VL - |Vth.f| ......... (8)' erfüllt wird, ist es möglich,
die'Übertragung zu verhindern (falls nämlich das elektrische Feld diesen Bedingungen
genügt, tritt auch keine Rückübertragung auf, da keine Übertragung stattgefunden
hat). Dieser Vor-Verfahrensschritt, bei dem allein die Übertragung zu dem Bildbereich
erfolgt, kann dadurch herbeigeführt werden, daß gleichmäßig ein elektrisches Wechselfeld
wie bei dem Schritt (3) angelegt wird oder ein elektrisches Feld ange-
legt
wird, das sich auf die gleiche Weise wie bei den aufeinanderfolgenden Schritten
(1), (2) und (3) verändert.
-
Als bestimmtes Verfahren hierzu wird die Wechselspannung allmählich
erhöht oder alternativ bei konstantem elektrischen Wechselfeld der Entwieklungsabstand
allmählich verkleinert, und zwar nach den Prinzipien, wie sie schon vorangehend
beschrieben sind.
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Dieser erste Schritt ist scheinbar nicht vorteilhaft, da bei dem
nachfolgenden zweiten Schritt die an dem Bildbereich haftenden Entwicklerteilchen
wieder hin- und herbewegt werden. Tatsächlich ist jedoch dieser erste Schritt dahingehend
wirkungsvoll, daß die Möglichkeit der Übertragung in dem Bildbereich gesteigert
wird und dadurch die wirksame Entwicklungszeit verlängert wird, wodurch die Dichte
des Bildbereichs gesteigert wird. Ferner können während dieser Zeitdauer unter der
durch die Gleichung (8)' dargestellten Bedingung die vorstehend genannten Vorteile
erzielt werden, ohne daß der bildfreie Bereich nachteilig beeinflußt wird (nämlich
Schleier entsteht).
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Daher stellt in praktischer Hinsicht der erste Schritt einen großen
Vorteil dar.
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Nachstehend werden einige bestimmte Beispiele in Einzelheiten beschrieben.
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Beispiel 1 Die Fig. 7A zeigt ein Beispiel für einen Aufbau, bei dem
die angelegte Wechselvorspannung erhöht und dann abgeschwächt wird; hierbei wird
gezeigt, daß eine Quellenspannung aus einer Wechselspannung niedriger Frequenz mit
einer überlagerten Gleichspannungskomponente dadurch abgeschwächt wird, daß eine
mechanische Schleifelektrode verwendet wird. Die Fig. 7B zeigt einen abgewandelten
Teil zum Abschwächen der Spannung unter Verwendung einer elektrischen Schaltung.
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In der Fig. 7A ist 10 ein photoernpfindliches ZnO-Papier, auf dem
in einer nicht gezeigten anderen Station ein elektrostatisches Bild bzw. Ladungsbild
erzeugt wurde.
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Das Papier 10 wird durch ein Paar von Walzen 13 zu der dargestellten
Entwicklungsstation befördert, dort zur Entwicklung angehalten und dann wieder zum
Fixieren weiterbefördert. 12 ist ein Tonerträger in Form eines elektrisch leitenden
Gummibands, das mittels eines Paars von Metall-Walzen 14 angetrieben wird. Das photoempfindliche
ZnO-Papier 10 als Ladungsbildträger und der Tonerträger 12 werden in der Weise zur
Entwicklungsstation transportiert, daß die Walzen 13 und 14 mittels eines Motors
22 intermittierend angetrieben werden; der Ladungsbildträger und der Tonerträger
bleiben während des Entwicklungsvorgangs fest stehen und werden vor Beginn des nächsten
Entwicklungszyklus weitertransportiert. Der Tonerträger führt einen halben Umlauf
aus und wird dann wieder angehalten.
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15 ist ein in einem Behälter 17 enthaltener isolierender Toner, der
Styrolharz, 3 Gew.-Sc Druckerschwärze und 2 Gew.-:o Ladungssteuermittel zur Steuerung
von Ladung positiver Polarität enthält. Ferner sind zusätzlich zur Verbesserung
der Fließfähigkeit 0,2 Gew.-% kolloidales Silitiumdioxid hinzugefügt. Der Toner
wird mittels des Tonertragers 12 transportiert, wobei die Dicke des aufgebrachten
Toners auf 100 bis 200 um mittels eines Elements 16 geregelt wird, das in Gleitberührung
mit dem Tonerträger 12 steht, und vor Beginn der Entwicklung an den Toner eine positive
Ladung mittels eines Koronaladers 18 aufgebracht wlrd. Der Abstand zwischen dem
Bildträger bzw. dem Papier 10 und'dem Tonerträger 12 wird auf 500 Mm gehalten. Mit
14a ist eine Schleifelektrode bezeichnet, die mit dem Kern der Dreh-Walze 14 in
Berührung ist und mit der aus einer Spannungsquelle 9 an den Tonerträger 12 eine
Wechselspannung angelegt wird. 20 ist eine Fellbürste, mit der der Entwickler umgerührt
wird, um ihn dem Tonerträger 12 zuzuführen.
