DE3142299C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Austauschen
von Brennstoff in einem leichtwassermoderierten Siedewasser
reaktor gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Ein solches
Verfahren ist bekannt aus der DE-OS 29 20 304.
Der Kern eines Kernreaktors enthält normalerweise mehrere
hundert Brennstabbündel. Jedes Brennstabbündel enthält eine
größere Anzahl von Brennstäben. Wenn der Abbrand in einem
Reaktor soweit fortgeschritten ist, daß der kleinste akzept
able Reaktivitätsbereich erreicht worden ist, wird eine par
tielle Neuladung des Reaktors durchgeführt. Bei der par
tiellen Neuladung eines Siedewasserreaktors werden beispiels
weise 1/5 des Brennstoffes pro Betriebsjahr (oder anders
bemessener Betriebsperiode) von Ende des zweiten Betriebs
jahres an ausgetauscht. Bei einem solchen Austausch wird ein
Teil der Brennstabbündel aus dem Kern herausgenommen und
durch Brennstabbündel mit neuem Brennstoff ersetzt. Meistens
werden zugleich die nicht ersetzten Brennstabbündel im Kern
umpositioniert.
Aus der DE-OS 29 20 304 ist es bekannt, im Zusammenhang mit dem
Brennstoffaustausch neue Brennstabbündel unter Verwendung von
Brennstäben aus abgebrannten Brennstabbündeln derart zusammenzu
setzen, daß der durchschnittliche Gehalt an spaltbarem Material
in dem neuen Brennstabbündel höher als in den abgebrannten ist.
Die auf diese Weise zusammengesetzten Brennstabbündel werden
dann während einer oder einiger weiterer Betriebsperioden im
Reaktor verwendet. Durch die Weiterverwendung der abgebrannten
Brennstabbündel in der genannten Weise können sehr große Erspar
nisse an Brennstoffkosten erzielt werden. Die abgebrannten Brenn
stabbündel, die in dem bekannten Fall beim Zusammensetzen des
neuen Brennstabbündels verwendet werden, haben für leichtwasser
moderierte Siedewasserreaktoren, für die Urandioxid und eventuell
Plutoniumdioxid als Brennstoff verwendet wird, einen Gehalt an
spaltbarem Material in Form von U 235, Pu 239 und Pu 241 von
höchstens 1,75% des Anfangsgewichtes von Uran und eventuell
Plutonium im Brennstoff. Aus der DE-OS 29 20 304 ist es auch be
kannt, beim Zusammensetzen eines neuen Brennstabbündels in einem
Teil der Positionen für Brennstäbe wassergefüllte Rohre anstelle
von Brennstäben anzuordnen, um dadurch das Volumenverhältnis
Wasser/Brennstoff und somit die Möglichkeiten zu vergrößern,
restliches spaltbares Material zu verwenden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der ein
gangs genannten Art zu entwickeln, bei dem eine vergrößerte Ein
sparung an Brennstoffkosten erzielt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1 vorgeschlagen, welches erfindungsgemäß die im
kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 genannten Merkmale hat.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens ist in dem Unter
anspruch genannt.
Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß es unter gewissen
Voraussetzungen möglich ist, die Brennstoffkosten dadurch erheb
lich zu senken, daß man den Brennstoffaustausch vornimmt, bevor
die Brennstabbündel abgebrannt sind, d.h. dann, wenn sie partiell
abgebrannt sind. Große Ersparnisse können dabei unter der Voraus
setzung erzielt werden, daß der Reaktor bei der Inbetriebsetzung
mit einem niedrigeren Volumenverhältnis Wasser/Brennstoff als
normal versehen wird, daß eine Anzahl von Brennstäben mit einem
niedrigen Gehalt an spaltbarem Material durch Brennstäbe mit ei
nem höheren Gehalt an spaltbarem Material ersetzt wird und daß
eine Anzahl von Brennstäben in dem betreffenden Brennstabbündel
durch wassergefüllte Rohre ersetzt wird.
