DE3143669C2 - Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung - Google Patents
Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer WechselspannungInfo
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Abstract
Zum schnellen und genauen Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung wird ein aus Halbleiterbauelementen aufgebauter Effektivwertgleichrichter (4) vorgesehen, bei dem zwischen dem Effektivwert der Eingangsspannung und dem Mittelwert der Ausgangsspannung ein überwiegend quadratischer Zusammenhang besteht, wobei dieser Mittelwert der Ausgangsspannung digital gemessen und in einem Mikroprozessor (21) ausgewertet wird, derart, daß vorher durch Anliegen von mindestens zwei Referenzwechselspannungen U ↓0, U ↓1, U ↓2 anstelle der zu messenden Eingangswechselspannung entsprechende Mittelwerte der Ausgangsspannung gewonnen werden, aus denen im Mikroprozessor (21) die Kennlinienkoeffizienten des Effektivwertgleichrichters (4) errechnet und gespeichert werden, aus denen dann anschließend beim Anlegen der eigentlichen zu messenden Eingangswechselspannung unter Berücksichtigung dieser gespeicherten Kennlinienkoeffizienten der tatsächliche Effektivwert dieser Eingangswechselspannung berechnet und angezeigt wird.
Description
^- cU*+±- dUb+ If eil*...,
ZZO
gilt, wobei die Größe der Kennlinienkoeffizienten so
gewählt ist, daß der Zusammenhang überwiegend quadratisch ist, dadurch gekennzeichnet, π
daß eine mit dem Ausgang des Effektivwertgleichrichters (4, 5, 6) verbundene Einrichtung (8, 9) zum
digitalen Messen des Mittelwertes (ϊζ) der Ausgangsspannung
vorgesehen ist, die mit einem Mikroprozessor (21) verbunden ist, daß eine
Referenzsp^anungsquelle (10 bis 18,22) vorgesehen
ist zum Erzeugen von mindestens zwei Referenzspannungen (Uo, Ui, U2), die über eine Steuerschaltung
(1, 19) anstelle der zu messenden Eingangswechselspannung abwechselnd an den Eingang des 2i
Effektivwertgleichrichters (4, 5, 6) anschaltbar sind und aus denen im Mikroprozessor (21) aus den
hierbei auftretenden Mittelwerten (öä) der Ausgangsspannung
die Kennlinienkoeffizienten (Ujo, b,
c, d, e) errechnet und gespeichert werden, und daß im Mikroprozessor (21) aus dem sich bei angelegter zu
messender Eiiigangswechselspannung (us) ergebenden
digitalen Mittelwert (U^) uaer Berücksichtigung
dieser gespeicherten Krnnlinienkoeffizienten nach obiger Beziehung der Effefctivwv t U berechnet und J5
angezeigt wird.
2. Schaltung nach Anspruch 1 mit einem Gegentakt-Effektivwertgleichrichter, dessen
Gleichrichterelemente durch den als Gleichrichter geschalteten Kanal eines Feldeffekttransistors gebil- -»o
det sind und bei dem zwischen dem Effektivwert U einer sinusförmigen Eingangsspannung und dem
Mittelwert üä seiner Ausgangsspannung die vereinfachte Beziehung
4. Schaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Referenzwechselspannung
(Uo, Ui) zyklisch anstelle der zu messenden Eingangswechselspannung angeschaltet werden
und daraus fortlaufend korrigierte Kennlinienkoeffizienten (U11O und b) im Mikroprozessor (21)
berechnet und gespeichert werden.
5. Schaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß d:e Referenzwechselspannungen
(U0, Uu Ui) jeweils Rechteck-Wechselspannungen
entsprechend vorbestimmter genauer Amplitude sind.
6. Schaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzwechselspannungen
(Uo, Uu Ut) von entsprechenden
hochstabilen Referenzgleichspannungen einer hochstabilen Gleichspannungsquelle (10) abgeleitet
sind und die der zweiten und dritten Referenzwechselspannung (Ui, U2) entsprechenden
Referenzgleichspannungen über einen weiteren Umschalter (7, 13) anstelle der Ausgangsspannung
des Effektivwertgleichrichters (4, 5, 6) an die Einrichtung (8, 9) zum digitalen Messen der
Ausgangsspannung anschaltbar sind.
