DE3039227C2 - Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk und Anlage zu dessen Durchführung - Google Patents
Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk und Anlage zu dessen DurchführungInfo
- Publication number
- DE3039227C2 DE3039227C2 DE3039227A DE3039227A DE3039227C2 DE 3039227 C2 DE3039227 C2 DE 3039227C2 DE 3039227 A DE3039227 A DE 3039227A DE 3039227 A DE3039227 A DE 3039227A DE 3039227 C2 DE3039227 C2 DE 3039227C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- air
- condensate
- container
- steam
- injector
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000000694 effects Effects 0.000 title claims description 25
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 24
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 50
- 238000009833 condensation Methods 0.000 claims description 38
- 230000005494 condensation Effects 0.000 claims description 38
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 35
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 claims description 28
- 239000000110 cooling liquid Substances 0.000 claims description 26
- 239000002826 coolant Substances 0.000 claims description 20
- 238000012546 transfer Methods 0.000 claims description 20
- 238000002156 mixing Methods 0.000 claims description 12
- 238000013461 design Methods 0.000 claims description 10
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 claims description 8
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 claims description 8
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 4
- 238000005192 partition Methods 0.000 claims description 3
- 239000000498 cooling water Substances 0.000 description 10
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 5
- 230000007613 environmental effect Effects 0.000 description 3
- 230000002285 radioactive effect Effects 0.000 description 3
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 2
- 238000004891 communication Methods 0.000 description 2
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 description 2
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 2
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 2
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 2
- 238000003904 radioactive pollution Methods 0.000 description 2
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 230000029142 excretion Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 230000003389 potentiating effect Effects 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C9/00—Emergency protection arrangements structurally associated with the reactor, e.g. safety valves provided with pressure equalisation devices
- G21C9/004—Pressure suppression
- G21C9/012—Pressure suppression by thermal accumulation or by steam condensation, e.g. ice condensers
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E30/00—Energy generation of nuclear origin
- Y02E30/30—Nuclear fission reactors
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- High Energy & Nuclear Physics (AREA)
- Structure Of Emergency Protection For Nuclear Reactors (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen
in einem Atomkraftwerk nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und auf Anlagen zur Durchführung der
genannten Einschränkungsverfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2. Anlagen zur Einschränkung von
Betriebsstörungsauswirkungen in Atomkraftwerken, in denen als Wärmeträger Hochtemperatur-Wasser dient,
sind notwendig zum Umweltschutz vor der radioaktiven Verschmutzung, die durch Aussc-ömen und teilweisen
Verdampfung des Wärmeträgers beim Bruch oder Undichtwerden im luftabgedichttten Wärmeträgerkreislauf
der Reaktoranlage auftritt.
Bekannt ist ein Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen
im Atomkraftwerk, das in einer erzwungenen Kondensierung von Wasserdampf aus dem infolge des Ausströmens und teilweiser Verdampfung
des Wärmeträgers beim Bruch bzw. Undichtwerden im luftabgedichteten Wärmeträgerkreislauf der
Reaktoranlage entstehenden Dampf-Luft-Gemisch mit Hilfe des Durchwallens dieses Dampf-Luft-Gemisches
durch eine Wasserschicht und in der damit verbundenen Herabsetzung des in der luftabgedichteten Umhüllung
bei der Betriebsstörung ansteigenden Drucks besteht (siehe beispielsweise GB-PS 12 70 139).
Bekannt ist auch eine Anlage zur Durchführung des genannten Einschränkungsverfahrens, die eine luftabgedichtete
Umhüllung, in der die Reaktoranlage untergebracht ist. und mit jener in Verbindung stehende Vorrichtung
zur erzwungenen Kondensierung des Wasserdampfes aus dem infolge der Betriebsstörung entstehenden
Dampf-Luft-Gemisch einschließt.
Diese Kondensationsvorrichtung zur zwangsläufigen Kondensierung des Wasserdampfes stellt einen selbständigen,
/.um Teil mit Kühlwasser ausgefüllten Raum und ein Rohrleitungssystem dar. unter den das Dampf-Luft-Gemisch
aus der luftabgedichteten Umhüllung unter die Wasserschicht in dem genannten selbständigen
Raum geleitet wird, in dem während des Durchwallens
des Dampf-Luft-Gemiscbes durch diese Wasserschicht die Wasserdampfkondensation stattfindet, wodurch
auch der Druck in der luftabgedichteten Umhüllung begrenzt wird.
Beim Durchwallen des Dampf-Luft-Gemisches durch die Wasserschicht zwecks einer vollkommenen Kondensierung
des Wasserdampfes muß eine geringe Strömungsgeschwindigkeit in bezug auf das Kühlwasser gehalten
werden. In dieser Hinsicht müssen erhebliche Wasserflächen zur Verfügung stehen, um die infolge der
Betriebsstörung entstandene Wasserdampfmenge zu kondensieren, was eine Vergrößerung der Abmessungen
und Kosten der ganzen Anlage zur Einschränkung der Betriebsstörungsauswirkungen in einem Atomkraftwerk
mit sich bringt.
