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DE318148C - - Google Patents

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Publication number
DE318148C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glasses
lead
percent
aluminum
solder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT318148D
Other languages
English (en)
Publication of DE318148C publication Critical patent/DE318148C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/36Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings, fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
    • B23K35/3601Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings, fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest with inorganic compounds as principal constituents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

Es sind schon die verschiedensten Stoffe vorgeschlagen worden als Lötmittel zum Löten des sehr schwer zu lötenden Aluminiums. Alle diese Verfahren haben sich in der Praxis nicht bewährt. Die Ursache war darin zu suchen, daß einerseits infolge der Oxydhaut des Aluminiums nur ein sehr schlechtes Haften stattfand und anderseits an den Stellen, wo Lötmetall in das Aluminium eingedrungen war, die Lötstelle durch atmosphärische Einflüsse und infolge elektrolytischer Wirkung im Verlaufe von kürzerer oder länT gerer Zeit zerstört wurde. Das bisher beste Verfahren bestand darin, daß man fremde Metalle überhaupt vermied und die zu vereinigenden Werkstücke durch einen lange fortgesetzten Hämmerprozeß bei höherer Temperatur miteinander vereinigte. Das Verfahren wurde dann weiter verbessert dadurch, daß man auf die Lötstelle vor der Vereinigung gewisse Substanzen aufbrachte, wozu sich Salze der Metalle der ersten und zweiten Gruppe des periodischen Systems besonders eignen.
Im folgenden Werden für das Verfahren viel geeignetere Stoffe angegeben. Es wurde gefunden, daß gewisse Gläser oder glasartige Stoffe vorzüglich geeignet sind, und zwar solche, die unterhalb des Schmelzpunktes des Aluminiums schmelzen. Diese Stoffe lösen offenbar die auf der Oberfläche des Aluminiums befindliche Oxydschicht. Der Vorgang, besteht also in diesem Falle in einem reinen Schweißprozeß.
Durch eine kleine Abänderung des neuen Verfahrens gelingt es nun, mit diesem Schweißprozeß einen Lötvorgang zu vereinigen, wodurch die Arbeitsweise ganz bedeutend vereinfacht und verbessert werden kann. Nimmt man Gläser oder glasartige Stoffe, die ein durch Aluminium reduzierbares Metall enthalten, wie insbesondere Bleigläser, so findet nicht nur ein Auflösen der Oxydschicht, sondern eine wenn auch nur ganz geringfügige Ausscheidung von Blei in flüssigem Zustande auf der Oberfläche des Aluminiums statt, wodurch ein sehr gutes Haften erzielt wird. Für diese Zwecke ist bereits gewöhnliches, erhältliches Bleiglas brauchbar.
Es ist zweckmäßig, für diesen Verwendungszweck ein Bleiglas von ganz besonderer Zusammensetzung herzustellen. Dies ist deshalb möglich, weil eine ganze Reihe anderer Eigenschaften: Farbe, Festigkeit u. dgl. eine untergeordnete Rolle spielt. Es hat sich gezeigt, daß Bleigläser, die bis zu 8o Prozent Bleioxyd und mehr enthalten können, besser sind als gewöhnliche. Ganz besonders vorteilhaft ist ein Bleiglas, das aus etwa 70 Prozent Bleioxyd, 20 Prozent Kieselsäure und 10 Prozent Borax hergestellt ist. Dieses Glas schmilzt bereits bei 3900.
, Es ist auch zuweilen zweckmäßig, dem gepulverten Lötmittel metallisches Aluminium in Pulverform oder metallisches Blei oder auch andere Metalle zuzusetzen. In einigen Fällen, besonders bei schwer zu bearbeitenden Schweißstellen, kann hierdurch die Vereinigung bedeutend erleichtert werden.
Die Ausführung des Verfahrens gestaltet sich sehr einfach. Das mehr oder weniger
fein gepul-verte Lötmittel wird auf die zu vereinigenden Stellen, aufgestreut, diese Stellen dann erhitzt,' zur Berührung gebracht und durch ®jru:cK;; Hänimern^Oder Walzen vereinigt. Es ist hierbei nicht erforderlich, jedoch in vielen Fällen zweckmäßig, über die Schmelztemperatur des Aluminiums hinaus-, zugehen;

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zum Löten oder Schweißen von Metallen, insbesondere Aluminium, mittels Gläser oder glasartiger Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß das. Schmelzen der Gläser oder der glasartigen Stoffe bei oder unterhalb der Temperatur erfolgt,. bei. der die Vereinigung der Werkstücke stattfindet,
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Gläser verwendet werden, die ein durch Aluminium reduzierbares Metall enthalten, insbesondere Bleigläser.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Bleigläser verwendet werden, die einen verhältnismäßig sehr hohen Bleioxydgehalt haben, der. bis zu 80 Prozent und darüber betragen kann.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Glas verwendet' wird, das aus etwa 70 Prozent Bleioxyd, 20 Prozent Kieselsäure und 10 Prozent Borax hergestellt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurc)i gekennzeichnet, daß den Lötmitteln metallisches Blei oder auch andere Metalle zugesetzt werden,
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