[go: up one dir, main page]

DE3151766C2 - Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzone - Google Patents

Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzone

Info

Publication number
DE3151766C2
DE3151766C2 DE3151766A DE3151766A DE3151766C2 DE 3151766 C2 DE3151766 C2 DE 3151766C2 DE 3151766 A DE3151766 A DE 3151766A DE 3151766 A DE3151766 A DE 3151766A DE 3151766 C2 DE3151766 C2 DE 3151766C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
curve
distance
lens
sight
vision
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3151766A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3151766A1 (de
Inventor
Akira Fussa Kitani
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoya Corp
Original Assignee
HOYA LENS CORP TOKIO/TOKYO JP
Hoya Lens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HOYA LENS CORP TOKIO/TOKYO JP, Hoya Lens Corp filed Critical HOYA LENS CORP TOKIO/TOKYO JP
Publication of DE3151766A1 publication Critical patent/DE3151766A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3151766C2 publication Critical patent/DE3151766C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/02Lenses; Lens systems ; Methods of designing lenses
    • G02C7/06Lenses; Lens systems ; Methods of designing lenses bifocal; multifocal ; progressive
    • G02C7/061Spectacle lenses with progressively varying focal power
    • G02C7/063Shape of the progressive surface
    • G02C7/065Properties on the principal line
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/02Lenses; Lens systems ; Methods of designing lenses
    • G02C7/024Methods of designing ophthalmic lenses
    • G02C7/027Methods of designing ophthalmic lenses considering wearer's parameters
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/02Lenses; Lens systems ; Methods of designing lenses
    • G02C7/06Lenses; Lens systems ; Methods of designing lenses bifocal; multifocal ; progressive
    • G02C7/061Spectacle lenses with progressively varying focal power

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)
  • Rehabilitation Tools (AREA)

