DE3151919C2 - Lichtmeßschaltung für eine photographische Kamera - Google Patents
Lichtmeßschaltung für eine photographische KameraInfo
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Abstract
Eine Belichtungszeit-Anzeige- und -Steuerschaltung für eine photographische Kamera hat eine Diode (14) zum logarithmischen Komprimieren und einen Halbleiter-Analogschalter (15), die hintereinander zwischen eine Ausgangsklemme eines ersten Operationsverstärkers (11) und eine nichtinvertierende Eingangsklemme (+) eines zweiten Operationsverstärkers (13) zwischengeschaltet sind, der zusammen mit einem photoelektrischen Meßgrößenumformer (17), welcher an wenigstens eine seiner Eingangsklemmen angeschlossen ist, eine Integrierschaltung (20) bildet. Durch Umschalten des Halbleiter-Analogschalters (15) vom Ein- in den Ausschaltzustand mittels eines Auslösesignals synchron mit einem Verschlußauslösesignal wird am ersten Operationsverstärker (11) ein logarithmisch komprimiertes Signal (V ↓1) für eine Belichtungs- bzw. Belichtungszeitanzeige und am zweiten Operationsverstärker (13) ein Photostrom-Integrationssignal (V ↓2) für eine Belichtungs- bzw. Belichtungszeitsteuerung abgeleitet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Lichtmeßschaltung für eine photographische Kamera gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Eine Photometrieschaltung der in Fig. 1 dargestellten
Ausfuhrungsform ist bekannt (s. JP-OS 54 48 235). Sie hat einen Operationsverstärker 1 mit
einer invertierenden Eingangsklemme ( —) und einer nichtinvertierende-a Eingangsklemme ( + ). der eine
Bezugsspannung VREF zugeführt wird. Zwischen diese
Eingangsklemmen ( —) und ( + ) ist ein photoelektrischer Meßgrößenumformer 2, z. B. eine Photodiode,
zwischengeschaltet. Eine Ausgangsklemme des Operationsverstärkers 1 ist mit einer Kontaktklemme c eines
Zeitschalters 3 verbunden und synchron mit dem Laufeines ersten Verschlußvorhangs von einer Kontaktklemme
α auf eine Kontaktklemme b umlegbar. Zwischen die invertierende Eingangsklemme ( —) des
Operationsverstärkers 1 und die Kontaktklemme α ist eine Diode 4 zum logarithmischen Komprimieren
zwischengeschaltet. An die invertierende Eingangsklemme ( —) des Operationsverstärkers 1 und die
Kontaktklemme b ist ein Integrirrkondensator 5 angeschlossen.
Mit der nichtinvertierenden Eingangsklemme ( + ) des Operationsverstärkers 1 und der
Kontaktklemme α bzw. b ist ein Widerstand 6 bzw. 7 verbunden.
Wenn durch den Meßgrößenumformer 2 ein Photostrom fließt, wird an einer mit der Kontaktklemme
α verbundenen Ausgangsklemme 8 ein logarithmisch komprimiertes Signal abgeleitet, das zur Belichtungsanzeige
einer Sucheranzeigeeinrichtung zugeführt werden soll. Wenn nach einer Verschlußauslösung die
Kontaktklemme c synchron mit dem Lauf des ersten Verschlußvorhanges mit der Kontaktklemme b verbunden
wird, wird an einer mit dieser verbundenen Ausgangsklemme 9 ein Integrationssignal zur Belichtungssteuerung
abgeleitet.
Bei der dargestellten Photometrieschaltung wird jedoch ein mechanischer Zeitschalter 3 und ein außerhalb
angeordneter Integrierkondensator 5 verwendet.
