DE315706C - - Google Patents
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M1/00—Substation equipment, e.g. for use by subscribers
- H04M1/64—Automatic arrangements for answering calls; Automatic arrangements for recording messages for absent subscribers; Arrangements for recording conversations
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung- zur
phonographischen Aufnahme und Wiedergabe telephonisch übermittelter Gespräche und verfolgt
das Ziel, diese Einrichtung, deren An-Schaffungskosten sich immerhin ziemlich hoch
stellen, dadurch besser auszunutzen, daß sie auch als Diktierphonograph im Bureaubetrieb
verwendet werden kann. Es liegt in der Natur dieses vielfach mit Telegraphon bezeichneten
ίο Apparates; daß er dadurch, daß nicht ständig
Telephongespräche aufzunehmen sind, nur zeitweise im Gebrauch ist. Es wird daher einleuchten,
daß der Apparat sich weit besser bezahlt machen würde, wenn er während der übrigen Zeit eine andere Verwendung finden
könnte, beispielsweise als Diktierapparat. Durch die vorliegende Erfindung wird dieser Gedanke
dadurch verwirklicht, daß bei der mit ,dem Schlitten des Telegraphons fest verbundenen
Schalldose diejenigen Teile, die die phonographische Aufnahme der telephonisch übermittelten
Gespräche bewerkstelligen, gegen solche Teile leicht auswechselbar gemacht sind, die eine
. rein phonographische Betriebsweise ermöglichen, während diejenigen Teile, die zu beiden Betriebsweisen
erforderlich sind, unverändert belassen werden können. Das wesentliche Merkmal der, Erfindung liegt also in der leichten·
Veränderbarkeit oder Umwandlung der Schall-' dose, wobei die nicht für beide Betriebsarten
verwendbaren Teile der Schalldose mit den bleibenden Teilen leicht lösbar verbunden sind.
Für den telephonographischen Betrieb bedarf die Schalldose eines geeigneten Magnet
systems, welches durch seine Einwirkung auf die Membran die ankommenden elektrischen
Sprechwellen in phonographische Schwingungen umwandelt. Diese gewissermaßen auf einem elektrophonischen Prinzip beruhende
Schalldose ist für den rein phonographischen Betrieb nicht verwendbar und wird erfindungsgemäß
in eine als pneumaphonisch anzusprechende Schalldose umgewandelt, d. h. eine Schalldose, bei welcher die phonographischen
Bewegungen des Schreibstiftes durch Vermittlung der Membran Luftschwingungen hervorrufen,
die sich dem Ohr als Töne wahrnehmbar machen. Für beide Betriebsarten verwendbar
ist aber insbesondere die Membran der Schalldose und der mit ihr gekuppelte Phonographen-Schreibstifthebel,
und diese Teile werden nun unauswechselbar gelassen und entweder durch Einsetzen eines Telephonmagnetsystems zu
einer telephonographischen Magnetschalldose oder durch Einsetzen einer die rein phonographische
Aufnahme oder Wiedergabe ermöglichenden Vorrichtung, Schallrohr oder
Schalltrichter, zu einer gewöhnlichen Phonographenschalldose vervollständigt. Dadurch,
daß nun, je nachdem der eine oder andere Gebrauch der Einrichtung beabsichtigt wird,
die entsprechende Schalldose durch eine leicht vorzunehmende Umwechslung der betreffenden
Teile an den bleibenden Teilen zusammengesetzt wird, wird die doppelte. Verwendbarkeit
der Einrichtung ermöglicht.
Die bloße Auswechselbarkeit . der elektrophonischen Teile gegen entsprechende pneumaphonische
genügt nun noch nicht ganz, um die Einrichtung für ihren geänderten Zweck
gebrauchsfertig zu machen, da die für die telephonographische Aufnahme erforderliche elektrische
Schaltungsanordnung bei Verwendung der Einrichtung zu rein phonographischen
Zwecken sehr leicht eine Störung verursachen
ίο könnte. Erfindungsgemäß wird dies dadurch
vermieden, daß bei der Umwandlung des Apparats durch die Auswechselung der genannten
Teile selbsttätig eine Umschaltung der elektrischen Schaltungsanordnung bewirkt wird.
Für diese Umschaltung wird ein Schalter vorgesehen; dessen Schalthebel mit einer Ablegedose
für das von der Schalldose abgenommene Magnetsystem versehen ist. Der Schalter wird
nun dadurch, daß das Magnetsystem in seine Ablage gelegt wird, umgelegt, wobei die Schaltung
zum Aufnahmemagneten unterbrochen wird, ' .
