DE3100582C2 - Druck-Steuerventil - Google Patents
Druck-SteuerventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Steuerventil zur Steuerung des
Drucks in einer offenen hydraulischen Schaltung, welche
eine Quelle von unter Druck stehendem Strömungsmedium,
einen durch das Strömungsmedium betätigten Verbraucher und
einen Abfluß umfaßt.
Ventile dieser Art weisen in der Regel ein bewegliches
Ventilelement auf, welches so ausgebildet ist, daß es
zu einem Auslaß öffnet und dabei einen Teil der Druckmittel-Strömungsmenge
abbläst, wobei die Bewegung dieses
Ventilelementes von einem Servomechanismus gesteuert wird,
der seinerseits in der Regel durch einen Elektromagneten
steuerbar ist. Dieser üblicherweise hydraulisch betätigte
Servomechanismus arbeitet als wirksamer Verstärker und
erzeugt so Kräfte und/oder Bewegungen, die hinreichend
groß zur Steuerung des Ventilelements sind, wenn geringere
Kräfte und/oder Bewegungen auf den Servomechanismus aufgebracht
oder in ihm erzeugt werden. Es ist ein solches
Druck-Steuerventil bekannt (DE-OS 22 56 208), bei welchem
der Servomechanismus von einem druch einen Elektromagneten
angesteuerten Strahlrohrverstärker gebildet
wird, der seinerseits einen in spezieller Weise aufgebauten
Kolben und dieser eine Prallplatte ansteuert,
welche den Abfluß von nunmehr aus dem hydraulischen
Hauptsystem entnommenem und das eigentliche steuernde
Ventilelement zusätzlich zur Feder beeinflussenden
Strömungsmediums steuert. Die beim bekannten Druck-
Steuerventil vorgesehene Verwendung eines Strahlrohrverstärkers
zur Vorsteuerung des Steuerventils erfordert
aber einen gesonderten Steuerkreislauf für das Steuermedium,
da der vorgesehene Strahlrohrverstärker nur
dann wirklich exakt arbeitet, wenn er mit Steuermedium
mit gleichbleibend hohem Druck beaufschlagt wird.
Aufgrund dieses Aufbaus des Servomechanismus ist das
bekannte Ventil konstruktiv aufwendig und hat vergleichsweise
hohe Abmessungen.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein
Steuerventil nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
zu schaffen, welches konstruktiv einfach aufgebaut ist,
geringe Abmessungen hat und mit hoher Zuverlässigkeit
arbeitet, d. h. eine hohe dynamische Stabilität in dem
Sinne aufweist, daß der vom Ventil gesteuerte Druck
durch Druckänderungen in dem zugeführten Druckmittel
weitestgehend unbeeinflußt bleibt. Durch die Möglichkeit,
eines oder mehrere seiner Teile aufzutauschen, soll das
Ventil außerdem in einem großen Druckbereich verwendbar
sein, so daß es für vielseitige Anwendungsfälle brauchbar
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein
Steuerventil, welches in Kombination
- (a) ein Ventilgehäuse mit einem im Gehäuse vorgesehenen Hohlraum, einem mit der Quelle von unter Druck stehendem Strömungsmedium und dem Verbraucher verbindbaren Einlaß in den Hohlraum und wenigstens einem mit dem Abfluß verbindbaren Auslaß aus dem Hohlraum,
- (b) einen innerhalb des Hohlraums beweglichen Schieber, an dessen einem Ende ein kegelstumpfförmiges Ventilelement angeordnet ist, welches das Öffnen und Schließen eines der in den Hohlraum führenden Auslässe steuert und zwischen dem Einlaß und einem ersten Auslaß angeordnet ist, wobei der bewegliche Schieber den Hohlraum so unterteilt, daß er eine erste Kammer, in welcher der Einlaß mündet, und eine mittels einer ersten Bohrung vorgegebener Abmessungen mit der ersten Kammer in Reihe geschaltete zweite Kammer bildet, die an einem Ende durch eine fest angeordnete Büchse verschlossen ist, welche eine mit der zweiten Kammer über eine zweite Bohrung vorgegebener Abmessungen in Reihe geschaltete dritte Kammer bildet und wobei ein zweiter Auslaß über einen Durchlaß mit der dritten Kammer verbunden ist,
- (c) eine den beweglichen Schieber normalerweise in eine den Abfluß verschließende und in Richtung einer Verschiebung zur zweiten Kammer drängende Feder, gegen deren Wirkung der beweglichen Schieber in Richtung zum ersten Auslaß verschiebbar ist,
- (d) erste und zweite, am beweglichen Schieber vorgesehene und den in der ersten und zweiten Kammer herrschenden Drücken ausgesetzte Arbeitsflächen, deren Beaufschlagung eine axiale Verschiebung des Ventilelements bewirkt, und
- (e) ein den Durchlaßquerschnitt des Durchlasses steuerndes Verschlußelement, welches in Abhängigkeit von den Anforderungen des Verbrauchers durch einen Elektromagneten steuerbar ist und so arbeitet, daß kontinuierlich ein ununterbrochener Strom des Strömungsmediums vom Einlaß durch die erste, zweite und dritte Kammer und die erste und die zweite Bohrung zum zweiten Auslaß strömt, wodurch der bewegliche Schieber in Abhängigkeit von Änderungen des Stroms des durch den zweiten Auslaß hindurchtretenden steuernden Strömungsmediums verschoben und so der durch den ersten Auslaß abgeführte Strom von Strömungsmittel gesteuert wird,
aufweist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
2 bis 5 angegeben.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der
Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine hydraulische Schaltung, in
welche das erfindungsgemäße Steuerventil
eingeschaltet ist; und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das in einer
allgemeinen Betriebsstellung stehende
Steuerventil.
