DE3149150A1 - Gleisstopfmaschine mit voll a-synchronem stopfaggregat - Google Patents
Gleisstopfmaschine mit voll a-synchronem stopfaggregatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Unterstopfen der Querschwellen
eines Gleisess mit wenigstens einem am Maschinenrahmen
über einen Antrieb höhenverstell baren Stopfaggregat, das an einem
gemeinsamen Stopfwerkzeugträger jeweils paarweise angeordnete und zum Eintauchen in das Schotterbett - im Kreuzungsbereich Schwelle/
Schiene - bestimmte und über hydraulische Kolben-Zylinder-Beistell-Antriebe
voneinander unabhängig bzw. voll a-synchron gegeneinander verstellbare Stopfwerkzeuge aufweist., die über je einen, für jeweils
ein Paar gegeneinander verstellbarer Stopfwerkzeuge gemeinsamen Antrieb in Vibration versetzbar sind.
Es sind - z.B. gemäß DE-CS 22 28 958-Gleisstopfmaschinen bekannt,
bei welchen die - zum Eintauchen im Kreuzungsbereich jeweils einer
Schiene und einer Schwelle bestimmten - insgesamt vier Stopfwerkzeuge eines Stopfaggregates einzeln schwenkbar gelagert und mit je
einen separaten hydraulischen Kolben-Zylinder-Beistell-Antrieb verbunden
sind. Jeweils ein Stopfwerkzeug-Paar mit zwei gegeneinander verstellbaren und zum Eintauchen an einer Schienenseite vorgesehenen
Stopfwerkzeugen hiebei mit einem gemeinsamen, mittig angeordneten Vibrationsantrieb verbunden. Somit können die vier9 im Kreuzungsbereich
Schiene/Schwelle eintauchbaren und jeweils mit einem oder zwei Stopfplatten versehenen Stopfwerkzeuge voneinander unabhängig
beistellen bzw. es ergeben sich je nach Schotterbeschaffenheit
voneinander unabhängige Beistellweges, wobei jedoch an den
Stopfpi ekel platten aller vier Stopfwerkzeuge die selbe Bei stellkraft
wirksam ist. Dadurch ergibt sich unabhängig vom örtlichen Schotterzustand und dem jeweiligen Beistellweg sowie von im
Schotter vorhandenen Hindernissen im Bereich jeder Stopfpickelplatte der gewünschte Schotterverdichtungsgrad. Diese Stopftechnik
ist in der Fachwelt seit Jahrzehnten als sogenanntes "a-synchrones
Stopfprinzip" bekannt - gegenüber den - ebenso bekannten sogenannten wegabhängigens insbesondere über Gewinde-Spindel
und -Mutter zwangsläufig, somit synchron antreibbaren - StopfwerkzeugenNach
diesem voll a-synchronen Stopfprinzip betriebene Einsowie auch Mehrschwellen-Gleisstopfmaschinen haben sich in vielen
Ländern mit großem Erfolg bestens bewährt, da mit diesem a-synchronen Stopfprinzip selbst bei sehr ungünstigen und ungleichmäßigen
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Gleislage- und Bettungsverhältnissen sowie auch bei Schräglage
einzelner Schwellen gleichmäßige sowie hochverdichtete Schwellenauflager
über den gesamten zu bearbeitenden Gleisabschnitt geschaffen werden können.
Weiters ist - gemäß EE-OS28 49 288~eine Gleisstopfmaschine leichteter
3auart, insbesondere für Wetchenbearbeitung, bekannt, deren
am Maschinenrahmen vorkragend angeordnete, höhenverstell bare Stopfaggregate
jeweils vier, für Stopfarbeiten in Weichenbereichen seitwärts ausschwenkbare, zum Eintauchen im Kreuzungsbereich der jeweiligen
Schiene und einer Schwelle bestimmte Stopfpickel aufweisen. Die bezüglich der Schiene jeweils einander gegenüberliegenden bzw.
an der selben Schwellenlängsseite eintauchbaren Stopfpi ekel sind
an einer gemeinsamen, gabelartigen Halterung gelagert, die ihrerseits
am Stopfwerkzeugträger des Stopfaggregates um eine quer zur Maschinen!ängsachse verlaufende Schwenkachse gelagert ist. Am oberen
Ende einer der beiden Halterungen ist ein als Exzenterwellenanordnung
ausgebildeter gemeinsamer Vibrationsantrieb für alle vier Stopfwerkzeuge angeordnet, mit dem das obere Ende der anderen
Halterung über einen KoIben-Zylinder-Beistell-Antrieb gelenkig bzw.
drehbar verbunden ist. Am Stopfwerkzeugträger ist weiters eine Führungsvorrichtung
angeordnet, welche federelastische Anschläge Tür beide Stopfwerkzeug-Halterungen - die mit jeweils quer zur Maschinenlängsachse
seitenverschwenkbaren Stopfwerkzeugen für Weichenbearbeitungen ausgestattet sind - aufweist, um diese in einer, zur
Längsmitte des Stopfaggregates im wesentlichen symmetrischen Lage
zu halten. Gegenüber der im Fall der erstgenannten, bekannten Maschinenausführung voll a-synchronen Verstell barkeit jedeseinzelnen
Stopfwerkzeuges der beiden Stopfwerkzeug-Paare ist bei
diesem leichteren Stopfaggregat die Asynchron!tat nur für die an
der einen Halterung angeordneten beiden, zürn Eintauchen links und
rechts einer Schiene vorgesehenen Stopfwerkzeuge gegenüber den an der anderen Halterung gelagerten, gegenüberliegenden beiden Stopfwerkzeugen
gegeben. Dieses gewissermaßen halb asynchrone Stopfprinzip hat sich bei Gleisstopfmaschinen kleinerer bis mittlerer
Bauart, nicht zuletzt wegen der einfacheren und kostengünstigen Leicht-Bauweise der Stopfaggregate, in der Praxis gut bewährt.
