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Maschine zum Brennschneiden oder Flämmen
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Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Brennschneiden oder Flämmen
von Knüppeln, Blöcken und Brammen in und nach Stahlstranggießanlagen in Stahlwerken
oder Schmieden, mit mindestens einem bewegbaren Brenner.
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Bei derartigen Maschinen ist der Brenner an einem Wagen angeordnet,
der auf einer Laufbahn hin- und herbewegbar ist. Für die Zuführung von Gasen zu
dem Brenner sind Schläuche vorgesehen. Diese Schläuche können von einem festen Punkt
herunterhängen, girlandenartig an Schlauchwagen befestigt sein oder durch Kabelschleppketten
zum Brenner in seiner im Betrieb sich ändernden Lage geführt werden.
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Derartige Maschinen sind sehr aufwendig, da neben den beschriebenen
Einrichtungen für die Vcrsorgungsscllläuche Laufbahnen für einen Brennerwagen und
der Brennerwagen selbst erforderlich sind. Neben dem konstruktiven Aufwand wird
außerdem erheblicher Platz für die Laufbahnen des Erennerwagens benötigt, so daß
beispielsweise Stränge nicht unmittelbar nebeneinander geführt werden können und
auch der Zugang in gewisser Weise erschwert ist.
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Der Erfindung liegt daher dle Aufgabe zugrunde eine neuartige Maschine
zum Brennschneiden eder Flämmen verfügbar zu machen, die in konstruktiver Weise
wesentlich vereinfacht ist und einen besseren Zugang zu den Strängen ermöglicht.
Dabei soll die Maschine in ihrer Grandkorls-truktion
für die verschieden:-ten
Anwendungsfälle geeignet sein.
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Die Erfindung besteht darin, daß der Brenner als Kopfstück eines über
dem Werkstück angeordneten, kettenartigen Auslegers ausgebildet ist, dessen Glieder
nur nach oben abknicken können, so daß der Ausloger auf einer Trommel aufgewickelt
oder in die Höhe gezogen werden kann.
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Auf diese Weise werden praktisch die Brennerführui#,bestehend aus
Brennerwagen und Laufbahn, sowie die Führung der Versorgungsschläuche zu einem Ausleger
zusammengefäßt.
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Ohne Arbeit befinden sich keine Einrichtungen, wie Schienen und Schlauchführungen
über den Strängen,und bei der Anordnung der Stränge braucht auf keine weiteren Gegegenheiten
Rücksicht genommen zu werden, und der Zugang ist ganz wesentlich verbessert.
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Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der
Ausleger im eingezogenen Zustand auf einer angetriebenen Trommel oder einem angetriebenen
Rollenpaar aufgewickelt ist und daß beim Ausfahren des Auslegers der ausgefahrene
Auslegerteil durch eine weitere Rolle, einen Tisch oder eine Führungsbahn von unten
abgestützt ist.
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Dabei erfolgt die Zuführung von Gas, Sauerstoff und Wasser zum im
Kopfstück des Auslegers befindlichen Brenner mittels flexibler Schläuche, die im
Inneren des kettenartigen Auslegers auf der Mitte der Knickachse in Stegen geflihrt
sind.
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Zweckmäßig ist die Unters-eite des kettenartigen Auslegers mit der
Gliedlänge entsprechenden Wärmeschutzverkleidungen ausgerüstet, die sich beim Gliedknicken
nach oben voneinander lösen und in ausgestreckter Länge eine volle Schutzdecke gegen
aufsteigende Wärme und Jibstrahlungen bilden.
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In gleicher Weise kann auch die Seitenfläche der Glieder des kettenartigen
Auslegers ml mit Wärmeschutzverkleidungen
versehen sein, die das
Innere des Auslegers vor auf sein gender Wärme oder Wärmeabstrahlungen von der Seite
schützen.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist das Kopfstück des Auslegers
nit einem Kantentaster zum Abtasten der Werkstückvorderkante versehen.
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Weiter ist mit Vorteil das Kopfstück neben dem Schneidbrenner mit
einem Zündflammenbrenner versehen.