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar stellen Fig. 1 und 2 die Gesamtansicht der Einrichtung, von vorn und von der
Seite gesehen, dar, während Fig. 3 und 4 in vergrößertem Maßstab eine zweckmäßige Form
der verwandelbaren Schalldose in zwei Stelhingen zeigt. In Fig. 5 ist die Schaltung des
Telephonstromkreises schematisch angedeutet. Die Einrichtung baut sich in an sich bekannter
Weise auf einem kastenartigen Gehäuse ι auf, in welchem das mechanische Antriebswerk
untergebracht ist. Dieses steht mit der auf der Oberplatte angeordneten Walzentrommel
2 in Verbindung, auf die die Phonographen walze .3 aufgesetzt werden kann.
··.. Entlang der Walzentrommel 3 erstreckt sich die Führung 4 für den Schalldosenschlitten 5.
Die Führung 4 setzt sich, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, aus einer Schraubenspindel
6 und einem diese umschließenden ■. Rohr 7 zusammen, welches an der Unterseite
einen Längsschlitz 8 aufweist. Auf diesem Rohr 7 gleitet der Schlitten 5 vermittels eines
Rohrstückes 9, das an der unteren Stelle einen den Schlitz 8 offenlassenden Ausschnitt be-
• ■ sitzt. ■ Dieser Ausschnitt läßt ein Mutterstück
10 hindurchtreten, das eine Kupplung des Schlittens 5 mit der Spindel 6 herstellen kann. Das
Mutterstück 10 ist in einem Schlitz gelagert, so daß es in bezug auf die Spindel 6 radial
;■ verschoben werden kann, zu welchem Zwecke folgender Mechanismus vorgesehen ist. Das
Mutterstück 10 hat einen seitlichen Ansatz 11,
welcher mit einem Stellring 13 in Eingriff steht, der auf dem Rohrstück 9 des Schlittens 5
; geführt wird. Das Mutterstück 10 steht unter
der Einwirkung einer Feder 14, die einen Eingriff mit der Schraubenspindel 6 herbeizuführen
sucht. Dies tritt dann ein, wenn der Stellring 13'eine derartige Stellung hat, daß die Ein"
bauchung 12 sich gerade über dem Ansatz 11
befindet. Sobald der Stellring 13 aber vermittels eines Griffes 15 verdreht wird, wird
das Mutterstück 10 nach unten gedrückt und damit die Kupplung des Schlittens 5 mit der
Spindel 6. auf gehoben. Um eine Drehung des Schlittens 5 zu vermeiden, ist in bekannter
Weise eine Nebenführung des Schlittens dadurch geschaffen, daß ein am Schlitten 5 nach
unten sich erstreckender Arm 16 mit seinem gabelartigen Ende um eine parallel mit der
Schlittenführung 4 verlaufende Stange 17 greift.
Die Schalldose sitzt an einem Aufsatz 18
am Schlitten 5 so, daß sie über der Walze 3 hegt. In dem scheibenförmigen Teil 19. der
Schalldose ist die Membran 20 in bekannter Weise mit Hilfe von Gummiringen 21 gelagert.
Oberhalb der Membran formt sich die Schalldose zu einer Schallmündung 22, in die vermittels
eines Bajonettverschlusses 23 verschiedene weiter unten beschriebene Einsätze hineinpassen.
An einem Lagerbock 24 unterhalb des Stückes 18 ist ein Hebel 25 angebracht,
an dessen unter das Dosengehäuse 19 ragendem Ende der Schreibstifthebel 26-mit Hilfe einer
Pfanne nebst Schneide und einer Feder gelagert ist. Der Schreibstifthebel trägt an
seinem einen Ende den Aufnahmeschreibstift 27 und etwas weiter zurück den Wiedergabeschreibstift
28, während am anderen Ende ein Zugdraht 29 die Kupplung mit der- Membran
20 bildet. Am Stellring 13 sitzt nach oben gerichtet eine Nase 30, welche unter den
Hebel 25 greifen kann, wenn der Griff 15 des Stellringes 13 nach unten gedreht wird. Dadurch
wird der Schreibstifthebel 26 nach oben bewegt, und die Schreibstifte 27 oder 28 werden
von der Walze abgehoben.