Es ist daher schwierig, aus ihr eine integrierte Schaltung aufzubauen. Ferner sind ihrer Miniätufisierüng
Grenzen gesetzt. Bei Verwendung des mechanischen Zeitschalters 3, der ein Übertragungsschalter ist. entsteht
außerdem beim Umschalten der Kontaktklemme c von der Kontaktklemme α auf die Kontaktklemme
b eine kontaktlose Zeitspanne, in der die Kontaktklemme c mit keiner der anderen Kontaktklemmen
α und b verbunden ist und durch ein Rück-
koppelungskreis des Operationsverstärkers l unterbrochen
ist und folglich keine Rückkoppelung erfolgt. Weil ein Ausgang des Operationsverstärkers 1
instabil wird und beide Klemmspannungen am Integrierkondensator 5 nicht auf 0 V gehalten werden,
kann zu diesem Zeitpunkt durch instabiles Schaltungsverhalten, z. B. durch zeitlich verzögertes Auslösen
eines Integriervorganges, eine Störung hervorgerufen werden. Zum Ausgleich der vorstehend beschriebenen
Schwierigkeit ist daher im allgemeinen eine spezielle Einrichtung erforderlich.
Weil außerdem die Diode 4 zum logarithmischen Komprimieren in der Rückkoppelungsschleife zwischen
der Ausgangsklemme und der invertierenden Eingangsklemme (—) des Operationsverstärkers 1 angeordnet
ist, wird nach dem Einschalten einer Stromversorgung zum Aufladen der Diode 4 mit ihrer
Sperrschichtkapazität eine gewisse Zeit, insbesondere einige Sekunden, benötigt, bevor bei schwach reflektierendem
Aufnahmegegenstand ein einwandfreier logarithmisch komprimierter Ausgang zustande
kommt.
Die mit der DE-OS 31 49 655 nachveröffentlichte deutsche Patentanmeldung P 31 49 655.5-51 befaßt
sich mit einer Lichtmeßschaltung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1, wobei jedoch
die logarithmische Kompressionsschaltung über einen Differenzierkondensator an den Ausgang der Integrierschaltung
angeschlossen ist. Das logarithmisch komprimierte Signal zur Belichtungsanzeige wird
gleichzeitig mit dem Integratioiissignal zur Belichtungssteuerung
abgegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lichtmeßschaltung für eine photographische Kamera
anzugeben, bei der die Zeitspanne bis zum Erhalt eines geeigneten logarithmisch komprimierten Ausgangssignals
für die Belichtungszeit nach Einschalten der Stromversorgung verkürzt ist und die sich auf einfache
Weise in integrierter Schaltung realisieren läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Lichtmeßschaltung mit den Merkmalen des
Kennzeichens des Patentanspruchs 1.
Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lichtmeßschaltung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Weil kein mechanischer Ubertragungsschalter verwendet wird, ist es möglich, die Photometrieschaltung
als Ganzes in hohem Grade zu verkleinern und ihre Betriebssicherheit zu erhöhen.
Weil der Ausgang eines zweiten Operationsverstärkers, der eine Integrierschaltung bildet, in den ersten
Operationsverstärker rückgeführt wird, und der an die nichtinvertierende Eingangsklemme des zweiten
Operationsverstärkers angeschlossene Integrierkondensator über die Diode zum logarithmischen Komprimieren
und einen Halbleiter-Analogschalter mit dem Ausgang des ersten Operationsverstärkers aufgeladen
wird, ist es möglich, durch Erzeugen eines logarithmisch komprimierten Signals aus dem ersten Operationsverstärker
gleichzeitig mit dem Einschalten einer Stromversorgung ein außergewöhnlich gutes Ansprechen
zu erhalten. Ferner, wenn durch einen Photostrom von einer ersten Stufe, die das logarithmisch
komprimierte Signal erzeugt, auf eine zweite Stufe umgeschaltet wird, die ein Integrationssignal erzeugt,
tritt kein instabiles SchaUungsverhalten auf und dadurch
kann das Integrationssignal mit hoher Genauigkeit aus dem zweiten Operationsverstärker erhalten
werden. Da keine besondere Ausgleichsschaltung erforderlich ist. ist der Schaltungsaufbau außergewöhnlich einfach.
Weil die Photostromintegration mit einer Sperrschichtkapazität eines photoelektrischen Meßgrößenumformers
ohne Verwendung eines außerhalb angeordneten Integrierkondensators durchgeführt wird,
ist eine weitere Miniaturisierung der Photometrieschaltung und eine Erhöhung ihrer Betriebssicherheit
möglich.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt
is Fig. 2 einen elektrischen Schaltplan einer Photometrieschaltung
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 3 ein Diagramm mit einer Darstellung der Wellenform einer Ausgangsspannung der Photometrieschaltunc
gemäß F i g. 2,
Fig. 4 einen elektrischen Schaltpl,a einer Photomelrieschältung
gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 5 einen elektrischen Schaltplan einer Photometrieschaltung gemäß einer noch anderen Ausi'ührungsfom
der Erfindung und
F i g. 6 ein Diagramm mit einer Darstellung der Wellenform einer Ausgangsspannung der in F i g. 5
dargestellten Photometrieschaltung.