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Um senkrechte, waagerechte oder schwenkende Bewegungen des Brenners
in beschränkten Bereichen durchzufu~hren9 ist das Kopfstück des Auslegers zum Einbau
von Drehlagern odr Schiebeeinrichtungen mit zugehörigem motorischem Antrieb ausgebildet.
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Weiter kann das Kopfstück des Auslegers zur Anbringung von Anklemmarmen
und diese betätigende Pneumatik- oder Hydraulikzylinder ausgebildet sein, um den
Brenner an einem beweglichen Werkstück festzulegen.
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Eine vorteilhafte Ausbildung der Maschine besteht darin daß sie auf
einer wassergekühlten Grundplatte angeordnet ist, die baukastenartig auf einem Maschinenständers
auf einem verfahrbaren Maschinenwagen, auf Portalen oder Brücken angebracht werden
kann.
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Dabei kann die Grundplatte der Maschine zum Schutz des Auslegers auf
allen vier Seiten mit V#rkleidungsflächen, gegebenenfalls mit Wasserkühlung, versehen
sein, sowie mit einem Durchlaß für den Ausleger auf der Arbeitsseite~ An der Grundplatte
oder an den Verkleidungsflächen sind von außen bedienbare Steuer und Regelgeräte
untergebracht0 Eine Weiterbildung der Maschine bC.C;tCht darin, daß unter der Grundplatte
eine Meßrolle mit Tachogenerator angebracht ist, die die Bewegungsgeschwindigkeit
von der Seite
des unter der Maschine durchlaufenden Werkstücks abnimmt
und einen Antriebsmotor steuert bzw. regelt, um einen Syncrhonlauf von Werkstück
und Austraglänge des Auslegers herzustellen.
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Eine abgewandelte Ausführungsform der erfindung besteht darin, daß
zwei gegenläufig über einem bewegten Werkstück aufgestellte Ausleger vorgesehen
sind, wobei mit Synchronlauf zum darunter durchlaufenden Werkstück der eine Ausleger
auslaufend und der andere Ausleger einziehend arbeiten, um besonders kurze Stücklängen
zu erzielen.
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Eine andere Abwandlung zur Erzielung besonders kurzer Stücklängen
besteht darin, daß zwei nebeneinander angeordnete Ausleger mit je einem nach innen
weisenden Brenner vorgesehen sind, um ein Werkstück gemeinsam bearbeiten zu können.
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Eine weitere vorteilhafte Abwandlung der Maschine besteht darin, daß
zwei Ausleger in derselben Linie in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, um
am gleichen Werkstück arbeiten zu können, wobei ein Ausleger mit einem kurzen Brenner
unter dem Gerüst eines Auslegers mit einem entsprechenden langen Brenner arbeitet.
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In zweckmäßiger Weise kann der Ausleger aus teleskopartig ausfaI#baren
Elementen bestehen.
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Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführui#sbeispielen unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden. In den Zeichnungen
zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Brennschneidmaschine im
Fließ einer Stranggieß maschine mit elektrischer Synchronisation; Fig 2 eine Drauf#icht
auf die Ansicht nach Fig. 1; ~?ig. 3 eine Maschine entsprechend der nach Fig. 1,
jedoch mit einer Synchronisation durch Seitenanklemmung;
Fig. 4
die Seitenansicht einer verfahrbaren Brennschneidmaschine zum Querteilen; Fig. 5
eine Draufsicht auf die Brennschneidmaschine nach Fig. 4; Fig. 6 eine ortsfeste
Brennschneidmaschine zum Querteilen; Fig. 7 eine Maschine mit zwei gegenläufig über
einem bewegten Werkstück aufgestellten Auslegern; Fig. 8 eine Maschine bestehend
aus zwei nebeneinander angeordneten Auslegern mit je einem nach innen weisenden
Brenner und Fig. 9 eine Maschine mit zwei in derselben Linie in unterschiedlichen
Höhen angeordneten Auslegern.