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Referenzspannungsquelle (10 bis 18, 22) eine erste
Referenzwechselspannung Null (Uo) sowie eine y\
zweite und dritte unterschiedlich große Referenzwechselspannung (Ui, U7) erzeugbar sind, und durch
Anlegen der ersten Referenzwechselspannung Null (Uo) im Mikroprozessor (21) der erste Kennlinienkoeffizient
(u,o) bestimmt und gespeichert wird, anschließend dann durch Anlegen der zweiten und
dritten Referenzwechselspannung (Ui, i/2) die
zugehörigen beiden digitalen Mittelwerte der Ausgangsspannung bestimmt und daraus nach
obiger Beziehung im Mikroprozessor (21) die beiden eo anderen Kennlinienkoeffizienten (buna c)errechnet
und gespeichert werden.
3. Schaltung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzspannungsquelle
(10 bis 18, 22) über die Steuerschaltung (1, 19) tn zyklisch anstelle der zu messenden Eingangswechselspannung
(u,) an den Eingang des Effektivwertglcichrichters (4,5,6) anschaltbar ist.
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung laut Oberbegriff
des Hauptansprudis.
Zum Messen des Effektivwertes U einer Wechselspannung werden bisher stets Schaltungen benutzt, die
zwei getrennte Gleichrichterkreise mit quadratischer Ausgangs-Eingangs-Kennlinie, meist thermische
Gleichrichterelemente, aufweisen, wobei dem einen Gleichrichterkreis eine Referer.zwechselspannung zugeführt
wird, die durch einen Regelkreis so lange geändert wird, bis beide Gleichrichterkreise gleiche
Ausgangsspannungen ergeben. Der tffektivwert der Referenzwechselspannung ist dann im Idealfall gleich
dem Effektivwert der zu messenden Wechselspannung, die am anderen Gleichrichterkreis anliegt und die
unmittelbar an einer linearen Skala zur Anzeige gebracht wird. Diese bisher üblichen Effektivwert-GJeichrichterschaltungen
besitzen den Nachteil, daß der Regelkreis relativ langsam einschwingt und die Einschwingzeit von der angelegten Eingangsmeßspannung
abhängt, selbit wenn als Gleichrichterelemente jeweils Feldeffekttransistoren benutzt werden, deren
Kanal als Gleichrichter geschaltet ist (nach DE-AS 23 29 579). Die erreichbare Genauigkeit ist, bedingt
durch die Drift des Gleichspannungsverstärkers und die Abweichung der beiden Gleichrichterkennlinien zueinander,
auf etwa 0,3% beschränkt.
Es ist an sich bekannt, bei Effektivwert-Gleichrichterschaltungen vergleichbarer Art den eigentlichen Gleichrichterelementen
zusätzlich Kompensationsschaltelemente zuzuordnen, durch welche die quadratische
Charakteristik verbessert werden kann (US-PS 34 88 592). Diese Kömpensätiönsschälteleffiente können
durch Anlegen entsprechender Eichspannungen abgeglichen und optimiert werden. Die Möglichkeiten einer
Verbesserung der Meßgenauigkeit durch derartige Kompensationsmaßnahmen sind begrenzt, durch Kompensation
können niemals alle Fehlerfaktoren berücksichtigt werden. Solche Kompensationsmaßnahmen
sind außerdem sehr kompliziert und erfordern teure
Abgleicharbeiten. Mit dieser bekannten Kompensationsmaßnahme kann die Meßgenauigkeit allenfalls auf
eine Größenordnung verbessert werden, wie sie allein schon mit modernen Gleichrichterelementen der
eingangs erwähnten Art erreichbar ist, eine wesentliche Steigerung darüberhinaus ist mit Kompensationsmaßnahmen
nur begrenzt möglich.
Es ist Aufgabe der Ei findung, eine Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung zu
schaffen, die in einem breiten Frequenzbereich die "'
schnelle und genaue Effektivwertmessung ermöglicht
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Schaltung laut Oberbegriff des Hauptanspruchs durch dessen
kennzeichnende Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteranspriichen. '5
Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, daß für ein Halbleiter-Gleichrichterelement zwischen Eingangsspannung
ue und Ausgangsspannung U3 folgende
allgemeine Beziehung besteht:
21» gen kleiner als 0,4 Volt gilt:
cUA < 0,01 bll-
cUA < 0,01 bll-
Dieser Koeffizient kann also als konstant vorausgesetzt werden und es genügt, ihn nur einmalig zu
bestimmen. Er kann u. U. auch ganz vernachlässigt werden, so daß nur die beiden Koeffizienten uao und b
durch zwei Referenzspannungsmessungen bestimmt werden müssen. u3o ist zeitabhängig und temperaturabhängig,
b im wesentlichen nur temperaturabhängig. Es ist deshalb zweckmäßig, einen diese Koeffizienten oder
beide zyklisch wiederholt durch entsprechende Referenzspannungsmessungen zu bestimmen, um die Schaltung
möglichst stabil und temperaturunabhängig zu machen.
