DE3037718C2 - - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C9/00—After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
- D21C9/10—Bleaching ; Apparatus therefor
- D21C9/1057—Multistage, with compounds cited in more than one sub-group D21C9/10, D21C9/12, D21C9/16
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Paper (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bleichen von Bagasse
pulpe, die dabei a) in einer ersten Stufe durch Chlorieren
und/oder Behandeln mit Chlordioxid oder Wasserstoffperoxid, b)
in einer zweiten Stufe durch alkalisches Extrahieren und c) in
einer dritten Stufe durch Behandeln mit einem Hypochlorit
und/oder Chlordioxid und/oder Wasserstoffperoxid gebleicht wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist zur Herstellung von Pulpe und
Papier anwendbar und ermöglicht insbesondere die Herstellung von
verschiedenen Papiersorten.
Verfahren zum Bleichen von Pulpe sind bekannt. (The obtain
ment of wood sulphate pulp bleached with alkali-oxygen,
N. Hartler, H. Norrstrom & S. Rydin. Svensk Papperstidning;
arg. 73 Contribution to problems of delignification of wood
sulphate pulp with oxygen, N. Gadjos, Papir a Celulosa c. 3 1973;
Developments of bleaching with oxygen, I. Croon & D.H. Andrews
Tappi V. 54, No. 11, 1971).
Gemäß der letztgenannten Druckschrift ist versucht worden,
Sauerstoff zum Bleichen von chemischer Holzpulpe einzu
setzen und an diesen Verfahrensschritt weitere Bleich
stufen anzuschließen, wobei verschiedene Stufenfolgen
eingehalten wurden. Die Bereiche, in denen sich die Ver
fahrensbedingungen dabei bewegen, unterscheiden sich von
der vorliegenden Erfindung zum Beispiel darin, daß beim
erfindungsgemäßen Verfahren mit einer geringeren Konsistenz
und einem höheren Prozentsatz an Magnesiumcarbonat gear
beitet wird. Es wurde festgestellt, daß eine hochwertige
chemische Holzpulpe erhalten werden kann, wenn die Ver
fahrensmerkmale der Behandlung mit Sauerstoff entsprechend
gewählt werden. Außerdem ist versucht worden, die Umwelt
belastung und die Verfahrenskosten zu vermindern.
Die Technologie des Bleichens des Unternehmens
"Cellulose de Aquitaine" (Pulp and Paper International March,
1975) wurde dadurch modifiziert, daß zusätzlich eine
Sauerstoffbehandlung in einem alkalischen Medium erfolgte.
Dadurch ergaben sich folgende Vorteile:
a)70%ige Abnahme der Färbung der Bleichabwässer,
b)50%ige Abnahme von BOD₅,
c)Verbesserung der Helligkeitsstabilität,
d)Möglichkeit des Bleichens von Pulpen mit größeren
Werten der anfänglichen Kappa-Zahl,
e)45% Abnahme der erforderlichen Chemikalienmengen,
insbesondere der Chlormenge.
Bei diesem bekannten Verfahren wird Pulpa aus Hartholz
eingesetzt, dessen morphologische Merkmale jenen von
Bagasse ähnlich sind.
Das Verfahren zum Bleichen von chemischer Holzpulpe unter
Einsatz von Sauerstoff erfordert härtere Bedingungen als
sie zum Bleichen von Bagassepulpe nötig sind, da im
ersteren Fall mehr als vier Bleichstufen durchlaufen
werden, welche die Kosten des Verfahrens und die Umwelt
belastung erhöhen. Im Fall von Bagasse hat sich über
raschenderweise gezeigt, daß vier Bleichstufen ausreichen,
um einen genügenden Bleichungsgrad zu erreichen.
Aus "Tappi", 54 (1971), Heft 6, S. 962 bis 967 war ein Verfahren
zur kontinuierlichen Sauerstoffbleiche von Zellstoff-Pulpe
aus Holz, wie Kiefernholz, Eukalyptusholz oder Holz der austra
lichen Akazie, bekannt.