Das erfindungsgemäße Druck-Steuerventil dient zur
Einschaltung in eine offene hydraulische Schaltung
der in Fig. 1 gezeigten Art, um den Druck in einem
hydraulischen Druckmittel zu steuern, welches von
einer Pumpe 2 über eine Leitung 3 zu einem Verbraucher 1
gefördert wird. Das in seiner Gesamtheit mit 4 bezeichnete
erfindungsgemäße Ventil ist über einen
Leitungsabschnitt 5 angeschlossen, welches das
Druckmittel zu einem Einlaß 6 (Fig. 2) des Ventils
führt. Das Druckmittel wird dann in der nachstehend
beschriebenen Weise über an Auslässe 10 bzw. 11
(Fig. 2) des Ventils angeschlossene Leitungen (Abfluß) 8 und 9
in einen Druckmittel-Vorratsbehälter 7 (Fig. 1)
abgeführt.
Das in Fig. 2 in einer mittleren Betriebsstellung
dargestellte Ventil weist ein Ventilgehäuse 15 mit
einem Hohlraum (Gehäuse-Ausnehmung) 16 auf, die eine Anzahl von
durch zylindrische Flächen begrenzten Abschnitten
aufweist und an einem Ende durch einen Verschlußstopfen
17 und am anderen Ende durch einen Anschlußflansch
18 für einen elektrischen Betätigungsmagneten 19
verschlossen ist.
Das Ventil weist außerdem einen in der Gehäuse-Ausnehmung 16
beweglichen Schieber 20 mit einem Ventilelement 21
auf, welches den Durchlaßquerschnitt eines Durchlasses
zwischen einer ersten Kammer 22 (Fig. 2)
und dem Auslaß 10 steuert. Zu diesem Zweck ist
das Ventilelement 21 mit einer konischen Steuerfläche
21a versehen, der eine Sitzfläche 22a der
besagten Kammer zugeordnet ist, an welcher die
konische Steuerfläche 21a in Anlage bringbar ist.
Der Einlaß 6 des Ventils mündet in der ersten Kammer 22.
Der Schieber 20 weist außerdem ein über einen Schaft 24
starr mit dem Ventilelement 21 verbundenes und demzufolge
ebenfalls innerhalb der Gehäuse-Ausnehmung 16
verschiebbares Kolbenelement 23 auf, welches so ausgebildet
ist, daß es zusammen mit den Begrenzungsflächen
der Gehäuse-Ausnehmung 16 eine zweite Kammer 25
bildet. Das Kolbenelement 23 weist zweckmäßig eine
rohrförmige Umfangswand 26 auf, deren Längsmittelachse
im wesentlichen mit der Längsmittelachse des
Ventilelements 21 fluchtet. Die erste Kammer 22
steht mit der zweiten Kammer 25 über eine in der
Umfangswand 26 des Kolbenelements 23 vorgesehene
erste radiale Bohrung 28 von vorgegebenem Durchmesser
in Verbindung. Eine zwischen dem Verschlußstopfen
17 und dem Ventilelement 21 angeordnete
Feder 27 versucht das Ventilelement in die (nicht
gezeigte) Schließstellung zu führen, in welcher
die konische Steuerfläche 21a auf der zugeordneten
Sitzfläche 22a aufsitzt und den Durchlaß zum Auslaß 10
der ersten Kammer 22 verschließt.