Die Referenzspannungsmessung erfolgt vorzugsweise durch Anlegen von symmetrischen Rechteck-Wechselspannungen
Uc= ± U
+ dub r + eiPr...
Für sinusförmige Eingangsspannungen
z/r = -/2i/sin<af,
z/r = -/2i/sin<af,
(I)
(2)
bei denen U der Effektivwert ist, gilt für den Mittelwert
~ü~a der Ausgangsspannung die Beziehung:
% = ua0 + bU2 + 4- ei/4 + 4r dlJi + IT eU* ■■■ !n
2 2 8
(3)
Der Mittelwert der Ausgangsspannung kann durch bekannte digitale Meßschaltungen als Digitalwert 5»
gemessen werden und daraus kann also nach der Formel (3) der Effektivwert U errechnet werden, wenn die
Kennlinienwerte uao, b, c, c/usw. bekannt sind. Nach der
Erfindung werden diese Kennlinienwerte durch eine vorangehende Referenzspannungsmessung über das
Halbleiter-Gleichrichterelement wiederum digital gemessen und in einem Mikroprozessor gespeichert, durch
den dann anschließend beim digitalen Messen der angelegten Wechselspannung nach obiger Beziehung
der Effektivwert errechnet und digital angezeigt wird. Zur Bestimmung der Kennliniendaten ist es nur nötig,
entsprechend viele unterschiedliche Referenzspannungen anzulegen, um entsprechend viel unterschiedliche
Gleichungen zu erhalten, aus denen dann die 'Kennliniendaten errechnet werden können. '"
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, als Halbleiter-Effektivwert-Gleichrichter eine aus Feldeffekttransistoren
aufgebaute Schaltung zu verwenden, wie sie in der DE-AS 23 29 579 beschrieben ist. Für diese
spezielle Effektivwertgleichrichterschaltung gilt näm- ''
lieh bei Einhaltung bestimmter Aussteuerungsgrenzen wiederum für sinusförmige Eingangsspannungen für
den Mittelwert der Ausgangsspannung die vereinfachte Gleichung:
60
H- = «,3n + 6t/2 + yc£/4 (4)
Für solche Gleichrichterelemente müssen also nur drei Kennliniendaten oao. b und c durch entsprechende
Referenzspannungsmessungen bestimmt werden, wobei 6^
der Koeffizieni c. der die Abweichung von der quadratischen Kennlinie erfaßt, relativ klein ist und für
Abschnürspannungen vjn 1 bis 1,5 Volt und Spannunwobei U wiederum der Effektiv>,.crt ist. Für solche
Rechteck-Wechselspannungen gut für den Mittelwert der Ausgangsspannung des Effektivwertgleichrichters
die vereinfachte Formel
Für die Referenzspannungsrnessung wird deshalb vorzugsweise diese vereinfachte Beziehung berücksichtigt,
d. h. durch Verwendung von Rechteck-Referenzspannungen können nach dieser vereinfachten Beziehung
(7) auf einfache Weise die Kennlinienkoeffizienten errechnet und gespeichert werden. Da auch für ein
Gleichrichterelement mit der vereinfachten Beziehung nach Formel (4) noch drei Koeffizienten zu bestimmen
sind, müssen auch drei Referenzspannungsmessungen durchgeführt werden. Die erste Referenzspannungsmessung
erfolgt vorzugsweise mit der Referenzspannung Null, da hierdurch sofort der Koeffizient uao
erhalten wird, der dann in den Mikroprozessor eingespeichert wird. Bei der zweiten Referenzspannungsmessung
wird der Effektivwert U der Rechteckwechselspannung etwa so groß gewählt wie für
Vollausschlag der zu messenden Eingangsspannung nötig ist, d. h. es wird ein möglichst großer Referenzspannungswert
gewählt, um diese Messung möglichst genau zu machen. Für die dritte Referenzspannungsmessung
wird der Effektivwert der Rechteckwechselspannung etwas kleiner oder größer als bei der zweiten
Referenzspannungsmessung gewählt; besonders vorteilhaft ist es, das Verhältnis der dritten Referenzspannung
zur zweiten Referenzspannung auf —= festzule-
Vi
gen. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Beziehung zur Berechnung des Koeffizienten c. Da der
Koeffizient c die Messung relativ schwach beeinflußt, genügt es, diese Größe nur einmal zu bestimmen,
beispielsweise durch den Aufruf eines speziellen Service-Prograrr.ms. Die anderen beiden Koeffizienten
u„o und b sind hingegen stark temperaturabhängig und
werden, wie gesagt, vorzugsweise zyklisch erfaßt, beispielsweise alle IO Sekunden, Wie aus Gleichung (7)
ersichtlich ist, genügen für diese zyklischen Bestimmungen bei bekanntem Koeffizienten c jeweils zwei
Messungen, um über zwei Gleichungen die beiden Unbekannten u,,n und b zu bestimmen. Zweckmäßigerweise
wird hierzu die erwähnte Nullspannungsmessung und die Messung mit einer Vollaiisschlag ergebenden
Referenzspannung gewählt.
