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System zur fernsehmäßigen Abtastung von Filmen
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Stand der Technik Die Erfindung geht aus von einem System zur fernsehmäßigen
Abtastung von Filmen nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei ein-em solchen in
der IIauptanmeldung P 29 21 934 beschriebenen System hat es sich als nachteilig
verwiesen, daß beim Abtasten von Normalformat- bzw. Cinemascopefilmen nach der
525
Zeilen/60 Hz-Norm das wiedergegebene Fernsehbild bei normaler Speicheradressierung
waagerecht verlaufende Schnittkanten aufweist. Durch diese störenden Schnittkanten
wird das Fernsehbild in Bereiche unterteilt, die Informationen aus unterschiedlichen
Filmbildern enthält. Dabei ist es bereits von bisherigen Filmabtastern bekannt,
bei der Abtastung von Filmen mit Normalgeschwindigkeit (24 Bilder pro Sekunde) für
die 525 Zeilen/60 Hz-Norm die Filmbilder abwechelnd zweimal und dreimal abtzutasten
und als Halbbilder im Zwischenzeil'enverfahren wiederzugeben.
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Vorteile der Erfindung Das erfindungsgemäße System mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß bei der Abtastung von Normalformat
- bzw. Cinemascopefilmen nach der 525 Zeilen/60 Hz-Norm über einen Bildspeicher
Schnittkanten im wiedergegebenen Fernsehbild sicher vermieden werden.
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Zeichnung Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 ein Blockschaltbild der Bildspeichersteuerung des
Fernsehbildabtastsystems gemäß der Erfindung, Fig. 2 Speicherzeitdiagramme für das
Einschreiben und Auslesen der Filmbilder.
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In Fig. 1 ist der Teil des in der Hauptanmeldung P 29 21 934 dargestellten
Fernsehfilmabtastsystems
gezeichnet, welches sich auf die Sinschreibe-
und Auslese-Adresserzeugung des Bildspeichers 16 bezieht, wobei in Fig. 1 die gleichen
Bezugszeichen benutzt sind wie in der Fig. der Hauptanmeldung.
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Die in digitale SinL umgewandelten Videosignale des Filmabtasters
werden dem Bildspeicher IG Nugeführt und beim Auslesen des Bildspeichers 16 zur
Digital-Analog-Wandlung geleitet. Der Bildspeicher 16 besteht hierbei aus insgesamt
16 Speicherblöcken A bis H für den ersten Halbbildbereich und a bis h für den zweiten
Halbbildbereich. Die Speicherblöcke werden von der Einschreib-Adresserzeugung 26a
bei der Abspeicherung eines Filmbildes angesteuert und von der Auslese-Adresserzeugung
26b für die Wiedergabe des gespeicherten Filmbildes gemäß der 525 Zeilen/GO Hz-Norm
gesteuert. Die Adressansteuerung der 16 Speicherblöcke erfolgt mit Digitalsignalen
von N=19 Bit.
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Der Sinschreib-Adresserzeugung 26a werden die von der Zahnrolle abgeleiteten
Vertikalimpulse (Klemme 52) und die vom Capstam abgeleiteten filmabhängigen Horizontalimpulse
(Klemme 53) zugeführt. Der Auslese-Adresserzeugung 26b werden die vertikalfrequenten
(Klemme 55) und die horizontalfrequenten Studiosynchronsignale (Klemme 56) zugeführt.
Außerdem werden beiden Adress-Erzeugungen 26a und 26b eine Formatinformation (Klemme
57) zugeführt.
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Zur einwandfreien und Überschneidungen beim Einschreiben und Auslesen
vermeidenden Adresserzeugung ist eine Blocksequenzerzeugung 58 vorgesehen, welche
die hdresserzeugungen 26a und 26b mit jeweils 7 Bit-Worten ansteuert. Der Blocksequenzerzeugung
58 werden ebenfalls die von der Zahnrolle abgeleiteten Vertikalimpulse (Klemme 52)
und die Formatlnfornation (Klemme 57) als
auch die vertikalfrequenten
Studiosynchronsignale (Klemme 55) zugeführt. Außerdem werden der Blocksequenz erz
eugung 58 Impulse für die Vorwärts/Rückwärts-Information (Klemme 59), Impulse (6Hz)
zur Bildung der sich-beispielsweise alle 4 Filmbilderwiederholenden Gruppen der
Speicherblockreihen folge (Klemme 60) und Impulse für die Filmgeschwindigkeitsinformatiom
(Klemme 61) zugeleitet.