An dem Lagerbock 24 ist noch ein Gewicht 31 gelagert. Dieses besitzt einen nach unten
stehenden Ansatz 32, welcher sich auf eine Nase 33 des Schlittens 5 setzen kann, wie es
Fig. 3 veranschaulicht. Bei dieser Stellung wird der Hebel 25 von dem Gewicht 31 nicht
belastet, während bei der Stellung der Teile 32 und 33 nach Fig. 4 das Gewicht 31 eirie Belastung
auf den Hebel 52 ausüben kann. Diese beiden Stellungen werden dadurch erreicht, daß die ganze Schalldose 19 an dem Schlitten 5
drehbar gelagert ist, und zwar dadurch, daß entweder der Aufsatz 18 als Gabel ausgebildet
ist, die einen mit der Schlittenführung fest verbundenen Ansatz 34 umfaßt oder als Zwischenstück
von dem zur Gabel ausgebildeten Ansatz 34 umfaßt wird. Die ganze Schalldose
19 kann also gegenüber der Walze 3 bewegt werden, derart, daß sie eine gegen diese
mehr geneigte oder aufgerichtete Lage einnimmt. Bei der aufgerichteten Lage (Fig. 3)
erhält der Schreibstifthebel 26 eine derartige J Lage, daß der scharfe Aufnahmeschreibstift 27 j
die Walze 3 berührt, während die geneigte Lage (Fig. 4) den stumpfen Wiedergabeschreib- |
stift 28 auf der Walze 3 ruhen läßt. Bei der aufrechten Lage stützt sich der Anschlag 32
des Gewichts 31 auf die Nase 33, so daß der ! Hebel 25 unbelastet ist und der scharfe Schreib- j
stift 27 leicht gegen die Walze 3 drückt, wie es bei der Aufnahme erforderlich ist. Die Umschaltung
in die geneigte Lage hat. zur Folge, daß der Anschlag 32 von der Nase 33 abgleitet,
so daß das Gewicht auf den Hebel 25 drückt, um den Eingriff des nunmehr zur Wieder -
!5 gäbe in Tätigkeit tretenden runden Schreibstiftes
28 in die Schriftkurve zu sichern. Beide Stellungen werden dadurch gesichert, daß ein
Schloß vorgesehen ist, welches die beiden Teile 18 und 34 in jeder der beiden Stellungen durch
Zapfeneingriff kuppelt. Zu dem Zwecke ist beispielsweise ein entgegen einer im Innern
angebrachten Schraubenfeder herausziehbarer Bolzen 35 angeordnet, welcher bei den erwähnten
Stellungen in ein Loch in dem am Schritten 5 festsitzenden Teil 34 hineinspringt.
Mit 36 sind zwei nebeneinander (für. die Fig. 3
und 4 hintereinander) sitzende Stifte 36 angedeutet, welche ebenfalls am Schlitten unverstellbar
angebracht sind. Gegenüber diesen Stiften sitzt an dem Bock 24 ein Querstück 37,
welches zweckmäßig aus nachgiebigem Material besteht. Wenn sich die Schalldose 19 in ihrer
Aufnahmestellung (Fig. 3) befindet, legt sich das Querstück 37 gegen die Stifte 36. Dadurch
wird der Bock 24, welcher mit Hilfe einer Schraube 38 an dem Aufsatz 18 etwas
verdrehbar befestigt ist, festgestellt. Dies hat den Zweck, den Schreibstifthebel in der Aufnahmestellung
(Fig. 3) derart festzustellen, daß seitliche Schwankungen des Schreibstiftes 27
vermieden werden. In der Wiedergabestellung ist das Querstück 37 von den Stiften 36 abgehoben,
so daß das Hebelsystem 25, 26 lose ist und deshalb der Wiedergabestift 28 den Schreibstiftkurven ungehindert folgen kann,
um deren Abnutzung möglichst herabzusetzen. In die Schallmündung 22 kann ein Magnetsystem
50 eingesetzt werden, welches, wie Fig. 3 veranschaulicht, im wesentlichen aus einem Magneten 39 und zwei eine Spule 40
tragenden Polschuhen 41 besteht. Das ganze Magnetsystem 50 wird von einer Kapsel 42
umschlossen, welche an der Seite der Polschuhe eine derartige Form erhalten hat, daß
sie in die Schallmündung 22 genau hineinpaßt und die Polschuhe 41 so weit hervortreten
läßt, daß diese beim eingesetzten System in einem geringen Abstand von der zweckmäßig
ganz aus magnetischem Material bestehenden Membran 20 zu stehen kommen. Mit 43 ist eine Einstellvorrichtung zur Änderung
dieses Abstandes angedeutet. Von den Wicklungen 40 führt aus der Kapsel 42 eine
Leitungsschnur 44, die, 'wie aus den Fig. 1 und 2 erkennbar ist, durch die Oberplatte in
das Gehäuse 1 hineinführt.