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In Fig. 1 ist eine Maschine zum Brennschneiden dargestellt, die eine
Grundp9--atte 1 besitzt. Auf der Grundplatte ist ein Trommelständer 2 angeordnet,
der einen Trommelantrieb 3 trägt, der entweder zur Verfahrbarkeit oder als Schneidantrieb
dient. Auf dem Trommelständer 2 sitzt die Trommel 4,auf der ein kettenartiger Ausleger
5 aufgewickelt ist Der Ausleger 5 trägt an seinem arbeitsseitigem Ende ein Kopfstück
6. Dieses Kopfstück 6 ist durch eine Auslegerauflage 7 abgestützt, auf der sich
der Ausleger in Fig. 1 nach links während des Bearbeitungsvorgangs bewegt. Am Kopfstück
6 ist ein Brennerhalter 8 befestigt, der den Brenner 9 in bekannter Weise trägt.
Die für die Gaszuführung zum Brenner 9 erforderlichen Schläuche 10 gelangen am Kopfstück
6 in das Innere des kettenartigen Auslegers 5.
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Dort sind sie auf der Mitte der Knickachse in Stegen geführt.
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Die Unterseite des kettenartigen Auslegers 5 ist mit der Gliedlänge
entsprechenden Wärmeschutzverkleidungen ausgerüstet, die sich beim Gliedknicken
nach oben voneinander lösen und in ausgestreckter Lange eine volle Schutzdecke gegen
aufsteigende Wärme lxld Ab#trahlungen bilden. Auch die Seitenflächen der Glieder
des kettenartigen Auslegers 5 sind mit Wärme#chutzverkleidungcn versehen, um zu
ver-
hindern, daß in das Innere des Auslegers 5 aufsteigende Wärme
oder Wäririeabstrahlungen von der Seite her gelangen.
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Wie in Fig. 1 im einzelnen dargestellt ist, dient die Grundplatte
1 als Bedienungsstand für eine Elektro- bzw.
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Gassteuertafel 11. Dementsprechend ist an der Grundplatte 1 auch ein
Geländer 12 angebracht zur Bedienung der Steuertafel 11, die an einer die Trommel
4 umgebenden Verkleidung 13 angebracht ist. Am Kopfstück 6 des Auslegers 5 kann
ein nicht dargestellter Kantentaster zum Abtasten der Vorderkante des Werkstücks
14 vorgesehen sein.
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Ebenso ist das Kopfstück 6 neben dem Schneidbrenner 9 auch mit einem
nicht dargestellten Zündfiammenbrenner versehen.
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Wie weiter aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, ist die Grundplatte
1 auf einem Querträger 15 bzw. auf einer über mehrere Stränge 14 führende Brücke
angeordnet. Ein Meßrollenhebel 16, an dem ein Tachogenerator 17 sitzt, bringt eine
Meßrolle 18 seitlich am Werkstück 14 zur Anlage.
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Die Maschine bietet den Vorteil, ohne Schwierigkeiten an die verschiedensten
Anwendungsfälle angepaßt werden zu können. So ist es möglich, am Kopfstück 6 des
Auslegers 5 Drehlager oder Schiebeeinrichtungen mit zugehörigem Schneidantrieb 20
vorzusehen, um eine senkrechte, waagerechte oder schwenkende Bewegung des Brenners'in
beschränkten Bereichen durchzuführen.
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In Fig. 3 ist ein Kopfstück 6 eines Auslegers 5 mit Anklermnhebelzllg
versehen, die von Pneumatik- oder Hydraulikzylindern betätigt werden, um den Brenner
9 an einem beweglichen Werkstück 14 festzulegen. Eine weitere Ab.andlung ist in
den Fig. 4 und 5 dargestellt. Um beispielsweise ein Längsteilen der Bramme 21 durchzuführen,
ist die Grundplatte 1 auf Rollen 23 inontiert, die auf Schienen 24 entlang der Bramme
21 verlaufen.