Aus Gleichung (4) und (7) ergibt sich. daß über ilen
Koeffizienten c auch für ein mit Feldeffekttransistoren
aufgebautes Effektivwertglcichrichtcrelement für Eingangsspannungen
mit gleichem Effektiv-wert, jedoch unterschiedlicher Kurvenform, etwas unterschiedliche
Ausgangsspannungswerte entstehen. Streng genommen müßte für jede Kurvenform eine andere Auswertcgieichung
benutzt werden. Da im allgemeinen jedoch nur für sinusförmige Ausgangsspannungen eine hohe
Meßgenauigkeit gefordert ist. ist es ausreichend, bei der Rechnung nur nach der Beziehung (4) zu verfahren. Die
Referenzspannunj;smessung kann nach Gleichung (7) mit symmetrischen Rechteck-Weehselspannungen sehr
genau durchgeführt werden.
Eine erfindungsgemäße Effektivwert-Mellschaltung besitzt hohe MeQgenauigkeit und vor allem schnelles
Einschwingverhalten, da kein Regelkreis mit Referenzspannungsvergleich
vorgesehen ist wie bei den eingangs erwähnten bekannten Schaltungen. Die Ketitiiiiiienabweichungen
des Gleichrichters werden vielmehr durch Messung am gleichen Gleichrichter bestimmt und
errechnet und bei der anschließenden eigentlichen Messung berücksichtigt. Mit einer erfindurgsgemäßen
Maßnahme kann die Meßgenauigkeit einer Effektivweri-Meüschaliiin.g
der eingangs erwähnten Art um mehr als den Faktor IO verbessert werden, für
.Sinusspannungen ist beispielsweise eine Genauigkeit von 0.01% erreichbar.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer schematischen Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
näher erlaute-t.
Die Figur zeigt das Prinzipschaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltung zum Messen des Effektivwertes U
einer arn Eingang /: angelegten Wechselspannung us. die
über einen Schalter 1 und einen Hochpaß 2 sowie einen Gegentaktverstärker 3 einem aus Halbleiterbauelementen
BLif^ebiiuien E.iiektivwert^leichrichtcr 4 zugeführt
wird, dessen Ausgangsspannung über einen Differenzverstärker 5 so weit verstärkt wird, daß sie mit
bekannten Meßeinrichtungen zum digitalen Messen ■ einer Spannung ausgewertet werden kann. Der
Hochpaß 2 trennt einen eventuellen Gleichspannungsanteil der Meßspannung ab. Der Effektivwertgleichrich
ter 4 wird über die beiden gegcnphasigen Ausgänge des Gegentaktverstiirkers 3 angesteuert, der Effektivwertgleichrichter
4 ist als Gegentakt-Effektivwertgleichrichtcrschaltuiig
nach DE-AS 23 29 579 aus Feldeffekttransistoren aufgebaut. Dem Differenzverstärker 5 ist
ein Tiefpaßfilter 6 nachgeschaltct. das die der gleichgerichteten Ausgangsspannung (/., überlagerten
Wechselspannungskomponenten unterdrückt. Die Gren/.frequenz dieses Tiefpaßfilters 6 ist so bemessen,
daß bei der niedrigsten Frequenz der zu messenden Kingangsspiinnung noch eine ausreichende Unterdrükkung
solcher Wechselspannungskomponenten vorhanden ist. Da sich dann u. U. sehr lange Einschwingzeilet.