In zahlreichen Versuchen wurde jedoch festgestellt, daß beim
Bleichen mit Sauerstoff im alkalischen Medium trotz des Ein
satzes von Inhibitoren sowohl die Viskosität, als auch die Aus
beute der Pulpen in der Sauerstoffbehandlungsstufe deutlich ab
nehmen, was selbstverständlich unerwünscht ist.
Diese Literaturstelle gibt nicht nur keinerlei Hinweis auf
eine Sauerstoffbehandlung von Bagasse-Pulpe, sondern dürfte
darüber hinaus die Befürchtung nahelegen, daß im Fall einer
Bagasse-Pulpe ein solcher Zelluloseabbau in besonders hohem Maße
zu erwarten sei, weil der Rohstoff Bagasse aus äußerst kurzen
Fasern von durchschnittlich 1,2 mm Länge besteht. Die Struktur
der Bagasse ist nicht wie die der Weichhölzer röhrenförmig, son
dern aus beliebig gestalteten Gefäßen und Fasern aufgebaut. Diese
morphologische Besonderheit bewirkt eine außergewöhnliche
Reaktivität des Materials, beispielsweise gegenüber einem die
Zellulose abbauenden Reaktanten. Es war daher seit langem be
kannt, daß nach üblichen Verfahren behandelte Bagasse-Pulpen
schlechtere Eigenschaften als Holz-Pulpen aufweisen.
Das Buch "Pulp and Paper", Band I, 3. Auflage, 1980, S. 545
bis 548, James P. Casey, befaßt sich mit dem Bleichen von Bagasse
pulpen mit Hilfe einer Sequenz von Bleichstufen, die als
CEH-Sequenz und CEHD-Sequenz beschrieben sind. Bei den dort be
schriebenen Verfahren werden zum Bleichen hohe Mengen an Reagen
zien, speziell an elementarem Chlor, Hypochlorit und Chlordioxid
eingesetzt, die einerseits zu einem hohen Abbau der Bagasse-
Pulpe und andererseits zu außerordentlichen Schwierigkeiten im
Hinblick auf die damit verbundene Umweltverschmutzung führen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein wirk
sames Verfahren zum Bleichen von Bagasse-Pulpe zur Verfügung zu
stellen, bei dem der Abbau der Bagasse weitgehend vermieden
wird, das bei niederer Konsistenz der Pulpe und daher im homo
genen Medium durchgeführt werden kann und bei dem ein hoher
Anteil der sonst erforderlichen Reagenzien eingespart wird.
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zum Bleichen
von Bagassepulpe, die dabei a) in einer ersten Stufe durch Chlo
rieren und/oder Behandeln mit Chlordioxid oder Wasserstoff
peroxid, b) in einer zweiten Stufe durch alkalisches Extra
hieren und c) in einer dritten Stufe durch Behandeln mit einem
Hypochlorit und/oder Chlordioxid und/oder Wasserstoffperoxid
gebleicht wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß vor der Stufe
a) die Bagassepulpe d) mit einer Säure vorbehandelt und dann
e) bei einer Konsistenz von 10 bis 20% mit Sauerstoff unter
einem Druck von 4 bis 10 bar in Gegenwart von sowohl Natrium
hydroxid oder eines anderen Alkalimetallhydroxids in einer Kon
zentration von 1,2 bis 6,8%, bezogen auf die trockenen Fasern,
als auch eines Magnesiumsalzes in einer Konzentration von 0,5
bis 3%, bezogen auf die trockene Pulpe, bei einer Temperatur
von 105 bis 125°C während einer Zeit von 30 bis 90 min umge
setzt wird.
Wesentlich für das erfindungsgemäße Verfahren sind die Stufe d)
und die Bedingungen in der Sauerstoff-Behandlungsstufe e), durch
die gewährleistet wird, daß der unerwünschte Abbau der Bagasse
weitgehend unterdrückt wird.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in
der Chlorierungsstufe das Chlor vorzugsweise in einer Menge von
1 bis 3%, bezogen auf die trockene Pulpe, eingesetzt und eine
Chlorierungszeit von 30 bis 60 min eingehalten.