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Fig. 6 zeigt eine Brennschneidmaschine zum Querteilen in
ortsfester
Ausführung. Zu diesem Zweck ist die GrundplatX 1 auf Stützen 22 montiert. Je nach
den Anwendungsfällen und der Anordnung der Maschine zum Werkstück strang und den
dadurch bedingten Wärmeabstrahlungen können die Grundplatte 1 und/oder die Verkleidungswände
13 mit einer nicht dargestellten Wasserkühlung ausgestattet sein.
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Die Vielseitigkeit der Maschine in Bezug auf die Anpassung an die
unterschiedlichsten Bedarfserfordernisse ergibt sich aus den Fig. 7 bis 9.
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In Fig. 7 sind zwei gegenläufig zu einem Werkstück 26 aufgestellte
Ausleger 5a und 5b dargestellt. Mit dieser Maschine können besonders kurze Stücklängen
erzielt werden. Dabei arbeitet mit Synchronlauf zum darunter durchlaufenden Werkstück
26 der eine Ausleger 5a einziehend und der andere Ausleger Sb auslaufend. Nach Durchführung
des Schnittes wird sich der Ausleger 5a in der eingezogenen Position und der Ausleger
5b in der ausgelaufenen Position befinden, so daß beim darauffolgenden Schnitt am
Werkstück 26 die Bewegung umgekehrt verläuft, d.h. der Ausleger 5a arbeitet dann
auslaufend, während der Ausleger 5b eingezogen wird.
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Eine andere Ausführung der Erfindung ist in Fig0 8 dargew stellt und
besteht aus zwei nebeneinander angeordneten Auslegern 5c und 5d. Beide Ausleger
haben ein#n je nach innen weisenden Brenner 9, die in einer aufeinander abgestimmten
Weise ebenfalls besonders kurze SQücklängen am Werkstück#7 erzielen können. Zum
Schneiden des Werkstücks 27 im Fluß einer Stranggießmaschine wird durch eine elektrische
Synchronisation sichergestellt5 daß die Brenner 9 der beiden Ausleger 5c und 5d
aufeinander zulaufen und den Schnitt am Werkstück 27 gemeinsam durchfuhren, Die
beiden Maschinen mit ihren Auslegern 5c und 5d sind auf einem gemeinsam das Herkstilcl;f7
übexnspalmenden Bügel 28 montiert, und die nicht dargrcstellten Zufühlschläuohe
sind durch die Öffnung 29 im Bügel 28 geführt.
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Eine weitere Abwandlung der Erfindung zeigt die Fig. 9, bei der zwei
Maschinen mit ihren Auslegern Se und 5f in derselben Linie in unterschiedlicher
Höhe angeordnet sind. Auf diese Weise ist es möglich, daß die Brenner 9 der Ausleger
5e und 5f in einem geringen Abstand voneinander am gleichen Werkstück 30 arbeiten.
Dabei hat der oberhalb des Auslegers 5f angeordnete Ausleger 5e einen langen Brenner
9e, während der unter dem Ausleger 5e angeordnete Ausleger 5f einen kurzen Brenner
5f aufweist.
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Die Maschine mit ihren verschiedenen Ausführungsformen kann auch mit
einem Ausleger ausgestattet sein, der aus teleskopartig ausfahrbaren bzw. einziehbaren
Elementen besteht. Die Funktionsweise der Maschine ändert sich dabei nicht und entspricht
der beschriebenen Art und Weise.
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In Fig. 10 ist ein Aufühningsbeispiel eines Auslegers 5 skizziert.
Dieser weist einzelne Laschenglieder 5o,51 auf, die durch Gelenkbolzen 52 miteinander
verbunden sind, so daß eine Gelenkkette gebildet ist. Die Laschenglieder 50 weisen
Anschlagsfortsätze 53 an ihren Enden unterhalb der Ebene der Gelenkbolzen 52 auf.
Diese Anschlagsfortsätze 53 treffen paarweise aufeinander, wenn die Gelenkkette
gestreckt wird, ermöglichen aber das Aufspulen der Gelenkiette wegen der Beweglichkeit
der Laschenglieder 50 nach oben.
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