Abstract

Beschrieben ist ein verbessertes Brillenglas für Alterssichtigkeit, bei dem sich die Brechkraft zur Gewährleistung einer natürlichen Sichtzielpunktanordnung fortschreitend bzw. verlaufend ändert. Bei diesem Brillenglas ist eine Drehung des Kopfes des Brillenträgers für beidäugiges seitliches Sehen berücksichtigt, um ein bequemes, mehr dem Sehen mit dem unbewaffneten Auge entsprechendes beidäugiges Sehen in seitlicher Richtung zu ermöglichen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzone und einer dazwischenliegenden Übergangszone und mit einer Hauptblicklinie (M-M'), die als umbilikale Meridiankurve ausgebildet ist, die im Fernsichtbereich sowie im Nahsichtbereich in vertikaler Richtung verläuft, wobei die Hauptsichtlinie im Fernsichtbereich mit einer gedachten vertikalen Meridiankurve (L-i/J zumindest annähernd zusammenfällt und im Nahsichtbereich parallel versetzt zu dieser verläuft, wobei diese Versetzung in der Übergangszone allmählich vorgenommen wird.
Mit Alterssichtigkeit bezeichnet man einen Zustand des menschlichen Auges, bei dem sich die Augenlinse aufgrund eines Verlusts ihrer ursprünglichen Elastizität nicht mehr selbst auf den Nahbereich scharfzustellen vermag. Die an Alterssichtigkeit leidende Person vermag also ohne weiteres im Nahbereich zu sehen, wenn sie ein den Akkomodationsmangel ausgleichendes konvexes Brillenglas trägt.
Das Sehen im Nahbereich erfolgt dabei im allgemeinen durch die unteren Bereiche von in einem Brillengestell montierten Brillengläsern. Mit einer einzigen Brille kann somit die nötige Sehleistungsanpassung sowohl für den Nah- als auch für den Fernbe'eich erreicht werden, wenn die unteren Bereiche (bzw. Hälften) der üblichen, ·> für Fernsicht vorgesehenen Brillengläser im Gestdl durch die genannten konvexen Linsen ersetzt sind.
Ein Bifokalglas (Zweistärkenglas) ist die eintachste Form eines solchen Multifokal- bzw. Mehrstärkenglascs. Der konvexe Linsenteil für den Nahbereich bei einem Mehrstärken-Brillenglas wird als Zusatzlinse (segment) bezeichnet Es gibt verschiedene Ausführungen dieser Zusatzlinse bezüglich Form, Lage, Material usw.
Brillengläser dieser Art sind jedoch mit dem gemeinsamen Mangel behaftet, daß beim Wechsel der Sicht vom Fern- auf den Nahbereich eine plötzliche Änderung der Vergrößerung auftritt, die eine gewisse physische Verwirrung hervorruft Zur Vermeidung dieses plötzlichen Wechseis der Vergrößerung ist bereits ein sogenanntes Veriaufsstärken-Brillenglas entwickelt worden, dessen Oberflächenform so gewählt ist daß sich die Brechkraft progressiv bzw. verlaufend ändert und damit eine physische Verwirrung ausgeschaltet wird; dabei kann außerdem im Grenzbereich zwischen dem Fern- und dem Nahsehfeld ein Zwischensehbereich vorgesehen sein.
Dieses Verlaufsstärken-Brillenglas ist dein Zweistärkenglas außerdem in ästhetischer Hinsicht überlegen, da die Trennlinie des Nahbereich-Linsenteils bei ersterem nicht deutlich erkennbar ist, so daß das Brillenglas nicht als speziell für die Korrektur von Alterssichtigkeit ausgelegt erkannt wird.
Das Verlaufsstärken-Brillenglas kennzeichnet sich durch eine Folge von »umbilikalen Punkten«, die eine sogenannte »umbilikale Meridiankurve« bilden, welche sich praktisch von einem oberen zu einem unteren Mittelbereich des Brillenglases erstreckt und die so ausgelegt ist, daß der Astigmatismus längs dieser Kurve nahezu Null beträgt und sich die Brechkraft nach einer vorbestimmten Regel (rule) progressiv bzw. verlaufend ändert. Der benutzte Ausdruck »umbilikaler Punkt« bezeichnet den Punkt, an dem zwei Hauptkrümmungsradien einander gleich sind.
Wie noch näher erläutert werden wird, kann eine Linsenfläche mit einer solchen »umbilikalen Meridiankurve« theoretisch ziemlich einfach konstruiert werden.
Bei den bisherigen Verlaufsstärken-Brillengläsern wird jedoch die Drehung des Kopfes des Trägers für die Sicht nach der Seite überhaupt nicht berücksichtigt. Wenn der Brillenträger einen seitlich liegenden Sicht-Zielpunkt betrachtet, dreht er normalerweise nicht nur das Auge, sondern auch den Kopf in die entsprechende Richtung. Mit anderen Worten: die Kopfdrehung kompensiert die Augendrehung.
im Fall eines Verlaufsstärken-Brillenglases wird die vom Konstrukteur bei der Auslegung des Brillenglases vorausgesetzte Anordnung oder Lage eines (solchen) Sichtzielpunkts in unnatürlicher Weise vorausgesetzt weil die Drehung des Kopfes überhaupt nicht berücksichtigt wird.
In der älteren Anmeldung P 30 16 935.8 ist eine multifokale Brillenlinse mit gebietsweise gleitendem Brechwert mit einer Gleitsichtfläche offenbart, die eine Fernsicht- und eine Nahsichtzone sowie eine dazwischenliegende Progressionszone aufweist und die durch die von der Fern- zur Nahsichtzone verlaufende Hauptblicklinie in ein nasales und ein temporales Gebiet geteilt wird. Diese ältere Anmeldung befaßt sich mit dem Problem, daß eine Brillenlinse im aligemeinen in allen Bereichen
3 4
außerhalb der optischen Achse eine prismatische Wir- F i g. 5 und
kung aufweist, die zum Rande der Linse immer stärker F i g. 7 eine schematische Ansicht einer Ausführungs-
wira Blickt ein Augenpaar beim Betrachten eines Ob- form des erfindungsgemäßen Verlaufsstärken-Brillen-
jektes durch Bereiche mit unterschiedlicher prismati- glases.
scher Wirkung, wie dies beispielsweise bei Gleitsichtlin- 5 Zum besseren Verständnis der Erfindung ist im fol-
sen herkömmlicher Art der Fall ist, so stimmen die Rieh- genden zunächst ein allgemeines Verfahren für die Kon-
tungen der augenseitigen Sehstrahlen nicht überein, das struktion einer Linsenfläche mit sich progressiv bzw.
heißt, es tritt eine horizontale und eine vertikale Rieh- verlaufend ändernder Brechkraft anhand von F i g. t er-
tungsdifferenz auf. Bei der in der älteren Anmeldung läutert
beschrieber.cn Brillenlinse soll daher durch entspre- io Zunächst wird eine im folgenden auch als »Hauptver-
chende Wahl der Verzeichnung auf beiden Seiten der tikalschnittebene« bezeichnete Ebene Q gemäß F i g. 1
Hauptblicklinie dafür gesorgt werden, daß die horizon- im Raum festgelegt.
talen und vertikalen Richtungsdifferenzen auf verträgli- Auf dieser Ebene Q wird sodann eine im folgenden als
