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DE3145113C2 - Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen - Google Patents

Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen

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Publication number
DE3145113C2
DE3145113C2 DE19813145113 DE3145113A DE3145113C2 DE 3145113 C2 DE3145113 C2 DE 3145113C2 DE 19813145113 DE19813145113 DE 19813145113 DE 3145113 A DE3145113 A DE 3145113A DE 3145113 C2 DE3145113 C2 DE 3145113C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
manure
tank truck
mouthpiece
liquid manure
truck according
Prior art date
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Expired
Application number
DE19813145113
Other languages
English (en)
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DE3145113A1 (de
Inventor
Bernhard 2843 Dinklage Clausing
Hubert 2842 Lohne Meyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Maschinenfabrik Meyer Lohne 2842 Lohne De GmbH
Original Assignee
Maschinenfabrik Meyer Lohne 2842 Lohne De GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Meyer Lohne 2842 Lohne De GmbH filed Critical Maschinenfabrik Meyer Lohne 2842 Lohne De GmbH
Priority to DE19813145113 priority Critical patent/DE3145113C2/de
Publication of DE3145113A1 publication Critical patent/DE3145113A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3145113C2 publication Critical patent/DE3145113C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C23/00Distributing devices specially adapted for liquid manure or other fertilising liquid, including ammonia, e.g. transport tanks or sprinkling wagons
    • A01C23/04Distributing under pressure; Distributing mud; Adaptation of watering systems for fertilising-liquids

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizing (AREA)

Abstract

Ein Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen besteht aus einem Gülletank mit einer Fördereinrichtung für Gülle und zumindest einem mit dieser verbundenen, ein Mundstück umfassenden Gülle-Austragorgan, das mit Abstand oberhalb der Bodenfläche am Fahrgestellrahmen des Tankwagens abgestützt ist. Dem Mundstück bzw. jedem Mundstück mehrerer in einer gemeinsamen Querebene mit gegenseitigem Abstand angeordneter Austragorgane ist in Strömungsrichtung der Gülle eine sich quer zum Wagen erstreckende Leitvorrichtung nachgeordnet, die von der aus dem Mundstück austretenden Gülle im wesentlichen tangential anströmbar ist und ihrerseits einen Ausmündungsbereich aufweist, der dem austretenden Güllestrom eine in Richtung der Bodenfläche weisende Komponente vorgibt. Das Aufbringen der Gülle ist auf diese Weise vergleichmäßigt und insbesondere ist eine bessere Verteilung der Gülle in Querichtung zum Wagen erreicht. Die insoweit ermöglichte genaue Dosierung der Gülle gewährleistet, daß Überdüngungen und Fehldüngungen weitgehend vermieden werden und die aufgebrachten Güllemengen unter entsprechender Verringerung der Geruchsbelästigung herabgesetzt werden können.

Description

Die Erfindung betrifft einen Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich t:enut/.te Bodenflächen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Tankwagen finden vorwiegend zum Aufbringen von Gülle bzw. Flüssigmist auf Felder u.dgl. landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen zur Düngung Anwendung, sie können jedoch auch zum Aufbringen von anderen Flüssigkeiten, z. B. Schädlingsbekämpfungsmitteln, auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen allgemein benutzt werden.
Bei einem bekannten Tankwagen der angegebenen Art (DE-OS 15 82 036) sind zwei Gülle-Austragorgane vorgesehen, deren Leitvorrichtungen zur Umlenkung der Gülle zum Bode^hin von einfachen Pralltellern gebildet sind, gegen die die aus den Zuführrohren austretende Gülle von unten gegengcsprilzi wird. Die fäeherförmige Ausbreitung der Gülle, die dur^h diese Ausbildung und Arbeitsweise der Leitvorrichtung erreicht wird, ist in hohem Maße unkontrolliert und führt zu einer unbefriedigenden Verieilgenauigkcit der auf die Bodenfläche aufgebrachten Gülle. Die Verteilgenauigkeil wird außerdem bei der bekannten Vorrichtung durch die Winkelstellung der Prallteller zu den Zuführrohren beeinflußt, die vom Benutzer im Gebrauch der Vorrichtung bewußt oder unbewußt verändert werden kann oder aufgrund längerer Beny-zungsdauer Veränderungen erfährt. In jedem Fall ist aber zu beobachten, daß der Güllcstrahl durch die Beaufschlagung des Pralltcllcrs auseinanderspritzt, was in erster Linie für das unkontrollierte Aufbringen der Gülle, mit der Folge von Fchldüngungcn einerseits und Überdüngungen andererseit?,, verantwortlich ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei dem das Aufbringen der Gülle verglcichmäßigt und insbesondere eine bessere Verteilung der Gülle in Querrichtung zum Wagen erreicht ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Ausgestaltung des Tankwagens gemäß dem Patentanspruch I gelöst.