Das Volumenverhältnis Wasser/Brennstoff ist eine vereinfachte
Größe zur Beschreibung der moderierenden Eigenschaften des Brenn
stoffgitters. Dieses Volumenverhältnis wird dadurch berechnet,
daß man die Summe aller im Kern vorkommender Volumina, die nor
malerweise vom Kühlmittel und dem Moderator (Wasser) eingenommen
werden, durch die Summe aller Volumina dividiert, die von Brenn
stoff (Urandioxid und eventuell Plutoniumdioxid) eingenommen wer
den. Bei der Bestimmung des Kühlmittelvolumens wird das Sieden
dadurch berücksichtigt, daß das vom Dampf eingenommene Volumen
abgezogen wird.
Das Volumenverhältnis Wasser/Brennstoff beträgt bei der Inbetrieb
nahme eines leichtwassermoderierten Siedewasserreaktors mit Uran
dioxid und eventuell Plutoniumdioxid als Brennstoff normalerweise
1,90-2,10.
Bei einer optimalen Ausnutzung des Brennstoffes in dem neuen
Brennstabbündel werden die Ersatzstäbe und die Wasserrohre so
plaziert, daß der interne Leistungsformfaktor des neuen Brenn
stabbündels, d.h. der Quotient aus dem höchsten örtlichen Wert
der Leistung und dem Durchschnittswert der Leistung in einem
horizontalen Schnitt durch das Brennstabbündel, bei mindestens
1,20, vorzugsweise bei 1,30 bis 1,50 liegt.
Um das neue Brennstabbündel für das Verfahren nach der Erfindung
herzustellen, können die Brennstäbe mit einem niedrigen Gehalt
an spaltbarem Material durch Brennstäbe mit einem höheren Gehalt
an spaltbarem Material aus demselben Brennstabbündel ersetzt wer
den. Die Brennstäbe mit niedrigem Gehalt an spaltbarem Material
liegen, außer möglicherweise in Ausnahmefällen, an den Wasser
spalten um das Brennstabbündel herum, und Brennstäbe mit höherem
Gehalt an spaltbarem Material liegen zumindest normalerweise in
zentraleren Bereichen des Bündels. Die Brennstäbe, welche die
Brennstäbe mit einem niedrigen Gehalt an spaltbarem Material er
setzen, können auch einem anderen Brennstabbündel entnommen wer
den als demjenigen, aus dem die zu ersetzenden Brennstäbe heraus
genommen werden.
Aus Gründen der Handhabung ist es vorteilhaft, wenn die Positio
nen der Brennstäbe, die einen höheren Gehalt an spaltbarem Mate
rial haben und zum Ersatz von Brennstäben mit niedrigem Gehalt
an spaltbarem Material verwendet werden, mit wassergefüllten Roh
ren besetzt werden oder einfach frei gelassen werden.
Beim Zusammenstellen eines neuen Brennstabbündels nach der Er
findung können ferner in an sich bekannter Weise anstelle eines oder mehrerer Brennstäbe in
einem Teil der Positionen für Brennstäbe im Brennstabbündel
Stäbe oder Rohre plaziert werden, die brennbares Neutronenabsor
bermaterial, wie z.B. Gadolinium, Bor oder Samarium, in einem
geeigneten Trägermaterial, wie Urandioxid, Zirkaloy oder Stahl
verteilt, enthalten. Auf diese Weise kann man eine verstärkte
Reaktivitätskontrolle während des anfänglichen Teils der Betriebs
periode erreichen und gleichzeitig am Ende der Betriebsperiode
eine günstige Wirkung erhalten, die gleichartig mit der eines
wassergefüllten Rohres ist.