ehe Werte reduziert sind. Bei dieser Brillenlinse wird »Meridiankurve« bezeichnete, spiralige Kurve M-M'
daher ebenfalls nicht die Kopfdrehung bei einem seitli- is gezogen, die sich von einem oberen zu einem unteren
chen Sehen berücksichtigt Weiterhin sollen bei dieser Bereich der Ebene Q erstreckt und deren Krümmungs-
Linse Punkte mit gleichem horizontalem Abstand von radius sich nach einer vorbestimmten Regel oder Ge-
der Hauptblicklinie und gleicher Höhe angenähert glei- setzmäßigkeit vom oberen zum unteren Teil kontinuier-
ehe Werte des Astigmatismus aufweisen. L/ie Astigma- lieh verkleinert. Sodann wird gemäß F i g. 1 eine Ebene
tismusverteilung ist daher über die gesamte Linse sym- 20 Vi festgelegt, welche die Punkte Gi und Oi enthält und
metrisch zur Hauptblicklinie. welche die Hauptvertikalschnittebene Q orthogonal
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die bzw. senkrecht schneidet. In Fig. 1 bedeuten:
Schaffung eines Brillenglases, bei dem die unnatürliche Ri - Krümmungsradius der Meridiankurve AiAnordnung des Sichtzielpunktes bei den bisherigen Wan einem gewählten Punkt
Brillengläsern durch eine natürlichere Sichtzielpunktan- 2s Giund Oi — Krümmungszentrum.
Ordnung ersetzt ist und die Kopfdrehung des Brillenträ- Diese Ebene V/ ist im folgenden auch als »Orthogonalgers für Zweistärken-Seitensicht derart berücksichtigt ebene« bezeichnet.
ist, daß eine bequeme nahezu der Sicht mit den bloßen Auf dieser Orthogonalebene V/ wird sodann eine
Augen entsprechende beidäugige Seitenansicht ermög- Kurve Hi-Hi' gezogen, die durch den Punkt Gi dem
licht wird. 30 genannten Krümmungsradius Ri entspricht und deren
Diese Aufgabe wird bei dem anfangs genannten BHt- Krümmungszentrum mit dem genannten Punkt O/koin-
lenglas erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die hori- zidiert.
zontale Verteilung des Astigmatismus in der Nahsicht- Diese Kurve Hi— Hi' ist im folgenden auch als Ortho-
und der Übergangszone in bezug auf die Hauptsichtlinie gonalkurve bezeichnet. Eine solche Kurve Ai- A/'kann
in einem Abstand bis zu jeweils 15 mm von dieser asym- 35 für alle Punkte der Meridiankurve Af- Abgezogen wer-
metrisch ist, derart, daß die Brechkraftänderung auf der den, und die Schar oder Gruppe solcher Orthogonalkur-
Nasenseite stärker ist als auf der Schläfenseite. ven Hi— Hi' bildet mithin eine Krümmungsfläche. Wenn Bei einer weiteren Ausgestaltung des anfangs ge- eine solche Krümmungsebene zur Bildung einer Linsen-
nannten Brillenglases wird die zugrundeliegende Aufga- fläche herangezogen wird, bildet irgendeiner der Punk-
be erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die äußeren 40 te der Meridiankurve M-M' einen »umbilikalen
Seitenbereiche des Glases, die zur Innenseite hin durch Punkt«, auf dem die beiden Hauptradien der Krüm-
zur gedachten vertikalen Meridiankurve parallele Li- mung gleich groß sind. Die Meridiankurve M—M' bil-
nien begrenzt sind, die in einem Abstand von nicht weni- det mithin eine »umbilikale Meridiankurve«, längs wel-
ger als jeweils 17,5 mm von der vertikalen Meridiankur- eher der Astigmatismus nahezu gleich Null ist.
ve angeordnet sind, zu dieser Meridiankurve optisch 45 Vorstehend wurde nur eine Orthogonalkurve Hi-Hi'
symmetrisch ausgebildet sind. für den Punkt Gi festgelegt. Es ist jedoch ersichtlich, daß
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen irgendeine der Kurven mit dem Krümmungsradius Ri
der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es auf diesem Punkt Gi als Orthogonalkurve Hi-Hi' be-
zeigt nutzt werden kann. Es gibt viele Beispiele für Versuche
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines allgemei- so zur Verbesserung des Verlaufsstärken-Brillenglases un-
nen Verfahrens für die Konstruktion einer Linsenfläche ter Ausnützung des Freiheitsgrads der Orthogonalkur-
mit sich progressiv bzw. verlaufend ändernder Brech- ve Hi-Hi'; die Erfindung bildet diesbezüglich keine
kraft, Ausnahme. Entsprechende Beispiele finden sich in der
F i g. 2 eine schematische Darstellung der Lage eines JP-PS 3 595/74, in der JP-OS 46 348/75 und in der JP-PS Sichtzielpunkts bei einem bisherigen Brillenglas. 55 9 626/72. Gemäß der JP-PS 3 595/74 wird der Krüm- Fig.3 eine schematische Darstellung der Beziehung mungsradius der Orthogonalkurve Hi-Hi' im oberen
zwischen der Richtung eines Sichtzielpunkts und der Linsenbereich vom Zentrum zu den Querseiten verklei-
Drehung des Kopfes sowie des Auges bzw. Augapfels nert und im unteren Linsenbereich vom Zentrum zu den
des Brillenträgers zur Erläuterung des der Erfindung Querseiten vergrößert, so daß der Gesamtastigmatis-
zugrundeliegenden Prinzips, bo mus dementsprechend über einen weiten Bereich ver-
Fig.4 eine schematische Darstellung zur beispielhaf- teilt bzw. verdünnt (diluted) ist. Gemäß der JP-OS
ten Veranschaulichung der Lage eines Sichtzielpunkts 46 348/75 werden die Hauptrichtungen des Astigmatis-
für den Träger des erfindungsgemäßen Brillenglases, mus in den Scitenbereichen der Linse, d. h. die Richtun-
Fig. 5 eine schematische Darstellung zur beispielhaf- gen der Bildverzerrung, in vertikaler und horizontaler
ten Veranschaulichung der Lage eines Sichtzielpunkts b5 Richtung der Seitenbereiche angeordnet (arrayed), um
für den Träger des erfindungsgemäßen Brillenglases, dadurch zu versuchen, die Wirkung des Astigmatismus
Fig.6 eine schematische Darstellung zur Verdeutli- zu mildern oder auszuschalten. Es gibt jedoch einige
chung des beidäugigen Sehens des Sichtzielpunkts nach wenige Beispiele für Entwicklungen bezüglich der beid-
äugigen Seitensicht, die einen sehr großen Anteil am bezweckt damit die Schaffung eines Brillenglases auf Sehegn im Alltagsleben einnimmt; von den genannten der Grundlage «^J^J*!«« J™
XiSt symmetrisch ausgelegt werden. Sichtzielpunktanordnung in waagrechter Richtung dar- VÄ « ht und linkes ,„ stellt. In F i g. 4 stehen O„ für den Drehpunkt des rech-
ASSSE5
.ι. Lu.im d« linken Auges etwa eleich angesehen, is sehen den Punkten Or und Podie Gerade "unter «nem
mmmäwmiwm
den üblichen Sehbedingungen. Weiterhin ist die dargestellte Anordnung auch deshalb nicht voll zufriedenstellend oder überzeugend, weil dabei die Kopfdrehung des Brillenträgers für den Seitenblick, wie noch näher erläutert werden wird, überhaupt nicht berücksichtigt ist. Im allgemeinen dreht man nicht nur die Augen, sondern auch den Kopf auf einen Sichtzielpunkt, wenn dieser seitlich auftrifft Mit anderen Worten: die Kopfdrehung