Bei dieser Ausgestaltung wird aufgrund des kreisförmig gekrümmten Bereichs der Außenwand der Leitvorrichtung erreicht, daß die aus dem Mundstück des Austragorgans unter Druck austretende Gülle die Leitvorrichtung im Betrieb des Tankwagens tangential an-
bo strömt Dies fuhrt zu einem gleichmäßigen, spritzerfreien Einlaufen des Güllestroms in die Leitvorrichtung mit der l-'olge einer entsprechend gleichmäßigen Verteilung in dieser. Ein solches tangcntialcs Anströmen an eine nach unten gekrümmte Leitvorrichiung ist aus der DE-
b5 AS Γ) r)7 915 schon bekannt. Hier sollen verschiedenartige Flüssigkeiten, auch Düngemittel, gleichmäßig verteilt werden. Im Gegensatz zum Anmeldungsvorschlag besitzt die bekannte Leitvorrichtung jedoch nicht mit
hrer Außenwand die Grundgestalt eines sich quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens erstreckenden Dreiecks mit der Bodenfläche zugewandter Grundlinie. In Verbindung mit dieser Quererstreckung der Leitvorrichtung wird bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Gülleslrom in I:orm eines vergleichmäßiglen Vorhangs oder Schleiers in breiter Streuung auf die Bodenfläche aufgebracht Auf diese Weise ist eine genaue Dosierung der Gülle ;r«öglich, so daß Oberdüngungen und Fehldüngungen weitgehend vermieden werden und die aufgebrachten Güilemengen unter entsprechender Verringerung der Geruchsbeläsiigung herabgesetzt werden können.
Der hohe Genauigkeitsgrad in der Ausbreitung der Gülle beruht bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung im wesentlichen darauf, daß der Güllestrahl nicht mehr zu einem Aufprall gebracht wird und damit auseinanderspritzt, sondern dadurch systematisch aufgeteilt wird, daß der aus dem jeweiligen Austragorgan austretende, im Querschnitt runde Güllestrahl durch langentiale Anströmung allmählich an die Außenwand der Leitvorrichtung angelegt und in deren gekrünnTitcm, sich dreieckförmig nach unten erweiterndem Bereich in Richtung zum Boden aufgefächert und vergleichmäßigt wird. Im Vergleich zu Pralltellersystemen erfolgt also im Betrieb des erfindungsgemäßen Tankwagens eine relativ langsame, kontinuierliche Auffächerung des Güllestrahls.
Entsprechend der Anzahl der mit gegenseitigem Querabstand am Tankwagen abgestützten Austragorgane kann mit Hilfe der jedem Austragorgan gesondert zugeordneten Leitvorrichtungen in der erfindungsgemäßen Ausbildung eine Austragungsbreite der Gülle quer zur Fahrtrichtung von etwa 12 oder 17 m erreicht werden. Dabei sind die Austragorgane zweckmäßig in spiegelbildlicher Anordnung beidseits der ihrerseits ein mittleres Austragorgan enthaltenden vertikalen Längsmittelebenc des Wagens angeordnet.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. In der nachstehenden Beschreibung ist die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung näher erläuicrt. in der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung schemalisch veranschaulicht ist. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Rückansicht eines Tankwagens zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen,
Fig.2 eine Seitenansicht des hinteren Endbercichs des Tankwagens nach Fig. 1,
F i g. 3 eine Vorderansicht eines der Gülle-Austragorgane des Tankwagens nach den Fig. 1 und 2 in gegenüber diesen vergrößertem Maßstab, F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der F i g. 3,
F i g. 5 eine Ansichi eines bei dem Tankwagen nach den F i g. 1 und 2 Verwendung findenden Vcrteilerbchälters, wiederum in gegenüber diesen vergrößertem Maßstab, und
F i g. 6 eine Draufsicht auf den Verteilerbehältcr nach F i g. 5 bei von diesem abgenommenem oberem Deckel.