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Die erfindungsgemäße Betriebsweise des Eimschreibens und Auslesens
des Bildspeichers 16 bei der Abtastung von Filmen nach der 525 Zeilen/GO Hz-Norm
soll nunmehr anhand der Fig. 2 näher- erläutert werden.
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In Fig. 2a sind in Zeile I der Einschreibvorgang von fünf aufeinanderfolgenden
Filmbildern BB1 bis FB5 eines Normalformatfilmes in die Speicherblöcke A bis H und
a bis h und in Zeile II der Auslesevorgang aus diesen Speicherblöcken des Speichers
16 dargestellt.
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Das erste Filmbild FB 1 wird danach in die Speicherblöcke A bis G
und a bis g zeilenalternierend eingeschrieben, jeweils 36 Zeilen des Filmbild ungeradzahlig
in die Blöcke A bis G und geradzahlig in die Blöcke a bis g. Somit werden in den
Block A die Zeilen 1, 3, 5 ...71, in den Block a die Zeilen 2, 4, 6... 72, in den
Block B die Zeilen 73, 75, 77... 107, in den Block b die Zeilen 74, 76, 78... 108
usw. eingeschrieben.
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Der Auslesevorgang gemäß Zeile II erfolgt im Zwischenzeilenverfahren
nach der 525 Zeilen/60 Hz-Norm. Zunächst werden alle Blöcke A bis G des ungeradzahliger1
llalbbildes ausgelesen, danach alle Blöcke a bis g des geradzahligen Halbbildes,
und danach nochmals die Blöcke A bis G des ungeradzahlien Italbbildes. Der Beginn
des Auslesevorgangs
ist dabei so gewählt, daß das Ende des Auslesevorgangs
des letzten Speicherblocks nicht vor dem Ende des Einschreibevorgangs in den letzten
Speicherblock liegt.
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Das zweite Filmbild FB2 wird wegen des gleichzeitig noch laufenden
Auslesevorgangs des ersten Filmbild FB1 in die Speicherblöcke mit völlig anderer
Reihenfolge, nämlich H, a, d, A, B, F, G für die ungeradzahligen Zeilen und h, b,
e, c, C, E, g für die geradzahligen Zeilen eingeschrieben. Der Auslesevorgang gemäß
Zeile II erfolgt natürlich in der gleichen Block-Reihenfolge, wobei zunächst das
geradzahlige Halbbild h, b, e, c, G, E, g und danach das ungeradzahlige Halbbild
H, a, d, A, B, F, G ausgelesen werden. Gemäß der 525 Zeilen/GO Hz-Norm werden somit
bei Normalgeschwindigkeit des Films (24 Bilder pro Sekunde) abwechselnd drei und
zwei Halbbilder eines Filmbildes wiedergegeben.
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Das dritte und vierte Filmbild FB3 und FB4 werden in die Speicherblöcke
wiederum in geänderter Reihenfolge eingeschrieben und in entsprechender Weise auszelesea1.
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Das fünfte Filmbild FB5 schließlich wird in die dem Filmbild 1 entsprechende
Reihenfolge der Speicherblöcke A bis G und a bis g eingeschrieben und ausgelesen,
das sechste Filmbild in die dem Filmbild 2 entsprechende Reihenfolge der Speicherblöcke
usw.
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Somit wiederholt sich die Speicherblockreihenfolge alle vier Filmbilder.
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In Fig. 2a sind in Zeile III der Einschreibvorgang von fünf aufeinanderfolgenden
Filmbildern FB1 bis FB5 eines Cinemascopefilmes in die Speicherblöcke A bis H und
a bis h und in Zeile IV der Auslesevorrang aus diesen Sneicherblöcken des Speichers
16 dargestellt.