Bekannt ist ein Verfahren zur Einschränkung der Betriebsstörungsauswirkungen
im Atomkraftwerk, die mit dem Ausströmen und teilweiser Verdampfung des Wärmeträgers
beim Bruch oder Undichtwerden des luftabgedichteten Wärmeträgerkreislaufes in der Reaktoranlage
zusammenhängen, das in einer erzwungenen Kondensierung
des Wasserdampfes aus bei d^.r betreffenden
Betriebsstörung entstehendem Dampf-Luft-Gemisch und in der damit verbundenen Herabsetzung des bei der
Betriebsstörung in der luftabgedichteten, die Reaktoranlage umfassenden Umhüllung ansteigenden Drucks
besteht (siehe beispielsweise US-PS 34 59 635). Die Kondensation des Wasserdampfes verläuft gemäß dem
genannten Verfahren durch das Einspritzen einer Kühlflüssigkeit in das Dampf-Luft-Gemisch, was zu einer
Steigerung der Geschwindigkeit der Kondensierung des Wasserdampfes infolge der Vergrößerung der Relativgeschwindigkeit
des Dampf-Luft-Gemisches und der Kühlflüssigkeit führt
Bekannt ist auch eine Anlage zur Durchführung des betreffenden Verfahrens, die eine luftabgedichtete, die
Reaktoranlage umfassende Umhüllung und eine mit dieser in Verbindung stehende Vorrichtung zur erzwungenen
Kondensierung des Wasserdampfes aus dem bei der Betriebsstörung entstehenden Dampf-Luft-Gemisch
einschließt. Die genannte Kondensierungsvorrichtung zur zwangsläufigen Kondensation des Wasserdampfes
hat einen Behälter mit Kühlflüssigkeit, eine Vorrichtung zum Einspritzen der Kühlflüssigkeit und einen unabhängigen
Behälter, in den vermittels einer Pumpe das infolge der Betriebsstörung entstandene Dampf-Luft-Geinisch
hineingeleitet wird.
In diesem Fall iüt die Relativgeschwindigkeit des
Dampf-Luft-Gemisches und der Kühlflüssigkeit durch die Leistung der diese Kühlflüssigkeit fördernden Kühlflüssigkeitseinspritzvorrichtung
eingeschränkt. Daher bleibt die Kondensierungsschnelligkeit immer noch ungenügend
und erhebliche Abmessungen des unabhängigen Behälters müssen zur Verfügung stehen, damit eine
vollkommene Kondensierung der ganzen Menge des bei der Betriebsstörung entstandenen Wasserdampfes
durchgeführt werden kann.
Darüber hinaus hängt die Wirksamkeit des Umweltschutzes durch die betreffende Anlage zur Einschränkung
der Betriebsstörungsauswirkungen von der Zuverlässigkeit beim Ansprechen anderer Anlagen wie
Kühlflüssigkeitseinspritzung, Förderpumpe zum Zuführen des Dampf-Luft-Gemisches aus der luftabgedichteten
Umhüllung in den unabhängigen Behälter usw. ab.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Einschränkung von Bettiebsstörungsauswirkuugen
im Atomkraftwerk gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, daß
die Kondensiefüngsgeschwindigkeit des Wasserdampfes aus? dem bei der Betriebsstörung entstehenden
Dampf -Luft-Gemisch wesentlich gesteigert wird, und eine Anlage zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen
im Atomkraftwerk zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu entwickeln, bei der
die Abmessungen wesentlich verkleinert sind und die Zuverlässigkeit des Umweltschutzes vor den radioaktiven
Verschmutzungen erhöht ist, die der Betriebsstörung folgen.
Die gestellte Aufgabe wird bei dem Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im
Atomkraftwerk der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst
Die gestellte Aufgabe wird bei dem Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im
Atomkraftwerk zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens der eingangs genannten Art durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 2 gelöst
Wekere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die aufbaumäßige Ausführung d: r erfindungsgemäßen
Anlage zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk, in der das erfindungs-
gemäße Verfahren durchgeführt wird, ermöglicht eine Steigerung der Kondensierungsgeschwindigkeit bei der
Kondensation des Wasserdampfes, der infolge der Betriebsstörung entstanden ist, eine Erhöhung der Zuverlässigkeit
des Umweltschutzes vor den radioaktiven, infolge der Betriebsstörung auftretenden Verschmutzungen
und eine wesentliche Herabsetzung der Abmessungen und Kosten der Anlage.
Nachstehend wird die Erfindung durch Beschreibung konkreter Beispiele und anhand von Zeichnungen näher
erläutert; es zeigt
F i g. 1 die vorgeschlagene Anlage zur Einschränkung von Betriebssiörungsauswirkungen im Atomkraftwerk
im Längsschnitt,
F i g. 2 ein Ausführungsbeispiel der Anlage im Längsschnitt,
F i g. 2 ein Ausführungsbeispiel der Anlage im Längsschnitt,
F i g. 3 eine weitere Abänderung der Ausführung der das Verfahren realisierenden Anlage im Längsschnitt:
F i g. 4 eine Ansicht in Richtung A der F i g. 3;
F i g. 5 noch eine andere Ausführungsvarianie der Anlage im Längsschnitt;
F i g. 4 eine Ansicht in Richtung A der F i g. 3;
F i g. 5 noch eine andere Ausführungsvarianie der Anlage im Längsschnitt;
F i g. 6 einen Schnitt VI-Vl der F i g. 5.
Das Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk, die mit dem Ausströmen und teilweisen Verdampfen des Wärmeträgers beim Bruch oder Undichtwerden des luftabgedichteten Wärmeti'ägerkreislaufes in der Reaktoranlage zusammenhängen, besteht in einer erzwungenen Kondenderung des Wasserdampfes aus dem infolge der betreffenden Betriebsstörung entstehenden Dampf-Luft-Gemisch in einem Flüssigkeitsgleichstrom bei einer Oberschallgeschwindigkeit der relativen Strömung des Dampf-Luft-Gemisches und Flüssigkeit, die durch die Energie des infolge der Betriebsstörung entstandenen WasserdamiJes zustandekommt, und in einer damit verbundcnen Herabsetzung des bei der betreffenden Betriebsstörung ansteigenden Drucks in der luftabgedichteten Umhüllung.
