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Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuerung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
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Bei einer solchen, aus der DE-OS 24 08 838 bekannten Steuerung sind drei von Hand einstellbare Drehknöpfe vorgesehen, mit denen jeweils elektrische Schalter für einen Gebläsemotor betätigbar sind. Zwei dieser Drehknöpfe sind dabei jeweils einer Fahrgastraumseite zugeordnet, um diese unabhängig voneinander mit kalter oder erwärmter Luft versorgen zu können. Diese beiden Drehknöpfe sind dabei mit Schaltmitteln für je ein Unterdruck-Umschaltventil versehen, um Wasser-Absperrventile mit Hilfe einer Unterdruckservoeinrichtung, die von einer Unterdruckquelle gespeist wird, betätigen zu können. Diese Wasser-Absperrventile unterbrechen die Kühlwasserzufuhr an einen Wärmetauscher. Alle Drehknöpfe können außerdem über mechanische Kopplungseinrichtungen mit Luftmischklappen verbunden sein, um diese je nach den gewünschten Einstellungen zu betätigen. Der dritte Drehknopf ist außerdem mit Schaltmitteln zur Betätigung eines weiteren Unterdruck-Umschaltventils versehen, das eine Betätigung einer Hauptluftklappe von einer Unterdruckservoeinrichtung mit Hilfe der Unterdruckquelle bewirkt. Diese bekannte Steuerung kann außerdem mit einer Temperatursteuer- oder Regeleinrichtung versehen sein, die nach Maßgabe einer mit Hilfe der Drehknöpfe voreingestellten Solltemperatur die Wasser-Absperrventile und auch das Unterdruck-Umschaltventil für die Hauptluftklappe so betätigen kann, daß die jeweils voreingestellte Solltemperatur aufrechterhalten wird. Mit Hilfe des von den Schaltmitteln des dritten Drehknopfes betätigten Unterdruck-Umschaltventils kann die Hauptluftklappe unabhängig von einer solchen automatischen Temperatursteuereinrichtung auch unmittelbar betätigt werden, um z. B. bei der Wahl des Defroster-Betriebes die gesamte erwärmte Luft an die Windschutzscheibe geben zu können.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuerung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art so weiterzubilden, daß in konstruktiv einfacher und funktionssicherer Weise die Steuerung bei einem Ausfall der automatischen Temperatursteuereinrichtung einen Notsteuerbetrieb ausführen kann, bei der die Klimaanlage wahlweise ihre maximale Kühl- oder Heizleistung abgibt.
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Bei einer Steuerung der genannten Art ist diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Die erfindungsgemäße Steuerung zeichnet sich dadurch aus, daß mit Hilfe der zwei miteinander in Reihe geschalteten Umschaltventile nach Maßgabe einer von Hand vorzunehmenden Betätigung dieser Umschaltventile die die Luftmischklappe betätigende Unterdruckservoeinrichtung unmittelbar, d. h. unter Umgehung der automatischen Temperatursteuereinrichtung, entweder mit der Unterdruckquelle oder aber der Atmosphäre zu verbinden ist. Die Unterdruckservoeinrichtung stellt daher die Luftmischklappe entweder in ihre eine Extremstellung für maximale Kühlung oder aber ihre andere Extremstellung für maximale Heizung ein. Die erfindungsgemäße Steuerung ermöglicht daher auch einen von der automatischen Temperatursteuereinrichtung unabhängigen Betrieb der Klimaanlage mit maximaler Kühl- oder Heizleistung, was wahlweise von Hand einzustellen ist.
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Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert. Im einzelnen zeigt
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Fig. 1 ein Schaltbild der erfindungsgemäßen Steuerung,
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Fig. 2 einen Schnitt eines in der Steuerung verwendeten Drei-Wege-Umschalt-Ventils,
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Fig. 3 eine vereinfachte Darstellung der Steuerung bei automatischer Temperaturregelung,
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Fig. 4 eine entsprechende Darstellung der Steuerung bei der Einstellung für größte Kühlleistung und
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Fig. 5 eine entsprechende Darstellung der Steuerung bei der Einstellung für größte Heizleistung.