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Wie man leicht erkennen kann, wird jeweils ein Filmbild wegen der
verringerten Zeilenzahl bei Cinemascopefilm-Wiedergabe in nur zwe P l funf Speicherblöcke,
z. B.
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FB1 in die Blöcke A bis E und a bis e, eingeschrieben.
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Demzufolge ist auch eine gegenüber der Normalformat-Filmspeicherung
geänderte Reihenfolge der Speicherblöcke zweckmäßig. Aber auch hierbei wiederholt
sich die Reihenfolge der Speicherblöcke nach jedem vierten Filmbild. Die größeren
Zwischenräume zwischen den Halbbildern bei der Auslese gemäß Zeile IV ist auf die
verringerte Zeilenzahl bei der Cinemascopefilm-Wiedergabe zuruckzufiihren. Sie stellen
im wiedergegebenen Bild am oberen und unteren Bildrand Ue einen dunklen Streifen
dar.
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In Fig. 2b sind in Zeile I der Einschreibvorgang von vier aufeinanderfolgenden
Filmbildern FB1 bis FB4 eines Normalformatfilmes bei einer Geschwindigkeit von 18
Bildern pro Sekunde im Rückwärtslauf und in Zeile II der Auslesevorgang aus diesen
Speicherbljcke.n des Speichers 16 dargestellt.
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Die Filmbilder FB1 bis FB 4 werden dabei jeweils als Halbbild in je
sieben Blöcke nacheinander eingeschrieben, wobei die Reihenfolge der Blöcke gemäß
dem Rückwärtslauf normalerweise von G bis A bzw.
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von g bis a ist. Da beim Beginn des Einschreibvorganges des dritten
Filmbildes FB3 der entsprechende Auslesevorgang des ersten Filmbildes FB1 mit der
Reihenfolge A bis G noch nicht beendet ist, kann dieses Filmbild nicht in den Speicher
der Reihenfolge G bis A, sondern nur in der umgekehrten Reihenfolge A bis G eingeschrieben
werden, da sich sonst tberschneitRungen beim Einschreiben und Auslesen ergeben würden.
Entsprechendes gilt auch für das vierte Filmbild FB4. Der Auslesevorgang eines Filmbildes
aus den entsprechenden Speicherblöcken erfolgt dabei so oft vollständig, bis das
nachste
Filmbild in die nachfolgenden Speicherblöcke eingeschrieben
ist, um Schnittkanten im wiedergegebenen Fernsehbild zu vermeiden.
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Da jedes Filmbild nur als Halbbild abgespeichert wird, wird die fehlende
Zwischenzeile des fehlenden Halbbildes nach der Fernsehnorm durch Interpolation
zweier benachbarter Halbbildzeilen - wie bereits in der Hauptanmeldung beschrieben
- erzeugt.
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In Fig. 2b sind in Zeile III der Einschreibvorgang von fünf aufeinanderfolgenden
Filmbildern FE1 bis FR5 eines Normalformatfilmes bei einer Geschwindigkeit von 24
Bildern pro Sekunde im Rückwärtslauf und in Zeile IV der Auslesevorgang aus diesen
Speicherblöcken des Speichers 16 dargestellt.
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Der Einschreib- und Auslesevorgang erfolgen dabei in entsprechender
'weise wie diese Vorgänge gemäß Zeilen I und II von Fig. 2b.
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Schließlich sind in Fig. 2b in Zeile V der Einschreibvorgang neun
aufeinanderfolgender Filmbilder FB1 bis FB9 eines Normalfornatfilmes bei einer Geschwindigkeit
von 48 Bildern pro Sekunde im Riickwartsl.luf und in Zeile VI der Auslesevorgang
aus diesen Speicherblöcken des Speichers 16 dargestellt. Auch hierbei gilt für das
E.nschreiben und Auslesen entsprechendes wie fiir die Zeilen I und II der Fig. 2b.