Bei der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform einer
Photometrieschaltung ist eine nichtinvertierende Eingangsklemme ( + ) eines ersten Operationsverstärkers
11 mit einer Klemme 12 verbunden, der eine Bezugsspannung VREF zugeführt wird, und eine invertierende
Eingangsklemme ( —) des Operationsverstärkers 11 ist an eine invertierende Eingangsklemme ( —)
eines zweiten Operationsverstärkers 13 und an dessen
Ausgangsklemme angeschlossen. Die Ausgangsklemme des ersten Operationsverstärkers 11 is; mit
der Anode einer Diode 14 zum logarithmischen Komprimieren verbunden, deren Kathode über einen
Halbleiter-Analogschalter 15 mit der nichtinvertierenden
Eingangsklemme (+) des zweiten Operationsverstärkers 13 verbunden ist. Der Analogschalter 15
wird durch ein einer Steuerklemme 16 zugeführtes Auslösesignal geöffnet und angeschlossen. Der
Schaltwert des Auslösesignals wird synchron mit dem Laufeines ersten Verschlußvorhanges von hohem auf
niedriges Niveau geändert, wodurch der Analogschalter 15 vom Einschalt- in den Ausschaltzustand umgelegt
wird.
Zwischen den zweiten Operationsverstärker 13 und Masse ist ein photoelektnscher Meßgrößenumformer
17 für die Photometrie, z. B. eine Photodiode, so zwischengeschaltet,
daß seine Kathode zur der nichtinvertierenden Eingaugsklemme ( + ) entsprachenden
Seite des zweiten Operationsverstärkers 13 weist. Der Meßgrößenumformer 17 und der zweite Operationsverstärker
13 bilden eine Photostromintegrierschaltung 20. Die Ausgangsklemme des ersten Operationsverstärkers
11 ist an eine Ausgangsklemme 18 für ein Anzeigesignal angeschlossen, wogegen die Aussangsklemme
des zweiten Operationsverstärkers 13 mit einer Ausgangsklemme 19 für ein Steuersignal verbunden
ist. Weil die Photometrieschaltung keinen mechanischen Schalter und keinen Kondensator verwendet,
ist es möglich, ihre Schaltung in einem Schaltungsmodul mit einer integrierten Schaltung aufzubauen.
Die Arbeitsweise ist folgende: Durch Einschalten einer Stromversorgung der Kamera wird eine Bezugsspannung VKEF an die Klemme 12 angelegt, und das
Auslösesignal von hohem Schaltwert wird der Steuerklemme 16 zugeführt. Wenn das Auslösesignal von
hohem Schaltwert angelegt wird, wird der Analogschalter 15 eingeschaltet bzw. geschlossen, und dadurch
wird der Ausgang des ersten Operationsverstärkers 11 über die Diode 14 und den Analogschalter 15
dem zweiten Operationsverstärker 13 zugeführt und dessen Ausgang wird über die Rückkoppelungs- bzw.
Rückführungsschleife an die invertierende Eingangsklemme ( —) des ersten Operationsverstärkers 11 angelegt.
Wenn in diesem Schaltzustand der Meßgrößenumformer 17 von einem Aufnahmcgcgcnstand reP.ektiertes
Licht erhält, fließt entsprechend der aufgefangenen Lichtmenge ein Photostrom Ip den Weg /, entlang,
auf dem der erste Operationsverstärker 11. die
Diode 14, der Analogschalter 15 und der Meßgrößenumformer 17 liegen, wobei letzterer mit der zwischen
seiner Anode und seiner Kathode anliegenden Bezugsspannung VREF in Sperrichtung betrieben wird.