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Bei einer in Fig. 1 bis 5 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der Steuerung ist an einer Unterdruckquelle 4 ein Doppelmagnet-Unterdruckventil 11 für die automatische Steuerung der Kühl- oder Heiztemperatur angeschlossen. Das Doppelmagnetventil 11 enthält zwei Magnetspulen a und b, ein die die Verbindung der Unterdruckquelle mit den anschließenden Teilen der Steuerung steuerndes Ventil a&min; und ein die Verbindung des Unterdruck-Steuerkreises mit der freien Atmosphäre steuerndes Ventil b&min;. Der Ausgang des Doppelmagnetventils 11 ist über ein erstes und ein zweites Drei-Wege- Umschaltventil 17 bzw. 19 mit einer Unterdruckservoeinrichtung 12 verbunden. Je nach der Unterdruckspeisung oder Belüftung der Unterdruckservoeinrichtung 12 verstellt diese über eine Verbindungsstange eine Luftmischklappe 13 für die proportionale Steuerung der Zufuhr von Kühl- oder Heizluft.
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Die gewünschte Temperatur ist über einen Schiebewiderstand 14 einstellbar. Zu diesem Zweck ist ein Gleitkontakt mittels eines Einstellgliedes 15 verschiebbar. Für die automatische Temperatursteuerung ist das Einstellglied über den in Fig. 1 gezeigten Bereich A bewegbar, während seine Verstellung bis in die Bereiche B und C der Einstellung der Klimaanlage auf größte Kühl- bzw. Heizleistung dient.
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Solange sich das Einstellglied 15 innerhalb des Bereichs A befindet, wird das Doppelmagnetventil 11 mit einem von der Einstellung des Schiebewiderstandes 14 abhängigen Signal gespeist, um die Betätigung der Unterdruckservoeinrichtung 12 über die beiden Ventile a&min; und b&min; zu steuern.
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Die Unterdruckquelle 4 ist über eine parallel zum Doppelmagnetventil 11 angeordnete Unterdruckleitung 32 mit dem ersten Umschaltventil 17 verbunden. Eine weitere Unterdruckleitung 31 verbindet dieses mit dem zweiten Umschaltventil 19, an welchem parallel zur Unterdruckleitung 31 eine Belüftungsleitung 33 angeschlossen ist. Das erste Umschaltventil 17 ist zum Umschalten zwischen der Unterdruckspeisung über das Doppelmagnetventil 11 oder die Unterdruckleitung 32 betätigbar, während das zweite Umschaltventil 19 die Verbindung der Unterdruckservoeinrichtung 12 mit der Unterdruckleitung 31 oder der Belüftungsleitung 33 steuert.
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Gegenüber dem ersten und dem zweiten Umschaltventil 17 bzw. 19 ist jeweils ein erstes bzw. zweites Schaltglied 16 bzw. 18 angeordnet.
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Bei einer Verschiebung in den Bereich B für die größte Kühlleistung greift das Einstellglied 15 am Schaltglied 16 an, um über dieses einen Schaltstößel des ersten Umschaltventils 17 einzudrücken. In der Stellung C für die größte Heizleistung greift das Einstellglied 15 am Schaltglied 18 an, um über dieses den Schaltstößel des zweiten Umschaltventils 19 zu betätigen.
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Während des Betriebs der Anlage mit automatischer Temperatursteuerung ist der Ausgang des Doppelmagnetventils 11 über das erste Umschaltventil 17, die Unterdruckleitung 31 und das zweite Umschaltventil 19 mit der Unterdruckservoeinrichtung 12 strömungsverbunden, wie es in Fig. 3 durch Pfeile dargestellt ist.
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Tritt eine Störung beispielsweise in den elektronischen Steuereinrichtungen der Klimaanlage auf, so ist die vorstehend beschriebene Verbindung unterbrochen, so daß die Unterdruckspeisung der Unterdruckservoeinrichtung 12 ausfällt. In diesem Falle verschiebt der Benutzer das Einstellglied 15 in die linke oder rechte Endstellung, so daß die Unterdruckservoeinrichtung 12 dann mit dem vollen Unterdruck gespeist bzw. vollständig belüftet ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der im wesentlichen gleichen Aufbau aufweisenden Drei-Wege-Umschaltventile 17, 19 ist in Fig. 2 dargestellt. Es hat ein Gehäuse 20 mit drei Anschlüssen 24, 25, 27, einen mit einem Ende aus dem Gehäuse 20 hervorstehenden und sich mit dem anderen Ende auf einer Feder 22 abstützenden Stößel 21 und ein an einer Blattfeder 28 angeordnetes Ventilglied 26 zum Absperren jeweils eines der beiden Anschlüsse 24 und 25. Die Blattfeder 28 ist an einem Ende mittels einer Schraube 29 im Gehäuse 20 befestigt. Das freie Ende der Blattfeder 28 ist über eine Kniefeder 23 mit einer seitlichen Fläche des Stößels 21 verbunden.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung belastet die Kniefeder 23 die Blattfeder 28 abwärts, um den Anschluß 25 abzusperren, wobei dann der Anschluß 24 mit dem Anschluß 27 strömungsverbunden ist. Wird der Stößel 21 entgegen der von der Feder 22 ausgeübten Belastung niedergedrückt, so springt die Kniefeder 23 und damit auch die Blattfeder 28 um, so daß nun der Anschluß 24 gesperrt und der Anschluß 25 offen und damit mit dem Anschluß 27 strömungsverbunden ist.