In der Gehäuse-Ausnehmung 16 des Ventils ist an
dem dem Ventilelement 21 gegenüberliegenden Ende
des Kolbenelements 23 eine Büchse 29 mit einer rohrförmigen
Umfangswand und einer Basiswand (Abschlußwand) 31
angeordnet, welche im Inneren eine dritte Kammer 34
bildet. Diese letzterwähnte Kammer 34 steht über
eine zweite, in der Umfangswand 30 vorgesehene zweite
radiale Bohrung 35 in hydraulischer Verbindung mit
der zweiten Kammer 25. Die dritte Kammer ist außerdem
an einen Auslaß 11 über ein zwischengeschaltetes
Verschlußelement angeschlossen, welche im dargestellten
Fall die Form einer Kugel 36 hat, die
auf einer zugeordneten Sitzfläche 34a der Kammer
aufsitzen kann, wobei ihre Verschiebung von einem
Schaft 37 des elektrischen Betätigungsmagneten 19
gesteuert wird.
Die Büchse 29 ist im Ventilgehäuse 15 in geeigneter
Weise befestigt, beispielsweise mittels eines
Ringbundes 38, der auf einer zugeordneten Ringschulter
im Ventilgehäuse aufsitzt und durch einen
Sprengring 39 in Anlage an dieser Schulter gehalten
wird.
Das Steuerventil arbeitet in der folgenden Weise.
Es wird angenommen, daß das Steuerventil in einer
allgemeinen Arbeitsstellung stehe, wie es in Fig. 2
gezeigt ist, in welcher Druckmittel seinem Einlaß 6
zuströmt, und der elektrische Betätigungsmagnet ist
so betätigt, daß sein zugeordneter Schaft 37 eine
solche Stellung einnimmt, daß er das Verschlußelement
(Kugel 36) der dritten Kammer 34 etwas
um einen vorbestimmten Betrag öffnet, der von dem
Druck abhängig ist, der am Einlaß 6 (und demzufolge
in der in Fig. 1 gezeigten Leitung 3) eingestellt
werden soll.
Das in den Einlaß 6 eintretende Druckmittel füllt
zunächst die erste Kammer 22, aus welcher es dann
durch die erste Bohrung 28 in die zweite Kammer 25
und von dieser über die zweite Bohrung 35 in die
dritte Kammer 34 strömt. Das besagte Druckmittel
fließt schließlich durch den von der Kugel 36 nicht
abgeschlossenen Durchlaß zum Auslaß 11, wodurch auf
dem beschriebenen Weg ein Strom von Steuer-Druckmittel
zwischen dem Einlaß 6 und dem Auslaß 11 entsteht.
Das Druckmittel, welches die erwähnten Kammern füllt,
beaufschlagt die Flächen des Ventilelements 21 und
des Kolbenelements 23 mit Drücken, die eine Resultierende
in Richtung der Achse des Schiebers 20
aufweisen, welche von Null abweicht, und welche
- wie im folgenden noch ersichtlich wird - im angenommenen
Fall (Durchlaß für die dritte Kammer 34 teilweise
geöffnet) eine solche Richtung und eine absolute Größe
hat, daß die Federspannung der Feder 27 überwunden
und die Steuerfläche 21a des Ventilelements 21 von
der zugehörigen Sitzfläche 22a abgehoben und der
Durchlaß der ersten Kammer 22 zum Auslaß 10 geöffnet
wird. In der besagten Betriebsstellung wird der
Schieber 20 unter der Einwirkung der auf ihn einwirkenden
resultierenden Druckkräfte und der von
der Feder 27 ausgeübten Spannkraft F in
eine Gleichgewichtsstellung verschoben, wie sie
beispielsweise in Fig. 2 gezeigt ist, in welcher
ein Durchströmungsweg frei ist für den Durchtritt
eines Hauptstroms von Druckmittel zum Auslaß 10.
Die Größe dieses Durchlasses ist in Fig. 2 mit β
bezeichnet.
Der in der ersten Kammer 22 (und demzufolge im Einlaß
6 und den in Strömungsrichtung dahintergelegenen
Leitungen) sich einstellende Druck hängt von der
Durchflußmenge von Druckmittel ab, die über den
Hauptstrom abgeblasen wird, und von der Größe des
Durchlasses β, der in der nachstehend beschriebenen
Weise durch den Steuerstrom gesteuert wird, d. h.
durch das Ausmaß, um welches die dritte Kammer 34
zum Auslaß geöffnet wird, wobei dieses Öffnen von
der Stellung der Kugel 36 abhängt.