lenträger die Augen auf einen Sichtzielpunkt dreht, der - bezogen auf ein unmittelbar vor ihm befindliches Objekt — unter einem Winkel β seitlich liegt. Wenn der Drehwinkeides Kopfes mit ßH und der Drehwinkel der Augen relativ zum Kopf mit ß, bezeichnet werden, gilt ,m allgemeinen die Beziehung
ß = ßH + pE.
< PoPrPi - ρ
„„,»hit Die Streck festlegt, auf der-Gc ade„ D ^™^.»^*
zwischen Or und ft läßt sich dann ausdrücken als
0KPi -
β - PH+pe,
mit
Drehwinkel des Kopfes und A» _ Drehwinkel des rechten Auges relativ zum Kopf, wenn der Betrachter den in der Wm- ^ kelstellung Pi, die vom Punkt Po um den Winkel β ent-
Is£Kw55S« fesSS
7 8
chend der Geraden D gemäß F i g. 4, und der Lage des minierenden Auge(s)« größer ist als diejenige des Sicht-Sichtzielpunkts für das Brillenglas selbst betrachtet. Ei- Zielpunkts bei beidäugiger Betrachtung. Im allgemeinen ne Kopfdrehung über den Winkel ß» relativ zum Sicht- ist jedoch die Annahme ausreichend, daß eine zwischen Zielpunkt bedeutet, daß sich der Sichtzielpunkt bei rela- den Sichtzielpunktkurven Di und Dr für linkes bzw. tiver Betrachtungsweise über einen Winkel — ß» relativ 5 rechtes Auge gemäß F i g. 6 liegende Kurve D"die Posizum Kopf des Brillenträgers dreht. Es sei angenommen, tion oder Lage des Sichtzielpunkts beim beidäugigen daß alle Drehzentren auf dem Drehzentrum Or des Sehen liefert.
rechten Auges liegen (F i g, 5) und die Beziehung βπ+ßi: Es ist zu beachten, daß diese Kurve D" erheblich von zwischen den Winkeln ßn und βε gilt. In diesem Fall der Kurve C gemäß F i g. 2 abweicht, welche die Sichtverschiebt sich die willkürlich auf der Geraden D ge- 10 zielpunktlage beim bisherigen Brillenglas angibt, wählte Lage P/des Sichtzielpunkts für den Brillenträger Gemäß Fig. 6 ist ein Sichtzielpunkt Pi" gegenüber selbst in eine Position W für das Brillenglas selbst. Diese der gerade nach vorn gerichteten Sichtposition Po auf letztere Position Pi' bestimmt sich durch die entgegen der Kurve D" nach rechts verschoben. Wenn sich dieser dem Uhrzeigersinn erfolgende Drehung des Punkts Pi Sichtzielpunkt Pi" aus der Position Po unendlich weit um den Augendrehpunkt Or über einen Winkel ß/2 ge- 15 nach rechts verschiebt, nähert sich der Winkel ac" für maß F i g. 5. Gemäß F i g. 5 gilt die Beziehung beidäugiges Sehen des Sichtzielpunkts in der Position
Pi", d.h. der Winkel
< OtPi'O«,
wobei der Abstand zwischen dem (Augapfel des) rech- 20
ten Auge(s) und dem Sichtzielpunkt unverändert bleibt. fortlaufend Null an. Diese fortlaufende Annäherung des Wenn daher eine Anzahl von Punkten P10'—/W ent- Winkels an Null beim beidäugigen Sehen bedeutet, daß sprechend den Punkten Pi0- P90 auf ähnliche Weise auf- sich die relative Konvergenz der beiden Augen fortgetragen bzw. ausgewertet werden, bilden erstere eine schreitend in Richtung auf Null verkleinert. Beim darge-Kurve D' gemäß F i g. 5. Unter Heranziehung des Au- 25 stellten Beispiel erreicht der Winkel beim beidäugigen gendrehpunkts Or gemäß Fig.5 als Ausgangspunkt Sehen schließlich die Größe »0«, wenn y?=-90° oder werden die von diesem Ausgangspunkt Or gemäß ,&-45° gilt. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß sich F i g. 5 nach rechts und oben verlaufenden Linien als die relative Konvergenz der beiden Augen ständig fort-X-Achse bzw. K-Achse benutzt, wobei sich die X- und schreitend verkleinert, wenn der Brillenträger seine Auy-Koordinaten des Punkts Pi' auf der Kurve D' wie 30 gen aus der Stellung, in welcher er ein in einem endlifolgt ausdrücken lassen: chen Abstand vor ihm befindlichen Objekt betrachtet,
fortlaufend weiter zur Seite dreht, wobei sich die rela-
sjn ß tive Konvergenz schließlich auf Null verringert, wenn
2 die Augen des Brillenträgers auf eine in äußerster seitli-
35 eher Position befindlichen Sichtzielpunkt gerichtet sind,
m α β für den ^-90° gilt, d. h., wenn die Brillengläser für die
^ * COSjS 2 Betrachtung eines Sichtzielpunkts eingestellt sind, der
seitlich in einer Lage liegt, für die ßE etwa 45° beträgt.
Die Kurve D'gemäß Fi g. 5 läßt sich daher wie folgt Im folgenden sind die Durchgangspositionen der Fi-
ausdrücken: 40 xierlinien auf den Brillengläsern erörtert, d. h. die Positionen auf den Brillengläsern, über welche der Brillen- Vlx* + a1 + a VTJ? + α2 träger einen seitlich liegenden Sichtzielpunkt betrach-
y j ■ tet·
In F i g. 7 sind ein linkes und ein rechtes Brillenglas 71 Obgleich sich die obigen Ausführungen aus Vereinfa- 45 bzw. 72, von der Seite einer ersten, einem Sichtzielpunkt
chungsgründen nur auf das rechtsgerichtete einäugige zugewandten Fläche aus gesehen, dargestellt.
Sehen mit dem rechten Auge beziehen, gilt ersichtli- Eine ausgezogene Kurve M-M' auf jedem Brillen-
cherweise dasselbe für das linksgerichtete einäugige Se- glas 71 und 72 wird dadurch erhalten, daß die Durch-
hen mit dem rechten Auge und auch für das seitliche gangsposition (passing positions) der Fixierlinie des be-
Sehen mit dem linken Auge. 50 treffenden Auges des Brillenträgers für Fern- und Nah- Obgleich vorstehend der Kopf-Drehpunkt als mit sieht bei Betrachtung eines unmittelbar gerade vor ihm
dem Drehzentrum oder -punkt des Auges koinzidierend befindlichen Sichtzielpunkts miteinander verbunden
vorausgesetzt ist, sind diese beiden Drehpunkte ersieht- werden. Diese Kurve M-M' koinzidiert somit norma-
licherweise voneinander verschieden. lerweise mit der vorher genannten umbilikalen oder
Beim zweiäugigen Sehen muß das Vorhandensein des 55 verbindenden Meridiankurve.
Abstands ZJsOT zwischen rechtem und linkem Auge ge- Eine auf den Brillengläsern 71 und 72 gezeichnete maß F i g. 6 berücksichtigt werden. Es kann daher ohne gerade Linie L—U verläuft vertikal durch die Durchweiteres angenommen werden, daß sich der Sichtziel- gangspositionen der Fixierlinie des betreffenden Auges punkt für die beiden Brillengläser durch die Kombina- des Brillenträgers für Fernsicht; diese Kurve wird als tion der Kurve Dr entsprechend dem Sichtzielpunkt für 60 Meridiankurve bezeichnet
das rechte Auge und der Kurve Dl entsprechend dem Eine auf jedem Brillenglas 71, 72 gezeichnete Linie