Das Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk, die mit dem Ausströmen und teilweisen Verdampfen des Wärmeträgers beim Bruch oder Undichtwerden des luftabgedichteten Wärmeti'ägerkreislaufes in der Reaktoranlage zusammenhängen, besteht in einer erzwungenen Kondenderung des Wasserdampfes aus dem infolge der betreffenden Betriebsstörung entstehenden Dampf-Luft-Gemisch in einem Flüssigkeitsgleichstrom bei einer Oberschallgeschwindigkeit der relativen Strömung des Dampf-Luft-Gemisches und Flüssigkeit, die durch die Energie des infolge der Betriebsstörung entstandenen WasserdamiJes zustandekommt, und in einer damit verbundcnen Herabsetzung des bei der betreffenden Betriebsstörung ansteigenden Drucks in der luftabgedichteten Umhüllung.
Ein konkretes Beispiel der Durchführung des Vei fahrens
wird anhand der Anlage zur Einschränkung von Betriebsstörui.ssausv'irkungen beschrieben, in der in einer
luftabgedichteten Umhüllung die Atomreaktoranlage untergebracht ist.
Die Anlage zur Einschränkung von Betriebsstörungs-
auswirkungen im Atomkraftwerk, in der das Verfahren
durchgeführt wird, enthält eine luftabgedichtete Umhüllung 1 (Fig. 1), die die Reaktoranlage 2 umfaßt und
durch Rohre 3 und 4 mit einer Kondensationsvorrichtung 5 zur zwangsläufigen Kondensierung des bei der
Betriebsstörung entstehenden Wasserdampfes verbunden ist.
Die Reaktoranlage 2 der Mehrschleifenausführung schließt unterschiedliche Ausrüstungen ein, in denen infolge
einer Betriebsstörung ungünstige Verhältnisse auftreten. Zu den Ausrüstungen der Reaktoranlage 2
gehören ein Atomreaktor 6, ein luftabgedichteter Wärmeträgerkreislauf 7, bestehend aus Dampferzeugern 8,
Pumpen 9, Schiebern 10, wobei alle mit dem Atomreaktor
6 durch eine Rohrleitung It in Verbindung gesetzt sind.
Es sind lediglich die Ausrüstungen der Reaktoranlage 2 aufgezählt worden, die in den Zeichnungen wiedergegeben
sind.
Es versteht sich, daß die Reaktoranlage auch andere Ausrüstungen aufweisen kann, beispielsweise Ventilationsanlagen,
die in den Zeichnungen nicht mit abgebildet sind, da sie nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind.
Die Kondensationsvorrichtung 5 zur zwangsläufigen Kondensierung des Wasserdampfes enthält einen Injektor
12, Kühlflüssigkeitsbehälter 13 für die Kühlungsflüssigkeit 14, in diesem Fall für das Wasser 14, und Kondensatsammelbehälter
15. Der Injektor 12 besteht aus miteinander kommunizierenden Überschalldüse 16, Mischkammer
17 und Diffusor 18. Die Überschalldüse 16 des Injektors 12 steht über den vom Wasser 14 freien Innenraum
19 des Kühlflüssigkeitsbehälters 13 und das Rohr 3 mit dem Raum 20 der luftabgedichteten Umhüllung 1 in
Verbindung. Die Mischkammer 17 kommuniziert mit dem Wasser 14 des Kühlflüssigkeitsbehälters 13.
Der Diffusor io des injekiors 52 steht mit dem Κ,οη-densatsammelbehälter
15 über ein auf den vorgeschriebenen Druckwert berechnetes Sperrglied, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel eine Zerreißmembran 21, in Verbindung. Als Sperrglied können auch Ventile oder
Hydraulikverschlüsse ausgenutzt werden.
Zur Herstellung der Anlagenabmessungen wird der Kondensatsammelbehäher 15 mit dem Innenraum 20
der luftabgedichteten Umhüllung 1 durch das Rohr 4 mit in diesem eingebautem Rückschlagventil 22 zum
Abfluß des Kondensats aus dem Kondensatsammelbehälter 15 in die luftabgedichtete Umhüllung 1 verbunden.
Zur Sicherung eines stabilen Betriebes des Injektors 12 (Fig. 2) am Ende der Betriebsstörung, wenn die
Menge des aus der luftabgedichteten Umhüllung 1 tretenden Wasserdampfes infolge dessen Kondensation
abnimmt, wird in der luftabgedichteten Umhüllung 1 ein Dampf-Luftsichter 23 untergebracht. In diesem Falle
steht die Überschalldüse 16 des Injektors 12 mit dem Innenraum 20 der luftabgedichteten Umhüllung 1 über
den vom Wasser 14 freien Raum 19 des Kühlflüssigkeitsbehälters 13. das Rohr 3 und der. Dampf-Luftsichter
23 in Verbindung, wobei dessen dampfseitiger Austritt 24 mit dem Rohr 3 kommuniziert und die Luftdüse
25 im Bereich des Abflusses des Kondensats aus dem Kondensatsammelbehälter 15 in die luftabgedichtete
Umhüllung 1 angeordnet ist
In dieser Ausiührungsvarianic wird der Kühlflüssigkeitsbehälter
13 mit dem Innenraum 20 der luftabgedichteten Umhüllung 1 durch eine Rohrleitung 26 mit
Rückschlagventil 27 zusätzlich verbunden, wobei die Austrittsmündung der Rohrleitung 26 im Bereich des
Ausflusses des Kondensats aus dem Kondensatsammelbehälter 15 in die luftabgedichtete Umhüllung 1 gelegt
ist, was die Erhaltung einer kleineren Temperatur des Kondensats ermöglicht.