Um die Erfindung in vollem Umfang auszunutzen, müssen beim Brenn
stoffaustausch mehrere (zehn oder mehr) partiell abgebrannte
Brennstabbündel im Reaktor durch Brennstoffbündel ersetzt werden,
die nach der Erfindung zusammengestellt sind. Vom neutronenwirt
schaftlichen Gesichtspunkt aus ist es vorteilhaft, einen Umbau
der Brennstabbündel gemäß der Erfindung mehr als einmal während
ihrer Verwendung im Reaktor vorzunehmen.
Anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles
eines Brennstabbündels soll die Erfindung näher erläutert werden.
Es zeigt
Fig. 1 einen Teil eines horizontalen Schnittes durch einen
Reaktorkern für einen leichtwassermoderierten Siede
wasserreaktor,
Fig. 2 ein Brennstabbündel im Reaktorkern gemäß Fig. 1,
wobei der Anfangsgehalt an spaltbarem Material, be
stehend aus U 235, für jeden Brennstab angegeben ist,
Fig. 3 das Brennstabbündel gemäß Fig. 2 nach drei Betriebs
jahren unter Angabe des Gehaltes an spaltbarem Mate
rial in Form von U 235 und in Form der Gesamtmenge
von Pu 239 und Pu 241,
Fig. 4 ein Brennstabbündel, das durch Umbau des Brennstab
bündels gemäß Fig. 3 im Sinne der vorliegenden Er
findung hergestellt wurde.
Fig. 1 zeigt einen kleinen Ausschnitt eines horizontalen Schnittes durch den Reaktorkern eines Siedewasserreaktors.
Von den mehreren Hundert Brennstabbündeln des Reaktorkerns sind in Fig. 1 neun voll
dargestellt. Wie beispielsweise für das Brennstabbündel
10 a dargestellt, ist jedes Brennstabbündel aus 64 Brennstäben 11
aufgebaut, die in einem quadratischen Gitter angeordnet sind. Das
Brennstabbündel ist von einer Brennstoffhülle 12 aus Zirkaloy-4
mit quadratischem Querschnitt umgeben. Die Stäbe werden von nicht
gezeigten Abstandshaltern in ihrer Lage gehalten, die mit gleichem
Abstand zwischen ebenfalls nicht gezeigten unteren und oberen Git
terplatten im Brennstabbündel plaziert sind. Jeder Brennstab be
steht aus einer Anzahl Tabletten aus Urandioxid als Brennstoff,
die aufeinandergestapelt und in einem Rohr 13 aus Zirkaloy-2 ein
gekapselt sind. Die freien Räume 14 zwischen und um den Brennstä
ben in der Brennstoffhülle werden von Kühlmittel, im vorliegenden
Falle leichtes Wasser, durchströmt. Die Spalte 15 a und 15 b
zwischen den Brennstabbündeln werden auch von Kühlmittel gleicher
Art durchströmt. Die Spalte 15 b, in die Steuerstäbe 16 eingeführt
werden können, sind breiter als die Spalte 15 a, in denen keine
Steuerstäbe vorgesehen sind. Der Querschnitt enthält auch Neutro
nenquellen 17 sowie Neutronendetektoren 18. Einer oder mehrere
der Brennstäbe kann/können in ansich bekannter Weise gegen
einen keine Energie erzeugenden Stab ausgetauscht werden. Somit
könnte beispielsweise der Stab 19 gegen einen massiven oder mit
Wasser gefüllten Stab aus Zirkaloy-2 ausgetauscht werden. Die
Brennstäbe 20, 21, 22 und 23 sind an unteren und oberen Gitter
platten im Brennstabbündel verankert. Die gestrichelten Linien
AB und AC unterteilen die Spalte 15 b in der Mitte, und die ge
strichelten Linien BD und CD unterteilen die Spalte 15 a in der
Mitte. Das Volumenverhältnis Wasser/Brennstoff ist unter Bezug
nahme auf Fig. 1 das Verhältnis zwischen der Summe aus den
Volumina der Räume 14 (für Sieden kompensiert), den Volumina von
zwei halben Spalten 15 a, den Volumina von zwei halben Spalten 15 b
und den Volumina des Wassers in eventuellen mit Wasser gefüllten
Stäben 19 einerseits und der Summe aus den Tablettenvolumina in
sämtlichen brennstofftragenden Stäben 11 andererseits.