Sichtzielpunkt für das linke Auge (vgL F i g. 6) darstellen S—S' erhält man durch lotrechte Verbindung der
läßt Durchgangspositionen der Fixierlinie des betreffenden
Beim beidäugigen Sehen kann das eine Auge über das Auges bei Ablenkung der Fixierlinie nach rechts über
andere dominieren, d.h., es~kann ein »dominierendes es einen Winkel von 45°.
Auge« vorliegen, ta diesem Fall kann ohne weiteres Wenn der Brillenträger durch die Brillengläser gemäß
angenommen werden, daß die Wirkung der Lage des F i g. 7 einen in einem endlichen Abstand (gerade) vor
Sichtzielpunkts entsprechend dem (Augapfel des) »do- ihm befindlichen Sichtzielpunkt betrachtet konvergie-
ίο
ren die beiden Augen(achsen) mehr oder weniger, und die Fixierlinien verlaufen auf den umbilikalen Meridiankurven Λί—M'anstatt auf den Meridiankurven L—L'. Es sei angenommen, daß sich dieser Sichtzielpunkt in horizontaler Richtung fortschreitend nach rechts verlagert. Hierbei verschieben sich die Fixierlinien fortschreitend über einen Winkel von 45° nach rechts, bis sie schließlich die genannten Linien S—S' passieren. Im Verlauf dieser Fixierlinienbewegung ist die Bewegungsstrecke der Fixierlinie des rechten Auges auf dem betreffenden Brillenglas länger als diejenige für das linke Auge. Wenn sich dagegen der Sichtzielpunkt fortschreitend in horizontaler Richtung nach links verlagert, ist umgekehrt die Bewegungsstrecke der Fixierlinie des linken Auges länger als diejenige für das rechte Auge. Bei Betrachtung beider Fälle laut sich daraus schließen, daß die Bewegungsstrecke der Fixierlinie jedes Auges auf dem zugeordneten Brillenglas an der Schläfenseite länger ist als auf der Nasenseite, wenn der Brillenträger,
10
15 durch den Punkt O verlaufende Linie liegende obere Bereich als Fernsichtbereich, während der unterhalb der durch den Punkt N verlaufenden horizontalen Linie liegende Bereich als Nahsichtbereich dient. Die restliche Fläche, d. h. der unter der den Punkt O einschließenden Linie und über der den Punkt N einschließenden Linie gelegene Bereich, dient als Zwischensichtbereich (Übergangsbereich). Die Linie L—L' ist die genannte, den Punkt O passierende Meridiankurve, und die Kurve M-M' bildet die genannte, beide Punkte O und N passierende umbilikale Meridiankurve. Die Verteilung der Brechkräfte auf dieser umbilikalen Meridiankurve M— M' ist derart, daß die Brechkraft im Abschnitt oder Bereich M-O eine konstante Größe DF und die Brechkraft im Bereich N—Weine konstante Größe Dn besitzen und die Brechkraft im Bereich O—Ar'sich progressiv bzw. fortlaufend von Df auf Dn vergrößert Die Geraden S-S' und T— T' liegen parallel und symmetrisch zur Meridiankurve L-L', und die horizontalen Abstän-
gen für beidäugiges seitliches Sehen in seitlicher Richtung lenkt. Bevorzugt sind die Brillengläser 71 und 72 für linkes bzw. rechtes Auge einander spiegelgleich ausgebildet, d. h. auf beiden Seiten der Nase zueinander symmetrisch geformt.
Bevorzugt verlaufen zudem die Fixierlinien der beiden Augen für beidäugiges Sehen auf den Brillengläsern auf solchen Positionen, an denen die Brechungsfaktoren
der mit beiden Augen einen in einem endlichen Abstand 20 de von der Meridiankurve L—L'sind bei der bevorzugvor ihm befindlichen Sichtzielpunkt betrachtet, die Au- ten Ausführungsform der Erfindung einander gleich
bzw. betragen 23 mm. Die gegenüber den Geraden S— S'und T—T außerhalb liegenden Bereiche bilden Ebenen, die relativ zur Meridiankurve L—L'\n horizontaler Richtung symmetrisch zueinander sind.
Die Oberflächenform des erfindungsgemäßen Brillenglases wird durch eine Hüllkurve einer Schar oder Gruppe von Schnittkurven bestimmt bzw. definiert, wenn das Brillenglas in waagrechter Richtung in Ebe-
(mittlere Brechkraftgröße des Astigmatismus, Richtun- 30 nen geschnitten wird, die durch eine Anzahl von willkürgen der Hauptachsen des Astigmatismus usw.) in bezug lieh gewählten Punkten Gi auf der umbilikalen Meriauf das eine Auge ungefähr denen für das andere Auge diankurve M-M'verlaufen.
gleich sind. Wie erwähnt ist der Krümmungsradius jeder einzel-
Es wird daher bevorzugt, daß die Verteilungen der nen Kurve am Punkt Gi(vgl Fig. 1) so bestimmt oder Brechungsfaktoren in den Brillengläsern 71 und 72 ge- 35 festgelegt daß der Punkt Gi den Nabelpunkt bzw. umbimäß Fig.7 einander spiegelgleich sind, daß die Bre- likalen Punkt (umbilic) darstellt Ein Kreisbogen wäre
die einfachste Form der Schnittkurve. Bei der Ausführungsform der Erfindung war tatsächlich die anfänglich angewandte Form der Schnittkurve ein Kreisbogen, und die Form der Schnittkurve wurde unter Berücksichtigung der (noch zu beschreibenden) Verteilung der Brechungsfaktoren (mittlere Brechkraft Größe des Astigmatismus, Richtung der Hauptachsen des Astigmatismus usw.) modifiziert Hierbei wird der Krüm-
Nasenseite in dem Bereich, in welchem die umbilikale 45 mungsradius am Punkt G/ vorzugsweise von der Modi-Meridiankurve Af- M' gegenüber der Meridiankurve fizierung bzw. Abwandlung ausgenommen, um ihn seine L—L' mehr oder weniger zur Nasenseite hin versetzt Funktion als umbilikaler Punkt beibehalten zu lassen, ist Weiterhin wird bevorzugt, daß die Brechungsfakto- Die Auffindung der beiden Hauptkrümmungsradien ren in jedem Brillenglas 71 und 72 zueinander symme- und ihrer axialen Richtungen an einem willkürlich getrisch sind relativ zur Meridiankurve L—L' in den Zo- 50 wählten Punkt auf einer Hüllkurve von provisorisch benen, die um einen »vorbestimmten Abstand« von z. B. stimmten Schnittkurven auf oben beschriebene Weise i5mm von der Meridiankurve L-L' in horizontaler ist als Gaußsche Differentiaifiächentheorie bekannt
Richtung voneinander entfernt sind. Dieser »vorbe- Die beiden Hauptkrümmungsradien können in die
stimmte Abstand« kann für jeden einzelnen Punkt auf Brechkraft, deren Maßeinheit die Dioptrie ist nach folder Kurve L—L'bestimmt werden. 55 gender, an sich bekannter Gleichung umgerechnet wer-
Nachstehend ist eine bevorzugte Ausführungsform den: der Erfindung beschrieben. In Fi g. 7 ist das erfindungsgemäße Brillenglas für das linke Auge allgemein mit 71 bezeichnet und von der Seite des Sichtzielpunkts her gesehen veranschaulicht