Der Vorteil der Voll-Asynchron!tat aller Stopfwerkzeuge wird bei
dieser Konstruktionsweise mit gemeinsamer gabelförmiger Halterung nicht erreicht.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Gleisstopfmaschine
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die sich durch eine möglichst einfache, aber doch mit allen Vorteilen des
voll a-synchronen Stopfprinzips ausgestattete Bauweise aller ihrer
Stopfwerkzeuge auszeichnet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst., daß die zwei gegeneinander voll a-synchron verstellbaren und zum Eintauchen in das Schotterbett - an einer Schienenseite
- bestimmten Stopfwerkzeuge jedes Stopfwerkzeug-Paares mit lediglich einem, gemeinsamen hydraulischen Kolben-Zylinder-Beistell-Antrieb
verbunden sind und daß jedes dieser Stopfwerkzeug-Paare zur im wesentlichen spiegel symmetrischen Ausrichtung in bezug
auf die Stopfaggregat-Längsmitte eine am Stopfwerkzeugträger abstützbare elastische Zentriervorrichtung aufweist.
Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung ergibt sich - bei voller Aufrechterhaltung des voll a-synchronen Stopfprinzips und der
voneinander unabhängigen Bei stell bewegung aller Stopfwerkzeuge mit allen bekannten Vorteilen - eine wesentliche Vereinfachung
der Gesamtkonstruktion durch den Wegfall separater hydraulischer Bei stell-Antriebe für jedes einzelne Stopfwerkzeug, einschließlich
der hiefür erforderlichen Zubehörteile, hydraulischen Leitungen,
Lagerstellen sowie Anschlüssen usf. Weiters ist damit verbunden eine raum- und gewichtsparende Bauweise der Aggregate. Zusätzlich
tritt aber durch die erfindungsgemäße Gestaltung ein neuartiger
Effekt in Erscheinung, welcher in einer auch bei unterschiedlichen
Schotterverhältnissen praktisch von selbst sich einstellenden
Aufteilung - nicht nur des Beistellwegesä also in bezug auf
den Effekt der voll-a-synchronen Beistellung - sondern auch der
Vibrationsbawegung, insbesondere der Gesamt-Vibrationsamplitude,
jedes Stopfwerkzeug-Paares auf.seine beiden Einzelwerkzeuge besteht.
Dieser Effekt ist darin begründet, daß jede, jeweils einem Stopfwerkzeug-Paar zugeordnete Zentriervorrichtung zwar größere
Abweichungen der Einzelwerkzeuge von ihrer Symmetrie!age verhindert,
jedoch bei unterschiedlichem Schotterwiderstand, z.B. bei ungleichmäßig
verkrusteter bzw. verhärteter Bettung, sowie bei nicht zu beseitigenden Stopfhindernissen, wie großen Steinen, usf.,- bedingte
Ausgleichsbewegungen der Stopfwerkzeuge auch gegenüber dem Stopfwerkzeugträger
zuläßt. Demzufolge vergrößert sich bei einer Bewegungshemmung
des einen, .beispielsweise in eine verhärtete Stelle
des Schotterbettes eingetauchten Werkzeugs - insbesondere beim Eintauchvorgang - die Schwingungsamplitude des anderen Werkzeugs, je
nach Art und Ausmaß der Bewegungshemmung bis auf den doppelten Betrag.
Durch das erleichterte erfindungsgemäße Eindringen dieses
Werkzeugs in den Schotter (vergrößerte Vibrationsamplitude und gegebenenfalls
auch vergrößerte Bei stell: kraft) verstärkt sich die mit
dem anderen Werkzeug wirksame Eindringkraft, so daß auch dieses
Werkzeug den Eindringwiderstand des an dieser Stelle verhärteten Schotterbettes überwindet und bis in die vorgesehene gewünschte
Tiefe eindringt. Bei Vorhandensein eines nicht zu beseitigenden
Stopfhindernisses im Bereich eines Stopfwerkzeuges, z.B. eines
relativ großen Steins, übernimmt das andere Stopfwerkzeug - gemäß
dem voll a-synchronen Stopfprinzip mit entsprechend vergrößertem Beistellweg - die Stopfarbeit bis zur Erreichung der gewünschten
Schotterverdichtung. Wenn schließlich ein Stopfwerkzeug beim Eindringen in die Bettung zwischen zwei derartige Hindernisse gerät,
so daß es auch keine Vibrationsbewegung auszuführen vermag, dann vergrößert sich die Schwingungsamplitude des anderen Stopfwerkzeuges
dieses Stopfwerkzeug-Paares bis auf den doppelten Betrag.