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Das Dunkelbereich-Potential des an dem Ladungsbildträger 10 erzeugten
Ladungsbilds betrug -450 V, während das Hellbereich-Potential dieses Bilds -40 V
betrug. Die angelegte Spannung wurde durch eine Wechselspannung von 1200 V55 mit
einer Frequenz im Bereich von 10 bis 1000 Hz mit einer überlagerten Gleichspannung
von -200 V gebildet, wobei nur die Wechselspannung 0,2 Sekunden nach Beginn der
Entwicklung mit einer Zeitkonstante von ungefähr 0,5 auf Null abgeschwächt wurde.
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Nachstehend wird der Aufbau der Spannungsquelle 9 für eine derartige
Abschwächung beschrieben. 21 bezeichnet einen Motor zum Bewegen eines Schleifkontakts
26 an der Sekundärwicklung eines Transformators 27 bezeichnet. 24 bezeichnet eine
Wechselspannungsquelle, während 25 eine Gleichspannungsquelle ist. 23 ist eine Spannungsquelle
für den Antrieb einer Zeitsteuerungs-Signalgeberschaltung und der Motoren 21 und
22.
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0,2 Sekunden nach Beginn der Entwicklung bewegt sich der Schleifkontakt
26 aus seiner Stellung A mit gleichförmiger Geschwindigkeit in 0,5 Sekunden zu seiner
Stellung B. Auf die Verschiebung des Schleifkontakts 26 zu dessen Stellung B hin
wird der Motor 22 betrieben, um dadurch einen halben Umlauf des Tonerträgers 12
herbeizuführen, wobei während dieser Zeitdauer der Schleifkontakt zu seiner Stellung
A zurückkehrt.
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Die Reflexionsdichte des sich ergebenden Bildbereichs betrug 1,1.
Als nächstes wurde ein weiteres Ladungsbild mit den gleichen Bedingungen gewählt
und nur die Bedingung hinsichtlich des Anlegens der Wechselvorspannung verändert.
Hierbei wurde der Schleifkontakt während einer Sekunde aus seiner Stellung B mit
konstanter Geschwindigkeit in seine Stellung A bewegt und dann nach 0,2 Sekunden
während einer halben Sekunde aus seiner Stellung A zu seiner Stellung B bewegt.
Das heißt, es wurde im Unter-
schied zu dem vorangehenden Vorgang
als Vor-Verfahrensschritt die Bewegung aus der Stellung B in die Stellung A hinzugefügt.
Die Reflexionsdichte in dem sich ergebenden Bildbereich war 1,4. Die bildfreien
Bereiche dieser beiden Bilder hatten im wesentlichen keinen Schleier, wobei die
Gradation eines jeden Bilds hervorragend war.
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Die Fig. 7B veranschaulicht eine Spannungsquelle 9', bei der anstelle
eines Schleifkontakts eine bekannte RLC-Dämpfungsschaltung verwendet wird.
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Beispiel 2 Mit diesem Beispiel wird das Entwicklungsverfahren entsprechend
dem vorangehend beschriebenen zweiten Verfahren veranschaulicht. In der Fig. 8 ist
31 ein Ladungsbildträger mit einer Isolierschicht auf einer photoleitfähigen CdS-Schicht.
32 bezeichnet einen Entwicklerträger für elektrisch leitenden Entwickler 35, während
36 eine Spannungsquelle zum Anlegen einer Niederfrequenz-Wechselspannung an deri
Tonerträger bzw. Entwicklerträger ist. 34 ist ein Motor, der über eine Walze 33
den Ladungsbildträger 31 zu einer Bewegung vom Tonerträger weg antreibt, wobei der
Motorantrieb mittels der Zeitsteuerschaltung 37 gesteuert wird.