Der Abstand der Brennstäbe untereinander wird vor allem durch die
reaktorphysikalischen Forderungen hinsichtlich optimaler Neutro
nenwirtschaftlichkeit und durch die neutronenmultiplizierenden
Eigenschaften des Kerns bestimmt. Bei der Wahl des Stababstandes
wird auch Rücksicht auf die Wirkung des zusätzlichen Wassers in
den Spalten zwischen den Brennstabbündeln genommen, was von gro
ßer Bedeutung für die örtliche Verteilung des Neutronenflusses
ist. Dieses Wasser verursacht einen örtlich erhöhten Neutronen
fluß, so daß Brennstäbe, die an Wasserspalten liegen, stärker be
lastet werden als andere Brennstäbe. Um die Leistungsverteilung
im Brennstabbündel soweit wie möglich auszugleichen, werden
Brennstäbe mit unterschiedlich starker Anreicherung an spaltba
rem Material, in dem beschriebenen Fall an U 235, in verschiede
nen Positionen des Brennstabbündels verwendet. Fig. 2 zeigt als
Beispiel ein Brennstabbündel mit unterschiedlichen Initialgehal
ten von U 235 in verschiedenen Brennstäben, ausgedrückt in Pro
zent des Anfangsgewichtes von Uran im Brennstoff (Urandioxid).
(Die nachstehend genannten Zahlen betreffen ebenfalls Prozent
sätze des Anfangsgewichtes Uran im Brennstoff.) Die Durchschnitts
anreicherung liegt bei 2,75%. Beim Zusammensetzen des Brennstab
bündels werden vier verschiedene Anreicherungsstärken verwendet,
und zwar 1,18%, 2,02%, 2,80% und 3,50%. In der mit 19 be
zeichneten Position ist ein massiver Stab aus Zirkaloy-2 ange
ordnet. Das Volumenverhältnis Wasser/Brennstoff im Brennstabbün
del ist 1,80. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in den Fig.
2 bis 4 die Brennstäbe selbst nicht dargestellt, sondern
nur deren Anreicherungsprozentsätze angegeben.
Fig. 3 zeigt dasselbe Brennstabbündel nach drei Betriebsjahren.
Die obere, mit 24 bezeichnete Ziffer jedes Feldes nennt den An
reicherungsgehalt an U 235 in Prozent und die mit 25 bezeichnete
untere Ziffer nennt den gesamten Anreicherungsgehalt an Pu 239
und Pu 241 in Prozent für jeden Brennstab im Brennstabbündel.
Das Plutonium wurde während des Betriebs durch Einfangen schnel
ler Neutronen in U 238 gebildet. Der früher erwähnte höhere Neu
tronenfluß und die damit zusammenhängende höhere Leistung in den
Stäben an den Wasserspalten 15 a und 15 b hat, wie man sieht, zur
Folge, daß das spaltbare Material, vor allem U 235, Pu 239 und
Pu 241, hier schneller verbraucht wird, als in den zentralen
Teilen des Brennstabbündels. Dieses verstärkt mit der Zeit die
anfänglich vorhandene Anreicherungsverteilung, und die Leistung
im Brennstabbündel wird ausgeglichen. Der Durchschnittsgehalt
an U 235, der anfänglich bei 2,75% lag, liegt nach drei Be
triebsjahren bei 1,51%, und der Durchschnittsgehalt der gesam
ten Menge Pu 239 (0,40%) und Pu 241 (0,04%) liegt bei 0,44%.
Die Spaltung eines U 235-Kerns und eines Pu-Kerns ergibt unge
fähr dasselbe Leistungsergebnis. Die Menge spaltbaren Materials
ist somit von 2,75% auf ungefähr 1,95% reduziert worden.