Der in der Zeichnung dargestellte Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen umfaßt einen Tank I, der auch als Güllefaß bezeichnet wird und auf einem bei dem dargestellte^ Beispiel einachsigen Fahrgestellrahmen 2 mit zwei Läufräuern 3 abgestützt ist. Am Fahrgestellrahmen 2 ist ferner als Fördereinrichtung für die im Tank 1 bevorratete Gülle eine Pumpe 4, z. B. eine Verdränger- bzw. Exzcntcr-Schneckenpumpc, abgestützt, die über eine Verbindungsleitung mit dem Inneren des Tanks 1 verbunden ist. im Betrieb ist der Tankwagen an einen landwirtschaftlichen Schlepper o. dgl. Zugmaschinen angekuppelt, wobei die Pumpe 4 von der Zapfwelle des Schleppers in an sich bekannter Weise ihren Antrieb erhalten kann. Die Fördermenge und -geschwindigkeit der Pumpe 4 kann dabei durch eine Veränderung der Drehzahl der Zapfwelle geregelt werden.
Über eine Verbindungsleitung 5 ist die Pumpe mit
to einem Verteilerbehälter 6 verbunden, in den mittels der Pumpe 4 von unten Gülle hineingefördert wird. In die Leitung 5 ist ein Reguliervenlil 7 einbezogen, das bei nur geringen auf die zu düngende Bodenfläche aufzubringenden Güllemengen mehr oder weniger weit geschlossen werden kann, um den Güliedurchsatz durch die Leitung 5 und die Gülleeinführung in den Verteilerbehälter 6 entsprechend zu begrenzen. Dabei ist zugleich eine Bypassleitung 8 mit einem Absperrventil 9 vorgesehen, die auf der Druckseite der Pumpe 4 von der Leitung 5 abzweigt und von oben in den Tank 1 'rnmündet. Das Absperrventil 9 ist normalerweise, d. h. bei voll geöffnetem Regulierventil 7, geschlossen, jedoch bei mittels des Regulierventils 7 eingestellter Drosselung der Fördermenge durch die Leitung 5 zur Rückführung der dann entsprechend abgezweigten Güllemengen in den Tank 1 geöffnet.
Mit dem Verteilerbehälter 6 sind bei dem dargestellten Beispiel fünf Gülle-Austragorgane 10 über flexible Verbindungsleitungen bzw. Schläuche 11 verbunden.
jo Die Austragorgane 10 sind in einem Abstand von etwa 1,5 m oberhalb der Bodenfläche, über die der Tankwagen mit seinen Rädern 3 läuft, an einem Querträger 12 des Fahrgestellrahmen 2 abgestützt. Der Querträger 12 umfaßt einen Mittelteil 13, der an seinen beiden Enden mit Gelenken 14 versehen ist, an die jeweils ein Außenteil 15 des Querträgers 12 angeienkt ist. Von den äußeren Enden der Außenicile 15 erstrecken sich Versteifungsstreben 16 zu den Gelenken 14. Zum Verfahren des Tankwagens auf Straßen und Wegen werden die Außenteile 15 mit den Versteifungsstreben 16 entlang den von den Gelenken 14 definierten Hochachsen aus der in Fig.! gezeigten Betriebsstellung um 90° in zu den Längsseiten des Tankwagens verlaufende Ruhestellungen verschwenkt und in diesen in nicht näher dargestellter Weise festgelegt. In der in F i g. 1 gezeigten Betricbsstellung. in der die Außenteile 15 des Querträgers 12 ebenfalls in nicht näher dargestellter Weise arretiert sind, sind sämtliche Austragorganc 10 in einer gemeinsamen Querebene in bezug auf die Fahrtrichtung des Tankwagens 1 angeordnet und weisen einen gleichen gegenseitigen Abstand von beispielsweise 2 bis 2,5 m auf.
A1Ti Mittelteil 13 des Querträgers 12 ist ein mittleres Austragorgan 10a in der vertikalen Längsmittelebene des Tankwagens 1 an üessen hinterem Ende angeordnet, während die Ausiragorgane 10 symmetrisch zur Längsmittelcbcnc des Tankwagens an den Außenteilcn 15 des Querträgers 12 benötigt sind. Die flexiblen Verbindungslcitungen bzw. Schläuche 11 zwischen dem Ver;ei-
bo lcrbehälier 6 und den einzelnen Austragorganen 10,10a haben bei gleichem Durchmesser auch sämtlich gleiche Längen, so daß der durch die Schläuche Ϊ1 geförderten Gülle im Interesse gleicher Austrittsgeschwindigkeiten und -mengen an den Vustragorganen 10 gleiche Rei-
b5 bungswiderstände in den Schläuchen 11 entgegengesetzt werden. Zur Überbrückung des geometrischen Abstandes /wischen dem Verteilerbehälter 6 und dem jeweiligen Ausiragorgan 10, 10a nicht benötigte
Schlaiiehlängcn können beispielsweise um den Außenumfanj! des Verteilerbehältcrs 6 gewickelt und dort festgelegt werden.