ergeben, ist die Grenzfrequenz vorzugsweise umschaltbar,
so daß für hohe Frequenzen, beispielsweise größer als I KHz. Einschwingzeiten von etwa 25 ms erreicht
werden. Außerdem ist dieses Tiefpaßfilter vorzugsweise mehrpolig und auf optimales Einschwingen dimensiointii. ivn. I Ii pöngt i'nK-i ιιιιι.ί.ιι g*-gi.riÜL/^.r CinpOiigCi!
Filiern den Vorteil, daß sie. vereinfacht gesagt, bei
gleicher Dämpfung schneller einschwingen. Am Ausgang dieses Tiefpaßfilters 6 entsteht der Mittelwert i/J
der gleichgerichteten Ausgangsspannung, die über den Schalter 7 an den einen Eingang eines Komparator 8
geführt wird. Dem anderen Eingang des Komparators 8 wird die Ausgangsspannung eines Digital-Analog-Wandlers
9 als Referenzspannung zugeführt. Dieser Digital-; .nalog-Wandler 9 wird über einen Mikroprozessor
21 gesteuert. Die Schaltungsteile 8, 9 und 21 bilden einen bekannten, nach dem Prinzip der
sukzessiven Approximation arbeitenden Analog-Digital-Wandler,
mit dem der Mittelwert Ϊ77digital gemessen
wird. Diese Messung kann sehr schnell, beispielsweise in I ms, erfolgen und steht dann zu weiterer Verarbeitung
im Mikroprozessor 21 zur Verfügung. Für diese Digitalisierung des Spannungsmittelwertes kann natürlich
auch jede andere bekannte Analog-Digital-Wandlerschaltung
verwendet werden, beispielsweise ein vom Mikroprozessor triggerbarer Analog-Digital-Wandler.
Im Mikroprozessor _21 wird aus dem digital gemessenen Mittelwert ud nach der Beziehung (4) der
gewünschte Effektivwert errechnet, und zwar nach der Näherungsgleichung
L = —
b
;-».,,) U--jj Πζ - tf.,,.)] fur cUi<bU-.
(8)
Zu diesem Zwerk werden in einer vorhergehenden Referenzspan nungsmessung die Gleichungskoeffizienten
u.,0. b und c gemessen und im Mikroprozessor 21
gespeichert. Dies geschieht mit einer zusätzlichen Referenzspannungsquelle zum Erzeugen von verschiedenen
Referenzspannungen. Nachdem drei Koeffizienten zu bestimmen sind, müssen auch drei entsprechende
Referenzspannungen zur Verfügung stehen. In dem gezeigten Ausführungsbeispiei umfaßt die Referenzspannungsquelle
eine hochstabile Gleichspannungsquelle 10. aus der über einen Spannungsteiler 11 zwei
hochstabile Gleichspannungswerte abgeleitet werden, die über einen Wählschalter 14 einem Zerhacker 15
zuführbar sind, der seinerseits über einen Rechteckgenerator 16 gesteuert ist Der Wählschalter 14 und ein
Schalter 22 sind wiederum unmittelbar über den Mikroprozessor 21 gesteuert. Am Ausgang des
Zerhackers 15 können so zwei Rechteck-Wechselspannungen Ui und LA erzeugt werden, deren Amplituden
unmittelbar proportional sind den beiden im Spannungsteiler 11 erzeugten stabilen Gleichspannungswerten.
Diese Rechteck-Wechselspannungen U\ und Ui
können als Referenzspannungen über einen Trennver-
'-'· stärker 17 und einen Spannungsteiler 18 bei geschlossenem
Schalter 19 über den Hochpaß 20 dem Eingang des Gegentaktverstärker 3 zugeführt werden. Aus Genauigkeitsgründen
ist die zu zerhackende Gleichspannung relativ groß gewählt, damit Linearitätsfehler des
Zerhackers möglichst klein gehalten werden. Da im allgemeinen der Nennwert der Eingangsspannung am
Gegentaktverstärker 3 bei Gleichrichterschaltungen dieser Art nur einige mV beträgt, ist zur Teilung der
Referenzwechselspannung der einstellbare Spannungsteiler 18 vorgesehen.