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Der Ladungsbildträger 31 und der Tonerträger 32 werden anfänglich
unter einem Zwischenabstand von 300 ,um bis 500 um gehalten. Dann wird nach 0,2
Sekunden der Ladungsbildträger 31 mittels des Motors 34 mit konstanter Geschwindigkeit
über 0,2 Sekunden angehoben, bis der Abstand auf 1 mm vergrößert ist. Zu diesem
Zeitpunkt ist die Entwicklung abgeschlossen. Während dieses Vorgangs wird der Bildbereich
des Ladungsbilds, der positiv geladen wurde (+350 V), mittels des negativ geladenen
Entwicklers 35 entwickelt. Die Komponenten dieses negativ geladenen Toners bzw.
Entwicklers sind die gleichen wie bei den anderen Beispielen.
-
Zwischen eine Rückseiten- bzw. Gegenelektrode 38 des Ladungsbildträgers
31 und den Tonerträger 32 wird eine äußere Wechselspannung angelegt, wobei bei diesem
Beispiel, wie es in Einzelheiten anhand der Fig. 3 beschrieben wird, die Spannung
Vmax 500 V war, die Spannung Vmin -300 V war und die Wechselfrequenz f 50 Hz war.
In diesem Fall war das Maximalpotential in dem Bildbereich, nämlich VD +350 V, wogegen
das Freibereich-Potential VL -50 V war. Auf diese Weise wurde nach dem Entwicklungsvorgang
gemäß der Beschreibung anhand der Fig. 3 ein Bild ohne Schleier, jedoch mit hervorragender
Gradation erzielt, bei dem die Bildbereich-Dichte 1,2 war.
-
Als Als nächstes wurde ein weiteres Ladungsbild mit den gleichen Eigenschaften
der Entwicklung unterzogen. Der Abstand wurde anfänglich für 0,2 Sekunden auf 1
mm Breite gehalten. Danach wurde der Abstand auf 300 bis 500 verringert und nach
0,2 Sekunden wurden der Ladungsbildträger und der Tonerträger wieder während einer
Sekunde mit konstanter Geschwindigkeit voneinander wegbewegt, um damit den Abstand
auf 1 mm zu vergrößern. Während dieser Bewegung wurde die vorstehend beschriebene
Wechselspannung angelegt.
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Das sich ergebende Bild war im Vergleich zu dem beim unmittelbar
vorher beschriebenen Vorgang erzielten Bild hinsichtlich der Dichte hervorragend.
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Beispiel 3 In der Fig. 9A bezeichnet 61 eine photoempfindliche Trommel
mit einem Halbmesser von 40 mm, die eine CdS-Schicht und eine Isolierschicht hat.
62 ist ein nichtmagenetischer Zylinder, der einen Halbmesser von 15 mm hat und in
dem ein Permanentmagnet 63 eingeschlossen ist.
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Die Trommel 61 und der Zylinder 62 werden in gleicher Richtung an
der Entwicklungsstelle mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit von 100 mm/s in Umlauf
versetzt.
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65 ist ein isolierender magnetischer Toner, der 60 Gew.-oM0 Styrolharz,
35 Gew.-S Magnetit, 3 Gew.-% Druckerschwärze und 2 Gew.-°/Ó eines Negativladungs-Steuermittels
enthält.
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Zur Verbesserung der Fließfähigkeit des Toners sind zusätzlich 0,3
Gew.-% kolloidales Siliciumdioxid hinzugefügt. Der Toner wird mittels des Zylinders
62 transportiert, wobei mittels einer in der Nähe des Zylinders angebrachten magnetischen
Rakel 66 die Dicke des auf den Zylinder aufgebrachten Toners auf ungefähr 70 um
geregelt wird. Ferner wird durch Reibungsladung zwischen dem Toner und dem Zylinder
62 dem Toner eine negative Ladung erteilt. Der Abstand zwischen der Trommel 61 und
dem Zylinder 62 wird auf einem Minimalabstand von 200 um gehalten, jedoch werden
mit der Drehung der Trommel 61 und des Zylinders 62 die Bewegungsgeschwindigkeiten
und der Abstand zwischen den beiden Elementen so gewählt, daß die schon in Verbindung
mit den Fig. 3A, 3B und 3C genannten Bedingungen erfüllt werden. Der Zylinder 62
und die Rakel 66 werden elektrisch verbunden, während an einen elektrisch leitenden
Träger 70 der Trommel 61 mittels einer Spannungsquelle 69 eine Wechselspannung angelegt
wird. Die Wechselspannung ist eine Sinuswelle mit einer Frequenz von 200 Hz, wobei
der Zusammenhang zwischen dem Spannungswert und dem Ladungsbildpotential dem in
Fig. 9B gezeigten entspricht.