Die Kathode des Meßgrößenumformers 17 liegt auf dem Potential der Bezugsspannung VRFF, ur*d daher
ist eine vom ersten Operationsverstärker 11 der Ausgangsklemme 18 zugeführte Ausgangsspannung Vx:
AI
worin Λον den Widerstandswert bei geschlossenem
Analogschalter 15 darstellt, k die Boltzmann-Konstante und q die Ladung eines Elektrons ist. Is stellt einen
Sperrsättigungsstrom der Diode !4 dar.
Weil in
kT , Ip
kT , Ip
der Gleichung (1) Ip Ros « VRFF und
ist, folgt:
V=V + In -*- (2)
Gemäß Fig. 3 wird das logarithmisch komprimierte Signal Vx, das die Bezugsspannung VREF um
eine dem Photostrom Ip entsprechende konstante Spannung I— In -j-A übersteigt, an der Ausgangsklemme
18 abgeleitet bzw. abgenommen. Weil der Meßgrößenumformer 17 an der einer niedrigen Ausgangsirnpedanz
entsprechenden Seite des ersten Operationsverstärkers 11 angeordnet ist, kann er mit seiner
Sperrschichtkapazität (junction capacitance) Cj mit hoher Anstuigsgeschwindigkeit aufgeladen werden,
und das vorstehend beschriebene logarithmisch komprimierte Signal von geeigneter Spannung kann
augenblicklich an der Ausgangsklemme 18 abgenommen werden. Das logarithmisch komprimierte Signal
wird der Sucheranzeigeeinrichtung zur Anzeige einer Belichtung bzw. Belichtungszeit zugeführt. Zu diesem
Zeitpunkt wird die Bezugsspannung VREF. die das Kathodenpotential
des Meßgrößenumformers 17 ist. an der Ausgangsklemme 19 als Steuersignal erhalten.
Danach, wenn der Verschluß ausgelöst worden ist, beginnt der erste Verschlußvorhang zu laufen, und
gleichzeitig mit dem Lauf des Verschlußvorhanges wird das Auslösesignal vom hohen auf niedrigen
Schaltwert geschaltet und schließt dadurch den Analogschalter 15. Sodann wird der Stromweg für den
Photostrom Ip unterbrochen, der vom ersten Operationsverstärker
11 über die Diode 14 und den Analogschalter 15 zum Meßgrößenumformer 17 fließt.
Wenn dann der Photostrom Ip den in F i g. 2 dargestellten Weg I1 entlang fließt, wird die Ladung, die in
der Sperrschichtkapazität Cj des Meßgrößenumformers 17 gespeichert war, über die Sperrschichtkapazität
Cj abgeleitet. Folglich ist eine vom zweiten Operationsverstärker 13 der Ausgangsklemmc 19 zugeführte
Ausgangsspannung V2:
= vREF-
Nachdem der Analogschalter 15 in den Ausschaltzustand geschaltet bzw. geöffnet worden ist, wirkt die
Sperrschichtkapazität Cj des Meßgrößenumformers 17 als Integrierkondensator. In der Gleichung (3)
stellt χι« eine Zeitdauer der Integration, also die nach
dem öffnen des Analogschalters 15 abgelaufene Zeitspanne, dar. Das Auslösesignal wird auf niedrigen
SchaU'.vert geschältet, und das Intcgrationssign-il von
der Spannung K2, welche gemäß Fig. 3 nach dem öffnen des Analogschalters 15 vom Niveau der Bezugsspannung
VRFF ausgehend allmählich abnimmt,
wird an der Ausgangsklemme 19 abgenommen Die Integrationssignalspannung V1 wird einem nicht dargestellten
Vergleicher zugeführt und mit einem durch eine Verschlußzeit, eine Blendenöffnung, eine Filmempfindlichkeit
u. dgl. im voraus festgelegten Wert verglich ^r.. Wenn die Ausgangsspannung V1 den im
voraus festgelegten Spannungswert erreicht, wird der
JO Ausgang des Vergleichers einer Steuerschaltung für
einen zweiten Verschlußvorhan^; zugeführt und löst den Lauf dieses zweiten VerschJußvorhangs aus.