Als dritter Referenzspannungswert dient eine Referenzwechselspannung
Uo=Null. Zu diesem Zweck kann der Generator 16 über den vom Mikroprozessor 21
gesteuerten Schalter 22 abgeschaltet werden. Natürlich kann diese Referenzspannung Null auch auf andere
Weise erzeugt werden, beispielsweise durch Auftrennen des zum Verstärker 3 führenden Referenzspannungskreises.
Milden drei Reierenzspanniingswerten <'„. Ui und ί '_·
können nach tier Cileichiing 7 die Koeffizienten
</.,n. fa und cermittelt werden. Zu diesem Zweck wird über den
Mikroprozessor 21 der .Schulter I geöffnet und der Schulter IS geschlossen. Zunächst wird die Referenz- '<
spannung Un durch Öffnen des Schallers 22 angelegt.
Der gemessene Mittel wert der Alisgangsspannung i/7 in
digit.,';r Form entspricht dann unmittelbar dem Koeffizienten u,,n. der im Mikroprozessor 21 gespeichert
wird. Anschließend wird dann über den Schaller i"
14 der dem Vollausschlag entsprechende Refcrcn/spannungswert
i', an das Gleichrichterclement 4 angelegt
und der daraus resultierende digitale Mittelwert der Ausgangsspannung im Mikroprozessor gemessen und
gespeichert. Dann wird durch Umschalten des Wähl- t">
schalters 14 der zweite Referenzspannungsweri (/_·
angelegt und wiederum der zugehörige digitale Mittelwert der Ausgangsspannung gemessen. Damit
stCiicn dir /*wci i\CicrCM/spiiriniirigcri /»vci oiCiCniingcri
nach der Beziehung (7) zur Verfügung, aus denen dann 2"
unter Berücksichtigung des bereits ermittelten Koeffizienten ι/.,,, die beiden restlichen Koeffizienten b und c
im Mikroprozessor 21 errechnet und dort abgespeichert werden. Am Ende dieser Referenzspannungsmessung
stehen also im Mikroprozessor die Koeffizienten der -"·
Gleichung (4) zur Verfügung und können nach Rückschalten der Schalter 1 und 19 zur Bestimmung des
Effektivwertes einer angelegten unbekannten Wechselspannung u, berücksichtigt werden, die dann über eine
Anzeigeeinrichtung 23 unmittelbar digital angezeigt .«» werd.n kann.
Der Koeffizient c beeinflußt die Messung relativ schwach und es genügt deshalb, diese Größe nur einmal
zu bestimmen und im Mikroprozessor 21 abzuspeichern. Die Koeffizienten
</,o und b sind hingegen stark i">
temperaturabhängig und es ist deshalb zweckmäßig, diese zyklisch während des eigentlichen Meßvorganges
zu überwachen und neu zu erfassen. Aus diesem Grund.
werden die Schalter 1 und 19 zyklisch beispielsweise al'e
10 Sekunden so geschaltet, daß die Meßspannung u, ■">
kurzzeitig abgetrennt und dafür die Referenzspannungen Un und U\ an das Gleichrichterelement angelegt
werden und daraus, wie oben beschrieben, die Koeffizienten i/jo und b erneut bestimmt werden. Es
kann dann ein Mittelwert mit den gespeicherten der ·»■>
vorangehenden Messungen im Mikroprozessor 21 errechnet werden, der dann als korrigierter Wert
abgespeichert wird.
Bei der theoretischen Behandlung des Effektivwertgleichrichters ist davon ausgegangen worden, daß die
Referenzwechselspannungen in ihrer Größe exakt bekannt sind. Dies ist in der Praxis jedoch nur schwer
erreichbar. Es kann lediglich das Verhältnis der Wechselspannungen exakt bestimmt und eingestellt
werden, indem beispielsweise das Verhältnis der über den Spannungsteiler It erzeugten Gleichspannungen
gemessen oder eingestellt wird. Es ist dann allerdings noch ein Absolutwertabgleich erforderlich, der durch
den Spannungsteiler 18 durchgeführt werden kann. Natürlich kann eine solche Absolutwertabgleichung 60 Q
auch im eigentlichen Meßkreis durchgeführt werden, also beispielsweise zwischen Schalter 1 und Hochpali 2.