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Das Ladungsbildpotential ist für den Bildbereich 500 V und für den
bildfreien Bereich 0 V, während die Sinuswelle eine Amplitude von 400 V (800 Vspitze
Spitze) mit einer überlagerten Gleichspanriung von +200 V hat.
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Mit dem vorstehend beschriebenen Aufbau und der Niederfrequenz-Vorspannung
wurden nach dem anhand der Fig. 3A, 3B und 3C in Einzelheiten beschriebenen Entwicklungsvorgang
Bilder erzielt, die eine hohe Tönungs-Gradation hatten und deutlich waren.
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Gemä der ausführlichen Beschreibung wird somit ein Entwicklungsverfahren
geschaffen, bei dem ein mit einer Rückseiten- bzw. Gegenelektrode versehener Ladungsbildträger
einem Tonerträger unter Einhalten eines bestimmten kleinen Zwischenabstands gegenübergesetzt
wird und das als wesentliches merkmal die folgenden drei Verfahrensschritte hat:
Erster Schritt: Ein elektrisches Wechselfeld, das schwächer als bei dem nachfolgenden
Schritt ist, wird so angelegt, daß in dem Zwischenraum zwischen dem Bildbereich
und dem Tonerträger an der Entwicklungsstation der Toner einseitig vom Tonerträger
zum Bildbereich übertragen wird; zweiter Schritt: Es wird ein elektrisches Niederfrequenz-Wechselfeld
angelegt, um in dem Zwischenraum zwischen dem bildfreien Bereich und dem Tonerträger
sowie in dem Zwischenraum zwischen dem Bildbereich und dem Tonerträger an der Entwicklungsstation
wiederholt sowohl im bildfreien Bereich als auch im Bildbereich abwechselnd die
Übertraguni der Tonerteilchen und die Rückübertragung zum Tonerträger hin herbeizuführen;
und dritter Shritt: Auf den zweiten Schritt folgend wird ein elektrisches Niederfrequenz-Wechselfeld
mit einer von der Stärke bei diesem zweiten Schritt unterschiedlichen Stärke so
angelegt, daß in dem Zwischenraum zwischen dem Tonerträger und dem Bildbereich der
Toner einseitig von dem Tonerträger zum Bildbereich übertragen wird und in dem Zwischenraum
zwischen dem Tonerträger und dem bildfreien Bereich der Toner einseitig von dem
bildfreien Bereich zu dem Tonerträger zurück übertragen wird.
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Das Entwicklungsverfahren mit diesen Scnritten ergibt sichtbar gemachte
Bilder, die die nachstehend aufgeführten verschiedenartigen Vorteile haben: Bei
dem zweiten und dem dritten Schritt gemäß der vorangehenden Beschreibung kehrt der
an dem bildfreien Bereich anhaftende Toner zu dem Tonerträger zurück, so daß ein
Anhaften des Toners an dem bildfreien Bereich vollständig vermieden wird, wogegen
ein Anhaften des Toners an dem Bildbereich beschleunigt wird, so daß die Tonerhaftung
an dem Bildbereich zufriedenstellend wird.
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Daher haben die reproduzierten Bildet eine hervorragende Gradation
ohne irgendeinen Schleier, wobei die Reproduktion selbst vorlagengetreu ist.
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Im vorstehenden wurde der Fall t)eschrieben, daß das Bildbereich-Potential
VD positiv ist; es besteht jedoch keine Einschränkung auf diesen Fall; vielmehr
ist das Entwicklungsverfahren auch dann anwendbar, wenn das Bildbereich-Potential
negativ ist; in diesem Fall nehmen die vorangehend angegebenen Gleichungen (2) bis
(12) die folgende Form an:
|Vmin - VD| < |VD - Vmax| (2') Vmin
= VD - |Vth.r| (3') Vmin > VD - |Vth.r| (4') Vmin # VD - |Vth.r| (5') |Vmin -
VL| > |VL - Vmax| (6') Vmax = VL + |Vth.f| (7') Vmax < VL + |Vth.f| , (8')
Vmax # VL + |Vth.f| (9') VL < Vmax < VL + 2|Vth.f| (10') Vmax # VL + |VTh.f|
(11') VD - 2|Vth.r| < Vmin < VD (12') Das Entwicklungsverfahren ist nicht
auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele begrenzt; vielmehr ist das
Verfahren auch zur Entwicklung von Bildern anwendbar, die nach dem elektrophotographischen
Verfahren, nach dem elektrostatischen Aufzeichnungsverfahren oder einem anderen
Bilderzeugungsverfaharen hergestellt wurden.
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L e e r s e i t e