Die Erfindung schafft somit ein neues Stopfprinzip mit den durch diese neuartigen Effekte erziel baren Vorteilen in Verbindung mit
der Vibrationsbewegung bzw. -amplitude der Stopfwerkzeuge mit der
vol1-a-synchronen Stopftechni k.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind der Kolben
und der Zylinder des gemeinsamen hydraulischen Bei stell-Antriebes jedes StopfWerkzeug-Paares jeweils mit den oberen Enden der
beiden - etwa in ihrer Längsmitte schwenkhebe.1 artig am Stopfwerkzeugträger
gelagerten Stopfwerkzeuge drehbar verbunden und der vorzugsweise hydraulisch beaufschlagbare und als Exzenter ausgebildete
Vibrations-Antrieb steht mit dem oberen Ende des einen,
3U9150 "V
vorzugsweise des mit dem Zylinder des Bei stell-Antriebes verbundenen
Stopfwerfezeuges in Verbindung. Diese Variante zeichnet sich
durch die besondere Einfachheit der durch mechanische Hintereinanderschaltung von Vibrations- und Beistell-Antrieb gebildeten Antriebs-Baueinheit
aus. Diese Ausbildung bietet insbesondere die Vorteile der Anwendung der bekannten und vielfach bewährten Konstruktionsbauarten
mit allen Vorteilen einer derartigen Anlenkung an den oberen Enden der Stopfwerkzeuge in Verbindung mit den arbeitstechnischen
Vorzügen des neuen Stopfprinzips.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der letztgenannten Konstruktion besteht erfindungsgemäß darin9 daß die Vibrations-Antriebe sowie
die Beisteil-Antriebe der beiden Stopfwerkzeug-Paare in Bezug zur
Schienenvertikailängsebene zueinander spiegel symmetrisch angeordnet
sind. Hiedurch ergeben sich für das Stopfaggregat und seine Führungen symmetrische Belastungs- und Beanspruchungsverhältnisse
und ein geringerer Verschleiß der betreffenden Bauteile, dies wieder in Verbindung mit den beschriebenen Vorteilen des neuen
Stopfprinzips.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung
ist vorgesehen, daß die jedem Stopfwerkzeug-Paar zugeordnete elastische Zentriervorrichtung aus zwei, jeweils mit einem Ende
gemeinsam am Stopfwerkzeugträger gelagerten und mit ihren anderen Enden jeweils gegen ein Stopfwerkzeug unmittelbar oberhalb seiner
Schwenkachsen geführten Federträgern besteht, auf welchen zur
Oberlagerung der Vibration mit einer zusätzlichen Federkraft vorzugsweise
Druckfedern angeordnet sind» die voneinander unabhängig, einerseits gegen ein mit dem Stopfwerkzeug drehbar verbundenes
Widerlager und andererseits gegen das obere Ende des Federträgers bzw. gegen den Stopfwerkzeugträger abstützbar sind. Es kommt somit
zu einer überlagerung der den Stopfwerkzeugen erteilten Vibration
mit einer zusätzlichen Federkraft, welche in Richtung der Bei stell bewegung wirkt und daher zur Beistell kraft stopfdruckerhöhend
hinzukommt. Das bisher mehr oder minder kraftlose öffnen
der Stopfwerkzeuge nach Beendigung des StopfVorganges wird nunmehr
zum Vorspannen der Druckfedern, also zur Speicherung von
3U9150 "*
Federenergie benutzt, die dann beim nächsten Stopfvorgang als Zusatzkraft zur Verfügung steht. Bei vorgegebenen Dimensionen des
jeweiligen Beistell-Antriebes für ein Stopfwerkzeug-Paar steht also an den Stopfpickeln eine um die Federkraft erhöhte Gesamtkräft
zur Verfügung, so daß die Vorzüge des neuen Stopfsystems mit der voll a-synchronen Stopftechnik mit noch größerer Effektivität
zum Tragen kommen.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal ist der Federträger im Bereich
des dem Stopfwerkzeug zugekehrten Endes mit einem Längsschlitz
ausgebildet, der an einem, "mit dem Stopfwerkzeug verbun- ·
denen und vorzugsweise zur drehbaren Lagerung des Widerlagers vorgesehenen Querbolzen geführt ist. Diese Ausführung zeichnet
sich durch die einfache und robuste Ausbildung der Führungsteile von Federträger und Stopfwerkzeug aus. Darüberhinaus wird mit
dieser konstruktiven Gestaltung eine besonders solide Basis für
die Abstützung der Kräfte am Federträger und Stopf werkzeug erzielt,
insbesondere mit dem Vorteil der etwa parallelen Federkraftbeaufschlagung des jeweiligen Stopfwerkzeugträgers gegenüber
den gegensinnig wirksamen Beistellkräften.
Schließlich ergeben sich erfindungsgemäß weitere Vorteile dadurch,
daß das gegen das Stopfwerkzeug geführte Ende der Federträger innerhalb der beiden oberen Arme eines gabelartig ausgebildeten
Stopfwerkzeuges angeordnet und das andere, am Stopfwerkzeugträger gelagerte Ende der Federträger mit einem Federabstützschuh in
einer gabelartigen und eine nach oben offene Halterung bildenden Lagerung des Stopfwerkzeugträgers gelagert ist. Diese Konstruktionsvariante
kommt mit wenigen einfach gestalteten Bauteilen aus und gewährleistet außerdem eine solide sowie platzsparende
Lagerung der Federträger am Stopfwerkzeugträger.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen:
Fig.1 eine Seitenansicht eines, nach dem voll a-synchronen
Fig.1 eine Seitenansicht eines, nach dem voll a-synchronen
3H9150 "Γ"
Stopfprinzip arbeitenden, höhenverstellbaren Stopfaggregates
einer Gleisstopfmaschine nach der Erfindung,
Fig.2 eine Vorderansicht des Stopfaggregates entsprechend dem
Pfeil II in Fig.l,
Fig.3 eine teilweise geschnittene Draufsicht des Aggregates
nach der Linie IU-III in Fig.l,
Fig.4 eine teilweise Schnittdarstellung einer Lagerstelle des
Stopfaggregates entsprechend der Linie IV-IV in Fig.3,
Fig.5 eine teilweise geschnittene, vergrößerte Vorderansicht
des die elastische Zentriervorrichtung aufweisenden Bereiches des Stopfaggregates,
Fig.6 eine weitere Schnittdarstellung entsprechend der Linie
VI-VI in Fig.59
Fig.7 eine Schnittdarstellung der äußeren Lagerstelle der
elastischen Zentriervorrichtung am Stopfwerkzeug gemäß der Linie VII-VII in Fig.5 und
Fig.8 eine Draufsicht eines Gleisabschnittes mit schematischer
Darstellungen der Stopfpiekel platten eines erfindungsgemäßen
Stopfaggregates bei unterschiedlichen Stopfbedingungen.
