DE3145113C2 - Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen - Google Patents
Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte BodenflächenInfo
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Abstract
Ein Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen besteht aus einem Gülletank mit einer Fördereinrichtung für Gülle und zumindest einem mit dieser verbundenen, ein Mundstück umfassenden Gülle-Austragorgan, das mit Abstand oberhalb der Bodenfläche am Fahrgestellrahmen des Tankwagens abgestützt ist. Dem Mundstück bzw. jedem Mundstück mehrerer in einer gemeinsamen Querebene mit gegenseitigem Abstand angeordneter Austragorgane ist in Strömungsrichtung der Gülle eine sich quer zum Wagen erstreckende Leitvorrichtung nachgeordnet, die von der aus dem Mundstück austretenden Gülle im wesentlichen tangential anströmbar ist und ihrerseits einen Ausmündungsbereich aufweist, der dem austretenden Güllestrom eine in Richtung der Bodenfläche weisende Komponente vorgibt. Das Aufbringen der Gülle ist auf diese Weise vergleichmäßigt und insbesondere ist eine bessere Verteilung der Gülle in Querichtung zum Wagen erreicht. Die insoweit ermöglichte genaue Dosierung der Gülle gewährleistet, daß Überdüngungen und Fehldüngungen weitgehend vermieden werden und die aufgebrachten Güllemengen unter entsprechender Verringerung der Geruchsbelästigung herabgesetzt werden können.
Description
Die Erfindung betrifft einen Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich
t:enut/.te Bodenflächen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Derartige Tankwagen finden vorwiegend zum Aufbringen von Gülle bzw. Flüssigmist auf Felder u.dgl.
landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen zur Düngung Anwendung, sie können jedoch auch zum Aufbringen
von anderen Flüssigkeiten, z. B. Schädlingsbekämpfungsmitteln,
auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen allgemein benutzt werden.
Bei einem bekannten Tankwagen der angegebenen Art (DE-OS 15 82 036) sind zwei Gülle-Austragorgane
vorgesehen, deren Leitvorrichtungen zur Umlenkung der Gülle zum Bode^hin von einfachen Pralltellern gebildet
sind, gegen die die aus den Zuführrohren austretende Gülle von unten gegengcsprilzi wird. Die fäeherförmige
Ausbreitung der Gülle, die dur^h diese Ausbildung
und Arbeitsweise der Leitvorrichtung erreicht wird, ist in hohem Maße unkontrolliert und führt zu
einer unbefriedigenden Verieilgenauigkcit der auf die
Bodenfläche aufgebrachten Gülle. Die Verteilgenauigkeil wird außerdem bei der bekannten Vorrichtung
durch die Winkelstellung der Prallteller zu den Zuführrohren beeinflußt, die vom Benutzer im Gebrauch der
Vorrichtung bewußt oder unbewußt verändert werden kann oder aufgrund längerer Beny-zungsdauer Veränderungen
erfährt. In jedem Fall ist aber zu beobachten, daß der Güllcstrahl durch die Beaufschlagung des Pralltcllcrs
auseinanderspritzt, was in erster Linie für das unkontrollierte Aufbringen der Gülle, mit der Folge von
Fchldüngungcn einerseits und Überdüngungen andererseit?,,
verantwortlich ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle
der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei dem das Aufbringen der Gülle verglcichmäßigt und insbesondere
eine bessere Verteilung der Gülle in Querrichtung zum Wagen erreicht ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Ausgestaltung des Tankwagens gemäß dem Patentanspruch
I gelöst.
Bei dieser Ausgestaltung wird aufgrund des kreisförmig gekrümmten Bereichs der Außenwand der Leitvorrichtung
erreicht, daß die aus dem Mundstück des Austragorgans
unter Druck austretende Gülle die Leitvorrichtung im Betrieb des Tankwagens tangential an-
bo strömt Dies fuhrt zu einem gleichmäßigen, spritzerfreien
Einlaufen des Güllestroms in die Leitvorrichtung mit der l-'olge einer entsprechend gleichmäßigen Verteilung
in dieser. Ein solches tangcntialcs Anströmen an eine
nach unten gekrümmte Leitvorrichiung ist aus der DE-
b5 AS Γ) r)7 915 schon bekannt. Hier sollen verschiedenartige
Flüssigkeiten, auch Düngemittel, gleichmäßig verteilt werden. Im Gegensatz zum Anmeldungsvorschlag
besitzt die bekannte Leitvorrichtung jedoch nicht mit
hrer Außenwand die Grundgestalt eines sich quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens erstreckenden Dreiecks
mit der Bodenfläche zugewandter Grundlinie. In Verbindung mit dieser Quererstreckung der Leitvorrichtung
wird bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Gülleslrom in I:orm eines vergleichmäßiglen Vorhangs
oder Schleiers in breiter Streuung auf die Bodenfläche aufgebracht Auf diese Weise ist eine genaue Dosierung
der Gülle ;r«öglich, so daß Oberdüngungen und
Fehldüngungen weitgehend vermieden werden und die aufgebrachten Güilemengen unter entsprechender Verringerung
der Geruchsbeläsiigung herabgesetzt werden können.