Bisher ist die Ausführung der Kondensationsvorrichtung zur erzwungenen Kondensierung des Wasserdampfes
aus dem infolge der Betriebsstörung entstandenen Dampf-Luft-Gemisch beschrieben, in der nur ein
Injektor zur Ausnutzung kommt. Jedoch kann zur Einschränkung der mit dem Undichtwerden in den Rohrleitungen
unterschiedlicher Durchmesser in der Reaktoranlage zusammenhängenden Betriebsstörungsauswirkungen
eine Mehrheit von Injektoren in der Zwangskondensicrungsvorrichtung
erforderlich werden.
In F i g. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Anlage dargestellt,
in der das Verfahren durchgeführt wird und in der ein Injektor 28. Kühlflüssigkeitsbehälter 29 mit dem
Wasser !4 und ein Koncl?nxatsammelbehälter 30 in einer
luftabgedichteten Umhüllung 31 untergebracht sind, in der die Reaktoranlage 2 mit einem Atomreaktor 32,
luftabgedichteten Wärmeträgerkreislauf 7 eingebaut ist, der mit Dampferzeugern 33, Pumpen 34 und Schiebern
35 ausgestattet ist, die alle über eine Rohrleitung 36 mit dem Atomreaktor 32 in Verbindung gesetzt sind. Diese
Ausführung der Anlage ist besonders kompakt.
In der betrachteten Ausführung dieser Anlage zur Einschränkung der mit dem Undichtwerden in der
Rohrleitung 36 der Reaktoranlage 2 zusammenhängen-
jo den Betriebsstörungsauswirkungen werden in der luftabgedichteten
Umhüllung 31 Dampf-Luftsichter 37 untergebracht, deren dampfseitiger Austritt 38 über den
vom Wasser 14 freien Raum 19 des Kühlflüssigkeitsbehälters 29 mit der Überschalldüse 16 der Injektoren 28
in Verbindung steht und die Luftdüsen 39 im Bereich des Kondensatabflusses aus dem Kondensatsammelbehälter
30 in die luftabgedichtete Umhüllung 31 liegen, d. h. in der Nähe des Rückschlagventils 40 zum Abfließen des
Kondensats aus dem Kondensatsammeibehälter 30 in die luftdichte Umhüllung 31, das in diesem Fall unmittelbar
in die Mantelwandung des Kondensatsammelbehälters 30 eingebaut ist.
Der Kühlflüssigkeitsbehälter 29 mit dem Kühlwasser 14 ist mit dem Innenraum 20 der luftabgedichteten Umhüllung
31 durch eine Rohrleitung 41 (F i g. 4) mit einem Rückschlagventil 42 zusätzlich verbunden, wobei die
Austrittsmündung der Rohrleitung 41 im Bereich des Abflusses des Kondensats aus dessen Behälter 30
(F i g. 3) in die luftabgedichtete Umhüllung 31 gelegt ist.
In Fig.5 ist eine Ausführungsvariante der Anlage
dargestellt, in der zur Herabsetzung des B^,riebsstörungseingriffsbereich.es
und Verkleinerung des Umfanges der der Betriebsstörung folgenden Arbeiten ein Kühlflüssigkeitsbehälter 43 mit dem Kühlwasser 14 luftabgedichtet
ausgeführt wird, während eine luftabgedichtete Umhüllung 44 durch einzelne Zwischenwände
45 (F i g. 6) in selbständige Boxen 46 eingeteilt ist wobei in jeder eins Schleife 47 der Reaktoranlage 2 liegt. Der
von der Kühlflüssigkeit 14 (Fig.5) freie Raum 19 de;
Kühlflüssigkeitsbehälters 43 ist über ein individuelles Rückschlagventil 48 mit dem Innenraum jeder selbständigen
Box 46 verbunden. Die Innenräume der Boxen 4i zusammen bilden den Gesamtinnenraum 20 der luftab
gedichteten Umhüllung 44.
b5 Die Überschalldüsen 49 von Injektoren 50 kommuni zieren mit dem Innenraum jeder selbständigen Box 4€
d. h. mit dem Innenraum 20 der luftabgedichteten Um hüliung 44 über den vom Kühlwasser 14 freien Raum 1!
und die Rückschlagventile 48. Das Kühlwasser 14 steht mit den Mischkammern 51 der Injektoren 50 in Verbindung.
Die Diffusoren 52 der Injektoren 50 sind mit einem Kondensatsammelbehälter 53 über ein Sperrglied
— die Zerreißrnembran 54 — gekoppelt. Der Kondensatsammelbehälter
53 steht mit dem Innenraum jeder selbständigen Box 46 und damit auch mit dem Gesamtinr/-araum
20 der luftabgedichteten Umhüllung 44 über individuelle Rückschlagventile 55 zum Abfluß des Kondensats
aus dem Kondensatsammelbehälter 53 in die luftabgedichtete Umhüllung 44 in Verbindung. Die
Rückschlagventile 55 werden an den in jede selbständige Box 46 einmündenden Enden der Rohrleitungen 56
eingebaut, deren andere Enden in den Kondensatsammelbehälter 53 hineinragen.