Ein Punkt O stellt das geometrische Zentrum des Brillenglases 71 dar, und ein anderer Punkt N auf der Glasoberfläche ist unterhalb des Zentrums O in einem lotrechten Abstand von 14 mm von einer durch das Zentrum O verlaufenden horizontalen Linie sowie in einem waagerechten Abstand von 2,5 mm in Richtung auf die Nasenseite von der Meridiankurve L—!'angeordnet Beim Brillenglas 71 dient der Ober der horizontalen.
chungsfaktoren in beiden Gläsern 71 und 72 so verteilt sind, daß sie relativ zur Schnitt- oder Meridiankurve L—L'm horizontaler Richtung in dem Bereich, in welchem die umbilikale Schnitt- oder Meridiankurve M— M'die Meridiankurve Z,-Z/überlappt, zueinander symmetrisch sind, und daß sich die Brechungsfaktoren in beiden Brillengläsern 71 und 72 in horizontaler Richtung an der Schläfenseite allmählicher ändern als an der in welcher
D - Brechkraft (Maßeinheit Dioptrie), R — Krümmungsradius fm,) und
N - Brechungsindex der Linse (ohne Maßeinheit)
bedeuten. Das arithmetische Mittel aus den beiden, auf diese Weise berechneten Größen der Brechkraft ergibt die mittlere Brechkraft, und die Differenz zwischen ih-
11
nen ergibt die Größe des Astigmatismus. Die axialen Richtungen des Astigmatismus koinzidieren mit den axialen Richtungen der genannten Hauptkrümmungsradien. Nach der beschriebenen Berechnung der Verteilung der Brechungsfaktoren wird die Oberflächenform des Brillenglases 71 durch Modifizierung bzw. Abwandlung der Brechungsfaktoren in der Weise ermittelt, daß sich diese Faktoren von der umbilikalen Meridiankurve M—M'zw Schläfenseite in horizontaler Richtung weniger allmählich ändern als von der umbilikalen Meridiankurve M-M' zur Nasenseite in horizontaler Richtung in dem Bereich, in welchem die umbilikale Meridiankurve M-M' — wie erwähnt — relativ zur Meridiankurve L—L·' mehr oder weniger zur Nasenseite verschoben ist. Obgleich vorstehend nur das Brillenglas 71 ts für das Unke Auge im einzelnen beschrieben ist, trifft dasselbe ersichtlicherweise auch auf das Brillenglas 72 für das rechte Auge zu.
Die beiden Seiten der Brillengläser 71 und 72 können somit so geformt werden, daß ihre (jeweiligen) Sichtzielpunkt-Betrachtungsflächen einander spiegelgleich sind. Dies bedeutet, daß ihre Linsenflächenkonfigurationen in dem für Fernsicht vorgesehenen Bereich gleich und in den für Übergangssicht und Nahsicht vorgesehenen Bereichen zueinander symmetrisch sind. Die Verteilung der Brechungsfaktoren des Brillenglases 71 für das linke Auge (F i g. 7) ist derart, daß die Brechkraftgrößen auf den Kurven
T1 - 7V, T2- T2', T3- T3' und T4- T4'
an der Schläfenseite in horizontaler Richtung ungefähr denen der entsprechenden Kurven
Si-Si', S2-S2', S3-S3'bzw. St-Sa'
auf der Nasenseite entsprechen. Das gleiche gilt auch für die Linse 72 für das rechte Auge. Ein Blick auf F i g. 7 zeigt unmittelbar, daß in dem Bereich, in welchem die umbilikale Meridiankurve M-M' relativ zur Meridiankurve L—L' bei beiden Brillengläsern 71 und 72 mehr oder weniger zur Nasenseite hin verschoben ist, die Brechungsfaktoren sich in dem relativ zur umbilikalen Meridiankurve M— M' näher an der Schläfenseite befindlichen Abschnitt weniger allmählich (less gradually) andem als in dem relativ zur umbilikalen Meridiankurve M-M' näher an der Nasenseite gelegenen Abschnitt. Die erfindungsgemäß ausgelegte Linsenfläche kann nach einem beliebigen, auf diesem Fachgebiet bekannten Verfahren an einem Stück eines geeigneten Linsenmaterials angeformt werden.
Beispielsweise kann die erfindüngsgernäße Linsenfiäche in eine Matrix aus 0,5 x 0,5 mm großen Quadraten unterteilt werden, und die Daten für die Schnitt- oder Schleiftiefen an den einzelnen Schnittpunkten können in einem Speicher einer numerisch gesteuerten Fräs- bzw. Schleifmaschine gespeichert werden. Das Linsenmaterial wird dann mittels dieser Maschine spanabhebend bearbeitet, um eine vergleichsweise rohe Linsenfläche herzustellen, die dann mit einer Lage weichen Schleifleinens geschliffen und anschließend mit Schleifmitteln zunehmend feinerer Körnung fortschreitend poliert werden kann, bis schließlich die gewünschte, fertigpolierte Linsenfläche erhalten wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzonc und einer dazwischenliegenden Übergangszone und mit einer Hauptblicklinie (M—M'),d\c als umbilikalc Meridiankurve ausgebildet ist. die im Fernsichtbereich sowie im Nahsichtbereich in vertikaler Richtung verläuft, wobei die Hauptsichtiinie im Fernsichtbereich mit einer gedachten vertikalen Meridiankurve (L-L')zumindest annähernd zusammenfällt und im Nahsichtbereich parallel vernetzt zu dieser verläuft, wobei diese Versetzung in der Übergangszone allmählich vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale Verteilung des Astigmatismus in der Nahsicht- und der Übergangszone in bezug auf die Hauptsichtlinie in einem Abstand bis zu jeweils 15 mm von dieser asymmetrisch ist, derart, daß die Brechkraftänderung auf der Nasenseite stärker ist als auf der Schläfenseite.
2. Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzone und einer dazwischenliegenden Übergangszone und mit einer Hauptblicklinie (M- M'), die als umbilikale Meridiankurve ausgebildet ist, die im Fernsichtbereich sowie im Nahsichtbereich in vertikaler Richtung verläuft, wobei die Hauptsichtlinie im Fernsichtbereich mit einer gedächten vertikalen Meridiankurve (L-LV zumindest annähernd zusammenfällt und im Nahsichtbereich parallel versetzt zu dieser verläuft, wobei diese Versetzung in der Obergangszone allmählich vorgenomen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Seitenbereiche des Glases, die zur Innenseite hin durch zur gedachten vertikalen Meridiankurve parallele Linien begrenzt sind, die in einem Abstand von nicht weniger als jeweils 17,5 mm von der vertikalen Meridiankurve angeordnet sind, zu dieser Meridiankurve optisch symmetrisch ausgebilet sind.
3. Brillenglas nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Astigmatismus längs der umbilikalen Hauptblicklinie (M- M') nicht weniger als 0, aber nicht mehr als 0,25 Dioptrien beträgt.
DE3151766A 1981-06-19 1981-12-29 Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzone Expired DE3151766C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP56095072A JPS57210320A (en) 1981-06-19 1981-06-19 Progressive focus lens