Die Austragorganc 10, 10«, deren Ausgestaltung insbesondere aus den F i g. 3 und 4 ersichtlich ist. umfassen ein Mundstück 17 in Form einer Hülse mit kreisförmigem Querschnitt, auf der jeweils das eine Ende des jeweiligen Verbindungsschlauches 11 festgelegt ist. Das Mundstück 17 ist mit einem z. B. angeschweißten Montageflansch 18 versehen, mit dem seinerseits eine als Ganzes mit 19 bezeichnete Leitvorrichtung mil ihrer Innenwand 20 verbunden. /.. B. wie bei 21 angedeutet, verschraubt ist. Unterhalb des Mundstückes 17 isi an die Innenwand 20 der Leitvorrichtung 19 eine sich in Fahrzcuglängsrichiung von der Leitvorrichtung 19 fort zum ιί Tankwagen hin erstreckende Halterung 22 mit einem cindseitigcn Montagcflansch 23 angebracht, z. B. angeschweißt. Miüels der Halterungen 22 sind die Austragorgane 10 jeweils an den Außcnteilcn 15 bzw. dem Mittelteil 13 des Querträgers 12 ■/. B. durch Versehraubungen befestigt.
Die Leitvorrichtung 19 bildet mit ihrer Innenwand 20, die bei dem dargestellten Beispiel allerdings auf ihren mittleren Bereich beschränkt ist. und mit einer Außenwand 24 einen Hohlprofilkörper. Die Außenwand 24 ist y, zumindest bercichsweise gekrümmt und besitzt ein Querschnittsprofil, das aus einer im wesentlichen waagerechten Richtung in Richtung zur Bodenfläche hin verläuft, wie dies insbesondere aus der Qucrschnitisdarstellung gemäß F i g. 4 ersichtlich ist. Der sich an einen jo waagerechten Bereich 25 anschließende gekrümmte Außenwandbereich 26 der Leitvorrichtung 19 besitzt die Form eines Kreisbogens, bei dem dargestellten Beispiel die eines Viertelkreisbogens. Anstelle eines Viertelkreisbogens 5 kann jedoch auch ein kürzerer Kreis- « sektorbogen treten, derart, daß die Ausmündungsebene 27 der Leitvorrichtung 19 nicht, wie in Fig.4 dargestellt, in einer waagerechten Ebene verläuft, sondern entsprechend schräg nach oben gerichtet ist.
In der insbesondere aus Fig.3 ersichtlichen Ansicht besitzt die Leitvorrichtung 19 mit ihrer Außenwand 24 die Grundgestalt eines sich quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens erstreckenden Dreiecks, dessen Grundlinie die Austrittsebene 27 der Leitvorrichtung 19 definiert und der Bodenfläche zugewandt ist. auf die die Gülle mittels der Auslragorgane 10 aufzubringen ist. Die Leitvorrichtung 19 übergreift das Mundstück 17 des jeweiligen Austragorgans 10, 10a quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens um ein Vielfaches des Mundstückdurchmesse«. Dabei ist ihre Außenwand 24 beidseits der Innenwand 20 mit ihrer Oberseite nach unten abgeschrägt, derart, daß die beiden Oberseitenteile, die Teilstücke der Dreieckseiten bilden, in der Grundlinie des Dreiecks ausmünden und mit dieser die unteren Eckpunkte des Dreiecks bilden.