Hier ist ein Ausführungsbeispiel der Anlage beschrieben in deren selbständigen Boxen je eine Schleife der
Reaktoranlage untergebracht ist. Jedoch können je nach dem getroffener. Aufbau in jeder selbständigen
Box auch mehrere Schleifen der Reaktoranlage untergebracht werden
Die Arbeitsweise der Anlage zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk besteht
im folgenden.
Beim Bruch oder Undichtwerden des luftabgedichteten Wärmeträgerkreislaufes 7 (F i g. 1) der Reaktoranlage
2 kommt es zum Ausströmen des Wärmeträgers in die luftabgedichtete Umhüllung unter dessen nachfolgender
teilweiser Verdampfung wodurch dabei entstehende Dampf-Luft-Gemisch diese luftabgedichtete Umhüllung
1 ausfüllt und durch das Rohr 3 in die Kondensierungsvorrichtung 5 zur zwangsläufigen Kondensierung
des Wasserdampfes hineintritt. Bei dem vorgegebenen Druck zerreißt die Zerreißrnembram 21 und
durch die Überschalldüse 16 des Injektors 12 tritt das Dampf-Luft-Gemisch unter Verarbeitung eines gewissen
DruckgefäUes und dessen Beschleunigung in der Düse 16 in die Mischkammer 17 des Injektors 12 ein.
Der Zerreißdruck, bei dem die Zerreißmembran 21 zerreißt, wird so gewählt, daß in der Düse 16 eine Überschallstremung
des Dampf-Luft-Gemisches entsteht. In diesem Falle entsteht Druckdifferenz zwischen der
Mischkammer 17 und dem Kühlflüssigkeitsbehälter 13 mit dem Kühlwasser 14, unter deren Einwirkung die
Kühlflüssigkeit 14 in die Mischkammer 17 des Injektors 12 hineintritt. In der Mischkammer 17 kommt es zur
Kondensation des Wasserdampfes im Gleichstrom mit der Kühlflüssigkeit, wobei das Dampf-Luft-Gemisch relativ
zur Kühlflüssigkeit mit Überschallgeschwindigkeit strömt
Die Kondensierungsschnelligkeit des Wasserdampfes übertrifft dabei um mehrere Größenordnungen die in
einer beliebigen anderen Kondensationsvorrichtung, was eine Herabsetzung der Abmessungen der ganzen
Anlage zur Einschränkung der Betriebsstörungsauswirkungen bewirkt
Danach tritt das Kondensat in den Diffusor 18 des Injektors 12, in dem die kinetische Energie des Dampf-Luft-Gemisches
in die potentielle Druckenergie umgewandelt wird. Das entstandene Kondensat mit der mitgeführten
Luft gelangt in den Kondensstsammelbehälter. Ein Merkmal des Injektors 12 mit der Überschalldüse
16 besteht in der Möglichkeit, einen Druck an dessen Austritt zu erhalten, der den am Eintritt durch Ausnutzung
der Dampfenergie übertrifft. In diesem Zusammenhang wird die aus der luftabgedichteten Umhüllung
1 mitgeführte Luft in dem Kondensatsammelbehälter 15 unter einen Überdruck geraten, wodurch die Abmessungen
der Anlage zusätzlich herabgesetzt werden.
Die Abmessungen der Anlage zur Einschränkung der Betriebsstörungsauswirkungen können noch einmal zusätzlich
herabgesetzt werden, wenn der Kondensatsarnmelbehälter
15 durch die Rohrleitung 4 mit in dieser eingebautem Rückschlagventil 22 mit dem Innenraum
20 der luftabgedichteten Umhüllung 1 in Verbindung gebracht wird. In diesem Fall strömt die Luft und das
Kondensat aus dem Behälter 15 in die luftabgedichtete ίο Umhüllung 1 über, da der Druck im Kondensatsammelbehälter
15 den in der luftabgedichteten Umhüllung 1 übersteigt.
Am Ende der Betriebsstörungslage, wenn die Menge des Wasserdampfes infolge dessen Kondensat abzunehmen
beginnt, hat die in F i g. 2 dargestellte Anlage eine stabile Betriebsweise des Injektors 12.
Bei dieser Ausführung der Anlage tritt das Dampf-Luft-Gemisch in den Dampf-Luftsichter 23 hinein, aus
welchem der Wasserdampf nach dessen Sichtung über die Austrittsmündung 24 und das Rohr 3 in die Kondensationsvorrichtung
zur erzwungenen Kondensierung 5 gelangt. Die durchgesichtete Luft tritt in die luftabgedichtete
Umhüllung 1 hinein, da eine Unterdruckzone unmittelbar an der Luftdüse 25 infolge der zusätzlich
verlaufenden Wasserdampfkondensierung im Bereich des Abflusses des Kondensats entsteht.
Zwecks Erhaltung einer geringeren Kondensattemperatur im Bereich des Kondensatabflusses wird die
Kühlflüssigkeit 14 in die Abflußzone aus dem Kühlflüssigkeitsbehälter 13 durch die Rohrleitung 26 mit dem
Rückschlagventil 27 zugeführt, das infolge der auftretenden Druckdifferenz zwischen der Abflußzone des
Kondensats und dem Kühlflüssigkeitsbehälter 13 öffnet. Bei der aufbaumäßigen Ausführung der in F i g. 3 wie-J5
dergegebenen Anlage wird die Zwangskondensierungsvorrichtung 5 in der luftabgedichteten Umhüllung 31
untergebracht.