Fig. 5 zeigt das Schaltungsschema der Einrichtung. An den Klemmen 45, welche
außen oder innen an dem Gehäuse 1 angebracht sein können, endigt die durch Pfeile
angedeutete, vom Amt kommende Fernsprechleitung. An diese Klemmen kann auch die dem Verkehr, dienende Fernsprechstelle 46 angeschlossen
werden. Die Stromleitung führt im Innern des Gehäuses 1 zunächst über den
Kondensator 54, welcher den Gleichstrom aus der Amtsbatterie sperren soll, und dann über
die Schnurleitungen 44 zu den Magnetspulen 40. In der Rückleitung liegt ein Kontakt 47,
welcher unter dem Einfluß eines Hebels 48 steht. Dieser Hebel, der aus der Vorderseite
des Gehäuses (Fig. 1 und 2) heraustritt, trägt eine Art Schale, die eine Ablage . 49 für das
Magnetsystem 50 bildet, wenn dieses von der Schalldose 19 abgenommen wird. Diese An-Ordnung
hat den Zweck, den Telephonstromkreis zu unterbrechen, wenn das Magnetsystem 50 nicht benutzt wird. An Stelle den Kontakt
47 durch eine Ablage des Magnetsystems 50. zu beeinflussen, kann beispielsweise der Kontakt
47 an der Fassung oder Mündung 22 der Schalldose so angebracht sein, .daß er geschlossen
wird, wenn das ■ Magnetsystem 50 in die Fassung 22 eingesetzt wird.-
An Stelle des Magnetsystems 50 kann ein Diktiersprechschlaüch 51 oder ein Abhörschlauch
bzw. Schalltrichter treten, von denen jeder mit einem Rohransatz 52 ausgerüstet ist,
der genau in die Schallmündung 22 hineinpaßt.
Die Betriebsweise der Einrichtung ist folgende:
■
Wenn .vom Fernsprechamt ein telephonischer Anruf kommt, dann nimmt der Teilnehmer mit
seinem Apparat 46 das Gespräch in gewöhnlicher Weise auf. Beabsichtigt er, das sich
entwickelnde Zwiegespräch aufzunehmen, dann löst er mit Hilfe eines bei 53 (Fig. 1 und 2)
angedeuteten Hebels das Antriebswerk des ! Telegraphons aus. Dabei hat sich der Apparat
in Aufnahmebereitschaft für Ferngespräche zu befinden, d. h. das Magnetsystem 50 ist in die
Schalldose 19 eingesetzt und der Schlitten 5 links an den Anfang der Walze 3 gestellt.
Ferner hat die Schalldose selbst die. Aufnahmestellung aufzuweisen. Diese durch Fig. 3 angegebene
Stellung kennzeichnet sich durch die mehr aufrechte Lage der Dose, bei welcher der
scharfe Schreibstift 27 auf der Walze aufliegt und das Gewicht 31 vom Hebel 25 abgehoben
ist, so daß dieser unbelastet ist. Durch Hochstellen des Griffes 15 ist das Mutterstück 10
freigegeben, so daß der Schlitten 5 nebst der
Schalldose 19 mit der Spindel 6 gekuppelt ist. .
W Die durch die Spulen 40 des Magnetsystems fließenden Sprechs.tröme setzen nun die Membran
20 in Schwingungen, denen der Aufnahmeschreibstift 27 folgt. Dadurch wird das Gespräch
wie bei einem Phonographen in die Walze 3 eingeschnitten. Nach Beendigung des Gesprächs und Stillsetzung des Antriebswerks
wird zunächst der Griff 15 nach unten gedrückt, wodurch der Schlitten 5 von der Spin-.