Der im größeren Maßstab in den F i g. 5 und 6 dargestellte Verteiierbehä'iter 6 isi als Druckausgleichsbehälter ausgebildet und besitzt an seiner Unterseite 28 eine Zuführöffnung für die aus dem Güllctank 1 geförderte Gülle. Zentrisch in die nach unten vorgewölbte Unter- w seite 28des Verteiierbehältcrs 6 ist ein Einlaufstutzen 29 eingesetzt, der die Zuführöffnung für die Gülle definiert. Mit Abstand oberhalb des Einlaufstutzens 29 ist eine sich nach oben kegelförmig verjüngende Prallplatte 30 im Inneren des VerteilerbchäUers 6 angeordnet, die mit- us tels Befestigungsstreben 31 innen an dem Behälter 6 befestigt, z. B. mit diesem verschweißt, ist. In seinem oberen Endbereich ist der Behälter mit auf seinem Umfang verteilten Güllcaustrittsstulzcn 32 entsprechend der Anzahl von Austragorgnnen 10, 10a versehen, die jeweils mit einer der zu den Austragorganen 10, 10a führenden Verbindungsleilungen 11 verbunden sind. Oberseilig ist der Behäller 6 mil einem Randflansch 33 versehen, mil dem ein oberer Vcrschlußdeckel 34 verschraubt ist.
Im Betrieb des Tankwagens wird insbesondere Gülle über die Vcrbindungslcitung 5, die an den Eintrittsstutzen 29 des Vcrtcilerbehälters 6 angeschlossen ist, in diesen gefördert, wobei Fest- und Dickstoffanteile der Gülle gegen die Prallplatte 30 geschleudert werden und von dieser auf den trichterförmig zum Eintrittssiutzen 29 hin abfallenden Behälterboden 35 gelangen, um sich dort anzusammeln und bei Bedarf entfernt zu werden. Bei langsamem Anstieg der mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit eingespeisten Gülle im Inneren des Vertciierbehälters 6 zu den Austrittsstulz.cn 32 hin findet ein Druckausgleich in der eingespeisten Gülle statt. Die bei F.rrcichcn des entsprechenden Füllstands aus dem gefüllten Behälter 6 durch die Austrittsstutzen 32 austretende und durch die Verbindungsschläuche 11 zu den Austragorganen 10 geförderte Gülle tritt durch das Mundstück 17 in die Leitvorrichtung 19 ein, und zwar über eine Vorsatzblende 36, die einen gegenüber dem Durchmesser des Mundstücks 17 verkleinerten öffnungsqu^rsehnitt besitzt.
Die Vorsat/.blende 36 ist bei dem dargestellten Beispiel von einer Dichtungsscheibe gebildet, die zwischen der Innenwand 20 der Leitvorrichtung 19 und dem Montagcflansch 18 des Mundstücks 17 in der Weise eingespannt ist, daß ihre öffnung 37 koaxial mit dem Mundstück 17 verläuft. Ebenfalls koaxial zur öffnung 37 und zum Mundstück 17 ist eine öffnung 38 in der Innenwand 20 der Leitvorrichtung 19 angeordnet.
Durch die Qucrschnittsvcrcngung, die dem über die Verbindungslcitung 11 und das Mundstück Ϊ7 unter Druck herangeförderten Güllestrom durch die öffnung 37 der Vorsatzblcnde 36 dargeboten wird, erfährt der austretende Güllestrom eine kurzzeitige Beschleunigung, um sodann die Innenfläche der Außenwand 24 der Leitvorrichtung 19 im wesentlichen tangential anzuströmen. Der Gülleslrom wird auf diese Weise spritzerlos entlang der Innenfläche der Außenwand 24 nach dem von dieser vorgegebenen dreieckigen Muster verteilt und erhält darüber hinaus durch den gekrümmten, zur Bodenfläche hin verlaufenden Außenwandbereich 26 eine Ausirittskomponentc. die auf die zu düngende Bodenfläche hin gerichtet ist. Die Gülle tritt somit in Querrichtung des Fahrzeugs gesehen in Gestalt eines '■*» der Grundform dreieckigen bzw. trapezförmigen Schleiers oder Vorhangs aus der jeweiligen Leitvorrichtung 19 aus, wie er durch deren dreieckige Grundgestalt vorgegeben ist.
Der Querschnitt der Öffnung 37 der Vorsatzblende 36 kann wie der Querschnitt des Mundstücks 17 und der öffnung 38 der Innenwand 20 kreisförmig sein; er kann aber auch die Form eines Ovals besitzen, dessen größere Achse im wesentlichen senkrecht angeordnet ist. Hierdurch kann die in der Leitvorrichtung 19 erreichte Drcieckvcrtcilung der zuströmenden Gülle dahingehend modifiziert werden, daß in den der Innenwand 20 gegenüberliegenden mittleren Bereich der Außenwand 24 ein entsprechend vermehrter Anteil des eingespeisten Güllcstroms geleitet wird und die beiden Randbereichc der Außenwand 24 entsprechend geringere Anteile erhalten. Auf diese Weise kann insbesondere bei einer Ausführungsform mit mehreren, in einer gemein-
7
samen Querebene angeordneten Mundstücken 10 ent- ,'
sprechend dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine |
weitere Verglciehmiißigung der auf die zu düngende ;?