Bei der alkalischen Extraktion wird bevorzugt, das Natrium
hydroxid in einer Menge von 0,5 bis 3%, bezogen auf die
trockene Pulpe, anzuwenden und eine Verweilzeit von 30 bis 90
min einzustellen.
In der Stufe der Hypochlorierung wird vorzugsweise das Chlor in
einer Menge von 0,4 bis 1,6%, bezogen auf die trockene Pulpe,
eingesetzt und ein pH-Wert von 10 bis 12 und eine Verweilerzeit
von 90 bis 180 min eingestellt.
Bei Verwendung von Chlordioxid wird dieses in der ersten Stufe
bevorzugt in einer Menge von 0,2 bis 1% und in den weiteren
Stufen in einer Menge von 0,2 bis 0,8% eingesetzt.
In der Stufe der Wasserstoffperoxid-Behandlung wird vorzugsweise
Wasserstoffperoxid in einer Menge von 0,2 bis 1,2%, einge
setzt und in dieser Stufe ein pH-Wert von 9 bis 11 eingestellt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren zum Bleichen von Bagasse-
Pulpe werden die nachstehenden außerordentlichen Vorteile er
zielt:
- a) Das Verfahren kann bei relativ niedrigen Temperaturen durch geführt werden und spart daher Energie.
- b) Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Konsistenz der behandelten Pulpe wesentlich gegenüber dem Stand der Technik herabgesetzt werden, d. h. um etwa 60%. Daraus ergibt sich eine leichtere Handhabbarkeit der Pulpe in der Bleichvorrichtung und den entsprechenden Hilfsvorrichtungen, wie Pumpen und Ventilen. Auch entfallen speziell konstruierte und daher kostspielige Reaktoren, weil bei der erfindungsgemäß behandelten Pulpe die Explosions- und Brandgefahr wesentlich herabgesetzt ist, was bei Einsatz von elementarem Sauerstoff besonders wichtig ist. Weiterhin garantiert eine niedrige Konsistenz ein homogenes Bleichen und vermeidet unerwünschte Schwankungen im Bleicher gebnis.
- c) Durch den Einsatz von elementarem Sauerstoff werden beim be anspruchten Verfahren im Vergleich zu bekannten Verfahren bis zu 50% Chlor eingespart. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet daher eine Lösung für das größte Problem, d. h. die Umweltbelastung im Bereich des Pulpe- Bleichens. Das Verfahren vermindert deutlich den Bedarf an bio logischem Sauerstoff. Dieser Vorteil steht in enger Beziehung mit der Verminderung der Kappa-Zahl (40 bis 60%) während der Stufe der Behandlung mit Sauerstoff im alkalischen Medium. Da raus ergibt sich die für die Praxis wesentliche Vereinfachung bei der Abwasserbehandlung.
- d) Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht den Einsatz von Pulpen mit einer höheren Kappa-Zahl als dies bei bekannten Ver fahren möglich ist. Die Möglichkeit des Einsatzes von Pulpen mit hoher Kappa-Zahl ist deshalb günstig, weil die Blechabwässer dann weniger belastet, weniger gefärbt sind und daher eine geringere Gefahr für die Umwelt darstellen.
- e) Die erfindungsgemäß behandelte Pulpe weist eine verbesserte Stabilität des Weißgrades auf.
Charakteristische Merkmale von erfindungsgemäß gebleichter
Bagassepulpe sind folgende: Helligkeit 85 bis 90 Elrepho-
Einheiten, Viskosität 22×10-3 bis 28×10-3 Pa · s,
Reiß-Faktor über 55, niedriger Wert für BOD und QOD in
Restflüssigkeiten.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch das nachfolgende Bei
spiel erläutert.
Ungebleichte Pulpe wird vor dem Bleichen einer sauren
Vorbehandlung unterworfen. Die Bedingungen für die Vor
behandlung sind wie folgt:
Schwefelsäure:0,5 bis 2% (bez. Trockenmasse)
Temperatur:Umgebung
Zeit:5 bis 30 Minuten
Konsistenz:3 bis 10%.