Der hohe Genauigkeitsgrad in der Ausbreitung der Gülle beruht bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
im wesentlichen darauf, daß der Güllestrahl nicht mehr zu einem Aufprall gebracht wird und damit auseinanderspritzt,
sondern dadurch systematisch aufgeteilt wird, daß der aus dem jeweiligen Austragorgan austretende,
im Querschnitt runde Güllestrahl durch langentiale
Anströmung allmählich an die Außenwand der Leitvorrichtung angelegt und in deren gekrünnTitcm,
sich dreieckförmig nach unten erweiterndem Bereich in Richtung zum Boden aufgefächert und vergleichmäßigt
wird. Im Vergleich zu Pralltellersystemen erfolgt also im Betrieb des erfindungsgemäßen Tankwagens eine relativ
langsame, kontinuierliche Auffächerung des Güllestrahls.
Entsprechend der Anzahl der mit gegenseitigem Querabstand am Tankwagen abgestützten Austragorgane
kann mit Hilfe der jedem Austragorgan gesondert zugeordneten Leitvorrichtungen in der erfindungsgemäßen
Ausbildung eine Austragungsbreite der Gülle quer zur Fahrtrichtung von etwa 12 oder 17 m erreicht
werden. Dabei sind die Austragorgane zweckmäßig in spiegelbildlicher Anordnung beidseits der ihrerseits ein
mittleres Austragorgan enthaltenden vertikalen Längsmittelebenc des Wagens angeordnet.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. In der nachstehenden Beschreibung
ist die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung näher erläuicrt. in der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands
der Erfindung schemalisch veranschaulicht ist. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Rückansicht eines Tankwagens zum Aufbringen
von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen,
Fig.2 eine Seitenansicht des hinteren Endbercichs
des Tankwagens nach Fig. 1,
F i g. 3 eine Vorderansicht eines der Gülle-Austragorgane des Tankwagens nach den Fig. 1 und 2 in gegenüber
diesen vergrößertem Maßstab, F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der F i g. 3,
F i g. 5 eine Ansichi eines bei dem Tankwagen nach den F i g. 1 und 2 Verwendung findenden Vcrteilerbchälters,
wiederum in gegenüber diesen vergrößertem Maßstab, und
F i g. 6 eine Draufsicht auf den Verteilerbehältcr nach F i g. 5 bei von diesem abgenommenem oberem Deckel.
Der in der Zeichnung dargestellte Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich
genutzte Bodenflächen umfaßt einen Tank I, der auch als Güllefaß bezeichnet wird und auf einem bei
dem dargestellte^ Beispiel einachsigen Fahrgestellrahmen 2 mit zwei Läufräuern 3 abgestützt ist. Am Fahrgestellrahmen
2 ist ferner als Fördereinrichtung für die im Tank 1 bevorratete Gülle eine Pumpe 4, z. B. eine Verdränger-
bzw. Exzcntcr-Schneckenpumpc, abgestützt, die über eine Verbindungsleitung mit dem Inneren des
Tanks 1 verbunden ist. im Betrieb ist der Tankwagen an einen landwirtschaftlichen Schlepper o. dgl. Zugmaschinen
angekuppelt, wobei die Pumpe 4 von der Zapfwelle des Schleppers in an sich bekannter Weise ihren Antrieb
erhalten kann. Die Fördermenge und -geschwindigkeit der Pumpe 4 kann dabei durch eine Veränderung der
Drehzahl der Zapfwelle geregelt werden.