Aus Fig.l und 2 ist der Gesamtaufbau eines Stopfaggregates 1
einer Gleisstopfmaschine nach der Erfindung ersichtlich. Am Maschinenrahmen
2 der, auf dem aus Schienen 3 und Schwellen 4 bestehenden Gleis verfahrbaren Gleisstopfmaschine sind zwei quer
zur Maschinenlängsachse sich erstreckende Führungssäulen 5 angeordnet
auf welchen das Stopfaggregat 1, quer zur Maschinenlängsachse
verschiebbars gelagert ist. Das Stopfaggregat 1 besteht aus
einem etwa rechteckförmigen Rahmen 69 an welchem der Stopfwerkzeugträger
7 längs zweier vertikaler Führungssäulen 8 - mittels
eines zentralen Kolben-Zylinder-Antriebes 9 höhenverstellbar gelagert
ist. Der Stopfwerkzeugträger 7 weist zwei, quer zur Maschinenlängsachse verlaufende Seitenarme Io auf, mit deren
äußerem Ende jeweils ein plattenförmiger Tragteil 11 verbunden,
z.B. verschweißt, ist. An jedem der beiden Tragteile 11 sind zwei
schwenkhebelartige Stopfwerkzeuge 12,13 bzw. 14,15 um quer zur
Maschinenlängsachse verlaufende Achsen 16 verschwenkbar gelagert. Am unteren Ende jedes der Stopfwerkzeuge 12-15 sind jeweils zwei
nebeneinander angeordnete Stopfpickel 17 mit Stopfpi ekel platten
18 lösbar befestigt. Jeweils zwei, an demselben Tragteil 11 gelagerte
Stopfwerkzeuge 12,13 bzw. 14,15 bilden ein Stopfwerkzeug-Paar
19 bzw. 2o. Jedem Stopfwerkzeug-Paar 19 bzw. 2o ist ein als
Exzenter ausgebildeter Vibrations-Antneb 21 zugeordnet, welcher
am oberen Armende jeweils des einen Stopfwerkzeuges 12 bzw. 14 des betreffenden Stopfwerkzeug-Paares 19 bzw. 2o angeordnet ist.
Am Vibrations-Antrieb 21 ist jeweils der Zylinder 22 eines KoI-ben-Zylinder-Beistell-Antriebes
23 angelenkt, dessen Kolbenstange 24 mit dem oberen Armende jeweils des anderen Stopfwerkzeuges 1:4
bzw. 15 des Stopfwerkzeug-Paares 19 bzw. 2o gelenkig verbunden ist.
Jedes der Stopfwerkzeug-Paare 19 bzw. 2o ist mit einer am Stopfwerkzeugträger
7 abstützbaren, elastischen Zentriervorrichtung 25 ausgestattet, welche zur im wesentlichen spiegel symmetrischen
Ausrichtung der Stopfwerkzeuge jedes Stopfwerkzeug-Paares 19 bzw. 2o in bezug auf die Längsmitte des Stopfaggregates I dient, und
die auch noch weitere, im folgenden näher beschriebene Funktionen zu erfüllen hat. Die Zentriervorrichtung 25 besteht im wesentlichen
aus zwei stangenförmigen Federträgern 269 auf weichen jeweils
eine Druckfeder 27 angeordnet ist und die mit ihrem inneren Ende am Tragteil 11 des Stopfwerkzeugträgers 7 um eine Achse 28 schwenkbar
gelagert sind. Das äußere Ende jedes Federträgers 26 ist in
einem, mit dem jeweiligen Stopfwerkzeug 12-15 drehbar verbundenen,
im folgenden noch näher beschriebenen Widerlager 29 gelagert, an welchem sich das äußere Ende der Druckfeder 27 abstützt.
Das Stopfaggregat 1 arbeitet nach dem sogenannten "voll a-synchronen
Stopfprinzip", bei welchem sich für die vier, im Kreuzungsbereich Schiene 3/Schwelle 4 eintauchbaren Stopfwerkzeuge 12-15,
wenn erforderlich, je nach dem vorhandenen Schotterzustand,
voneinander unabhängige Beistel!wege ergeben, wobei jedoch an
3H9150
den Stopfpi ekel platten 18 aller vier Stopfwerkzeuge dieselbe
Bei stell kraft wirksam ist. Auf Grund der beschriebenen;, erfindungsgemäßen
Ausbildung des Stopfaggregates 1 arbeitet dieses aber auch mit voneinander unabhängiger Vibrationsbewegung aller
vier Stopfwerkzeuge 12-15. Zum besseren Verständnis dieser neuen
Stopftechnik sind im unteren Teil der Fig.! die Bewegungsverhältnisse
der Stopfwerkzeuge für drei'verschiedene Stopfstellen mit
unterschiedlichen Schotterverhältnissen mit gestrichelten Linien
eingezeichnet« Die mittlere Darstellung zeigt das Unterstopfen
einer Schwelle 4 bei im wesentlichen gleichmäßigem und verhältnismäßig
lockeren Zustand des Schotters in dena der Schwelle 4 beidseits benachbarten Schwellenfächern. Bei diesen regulären
Schotterverhältnissen sind jeweils für beide Stopfwerkzeuge 12S13
bzw. 14315 eines Stopfwerkzeug-Paares 19 bzw. 2o übereinstimmende
Verhältnisse für das Eindringens Vibrieren und Beistellen der Stopfwerkzeuge in den Schotter gegeben. Die Stopfpi ekel platten
18 der gegeneinander verstellbaren Stopfwerkzeuge 12S13 des in
Fig.! ersichtlichen Stopfwerkzeug-Paares 19 führen daher Schwingungen
mit übereinstimmender Schwingungsamplitude entsprechend
den Doppelpfeilen 3o aus. Unabhängig davon ergibt sich in Anbetracht der homogenen Schotterverhältnisse für die Stopfpickelplatten
18 beider Stopfwerkzeuge 12513 bei Druckbeaufschlagung
des KoIben-Zylinder-Beistell-Antriebes 23 derselbe Beistellweg»
wie durch die Pfeile 31 veranschaulicht. Die Zentriervorrichtung
■ 25 unterstützt dabei die Gleichmäßigkeit der Beiste!!bewegung
beider Stopfwerkzeuge 12513 durch die Zentnerwirkung der auf
beide Stopfwerkzeuge in gleichem Ausmaß wirksamen Federkraft der Druckfedern 27. Bei der Schließbewegung oer Stopfwerkzeuge 12,13
zu der dazwischenliegenden!, zu unterstopfenden Schwelle 4 hin
summieren sich die den Stopfwerkzeugen vom Beistell-Antrieb 23 und von den Druckfedern 27 erteilten Kräftes so daß an den Stopfpickelplatten
18 eine entsprechend vergrößerte Gesamtkraft zur Verfügung steht.