In dem Augenblick, in dem durch Umlegen des Analogschalters 15 vom Ein- in den Ausschaltzu-
.15 stand mittels des Auslösesignals und synchren mit einem
Verschlußauslösesignal die Integrationsspannung V-, für die Belichtungs- bzw. Belichtungszeitsteuerung
an der Ausgangsklemme 19 abgenommen wird, wird die bis dahin an der Ausgangsklemme 18 abgenommene
logarithmisch komprimierte Spannung Vx für die Belichtungs- bzw. Belichtungszeitanzeige instabil,
weil die Rückkoppelungsschleife des ersten Operationsverstärkers 11 kurzzeitig unterbrochen ist.
Selbst wenn der Ausgang des ersten Operationsverstärkers 11 instabil wird, kann die Integrierschaltung
20, die vom ersten Operationsverstärker 11 unabhängig ist, dennoch ausgehend von der Bezugsspannung
VREF eine Integration zuverlässig durchführen. Vorausgesetzt,
daß nach Synchronisation mit dem Auslösesignal
von niedrigem Schaltwert die Speicherung der Spannung K1 mit einer entsprechenden Einrichtung
ermöglicht wird, kann bei Bedarf selbst nach Auslösen des Verschlusses ein photometrischer Wert
mit dem gespeicherten Wert K, in der Sucheranzeigeeinrichtung erzeugt werden.
Nach Beendigung des Laufes des zweiten Verschlußvorhanges oder im Zusammenwirken mit einem
Verschlußspann- und einem Filmtransportvorgang wird das Auslösesignal vom niedrigen Schait-
wert auf den hohen Schaltwert zurückgeschaltet.
Bei der in F i g. 4 dargestellten Ausführungsform einer Photometrieschaltung ist die Ausgangsklemme eines
ersten Operationsverstärkers 11 über einen Halbleiter-Analogschalter 15 mit der Anode einer Diode
14 zum logarithmischen Komprimieren verbunden, deren Kathode an die nichtinvertierende Eingangsklemme (+) eines zweiten Operationsverstärkers 13
angeschlossen ist. Zwischen die invertierende und die
nichtinvertierende Eingangsklemme ( —) und ( + ) des zweiten Operationsverstärkers 13 ist ein photoelektrischer
Meßgrößenumformer 17 für die Photometrie so zwischengeschaltet, daß seine Kathode zur der nichtinvertierendcn
Eingangsklemme ( + ) entsprechenden Seite des Operationsverstärkers 13 weist. Zwischen
die nichtinvertierende Eingangsklemme ( + ) des zweiten Operationsverstärkers 13 und Masse ist ein Integrierkondensator
21 zwischengeschaltet, der zusammen mit dem Meßgrößenumformer 17 und dem zweiten
Operationsverstärker 13 eine Photostrom-Integrierschaltung 22 bildet. Die Verbindungsleitung zwischen
dem Analogschalter 15 und der Diode 14 ist an eine Ausgangsklemme 18 für ein Anzeigesignal angeschlossen,
wogegen zwischen diese Verbindungsleitung und die invertierende Eingangsklemme ( —) des
zweiten Operationsverstärkers 13 ein Widerstand 23 von hohem Widerstandswert zwischengeschaltet ist.
Der Widerstand 23 hat die Aufgabe, bei geöffnetem Analogschalter 15 das Einfließen eines Kriechstroms
in die Diode 14 zu verhindern. Die Ausgangsklemme des zweiten Operationsverstärkers 13 ist an eine Ausgangsklemme
19 für ein Steuersignal angeschlossen und mit den invertierenden Eingangsklemmen ( —)
des zweiten und des ersten Operationsverstärkers 13 bzw. 11 verbunden. Die nichtinvertierende Eingangsklemme (+) des ersten Operationsverstärkers 11 ist in
gleicher Weise wie bei der in F i g. 2 dargestellten Photometrieschaltung
mit einer Bezugsspannungs-Klemme 12 verbunden.
Die \rbeitsweise ist folgende: 3eim Einschalten einer Stromversorgung der Kamera wird das an der
Steuerklemmc 16 anliegende Auslösesignal bei gespanntem Verschluß auf hohen Schaltwert umgeschaltet.
Dadurch wird in der gleichen Weise wie bei der zunächst beschriebenen Ausführungsform der
Ausgang des ersten Operationsverstärkers 11 über den Analogschalter 15 und die Diode 14 dem zweiten
Operationsverstärker 13 zugeführt, und dessen Ausgang wird zum ersten Operationsverstärker 11 rückgeführt.