Das Verhältnis zwischen den beiden Rcferenzweehselspannungen U\ und U>
kann unmittelbar in der Schaltung selbst durch einfache Zusatzmaßnahmen gemessen werden, beispielsweise kurz vor der Bestimmung
des Koeffizienten c. Zu diesem Zweck ist ein zusätzlicher Umschalter 13 mit nachgescliallelcm
Verstärker 12 vorgesehen, dem die beulen vom Spannungsteiler Il gelieferten Referenzgleichspannungen
geführt werden. Der Ausgang des Verstärkers 12 kann Ober den vom Mikroprozessor 21 gesteuerten
Umschalter 7 anstelle der Ausgangsspannung des Gleichrichterelemcnts 4 dem Komparator 8 zugeführt
werden. Auf diese Weise können die beiden Gleichspannungswerte. die den Rechteck-Spannungswerten LA und
U; entsprechen, nacheinander digital gemessen und dem Mikroprozessor zugeführt werden. In diesem kann dann
auf einfache Weise das Verhältnis dieser Spannungen
50
Koeffizienten c Referenzspanniingsmcssungen mit
beiden Referenzwechselspannungen U1 und Ui erforderlich
sind, braucht auch nur zur Ermittlung des Koeffizienten c diese erwähnte Verhältnismessung
durchgeführt werden, beispielsweise während einer Serviceüberprüfung des Gerätes. Für die zyklische
Überprüfung der Koeffizienten u,,„ und b ist neben der
Null-Spannung U» nur die eine Referenzspannung U-,
nötig.
Für die Erzeugung der genauen Referenzspannungen können natürlich auch andere bekannte Schaltungen
verwendet werden, die vorgeschlagene spezielle Schaltung ist jedoch besonders vorteilhaft, da Abgleicharbeiten
hierdurch auf ein Minimum beschränkt werden und mit ein und demselben Mikroprozessor sämtliche
Messungen und Korrekturen durchgeführt werden können. Die Verwendung eines aus Feldeffekttransistoren
aufgebauten Gleichrichterelements ist besonders vorteilhaft, da hierdurch die Bestimmung der Gleichungskoeffizienten
am einfachsten ist. Im Prinzip ist die erfindungsgemäße Schaltung jedoch für alle
Halbleiter-Gleichrichterschaltelemente geeignet, für welche die allgemeine Gleichung (1) gilt. Die zusätzlichen
höherpotenten Fehler können durch einmalige Bestimmung leicht ermittelt und als Festwerte im
Mikroprozessor bei der Auswertung berücksichtigt werden, ähnlich wie der als konstant angenommene
Koeffizient c. Auch für solche Schaltungen genügt es, beispielsweise zyklisch die beiden ersten temperaturabhängigen
Koeffizienten zu ermitteln. Im allgemeinen ist es zweckmäßig, durch entsprechende Referenzspannungsmessungen
mit i/o und U\ beide Koeffizienten uao
und b zyklisch zu überwachen. In manchen Fällen kann es jedoch genügen, nur einen dieser Faktoren,
beispielsweise u3o oder b, zyklisch zu überwachen und
durch andere Schaltungsmaßnahmen dafür zu sorgen, daß die anderen Koeffizienten als konstant angenommen
werden können. Für ganz genaue Messungen kann es darüber hinaus auch vorteilhaft sein, auch den
Koeffizienten c zyklisch während der Messung zu überwachen und entsprechend zu korrigieren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung mit einem aus Halbleiterbauelementen
aufgebauten Effektivwertgleichrichter, bei dem zwischen dem Effektivwert U der Eingangsspannung und dem Mittelwert üjder Ausgangsspannung
für sinusförmige Eingangsspannungen die Beziehung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813143669 DE3143669C2 (de) | 1981-11-04 | 1981-11-04 | Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813143669 DE3143669C2 (de) | 1981-11-04 | 1981-11-04 | Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3143669A1 DE3143669A1 (de) | 1983-05-19 |
| DE3143669C2 true DE3143669C2 (de) | 1983-09-22 |
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ID=6145528
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|---|---|---|---|
| DE19813143669 Expired DE3143669C2 (de) | 1981-11-04 | 1981-11-04 | Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung |
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1981
- 1981-11-04 DE DE19813143669 patent/DE3143669C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3143669A1 (de) | 1983-05-19 |
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