Über eine Verbindungsleitung 5 ist die Pumpe mit
to einem Verteilerbehälter 6 verbunden, in den mittels der Pumpe 4 von unten Gülle hineingefördert wird. In die
Leitung 5 ist ein Reguliervenlil 7 einbezogen, das bei nur geringen auf die zu düngende Bodenfläche aufzubringenden
Güllemengen mehr oder weniger weit geschlossen
werden kann, um den Güliedurchsatz durch die Leitung 5 und die Gülleeinführung in den Verteilerbehälter
6 entsprechend zu begrenzen. Dabei ist zugleich eine Bypassleitung 8 mit einem Absperrventil 9 vorgesehen,
die auf der Druckseite der Pumpe 4 von der Leitung 5 abzweigt und von oben in den Tank 1 'rnmündet. Das
Absperrventil 9 ist normalerweise, d. h. bei voll geöffnetem
Regulierventil 7, geschlossen, jedoch bei mittels des Regulierventils 7 eingestellter Drosselung der Fördermenge
durch die Leitung 5 zur Rückführung der dann entsprechend abgezweigten Güllemengen in den Tank 1
geöffnet.
Mit dem Verteilerbehälter 6 sind bei dem dargestellten Beispiel fünf Gülle-Austragorgane 10 über flexible
Verbindungsleitungen bzw. Schläuche 11 verbunden.
jo Die Austragorgane 10 sind in einem Abstand von etwa
1,5 m oberhalb der Bodenfläche, über die der Tankwagen mit seinen Rädern 3 läuft, an einem Querträger 12
des Fahrgestellrahmen 2 abgestützt. Der Querträger 12 umfaßt einen Mittelteil 13, der an seinen beiden Enden
mit Gelenken 14 versehen ist, an die jeweils ein Außenteil 15 des Querträgers 12 angeienkt ist. Von den
äußeren Enden der Außenicile 15 erstrecken sich Versteifungsstreben
16 zu den Gelenken 14. Zum Verfahren des Tankwagens auf Straßen und Wegen werden die
Außenteile 15 mit den Versteifungsstreben 16 entlang den von den Gelenken 14 definierten Hochachsen aus
der in Fig.! gezeigten Betriebsstellung um 90° in zu
den Längsseiten des Tankwagens verlaufende Ruhestellungen verschwenkt und in diesen in nicht näher dargestellter
Weise festgelegt. In der in F i g. 1 gezeigten Betricbsstellung.
in der die Außenteile 15 des Querträgers 12 ebenfalls in nicht näher dargestellter Weise arretiert
sind, sind sämtliche Austragorganc 10 in einer gemeinsamen Querebene in bezug auf die Fahrtrichtung des
Tankwagens 1 angeordnet und weisen einen gleichen gegenseitigen Abstand von beispielsweise 2 bis 2,5 m
auf.
A1Ti Mittelteil 13 des Querträgers 12 ist ein mittleres
Austragorgan 10a in der vertikalen Längsmittelebene des Tankwagens 1 an üessen hinterem Ende angeordnet,
während die Ausiragorgane 10 symmetrisch zur Längsmittelcbcnc
des Tankwagens an den Außenteilcn 15 des Querträgers 12 benötigt sind. Die flexiblen Verbindungslcitungen
bzw. Schläuche 11 zwischen dem Ver;ei-
bo lcrbehälier 6 und den einzelnen Austragorganen 10,10a
haben bei gleichem Durchmesser auch sämtlich gleiche Längen, so daß der durch die Schläuche Ϊ1 geförderten
Gülle im Interesse gleicher Austrittsgeschwindigkeiten und -mengen an den Vustragorganen 10 gleiche Rei-
b5 bungswiderstände in den Schläuchen 11 entgegengesetzt
werden. Zur Überbrückung des geometrischen Abstandes /wischen dem Verteilerbehälter 6 und dem
jeweiligen Ausiragorgan 10, 10a nicht benötigte
Schlaiiehlängcn können beispielsweise um den Außenumfanj!
des Verteilerbehältcrs 6 gewickelt und dort festgelegt werden.
Die Austragorganc 10, 10«, deren Ausgestaltung insbesondere
aus den F i g. 3 und 4 ersichtlich ist. umfassen ein Mundstück 17 in Form einer Hülse mit kreisförmigem
Querschnitt, auf der jeweils das eine Ende des jeweiligen Verbindungsschlauches 11 festgelegt ist. Das
Mundstück 17 ist mit einem z. B. angeschweißten Montageflansch 18 versehen, mit dem seinerseits eine als
Ganzes mit 19 bezeichnete Leitvorrichtung mil ihrer Innenwand 20 verbunden. /.. B. wie bei 21 angedeutet,
verschraubt ist. Unterhalb des Mundstückes 17 isi an die Innenwand 20 der Leitvorrichtung 19 eine sich in Fahrzcuglängsrichiung
von der Leitvorrichtung 19 fort zum ιί Tankwagen hin erstreckende Halterung 22 mit einem
cindseitigcn Montagcflansch 23 angebracht, z. B. angeschweißt.