Nach Vervollständigung dieser Behandlung wird die Pulpe
gewaschen, zentrifugiert und homogenisiert.
Die Reaktionsflüssigkeit wird aus behandeltem Wasser,
einem Alkalimetallhydroxid und einem Magnesiumsalz mit
folgenden Mengen hergestellt:
Hydroxid:1,2 bis 6,8%
Magnesiumsalz:0,5 bis 3%
Behandeltes Wasser:Erforderliche Menge, um eine
Konsistenz von 10 bis 20% bei
der Behandlung zu erreichen.
Die Reaktionsflüssigkeit und die Pulpe werden auf 80 bis
90°C erhitzt und homogen gemischt. Anschließend wird das
Gemisch in einen Digestor gegeben, in dem die Temperatur
90 bis 120°C beträgt. Sauerstoff wird bis zu einem Druck
von etwa 4 bis 10 bar eingeblasen. Die Temperatur
wird auf 105 bis 125°C erhöht. In beiden Fällen dauert
die Änderung der Verfahrensgröße nicht mehr als 5 Minuten.
Die Suspension wird 30 bis 90 Minuten im Digestor gehalten.
Dann findet das Blasen statt, und die Pulpe wird gewaschen
und verdünnt.
Die Behandlung mit Chlor erfogt dadurch, daß man rasch
und homogen die Pulpe mit Chlor (1 bis 3%, bezogen auf
trockene Pulpe) mischt. Die erhaltene Suspension wird
30 bis 60 Minuten im Reaktionsgefäß gehalten. An
schließend wird die Pulpe gewaschen und eingedickt.
Für diese Stufe wird eine Reaktionsflüssigkeit aus folgen
den Komponenten hergestellt:
Hydroxid:0,5 bis 3%
Behandeltes Wasser:Nötige Menge, um eine Konsistenz
von 10% zu erhalten.
Die Pulpe und die Reaktionsflüssigkeit werden auf 50 bis
70°C vorerhitzt und gemischt. Die erhaltene Suspension
wird 0,5 bis 1,5 Stunden im Reaktionsbehälter gehalten.
Schließlich wird die Pulpe gut gewaschen, um die Hypo
chlorierung oder die Behandlung mit Chlordioxid anzu
schließen.
Die Pulpe aus der alkalischen Extraktion einer vorher
gehenden Hypochlorierung oder Behandlung mit Chlordioxid
wird auf 70 bis 80°C vorerhitzt.
Es wird eine Reaktionsflüssigkeit aus folgenden Komponenten
hergestellt:
Chlordioxid:0,2 bis 0,8% (bez. Trockenmasse)
Hydroxid:0,1 bis 0,4% (bez. Trockenmasse)
Behandeltes Wasser:Nötige Menge, um eine Konsistenz
von 12% zu erhalten.
Die Behandlungszeit beträgt 2 bis 3 Stunden. Anschließend
wird die gebleichte Pulpe gewaschen und einer Behandlung
mit Schwefeldioxid zugeführt, wenn sich die Pulpe in der
Endstufe befindet. Für diese letztgenannte Behandlung
gelten folgende Werte:
Schwefeldioxid:1 bis 2%
Konsistenz:5 bis 10%
Zeit:5 bis 10 Minuten
Die Pulpe aus der alkalischen Extraktion von einer vorher
gehenden Behandlung mit Chlordioxid oder einer Hypochlorie
rung wird auf 35 bis 40°C erwärmt und dann mit der Reak
tionflüssigkeit bei dieser Temperatur gemischt. Die
Reaktionsflüssigkeit wird aus einer großen Menge Wasser
und einer Natrium- oder Calciumhypochloritlösung her
gestellt, wobei folgende Werte erreicht werden:
Hypochlorit:0,4 bis 1,6% (bez. Trockenmasse)
Konsistenz:12%
Der pH-Wert wird auf 10 bis 12 eingestellt. Die Verweil
zeit beträgt 90 bis 180 Minuten. Am Ende wird die Pulpe
gewaschen und mit Schwefeldioxid behandelt. Falls es die
letzte Stufe ist, muß diese Behandlung gemäß den Bedingungen
erfolgen, die bei der Behandlung mit Chlordioxid angegeben
sind.