Bei einem Bruch oder Undichtwerden des iuftabgedichteten Wärmeträgerkreislaufs 7 der Reaktoranlage 2
erfolgt ein Ausströmen des Wärmeträgers in die luftabgedichtete Umhüllung 31 unter dessen nachfolgender
teilweiser Verdampfung, wodurch ein Dampf-Luft-Gemisch entsteht, das die luftabgedichtete Umhüllung 31
ausfüllt und über den vom Wasser 14 freien Raum 19 des Kühlflüssigkeitsbehälters 29 in den Injektor 28 hineintritt.
Beim Erreichen eines bestimmten Druckwerts zerreißt die Membran 21, und das Dampf-Luft-Gemisch
strömt unter Verarbeitung eines gewissen Wärmegefälles in der Überschalldüse 16 des Injektors 28 in die
Mischkammer 17 des Injektors 28 hinein. Infolge der entstandenen Druckdifferenz in vom Wasser 14 freien
Raum 19 und in der Mischkammer 17 des Injektors 28 tritt das Kühlwasser 14 in die Mischkammer 17 des Injektors
28 hinein, in der ja die Kondensierung des Wasserdampfes aus dem Dampf-Luft-Gemisch bei einer relativen
Überschallströmungsgeschwindigkeit des Dampf-Luft-Gemisches und Kühlwassers 14 stattfindet.
Über den Diffusor 18 des Injektors 28 fließt das Kondensat in den Kondensatsammelbehälter 30 herab, dessen
Inhalt bei der betreffenden aufbaumäßigen Ausführung der Einschränkungsanlage nur aus den Anlaßbedingungen
des Injektors 28 ermittelt wird.
Steigt der Druck im Kondensatsammelbehälter 30 über den in der luftabgedichteten Umhüllung 31, so öffnet
das Rückschlagventil 40, durch welches dann das Kondensat im Gemisch mit der Luft in die luftabgedichtete
Umhüllung 31 abfließt. Im betreffenden Beispiel wird auch eine Abscheidung der Luft aus dem Dampf-
Luft-Gemisch im Dampf-Luftsichter 37 zwecks Erhaltung eines stabilen Betriebes des Injektors 28 am Ende
der Betriebsstörungslage beim Absinken des Wasserdampfdurchsatzes vorgenommen. Das Dampf-Luft-Gemisch
tritt hierbei in den Dampf-Luftsichtcr 37 und aus diesem wird der Wasserdampf nach der Abscheidung
über die dampfseitige Austrittsmündung 38 in den von der Kühlflüssigkeit 14 freien Raum 19 eingeleitet, während
die schwerere Komponente Luft dank der Bildung einer Unterdruckzone am Austritt aus der Luftdüse 39
des Dampf-Luftsichters 37 in die luftabgedichtete Umhüllung 31 abgeführt wird. Die genannte Unterdruckzone
bildet sich infolge einer zusätzlichen Kondensierung des Wasserdampfes am Kondensatstrahl, der aus dem
Kondensatsammelbehälter 30 herausströmt. Zu einer zusätzlichen Abkühlung des aus dem Kondensatsammelbehälter
30 herausströmenden Kondensats wird der genannten Unterdruckzone die Kühlflüssigkeit 14 aus
dem Kühifiüssigkeiiibehäiier 23 durch die Rohrleitung
41 (Fig.4) mit in dieser eingebautem Rückschlagventil
42 zugegeben, das beim Erreichen der Druckdifferenz zwischen der Abflußzone des Kondensats am Behälter
30 und dem Kühlflüssigkeitsbehälter 29 öffnet.
Bei einer Mehrschleifenausführung der Kernreaktoranlage ist die in F i g. 5 und 6 gezeigte Anlage am zweckmäßigsten
anzuwenden. Da die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Betriebsstörung in allen Schleifen 47
des Kernreaktors 2 zugleich sehr gering ist, ist bei dieser aufbaumäßigen Ausführung die luftabgedichtete Umhüllung
44 durch einzelne Zwischenwände 45 in selbständige Boxen 46 eingeteilt. Beim Bruch oder Undichtwerden
in einer der Schleifen 47 der Kernreaktoranlage 2 tritt das Ausströmen unter nachfolgender teilweiser
Verdampfung des Wärmeträgers nur in einer selbständigen Box 46 auf. Durch das Rückschlagventil 48 und
den von der Kühlflüssigkeit 14 freien Raum 19 des Kühlflüssigkcitsbehälters
43 tritt das bei der Betriebsstörung gebildete Dampf-Luft-Gemisch in den Kühlflüssigkeitsbehälter
43 hinein. Beim vorgegebenen Druck zerreißt die Zerreißmembran 54, und das Dampf-Luft-Gemisch
gelangt unter dessen Beschleunigung in der Überschaildüse 49 des Injektors 50 in die Mischkammer 51, in die
infolge der entstehenden Druckdifferenz auch die Kühlflüssigkeit 14 eingesaugt wird. Das dabei entstehende
Kondensat wird durch den die kinetische Energie des Dampf-Luft-Gemisches in die potentiate Druckenergie
umwandelnden Diffusor 52 dem Kondensatsammelbehälter 53 zugeführt. Der Inhalt dieses Kondensatsammelbehälters
53 wird so klein wie möglich von der Anlaßbedingung des Injektors 50 ausgehend gewählt. Deshalb
steigt im Behälter 53 der Druck bei dessen Ausfüllung mit dem Kondensat an. Steigt der genannte Druck
über den in einer ohne Betriebsstörung arbeitenden selbständigen Box 46, so tritt das Kondensat über die
Rohrleitung 56 und das Rückschlagventil 55 in die selbständige Box 46 hinein. Diese aufbaumäßige Ausführung
ermöglicht die Einschränkung der Betriebsstörungszone und Herabsetzung des Umfanges der der Betriebsstörung
nachfolgenden Arbeiten.