Wenn das Steuerventil in einer der in Fig. 2 dargestellten
Stellung entsprechenden Stellung steht
und die geschilderten Haupt- und Steuerströme auftreten,
dann ist der Druck pc des Druckmittels in
der zweiten Kammer 25 geringer als der Druck p in der
ersten Kammer 22, und der Druck pp in der dritten
Kammer 34 ist kleiner als pc, was auf die Druckabfälle
beim Durchtritt durch die erste und zweite Bohrung 28
bzw. 35 zurückzuführen ist. In diesem Zusammenhang
werde angenommen, daß q die auf die Zeit bezogene
Größe des Steuerstroms sei, und daß Druckmittel
eine Dichte ρ habe. cp und cc seien der Koeffizient
des Abfalls der theoretischen Geschwindigkeit und
der Koeffizient der Kontraktion des Druckmittelstroms
in den zugehörigen Bohrungen, während σ₁ und
σ₂ die Querschnitte der Bohrungen 28 bzw. 35 sind.
mit guter Annäherung gilt dann:
Hieraus ergibt sich durch Division:
In der erwähnten allgemeinen Gleichgewichtsstellung
wirkt auf den Schieber 20 die elastische Reaktionskraft
der Feder in der Größe F (Fig. 2) und die
durch die Drücke p und pc erzeugten, auf den Schieber
wirkenden Kräfte, welche, wenn S₁ und S₂ (S₂ < S₁)
die Flächengrößen der Abschnitte durch die erste
und zweite Kammer 22 und 25 (Fig. 2) darstellen
(mit den Durchmessern d₁ und d₂) offensichtlich
gleich p (S₂ - S₁) und pc S₂ sind. Die Gleichgewichtsgleichung
für den Schieber lautet daher wie folgt:
F+p (S₂ - S₁) = pc S₂ (4)
die auch geschrieben werden kann in der Form:
die unter Berücksichtigung von (1) und (2) einfach
umzuformen ist in
worin η das dimensionslose Verhältnis
ist, welches nur von den Querschnitten der Bohrungen 28
und 35 abhängt. Aus (6) ist daher ersichtlich, daß
bei einem Steuerventeil mit vorgegebenen geometrischen
Charakteristiken der Druck p in der ersten Kammer 22
(welcher der durch das Ventil in der Leitung erzeugte
Druck ist, an welcher das Ventil angeschlossen ist)
linear abnimmt, wenn der Druck pp in der dritten
Kammer 34 ansteigt, und demzufolge linear abnimmt,
wenn der Durchlaß der letztgenannten Kammer durch
Verschiebung der Kugel 36 in Richtung auf die zugeordnete
Sitzfläche 34a in der Kammer geschlossen wird.
Der minimale Druck p ist daher der, der auftritt,
wenn die Kammer vollständig geschlossen ist. Bei
diesem Zustand ist die sekundliche Mengenrate q
der Steuerströmung gleich Null, und in der zweiten
und dritten Kammer 25 bzw. 34 herrscht ersichtlich
der gleiche Druck p und daher wird dieser Minimalwert
des Drucks p:
was dadurch erhalten wird, daß in (5) und (6)
p - pc = O oder pp = p eingesetzt wird. Im Gegensatz
hierzu wird der Maximalwert des Drucks p dann erhalten,
wenn der Durchlaß in der dritten Kammer 34 vollständig
offen ist, was den Minimalwert von pp ergibt. Dieser
Maximalwert läuft gegen wenn pp gegen O geht.
Es ist ersichtlich, daß der Wert von pp nur von der
mit dem Schaft 37 des elektrischen Betätigungsmagneten
19 auf die Kugel 36 ausgeübten Schließkraft E (Fig. 2)
abhängt, wobei für das Kugel-Gleichgewicht gilt:
E = pp · S₃
worin S₃ die aus dem Durchmesser d₃ (Fig. 2) berechenbare
Querschnittsfläche der dritten Kammer 34 ist.
Aus einer Betrachtung von (6) kann außerdem ersehen
werden, daß die Veränderung von p mit pp (und damit
mit dem Schließen des Durchlasses durch die dritte
Kammer 34) um so größer ist, je größer der Term
wird, der daher als Verstärkungsfaktor des Drucks pp
betrachtet werden kann. Sobald die Werte von S₁ und S₂
eine vorbestimmte Größe haben, hängt der Verstärkungsfaktor
also nur noch vom Größenwert der Fläche σ₁
und σ₂ des Querschnitts durch die Bohrungen 28 und
35 ab.