Im linken unteren Teil der Fig.! ist das Unterstopfen einer
Schwelle 4 bei stark verkrustetem Schotterbett veranschaulicht.
Beim Absenken des Stopfwerkzeugträgers 7 treffen die mit gleicher
Schwingungsamplitude vibrierenden Stopfpi ekel platten der Stopfwerkzeuge
12,13 im wesentlichen gleichzeitig auf der Schotteroberfläche
auf. Da sich auf der Auftreffstelle des Stopfwerkzeuges 13 eine besonders stark verkrustete Schotterzone befindet, dringt dieses
Werkzeug 13 nur geringfügig in die Schotteroberfläche ein, wogegen
das andere Stopfwerkzeug 12, entsprechend der etwas loseren Beschaffenheit
des Schotters, etwas tiefer in den Schotter eindringt. Die kompakte Beschaffenheit des Schotters in dem rechts der Schwelle
4 gelegenen Schwellenfach verhindert zunächst jede weitere Bewegung,
insbesondere die Schwingbewegung des Stopfwerkzeugs 13, demzufolge
die dem Stopfwerkzeug-Paar 19 vom Vibrations-Antrieb 21 aufgezwungene
Vibrationsbewegung, nunmehr ausschließlich auf das Stopfwerkzeug
12 übertragen wird, so daß dieses mit der doppelten Vibrationsamplitude
zu schwingen beginnt. Die damit verbundene Auflockerung des Schotters führt zu einem raschen, weiteren Eindringen des
Stopfwerkzeugs 12, wodurch gleichzeitig ein wesentlich größerer Anteil
der vertikalen Belastungskraft des Stopfaggregates 1 auf das
Stopfwerkzeug 13 einzuwirken beginnt. Dieses durchstößt daher den verhärteten Oberflächenbereich des Schotters und dringt tiefer in
die darunterliegenden Schotterbereiche ein, wobei gleichzeitig seine
Vibrationsbewegung wieder einsetzt, wie schematisch durch die tiefer!iegende strich! ierte Teil darstellung des Stopfwerkzeuges 13
erkennbar ist. Auch beim Stopfwerkzeug !3 kann gegebenenfalls die
Vibrationsamplitude bis auf die doppelte Größe anwachsen, wenn das andere Stopfwerkzeug 12 auf besonders verhärtete Stellen der Bettung
trifft. Auf Grund dieser Wechselwirkung und der sich den Gegebenheiten selbsttätig anpassenden Verteilung der Vibrationsamplitude
auf die beiden Werkzeuge erreichen dieselben auch bei sehr
stark verkrusteter Bettung die vorgesehene Absenktiefe. Unabhängig davon erfolgt auch unter diesen Verhältnissen eine voneinander unabhängige
Bei stell bewegung der beiden Stopfwerkzeuge 12,13, entsprechend
dem a-synchronen Stopfprinzip. Das Zusammenwirken der beschriebenen
Vibrationsvorgänge mit der unabhängigen Beistellung der Stopfwerkzeuge wirkt sich in einer Vergleichmäßigung der Stopfqualität
auch unter ungünstigen bzw. wechselnden Schotterverhältnissen aus.
Im rechten unteren Teil der Fig.! ist das Beispiel einer voll-
3H9150 " n~ ■ l ■ ^^
H3
ständigen Bewegungshemmung des einen Stopfwerkzeugs 13 des Stopfwerkzeug-Paares
19 dargestellt. Die Stopfpickel platte 18 dieses
Werkzeugs ist beim Eintauchen in das Schotterbett zwischen zwei nicht zu beseitigende Hindernisses z.B. große Steine 32 s gedrungen
s so daß sie weder eine Vibrations- noch eine Bei stell bewegung auszuführen in der Lage ist. Infolgedessen kommt die für beide
Stopfwerkzeuge 12J3 gemeinsame Vibrationserregung durch den Vibrations
-Antrieb 21 nunmehr ausschließlich dem Stopfwerkzeug 12
zugute. Somit verdoppelt sich die Schwingungsamplitude des Stopfwerkzeugs
12 und es tritt, wie bereits zuvor beschrieben, eine
verstärkte vertikale Belastung des Stopfwerkzeugs 13 eins so daß
dieses trotz der vorhandenen Hindernisse in größere Tiefe abgesenkt werden kann. Dabei kann es in Anbetracht der Keil v/i rkung
der nach dem unteren Ende zu sich verjüngenden Stopfpickel 17
zu einem Auseinanderdrängen der die Bewegungshemmung verursachenden
Steine 32 kommen5 so daß auch in diesem Fall mit beiden
Stopfwerkzeugen 12313 des Stopfwerkzeug-Paares 19 die vorgesehene
Absenktiefe erreicht wird. Unabhängig von den Vibrationsvorgängen und der Verdoppelung der Vibrationsamplitude des Stopfwerkzeugs
120 stellt sich zufolge der Bewegungshemmung des Stopfwerkzeugs
13 bei dem mit doppelter Amplitude schwingerregten
Stopfwerkzeug 12 ebenso eine Verdoppelung des Bei stellweges,
entsprechend dem Pfeil 31 ein. Da nunmehr die Arbeitskräfte des Vibrations-Antriebes 21 und des Bei stell-Antriebes 23 gemeinsam
am Stopfwerkzeug 12 wirksam sind;, wird trotz der Bewegungshemmung
des anderen Stopfwerkzeuges 13 unterhalb der Schwelle 4 der gewünschte
hohe Schotterverdichtungsgrad erreicht.