Miüels der Halterungen 22 sind die Austragorgane
10 jeweils an den Außcnteilcn 15 bzw. dem Mittelteil 13 des Querträgers 12 ■/. B. durch Versehraubungen
befestigt.
Die Leitvorrichtung 19 bildet mit ihrer Innenwand 20,
die bei dem dargestellten Beispiel allerdings auf ihren mittleren Bereich beschränkt ist. und mit einer Außenwand
24 einen Hohlprofilkörper. Die Außenwand 24 ist y,
zumindest bercichsweise gekrümmt und besitzt ein Querschnittsprofil, das aus einer im wesentlichen waagerechten
Richtung in Richtung zur Bodenfläche hin verläuft, wie dies insbesondere aus der Qucrschnitisdarstellung
gemäß F i g. 4 ersichtlich ist. Der sich an einen jo waagerechten Bereich 25 anschließende gekrümmte
Außenwandbereich 26 der Leitvorrichtung 19 besitzt die Form eines Kreisbogens, bei dem dargestellten Beispiel
die eines Viertelkreisbogens. Anstelle eines Viertelkreisbogens 5 kann jedoch auch ein kürzerer Kreis- «
sektorbogen treten, derart, daß die Ausmündungsebene
27 der Leitvorrichtung 19 nicht, wie in Fig.4 dargestellt,
in einer waagerechten Ebene verläuft, sondern entsprechend schräg nach oben gerichtet ist.
In der insbesondere aus Fig.3 ersichtlichen Ansicht
besitzt die Leitvorrichtung 19 mit ihrer Außenwand 24 die Grundgestalt eines sich quer zur Fahrtrichtung des
Tankwagens erstreckenden Dreiecks, dessen Grundlinie die Austrittsebene 27 der Leitvorrichtung 19 definiert
und der Bodenfläche zugewandt ist. auf die die Gülle mittels der Auslragorgane 10 aufzubringen ist.
Die Leitvorrichtung 19 übergreift das Mundstück 17 des
jeweiligen Austragorgans 10, 10a quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens um ein Vielfaches des Mundstückdurchmesse«.
Dabei ist ihre Außenwand 24 beidseits der Innenwand 20 mit ihrer Oberseite nach unten
abgeschrägt, derart, daß die beiden Oberseitenteile, die Teilstücke der Dreieckseiten bilden, in der Grundlinie
des Dreiecks ausmünden und mit dieser die unteren Eckpunkte des Dreiecks bilden.
Der im größeren Maßstab in den F i g. 5 und 6 dargestellte Verteiierbehä'iter 6 isi als Druckausgleichsbehälter
ausgebildet und besitzt an seiner Unterseite 28 eine Zuführöffnung für die aus dem Güllctank 1 geförderte
Gülle. Zentrisch in die nach unten vorgewölbte Unter- w seite 28des Verteiierbehältcrs 6 ist ein Einlaufstutzen 29
eingesetzt, der die Zuführöffnung für die Gülle definiert. Mit Abstand oberhalb des Einlaufstutzens 29 ist eine
sich nach oben kegelförmig verjüngende Prallplatte 30 im Inneren des VerteilerbchäUers 6 angeordnet, die mit- us
tels Befestigungsstreben 31 innen an dem Behälter 6 befestigt, z. B. mit diesem verschweißt, ist. In seinem
oberen Endbereich ist der Behälter mit auf seinem Umfang verteilten Güllcaustrittsstulzcn 32 entsprechend
der Anzahl von Austragorgnnen 10, 10a versehen, die jeweils mit einer der zu den Austragorganen 10, 10a
führenden Verbindungsleilungen 11 verbunden sind. Oberseilig ist der Behäller 6 mil einem Randflansch 33
versehen, mil dem ein oberer Vcrschlußdeckel 34 verschraubt ist.