Das restliche spaltbare Material ist auch in anderer Weise auf
die Brennstäbe des Brennstabbündels verteilt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Brennstabbündel nach
Fig. 3 durch die nachstehenden Schritte umgebaut, wobei man das
Brennstabbündel nach Fig. 4 erhält:
Der Brennstab 31 wird durch den Brennstab 32 ersetzt
Der Brennstab 32 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 33 er setzt
Der Brennstab 34 wird durch den Brennstab 35 ersetzt
Der Brennstab 35 wird durch den Brennstab 36 ersetzt
Der Brennstab 36 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 37 er setzt
Der Brennstab 38 wird durch den Brennstab 39 ersetzt
Der Brennstab 39 wird durch den Brennstab 40 ersetzt
Der Brennstab 40 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 41 er setzt
Der Brennstab 42 wird durch den Brennstab 43 ersetzt
Der Brennstab 43 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 44 er setzt
Der Brennstab 45 wird durch den Brennstab 46 ersetzt
Der Brennstab 46 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 47 er setzt
Der Brennstab 48 wird durch den Brennstab 49 ersetzt
Der Brennstab 49 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 50 er setzt
Der Brennstab 51 wird durch den Brennstab 52 ersetzt
Der Brennstab 52 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 53 er setzt
Der Brennstab 54 wird durch den Brennstab 42 ersetzt
Der Brennstab 55 wird durch den Brennstab 45 ersetzt.
Der Brennstab 32 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 33 er setzt
Der Brennstab 34 wird durch den Brennstab 35 ersetzt
Der Brennstab 35 wird durch den Brennstab 36 ersetzt
Der Brennstab 36 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 37 er setzt
Der Brennstab 38 wird durch den Brennstab 39 ersetzt
Der Brennstab 39 wird durch den Brennstab 40 ersetzt
Der Brennstab 40 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 41 er setzt
Der Brennstab 42 wird durch den Brennstab 43 ersetzt
Der Brennstab 43 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 44 er setzt
Der Brennstab 45 wird durch den Brennstab 46 ersetzt
Der Brennstab 46 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 47 er setzt
Der Brennstab 48 wird durch den Brennstab 49 ersetzt
Der Brennstab 49 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 50 er setzt
Der Brennstab 51 wird durch den Brennstab 52 ersetzt
Der Brennstab 52 wird durch ein mit Wasser gefülltes Rohr 53 er setzt
Der Brennstab 54 wird durch den Brennstab 42 ersetzt
Der Brennstab 55 wird durch den Brennstab 45 ersetzt.
Dies bedeutet, daß die Brennstäbe 31, 34, 38, 48, 51, 54 und 55
aus dem Brennstabbündel nach Fig. 3 herausgenommen werden, daß
die Brennstäbe 32, 35, 36, 39, 40, 42, 43, 45, 46, 49 und 52 in
neue Positionen in dem genannten Brennstabbündel gebracht werden
und daß wassergefüllte Rohre 33, 37, 41, 44, 47, 50 und 53 in Po
sitionen gebracht werden, aus denen Brennstäbe herausgenommen
wurden. Hierdurch erhält man das rekonstruierte Brennstabbündel
gemäß Fig. 4. Beim Zusammensetzen des Brennstabbündels nach
Fig. 4 sind zum überwiegenden Teil solche Brennstäbe im Brenn
stabbündel nach Fig. 3 ersetzt worden, die unmittelbar an brei
ten Wasserspalten 15 b liegen und wo die Anreicherung an spalt
barem Material am niedrigsten ist. Der Austausch hat zur Folge,
daß der Durchschnittsgehalt an spaltbarem Material von 1,51%
für U 235 und 0,44% für Pu 239 und 241 zusammen in den Brenn
stäben nach Fig. 3 auf 1,61% für U 235 und auf 0,44% für Pu
239 und Pu 241 zusammen erhöht wird.