del 6 gelöst und das Schreibhebelsystem 25, 26 mit Hilfe der Nase 30 am Stellring 13 von der
Walze 3 abgehoben wird. Infolgedessen ist es möglich, den Schlitten 5 mit der Schalldose 1.9
wieder in die · Anfangsstellung zu schieben. Sodann wird das Magnetsystem 50 von der
Schalldose abgenommen und auf die Ablage 49 gelegt. Der dabei umgeschaltete Kontakt 47
ao unterbricht den Stromkreis, so daß bei einem jetzt etwa ankommenden Telephonanruf das
Telegraphon von der Fernsprechleitung abgegeschaltet ist. In die Schallmündung 22 der
Schalldose 19 wird darauf ein Phonographenschalltrichter oder besser der Hörschlauch,
welcher, wie beschrieben, einen passenden Rohransatz 52 besitzt, eingesetzt. Nun wird wieder
durch Heben des Griffes 15 eine Kupplung des Schlittens 5 mit der Spindel 6 hergestellt und
das Schreibhebelsystem 25, 26 gelöst. Es erfolgt sodann die Umstellung der Schalldose,
indem der Bolzen 35. herausgezogen und die Schalldose etwas gegen die Walze 3 zu geneigt
wird. Dabei verstellt sich der Schreibhebel 26, so daß nunmehr der Wiedergabestift 28 gegen
die Walze 3 trifft, und zwar in die Schriftkurve. Ferner ist das Gewicht 31 von der Nase 33 freigegeben,
so daß es sich auf den Hebel 25 legt, und die Feststellung des Bockes 24 nebst
Hebelsystem 25, 26 durch Trennung der Teile 36 und' 37 ebenfalls gelöst.
Wird nun das Antriebswerk ausgelöst, so
' spielt sich die phonographische Wiedergabe des aufgenommenen Gesprächs auf dem an
sich bekannten Wege ab. Auf diese Weise kann die Einrichtung zur gewöhnlichen phonographichen
Wiedergabe . und auch als Diktierapparat Verwendung finden.
Wird die Aufnahme eines Diktats beabsichtigt, so wird die Schalldose 19 mit dem Diktierschlauch
51 ausgerüstet, dadurch, daß das Stück 52 in die Schallmündung 22 eingesetzt
wird. Das Schreibhebelsystem 25, 26 wird durch Verstellung der Schalldose in die Aufnahmelage
(Fig. 3) gebracht, wobei der Aufnahmeschreibstift 27 auf der Walze 3 aufsitzt.
Nunmehr kann die Aufnahiie des Diktats in
der bekannten Weise vor sich gehen.
Die Wiedergabe beim Diktierapparat braucht nicht erläutert zu werden, da die Wiedergabe
des telephonographisch oder diktierphonographisch aufgenommenen Gesprächs dieselbe ist.
An Stelle des phonographischen Schreibzeugs kann auch mit gleicher Wirkung ein grammophonisches
Schriftsystem treten, zumal der ganze phonotechnische Teil der Einrichtung für die Erfindung von untergeordneter Bedeutung
ist, vielmehr das Wesen der vorliegenden Erfindung in der Umwandelbarkeit der telegraphonischen
Vorrichtung in eine rein phonographische ohne Rücksicht auf die Ausbildung der einzelnen Teile selbst liegt.
Claims (3)
1. Einrichtung zur phonographischen Aufnahme und Wiedergabe . telephonisch
übermittelter Gespräche, die auch für rein phonographische Aufnahme und Wiedergäbe
verwendbar ist, gekennzeichnet durch
s eine derart veränderbare Schalldose, daß ihre mit einem phonographischen Schreibstifthebel
(26) gekuppelte Membran (20) entweder durch Einsetzen eines. zum Aufnehmen
von Telephongesprächen geeigneten .Magnetsystems (50) zu einer telephonographischen
Magnetschalldose, oder durch Einsetzen einer die rein phonographische Aufnahme
oder Wiedergabe ermöglichenden , Vorrichtung, beispielsweise eines Schall-. rohrs (51), zu einer gewöhnlichen Phonographenschalldose
vervollständigt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Auswechselung
der elektrophonischen Teile (39-42) gegen entsprechende pneumaphonische (51,
52) selbsttätig eine Umschaltung der elektrischen Schaltungsanordnung bewirkt wird,
so daß bei der Verwendung der Einrichtung zu rein phonographischen Zwecken eine too
Störung durch den Telephonstromkreis ausgeschlossen ist.
.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Schalter, dessen Schalthebel
mit einer Ablegedose (49) für das zwecks Umwechselung von der Schalldose (19) abgenommene Magnetsystem (50) ver- '
. sehen ist und. dessen Schaltstücke beim Hineinlegen dieses Magnetsystems in die
Ablegedose durch dessen Gewicht zur Wirkung gebracht werden und dabei die Leitungen
für die Telephonströme abschalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE315706C true DE315706C (de) |
Family
ID=568449
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT315706D Active DE315706C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE315706C (de) |
-
0
- DE DENDAT315706D patent/DE315706C/de active Active
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