Im Betrieb des Tankwagens wird insbesondere Gülle über die Vcrbindungslcitung 5, die an den Eintrittsstutzen
29 des Vcrtcilerbehälters 6 angeschlossen ist, in diesen gefördert, wobei Fest- und Dickstoffanteile der Gülle
gegen die Prallplatte 30 geschleudert werden und von dieser auf den trichterförmig zum Eintrittssiutzen 29 hin
abfallenden Behälterboden 35 gelangen, um sich dort anzusammeln und bei Bedarf entfernt zu werden. Bei
langsamem Anstieg der mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit eingespeisten Gülle im Inneren des Vertciierbehälters
6 zu den Austrittsstulz.cn 32 hin findet ein Druckausgleich in der eingespeisten Gülle statt. Die
bei F.rrcichcn des entsprechenden Füllstands aus dem gefüllten Behälter 6 durch die Austrittsstutzen 32 austretende
und durch die Verbindungsschläuche 11 zu den Austragorganen 10 geförderte Gülle tritt durch das
Mundstück 17 in die Leitvorrichtung 19 ein, und zwar über eine Vorsatzblende 36, die einen gegenüber dem
Durchmesser des Mundstücks 17 verkleinerten öffnungsqu^rsehnitt
besitzt.
Die Vorsat/.blende 36 ist bei dem dargestellten Beispiel
von einer Dichtungsscheibe gebildet, die zwischen der Innenwand 20 der Leitvorrichtung 19 und dem
Montagcflansch 18 des Mundstücks 17 in der Weise eingespannt ist, daß ihre öffnung 37 koaxial mit dem
Mundstück 17 verläuft. Ebenfalls koaxial zur öffnung 37 und zum Mundstück 17 ist eine öffnung 38 in der Innenwand
20 der Leitvorrichtung 19 angeordnet.
Durch die Qucrschnittsvcrcngung, die dem über die Verbindungslcitung 11 und das Mundstück Ϊ7 unter
Druck herangeförderten Güllestrom durch die öffnung 37 der Vorsatzblcnde 36 dargeboten wird, erfährt der
austretende Güllestrom eine kurzzeitige Beschleunigung, um sodann die Innenfläche der Außenwand 24 der
Leitvorrichtung 19 im wesentlichen tangential anzuströmen. Der Gülleslrom wird auf diese Weise spritzerlos
entlang der Innenfläche der Außenwand 24 nach dem von dieser vorgegebenen dreieckigen Muster verteilt
und erhält darüber hinaus durch den gekrümmten, zur Bodenfläche hin verlaufenden Außenwandbereich 26 eine
Ausirittskomponentc. die auf die zu düngende Bodenfläche
hin gerichtet ist. Die Gülle tritt somit in Querrichtung des Fahrzeugs gesehen in Gestalt eines '■*» der
Grundform dreieckigen bzw. trapezförmigen Schleiers oder Vorhangs aus der jeweiligen Leitvorrichtung 19
aus, wie er durch deren dreieckige Grundgestalt vorgegeben ist.
Der Querschnitt der Öffnung 37 der Vorsatzblende 36 kann wie der Querschnitt des Mundstücks 17 und der
öffnung 38 der Innenwand 20 kreisförmig sein; er kann aber auch die Form eines Ovals besitzen, dessen größere
Achse im wesentlichen senkrecht angeordnet ist. Hierdurch kann die in der Leitvorrichtung 19 erreichte
Drcieckvcrtcilung der zuströmenden Gülle dahingehend modifiziert werden, daß in den der Innenwand 20
gegenüberliegenden mittleren Bereich der Außenwand 24 ein entsprechend vermehrter Anteil des eingespeisten
Güllcstroms geleitet wird und die beiden Randbereichc der Außenwand 24 entsprechend geringere Anteile
erhalten. Auf diese Weise kann insbesondere bei einer Ausführungsform mit mehreren, in einer gemein-
7
samen Querebene angeordneten Mundstücken 10 ent- ,'
sprechend dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine |
weitere Verglciehmiißigung der auf die zu düngende ;?