Wie aus Fig.3 ersichtlich,, sind die Stopfwerkzeug-Paare 19o2o mit
ihrem jeweiligen Vibrations-Antrieb 21 und Beistell-Antrieb 23
spiegel symmetrisch in Bezug zur Schienenvertikallängsebene 33 am
Stopfwerkzeugträger 7 angeordnet. Wie insbesondere aus dem oberen Teil der Fig.3 ersichtlich,, ist die Kolbenstange 24 des Beistell-Antriebes
23 am oberen0 als Doppel arm ausgebildeten Ende
des Stopfwerlczeugs 15 um die Achse 34 drehbar gelagert. Weiters sinds insbesondere im Bereich des Stopfwerkzeuges 13S die Stopfpickelplatten
18 sowohl in ihrer neutralen Mittelstellung (voll.
ausgezogene Darstellung) als auch in ihren Zwischen- bzw. Endstellungen
(gestrichelte Darstellung) eingezeichnet.
Fig.4 zeigt die Anordnung des Vibrations-Antriebes 21 an dem, in
seinem oberen Bereich ebenfalls doppe!armig ausgebildeten Stopfwerkzeug
13. An den beiden Armen 35,36 sind Lagersteil en für die
Exzenterwelle 37 des Vibrations-Antriebes 21 vorgesehen. Am Arm
ist ein mit der Exzenterwelle 37 antriebsverbundener Hydraulikmotor
38 angeordnet. Am gegenüberliegenden freien Ende der Exzenterwelle
37 ist ein Schwungrad 39 montiert. Am Exzenterteil 4o der Exzenterwelle 37 ist ein Lagerteil 41 drehbar gelagert, mit
dem der Zylinder 22 des Bei stell-Antriebes 23 fest verbunden ist.
Aus den Fig.5 bis 7 gehen die konstruktiven Einzelheiten der Zentriervorrichtung
25 hervor. Das dem jeweiligen Stopfwerkzeug 12 in Fig.5 - zugewendete, äußere Ende des Federträgers 26 geht
durch eine öffnung 42 des Widerlagers 29 hindurch, welches an den
beiden Armen 35,36 des Stopfwerkzeugs 12 um einen Querbolzen 43 schwenkbar gelagert ist. Der Querbolzen 43 durchsetzt einen Längsschlitz
44 des Federträgers 26, der gleichzeitig zur Führung des Federträgers 26 und zur Begrenzung der Verschwenkbewegung des
Stopfwerkzeugs 12 um die Achse 16 dient. In Fig.5 ist mit gestrichelten
Linien die äußere Endlage des Stopfwerkzeugs 12 eingezeichnet,
in welcher der Querbolzen 43 an der äußeren Endfläche
45 des Längsschlitzes 44 anschlägt. Das innere Ende des Federträgers
26 ist mit einem Federabstützschuh 46 bzw. 47 am Tragteil 11 des Stopfwerkzeugträgers 7 in einer gabelartigen und eine
nach oben offene Halterung bildenden Lagerung 48 (Fig.6) um die Achse 28 gelagert.
Fig.8 zeigt schematisch das Verhalten der Stopfwerkzeuge 12-15
eines Stopfaggregates nach der Erfindung beim Unterstopfen der
Kreuzungsbereiche einer Schiene 49 mit den Schwellen 5o,51 und
unter jeweils unterschiedlichen Bedingungen hinsichtlich des Schotterzustandes bzw. der Schwellenlage. Die mit starken Linien
eingezeichneten Stopfpiekel platten sind aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit durch die Bezugsziffer des die jeweiligen beiden
3U9150 -*
Stopfpickel platten tragenden Stopfwerkzeugs bezeichnet. Beim Unterstopfen
der Schwelle 5o liegen folgende Bedingungen vor. Im gleisaußenseitigen Endbereich der Schwelle 5o ist der Schotter
in den benachbarten Schwellenfachern verhärtet bzw. verkrustets
wie durch die Kreuzschraffur angedeutet. In dem rechts der Schwelle
5o gelegenen Schwellenfach befindet sich ein nicht zu beseitigendes
Hinderniss z.B. ein Stein 53. Beim Absenken des Stopfaggregates
gerät die der Schiene 49 näherliegende Stopfpi ekel platte
des Stopfwerkzeuges 13 mit dem.Stein 53 in Berührung. Da außerdem
die Bettung im Umgebungsbereich beider Stopfpi ekel platten des Stopfwerkzeugs
13 stark verhärtet ists kommt die Vibrationsbewegung des
Stopfwerkzeugs 13 völlig zum Stillstand. Das Stopfwerkzeug 12 beginnt
daher mit der doppelten Vibrations-Amplitude zu schwingen,,
lockert dabei den verhärteten Schotter auf und dringt rasch in die Bettung ein. Das Zuschalten des zugeordneten Bei stell-Antriebes
bleibt auf dasa durch den Stein 53 an einer Verstell bewegung gehemmte
Stopfwerkzeug 13 ohne Einfluß. Dadurch verdoppelt sich der Bei stell weg des Stopfwerkzeuges 125 mit dem Effekt, daß die Schwelle
5o durch das mit doppelter Amplitude vibrierende und über den doppelten Beistellweg gegen die Längsseite der Schwelle 5o bewegte
Stopfwerkzeug 12 trotz der ungünstigen Schotterverhältnisse mit
dem gewünschten Verdichtungsdruck unterstopft wird.