Es ist daher ersichtlich, daß mit dem erfindungsgemäßen
Steuerventil der Druck p kontinuierlich in einem
breiten Bereich von Druckwerten gesteuert werden
kann, deren obere und untere Grenzen aus dem Vorstehenden
angenommen werden können zu
Eine Veränderung zwischen diesen Grenzen erfolgt
bei Veränderung von pp um so schneller, je mehr der
Verstärkungsfaktor ansteigt.
Es ist also ersichtlich, daß jede der vorerwähnten
Grenzen des Bereichs der Drücke p innerhalb deren
das erfindungsgemäße Ventil arbeiten kann, einfach
und schnell durch Austausch lediglich einer Komponente
des Ventils geändert werden kann. Die untere Grenze
kann beispielsweise durch Austausch der Schraubenfeder
27 gegen eine andere Feder abweichender Federkonstante
(d. h. einer Veränderung des Verhältnisses
) verändert werden, während der obere Grenzwert
durch Austausch der Büchse 29 (d. h. eine Veränderung
des Durchmessers der zweiten Bohrung 35 und demzufolge
des Verhältnisses ) veränderbar ist.
In gleicher Weise kann durch Austauschen der besagten
Büchse auch eine Veränderung des Verstärkungsfaktors
erhalten werden. Daraus folgt, daß das Steuerventil
für vielseitige Anwendungsfälle hervorragend geeignet
ist.
Es hat sich außerdem herausgestellt, daß mit dem
erfindungsgemäßen Ventil eine hohe dynamische Stabilität
erhalten wird, aufgrund deren es möglich ist,
einen sehr einfachen Elektromagneten (elektrischer
Betätigungsmagnet 19) des nicht gedämpften Typs zur
Steuerung zu verwenden, auch wenn häufige und erhebliche
Pulsationen in dem in der Leitung strömenden Druckmittel
(Leitung 3 in Fig. 1) auftreten. Diese dynamische
Stabilität ist auf die hohe auf das Druckmittel
ausgeübte Dämpfungswirkung zurückzuführen, wenn diese
durch die beiden Bohrungen 28 und 35 gepreßt wird,
wodurch der in die dritte Kammer 34 eintretende
Steuerstrom in keiner Weise von irgendwelchen
dynamischen Unregelmäßigkeiten in dem in den Ventileinlaß
6 einströmenden Druckmittel beeinflußt wird.
Die Dämpfungswirkung hängt sowohl vom Durchmesser als
auch von der Anordnung der besagten Bohrungen ab.
In diesem Zusammenhang sollten die Durchmesser der
Bohrungen 28 möglichst so klein gemacht werden,
wie dies mit den Schaltungsbedingungen für das das
Ventil durchströmende Druckmittel verträglich ist.
Es wurde gefunden, daß bei einer Anwendung in einer
üblichen Schaltung für eine Erdbewegungsmaschine
die Durchmesser der Bohrungen zwischen 0,5 mm und 1 mm
liegen können.
Das erfindungsgemäße Steuerventil stellt außerdem
eine integrierte Konstruktion zwischen den Arbeitsteilen
(Ventilelement 21, erste Kammer 22) und dem
Steuerteil (Kolbenelement 23, zweite und dritte Kammer
25 und 34) dar, mit dem Vorteil, daß ein sehr kompakter
Aufbau mit sehr geringen Gesamtabmessungen erhalten
wird.
Es ist ersichtlich, daß im Rahmen des Erfindungsgedankens
Abwandlungen und Weiterbildungen des
beschriebenen Ausführungsbeispiels verwirklicht
werden können. Insbesondere kann die Form der verschiedenen
die drei Kammern 22, 25 und 34 bildenden
Teile unterschiedlich sein, ebenso wie die Lage der
Bohrungen 28 und 35, welche die erste Kammer mit der
zweiten bzw. die zweite mit der dritten Kammer verbinden.