Bodenfläche aufgebrachten Güllcmengen unter Be- '■$
rücksichtigung des Unistands erreicht werden, daß sich 5
die aus benachbarten Mundstücken 10 bzw. deren Leitvorrichtungen 19 vorhangartig austretenden Gülleströme
seitlich überlappen, so daß bestimmte Bereiche der Bodenfläche Gülleanteile von zwei benachbarten
Mundstücken 10 erhalten, während die in Verlängerung io der Mundstücke 17 bzw. des mittleren Bereichs der
Leitvorrichtungen 19 liegenden Bodcnflächenbcrciche im wesentlichen nur von jeweils einem Ausirittsorgan
10,10a erfaßt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
2(1
25
30
J5
50
M)
65
Claims (10)
1. Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen,
bestehend aus einem Gülletank mit einer Fördereinrichtung für Gülle und mit dieser verbundenen, jeweils
ein Mundstück umfassenden Gülle-Austragorganen, die mit Abstand oberhalb der Bodenfläche
am Tankwagen mit gegenseitigem Querabstand abgestützt sind, wobei den Mundstücken in Strömungsrichtung
der Gülle jeweils eine Leitvorrichtung nachgeordnet ist, die von der aus dem zugehörigen
Mundstück austretenden Gülle anströmbar ist und dem austretenden Güllestrom eine in Richtung
der Bodenfläche weisende Komponente vorgibt, dadurch gekennzeichnet, daß die jedem
Austragorgan (10,XOa) gesondert zugeordnete Leitvorrichtung
(19) mit einer einen kreisbogenförmig gekrümmtem Bereich umfassenden Außenwand (24)
versehen ist und jede Leitvorrichiung (19) mit ihrer
Außenwand (24) in Ansicht die Grundgestalt eines sich quer zur Fahrtrichtung des Tankwagens erstreckenden
Dreiecks mit der Bodenfläche zugewandter Grundlinie besitzt.
2. Tankwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Querschnittsprofil der Außenwand
(24) unter Einbeziehung ihres kreisbogenförmig gekrümmten Bereichs aus einer im wesenilichcn waagerechten
Richtung in Richtung zur Bodenfläche hin verläuft
3. Tankwagen nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Leitvorrichtung (19) das
Mundstück (17) des Aus*ragorgans (10) quer zur
Fahrtrichtung des Tankwagens um ein Vielfaches des Mundstückdurchmesscrs übergreift.
4. Tankwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück (17)
des Austragorgans (10) mit einer koaxialen Vorsatzblende (36) mit gegenüber dem Mundsiückdurchmesser
verkleinertem Öffnungsquerschnitt versehen ist.
5. Tankwagen nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungsquerschnill der Vorsatzblende
(36) die Form eines Ovals besitzt, dessen größere Achse im wesentlichen senkrecht angeordnet
ist.
6. Tankwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragorgane (10,
\0a) jeweils über eine flexible Verbindungslcitung (11) mit einem Vcrtcilerbehältcr (6) verbunden sind,
der seinerseits mit der Güllefördereinrichtung verbunden ist.
7. Tankwagen nach Anspruch b. dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Vcrbindungsleiiungen (11) zwischen den einzelnen Austragorganen (10, XOa)
und dem Verteilerbehältcr (6) die gleiche Länge aufweisen.
8. Tankwagen nach einem der Ansprüche I bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß der Vcrtciicrbehälier
(6) von einem Druckausgleichsbchiilier mit in seiner
Unterseite (28) befindlichen Zuführöffiiiing für die
aus dem Güllciank (I) geförderte CHiIIc gebildet ist.
9. Tankwagen nach Anspruch 8. dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (28) des Vcrtcilcrbchältcrs
(6) trichterförmig ausgebildet, zentrisch in diese
ein F.inlaufsttitzen (29) eingesct/i und mit Abstand
oberhalb desselben eine Prallplatte (30) im Inneren
des Behälters (6) angeordnet ist
10. Tankwagen nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerbehälter (6) in seinem oberen Endbereich mit auf seinem Umfang
verteilten Gülle-Austrittsstutzen (32) versehen ist, die jeweils mit einer der zu den Austragorganen
(10) führenden Verbindungsleitungen (11) verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813145113 DE3145113C2 (de) | 1981-11-13 | 1981-11-13 | Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813145113 DE3145113C2 (de) | 1981-11-13 | 1981-11-13 | Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3145113A1 DE3145113A1 (de) | 1983-05-26 |
| DE3145113C2 true DE3145113C2 (de) | 1984-07-26 |
Family
ID=6146311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813145113 Expired DE3145113C2 (de) | 1981-11-13 | 1981-11-13 | Tankwagen zum Aufbringen von insbesondere Gülle auf landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3145113C2 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL6615654A (de) * | 1966-11-05 | 1968-05-06 |
-
1981
- 1981-11-13 DE DE19813145113 patent/DE3145113C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3145113A1 (de) | 1983-05-26 |
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