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3151766A1 DE3151766A1 (de) 1983-01-05
DE3151766C2 true DE3151766C2 (de) 1984-12-13

Family

ID=14127778

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3151766A Expired DE3151766C2 (de) 1981-06-19 1981-12-29 Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzone

Country Status (14)

Country Link
US (2) US4729651A (de)
JP (1) JPS57210320A (de)
AU (1) AU530106B2 (de)
BR (1) BR8108418A (de)
CA (1) CA1175266A (de)
DE (1) DE3151766C2 (de)
DK (1) DK154586C (de)
ES (1) ES509283A0 (de)
FI (1) FI75061C (de)
FR (1) FR2508186B1 (de)
GB (1) GB2100877B (de)
IT (1) IT1145634B (de)
NL (1) NL192057C (de)
SE (1) SE453869B (de)

Families Citing this family (30)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5988718A (ja) * 1982-11-12 1984-05-22 Hoya Corp 眼の輻輳を考慮した累進焦点眼鏡レンズ
JPS6061719A (ja) * 1983-09-16 1985-04-09 Seiko Epson Corp 累進多焦点レンズ
DE3433916C2 (de) * 1984-09-15 1986-10-16 Optische Werke G. Rodenstock, 8000 München Brillenglas für eine Halbbrille
DE3635777A1 (de) * 1986-10-21 1988-05-05 Rodenstock Optik G Progressives brillenglas
US4838675A (en) * 1987-06-19 1989-06-13 Sola International Holdings, Ltd. Method for improving progressive lens designs and resulting article
JP2573956B2 (ja) * 1987-07-31 1997-01-22 ホ−ヤ株式会社 累進多焦点レンズ
JP2756670B2 (ja) * 1987-11-30 1998-05-25 旭光学工業株式会社 累進多焦点眼鏡レンズ
US5151723A (en) * 1989-04-11 1992-09-29 Akira Tajiri Multifocal contact lens
DE4012609A1 (de) * 1990-04-19 1991-10-24 Zeiss Carl Fa Gleitsichtflaeche fuer eine gleitsichtbrillenlinse
WO1992012452A1 (fr) * 1990-12-27 1992-07-23 Seiko Epson Corporation Lentille progressive
FR2683642B1 (fr) * 1991-11-12 1994-01-14 Essilor Internal Cie Gle Optique Lentille ophtalmique multifocale progressive.
FR2683643B1 (fr) * 1991-11-12 1994-01-14 Essilor Internal Cie Gle Optique Lentille ophtalmique multifocale progressive.
JP3381314B2 (ja) * 1993-06-29 2003-02-24 株式会社ニコン 累進焦点レンズ
JPH07294859A (ja) * 1994-04-25 1995-11-10 Tokai Kogaku Kk 累進多焦点レンズ
ATE408170T1 (de) * 1994-10-21 2008-09-15 Carl Zeiss Vision Au Holding Verbesserter augen-korrekturlinsen-rohling
US5812237A (en) * 1995-11-27 1998-09-22 Roddy; Kenneth C. Ophthalmic no-line progressive addition lenses
US5715032A (en) * 1996-03-19 1998-02-03 Optical Radiation Corporation Progressive addition power ophthalmic lens
ATE367597T1 (de) * 1996-04-04 2007-08-15 Carl Zeiss Vision Au Holding Progressive linsen und verfahren zum deren entwurf und verwendung
JP3787227B2 (ja) * 1997-10-23 2006-06-21 東海光学株式会社 眼鏡用累進焦点レンズ及びそれを用いた眼鏡
US6366823B1 (en) * 1998-07-30 2002-04-02 Asahi Kogaku Kogyo Kabushiki Kaisha Design method for optical curved surface
EP0994375B1 (de) * 1998-10-16 2006-12-27 Essilor International Methode zur Herstellung eines Paars von multifokalen progressiven Brillenlinsen
EP1147448A4 (de) * 1998-12-16 2008-12-10 Novartis Ag Multifokale kontaktlinsen mit aspherischer oberfläche
AUPQ065599A0 (en) 1999-05-31 1999-06-24 Sola International Holdings Ltd Progressive lens
US7044597B2 (en) 2003-12-16 2006-05-16 Bausch & Lomb Incorporated Multifocal contact lens and method of manufacture thereof
EP2255243A2 (de) * 2008-02-20 2010-12-01 Swissphonics SA Progressive augenoptische multifokallinsen, die über einem grossen umfang von brechungsindizes, basiskurven und zusätzen hinweg identisch optimiert werden
EP2239618B1 (de) 2008-09-30 2023-09-20 Hoya Corporation Verfahren zum entwerfen von progressiven brillengläsern
JP5187227B2 (ja) * 2009-02-23 2013-04-24 セイコーエプソン株式会社 眼鏡レンズの設計方法
EP2648032A1 (de) * 2012-04-02 2013-10-09 Essilor Canada Ltee Progressive Brillenlinsenoberfläche
JP6368907B2 (ja) * 2013-10-07 2018-08-08 東海光学株式会社 レンズの光学性能評価方法、設計方法及びレンズの光学性能表示方法
FR3042399B1 (fr) * 2015-10-15 2017-12-08 Essilor Int Methode de determination d'un parametre de comportement visuel d'un individu et dispositif de test associe