Bodenfläche aufgebrachten Güllcmengen unter Be- '■$
rücksichtigung des Unistands erreicht werden, daß sich 5 die aus benachbarten Mundstücken 10 bzw. deren Leitvorrichtungen 19 vorhangartig austretenden Gülleströme seitlich überlappen, so daß bestimmte Bereiche der Bodenfläche Gülleanteile von zwei benachbarten Mundstücken 10 erhalten, während die in Verlängerung io der Mundstücke 17 bzw. des mittleren Bereichs der Leitvorrichtungen 19 liegenden Bodcnflächenbcrciche im wesentlichen nur von jeweils einem Ausirittsorgan 10,10a erfaßt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
2(1
25
30
J5
50
M)
65

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen, bestehend aus einem Gülletank mit einer Fördereinrichtung für Gülle und mit dieser verbundenen, jeweils ein Mundstück umfassenden Gülle-Austragorganen, die mit Abstand oberhalb der Bodenfläche am Tankwagen mit gegenseitigem Querabstand abgestützt sind, wobei den Mundstücken in Strömungsrichtung der Gülle jeweils eine Leitvorrichtung nachgeordnet ist, die von der aus dem zugehörigen Mundstück austretenden Gülle anströmbar ist und dem austretenden Güllestrom eine in Richtung der Bodenfläche weisende Komponente vorgibt, dadurch gekennzeichnet, daß die jedem Austragorgan (10,XOa) gesondert zugeordnete Leitvorrichtung (19) mit einer einen kreisbogenförmig gekrümmtem Bereich umfassenden Außenwand (24) versehen ist und jede Leitvorrichiung (19) mit ihrer Außenwand (24) in Ansicht die Grundgestalt eines sich quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens erstreckenden Dreiecks mit der Bodenfläche zugewandter Grundlinie besitzt.
2. Tankwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Querschnittsprofil der Außenwand (24) unter Einbeziehung ihres kreisbogenförmig gekrümmten Bereichs aus einer im wesenilichcn waagerechten Richtung in Richtung zur Bodenfläche hin verläuft
3. Tankwagen nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Leitvorrichtung (19) das Mundstück (17) des Aus*ragorgans (10) quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens um ein Vielfaches des Mundstückdurchmesscrs übergreift.
4. Tankwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück (17) des Austragorgans (10) mit einer koaxialen Vorsatzblende (36) mit gegenüber dem Mundsiückdurchmesser verkleinertem Öffnungsquerschnitt versehen ist.
5. Tankwagen nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungsquerschnill der Vorsatzblende (36) die Form eines Ovals besitzt, dessen größere Achse im wesentlichen senkrecht angeordnet ist.
6. Tankwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragorgane (10, \0a) jeweils über eine flexible Verbindungslcitung (11) mit einem Vcrtcilerbehältcr (6) verbunden sind, der seinerseits mit der Güllefördereinrichtung verbunden ist.
7. Tankwagen nach Anspruch b. dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Vcrbindungsleiiungen (11) zwischen den einzelnen Austragorganen (10, XOa) und dem Verteilerbehältcr (6) die gleiche Länge aufweisen.
8. Tankwagen nach einem der Ansprüche I bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß der Vcrtciicrbehälier (6) von einem Druckausgleichsbchiilier mit in seiner Unterseite (28) befindlichen Zuführöffiiiing für die aus dem Güllciank (I) geförderte CHiIIc gebildet ist.
9. Tankwagen nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (28) des Vcrtcilcrbchältcrs (6) trichterförmig ausgebildet, zentrisch in diese ein F.inlaufsttitzen (29) eingesct/i und mit Abstand oberhalb desselben eine Prallplatte (30) im Inneren
des Behälters (6) angeordnet ist
10. Tankwagen nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerbehälter (6) in seinem oberen Endbereich mit auf seinem Umfang verteilten Gülle-Austrittsstutzen (32) versehen ist, die jeweils mit einer der zu den Austragorganen (10) führenden Verbindungsleitungen (11) verbunden sind.
DE19813145113 1981-11-13 1981-11-13 Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen Expired DE3145113C2 (de)

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NL6615654A (de) * 1966-11-05 1968-05-06

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