Claims (6)
1. Steuerventil zur Steuerung des Drucks in einer offenen
hydraulischen Schaltung, welche eine Quelle von unter
Druck stehendem Strömungsmedium, einen durch das
Strömungsmedium betätigten Verbraucher und einen Abfluß
umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerventil in Kombination
- (a) ein Ventilgehäuse (15) mit einem im Gehäuse vorgesehenen Hohlraum (16), einem mit der Quelle von unter Druck stehendem Strömungsmedium und dem Verbraucher (1) verbindbaren Einfluß (6) in den Hohlraum (16) und wenigstens einem mit dem Abfluß (8) verbindbaren Auslaß (10; 11) aus dem Hohlraum (16),
- (b) einen innerhalb des Hohlraums (16) beweglichen Schieber (20), an dessen einem Ende ein kegelstumpfförmiges Ventilelement (21) angeordnet ist, welches das Öffnen und Schließen eines der in den Hohlraum führenden Auslässe (10; 11) steuert und zwischen dem Einlaß (6) und einem ersten Auslaß (10) angeordnet ist, wobei der beweglichen Schieber (20) den Hohlraum (16) so unterteilt, daß er eine erste Kammer (22), in welcher der Einlaß (6) mündet, und eine mittels einer ersten Bohrung (28) vorgegebener Abmessungen mit der ersten Kammer (22) in Reihe geschaltete zweite Kammer (25) bildet, die an einem Ende durch eine fest angeordnete Büchse (29) verschlossen ist, welche eine mit der zweiten Kammer (25) über eine zweite Bohrung (35) vorgegebener Abmessungen in Reihe geschaltete dritte Kammer (34) bildet und wobei ein zweiter Auslaß über einen Durchlaß mit der dritten Kammer (34) verbunden ist,
- (c) eine den beweglichen Schieber (20) normalerweise in eine den Abfluß (8) verschließende und in Richtung einer Verschiebung zur zweiten Kammer (25) drängende Feder (27), gegen deren Wirkung der bewegliche Schieber (20) in Richtung zum ersten Auslaß (10) verschiebbar ist,
- (d) erste und zweite, am beweglichen Schieber vorgesehene und den in der ersten und zweiten Kammer (22; 25) herrschenden Drücken ausgesetzte Arbeitsflächen, deren Beaufschlagung eine axiale Verschiebung des Ventilelements (21) bewirkt, und
- (e) ein den Durchlaßquerschnitt des Durchlasses steuerndes Verschlußelement (Kugel 36), welches in Abhängigkeit von den Anforderung des Verbrauchers (1) durch einen Elektromagneten (19) steuerbar ist und so arbeitet, daß kontinuierlich ein ununterbrochener Strom des Strömungsmediums vom Einlaß (6) durch die erste, zweite und dritte Kammer (22; 25; 34) und die erste und die zweite Bohrung (28; 35) zum zweiten Auslaß (11) strömt, wodurch der bewegliche Schieber (20) in Abhängigkeit von Änderungen des Stroms des durch den zweiten Auslaß (11) hindurchtretenden steuernden Strömungsmediums verschoben und so der durch den ersten Auslaß (10) abgeführte Strom von Strömungsmittel gesteuert wird,
aufweist.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der bewegliche Schieber (20) eine im Zusammenwirken mit
den Begrenzungsflächen des Hohlraums (16) die zweite Kammer
(25) bildenden rohrförmige Umfangswand (26) aufweist, und
daß die erste Bohrung (28) in dieser Umfangswand (26) vorgesehen
gesehen ist, wobei ihre Achse im wesentlichen rechtwinklig
zur Längsachse der Umfangswand (26) verläuft.
3. Steuerventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse der Büchse (29) mit der Achse
des beweglichen Schiebers (20) zusammenfällt, daß die
Büchse (29) eine rohrförmige Umfangswand (30) und eine
ebene Basiswand (31) aufweist, und daß die zweite Bohrung
(35) in der Umfangswand (30) der Büchse (29) vorgesehen
ist, wobei ihre Achse im wesentlichen rechtwinklig zur
Achse der Büchse (29) verläuft.
4. Steuerventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschlußelement von einer Kugel (36) gebildet ist, die
auf einer Sitzfläche (34a) der Umfangswand (30) der
Büchse (29) aufsetzbar ist, und daß an der Kugel (36)
ein verschiebbarer Schaft (36) angreift, dessen Verschiebung
durch den Elektromagneten (19) steuerbar ist.
5. Steuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ventilelement (21) über einen
zylindrischen Schaft (24) mit dem beweglichen Schieber
(20) verbunden ist, wobei die erste Kammer (22) von der
Außenfläche des Schafts (24) und der Begrenzungsfläche des
Hohlraums (16) des Ventilgehäuses (15) gebildet wird.
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