In dem an uqt Innenseite der Schiene 49 gelegenen Bereich der
Schwelle 5o wird relativ lockere Beschaffenheit des Schotters angenommen.
Es ist jedoch auch hier im Bereich der innenliegenden
Stopfpiekel platte des Stopfwerkzeugs 14 ein nicht zu beseitigendes
Hindernis-, z.B. ein Stein 535 vorhanden9 der eine zur Schwelle hin
gerichtete Bewegung des Stopfwerkzeugs 14 verhindert. Da aber die Bettung von relativ loser Beschaffenheit ist, kann das Stopfwerkzeug
14 trotz des vorhandenen Steins 53 unbehindert vibrieren. Es schwingen daher beide Stopfwerkzeuge 14 und 15 mit im wesentlichen
gleich großer Vibrations-Amplitude. Soferne beim weiteren Eintauchen
der Stopfwerkzeuge 14J5 der Stein 53 von der inneren Stopfpi
ekel platte des Stopfwerkzeuges 14 nicht unterfaßt wird, legt auch
in diesem Fall das andere Stopfwerkzeug 15 nach Zuschalten des Beistell
-Antriebes den doppelten Beistellweg gemäß der voll-a-synchronen
Stopftechnik zurück.
3U9150
Für das Unterstopfen der Schwelle 51 liegen folgende angenommene
Bedingungen vor. Im gleisaußenseitigen Endbereich der Schwelle 51
liegt links eine verhärtete Stelle im Schotterbett vor. Beim Absenken
des Stopfaggregates trifft das Stopfwerkzeug 12 zunächst auf
die verhärtete Schotteroberfläche auf, dringt nur geringfügig in diese ein und wird an jeder weiteren Bewegung gehemmt. Das andere
Stopfwerkzeug 13 vibriert nun"mit der doppelten Schwingungs-Amplitude
und verschafft sich dadurch ausreichend Bewegungsfreiheit sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung. Damit vergrößert
sich die auf das Stopfwerkzeug 12 wirksame Vertikalbelastung, so daß nunmehr auch dieses tiefer in den Schotter eindringt.
Das weitere Eindringen in das Schotterbett und das Unterstopfen der Schwelle erfolgt dann wie an Hand des linken unteren Teiles der
Fig.! beschrieben.
In dem an der Innenseite der Schiene 49 gelegenen Bereich der Schwelle 51 sind im rechts anschließenden Schwellenfach zwei Bewegungshindernisse,
z.B. Steine 53, vorhanden. An dieser Stelle sei vermerkt, daß solche Bewegungshindernisse selbstverständlich auch
durch Teile des Bahnkörpers, z.B. einbetonierte Pflöcke od.dgl., gebildet sein können. Beim Absenken des Stopfaggregates gerät die
der Schiene 49 näherliegende Stopfpickel platte des Stopfwerkzeugs
15 zwischen die beiden Steine 53 in eine Klemmstellung, so daß nunmehr
das Stopfwerkzeug 14 mit doppelter Amplitude schwingt. Beim weiteren Absenken des Stopfaggregates unter nunmehr stärkerer vertikaler
Belastung des Stopfwerkzeugs 15 kann es durch die Keilwirkung
der Stopfpi ekel platte zu einem Auseinanderdrängen der beiden
Steine 53 kommen, wodurch das Stopfwerkzeug 15 gegebenenfalls wieder
eine gewisse Bewegungsfreiheit erhält und gegebenenfalls sogar den Steinwiderstand überwinden und weiter beistellen kann. Den Aufbau
des gewünschten Stopfdrucks unter der Schwelle 51 kann aber
jedenfalls das auch mit großem Verstellweg zur Schwellenlängsseite
hin bewegbare Stopfwerkzeug 14 übernehmen.
Beim Unterstopfen der schrägliegenden Schwelle 52 werden für den
gleisaußenseitigen Bettungsbereich der Schwelle ungünstige Eintauchbedingungen,
also relativ verkrusteter Schotter, angenommen.
3U9150 "**~
Beim Absenken des Stopfaggregates befindet sich die gleisaußenseitige
Stopfpi ekel platte des Stopfwerkzeugs 12 zufolge der Winkelversetzung
der Schwelle 52 gegenüber der Querachse des Stopfaggregates bereits beim Eintauchen in den Schotter dicht an der Schwellenlängsseite.
Das andere Stopfwerkzeug 13 ist zum Eintauchzeitpunkt (gestrichelte Darstellung) von der Schwelle 52 noch relativ
weit entfernt. Das Stopfwerkzeug 12 ist zwischen Schwelle 52 und
verhärteter Bettung gewissermaßen "eingeklemmt"s so daß es keine
Vibrationsbewegung ausführen kann- Daher schwingt nun das Stopfwerkzeug
13 mit verdoppelter Vibrations-Amplitudes lockert den
Schotter auf und dringt rasch in die Bettung ein. Das nunmehr stärker belastete Stopfwerkzeug 12 dringt - wie bereits beschrieben gleichfalls
tiefer in den Schotter ein. Nunmehr wird der Beistell-Antriebs
verstärkt auf das Werkzeug 13S wirksam und stellt dieses
- mit vergrößerter Amplitude vibrierende - Stopfwerkzeug 13 zur Schwelle 52 hin bei (voll ausgezogene Darstellung).