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Die verschiedenen Betriebsarten der Klimaanlage bzw. ihrer Steuerung sind in Fig. 3 bis 5 dargestellt. Fig. 3 zeigt die Klimaanlage bei automatischer Temperatursteuerung innerhalb des Bereichs A des Einstellgliedes 15.
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Je nach der Stellung des Einstellgliedes 15 innerhalb des Bereichs A steuert das Doppelmagnetventil 11 den von der Unterdruckquelle 4 gelieferten Unterdruck. Der Ausgang des Doppelmagnetventils 11 ist über die Anschlüsse 24 und 27 des ersten Umschaltventils 17, die Unterdruckleitung 31 und die Anschlüsse 24 und 27 des zweiten Umschaltventils 19 mit der Unterdruckservoeinrichtung 12 verbunden, wie es in Fig. 3 durch doppelt gezeichnete Leitwege und Pfeile angedeutet ist. Die Unterdruckspeisung der Unterdruckservoeinrichtung 12 wird somit über das Doppelmagnetventil 11 gesteuert.
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Fig. 4 zeigt den Zustand des Unterdruck-Steuerkreises bei Betätigung der Steuerung zum Einstellen der Klimaanlage auf größte Kühlleistung.
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Tritt in den elektronischen Steuereinrichtungen der Klimaanlage eine Störung auf, während das Fahrzeug bei hoher Außentemperatur betrieben wird, so kann der Fahrer das Einstellglied 15 in die in Fig. 1 gestrichelt gezeichnete linke Endstellung B verschieben. In dieser Stellung greift das Einstellglied 15 am Schaltglied 16 an, um über dieses den Stößel 21 des ersten Umschaltventils 17 einzudrücken. In diesem Zustand des ersten Umschaltventils 17 ist die Klimaanlage dann fest auf ihre größte Kühlleistung eingestellt.
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Die Unterdruckquelle 4 ist dabei über die Leitung 32, die Anschlüsse 25 und 27 des ersten Umschaltventils 17, die Unterdruckleitung 31 und das zweite Umschaltventil 19 mit der Unterdruckservoeinrichtung 12 verbunden, wie es in Fig. 4 durch doppelt gezeichnete Leitwege und zugeordnete Pfeile angedeutet ist. Die Unterdruckservoeinrichtung 12 wird daher mit dem vollen Unterdruck gespeist, so daß die Klimaanlage mit ihrer größten Kühlleistung arbeitet. Der Ausgang des Doppelmagnetventils 11 ist dabei innerhalb des ersten Umschaltventils 17 abgesperrt, so daß die Unterdruckservoeinrichtung 12 unabhängig vom Doppelmagnetventil 11 arbeitet.
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Fig. 5 zeigt den Zustand des Unterdruck-Steuerkreises bei Betätigung der Steuerung zum Einstellen der Klimaanlage auf ihre größte Heizleistung.
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Tritt beispielsweise während der Fahrt in kaltem Klima eine Störung in den elektronischen Steuereinrichtungen der Klimaanlage auf, so kann der Fahrer das Einstellglied 15 in die in Fig. 1 gestrichelt gezeichnete rechte Endstellung C verschieben. In dieser Stellung greift das Einstellglied 15 am Schaltglied 18 an, um über dieses den Stößel 21 des zweiten Umschaltventils 19 einzudrücken. In diesem Betätigungszustand des zweiten Umschaltventils 19 ist die Klimaanlage fest auf ihre größte Heizleistung eingestellt.
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In dem genannten Zustand ist der Anschluß 24 des zweiten Umschaltventils 19 abgesperrt, während nun der Anschluß 25 mit dem Anschluß 27 strömungsverbunden ist. Dadurch ist nun die Unterdruckservoeinrichtung 12 über die Anschlüsse 27 und 25 des zweiten Umschaltventils 19 mit der Belüftungsleitung 33 strömungsverbunden und somit nicht mit Unterdruck gespeist, so daß die Klimaanlage mit der größten Heizleistung arbeitet. Da der mit der Unterdruckleitung 31 verbundene Anschluß 24 des zweiten Umschaltventils 19 gesperrt ist, arbeitet die Unterdruckservoeinrichtung 12 unabhängig von der Unterdruckquelle 4 und dem Doppelmagnetventil 11.