In dieser Stufe wird eine Reaktionsflüssigkeit aus behan
deltem Wasser, Natriumhydroxid oder Schwefelsäure ent
sprechend der Art des eingesetzten Peroxids, Natrium
silikat, Magnesiumsalz und Peroxid unter Einhaltung
folgender Bedingungen hergestellt:
Peroxid:0,2 bis 1,2%
Natriumsilicat:0,1 bis 1%
Magnesiumsalze:0,04 bis 0,08%
pH-Wert:9,0 bis 11
Konsistenz:10 bis 18%
Temperatur:60 bis 70°C
Zeit:50 bis 180 Minuten.
Die Ergebnisse der vorstehenden Pulpebehandlung sind in
der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt.
Die Tabelle ermöglicht einen Vergleich zwischen dem erfin
dungsgemäßen Verfahren und einem üblichen Bleichverfahren.
Es ergibt sich, daß die Qualität der Pulpe, die erfindungs
gemäß durch die Stufenfolge O/ACED (O/A = Oxidation im
alkalischen Medium) erhalten worden ist, so gut ist wie
die Qualität der mit einer üblichen Stufenfolge CEHD
gebleichten Pulpe. Jedoch ergibt sich im ersteren Fall
eine wesentliche Ersparnis bei den zuzusetzenden
Chemikalien.
Claims (2)
1. Verfahren zum Bleichen von Bagassepulpe, die dabei
- a) in einer ersten Stufe durch Chlorieren und/oder Behandeln mit Chlordioxid oder Wasserstoffperoxid,
- b) in einer zweiten Stufe durch alkalisches Extra hieren und
- c) in einer dritten Stufe durch Behandeln mit einem Hypochlorit und/oder Chlordioxid und/oder Wasser stoffperoxid
gebleicht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß vor der Stufe a die Bagasse
pulpe
- d) mit einer Säure vorbehandelt und dann
- e) bei einer Konsistenz von 10-20% mit Sauer stoff unter einem Druck von 4 bis 10 bar in Gegenwart von sowohl Natriumhydroxid oder eines anderen Alkalimetallhydroxids in einer Konzentration von 1,2 bis 6,8%, bezogen auf die trockenen Fasern, als auch eines Magnesiumsalzes in einer Konzentration von 0,5 bis 3%, bezogen auf die trockene Pulpe, bei einer Temperatur von 105 bis 125°C während einer Zeit von 30 bis 90 min umngesetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803037718 DE3037718A1 (de) | 1980-10-06 | 1980-10-06 | Verfahren zum bleichen von begassepulpe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803037718 DE3037718A1 (de) | 1980-10-06 | 1980-10-06 | Verfahren zum bleichen von begassepulpe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3037718A1 DE3037718A1 (de) | 1982-04-15 |
| DE3037718C2 true DE3037718C2 (de) | 1987-12-03 |
Family
ID=6113733
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803037718 Granted DE3037718A1 (de) | 1980-10-06 | 1980-10-06 | Verfahren zum bleichen von begassepulpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3037718A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN105350371A (zh) * | 2015-10-13 | 2016-02-24 | 广西大学 | 一种减少蔗渣浆二氧化氯漂白废水aox含量的方法 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2219504C2 (de) * | 1972-04-21 | 1974-10-03 | Deutsche Gold- Und Silber-Scheideanstalt Vormals Roessler, 6000 Frankfurt | Mehrstufenbleiche von Zellstoffen mit erheblich reduziertem Chloreinsatz |
-
1980
- 1980-10-06 DE DE19803037718 patent/DE3037718A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN105350371A (zh) * | 2015-10-13 | 2016-02-24 | 广西大学 | 一种减少蔗渣浆二氧化氯漂白废水aox含量的方法 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3037718A1 (de) | 1982-04-15 |
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