Für den Gleisinnenbereich werden günstige Stopfbedingungen, also
relativ lockerer Schotters angenommen. Beim Absenken des Stopfaggregates
tauchen die mit gleicher Amplitude vibrierenden Stopfwerkzeuge 14015 relativ rasch und weiterhin gleichmäßig schwingend
in den Schotter. Die von der Schiene 49 weiter entfernte Piekelplatte
des Stopfwerkzeugs 15 liegt zufolge der Schwellen-Schräglage bereits nahezu an der Schwellenlängsseite an«, während die Pi ekelplatten
des Stopfwerkzeuges 14 von der Schwelle 52 relativ weit entfernt sind (gestrichelte Darstellung). Beim Zuschalten des Beisteil-Antriebes
führt daher das Stopfwerkzeug 14 allein eine vergrößertes gegebenenfalls die gesamte,, also verdoppelte Beistellbewegung
zur Schwelle 52 hin auss bis der gewünschte Verdichtungsgrad
des Schotters unter der Schwelle erreicht ist (voll ausgezogene Darstellung).
Claims (6)
1. Maschine zum Unterstopfen der Querschwellen eines
Gleises, mit wenigstens einem am Maschinenrahmen über einen Antrieb
höhenverstellbaren Stopfaggregat9 das an einem gemeinsamen
Stopfwerkzeugträger jeweils paarweise angeordnete und zum
Eintauchen in das Schotterbett - im Kreuzungsbereich Schwelle/ Schiene - bestimmte und über hydraulische Kolben-Zylinder-Beistell-Antriebe
voneinander unabhängig bzw. voll a-synchron gegeneinander verstellbare Stopfwerkzeuge aufweist die über je einen,
für jeweils ein Paar gegeneinander verstellbarer Stopfwerkzeuge vorgesehenen Antrieb in Vibration versetzbar sinds dadurch gekennzeichnet 9 daß die zwei gegeneinander
voll a-synchron verstellbaren und zum Eintauchen in das
Schotterbett - an einer Schienenseite - bestimmten Stopfwerkzeuge
(12,13 bzw. 14,15) jedes Stopfwerkzeug-Paares (19 bzw. 2o) mit
lediglich einem,, gemeinsamen hydraulischen Kolben-Zylinder-Beistell-Antrieb
(23) verbunden sind und daß jedes dieser Stopfwerkzeug-Paare (19 bzw.2o) zur im wesentlichen spiegel symmetrischen
Ausrichtung in bezug auf die Stopfaggregat-Längsmitte eine am Stopfwerkzeugträger (7) abstützbare elastische Zentriervorrichtung
(25) aufweist.
2· Maschine nach Anspruch 19 dadurch gekennzeichnet, daß
der Kolben (24) und der Zylinder (22) des gemeinsamen hydraulischen
Bei stell-Antriebes (23) jedes Stopfwerkzeug-Paares (19 bzw. 2o)
jeweils mit den oberen Enden der beiden - etwa in ihrer Längsmitte schwenkhebel artig am Stopfvjerkzeugträger (7) gelagerten
Stopfwerkzeuge (12„13 bzw. 14O15) drehbar verbunden sind und der
vorzugsweise hydraulisch beaufschlagbare und als Exzenter ausgebildete Vibrations-Antrieb (21) mit dem oberen Ende des einen,
vorzugsweise des mit dem Zylinder des Bei stell-Antriebes (23)
verbundenen Stopfwerkzeuges (12j14) in Verbindung steht.
- YT-
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrations-Antriebe (21) sowie die Beistell-Antriebe (23)
der beiden Stopfwerkzeug-Paare (19;2o) in Bezug zur Schienenvertikal
längsebene (33) zueinander spiegel symmetrisch angeordnet
sind.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die jedem Stopfwerkzeug-Paar (19;2o) zugeordnete
elastische Zentriervorrichtung (25) aus zwei, jeweils mit einem Ende gemeinsam am Stopfwerkzeugträger (7) gelagerten und
mit ihren anderen Enden jeweils gegen ein Stopfwerkzeug (12,13; 14,15) unmittelbar oberhalb seiner Schwenkächsen (16) geführten
Federträger (26) besteht, auf welchen zur Überlagerung der Vibration mit einer zusätzlichen Federkraft vorzugsweise Druckfedern
(27) angeordnet sind, die voneinander unabhängig, einerseits gegen
ein mit dem Stopfwerkzeug (12,13;14,15) drehbar verbundenes Widerlager
(29) und andererseits gegen das obere Ende des Federträgers (26) bzw. gegen den Stopfwerkzeugträger (7) abstützbar sind.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Federträger (26) im Bereich des dem Stopfwerkzeug (12,13 ;14,
15) zugekehrten Endes mit einem Längsschlitz (44) ausgebildet ist, der an einem, mit dem Stopfwerkzeug verbundenen und vorzugsweise
zur drehbaren Lagerung des Widerlagers (29) vorgesehenen Querbolzen (43) gerührt ist.
6. Maschine nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das gegen das Stopfwerkzeug (12,13;14,15) geführte Ende
der Federträger (26) innerhalb der beiden oberen Arme (34,35) eines gabelartig ausgebildeten Stopfwerkzeuges angeordnet und
das andere, am Stopfwerkzeugträger (7) gelagerte Ende der Federträger (26) mit einem Federabstützschuh (46) in einer gabelartigen
und eine nach oben offene Halterung bildenden Lagerung (48) des Stopfwerkzeugträgers (7) gelagert ist.
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