Der interne Leistungsformfaktor für das Brennstabbündel nach
Fig. 4 beträgt 1,50, wobei auch darauf Rücksicht genommen wur
de, daß die Anzahl der Energie erzeugender Stäbe kleiner wird.
Das Volumenverhältnis Wasser/Brennstoff beträgt 2,25. Die Brenn
stabbündel gemäß Fig. 4 können wenigstens 10% mehr Energie er
zeugen als ein nicht umgebautes Brennstabbündel gemäß Fig. 3,
was eine entsprechende Senkung der Brennstoffkosten für den
Reaktor zur Folge hat.
Ein oder mehrere Wasserrohre oder Brennstäbe im Brennstabbündel
gemäß Fig. 4 kann/können durch einen Stab bzw. Stäbe ersetzt
werden, die einen brennbaren Neutronenabsorber, z.B. Gadolinium,
verteilt in Urandioxid oder Zirkaloy, als Trägermaterial enthal
ten.
Claims (3)
1. Verfahren zum Austauschen von Brennstoff in einem leicht
wassermoderierten Siedewasserreaktor,
- a) für den Urandioxid und eventuell Plutoniumoxid als Brennstoff benutzt wird
- b) und der einen Kern mit einer Vielzahl von Brennstabbün deln (10) enthält, von denen jedes aus einer größeren An zahl von Brennstäben (11) zusammengesetzt ist,
- c) bei dem der Reaktor bei der Inbetriebnahme mit einem Vol umenverhältnis Wasser/Brennstoff von einem Inbetriebnah mewert versehen wird,
- d) bei dem nach einer Betriebszeit des Reaktors, in der der Durchschnittsgehalt an spaltbarem Material in Form von U 235, PU 239 und PU 241 im Brennstoff auf einen Austauschwert abgesunken ist, eine Anzahl von Brennstäben (31, 34, 38, 42, 45, 48, 51, 54, 55) mit einem niedrigen Gehalt an spaltbarem Material in wenigstens einem Brennstabbündel durch Brennstäbe (32, 35, 36, 39, 40, 42, 43, 45, 46, 49, 52) mit einem höheren Gehalt an spalt barem Material ersetzt wird
- e) und bei dem eine Anzahl von Brennstäben (32, 36, 40, 43, 46, 49, 52) in demselben Brennstabbündel durch wasserge füllte Rohre (33, 37, 41, 44, 47, 50, 53) ersetzt wird oder ersatzlos unter Schaffung freier Positionen entfernt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- f) der Inbetriebnahmewert auf ein Volumenverhältnis von höchstens 1,85 und der Austauschwert auf höchstens 1,80 Gew.-% festgelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß
- g) die Brennstäbe (31, 34, 38, 42, 45, 48, 51, 54, 55) mit einem niedrigen Gehalt an spaltbarem Material durch Brennstäbe (32, 35, 36, 39, 40, 42, 43, 45, 46, 49, 52) mit einem höheren Gehalt an spaltbarem Material aus dem selben Brennstabbündel ersetzt werden.
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| JPS59193394A (ja) * | 1983-04-19 | 1984-11-01 | 株式会社東芝 | 軽水炉 |
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| DE2815200C3 (de) * | 1977-05-09 | 1980-06-26 | Combustion Engineering, Inc., Windsor, Conn. (V.St.A.) | Aus Brennstoffbaugruppen bestehender Kern eines Kernreaktors zur Leistungserzeugung und Verfahren zu seinem Betrieb |
| SE411973B (sv) * | 1978-06-01 | 1980-02-11 | Asea Atom Ab | Sett att utbyta brensle i en kernreaktor |
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1981
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- 1981-11-02 IT IT68412/81A patent/IT1172858B/it active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4117623A1 (de) * | 1991-05-29 | 1993-02-18 | Siemens Ag | Brennelement fuer leichtwasserreaktoren, insbesondere fuer heizreaktoren, und kernstruktur daraus |
Also Published As
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