Family Cites Families (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1509090A (fr) * 1966-11-29 1968-01-12 Lunetiers Cottet Poichet Soc D Perfectionnements aux lentilles ophtalmiques à puissance focale progressivement variable
BE755907A (fr) * 1969-09-11 1971-02-15 Lunetiers Lentilles a puissance focale progressive
FR2193989B2 (de) * 1972-07-26 1975-03-07 Essilor Int
NL168626C (nl) * 1973-08-16 1982-04-16 American Optical Corp Lens voor een bril met over het oppervlak varierende sterkte.
DE2610203B2 (de) * 1976-03-11 1981-01-22 Optische Werke G. Rodenstock, 8000 Muenchen Progressives Brillenglas
DE2814916C3 (de) * 1978-04-06 1982-01-07 Optische Werke G. Rodenstock, 8000 München Brillenglas mit einem zwischen Fernteil und Nahteil liegenden Progressionsbereich
FR2425653A1 (fr) * 1978-05-12 1979-12-07 Essilor Int Procede pour elaborer une surface de refraction d'une lentille ophtalmique a puissance focale progressivement variable
EP0027339A3 (de) * 1979-10-11 1981-05-06 U.K. Wiseman Limited Ophthalmische Linsen mit progressiver Brechkraft
US4307945A (en) * 1980-02-14 1981-12-29 Itek Corporation Progressively varying focal power opthalmic lens
DE3016935C2 (de) * 1980-05-02 1991-01-24 Fa. Carl Zeiss, 7920 Heidenheim Multifokale Brillenlinse mit gebietsweise gleitendem Brechwert

Also Published As

Publication number Publication date
FI814167L (fi) 1982-12-20
FI75061B (fi) 1987-12-31
CA1175266A (en) 1984-10-02
DK546081A (da) 1982-12-20
ES8306885A1 (es) 1983-06-01
DK154586C (da) 1989-06-05
FI75061C (fi) 1988-04-11
IT1145634B (it) 1986-11-05
GB2100877B (en) 1985-09-11
GB2100877A (en) 1983-01-06
ES509283A0 (es) 1983-06-01
FR2508186B1 (fr) 1985-08-02
AU7876481A (en) 1982-12-23
DE3151766A1 (de) 1983-01-05
JPS645682B2 (de) 1989-01-31
FR2508186A1 (fr) 1982-12-24
IT8168700A0 (it) 1981-12-29
AU530106B2 (en) 1983-06-30
SE453869B (sv) 1988-03-07
SE8107455L (sv) 1982-12-20
NL8105865A (nl) 1983-01-17
DK154586B (da) 1988-11-28
NL192057C (nl) 1997-01-07
JPS57210320A (en) 1982-12-23
BR8108418A (pt) 1983-04-12
US4729651A (en) 1988-03-08
USRE34132E (en) 1992-11-24
NL192057B (nl) 1996-09-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3151766C2 (de) Brillenglas mit einer Fern- und Nahsichtzone
DE3016935C2 (de) Multifokale Brillenlinse mit gebietsweise gleitendem Brechwert
DE3345076C3 (de) Brillenlinse mit einer Gleitsichtfläche, wobei der Fernteil zur Korrektur von Kurzsichtigkeit ausgelegt ist
DE69737931T2 (de) Progressive Linsen und Verfahren zu deren Entwurf und Verwendung
DE60009994T2 (de) Progressive additionslinsen mit variabelen brechkraftprofilen
EP0193552B1 (de) Mehrstärkenglas
EP0452802B1 (de) Gleitsichtfläche für eine Gleitsichtbrillenlinse
DE2044639C3 (de) Ophthalmische Linse mit progressiv sich ändernder Brechkraft
DE69938027T2 (de) Torische ophthalmische Linse
DE68916541T2 (de) Multifokale kontaktlinse mit progressiver exzentrizität.
DE3335109C2 (de) Mehrstärken-Brillenglas mit progressiver Brechkraft
EP0562336B1 (de) Brillenlinse
DE4414106B4 (de) Gleitsichtbrillenlinse
DE19917314B4 (de) Verfahren zum Herstellen von Brillengläsern progressiver Brechkraft
DE3622757A1 (de) Progressive mehrstaerkenlinse und diese verwendende brille
DE8104023U1 (de) Brillenglas mit zunehmender brennpunktverstaerkung
EP0165950B1 (de) Mehrstärken-brillenglass mit hohem positiven brechwert
DE3634844C2 (de) Gleitsichtglas
DE3517321A1 (de) Multifokale brillenlinse mit mindestens einer gleitsichtflaeche
DE2644510A1 (de) Brillenglas und verfahren zur herstellung eines brillenglases
DE69801476T2 (de) Multifokale ophthalmische Linse
DE69930075T2 (de) Methoden zur Produktion von progressiven Zusatzlinsen
DE60121759T2 (de) Multifokale progressive ophthalmische linse mit schnell variierender brechkraft
DE60121667T2 (de) Multifokal-Linse mit progressiver Brechkraft
DE3856153T2 (de) Progressive Multifokallinse

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: HOYA CORP., TOKIO/TOKYO, JP

8331 Complete revocation