Daher wird beim Einschalten der Stromversorgung die Bezugsspannung VREF an die nichtinvertierende
Eingangsklemme ( + ) des zweiten Operationsverstärkers 13 angelegt, und der Integrierkondensator
21 wird über den Weg /3, in dem der Analogschalter 15 und die Diode 14 liegen, durch den Ausgang
des ersten Operationsverstärkers 11 augenblicklich auf das Niveau der Bezugsspannung VREF aufgeladen.
Wenn in diesem Schaltzustand der Meßgrößenumformer 17 von einem Aufnahmegegenstand
reflektiertes Licht auffängt, wird er von einem Photostrom Ip durchflossen, der den Weg /4 entlangfließt,
in dem der erste Operationsverstärker 11, der Analogschalter 15, die Diode 14, der Meßgrößenumformer
17 und die Ausgangsklemme des zweiten Operationsverstärkers 13 liegen. Folglich wird, wie im
Zusammenhang mit der zunächst beschriebenen Ausführungsform erläutert, ein logarithmisch komprimiertes
Signal, das eine Spannung Vx = VREF + !sLin!jLgemäß der Gleichung (2)darstellt,
an der Ausgangsklemme 18 abgeleitet.
Nach der Verschlußauslösung wird der Analogschalter 15 geöffnet. Dadurch wird der Weg I4 für den
Photostrom Ip des Meßgrößenumformers 17 unterbrochen.
Daraufhin wird beim Fließen des Photostroms Ip die im Integrierkondensator 21 gespeicherte
Ladung über den Weg I5 abgeführt, in dem der Meßgrößenumformer
17 liegt. Folglich wird an der Ausgangsklemme 19 ein der Spannung gemäß Gleichung
(3) ähnliches Integrationssignal abgenommen. In Gleichung (3) ist die Sperrschichtkapazität des Meßgrößenumformers
17 mit Cj dargestellt, wogegen beim gezeigten Beispiel die Kapazität des Integrierkondensators
21 mit C bezeichnet ist; die Ausgangsspannung V2 ist somit:
^KEF ~
Gemäß F i g. 3 wird an der Ausgangsklemmc 19 die Integrationsspannung V1 abgenommen, die nach Öffnen
des Analogschalters 15 ausgehend von der Bezugsspannung VREF allmählich abnimmt.
Ferner, wenn das Auslösesignal auf den niedrigen Schaltwert geschaltet wird und den Analogschalter 15
öffnet, geht der erste Operationsverstärker 11, wie weiter oben beschrieben, kurzzeitig in einen instabilen
Zustand. Zu diesem Zeitpunkt werden jedoch beide Seiten der Diode 14 durch den Widerstand 23 von hohem
Widerstandswert auf Vorspannung Nuil gehalten, um das Einfließen von Kriechstrom in die Diode
14 zu verhindern. Folglich löst die Integrierschaltung
22 nach dem öffnen des Analogschalters 15 zuverlässig
eine Integration aus; somit kann der Ausgangsklemme 19 ein fehlerfreies Integrationssignal erhalten
werden. Vorausgesetzt, daß beim gezeigten Beispiel nach Synchronisation mit dem Auslösesignal von
niedrigem Schaltwert mit einer entsprechenden Einrichtung die Speicherung der logarithmisch komprimierten
Spannung Vx, die an der Ausgangsklemme 18 abgenommen worden ist, ermöglicht wird, während
das Auslösesignal auf hohen Schaltwert geschaltet ist, kann bei Bedarf selbst nach Auslösen des Verschlusses
ein photometrischer Wert entsprechend der Spannung Vx angezeigt werden.
Bei der in Fig. 5 dargestellten noch anderen Ausführungsform
einer Photometrieschaltung sind ein photoelektrischer Meßgrößenumformer 17 und eine
Diode 14 zum logarithmischen Komprimieren abweichend von der Ausführungsform gemäß F i g. 4 mit
umgekehrter Polarität angeschlossen, wogegen andere Schaltungsteile in gleicher Weise wie bei der in
F i g. 4 dargestellten Photometrieschaltung geschaltet sind. Der Meßgrößenumformer 17 ist an seiner Kathode
mit der invertierenden Eingangsklemme (—) und an seiner Anode mit der nichtinvertierenden Eingangsklemme
( + ) eines zweiten Operationsverstärkers 13 verbunden. Die Diode 14 ist mit ihrer Anode
an die nichtinvertierende Eingangsklemme ( + ) des zweiten Operationsverstärkers 13 angeschlossen und
an ihrer Kathode über einen Halbleiter-Analogschalter 15 mit der Ausgangsklemme des ersten Operass
tionsverstärkers 11 verbunden. Der zweite Operationsverstärker 13 bildet zusammen mit einem Integrierkondensator
21 und dem Meßgrößenumformer 17 eine Integrierschaltung 24.
Die Arbeitsweise ist folgende: Beim Einschalten einer Stromversorgung wird das Auslösesignal auf den hohen Schaltwert geschaltet und der Analogschalter 14 wird eingeschaltet bzw. geschlossen, wodurch die beiden Operationsverstärker 11 und 13 eine Rückkoppelungsschleifenschaltung bilden. Somit wird die Bezugsspannung VREF der nichtinveriierenden Eingangsklemine (+) des zweiten Operationsverstärkers 13 zugeführt. Der Meßgrößenumformer 17 erzeugt ein Photostrom Ip, der den Weg I6 entlangfließt, in
Die Arbeitsweise ist folgende: Beim Einschalten einer Stromversorgung wird das Auslösesignal auf den hohen Schaltwert geschaltet und der Analogschalter 14 wird eingeschaltet bzw. geschlossen, wodurch die beiden Operationsverstärker 11 und 13 eine Rückkoppelungsschleifenschaltung bilden. Somit wird die Bezugsspannung VREF der nichtinveriierenden Eingangsklemine (+) des zweiten Operationsverstärkers 13 zugeführt. Der Meßgrößenumformer 17 erzeugt ein Photostrom Ip, der den Weg I6 entlangfließt, in
dem die Ausgangsklemme des zweiten Operationsverstärkers 13, der Meßgrößenumformer 17 und der Integrierkondensator
21 liegen. Der Integrierkondensator 21 wird auf die Bezugsspannung VREF aufgeladen.
Ferner wird von dem Photostrom Ip, nachdem er den Integrierkondensator 21 aufgeladen hat, der Weg I1,
durchflossen, in dem der Meßgrößenumformer 17, die Diode 14. der Analogschalter 15 und die Ausgangsklemme
iies ersten Operationsverstärkers 11 liegen.
Dadurch wird von der Kathodenseite der Diode 14 einer Ausgangsklemme 18 für das Anzeigesignal
eine Ausgangsspannung V10 zugeführt:
^1O =
r off
7Γ~
Gemäß Fig. 6 wird in diesem Falle an der Ausgangsklemme
18 ein logarithmisch komprimiertes Signal abgenommen, das um eine Spannung! —— In -j-
die Bezugsspannung VREf unterschreitet.
Danach wird nach dem Auslösen des Verschlusses
10
synchron mit dem Beginn des Laufes eines ersten Verschlußvorhange"»
das Auslösesignal vom hohen auf niedrigen Schaltwert geschaltet und der Analogschalter
15 ausgeschaltet bzw. geöffnet. Folglich wird die
Rückkoppelungsschleife für bzw. zum ersten Operationsverstärker 11 unterbrochen. Danach wird der
Durchfluß des Photostroms Ip durch die Diode 14 unterbrochen, und es fließt ein Strom den Weg /6 entlang,
um den Integrierkondensator 21 erneut aufzula-
den. Folglich wird vom zweiten Operationsverstärker 13, der die Integrierschaltung 24 mitbildet, an die
Ausgangsklemmc 19 eine Ausgangsspannung V20 angelegt:
M = ·" REF
Gemäß F i g. 6 kann bei dieser Photometriesch;..!-
tung an der Ausgangsklemme 19 ein Integnitionssi-
gnal erhalten werden mit einer Spannung, die nach
dem offner, des Analogsclialicis 15 ausgcncnu von
der Bezugsspannung (^,allmählich zunimmt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Lichtmeßschaltung für eine photographische Kamera, die unter Verwendung eines einzigen
photoelektrischen Meßgrößenumformers ein logarithmisch komprimiertes Signal zur Belichtungsanzeige und ein Integrationssignal zur Belichtungssteuerung
erzeugt, mit einer Diode zum logarithmischen Komprimieren, einem ersten Operationsverstärker,
dessen nichtinvertierender Eingangsklemme eine Bezugsspannung zugeführt wird, und mit einem zweiten Operationsverstärker,
der mit dem photoelektrischen Meßgrößenumformer und gegebenfalls einem Integrierkondensator
eine Integrierschaltung bildet, wobei an der Ausgangsklemme des ersten Operationsverstärkers
das logarithmisch komprimierte Signal zur Belichtungsanzeige und an der Ausgangsklemme
dis zweiten Operationsverstärkers das Integrationssignal zur Belichtungssteuerung abgeleitet
wird, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die invertierende Eingangsklemme ( —) und eine Ausgangsklemme (19) des zweiten Operationsverstärkers
(13) sind an die invertierende Eingangsklemme (—) des ersten Operationsverstärkers
(11) angeschlossen,
b) die Diode (14) zum logarithmischen Komprimieren und ein Halbleiter-Analogschalter (15)
sind hintereinander zwischen die Ausgangsklemme des ersten Operationsverstärkers (11)
und die nichtinvertiert.ide Eingangsklemme
( + ) des zweiten Operationsverstärkers (13) geschaltet,
c) der photoelektrische Meßgrößenumformer (17) ist mit wenigstens einer Eingangsklemme
des zweiten Operationsverstärkers (13) verbunden, wobei die Anordnung so ist, daß durch
Schalten des Halbleiter-Analogschalters (15) vom Ein- in den Ausschaltzustand mittels eines
Auslösesignals synchron mit einem Verschlußlösesignal das logarithmisch komprimierte Signal
und das Integrationssignal abgeleitet werden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Integrierschaltung (20) aus dem zweiten Operationsverstärker (13), dem Meßgrößenumformer
(17) und einem Integrierkondensator, der von einer Sperrschichtkapazität (Cj) des
Meßgrößenumformers (17) gebildet ist, aufgebaut ist.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßgrößenumformer (17) zwischen
die nichtinvertierende Eingangsklemme ( + ) des zweiten Operationsverstärkers (13) und Masse
zwischengeschaltet ist.
4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Integrierschaltung (22; 24) aus dem zweiten Operationsverstärker (13), dem Meßgrößenumformer
(17) und einem Integrierkondensator (21) aufgebaut ist.
5. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßgrößenumformer (17) zwischen
die invertierende und die nichtinvertierende Eingangsklemme (-, +) des zweiten Operationsverstärkers
(13) und der Integrierkondensator (21) zwischen die nichtinvertierende Eingangsklemme
(+) des zweiten Operationsverstärkers (13) und Masse zwischengeschaltet ist.
6. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Diode (14) zum logarithmischen
Komprimieren an die nichtinvertierende Eingangsklemme (+) des zweiten Operationsverstärkers
(13) angeschlossen ist, der Halbleiter-Analogschalter
(15) in Reihenschaltung mit der Diode (14) mit der Ausgangsklemme des erstci Operationsverstärkers
(11) verbunden ist und ein Widerstand (23) von hohem Widerstandswert zwischen
die Verbindungsleitung der Diode (14) und des Analogschalters (15) und die invertierende Eingangsklemme
(—) des zweiten Operationsverstärkers (13) zwischengeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3151919A DE3151919C2 (de) | 1981-12-30 | 1981-12-30 | Lichtmeßschaltung für eine photographische Kamera |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3151919A DE3151919C2 (de) | 1981-12-30 | 1981-12-30 | Lichtmeßschaltung für eine photographische Kamera |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3151919A1 DE3151919A1 (de) | 1983-07-14 |
| DE3151919C2 true DE3151919C2 (de) | 1983-11-10 |
Family
ID=6150014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3151919A Expired DE3151919C2 (de) | 1981-12-30 | 1981-12-30 | Lichtmeßschaltung für eine photographische Kamera |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3151919C2 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4390258A (en) * | 1980-12-15 | 1983-06-28 | Olympus Optical Co. Ltd. | Photomeric circuit for camera |
-
1981
- 1981-12-30 DE DE3151919A patent/DE3151919C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3151919A1 (de) | 1983-07-14 |
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