Die passive Wirkungsweise der Einzelteile der AnIage
zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen, die keine Eingriffe der Bedienungspersonen und
keine Anwendung von Folgesystemen der Lage in der luftabgedichteten Umhüllung erfordert, bringt eine wesentliche
Erhöhung der Ansprechsicherheit der ganzen
Anlage und dadurch einen sicheren Schmz vor radioaktiven Verschmutzungen mit sich.
Das Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen am Atomkraftwerk, die mit einem
Bruch oder Un.üchtwerden des luftabgedichteten Wärmeträgerkreislaufes
in der Kernreaktoranlage zusammenhängen, und die Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens geben die Möglichkeit, ohne Einmischung
von Menschen die Folgen einer Betriebsstörung am Atomkraftwerk zu beseitigen. Eine große Zuverlässigkeit
beim Ansprechen der Anlage sichert eine hohe Wirksamkeit des Umweltschutzes vor den einer Betriebsstörung
folgenden radioaktiven Verschmutzungen.
Das sehr wirksame Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen ermöglicht eine mehr
als 3fache Herabsetzung der Abmessungen der Anlage im Vergleich mit den bekannten Anlagen.
Die erhöhte Zuverlässigkeit, Herabsetzung der Abmessungen der Anlage und Einfachheit der Ausführung
geben die Möglichkeit, die Investitionen beim Aufbau der Atomkraftwerke mit dem Wärmeträger unter
Druck herabzusetzen und die Anlage auch in den im Betrieb befindlichen Atomkraftwerken mit geringeren
Aufwendungen anzuwenden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen in einem Atomkraftwerk, welches
auf einem Bruch im oder einem Undichtwerden des geschlossenen Wärmeträgerkreislaufs in der Reaktoranlage
beruhen und eine teilweise Verdampfung und ein Ausströmen des als Wärmeträger dienenden
Hochtemperatur-Wassers zur Folge haben, wobei der Wasserdampf aus dem bei der Betriebsstörung
entstehenden Dampf-Luft-Gemisch kondensiert und dadurch der bei der Betriebsstörung
ansteigende Druck herabgesetzt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kondensation des Wasserdampfs in einem gleichgerichteten Kühlflüssigkeitsstrom
bei Oberschallgeschwindigkeit des Dampf-Luft-Gemischs relativ zur Kühlflüssigkeit
durchgeführt wird, die aus der Energie des bei der Betriebsstörung entstandenen Wasserdampfes erzeugt
wird.
2. Anlage zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer luftabgedichteten Umhüllung, in der die Reaktoranlage
untergebracht ist, und einer Einrichtung zur zwangsläufigen Kondensation des Wasserdampfes
aus dem bei der Betriebsstörung entstehenden Dampf-Luft-Gemisch, die mit der betreffenden Umhüllung
in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationseinrichtung (5) zur
zwangsläufigen Kondensation des Wasserdampfes
zumindest einen Injektor (12,28,50) enthält, der eine
mit dem Innenraum (2C) der :uftabgedichteten Umhüllung
(1) kommunizierende Überschalldüse (16, 49) aufweist, und einen Kühlflüssigkeitsbehälter (13,
29, 43) für die Kühlflüssigkeit (14), dessen von der Flüssigkeit freier Innenraum (19) mit dem Innenraum
(20) der luftabgedichteten Umhüllung (1) in Verbindung gesetzt ist, während der mit der Kühl- w
flüssigkeit (14) gefüllte Raum mit der Mischkammer (17, 51) des Injektors (12, 28, 50) kommunizierl, sowie
einen Kondensatbehälter (15, 30, 53) zum Ansammeln von Kondensat einschließt, der mit dem
Diffusor (18, 52) des Injektors (12, 28, 50) über ein auf einen vorgeschriebenen Druckwert berechnetes
Sperrglied in Verbindung steht.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensatbehaher (15, 30) mit dem
Innenraum (20) der luftabgedichteten Umhüllung (1, 31) über ein Rückschlagablaßventil (22, 40) zwecks
Ableitung des Dampfkondensats aus dem Kondensatbehälter (15, 30) in die luftabgedichtete Umhüllung
(1,31) in Verbindung gebracht ist.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Injektor (28, 50), Flüssigkeitsbehälter
(29, 43) für die Kühlflüssigkeit (14) und Kondensatbehälter (30,53) in der luftabgedichteten Umhüllung
(31,44) untergebracht sind, in der die Reaktoranlage (2) montiert ist.
5. Anlage nach Anspruch 3 oder 4. dadurch gekennzeichnet, daß in der luftabgedichteten Umhüllung
(I oder 31) zumindest ein Dampf- und Luftstronisichtcr
(23 oder 37) untergebracht wird, dessen dampfseitiger Austritt (24 oder 38) mit der Über- h5
schalldose (16) des Injektors (12 oder 28) kommuniziert und seine Luftdüsc (25 oder 39) im Bereich des
Kondensatabflusses aus dem Kondensatsammclbehälter
(15 oder 30) in die luftabgedichtete Umhüllung (1 oder 31) angeordnet ist.
6. Anlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlflüssigkeitsbehälter (13
bzw. 29) mit der Kühlflüssigkeit (14) mit dem Innenrauin
(20) der luftabgedichteten Umhüllung (1 bzw. 31) vermittels Rohrleitung (26 bzw. 41) mit Rückschlagventil
(27 bzw. 42) in zusätzliche Verbindung gesetzt ist, wobei die Austrittsmündung der Rohrleitung
(26 bzw. 41) im Bereich des Kondensatabflusses aus dem Kondensatsammelbehälter (15 bzw. 30) in
die luftabgedichtete Umhüllung (1 bzw. 31) liegt
7. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Mehrschleifenausführung der Reaktoranlage
(2) die luftabgedichtete Umhüllung (44) durch einzelne Zwischenwände (45) in unabhängige Boxen
(46) eingeteilt wird, wobei in jeder zumindest eine Schleife (47) der Reaktoranlage (2) untergebracht ist
während der Kühlflüssigkeitsbehälter (43) für die Kühlungsflüssigkeit (14) luftdicht ausgeführt ist und
dessen vor. der Kühlflüssigkeit (14) freier Innenraum (19) sowie der Kondensatsammelbehälter (53) mit
dem Innenraum jeder unabhängigen Box (46) vermittels individueller Rückschlagventile (48, 55) in
Verbindung stehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3039227A DE3039227C2 (de) | 1980-10-17 | 1980-10-17 | Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk und Anlage zu dessen Durchführung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3039227A DE3039227C2 (de) | 1980-10-17 | 1980-10-17 | Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk und Anlage zu dessen Durchführung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3039227A1 DE3039227A1 (de) | 1982-05-06 |
| DE3039227C2 true DE3039227C2 (de) | 1984-05-17 |
Family
ID=6114594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3039227A Expired DE3039227C2 (de) | 1980-10-17 | 1980-10-17 | Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk und Anlage zu dessen Durchführung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3039227C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4687626A (en) * | 1985-01-18 | 1987-08-18 | Tong Long S | Passive safety device for emergency steam dump and heat removal for steam generators in nuclear power reactors |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3459635A (en) * | 1966-12-29 | 1969-08-05 | Combustion Eng | Containment pressure reduction system and radioactivity removal system for nuclear reactor installations |
| US3713968A (en) * | 1968-10-03 | 1973-01-30 | Stone & Webster Eng Corp | Composite pressure supression containment structure for nuclear power reactors |
-
1980
- 1980-10-17 DE DE3039227A patent/DE3039227C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3039227A1 (de) | 1982-05-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT390318B (de) | Verfahren und vorrichtung zum entlueften von geschlossenen fluessigkeitsumlaufsystemen | |
| DE2457901A1 (de) | Sicherheitsvorrichtung zur ueberdruckbegrenzung im behaelter eines wassergekuehlten kernreaktors | |
| EP0269847A1 (de) | Kernkraftwerk mit einer Sicherheitshülle | |
| DE19754119A1 (de) | Dampfabscheider, Kernkraftwerk und Kesseleinrichtung | |
| DE1967230B1 (de) | Vorrichtung zum Trennen einer Gas-Fluessigkeits-Mischung | |
| DE102009031106A1 (de) | Verfahren zum Entgasen einer Flüssigkeit | |
| EP0338324A2 (de) | Kernkraftwerk mit einer Sicherheitshülle | |
| EP3265199B1 (de) | Vorrichtung zur entgasung einer flüssigkeit | |
| DE2525119B2 (de) | Vorrichtung zur kontrolle eines stoerfalls in kernkraftwerken | |
| DE2847862A1 (de) | Kuehleinrichtung zum kuehlen der atmosphaere im primaerschutzbehaelter eines kernreaktors | |
| DE2446090C3 (de) | Druckwasserreaktor | |
| DE2313230A1 (de) | Dichtungssystem | |
| DE3039227C2 (de) | Verfahren zur Einschränkung von Betriebsstörungsauswirkungen im Atomkraftwerk und Anlage zu dessen Durchführung | |
| DE68917207T2 (de) | Verdampfer mit einer Vorrichtung zur Kontrolle der Strömung von Festteilchen. | |
| DE1564985C3 (de) | Kernreaktoranlage | |
| DE2615492A1 (de) | Abblasorgan fuer ein reaktorsicherheitsventil | |
| DE2521269C3 (de) | Druckwasserreaktor | |
| DE112004002392B4 (de) | Verfahren zur Absorption eines Gases in einer Flüssigkeit sowie eine Vorrichtung dafür | |
| DE19712993A1 (de) | Apparat zum Aufwärmen und Entgasen von Wasser | |
| DE3824606C2 (de) | ||
| DE2417163C3 (de) | Kondensator für eine Dampfan-Wasser-Kondensation | |
| DE2203107A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur beschleunigung der kondensation des im schadensfall aus dem druckbehaelter eines wassergekuehlten kernreaktors austretenden dampfes | |
| DE19751171C1 (de) | Vorrichtung zur Kühlung inertisierter Störfallatmosphären und zur Abtrennung und Beseitigung von Wasserstoff | |
| DE69524158T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Trockenentgasung für eine Flüssigkeitsverteilungsanlage | |
| DE69203276T2 (de) | Druckwasserkernreaktor, der eine Einrichtung zur Entwässerung des Primärkreislaufs mit einem bestimmten Tiefstand mit einer Selbstsicherung aufweist. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |